Reiseberichte

11 gute Gründe im Winter nach Neuseeland zu reisen

Von Emma Allen , 20. August 2013

Meine Kollegin Emma Allen aus London hat einen kleinen Teil ihres Sommers im winterlichen Neuseeland verbracht. Wie genial dieser Aufenthalt wirklich gewesen ist, wollte sie euch nicht vorenthalten, also lasse ich sie jetzt selbst zu Wort kommen… 😉

Wenn ihr ein wenig so seid wie ich, ist der Sommerurlaub dazu da, ihn irgendwo in der Wärme zu verbringen. Wir in Großbritannien haben das ganze Jahr über genügend ungemütliches Wetter. Weshalb also den Sommer da verbringen, wo man sich warm halten muss, wenn man statt dessen an einem Strand liegend, genüsslich die einzelnen Sonnenstrahlen aufsaugen könnte, richtig?

Genau das war so in etwa mein Gedanke. Deshalb war ich zunächst hoch erfreut, als ich herausbekam, dass ich im Juni eine Woche in Neuseeland verbringen sollte. Bis es mir langsam dämmerte: Neuseeland befindet sich auf der Südhalbkugel. Die Jahreszeiten sind denen in Großbritannien entgegengesetzt. Folglich genießen die Neuseeländer im Dezember und Januar die Sonne und von Juni bis August… ihr habt es erraten:  ist tiefster Winter!

Aber ob ihr es glaubt oder nicht: Neuseeland im Juni war so wunderschön, so schneebedeckt und so vollgespickt mit unglaublichen Outdoor-Aktivitäten die man nur im Winter machen kann und hat so viel Spaß gemacht, dass am Strand liegen und sich sonnen wirklich das Letzte war, das mir in den Sinn kam.

11 richtig gute Gründe deinen Sommer zum Winter zu machen und nach Neuseeland aufzubrechen

Eine winterliche Woche an einem Ort zu verbringen, der die freie Natur und Aktivitäten im Freien so begeistert annimmt wie Neuseeland, war absolut inspirierend. In der Tat war dies eine der besten Wochen, die ich während meiner Reisen irgendwo verbracht habe, Punkt. Es war vielleicht nicht glühend heiß, aber die Sonne hat definitiv geschienen und machte jeden Tag zu einem dieser perfekten Winterszene als Postkartenmotiv,  auf denen der Himmel strahlend blau ist und die Sonne lacht.

Chillen am winterlichen Lake Wanaka

 

1. Eine Unterkunft finden und auswählen

Reisen in der Nebensaison bedeutet weniger Menschen. Das heißt auch: geringere Nachfrage nach Hotels und Hostels. Und das wiederum bedeutet geringere Preise, bessere Zimmer, nicht ganz so volle Schlafsäle, mehr Essen und Auswahl beim Frühstücksbuffet und im Endeffekt auch mehr Geld in der Tasche. Großartig!

2. Ski &Snowboard heil!

Neuseelands Abfahrten sind legendär. Die Südinsel beherbergt die meisten Resorts, allein fünf sind über Queenstown und Wanaka verteilt. Alternativ kann man auch nach Mount Cook Mackenzie fahren und in Pulverschnee schwelgen, während über einem majestätisch der Mount Cook thront. Oder man kombiniert eine kleine Städtetour in Christchurch mit Ski fahren oder Snowboarden am Mt. Hutt, der nur 1,5 Stunden von der Stadt entfernt liegt. Die Nordinsel lässt sich von der Südinsel natürlich nicht den Rang ablaufen. Wagt euch auf den einzigen, mit Skiern befahrbaren Vulkan des Landes, den Mt Ruapehu! Halfpipes auf alten Lavaströmen gefällig?

3. Leere Straßen

Neuseeland zählt nur 4,5 Millionen Menschen an Einwohnern, somit ist ein Großteil des Landes nur unglaublich dünn besiedelt ist. Wenn man die Touristen nicht mit hinzuzählt, und das kann man im Winter getrost bleiben lassen, hat man viele der Straßen für sich allein. Als wir im Bus auf dem Weg von Christchurch zur Westküste unterwegs waren, konnte ich die Anzahl anderer fahrbarer Untersätze an zwei Händen abzählen – und das bei 5 Stunden Busfahrt! Sucht ihr nach ultimativen Erlebnissen in der Wildnis, schnappt euch einen Camper, cruist die Straßen entlang und fühlt euch Eins mit der Natur, ohne störenden Verkehr, der deinen großartigen Road Trip ruinieren könnte.

4. Die Gletscher sind am größten und am schönsten

Eine Wanderung auf dem Franz-Josef- oder dem Fox-Gletscher befindet sich bei vielen Neuseeland-Reisenden ganz oben auf der To-Do-Liste. Und garantiert gibt es keinen besseren Moment, als diese Tour im Winter zu machen. Erstens sind die Chancen in den Regen zu kommen im Winter verschwindend gering, so ist eine Niesel-freie Wanderung gewährleistet und das Eis ist nicht so rutschig. Zweitens, das Eis aus dem der Gletscher besteht ist viel, nun ja, „eisiger“ im Winter! Der Gletscher ist in dieser Zeit am Größten und Besten, also kannst du die bestmögliche Gletschererfahrung machen. Absolut ein Gewinn!

Durch Eistunnel am Franz-Josef-Gletscher

5. Nur zwei Worte: heiße Quellen

Was könnte besser sein, als nach einem Wintertag in freier Natur, ebenfalls draußen in eine heiße Quelle zu steigen, die rundherum von Schnee umgeben ist? Nicht wirklich vieles. Neuseeland ist übersät von heißen Quellen – traumhaft. Von den Umkleidekabinen an den Tekapo Quellen auf der Südinsel durch die klirrende Kälte zu laufen, macht das heiße Wasser noch lohnenswerter.  Und mit den atemberaubenden Ausblicken auf Lake Tekapo und die schneebedeckten südlichen Alpen, möchte man am liebsten nie wieder weg.

6. Wale beobachten

Wale beobachten ist ein wirklich einzigartiges Neuseeland-Erlebnis. Und es gibt keine bessere Zeit im Jahr einen Buckelwal, Blauwal oder einen Südkaper in Kaikoura zu sehen, als im Juni oder Juli. Es ist inmitten ihrer Wanderungszeit und ihr werdet sehen, sie werden im Winter viel öfter in der Nähe der Küste gesichtet, als zu jeder anderen Zeit.

7. Das Queenstown Winter Festival

Jedes Jahr feiert der Backpacker Hot-Spot Queenstown den Winteranfang mit Feierlichkeiten, die sich über zehn Tage hinziehen. Es gibt Parties, Feuerwerke, Live-Musik, Comedy und jede Menge Spaß, der sich rund um die Berge und Schnee dreht. Ich hatte Glück und wurde Zeugin des diesjährigen Hunde-Derby, bei dem jeder Hundebesitzer mit seinem haarigen Freund den Coronet Peak hinunterfahren kann. Derjenige, der auf seinen Skiern als erster die Ziellinie überquert und immer noch seinen Hund an der Leine hält, gewinnt! Eines der lustigsten Dinge, denen ich je beigewohnt habe und ein paar ziemlich „haarige“ (entschuldigt das Wortspiel) Momente, bei denen die es den Anschein hatte, als ob die Hunde ein paar der Skifahrer zu Boden reißen würden. Echt zum Quieken!

8. Es ist gar nicht mal so kalt!

Besonders auf der Nordinsel. Die durchschnittliche Wintertemperatur am Bay of Islands beträgt 16 Grad. 16 Grad Celsius! Das gleicht bestenfalls einem milden britischen Sommertag.

9. Wunderhübscher Schnee

Dass Schnee alles noch viel schöner macht, ist eine Tatsache. Wenn man herumfährt ist der Anblick ein noch viel größerer Augenschmaus als normaler Weise und vom Flugzeug aus wird man mit atemberaubenden Szenarien aus schneebedeckten Berggipfeln belohnt. Steht ein Tandem-Sprung auf dem Plan, kann man sich auf eine wirklich sagenhafte Aussicht über Neuseeland gefasst machen.

Wahnsinns-Ausblick aus dem Flugzeug

10. Weniger Menschen an den Touristen Hot-Spots

Da für viele Backpacker Neuseeland im Winter nicht wirklich “Top of the list” ist (ganz schön dumm), hat man viele der eigentlichen Touristen Hochburgen praktisch für sich selbst. Kein Anstehen für den Bungee-Sprung, einen praktisch leeren Strand um in den heißen Quellen des Hot Water Beach zu entspannen, weniger Menschen, die einem am Milford Sound durch das Bild rennen…ihr versteht sicher, worauf ich hinaus will.

Bungee Jump ohne Anstehen

Milford Sound Panorama ohne Touris

11. Outdoor-Aktivitäten, die man ausschließlich im Winter machen kann

In Neuseeland dreht sich alles um Outdoor und der Spaß findet auch im Winter kein Ende. In der Tat macht eine ganze Reihe von Aktivitäten, die man nur machen kann wenn es kalt ist, das Ganze noch viel besser. Im wunderschönen Städtchen Wanaka auf der Südinsel zum Beispiel, findest du Touren mit Schlittenhunden oder Schneemobilen, sowie Fahrten in Schnee und Eis. Bei den Tekapo Quellen oder dem Ozone Tubing Park in der Nähe von Queenstown, könnt ihr euch im „Snow tubing“ ausprobieren. Ja, ganz genau, das Tubing, das in Laos in Vang Vieng berühmt geworden ist, aber auf Schnee an Stelle eines Flusses. Das macht unglaublich viel Spaß!

Habt ihr auch schon mal euren Sommer im Winter Neuseelands verbracht? Teilt eure Erlebnisse mit uns! Ihr habt Lust, eure Thermounterwäsche und den Kuschelpulli einzupacken und in den nächsten Flieger zu steigen? Dann verpasst nicht unsere aktuelles Neuseeland-Reisen! Wir versorgen euch mit günstigen Flügen und allem was dazu gehört, um das Beste aus deinem Aufenthalt zu machen: flexible Buspässe, Camper und spannende Erlebnisreisen, das ganze Jahr über!