Hongkong erleben in vier Tagen

Liebe STA-Traveller und solche, die es noch werden wollen! Wir sind Finn (28 Jahre) und Irina (30 Jahre) unterwegs auf einer 120-tägigen Abenteuerreise von Deutschland bis nach Neuseeland. Solch eine Gelegenheit, die Gelegenheit einer Weltreise, bietet sich in der Regel nur einmal im Leben. So nutzen wir die Gunst der Stunde und ergreifen die Chance unseres Lebens, dem besagten Hamsterrad zu entkommen und auf Entdeckungstour zu gehen. Vom Erlebnishunger getrieben sind wir nun auf der Suche nach neuen kulturellen Eindrücken, Ideen, gegensätzlichen Sichtweisen und der Schönheit unserer Erde. Eine grandiose Station auf unserer persönlichen Landkarte ist die Stadt der Superlative namens Hongkong. Für euch, liebe Traveller, haben wir „Hongkong erleben in vier Tagen“ zusammengefasst.

Wissenswertes über Hongkong

Aufgrund der britischen Kolonialzeit ist auch heute die englische Sprache neben der chinesischen sehr gegenwärtig und beide gelten als offizielle Amtssprachen. Für die Touristen bedeutet das im Umkehrschluss einfaches Zurechtfinden in der Stadt und schnelle Kontaktschließung mit den Einheimischen. Verglichen mit anderen chinesischen Metropolen ist Hongkong ein Ruhepol mit westlichen Standards. Im Klartext, du wirst nicht sofort umgerannt oder angerempelt, sondern erst nach einigen Minuten. In der Eile ruft man dir ein nett gemeintes `Sorry` hinterher und hastet weiter. Also sehr westlich!

Wir persönlich empfinden Hongkong als ein sehr sicheres Reiseziel. Zudem haben wir bei unserem Besuch einige Alleinreisende kennengelernt, die diese Aussage bekräftigt haben. Natürlich darf aber auch hier der normale Menschenverstand nicht ausgeschaltet werden. Im Vergleich zu anderen Ländern punktet Hongkong mit einem unglaublich schnellen High-Speed-Internet, bei dem das Surfen und Arbeiten richtig Spaß macht. Die Menschen begegnen uns in dieser Metropole sehr respektvoll und auf Augenhöhe, dazu trägt sicherlich Englisch als Amtssprache und der generell multikulturelle Faktor Hongkongs bei.

Tag 1 – Unterkunftssuche vor Ort und kulinarische Höhenflüge.

In der drittgrößten Metropole Chinas wird auch das Wohnen zu einer Herausforderung. Die Lebenshaltungskosten sind nicht ohne, das wissen wir im Vorfeld. Hongkong ist ganz klar: teuer! Von einem Café aus durchforsten wir das World Wide Web auf der Suche nach einer geeigneten und bezahlbaren Unterkunft.

Hongkong

Schließlich werden wir fündig. Auf acht suizidgefährdeten Quadratmetern teilen wir uns ein Bett inklusive Dusche und WC. Es ist heiß und stickig. Nach einem Fenster suchen wir jedoch vergeblich und drehen schließlich die Klimaanlage auf. Die Zimmerbeschreibung verspricht eine Dusche, soweit so gut. Der Duschkopf hängt über der Toilette, in einem Eineinhalb-Quadratmeter-Bad, doch wo zur Hölle ist die dazugehörige Duschwanne? Und wie zum Teufel soll man hier eigentlich duschen? Es kann sich hier nur um ein Missverständnis handeln.

Nett und höflich schildere ich unser Problem der Rezeptionistin und freue mich insgeheim auf ein neues Zimmer. Entspannt erklärt sie mir, dass wir sehr wohl eine eigene Dusche im Zimmer haben und eine Duschwanne gibt es nur selten. Nun ja, willkommen in der teuersten Abstellkammer der Welt. Das soll keine Floskel sein es ist tatsächlich ein Hauswirtschaftsraum, der als Zimmer umfunktioniert wurde. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn vorab im Internet nach Unterkünften bei diversen Portalen zu recherchieren und die Preise zu vergleichen.

Erholt euch von den Anreisestrapazen und nutzt den restlichen Tag für die Erkundung der näheren Umgebung. Hinter jeder Ecke lauern in dieser Stadt die tollsten Sachen wie zum Beispiel Cafés, Bars und einfache Essensstände, die mit europäischen oder traditionellen Köstlichkeiten locken. So deckt Hongkong nicht nur jeden Geschmack sondern auch jeden Geldbeutel bestens ab und bietet Neues für Experimentierfreudige. Aufgrund Hongkongs günstiger Lage zum Meer entscheiden wir uns oft für Sushi und werden kein einziges Mal enttäuscht. Preiswert gutes Sushi liegt bei circa zehn Euro pro Person, nach oben gibt es allerdings keine Grenzen.

Sushi in Hongkong

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Ein Schlemmer-Highlight auf unserer Hongkongtour ist zudem das taiwanesische Restaurant Din Tai Fung, das wir jedem nur wärmstens empfehlen können. Angeboten werden traditionelle chinesische Speisen unter anderem lecker gefüllte Teigtaschen, Nudeln, Wantans und vieles mehr. Wirklich köstlich und ein Muss in dieser Metropole.

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Doch die wahre Besonderheit der Location ist noch nicht verraten: das Din Tai Fung ist wohl das günstigste Michelin Restaurant der Welt und wurde seit Beginn 2010 mit einem Stern ausgezeichnet. So schlemmen wir uns durch drei Gänge und verlassen das Restaurant am Ende mit gut gefüllten Bäuchen und einer Rechnung von umgerechnet gerade mal 50 Euro.

Tag 2 – Beste Aussicht genießen am Victoria Peak.

Der Victoria Peak ist auf alle Fälle ein Muss für all diejenigen, die zum ersten Mal Hongkong besuchen. Der Ausblick ist einmalig und wirklich atemberaubend. Hier bleibt der wow Effekt nicht aus und für alle sonst so untalentierten Fotografen eröffnet sich sogar die Chance zum Postkarten-Schnappschuss, vorausgesetzt das Wetter spielt mit. Es gibt mehrere Möglichkeiten zum Peak zu kommen, ob mit der Tram, dem Stadtbus, zu Fuß oder bequem mit dem Taxi, für jedermann ist etwas dabei und auch die Preise sind erschwinglich.

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Um auf die Aussichtsplattform zu gelangen, passieren wir die Victoria Peak Mall. Haltet euer Portemonnaie fest, denn an jeder Ecke lauern Gefahren und Verlockungen Geld buchstäblich aus dem Fenster zu werfen, wobei ein Restaurantbesuch sich durchaus lohnt, allein wegen des grandiosen Ausblicks. Man speist hier auf gehobenen deutschen Preisniveau, aber immerhin mit grandioser Aussicht. Rolltreppen führen durch die Mall nach oben bis zur Aussichtsplattform, wo der Tourist kurz davor noch einmal zur Kasse gebeten wird. Vergesst bitte jetzt den Eintrittspreis von knapp zehn Euro pro Person, denn Hongkongs spektakuläres Stadtbild ist eine einzigartige Komposition aus Stahlbeton, herrlich blauem Wasser und waldgrünen Hügeln. Logisch, das sich auf dem Peak nicht unbedingt Schöne, aber dafür Steinreiche wohntechnisch niedergelassen haben.

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Abends setzten wir wieder auf den gleichen spektakulären Ausblick. Also auf zur nächsten Skybar und liebe Traveller davon hat Hongkong so einige. Geeignet dafür ist die Wooloomooloo Rooftop Bar, die versteckt in einem Bürogebäude auf dem einunddreißigsten Stockwerk zu finden ist. Neben dem Ambiente bietet diese Skybar einen umwerfenden Ausblick auf den Ortsteil Causeway Bay sowie Happy Valley.

Hongkong

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Sowohl Einheimische als auch Touristen springen hier zu aktuellen Musikbeats umher oder gönnen sich einen gediegenen Digestif. Ob in Restaurants oder Bars, fast überall gibt es sogenannte Servicegebühren auf die eigentliche Rechnung. Diese belaufen sich auf circa zehn Prozent des Gesamtbetrages. Bei einem überdurchschnittlich guten Service ist es jedem freigestellt, noch oben drauf einen Tip zu geben.

Tag 3 – Entdecke Hongkongs Erholungsoase.

Auf der Suche nach Strand und Erholung verschlägt es uns nach Stanley Beach, einem touristischen Städtchen an der Stanley Bay und etwa 25 Minuten entfernt von Hongkong City. Für umgerechnet circa zwei Euro fahren wir mit dem Minibus Nr. 40 zum Stanley Market.

Hongkong

Auf der Busfahrt dorthin bestaunen wir satte grüne Hügel, auf denen sich prächtige Villen türmen sowie deren direkte Zugänge zum Wasser. Für einen Moment vergessen wir die Wolkenkratzer Hongkongs und deren Menschenmassen.

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Diese Oase der Ruhe ist wahrscheinlich neben den Skybars einer der Zufluchtsorte für alle gestressten Topmanager unweit der Stadt. Ein Stückchen Freiheit. Die Temperaturen sind angenehm, der Strand an einem Dienstag Nachmittag fast leer und zahlreiche Möglichkeiten für Wassersportaktivitäten offenbaren sich hier.

Stanley beach, Hongkong

Heute sind wir auf den Tag genau einen Monat unterwegs und zum ersten Mal liegen wir am feinen Sandstrand. In Wahrheit betreiben wir auf dieser Reise viel Aufwand um jeden Tag aufs Neue zu bestreiten und kaum einer ahnt zu Hause das Backpacking mehr als ein verlängerter Urlaub ist.

Tag 4 – Mit der Star Fähre über den Victoria Hafen nach Kowloon.

Auch heute noch ist die Star Fähre sowohl bei Touristen als auch Einheimischen gleichermaßen beliebt. Zudem ist es wohl die kostengünstigste Variante von Hongkong Island nach Kowloon Peninsula zu kommen und definitiv eine mit der besten Aussicht auf Hongkongs Skyline. Die Fähren verkehren alle zehn Minuten und eine einfache Fahrt liegt bei ungefähr 0,40 Euro pro Person. Alternativ dazu kommt die Metro oder das Taxi infrage, wobei man hier mit höheren Preisen rechnen sollte.

Hongkong

Im internationalen Vergleich kann sich Kowloon aber in jeder Hinsicht sehen lassen. Langeweile kommt in Hongkong nicht auf, so bietet auch Kowloon von Entertainment, Shopping sowie Nachtleben alles, was das Herz begehrt. Auf dieser Seite der Stadt ist es noch prunkvoller, noch glamouröser und noch aufregender, zumindest hat es den Anschein.

Lebendige Hotels und schimmernde Schaufenster von Luxusboutiquen der Haut Couture sind hier so alltäglich wie bunte nächtliche Märkte und preiswertes Essen. Das 1881 Heritage ermöglicht den Einblick in die längst vergangene viktorianische Ära Hongkongs und ist allein wegen der aufwendigen Architektur sehr zu empfehlen. Ein Cafébesuch ist hier durchaus drin, für Einkäufe in den renommierten Modehäusern solltet ihr allerdings eher die goldene Kreditkarte parat halten.

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Unsere kleine Weltreise geht nun weiter und wir brechen voller Vorfreude nach Thailand auf. Deshalb denke immer daran: „Zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Kultur und Reisen. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist’s! Reise, reise! “ (Busch,Wilhelm 1832 – 1908)

Finn & Irina

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