Mittelamerika

10 Tage in Costa Rica: hilfreiche Tipps und Must Dos

Von Gastblogger , 13. Juni 2019

Costa Rica – für viele Amerikaner ein Must Do in den Frühlings- und Sommermonaten und für viele Europäer ein exotisches Abenteuer, das es zu entdecken gilt. Doch wie ist das Land
wirklich? Und was müsst ihr alles wissen, bevor ihr zum ersten Mal nach Costa Rica reist? Ich bin Alina und reisebegeisterte Lifestyle-Bloggerin. Mein Blog, auf dem ich mit zwei Freundinnen bereits seit knapp 4 Jahren zu den Themen Feminismus und Reisen sowie über Persönliches schreibe. Dieses Frühjahr hat mich mein Fernweh nach Costa Rica gezogen und ich durfte Teile dieses wundervollen Landes 10 Tage lang erkunden.

Meine Highlights und alles, was du vor deiner Reise wissen solltest

Flug und Einreise

Es gibt nur wenige Länder, die so facettenreich sind wie Costa Rica. Hier könnt ihr an einem Tag die Seele am Strand baumeln lassen und am nächsten Tag schon durch den Dunst des kühlen Regenwaldes stapfen. Es ist ein Land zwischen zwei Ozeanen, bei dem tropische Wälder auf bebende Vulkane treffen und sich den Reisenden, vom Surfabenteuer bis zum entspannten Strandurlaub, unzählige Möglichkeiten bieten. Die Anreise aus Europa erfolgt meistens über den Flughafen der Hauptstadt, San José, der rein technisch gesehen kein Teil der Stadt ist, sondern zur Nebenprovinz Alajuela gehört. Das gilt es vor allem bei der Fahrt mit dem Taxi in die Stadt zu bedenken! Reist man aus Europa an, wird der Weg oft über Kanada oder die USA führen, da die Flugverbindungen hier gut und günstiger sind. Aber Achtung: dabei gilt es die Einreisebestimmungen zu ESTA und ETA zu beachten. In Costa Rica benötigt man kein Visum und so kann die Reise schnell und einfach beginnen. Für die meisten, so wie auch für mich, startet sie zum Akklimatisieren in der Hauptstadt San José.

Das verkannte San José

Liest man vorher über die Hauptstadt der Ticos, so nennt man die Einwohner Costa Ricas, wird der Vorfreude gleich einmal ein Dämpfer verpasst. Unspannend, gefährlich und uninteressant soll die Stadt sein. Ich gab der San José kurz vor meiner Ausreise nochmal eine zweite Chance, denn bei der Einreise habe ich hier nur eine Nacht verbracht, wo ich durchwegs positiv überrascht war! Im studentischen Viertel Barrio Escalante gibt es die coolsten Bars, Restaurants und Cafés der Stadt, der Mercado Central lädt zum Stöbern und Kosten lokaler Spezialitäten ein (unbedingt probieren: Lolo Mora’s Ice Cream!) und im „Museum of Costa Rican Art“ gibt es bei freiem Eintritt Tico-Kunst zu entdecken. Hier lässt es sich auf jeden Fall 1-2 Tage gut aushalten!

Transport im Land

Ob mit dem Mietauto, dem Bus oder dem Shuttle – Costa Rica ist ein Land, in dem dauernd Bewegung herrscht. Die wohl komfortabelste und praktischste Möglichkeit zu reisen ist mit einem Mietauto. Hierbei ist es ratsam in einen 4×4 Wagen investieren, da die Straßen vielerorts in katastrophalem Zustand sind. Wer das Abenteuer sucht, kann sich an die lokalen Busse wenden. Diese sind meistens prall gefüllt, bieten wenig Komfort und auch das Erwischen der richtigen Verbindung kann eine Herausforderung sein. Dafür ist es jedoch die günstigste Art zu reisen und auf jeden Fall auch eine ganz besondere Erfahrung. Wer ein wenig mehr Budget hat, kann sich gut und einfach fast überall Shuttles von A nach B leisten. Diese bieten oft die besten Verbindungen zwischen den frequentierten Orten und bringen einen sicher voran.

Hotels / Hostels in Costa Rica

Vom Luxushotel bis zum günstigeren Hostel – Unterkünfte gibt es zuhauf und für jedes Budget. Solltet ihr alleine reisen, würde ich euch „bessere“ Hostels empfehlen – diese sind meistens gut besucht und man findet schnell Anschluss.

Veganes Essen in Costa Rica

Der Klassiker zum Frühstück, Mittag- und Abendessen ist definitiv „Gallo Pinto“! Ein traditionelles Gericht aus Reis und Bohnen mit Zwiebeln und Paprika, das es zu fast jeder Mahlzeit gibt. Eingenommen habe ich es zumeist in den günstigeren Restaurants, die Sodas heißen und auch Ticos gerne besuchen. Vegan ist in Costa Rica eine kleine Herausforderung aber mit „Casado con Vegetales“, insofern man es ohne Ei bestellt, wird man meistens glücklich. Vegetarier haben es hierbei schon wesentlich einfacher und wenn Du Fleisch isst, wird es dir in Costa Rica bestimmt fast überall gut schmecken!

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Meine Top 5 in Costa Rica

Playa Avellanas, Tamarindo

Die Party-Hochburg Tamarindo ist vor allem ein Tipp für alle, die es gerne einmal so richtig krachen lassen wollen. Alle anderen sollten ein paar Kilometer weiter fahren und es sich am Playa Avellanas gemütlich machen. Dieser bietet kilometerweite, verlassene Strände, magische Mangrovenwälder und die perfekten Bedingungen für alle Surfer/innen unter euch! Mein Highlight war auf jeden Fall der tägliche Spaziergang durch die Mangrovenwälder zum Surfspot.

Santa Teresa

Dürfte ich nur einen Ort in ganz Costa Rica besuchen, würde meine Wahl wohl auf Santa Teresa fallen. Ganz am Ende der Nicoya Halbinsel liegen die Schwester-Ortschaften Mal Pais, Santa Teresa und El Carmen, miteinander verbunden durch eine holprige Straße. Sie sind bekannt als Surfer-Hotspot mit Hippie und Hipster Vibes und bieten alles, was das „Gute Leben“ ausmacht: wunderschöne Sonnenuntergänge, perfekte Surfbedingungen, hippe Cafés und Läden sowie ein Lebensgefühl, das als entspannt und zeitlos beschrieben werden kann. Hier lässt es sich wundervoll verweilen. Eine Kokosnuss am Strand, während die Sonne hinter dem Surfer-Line-Up verschwindet – so eine Szenerie lässt einen alle Sorgen der Welt vergessen.

Montezuma

Der Wasserfall von Montezuma ist ein absoluter Touristenhotspot – und das zurecht. In dem kleinen, überschaubaren Örtchen gibt es sonst nicht allzu viel zu entdecken, aber der entspannte Vibe aus Santa Teresa schafft es definitiv bis ins ca. 30 Minuten entfernte Montezuma. Ich habe kurzerhand mein Frühstück geschnappt und dieses in aller Frische am Ufer des Wasserfalls verputzt. Auf jeden Fall eines meiner Highlights des Urlaubs! Und auch den Sprung von den Steinvorsprüngen ins kühle Nass danach werde ich wohl so schnell nicht vergessen. Tipp: Der Playa las Manchas ist unweit des „Zentrums“ von Montezuma und überschaubarer und netter als der Stadtstrand. Perfekt für einen Abstecher nach dem Wasserfall-Abenteuer.

La Fortuna

Der Weg nach La Fortuna wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Ein Reifenplatzer mitten in der Pampa – was für ein Willkommensgeschenk! Aber dafür kann die Gegend rund um das kleine Städtchen La Fortuna einiges aufbieten: der Vulkan Arenal mit seinem bekannten Wanderweg Arenal 1968, wo man auf der Lava des letzten großen Ausbruchs marschiert, ein Wasserfall, der seines gleichen sucht, und natürlich die heißen Vulkan-Quellen, die Hot Springs genannt werden und sich als ein vom Vulkan erhitzter Fluss herausstellen. Letztere waren bei Sonnenuntergang einfach magisch, vor allem als sich hunderte Glühwürmchen blicken ließen (und bevor drei Reisebusse voller Touristen die Stimmung ein wenig trübten).

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Monteverde

Monteverde ist bekannt für seine Ziplining- oder Canopy-Abenteuer-Touren, die vor Ort gebucht werden können. Ich habe mich gegen diese entschieden und würde dem Ganzen beim nächsten Mal vielleicht doch eine Chance geben, denn bäuchlings über das Tal zu schweben klingt schon ziemlich cool! Was auf jeden Fall einen Abstecher wert ist, sind die Hanging Bridges, die im dunstigen Urwald wunderschön und majestätisch erscheinen. Neben meterhohen Farnen und der satten Vegetation fühlt man sich ganz schnell ganz klein – und gleichzeitig wundervoll eins mit der Natur.

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