Lifestyle

14 Dinge, die man zu Hause gegen den Klimawandel machen kann

Von Die STA Travel Reiseexperten , 21. April 2020

Umarme diesen April einen Baum (das darf man ja zum Glück so lange und so oft machen, wie man möchte) und feiere mit uns 50 Jahre Earth Day.

Ein klarer Himmel, weniger Umweltverschmutzung, das Aufblühen von wild lebenden Tieren… Wenn der Lockdown uns etwas gezeigt hat (außer der Kunst wie man mit seinen Eltern einen Videoanruf hinbekommt und dass man ohne Klopapier anscheinend nicht leben kann), dann dass schon kleine gemeinschaftliche Änderungen im Lebensstil, einen realen und spürbaren Einfluss auf die Umwelt haben können.

Der Lockdown hat uns gelehrt, verantwortungsbewusster, einfallsreicher und selbständiger zu werden, und uns schnell zu einer Nation von Brotbäckern, Regenbogen Künstlern und Upcycle-Projektplanern gemacht.

Am Anfang dachten wir, dass wir ohne viele Dinge unmöglich leben können und jetzt haben wir entdeckt, dass wir sie eigentlich gar nicht mehr brauchen. Und trotz unserer Isolation gab es selten eine so große Solidarität und wir fühlen uns mit enorm vielen Menschen verbunden.

Am diesjährigen Earth Day ist es also an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten. Um zu sehen, wie einige dieser Aha-Momente im Lockdown in unseren Alltag integriert werden können und wir so die Auswirkungen des Kimawandels verlangsamen können.

Motto zur Klimakrise

14 Tipps für einen klimafreundlichen Alltag zu Hause

EINKAUFEN

Da es während des Lockdown zu Problemen der Transportwege gekommen ist, haben wir uns wieder mehr mit der lokalen Nahrungssuche beschäftigt und dem Bauernhofladen im Nachbarort einen Besuch abgestattet.

  1. Unterstütze lokale Produzenten und unabhängige Geschäfte.

Leere Supermarktregale haben viele von uns veranlasst, sich auf die Suche nach Alternativen zu machen, und sind bei Hofläden, lokalen Brauereien oder Kaffeeröstereien fündig geworden. Das Angebot ist groß und überrascht mit neuen und unerwarteten Angeboten. Das kann man ganz einfach weiter machen und unterstützt so gleichzeitig Arbeitsplätze vor Ort, kürzere Transportwege und einen geringeren CO2-Ausstoß.

  1. Esse saisonal.

Die Umweltauswirkungen des Transports von Lebensmitteln rund um die Welt sind enorm. Da die Importe schwieriger werden und sich das Angebot reduziert, sind wir gezwungen umzudenken und das zu essen, was gerade Saison hat. Dieser Trend sollte nicht nur dieses Jahr Saison haben, sondern jedes Jahr.

  1. Lass Gemüse wachsen.

Die Fleisch- und Milchproduktion ist für einen Mammutanteil der klimaverändernden Emissionen verantwortlich. Außerdem können zu viel Fleisch und Milchprodukte schlecht für die Gesundheit sein. Es spricht also einiges dafür, ein paar fleischfreie Tage in der Woche einzulegen. Jetzt ist genug Zeit, um mal ein paar vegetarische oder vegane Rezepte auszuprobieren und seine Talente im Gemüseanbau auszutesten.

  1. Auftragen, ausbessern und tauschen.

Die große Shoppingtour konnte in den letzten Wochen sowieso nicht stattfinden und daher sind automatisch weniger neue Klamotten in unseren Schränken gelandet. Allerdings ist die Modeindustrie für mehr Kohlenstoffemissionen verantwortlich, als die Luft- und Schifffahrtsindustrie zusammen. Anstatt Neues zu kaufen, sollten wir also lieber häufiger unsere Klamotten auftragen, ausbessern, mit Freunden tauschen oder Second Hand kaufen und verkaufen.

Die Auslage eines Gemüseladens

ABFALL

Das muss man ein paar Sekunden sacken lassen: Es wird geschätzt, dass EIN DRITTEL der für den menschlichen Verzehr produzierten Lebensmittel weltweit verschwendet wird.

  1. Reduziere Lebensmittelabfälle.

Die Isolation hat uns gezwungen, unsere Ess- und Einkaufsgewohnheiten gründlich zu überdenken. Nur das zu kaufen, was wir wirklich brauchen (Hamsterer: So viel Klopapier? Ernsthaft?) und sicherzustellen, dass keine unserer hart erkämpften Lebensmittel verschwendet werden. Behaltet diese Denke bei und werdet kreativ mit Resten. Und wenn zu viel gekocht wurde, dann teile es mit dem Nachbarn oder friere es ein.

  1. Kompostieren und in Würmer investieren.

Wer einen Garten hat, kann direkt einen eigenen Kompost für seine Bioabfälle anlegen und für Indoor gibt es Wurmfabriken als Alternativen. Würmer verwandeln nicht nur unsere Speisereste in Dünger, sondern Sie helfen auch, die Wurm-Population zu vergrößern. Als Architekten der Unterwelt spielen Würmer eine wichtige Rolle bei der Erhaltung unseres Planeten. Darwin sagte schon: „Es darf bezweifelt werden, dass sich noch viel mehr solcher Tiere finden lassen, die in der Weltgeschichte eine derart wichtige Rolle gespielt haben wie diese einfach organisierten Lebewesen.

  1. Vögel füttern.

Überreste von Fett, Krümeln, Käse, Brot und Nüssen lassen sich wunderbar in Meisenknödel verwandeln. Diese helfen, im Garten oder auf dem Balkon aufgehangen, den Vögeln durch den Winter zu kommen.

  1. Wundermittel Kaffee.

Kaffee gehört wohl aktuell zu den Lieblingsgetränken in der Quarantäne und so sammelt sich eine Menge Kaffeesatz an. Und der ist ein wahres Wundermittel und vielfältig einsetzbar:

  • Als Dünger für den Garten oder die Blumenkästen.
  • Um Pflanzen herum verstreut, schreckt er Insekten und Schädlinge ab.
  • Der perfekte Nährboden, um eine Pilzfarm (also, die zum Essen) zu Hause zu eröffnen.
  • Als Körperpeeling: Mische Kaffeesatz mit Zucker und Kokosnussöl, um ein natürliches Hautpeeling herzustellen. Das Koffein fördert die Durchblutung, und da Kaffee den gleichen PH-Wert hat wie Haut, trocknet er diese nicht aus und kann so auf natürliche Weise bei Akne, Ekzemen, Cellulite und Schwangerschaftsstreifen helfen.
  1. Müll trennen oder gar nicht produzieren.

Wenn man alle Mahlzeiten zu Hause zu sich nimmt, wird einem der Müllberg den man so produziert erst so richtig bewusst. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Abfall richtig trennen und recyceln. Informiert euch bei euren lokalen Abfallwirtschaftszentren über die korrekte Trennung, da wird es ein paar Aha-Erlebnisse geben (zum Beispiel gehört der Kassenzettel in den Restmüll!). Noch besser ist es natürlich, wenn ihr schon beim Einkauf darauf achtet, weniger Verpackungen zu verbrauchen. Einfach den eigenen Jutebeutel mit zum Bäcker oder Gemüsestand nehmen und sich an der Frischetheke oder dem Take Away alles in eine Vorratsdose packen lassen.

Ein Hand hält Kaffebohnen

VERKEHR

Seit dem Lockdown hat sich der Smog an vielen Orten verzogen, die Sterne sind sichtbarer geworden, und Asthmakranke berichten, dass sie leichter atmen. Tatsächlich ist die Luftverschmutzung in London so dramatisch zurückgegangen, dass sie dort erst dachten, die Monitore, die sie zur Messung der Lufttverschmutzung verwenden, seien kaputt. 

  1. 30 Minuten zu Fuß gehen.

Die meisten Menschen brauchen 30 Minuten, um 3,5 Kilometer zu laufen. Anstatt also das Auto oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, geht stattdessen einfach zu Fuß. Das sorgt für klarere Luft und einen klareren Geist.

  1. Weniger mit dem Auto fahren.

Die Tatsache, dass wir das Auto nur noch für notwendige Fahrten nutzen konnten, hat viele von uns zu der Frage veranlasst: „Brauchen wir unser Auto noch?“ Wer stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, eine Mitfahrzentrale oder Car Sharing nutzen kann, wird das in seinen Ausgaben deutlich merken und verringert gleichzeitig seinen ökologischen Fußabdruck.

  1. Fahrrad fahren.

Durch die Isolation zu Hause, haben viele den Sport für sich entdeckt und das gute Wetter für eine Fahrt mit dem Fahrrad genutzt. Das Fahrrad kann gerade für die kurzen Wege im Alltag genutzt werden und das Auto bleibt stehen. Radfahren trägt nicht nur zur Verringerung der Luft- und Lärmbelastung bei, sondern hat auch physische, wirtschaftliche und psychische Vorteile. Also, ab auf den Sattel!

 

ZU HAUSE

Okay, so langsam fällt vielen von uns die Decke auf den Kopf. Aber wann hat man nochmal so viel Zeit, um sein Leben zu organisieren.

  1. Wechsel zu grüner Energie.

Der Wechsel zu einem Anbieter der ausschließlich Strom aus erneuerbarer Energie anbietet, trägt nicht nur zur Senkung der Treibhausgasemissionen bei, sondern kann auch die Stromrechnung senken.

  1. Wäsche bei 20 oder 30 Grad waschen.

Der Großteil der beim Wäschewaschen verbrauchten Energie, stammt aus der Erwärmung des Wassers selbst. Das Waschen bei niedrigeren Temperaturen trägt dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern, hilft der Umwelt und sorgt dafür, dass die Kleidung länger hält.

Kommentare sind geschlossen.