Abenteuer Namibia – Ein Reisebericht

Namibia. Knallblauer Himmel und sternenklare Nächte, großartiges Essen und gemütliche Lodges, Lagerfeuer und guter Wein, Schotterpisten, Dünen und unglaubliche Tiervielfalt – ein paar Schlagworte die ganz gut beschreiben, wie ich Namibia erfahren habe.

Mit einem 4 x 4 Jeep mit Campingausrüstung und einem vorgebuchten Reiseverlauf ging es im Juli für 2 Wochen in das schöne Land in Westafrika. Nachdem wir uns im Linksverkehr durch Windhoek gekämpft hatten, führte unsere  Route erstmals in die Weite Namibias. Jetzt weiß ich, was damit gemeint ist: Sobald der Großraum Windhoek hinter einem liegt, breitet sie sich vor einem aus – die Weite Namibias. So weit das Auge reicht, bis zum Horizont und weiter, kein einziges Auto zu sehen und eine Landschaft die einem die Sprache verschlägt. Und ehe man sich versieht ist auch von geteerten Straßen keine Spur mehr und man brettert über die Schotterpisten und fühlt sich wie ein echter Explorer.

Erstes Ziel der Reise war die wunderschöne Namib Desert Lodge, am Fuße versteinerter Dünen gelegen. Wir hatten auch gleich schon erste Begegnungen mit der afrikanischen Tierwelt, die Oryxantilope und einige Springböcke kreuzten nicht nur unseren Weg sondern am Abend auch unseren Speiseteller.

Bei unserem Ausflug zu Sossusvlei, den höchsten Sanddünen der Welt, führte der Weg durch tiefen Sand und wir lernten unseren  Allradantrieb kennen und lieben.


Am Abend erwartete uns dann der obligatorische Gin Tonic bei der Sundowner Fahrt durch das wunderschöne Gelände unserer Lodge.


Später auf der Reise durfte ich auch den Grund für das allseits angebotene Gin Tonic erfahren – das Tonic Water hält die Mücken fern – der allabendliche Gin Tonic dient also dem Malariaschutz ;)

Nächster Stopp auf der Route war Swakopmund, das nette Städtchen an der Küste. Tagsüber schnupperten wir Seeluft und fuhren mit dem Boot zu einer Robbenkolonie, ein paar der frechen Tiere kamen sogar an Bord gehüpft. Am Nachmittag stand dann Kontrastprogramm mit Quadfahren in der Wüste an.


Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz, brutzelten uns an der eigenen Feuerstelle Grillfleisch vom Metzger Manfred aus Kölle, der mit seiner Familie nach Namibia ausgewandert ist, um einen Campingplatz zu betreiben. Von ihm erfuhren wir auch, dass gerade Fassenacht in Swakopmund war, mit Kappesitzung und allem was dazu gehört.  Auf der Weiterfahrt dudelte im Radio „Wärst du noch in Düsseldorf geblieben“, so begegneten wir also auch dem Deutschtum in Namibia.

Weiter ging es ins Damaraland, eine Region, die durch eine wunderschöne rote Felslandschaft besticht. Hier leben auch die seltenen Wüstenelefanten, die wir auf einer morgendlichen Safari bei ihrer Wanderung durch ein ausgetrocknetes Flussbett beobachten konnten.

Die Suche nach den „Big 5“ hatte also begonnen und wurde in den nächsten Tagen im Etoscha Nationalpark fortgesetzt. Ich glaube Bilder sagen an dieser Stelle mehr als Worte…






Nächster Stopp unserer Route war eine Gästefarm in der Nähe des Waterberg Plateaus. Landschaftlich, wie einfach überall in Namibia, wieder eine wunderschöne Gegend. Wir hatten einen tollen Ausflug über die Rinderfarm und zu einem Cheetah Conservation Fund gebucht. Von unserem Guide erfuhren wir viel über die Gegend und wie man sich auf der großen Farm zurecht findet ;)

Im Gepardenschutzzentrum konnten wir nicht nur die schönen Tiere aus nächster Nähe beobachten, sondern wurden auch über den Konflikt zwischen Farmern und wild lebenden Tieren aufgeklärt.

Für die letzte Nacht hatten wir eine kleine Wellnessoase in einem Private Game Reserve in der Nähe von Windhoek gebucht, die Goche Ganas Lodge. Beheizter Innenpool, Sauna, ein großartiges Zimmer und ein super Abendessen bildeten den perfekten Abschluss für diese Traumreise.

Namibia hat uns schwer begeistert und es war sicher nicht die letzte Reise nach Afrika. Wer Tipps braucht, kann sich gerne melden.

 

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4 Kommentare

  1. Nico Prec 2. September 2012 at 11:45

    Hallo

    der Reisebericht hört sich sehr spannend an! wie viel kostet ungefähr die Tour durch die Wüste, das Camping, das Safari mit Übernachtung in der Lodge und den restlichen Spaß?

    viele Grüße
    Nico

  2. Susanne 3. September 2012 at 09:47

    Hallo Nico,

    Namibia ist leider kein besonders günstiges Reiseziel.
    Für den Camper kannst du für 2 Wochen mit ca. € 1.000 rechnen plus Benzin, die Campingplätze sind recht günstig, Übernachtung ca. € 15-25 für den Platz, schöne Lodges gibt es ab ca. € 50,- p.P. und Nacht, nach oben gibts da keine Grenzen…
    Essen für Selbstversorger ist etwas günstiger wie bei uns, auch essen gehen ist recht preiswert. In den Lodges bleibt dir allerdings nur, dort zu essen und das ist dann wiederum abhängig von der Lodge nicht unbedingt günstig, da du dann meistens ein Buffet oder 3-Gang-Menü nehmen musst.
    Toll ist, dass man als Selbstfahrer alle Unternehmungen selbst machen kann, für die Aktivitäten fallen also nicht mehr wirklich Kosten an.
    Viele Grüße
    Susanne

  3. Tina E. 13. September 2012 at 11:40

    Hallo Susanne,

    dein Reisebericht macht wirklich noch mehr Lust auf Namibia. Ich überlege/plane nächstes Jahr im Feb/März einen Trip dorthin.Habt ihr die Planung komplett selbst gemacht oder habt ihr das über einen Veranstalter gebucht? Sebstfahrer Touren sind wirklich die Besten weil man so schön unabhängig ist aber einen Plan wohin man möchte ist eben super zur Orientierung.
    Ich würde mich freuen wenn du mir einige Infos geben könntest.

    Grüße

    Tina

  4. Susanne 14. September 2012 at 13:57

    Hallo Tina,

    ja genau, wir fanden es auch super, auf eigene Faust unterwegs zu sein aber immer zu wissen wo man am Abend ankommt. War absolut stressfrei. Wir haben über STA gebucht und bei der Planung zunächst ein paar grobe Ideen angegeben, wo wir hin möchten oder welche Lodge wir auf jeden Fall inkludiert haben möchten. Dann haben wir einen Reisevorschlag erhalten, diesen dann besprochen, nochmal leicht abgeändert und fertig :-) Haben dann auch Kartenmaterial und Anfahrtsbeschreibungen bekommen, konnten uns also auch eigentlich gar nicht verfahren.

    Ich hoffe das hilft dir weiter! Einen Tipp hab ich noch: plant wenn möglich immer 2 Übernachtungen an einem Ort, dann habt ihr mehr davon.

    Viele Grüße
    Susanne

Kommentare

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