Nathalie entdeckt die Welt: Hawaii

Aloha, am Samstag bin ich in Auckland abgeflogen, am Freitag in Honolulu gelandet, komisches Gefühl so eine Reise in die Vergangenheit (immerhin einen Tag!)  ;-)

Auf Oahu angekommen habe ich mich erstmal einen halben Tag am Waikiki Beach niedergelassen und auf meinen nächsten Besuch (diesmal aus München) gewartet. Am nächsten Tag haben wir 3 dann mit unserer Insel-Erkundung angefangen und sind in brütender Hitze auf den Diamond Head gekraxelt. Die Aussicht war´s aber auch wirklich wert!

Pünktlich zum Sonnenuntergang haben wir den Strand wieder erreicht. Zur Belohnung unserer Wanderei  haben wir am Tag darauf einen gemütlichen Strandtag in der Hanauma Bay eingelegt, bevor es dann richtig los ging mit Inselhopping. Unser erster Flug führte uns nach Kauai und hier gleich ein ganz wichtiger Tipp: am besten bei Ankunft am Flughafen ein Auto anmieten, wenn man eines möchte, auf der Insel gibt es nämlich ansonsten keine Vermietstation!

Nach einem leckeren Frühstück (in meinem Fall Oreo-Pancakes) haben wir uns auf den Weg in den Waimea Canyon gemacht, uns mit einer Wanderkarte ausgestattet, unsere Hiking-Schuhe angezogen und jetzt kommt´s… wir haben zwar die Aussichtspunkte gefunden, aber keinen einzigen Wanderweg!! Wie wir in den nächsten 2 Wochen noch lernen sollten, ist auf Hawaii grundsätzlich alles immer ca. 1/2 Meile “down the road“ und nicht ausgeschildert! Wozu auch, die Hawaiianer wissen ja, wohin… eben, “1/2 mile down the road“. Das Wandern haben wir dann ein wenig enttäuscht erstmal verschoben und sind stattdessen zum Poipu Beach gefahren. Abends gab´s einen leicht frustrierten Mai Tai und am nächsten Morgen einen Frühstücks-Burrito zur Stärkung für den zweiten Anlauf zum Wanderausflug. Alleine die Fahrt nach Hanalei wäre schon der Hammer gewesen, aber der hike (ja, diesmal haben wir den Weg tatsächlich gefunden! ;-)) entschädigte uns definitiv für den enttäuschenden Tag zuvor. Die Na Pali Coast ist ein absoluter Traum! Abgesehen davon, dass es zwischendurch kurzzeitig so stark geregnet  hat, dass wir dachten, es schwemmt uns gleich über die Klippen (an dieser Stelle hätte ich mir ein besseres Profil unter meine Füße gewünscht), war die Aussicht mit Worten nicht zu beschreiben. Wir haben in der Ferne Wale gesichtet (für jeden Wal gab´s am Abend einen Mai Tai), am Strand die lebensmüden Bodyboarder angefeuert, die Aussicht wahrscheinlich 10.000 Mal fotografiert, wurden nachdem der Regen jegliche Sonnencremes & Mückensprays von uns abgewaschen hatte, stellenweise von Moskitos regelrecht aufgefressen und haben noch mehr Fotos gemacht. Ein absolut lohnenswerter Trip. Am Tag darauf haben wir nochmal ein paar Strände von Kauai abgeklappert, bevor es zur nächsten Insel ging.


Nachdem meine Schuhe auf Kauai das Zeitliche gesegnet haben (R.I.P.) mussten wir auf Maui erstmal ein Shopping Center suchen. Ein weiterer positiver Aspekt einer langen Reise, man lernt sich zu beherrschen und wirklich nur das zu kaufen, was benötigt wird und nicht noch zusätzlich 10 andere Dinge, die erstens eh keinen Platz mehr im Backpack haben und zweitens danach durch die Gegend geschleppt  werden müssen… Kurzum, ich glaube, ich habe noch nie so schnell in einem überdimensionalen Einkaufszentrum ein paar Trekkingschuhe gekauft und sonst NICHTS! Wer jetzt Mitleid mit den anderen Läden hat, nicht nötig, wir waren ja zu dritt unterwegs…  ;-)

Gewohnt haben wir auf Maui im Banana Bungalow. Liegt zwar ein wenig am AdW, bietet aber dafür täglich einen free trip an. Unser erster Ausflug brachte uns zum little beach, einem Hippie & Nacktbadestrand, den man auch mal wieder nur findet, wenn man weiß wo lang. Fotos spare ich mir an dieser Stelle, nur so viel, es ist zum Tränen lachen, wenn erwachsene nackte Männer gemeinsam am Strand mit Hula Hoop Reifen herumtollen, mag aber vielleicht auch an den Keksen liegen die von mit Federn und Fingerfarben geschmückten älteren Damen gebacken wurden. Der Sonnenuntergang ist jedenfalls auch ohne den Konsum von Keksen wie eine Halluzination. Unser nächster Trip war mal wieder hiking, diesmal im Iao Valley und es gab glücklicherweise nur einen Weg, also leicht zu finden. Am Tag darauf ging´s auf Melanies Geburtstags-Ausflug auf die ‘road to Hana’, eine der kurvenreichsten (617!) Küstenstrecken der Welt. Unser Fahrer hatte für die vielen Touristen, die die Straße “blockierten“ nur ein ‘Move Bitch, Get Out the Way’ übrig! :-)

Mein absolutes Highlight war allerdings der nächste Tag. Wir fuhren mit dem Bus nach Maalaea, um von dort aus eine Whale Watching Tour zu starten (sehr zu empfehlen!!). Anscheinend mochten uns die sanften Riesen, da einer nach dem anderen unter unserem Boot auftauchte und uns mit lustigen Gesängen und dem ein oder anderen modrigen Rülpser beglückte. Die komplette Crew war ganz aus dem Häuschen, da die Wale wohl normalerweise nie so nahe ans Boot kommen, Glück für uns!

Im Anschluss sind wir nach Lahaina weiter gefahren, wo man wunderbar flanieren, Fisch essen und Mojito trinken kann. Leider war das auch schon unser letzter Tag auf Maui.

Zurück auf Oahu war das günstigste verfügbare Auto ein Mustang und damit es dann auch so richtig tussig aussah, haben wir uns für einen roten entschieden. In unseren verbleibenden Tagen auf Oahu haben wir also mit unserer Tussikarre den Norden & Osten der Insel abgegrast. Die Wellen der Northshore (Pipeline, Sunset Beach…) sind schon beeindruckend, ebenso natürlich die Surfer.

Folgt man dem Kamehameha Highway entlang der malerischen Ostküste Richtung Süden, gelangt man zur Kualoa Ranch, auf der Filme und Serien wie Lost, Godzilla, 50 First Dates, … gedreht wurden, natürlich haben wir eine der Filmtouren mitgemacht, um zum Beispiel den riesigen Dino-Fußabdruck aus Jurassic Park zu sehen.

Unseren letzten Tag auf Hawaii haben wir im Valley of the temples und in Waikiki mit einem finalen Mai Tai verbracht, bevor wir die Sonne und Wärme am nächsten Morgen in Richtung Mainland verlassen haben.

Mal abgesehen davon, dass ich ständig am frieren war, ist San Francisco eine wirklich hübsche, interessante und sehr vielseitige Stadt. Wir haben uns unter anderem Ashbury mit der Haight Street (alternativ), Castro (schwul), Chinatown (bunt), natürlich die Golden Gate Bridge (mächtig), die Fisherman´s Wharf (lebhaft) und den Coit Tower auf dem Telegraph Hill  angeschaut, bevor es für Vero und Melanie wieder in den Schnee zurück nach München und für mich in die Sonne nach Lima ging.

Ich hoffe, ihr beiden hattet noch einen schönen letzten Tag auch ohne mich.  :-)

P.S.: Wer gerne einen hawaiianischen jungen Schriftsteller unterstützen möchte, sollte sich “Strong Roads“ von G.E.M. Thomas zulegen (bisher nur online erhältlich, oder direkt bei ihm auf Oahu).

Next stop: latina america

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2 Kommentare

  1. Hawaiianer 10. Juli 2012 at 01:19

    Schade, daß Ihr nur so kurz auf Hawaii gewesen seid, da habt Ihr ja doch ein paar schöne Orte verpasst. Wenn Ihr das nächste mal nach Hawaii kommt solltet Ihr unbedingt auf Big Island einen Zwischenstopp machen und auf Maui auch den Haeakala Krater besuchen. Wie lange wart Ihr denn in Hawaii?

  2. thore 10. April 2013 at 21:50

    Schöne Tour. Den Bildern nach habt ihr ein paar super Eindrücke gewonnen. Schön auch mal davon zu lesen.

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