Die besten Treks der Welt

Die folgenden Treks sind nichts für Schwächlinge. Für diese Wanderungen braucht ihr eine Portion Mum, ausreichende Fitness, eine gute Vorbereitung und natürlich Abenteuerlust :-) Wir haben die schönsten, coolsten und anspruchsvollsten Trekking Routen weltweit zusammengestellt. Lasst Euch für euer nächstes Abenteuer inspirieren.

Grand Canyon Hike, Arizona USA
Canyons gibt es auf der Welt einige, aber der Grand Canyon in den USA ist mit seiner Größe und Farbenpracht wohl der beeindruckendste. Der mächtige Colorado River und die faszinierenden Felsformationen machen den Trip zu einem einmaligen Erlebnis. Empfohlen wird der 3-tägige Rim to Rim Trek, der entweder am South Rim oder am North Rim beginnt (Rim bedeutet Kante/Rand). Es gibt verschiedene Möglichkeiten seine eigene Route zusammenzustellen. Achtung: den South Kaibab Trail sollte man nicht hinauf, sondern nur hinabgehen, da es auf der Strecke kein frisches Wasser gibt. Im Grand Canyon gibt es Übernachtungsmöglichkeiten, die vorab gebucht werden sollten. Die Nachfrage ist hier sehr hoch! Der South Rim ist am besten über Phoenix und der North Rim über Las Vegas zu erreichen.
Versucht die Monate Juni bis August für die Wanderung zu vermeiden, in den Canyons ist es zu dieser Jahreszeit einfach brutal heiß. Die ideale Zeit sind Frühling oder Herbst. Es sind geführte oder individuelle Touren möglich. Ihr braucht allerdings eine Genehmigung, die vom National Park Service ausgestellt werden.

South Kaibab Trail

Bright Angel Campground

Everest Base Camp Trek, Nepal
Im Himalaya Hochgebirge befinden sich 10 der höchsten Berge der Welt und natürlich auch der Mt. Everest, der mit einer Höhe von 8848 Metern den ultimativen Gipfel darstellt. Wer also DIE Herausforderung sucht, sollte von Lukla zum Everest Base Camp wandern. Aber Vorsicht, keine leichte Übung!
Die Wanderung beginnt auf etwa 3.000 Metern Höhe und ist wegen der dünnen Luft so besonders anspruchsvoll. Das Base Camp befindet sich auf 5.300 Metern Höhe.
Auf der 12-tägigen Trekkingtour durch abwechslungsreiche Landschaften, vorbei an reißenden Flüssen und wunderschönen Hochebenen hat man genug Zeit sich zu aklimatisieren und sich auf das atemberaubende 360° Panorama vorzubereiten.
Außerdem kommt man in Kontakt mit den zwei Hauptkulturen in Nepal, den Sherpa und den Hindu Nepalesen.

Mt Everest Base Camp

Everest Base Camp Trek

Chilkoot Trail, Alaska, USA und Kanada
Der Chillkoot Trail führt 53 Kilometer über die Coast Mountains von Alaska über die USA bis nach Kanada. Nicht mehr als 50 Backpacker dürfen jeden Tag die 3 bis 5-tägige Wanderung von Skagway zum Lake Bennett beginnen, die Genehmigung erhaltet ihr vom National Park Service.
Der Trek ist gespickt mit historischen Sehenswürdigkeiten. Der 1.067 m hohe Gebirgspass ist Teil des Klondike Gold Rush National Historical Parks. Auf dem Weg finden sich noch viele Überreste wie Teile von Drahtseilbahnen und Ausrüstungsgegenstände aus der Goldrauschzeit.
Der schönste Monat für die beeindruckende Wanderung ist der August, nicht zu heiß aber sehr angenehm.

Chilkoot Trail Yukon Territory

Routeburn Trek, Neuseeland
Trekking im Südwesten sollte für alle Reisenden ein Muss in Neuseeland sein. Die sogenannte God Zone bietet einen wunderbaren 3-Tages Trek durch bewaldetes Gebiet zwischen dem Mount Aspiring- und dem Fiordland-Nationalpark auf  der neuseeländischen Südinsel. Der Milford-Trek ist wohl noch bekannter als der Routeburn-Trek, gilt aber bei vielen bereist als der Geheimtipps und schönere Weg. Los geht’s in Te Anau in der Nähe von Queenstown. Die Saison beginnt im späten Oktober und geht bis in den April hinein. Genehmigungen kann am bereits am Juli bekommen, es ist nur eine begrenzte Anzahl an Wanderern erlaubt.
Übernachtung ist in den schönen Hütten oder im eigenen Zelt möglich.

Routeburn Trek

Routeburn Trek

Inca Trail/Macchu Pichu, Peru
Der 33 Kilometer lange historische Trail der Incas führt von Sacred Valley bis hinauf zum Machu Picchu. Was macht den berühmtesten Trek Südamerikas so besonders? Das Highlight und die Belohnung nach dem anstrengenden Aufstieg ist die Ruinenstadt Macchu Pichu, die im 15. Jahrhunder von den Inkas auf 2.300 Metern Höhe erbaut wurde. Der Macchu Pichu gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.
Auf der 3-tägigen Wanderung überquert man 3 Pässe, blickt auf schneebedeckte Berge und ahlreiche Inka Ruinen bis man schliesslich Macchu Pichu erreicht. Besonders beeindruckend natürlich bei Sonnenaufgang. Nichts als für Langschläfer! Auch hier braucht ihr eine Eintrittsgenehmigung – mehr als 500 Menschen dürfen pro Tag nicht den Inca Trail betreten. Es kann ganz schön voll werden!

Macchu Pichu in Peru

Macchu Pichu in Peru

Mt. Kilimanjaro, Tansania
Der Mt Kilimanjaro ist an der nordöstlichen Grenze von Tansania gelegen. Besteigen kann man den knapp 6.000 Meter hohen höchsten Berg Afrikas aus dem Mt Kilimanjaro Nationalpark in Tansania oder von der weniger bekannten kenianischen Seite.
Es gibt eine Vielzahl von Routen, die beliebtesten sind die Marangu- (Coca Cola Route) und die Machame-Route.
Am besten ihr wandert von Januar bis März oder Juni bis Oktober – das sind die trockenden Monate und bieten die besten Trekking-Konditionen. Der Trek ist ohne technisches Equipment möglich, die große Herausforderung ist die Höhe. Klettern auf fast 6.000 Metern ist eine mühselige Aufgabe. Der Kilimanjaro ist der höchste begehbare Gipfel der Welt. Und im Vergleich zum Everest Base Camp Trek wird der Höhenunterschied in der doppelten Geschwindigkeit erlaufen. Achtung: höchster Schwierigkeitsgrad!
Das Beste: nach der Besteigung kann man sich mit einer Safari und völlig neuen Eindrücken von der Tierwelt Afrikas belohnen.

Barafu Huts Camp

Mt. Fitz Roy, Argentinien
Der Fitz Roy ist ein Granitberg in den argentinisch-chilenischen Anden und Teil des Nationalpark Los Glaciares. Die Wanderung beginnt im nächstgelegenen Dorf El Chaltén. Es gibt unzahlige Wanderrouten, zu den Highlights gehört die Aussicht  auf Fitz Roy und Cerro Torre bei Sonnenaufgang. Die besten Wetterbedingungen hat man von November bis April, aber auch in diesen Monaten ist die Wetterlage recht unvorhersehbar und kann die Geschwindigkeit der Wanderung erheblich beeinflussen. 4 Tage sollten für eine schöne Wanderung eingeplant werden.

Mt Fitz Roy, Argentinien

The Haute Route, Frankreich und Schweiz
Die Haute Route führt über die Alpen von Chamonix in Frankreich über das südliche Wallis bis nach Zermatt in die Schweiz. Im Winter finden hier Skitouren statt und im Sommer Wanderungen von mindestens 12 Tagen. Auf der Route gibt es zahlreiche HÜtten und auch Dorfer, die ÜBernachtungsmöglichkeiten bieten.
Das Highlight ist die Sicht auf das majestätische Matterhorn am Ende der Wanderung (wenn man von Chamonix nach Zermatt gewandert ist, beide Richtungen sind möglich!). Das Überqueren von Gletschern ist möglich, aber nicht erforderlich. Es gibt auch tiefergelegende Streckenabschnitte.
Achtung: in einigen Dörfern und Hütten wird kaum Englisch gesprochen, Französisch-Grundkenntnisse sind also von Vorteil. Die beste Saison für die Wanderung ist nur von uli bis September.

Le Môle - Haute Route

Die Narrows, USA
Der Zion-Nationalpark befindet sich im Südwesten Utahs und besteht aus zahlreichen Schluchten und Canyons, durch die sich der Virgin River schlengelt. Die Wanderung beinhaltet auch häufiges Waten oder Schwimmen durch den Fluss und kann an einem Tag absolviert werden. Man kann aber auch gut auf einem der Park Campingplätze übernachten und sich etwas mehr Zeit für die atemberaubende Umgebung nehmen. Im Nationalpark gibt es zahlreiche Wanderrouten, die beliebteste Wanderung führt durch den Zion Canyon über die Narrows bis zur Chamberlain Ranch und werden von Rangern geführt. Führungen sind auch zu Pferd möglich!
Achtung: Im Canyon können bereits im Frühjahr extrem hohe Temperaturen erreicht werden. Genug Getränke mitnehmen!

Die Narrows, USA

 

Bildrechte
Grand Canyon: cc Grand Canyon NPS via Flickr
Mt Everest: Base Camp cc emifaulk, Trek cc ilkerender via Flickr
Chilkoot Trail: cc nationalgeographic.com
Routeburn Trek: cc Kevin Saff via Flickr
Kilimanjaro: cc Stig Nygaard via Flickr
Fitz Roy: cc longhorndave via Flickr
Haute Route: cc Nouhailler via Flickr
Narrows: cc Adam Belles via Flickr

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5 Kommentare

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    Florian 23. April 2012 at 16:06

    Den sehr Abwechlsungsreichen Annapurna Circuit könnte man auch noch erwähnen. Zweieinhalb Wochen um das Annapurna Massiv herumwandern und die Landschaften wandeln sich jeden Tag ein wenig. Es ist alles sehr einfach, aber für mich war es eine wunderschöne Zeit!

  2. Maraike Reimer 23. April 2012 at 16:18

    Danke für den Tipp Florian, der Annapurna Circuit ist natürlich auch absolut empfehlenswert!

  3. FRANK 23. April 2012 at 22:22

    gute Auswahl – das mit den 4 Tagen am Fitz Roy ist aber Quatsch, die Tour zum Fitz Roy wie auch zum Cerro Torre kann jeweils locker als Tagestour von El Chalten aus gemacht werden und beide gehören zu den weltweit großartigsten Wanderungen!

  4. Maraike Reimer 24. April 2012 at 09:43

    Hallo Frank, du hast recht, man kann auch eine Tagestour am Fritz Roy wandern. Je nach Route kann man aber aber 4-5 Tage unterwegs sein.

  5. antaris 24. April 2012 at 22:15

    Ich fände den Overland Track in Tasmanien durch den Cradle Mountain-Lake St Clair Nationalpark auch noch sehr empfehlenswert! Je nach Kondition 5-7 Tage, 65-80km, auf Höhen von 700-1030m, vorbei an alpiner Berglandschaft bis hin zu Regenwald…. wunderschön einfach!

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