Die Geheimnisse der Garden Route
Die Geheimnisse der Garden Route, welche sind das? Im Reiseführer steht dazu Folgendes: „Die Gardenroute ist eine durch die häufigen Niederschläge üppig grüne Landschaft mit dichten Wäldern, idyllischen Flüssen und Seen.“ Aber was genau muss man sich darunter vorstellen?
Ein paar Mitarbeiter von STA sind im September ausgezogen um das einmal genauer zu erkunden. Am Anfang stand aber erst der Flug von Frankfurt nach Kapstadt mit Etihad Airways. In Kapstadt angekommen, empfingen uns unser Tourguide Janene und unser Driver Barry von G-Adventures.
Nachdem wir zwei Tage lang Kapstadt und das Kap der Guten Hoffnung erkundet hatten, ging es am dritten Tage los in Richtung Garden Route. Die eigentliche Garden Route beginnt in Mossel Bay und endet in Port Elizabeth. Aber auch die erste Teilstrecke der Reise war schon ein Erlebnis. Wir starteten um 07:00 Uhr morgens mit unserem Truck in Richtung Knysna. Wo wir die erste Nacht im Zelt verbringen würden. Ihr habt richtig gelesen – im Zelt. Die Tour war nämlich unter anderem eine Camping Tour! Nein, keine exklusiven Logdes, die man aus dem Fernsehen kennt, von unserem super Hotel in Kapstadt mussten wir uns auf die einfachste aller Übernachtungsmöglichkeiten einstellen- das Campen!
Bevor wir allerdings das erste Mal unsere Zelt aufstellen konnten, stand uns eine acht stündige Fahrt entlang der Küste und durchs Hinterland bevor. Unser Driver Barry ermahnte uns bloß nicht, trotz des frühen Morgens, die ersten Stunden dieser Fahrt zu Verschlafen, denn das wäre wohl eine der schönsten Küsten die wir zu sehen bekommen würden. Er hatte Recht!
Wir fuhren um die Falsebay herum, auf einer kleinen kurvigen Straße. Links befanden sich Felsen und rechts unter uns erstrecke sich der Ozean. Atemberaubend schön! Nach ca. 3 Stunden erreichten wir Hermanus.
Hermanus ist sozusagen DIE Wal-Metropole Südafrikas. Hier gibt es sogar einen festangestellten Walschreier der jeden Tag in der Saison auf seinem Seetanghorn bläst, wann immer er Wale sieht. Und das sind nicht Wenige! Auch wir sind in den 2 Stunden die wir dort waren in den Genuss gekommen ein paar Wale beobachten zu können. Nach unserem Picknick, das wir im Übrigen in unmittelbarer Nähe zum Walschreier aufgebaut hatten, damit wir auch schnell unsere Fotos zücken können (falls Moby Dick vorbei schwimmt) fuhren wir durch das Hinterland vorbei an Orten wie Kleinmond und Heidelberg nach Knysna.
Knysna ist das touristische Zentrum der Garden Route mit Shopping Malls und zahlreichen Restaurants. Die Lage an einer Lagune ist ein Traum. Hier werden auch Austern gezüchtet.
In Knysna stellten wir unsere Zelte auf (was erstaunlicherweise sehr, sehr schnell und einfach ging). Also kein Grund zu Sorge das bekommt jeder hin. Janene, die neben der Aufgabe als Tourguide auch noch die Aufgabe der Köchin hatte, zauberte uns ein tolles Abendessen und Barry machte ein Lagerfeuer an dem wir zu späterer Stunde seinen Geschichten lauschten.
Am nächsten Morgen hieß es wiedereinmal früh aufstehen, Zelt abbauen, alles wieder im Truck verstauen und los ging es zu den Knysna Heads, ein Felsenportal durch dass das Meer in die Lagune dringen kann.
Gegen Mittag besuchten wir den 22 km entfernten Knysna Elephant Park und Tenikwa. Im Knysna Elephant Park leben Elefanten aus dem Krüger Park. Dieser Besuch war eines meiner persönlichen Highlights auf der Reise, die Elefanten zu streicheln und zu füttern und diese sanften, respektvollen Tiere zu sehen, war einfach toll.
Tenikwa ist eine Art Aufzuchtstation für Wildkatzen. Dort bekamen wir eine Führung, wobei wir auch in die verschiedenen Gehege von Geparden, Servalkatzen und Südafrikanischen Wildkatzen hinein durften. In das vom Leoparden allerdings nicht! Das war auch besser so! Er lies uns nämlich nicht einen einzigen Moment aus den Augen und lief immer schön in seinem Gehege auf und ab. Als ich daran dachte, was er in der freien Wildbahn mit uns machen würde, wurde mir ganz anders. Aber Gott sei Dank war der Zaun ja hoch genug.
Auf dem Weg zu unserem zweiten Quartier, fuhren wir über die Bloukrans-Brigde, dort kann man Bungee Jumpen. Der Sprung zählt zum höchsten Jump von einer Brücke (216m) Es ist zudem die höchste Brücke Afrikas. Drei aus unserer Gruppen haben es tatsächlich gemacht – sie sind gesprungen.
Danach sind wir zum Tsitsikamma National Park gefahren, in welchem das Storms River Mouth Restcamp liegt. Einwunderschöner idyllischer Campingplatz direkt am Meer.
Wir hatten das Glück 2x mit Meeresrauschen einzuschlafen und aufzuwachen. Der nächste Tag stand zur freien Verfügung. Ein Teil der Gruppe ging Schnorcheln, ein Teil probierte Canopying und ein Teil wanderte ein Stück entlang des berühmten Ottertrails.
Am nächsten Morgen, nach dem Zeltabbau, gings weiter zum Addo Elephant Nationalpark, der im übrigen Malariafrei ist. Hier hat man die Chance die Big Five zu sehen.
Wir haben leider „nur“ Elefanten (dafür aber ganz viele), von weitem ein paar Löwen und dazu noch Zebras, Warzenschweine, Strauße, Schildkröten und ein Stachelschwein gesichtet! Das Stachelschwein hat uns sogar auf unserm Camping Platz nachts einen Besuch abgestattet. Wir bekamen einen riesigen Schreck aber das Stachelschwein hatte vermutlich viel mehr Angst als wir, denn genauso schnell wie es aufgetaucht war, war es auch schon wieder weg. Tja, eine solche Erfahrung macht man nun mal nur beim Campen!
Die Campingplätze auf denen wir übernachtet haben, sind alle sehr gut ausgestattet, die Sanitäreneinrichtungen sind top und auch alle Camping Plätze sind sehr gut gesichert. Man braucht also überhaupt keine Angst vor hungrigen Löwen zu haben. Let´s go Camping!
In Port Elizabeth angekommen, fiel es uns sehr schwer den Truck und auch die Zelte zurück zu lassen, aber das hätte nun leider wirklich nicht mehr in den Flieger gepasst.
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