“14 für Neuseeland” – der Reisebericht
“14 für Neuseeland” – so hieß die gemeinsame Aktion von Tourism New Zealand, Adventure Tours New Zealand, STA Travel und Qantas in Zusammenarbeit mit dem Reiseportal 4trips. Auf einer Microsite hatten rund 200 Kandidaten im September 2010 ein Profil von sich erstellt und sind vier Wochen lang eifrig auf Stimmenfang gegangen. Insgesamt 40.000 Stimmen wurden abgegeben… und für diese 14 Kandidaten wurde am meisten gevotet!

v.l.n.r: Aga, Ralf, Sara, Sandra, Dariusz, Andreas, Andreas, Reyk, Ulli, Matthias, Magda, Mayra, Sven, Ela (Anm. der Redaktion: das Wasser war wirklich EISkalt!)
Diese 14 durften im Oktober gemeinsam eine Erlebnisreise nach Neuseeland antreten. Am Terminal 2 des Frankfurter Flughafens ging’s los: Kurz vor Mitternacht treffen sich die 14 Gewinner von „14 für Neuseeland“. Aber eigentlich kennen sich alle schon – jeder hat die Profile der anderen genau studiert (alle sprechen sich auch Tage später noch mit ihren Profil-Nicknames an… “Ach, da kommen die mountains!“), hier und da wurden schon Facebook-Freundschaften geschlossen und so macher Name wurde vorab neugierig gegoogelt. Nach einem langen Flug mit Qantas über Singapur und Sydney nach Auckland kann das Abenteuer beginnen: eine zweiwöchige gemeinsame Erlebnisreise quer über die Nord- und Südinsel Neuseelands.
Auckland und Bay of Islands
Am Flughafen in Auckland wartet bereits Kerry, unser Guide von Adventure Tours New Zealand, der uns die kommenden zwei Wochen durch das Land fahren und führen wird. „Welcome to the best country in the world!“ Kein Zweifel, die Kiwis sind stolz auf ihr Land – zu Recht, wie wir später noch merken werden!
Ein schnelles Gruppenfoto mit etwas müden Gesichtern und schon geht’s zu unserer ersten Unterkunft, dem Nomads Hostel in Auckland. Die erste Herausforderung: 14 Reisende auf Vierbettzimmer aufteilen. Hat geklappt. Zweite Herausforderung: die Uhr richtig auf die Neuseeland-Zeit umstellen. Hat nicht so gut geklappt. Um 5 Uhr Nachts klopft es an die Tür. Aufstehen!! Nein Reyk, du darfst die Uhr ruhig NOCH zwei Stunden weiter vor stellen!
Die erste Busfahrt führt uns gen Norden nach Paihia, einem kleinen Küstenstädtchen. Vorher machen wir Halt an einem gigantischen, 800 Jahre alten Kauri Baum, an dem Marine Reserve Goat Island und an einem traumhaften einsamen Sandstrand. Alle 14 zücken fleißig ihre Kameras. Schnell steht fest: Ulli ist am besten ausgestattet (sogar ein 3D-Objektiv hat er dabei!), Sven und Aga sind aber mindestens genauso bestrebt, wirklich jedem Winkel Neuseelands ein schönes Motiv zu entlocken. Ela und Mayra vertreiben sich die Zeit lieber mit gemeinsamen Jonglieren. Andreas und Dariusz köpfen schon mal die ersten Flaschen neuseeländischen Wein. Abends in Paihia warten BBQ, Bier und Rugby auf uns – die All Blacks spielen gegen die Aussies! Was für ein Spiel!! Dass die neuseeländische Nationalmannschaft an diesem Abend knapp verliert, bekommen wir allerdings schon nicht mehr mit. Der Jetlag zwingt uns alle in die Betten.
Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Boot durch die Bay of Islands, springen über Wellen, beobachten Delfine, fotografieren „The Hole in the Rock“, spüren die salzige Gischt in unseren Gesichtern und haben mächtig Spaß. Wenn es nach Ela und Mayra ginge, würde die Bootsfahrt nie enden!
Wir verlassen das Boot an einem langen Steg, der uns auf eine ganz wunderbare einsame Insel führt: Urupukapuka. Absolute Abgeschiedenheit, Ruhe, Natur, Sonne und Meer. Wow, hier verbringen wir also die Nacht – und sonst niemand (von einem campenden Pärchen mal abgesehen)! Alle sind sich einig, diese Insel ist wirklich etwas Besonderes. Jeder macht, wozu er Lust hat: wandern, um die Insel klettern, schwimmen (nur die Mutigen bei 15 Grad Wassertemperatur), Kajak fahren, im Morgengrauen angeln gehen, Fotos machen, grillen, Rugby und Frisbee spielen, reife Grapefruits von den Bäumen schütteln und bei einem Bier dem Sonnenuntergang zuschauen. Es ist wunderschön hier… wir fragen Kerry “Müssen wir hier wirklich wieder weg?”
Neuseelands Vögel
Am nächsten Nachmittag haben wir eine Verabredung mit Sparky, einem einbeinigen Kiwi. Bevor er uns im Native Bird Recovery Center vorgestellt wird, staunen und lachen wir Tränen über Woof Woof, einen sprechenden Tui – ebenfalls ein echter Eingeborener Neuseelands. So was haben wir alle noch nie gehört – er spricht tatsächlich klar und deutlich! Ganze Sätze und mit richtig menschlicher Stimme! Schweigendes Staunen löst dagegen Sparky aus, der uns von Robert, dem Leiter der „Vogelheilanstalt“, präsentiert wird. Wir dürfen ihn streicheln – und Sara macht sogar ein Foto mit ihm!
Nach einer weiteren Nacht in Auckland verlassen wir die Spitze Neuseelands. Unser Bus verlässt die Hauptstraße und dringt – teilweise auf Schotterstraßen – immer weiter ins Innere des Landes vor. „The real New Zealand“ nennt Kerry die Region, in der sich unsere nächste Unterkunft, die Blue Duck Lodge befindet. Tiefe Canyons, ein Fluss, Wasserfälle, dichte Wälder. Hier werden wir herzlich von Menschen, Hunden, Ziegen und Lämmern empfangen. Mit einem Geländewagen erkunden wir mit Wendy, einer Mitarbeiterin auf der Blue Duck Lodge, die Umgebung und alte Maori Stätten. Wir sehen sogar zwei Blue Ducks, eine bedrohte Entenart, für dessen Erhalt sich die Blue Duck Lodge einsetzt. Danach suchen wir im Fluss nach Fossilien, füttern Lämmer und Ferkel, fahren Kajak durch verwunschene Felswände und üben uns im Axtwerfen. Wir lassen den Abend gemütlich am knisternden Lagerfeuer mit Marshmallows und neuseeländischer Reggea-Musik ausklingen. Es ist so toll hier, müssen wir wirklich wieder weg?
Tongariro Crossing
Jetzt wird es ernst: ein 19,5 km langer Wanderweg liegt vor uns… der Tongariro Crossing. Voller Vorfreude, mit dicken Wanderschuhen und vollbepackten Rucksäcken geht’s los. Ein unglaubliches Erlebnis. Wir laufen, steigen, staunen, schwitzen, fluchen, stolpern Geröllwege herunter, stapfen durch Schnee, fotografieren, pausieren, trinken (Andreas hat sogar Gipfelbier mitgebracht – cheers!), springen über Bäche und kommen alle heile und glücklich am andere Ende an. Wo uns Kerry mit einer großen Kühlbox Bier empfängt. Was für eine Belohnung! Er kennt uns zwar erst ein paar Tage, aber weiß schon genau, was uns glücklich macht! Euphorisch und erschöpft kommen wir in unserer Unterkunft an und entspannen vor dem Kamin oder im heißen Whirlpool. Wir sind sprachlos und happy… müssen wir hier wirklich wieder weg?

Im Uhrzeigersinn: Ralf beim Aufstieg, Gruppenfoto vor der Wanderung, Sven, Matthias, Aga und Dariusz im Pool nach der Wanderung, Aga auf dem Weg zum Gipfel
Am nächsten Tag steigt der eine oder andere mit etwas schweren Beinen und schmerzendem Hinterteil in den Bus ein. Was könnte die Muskeln besser lockern als ein Bungee Sprung? Wir machen einen Stopp am Mokai Gravity Canyon, wo sich Sven und Dariusz ohne zu Zögern kopfüber in die Tiefe stürzen, Magda und Matthias gemeinsam den Giant Swing wagen und Aga, Dariusz, Matthias, Magda und Andreas im Flying Fox den Canyon entlang flitzen. Danach machen wir noch einen kurzen Halt in Taihape zum Gummistiefel weitwerfen – unser Guide ist wirklich für jede Verrücktheit zu haben! Stiefel-Meister darf sich wohl Ralf nennen. Naja, möglicherweise haben Reyk und Dariusz das Ding genausoweit geschleudert wie Ralf, aber irgendwie landeten ihre Gummistiefel jedes Mal auf den angrenzenden Bahnschienen!
Wellington und unser Weg auf die Südinsel
„Windy Wellington“ begrüßt uns genauso wie der Name sagt – mit einer steifen Brise. Den Nachmittag verbringen wir im Te Papa Museum, wo wir eine Menge über die Geschichte Neuseelands lernen, über Maori-Kultur, die Einwanderer und vieles mehr. Ein sehr schönes, unterhaltsames, lehrreiches und beeindruckendes Museum, das ich jedem nur ans Herz legen kann! Am nächsten Morgen fahren wir sehr früh mit dem Bus auf die Fähre, die uns von der Nordinsel durch Marlbourough Sounds auf die Südinsel bringt. Die Sonne brennt vom Himmel und der strahlend blaue Himmel schenkt allen viele schöne Fotomotive. Irgendwie ahnen wir, die Südinsel meint es gut mit uns. Wir machen Stopps an den Nelson Lakes und dem Weingut Nautilus. Es ist wirklich toll, einen Guide dabeizuhaben, der das Land wie seine Westentasche kennt…
Wieder geht’s ans Meer, zum Abel Tasman Nationalpark. Man gewöhnt sich richtig an das Leben am Ozean, an das gleichmäßige Rauschen, den Geschmack in der Luft und die Weite, die man fühlt, wenn man an der Küste entlangwandert. Wir verlieben uns gleich in das „The Barn“, einem einfachen aber tollen Camp – irgendwie passt es gut zu uns. Kleine Zwei-Bett-Cabins, ein Billardtisch, drei Badewannen unter freiem Himmel, ein Outdoor-Kamin, eine offene Küche (auch unter freiem Himmel) und um uns herum nur Natur. Entspannt düsen wir mit dem Abel Tasman Wassertaxi um den Split Apple Rock herum, erspäen faule Seehunde und springen mit hochgekrempelten Hosenbeinen in den türkisblauen Pazifik und waten zum Strand. Von hier aus wandern wir 12,4 km zurück zum Camp. Aber eigentlich ist es hier am Strand in der Sonne viel zu schön, um die Schuhe wieder anzuziehen. Paradiesisch! Müssen wir hier wirklich wieder weg?

Reyk fliegt auf die Nelson Lakes, Magda fliegt über Matthias, Sandra fliegt gleich aus 4.000 m Höhe!
Am Nachmittag schlagen die Herzen von einigen schneller in der Brust: Abel Tasman Sky Diving steht auf dem Programm. Sechs sagen ja, lassen sich von den erfahrenen Fallschirmspringen einweisen, in blaue Anzüge stecken, Lederkäppchen auf den Kopf, ein letzter Gruß in die Kamera und schon geht’s in Windeseile hoch auf 4.000 km Höhe. Von unten beobachten wir, wie sich nach und nach unsere Mitreisenden als kleiner Punkt aus dem Flugzeug stürzen: Sven, Andreas, Andreas, Ulli, Sandra und Magda kommen mit einem Strahlen im Gesicht, Adrenalin in jeder Faser und teilweise tauben Ohren wieder zurück auf den Boden. Ein unbeschreibliches Gefühl!
Am nächsten Tag unserer Erlebnisreise durch Neuseeland lassen wir es ruhiger angehen, wir fahren nach Hanmer Springs. Naja, nicht alle. Andreas bemalen wir unterwegs ein Blatt Papier mit „CHCH“. Er möchte spontan per Anhalter nach Christchurch fahren, wo er seine Schwägerin besuchen möchte. Naja, unsere Reise heißt ja „Abenteuerreise“! Also stellen wir ihn mit einem Sixpack Bier am Straßenrand ab und es fahren „13 für Neuseeland“ weiter nach Hanmer Springs. Schnell die Badesachen eingepackt – nein, Matthias… Nackt-Wellness ist hier nicht angesagt, du brauchst wirklich eine Badehose! – und schon stehen wir inmitten der Thermal-Pools von Hanmer Springs und entspannen im 36°-41° heißen Wasser mit verschiedenem Mineralgehalt. Mit gelockerten Muskeln und babyweicher Haut sitzen wir bei einem Glas Rotwein zusammen und fallen danach in unsere Betten mit eingebauter Heizdecke. Ist das entspannend!! Müssen wir hier wirklich wieder weg??
Mit Blick auf das Datum merken wir, die Reise ist bald vorbei. Die Zeit verging wie im Flug – auf dem Weg von Hanmer Springs nach Christchurch verbringen wir noch einige Stunden in Kaikoura zum Whale Watching, Tauchen mit Delfinen oder einfach nur für einen einsamen Spaziergang entlang der Klippen.
Nach einer Nacht in Christchurch fliegen wir wieder nach Auckland und von dort aus zurück nach Deutschland. Vollgepackt mit unzähligen Fotos, unvergesslichen Erinnerungen, bunten “Sweet As”-T-Shirts und anderen Souvenirs verabschieden sich die “14 für Neuseeland” von ihrem Guide Kerry, sagen “Thanks” und natürlich “bye bye best country in the world”! Schade, wir müssen wohl tatsächlich wieder weg von hier…




























Welch schöne Erinnerungen. Lasst uns wieder hinfliegen – da stehen wir höchstens auf dem Tongariro Crossing knöcheltief im Schnee!
Sweet as
Ein wirklich schöner Erlebnisbereicht und das Video ist toll – man bekommt einen wunderbaren Eindruck der Reise und kann nachvollziehen, wieso ihr nicht mehr weg wolltet!
Kann ich HIER nicht wieder weg? Will zurück auf die Inseln!
Sweet as!
Superschöner Bericht! Da werden Erinnerungen wach! Danke dafür!
ES WAR TOLL MIT EUCH ! ! !
Hallo Karen,
vielen Dank für die Zusammenfassung, ein wunderbarer Bericht.
Hab schon wieder Fernweh, wenn man weiß, in NZ sind Weihnachten bei 30°C und Sonne satt. Great Job- Sweet as!!
Vielen Dank für die unvergessliche, großartige Zeit!
SWEET AS, SIS!
Absolut spitze gemacht! Ein super Bericht!
Man bekommt das Gefühl wieder da zu sein
Danke, danke, danke…
Danke, dass ich dabei sein durfte! Jederzeit wieder mit euch! Sweet as!
Liebe karen,ich hatte Tränen in den Augen,mein bißlang schönstes Erlebniss in meinem Leben
DANKE für die wundervolle Reise. Ein toller Bericht, wann geht es wieder los…?
Liebe Karen !
Super Bericht! Bin total begeistert und die Musik dazu!!! Fat Fredys
hammer. Danke für die schöne Zeit !!!! Liebe grüße
Sweet As !!!!!!!!!!!!
Sweet As!
Das dauerte ein paar Tage, bis wir Kerrys (unser Guide) Universalspruch richtig deuten konnten bzw merkten, daß momentan in NZ alles irgendwie “sweet as” ist ;o)
Vielen Dank an die Organisatoren und Veranstalter, Vielen dank an Karen, vielen Dank Jungs und Mädels, dh. Pippin, Hugo, Nemo, poeseline, agaturkus, Artica, maystelo, Bobina, Xelderon, OnkelRalle und natürlich mountain I. Es war eine tolle Reise mit Euch, wir hatten zwei kurzweilige, actiongeladene und vor allem sehr schöne Wochen miteinander.
Der Bericht ist erstklassig verfaßt und ließ das volle Programm nochmal durchlaufen, das Video dazu, Fat Freddys Musik … – ja genauso wars!
Ich werde noch lange davon zehren!
Sweet As!!
hey guys
what a great video karen and oh what a great sound track (go fat freddys drop). hope all is well you guys and you had a wicked time in the best country in the world we even speak english here.
i hope you all have a awesome xmas and it was a pleasure to have you all on my bus.
sweet as
kerry atnz
Ein gelungener Bericht und sehr schöne Eindrücke von der Pflanzenwelt und der Landschaft, da habe ich doch gleich wieder neue Ideen.