Ein Wochenende in… Mailand

Mailand ist mit dem Flugzeug nur eine Stunde entfernt und eignet sich daher wunderbar für einen Wochenendtrip! Hier kann man als Reisender das Dolce Vita genießen, Schaufensterbummeln und Shoppen, hübsche Menschen bewundern, Kultur erleben, Vespas aus dem Weg hüpfen und vieles mehr. Mailand ist die zweitgrößte Stadt Italiens und ist die Hauptstadt der Lombardei in Norditalien. Hier ein paar Reisetipps für eine Städtereise nach Mailand:

Anreise
Nach Mailand fliegen zahlreiche Airlines, wie zum Beispiel die Lufthansa, Swiss, Austrian Airlines, Air France oder Alitalia.

Unterkunft
Für eine Städtereise nach Mailand empfehle ich euch das hübsche Privatapartment Porta Garibaldi, das zwischen 80 und 130 Euro (CHF 110-175) pro Nacht inklusive Frühstück kostet. Das Apartment ist von der herzlichen Vermieterin Alessandra wunderschön und individuell eingerichtet, fröhlich bunt, mit kleiner Küche und gut gefülltem Kühlschrank.

In Mailand gibt es einen Fahrrad-Leihservice mit vielen Stationen in der Stadt. Mehr dazu in unserem Blogpost über Städtereisen mit dem Fahrrad oder direkt bei www.bikemi.com Ansonsten ist der öffentliche Nahverkehr sehr gut ausgebaut und enorm günstig (eine Tageskarte lohnt sich!).

Freitag

Nachmittag
Erst mal ankommen, im Apartment einchecken und sich bei einem Espresso und ein paar Biscotti auf das Wochenende in Mailand freuen. Den Nachmittag könnt ihr bei gutem Wetter im fußläufigen Parco Sempione verbringen, wo ihr mit großer Sicherheit auf viele knutschende junge Mailänder treffen werdet. Das angrenzende Castello Sforzesco (fragt mich bitte nicht, wie man das korrekt ausspricht) ist wirklich beeindruckend. Francesco I. Sforza hat das Castello ab 1450 anstelle der zerstörten Burg der Familie Visconti erbauen lassen. Hier befinden sich das Museum für antike Kunst und das archäologische Museum. Was mich überrascht hat: Hier leben Hunderte von wilden Katzen. Zunächst seht ihr nur eine… dann zwei… und plötzlich entdeckt ihr sie überall! Sie haben sich ihr Zuhause in dem tiefen Burggraben und im Mauerwerk geschaffen.

Abend
Ebenfalls im 15. Jahrhundert entstand im Norden Italiens ein Netz aus befahrbaren Schifffahrtskanälen (Navigli) – entworfen unter Mitwirkung von Leonardo da Vinci. Durch diese Kanäle hatte Mailand guten Anschluss an andere Städte (z.B. Parma, Verona, Como und Turin) und die Adria und wäre ohne sie vermutlich keine so wirtschaftlich erfolgreiche Handelsstadt geworden. Damals erstreckten sich die Navigli bis zu den Alpen. Im 20. Jahrhundert wurden fast alle Kanäle geschlossen und in Straßen verwandelt – im Stadtkern Mailand aber sind sie noch offen und erhalten! Darum empfehle ich euch, gleich am Freitagabend an die Navigli zu fahren. Abends ist es dort besonders schön, wenn sich die Straßenlaternen im Wasser spiegeln und man das Wochenende in Mailand dort ganz entspannt mit einem Campari Soda einläuten kann.

Direkt am Kanal, in dem kleinen Restaurant Locanda dei Dü e Mès (Ripa di Porta Ticinese 21) gibt es ein hervorragendes Risotto und wunderbare Kürbisravioli – gar nicht teuer! Danach könnt ihr am Kanal spazieren gehen. Nette Bars und Kneipen – teilweise mit Livemusik – reihen sich aneinander und laden zum Feiern am Freitagabend ein.

Samstag

Morgen
Nach dem Frühstück geht’s direkt zum Shopping und Sightseeing in die City! Ich hoffe, ihr seid entspannt – denn in Mailand ist es am Samstag ziemlich voll. Schaut euch unbedingt den gotischen Mailänder Dom an (mit kurzen Röcken oder Shorts werdet ihr Probleme mit den Sicherheitsleuten bekommen) und plant genug Zeit ein, er ist unvorstellbar riesig und es gibt viel zu sehen.

Wenn ihr aus dem Dom wieder rauskommt, seht ihr schräg rechts gegenüber die berühmte Galleria Vittorio Emanuele II. Auch wenn es dort nicht sehr viele spannende Geschäfte, dafür aber einige überteuerte Cafes und Bars gibt – einmal durchgehen und die Passage bestaunen solltet ihr unbedingt. Während der Mailänder Modewoche finden in der Passage regelmäßig Fashion Shows statt und manchmal wird dort richtig toll musiziert. So wie diese dramatisch dreinschauenden Mailänder Jungs gegenüber der Bar La Zucca – wo der Campari übrigens erfunden wurde.

Mittag
Dummerweise lief ich gerade an einem sehr (!) verlockenden Straßenverkaufsstand vorbei, als ich mittags Hunger bekam. Die frischen Cannoli (Cremeröllchen), knusprigen Biscotti und weichen Mandelkekse haben mich so angelacht, dass für mich kein „richtiges“ Mittagessen infrage kam, sondern ich mich lieber den köstlichen Dolci hingab.

Nachmittag
Je nach Geldbeutel würde ich den Samstagnachmittag zum Shoppen oder Schaufensterbummeln nutzen. Die teuersten Designer und schönsten/verrücktesten Schaufenster gibt es auf der Via Montenapoleone. Weitere Luxus-Labels findet man auf der Via della Spiga, Via Sant’Andrea, Via Gesù und Via Santo Spirito. Auch wenn man nichts kaufen möchte oder kann, lohnt sich ein Spaziergang durch dieses Modeviertel mit tollen Altbaufassaden, verwunschenen Hinterhöfen und vor allem: schönen Menschen! Wer auf Mode keine Lust hat, kann sich natürlich auch nur auf die Design-Läden konzentrieren und sich zum Beispiel tolle Lampen von Artemide. Toll für Kosmetik, Parfum, Dekorationskram und Mitbringsel: La Rinascente – ein sehr charmantes großes Kaufhaus mit begehbarer Dachterrasse (der Blick von dort ist übrigens nicht SO toll, wie in den Reiseführern steht).

Ihr solltet bei eurer Städtereise nach Mailand natürlich unbedingt eine Eispause einlegen. Insidertipp: Das leckerste Eis Mailands gibt es bei Grom, zum Beispiel um die Ecke der Mailänder Scala (Via S. Margherita, 16). Danach geht’s zum Erholen und Füße hochlegen zurück ins Apartment.

Abend
Sehr empfehlenswert ist die Pizzeria direkt neben dem Apartment Porta Garibaldi – Osteria del Gambero Rosso. Ich habe die Pizza mit Spinat und Ricotta gegessen, was herrlicheres gibt’s gar nicht! Danach könnt ihr zu Fuß zum Moscova-Platz gehen und dort in einem der angrenzenden Bars den Abend ausklingen lassen, z.B. in der Bentobar. Wenn ihr Glück habt oder euer Wochenende nach Mailand früh genug plant, könnt ihr am Samstagabend natürlich auch in die Scala gehen! Ich hatte leider kein Glück… (ausverkauft).

Sonntag

Vormittag
Nach dem Frühstück empfehle ich euch eine beliebte Sehenswürdigkeit Mailands: den Cimitero Monumentale. Der Cimitero macht seinem Namen alle Ehre und ist ein wirklich sehr beeindruckender Friedhof mit unzähligen kunstvollen Skulpturen und Grabstätten. Der Famedio (Ruhmestempel) ist Grabstätte einiger berühmter Italiener.

Mittag
Vermutlich sind eure Füße vom vielen Herumlaufen inzwischen ganz schön müde… Mein Tipp: Schnappt euch ein Panini oder einen anderen Snack aus einer der zahlreichen Bäckereien und steigt einfach in die nächste Straßenbahn. In Mailand fahren viele tolle nostalgische Straßenbahnen mit langen Holzbänken. Es macht wirklich Spaß, sich einfach mal umherfahren zu lassen. Ohne Stadtplan… einfach treiben lassen und ab und zu um- oder aussteigen. Ihr werdet viele schöne Ecken Mailands entdecken. Ein schöner und entspannender Abschluss einer tollen Städtereise in Mailand!

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Deutschland, Österreich, Schweiz vereint… auf der Beyond the Horizon

Am 28.10.2010 fand an der HTWG Konstanz die 5. Auslandsinformationsmesse „Beyond the Horizon“ für Studierende, AbsolventInnen und SchulabgängerInnen statt. Rund 500 junge Menschen, die vor, während oder auch nach einem Studium/einer Ausbildung einen Auslandsaufenthalt planen, nutzten die Möglichkeit, wichtige Informationen zu sammeln und sich persönlich beraten zu lassen.

Über 30 Aussteller präsentierten ihre Produkte unter anderem auch, wer hätte das gedacht, STA Travel am Stand mit der Nummer 9 und zwar in voller CEU Power. Erstmalig vereinten sich alle 3 Länder, um den Besucherinnen und Besuchern am Länderdreieck der Bodenseeregion die Vielfalt unseres Portfolios zu präsentieren und ihnen dabei zu helfen ihren Traum vom außergewöhnlichen Reisen und einem Auslandsaufenthalt als Sprungbrett in die Berufswelt verwirklichen zu können.

Der STA Travel Stand auf der Beyond the Horizon

In einem halbstündigen Vortrag ging es dann ans Eingemachte zu Themen wie Work & Travel und Sprachreisen. Die zahlreichen Fragen wurden dann im Anschluss an unserem Stand beantwortet, der zeitweise regelrecht belagert wurde und wir mit Hochdruck hinterher waren, um auch allen Ansprüchen und Fragen gerecht zu werden.
Zu dem gab es natürlich auch etwas zu gewinnen, unsere „Himmelsstürmeraktion“ war heiß beliebt und so kurz vor Weihnachten, wenn die Zeit der Bescherungen naht, freute sich jeder umso mehr, neben STA Travel Taschen auch ein Rabattkänguru zu ergattern, das so ein AbsolventInnen Herz natürlich noch höher schlugen lies.

Der Tag entpuppte sich als ein voller Erfolg für alle Beteiligten und trotz kleiner Sprachbarrieren hatten wir eine Menge Spaß 😉

Du konntest leider nicht auf der Beyond the Horizon dabei sein?
Kein Problem, viele Infos zu unseren Angeboten findest du auf unseren Webseiten:

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Vom Hals der Giraffe bis zum Fuß des Tafelbergs…

…heißt das Motto unserer aktuellen Kooperation mit South African Tourism, falk.de und South African Airways. Sechs Wochen lang stehen bei STA Travel in Deutschland alle Zeichen auf Südafrika! Die wichtigsten Bausteine der Kooperation sind ein Direct Mailing an STA Travel Kunden, Aktionsseiten auf statravel.de, ein Sondernewsletter, eine Online-Promotion auf dem Reiseportal falk.de und ein Gewinnspiel.

Kapstadt

Direct Mailing
50.000 ausgewählteKunden haben gerade ein personalisiertes Direct Mailing im Briefkasten gehabt, in dem vier Reiseangebote kommuniziert werden – besonders hervorgehoben wird dabei ein „ab €999-Angebot“ inklusive Flug und Hotel in Kapstadt. Außerdem können sich die Empfänger des Mailings über Gutscheine und Freundschaftskarten freuen, mit denen sie bzw. ihre Freunde bei der nächsten Reisebuchung sparen können.

Ausschnitt aus dem Direct Mailing

STA Travel Website
Auch online haben wir das Land am Kap hübsch verpackt: Die Aktionsseiten auf statravel.de präsentieren Reiseangebote rund um Kapstadt, auf Erlebnisreisen, Sprachreisen, Camper und Bustickets, Safaris im Krüger oder Addo Nationalpark, Erlebnisreisen entlang Südafrikas Küste und vieles mehr. Videos, Podcasts und viele Fotos sollen richtig Lust auf eine Reise nach Südafrika machen! Für unsere Facebook-Fanpage haben wir ein Südafrika-Tab entworfen, so dass unsere „Fans“ auf einen Klick unsere Reiseprodukte finden und am Gewinnspiel teilnehmen können. In Kürze wird es auch einen Sondernewsletter zu dieser Kooperation geben.

STA Travel Germany Facebook Tab "Südafrika"

Online-Promotion auf falk.de
Auf dem Reiseportal falk.de heißt es seit dieser Woche ebenfalls „Vom Hals der Giraffe bis zum Fuß des Tafelbergs“. Drei Artikel von der Falk-Redaktion beschreiben die schönsten Seiten Südafrikas: Safari, Wildlife, Outdoor-Sport, Natur, Abenteuer, Lifestyle und Kultur. Die Beiträge geben hilfreiche Reisetipps und zeigen, dass Südafrika so abwechslungsreich ist wie kaum ein anderes Land auf dieser Erde. Zudem gibt es eine Bildergalerie und ein Gewinnspiel! Wer mitmachen und eine Südafrika-Reise im Wert von 3.200 Euro  möchte, hier geht’s lang… 🙂

Zudem werden im MairDumont Reisenetzwerk in den kommenden Wochen hübsche bunte Flash-Banner zu sehen sein, wie zum Beispiel dieser hier:

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Swasiland. Wo man die Sterne bei Nacht noch zählen kann.

Swasiland. Ein Land im Land.

Swasiland. Ein Land, in dem man die Sterne bei Nacht noch zählen kann.

Wer die Grenze zwischen Südafrika und Swasiland überquert, erkennt sofort, dass er sich an einem besonderen Ort befindet! Noch natürlicher und noch ursprünglicher – das Abenteuer wartet dort auf dich!

Hluhluwe Umfolozi Nationalpark, Swasiland

Ob man bei einer Reise durch Swasiland durch einen Besuch in einem Zuludorf die einzigartige Kultur und die freundlichen Einheimischen kennen lernt, sich durch das Land bewegt und dabei einfach nur die endlose Weite genießt und Tiere hautnah bewundert oder man an einem Lagerfeuer sitzend sein Straußensteak genießt, Swasiland wird auf alle Fälle ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

Ein Muss sind ein paar Nächte im Mlilwane Wildlife Sanctuary – ein Naturschutzreservat, in dem man viele Antilopenarten, Zebras und Giraffen beobachten kann. Vorausgesetzt man fürchtet sich nicht vor Schlangen und Skorpionen… Wobei – bei Schlangen gibt es einen einfachen Trick – sollte sich eine Schlange vor dir aufbäumen – leg einfach deine Hand vor deine Augen, zähl von 10 bis 0 und wenn du deine Hand wieder wegnimmst, sollte die Schlange wieder verschwunden sein! Wenn nicht… naja, denk dir einfach „I am bigger than you“ und versuch es noch einmal!

Ein weiterer Reisetipp für Swasiland: Sollte das Zusammentreffen mit Schlange & Co. gut ausgegangen sein, sollte man auf alle Fälle eine Safari auf dem Rücken eines Pferdes machen, oder wer etwas sportlicher sein möchte, kann das Wildlife Sanctuary auch auf dem Mountain Bike erkunden! Achtung bzw. Action mit Sturzgefahr auf sandigem Boden! Am Abend noch eine Sunset Safari und am Gipfel eines Berges den Sonnenuntergang mit einem kühlen… Getränk… genießen!

(Foto „Hluhluwe Umfolozi Nationalpark, Swasiland“ cc darkroomillusions via flickr.com)

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Salem Aleikum – in 13 Tagen und 2000 km unterwegs durch Marokko

Meine Erlebnisreise durch Marokko beginnt mit der Ankunft spätabends in Casablanca. Noch nicht das erhoffte „Tausend und eine Nacht“, die Stadt erinnert mich in ihrer Architektur aus flachen hellen Sandsteinhäusern eher an Marseille. Neben arabischen Schriftzeichen weisen französische Wörter den Weg, an kleinen Läden prangt überall das Logo von „La Vache qui rit“, der Frischkäse mit dem grinsenden Kuhgesicht. Kein Wunder, Marokko stand größtenteils bis 1956 unter französischem Protektorat und noch heute ist Französisch Handels- und Bildungssprache. Und glatt lese ich jetzt, als ich diesen Text schreibe in meinem Reiseführer, dass Casa, so nennen die Marokkaner diese Stadt, tatsächlich nach dem Vorbild Marseilles erbaut worden ist…

Los geht’s am nächsten Morgen mit der Besichtigung der Grande Mosquée Hassan II. Die einzige Moschee in ganz Marokko, so erklärt uns unser Reiseführer Mohammed, die von Nichtmuslimen besichtigt werden darf. 200 Meter hoch ragt das Minarett in den Himmel, unter einem Glasboden wogt der Ozean. Männer und Frauen beten hier getrennt, damit die Männer sich konzentrieren können und nicht abgelenkt werden, meint unser Führer mit einem verschmitzten Lächeln. Denn auch Marokko hat hübsche Frauen.

Weiter geht’s am Mittag nach Rabat, Hauptstadt des Landes. Nach einer Besichtigung der unvollendeten Mosquée Hassan, ruhen wir uns im Garten der Kasbah des Oudaias aus und genießen unseren ersten Pfefferminztee. Schäumend wird er knapp einen Meter hoch aus einer silbernen Teekanne eingegossen, unheimlich süß zergeht er auf der Zunge. Marokko wie im Bilderbuch: kleine Hocker um bunte Mosaiktische, dazu die weiß-blauen Fassaden des Viertels.

Yalla yalla, keine Zeit für lange Pausen, unser Bus wartet auf uns, um weiter in die Königsstadt Fes zu fahren. Auf diese Etappe unserer Erlebnisreise durch Marokko war ich schon am meisten gespannt. Und unbestritten wird das Labyrinth der Medina zu einem meiner persönlichen Highlights.

„Ballak! Ballak! Attention!“ ertönt es alle paar Minuten, als wir durch die engen Straßen und Gassen der Medina laufen, einige nicht breiter als 60 cm. Dann heißt es schnell zur Seite springen, denn ein beladener Esel will durch die Gasse. Diese haben hier Vorfahrt, egal ob staatlicher oder privater Esel. Teilweise wie im Mittelalter mutet das Gewirr aus Gassen an, vorbei an den an Haken aufgehängten Tierköpfen der Metzgereien und dem Gehämmer der Schmiede führt uns Mohammed durch die Medina.

Zur Feier des Tages trägt er heute eine traditionelle Dschellaba, ein langes Gewand mit einer Kapuze, dazu knallgelbe Babouchen, die typischen Lederpantoffel, farblich abgestimmt zu seinem weiß-gelb karierten Hemd, dessen Kragen unter dem muslimischen Gewand hervorlugt. Jedes Viertel der Medina hat fünf Orte gemeinsam, erklärt er: ein Gebetsraum, ein Hammam – Badehaus sowie auch „Nachrichtenbörse“ im Teil der Frauen, ein öffentlicher Brunnen, eine Koranschule (Kindergarten) und eine Backstube. Uns sind vorher schon die Frauen aufgefallen, die Teigrohlinge durch die Gassen getragen haben, jetzt wissen wir wo sie hingehen. Denn die Häuser in der Medina haben keinen eigenen Backofen. Und dann erreichen wir endlich das berühmte Gerberviertel. Aber nicht ohne einen Zweig frischer Minze für jeden, den wir uns immer wieder unter die Nase halten – anders ist der Gestank der natürlichen Gerbstoffe nur schwer auszuhalten…

Nächste Etappe unserer Erlebnisreise durch Marokko ist die Wüste. Fast einen ganzen Tag geht es im Bus auf Serpentinen durch das Atlasgebirge. Die atemberaubende Landschaft hält unseren Blick gefangen, trotzdem wird es dem einen oder anderen bei diesen Kurven leicht übel. Und die bevorstehende Nacht wird kurz sein. Um 4 Uhr morgens heißt es bereits aufstehen, los geht’s zu einer Jeep-Tour in die Sahara, zu den Dünen von Erg Chebbi, mit 150 Meter die höchsten ganz Marokkos, und nur wenige Meter von der algerischen Grenze entfernt.

Wie im Film fahren unsere fünf Jeeps parallel in die Wüste, stockdunkel erkennt man lediglich die Schotterwege im Lichtkegel der Scheinwerfer. Langsam wird es etwas heller und als wir die Dünen erreichen, steigen wir auf Dromedare um. Genau rechtzeitig, um den Sonnenaufgang zu beobachten – wunderschön!

Auf dem Rückweg sehen wir nun, was uns vorher im Dunkeln verborgen geblieben ist:  eine atemberaubende Landschaft aus endloser Steppe, darüber im Kontrast ein knallblauer Himmel mit Schäfchenwolken. Im Hintergrund läuft afrikanische Musik im Radio, der perfekte Soundtrack für diese einmalige Kulisse. Vorbei geht es an einer Familie von Dromedaren.

Nächster Höhepunkt unsere Erlebnisreise ist Marrakech, bereits von einigen in unserer Gruppe sehnsüchtig erwartet. In warmen Tönen erleuchtet die rote Stadt, Exotik pur. Nachdem wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten angeschaut haben, unter anderem die Mosquée de la Koutoubia, Marrakechs bekanntestes Wahrzeichen, gehen wir endlich zum Gauklerplatz, dem Djemaa el Fna. Tagsüber ist der Platz ziemlich unspektakulär, abends verwandelt er sich jedoch in ein Lichtermeer und wird zum Treffpunkt von Einheimischen wie Touristen. Märchenerzähler, Schlangenbeschwörer, Akrobaten und Zahnzieher, im Hintergrund ertönen Tröten und orientalische Musik. An unzähligen Ständen gibt es Trockenfrüchte, frisch gepressten Orangensaft oder Schneckensuppe, Schafshirn und Merguez. Auf der Dachterrasse eines der Cafés schauen wir dem Treiben bei einem Glas Pfefferminztee zu und sind fasziniert von diesem Spektakel.

Am nächsten Tag ist Power-Shopping in den Souks angesagt. Vier Mädels auf der Suche nach Schals, Silberschmuck, Teegläsern und Lederwaren. Das Angebot ist riesengroß, es geht nur darum, einen möglichst guten Preis zu verhandeln, wie uns ziemlich schnell klar wird. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten werden wir mutiger und beherrschen am Abend die Tricks des Handelns –  sogar dreisprachig.

Letzter Höhepunkt unsere Reise ist Essaouira an der Atlantikküste. Das frühere Mogador wird auch als Stadt des Windes bezeichnet. Hier bläst ein kräftiger Wind vom Atlantik. Doch wir werden bei unserem Aufenthalt verschont. Als Inspiration für Schriftsteller und Künstler, zog die Stadt in den 1970ern bereits Jimi Hendrix und Bob Dylan an. Laut Mohammed hat die Stadt viel von ihrem ursprünglichen Charme durch den Tourismus mittlerweile verloren, wir sind aber trotzdem begeistert von der einzigartigen Kulisse dieser blau-weißen Stadt.

Zurück in Casablanca, wo unsere Reise begann, genießen wir am letzten Abend unsere letzte Tagine, Lammfleich mit Backpflaumen und Mandeln. Dazu frisch gebackenes Brot. Lecker!

Und langsam macht sich Wehmut breit. Nach 13 Tagen und 2000 km heißt es leider wieder Abschiednehmen von diesem einzigartigen Land. Ich werde aber bestimmt noch einmal wieder kommen, inshallah.

Lust auf Urlaub in Marokko bekommen? Hier geht’s zu den STA Travel Erlebnisreisen

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Weltreise erst im Rentenalter?

Die Hannoversche Leben hat rund 1.000 Deutsche gefragt, welche Lebensträume sie sich im Ruhestand erfüllen möchten. Die zweithäufigste Antwort: Reisen! 40 Prozent der Befragten möchten am liebsten auf Weltreise gehen (…oder eine Kreuzfahrt machen). 15 Prozent träumen davon, Europa mit einem Wohnmobil zu entdecken. Und jeder Vierte hat sogar so starkes Fernweh, dass er nach dem Arbeitsleben sogar ganz auswandern möchte!

Als ich das las, musste ich mich unwillkürlich fragen: Gibt es eigentlich das ideale Alter für eine Weltreise? Ist es klug, mit diesem Lebenstraum bis zum Ruhestand zu warten? Verwirklicht man diesen Traum dann tatsächlich oder ist der Spruch „das mache ich, wenn ich in Rente bin“ nur eine Ausrede? Was ich mich auch frage: Macht eine Weltreise mit 70 genauso viel Spaß wie mit 20, 30 oder 40?

Falls ihr auch von einer Weltreise träumt: Wann wäre für euch der ideale Zeitpunkt? Vielleicht vor oder nach dem Studium, der Schule oder der Ausbildung? Während eines Sabbaticals? Zwischen zwei Jobs? Elternzeit? Einfach irgendwann eine spontane Auszeit nehmen? Oder doch erst im Ruhestand? Ich bin gespannt!

Hier einige inspirierenden Blogs und Tipps für alle, die gerade über das Thema Weltreise nachdenken:

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Eine Abteilung stellt sich vor: die Personalabteilung

Als Human Resources Director sehen mein Team und ich unsere Hauptaufgabe darin, unseren Mitarbeitern die besten Trainingsmöglichkeiten und optimale Arbeitsbedingungen zu bieten. Je erfolgreicher unsere Mitarbeiter sind, desto mehr Spaß haben sie an der Arbeit. Und das merken Kunden und Geschäftspartner. Deshalb fördern wir die berufliche und soziale Kompetenz unserer Mitarbeiter.

Karrierechancen gibt es bei uns genügend, da praktisch jeden Monat neue Travel Shops eröffnet werden und wir hierfür engagiertes Personal suchen. Für das Recruiting ist unser Recruiting Manager Tobias Wöhler zuständig. Tobias ist für den gesamten Recruitingprozess verantwortlich, repräsentiert uns auf Recruitingmessen sowie in Berufsschulen und führt Interviewtrainings für unsere Führungskräfte durch. Darüber hinaus baut er unser Personalmarketing und unser Employer Branding auf.

Cony, Katrin, Christine, Tobias, Miriam, Martina (von links nach rechts)

Nicht nur in den Shops, sondern auch in der Zentrale in Frankfurt sowie in den Länderbüros in Wien und Zürich gibt es spannende, herausfordernde Aufgaben. Die Mitarbeiter in Österreich und Schweiz werden von unseren HR Managern Martina Hagedorn für Österreich und Jeannine Stehrenberger gemeinsam mit Beatrice Bucher für die Schweiz in allen personalwirtschaftlichen Belangen betreut.

Leistungsorientierte Mitarbeiter sind bei uns goldrichtig, denn sie können die Höhe ihres Verdienstes beeinflussen, weil sie außer dem Grundgehalt über ein Bonussystem am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Für die Gehaltsabrechnung und alles was dazu gehört ist Miriam Brunner als HR Coordinator verantwortlich. Darüber hinaus betreut sie die Auszubildenden, die als Reiseverkehrskaufleute ausgebildet und nach der Ausbildung weiter beschäftigt werden.

Das Trainingssumfeld ist modern und breit gefächert. Es reicht von Schulungen für neue Kollegen, über umfangreiche Produkt- und Führungstrainings, mit dem die Kompetenzen der Mitarbeiter nachhaltig entwickelt werden, bis hin zum Talentmanagementprogramm. In dem werden die Führungskräfte von morgen durch Coaching, Job Rotation, maßgeschneiderte Trainings und Round Tables individuell gefördert und auf den nächsten Karriereschritt gezielt und umfassend vorbereitet. Den Bereich Training verantworten Cony Hettmansperger als Head of Training und Christine Shrestha als Training Manager.

Der regelmäßige Austausch auf allen Ebenen und die Mitarbeitergespräche bilden die Basis für die Planung der Personalentwicklungsmaßnahmen. Da wir weltweit vertreten sind, wird der Blick über den Tellerrand hinaus bewusst geschärft. Nach Absprache mit dem Vorgesetzten können Mitarbeiter sogar für eine bestimmte Zeit im Ausland arbeiten und so ihre Fähigkeiten in einem anderen Sprach- und Kulturkreis testen. Hier wie im Ausland gilt: wir fördern unsere Mitarbeiter mit Schulungen, motivieren sie mit einer leistungsgerechten Bezahlung und bieten Famtrips und Events.

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Flugverkehr und das Klima – myclimate neu bei STA Travel

Flugverkehr schadet der Umwelt und trägt zur Klimaerwärmung bei. Das ist nicht unbedingt ein Lieblingssatz der Tourismusbranche, aber leider die Wahrheit. Wissenschaftler schätzen den Anteil der Luftfahrt am menschengemachten Treibhauseffekt zurzeit auf fünf bis acht Prozent (ZDF). Das ist keine gute Nachricht – was also tun?

Energieeffiziente Flugzeuge
Die Luftfahrtindustrie hat bereits enorm viel geleistet und die Effizienz der modernen Flugzeuge erheblich gesteigert. Wenn wir heute fliegen, verursachen wir deutlich weniger Emissionen als in den vergangenen Jahrzehnten. Durch die Verwendung von leichtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, besserer Aerodynamik und die Entwicklung neuer Triebwerkstechnologien können noch mal bis zu 30 Prozent Kerosin gespart werden. Doch auch diese Optimierungsmaßnahmen haben ihre Grenzen irgendwann erreicht.

Alternative Treibstoffe
Die Zukunft liegt in der Entwicklung alternativer Treibstoffe, zum Beispiel Wasserstoff oder Biosprit. Die internationale Flugverkehrsorganisation IATA hat sich als Ziel gesetzt, dass bis 2017 mindestens zehn Prozent des Flugbenzins aus alternativen Treibstoffen sein sollen. British Airways plant zum Beispiel eine Biosprit-Anlage, in der ab 2014 aus Bio-Abfällen jährlich rund 72 Millionen Liter Biosprit hergestellt werden und als Kerosinersatz dienen sollen (Zeit-Blog). Auch die Lufthansa misst diesem Thema eine hohe Bedeutung bei und hat sich zum Ziel gesetzt, dem herkömmlichen Kerosin bis 2020 einen synthetisch erzeugten Kraftstoffanteil aus nachwachsenden Rohstoffen von fünf bis zehn Prozent beizumischen. BA und Lufthansa sind beide in der Sustainable Aviation Fuel Users Group, in der Fluggesellschaften, Flugzeughersteller und Unternehmen daran arbeiten, alternative und nachhaltige Treibstoffe für die Luftfahrtindustrie zu entwickeln.

myclimate Projekte

Carbon Offsetting (CO2-Ausgleich)
Natürlich ist nicht nur die Luftfahrtindustrie gefragt; es ist enorm wichtig, dass jeder von uns das Thema Klimaschutz in seinen Alltag integriert – da ist die Urlaubszeit keine Ausnahme. Um Reisenden das zu erleichtern, ist STA Travel in diesem Jahr eine Partnerschaft mit der Schweizer Non-Profit Organisation myclimate eingegangen. Wir möchten unsere Kunden gern zeigen, dass STA Travel den Klimaschutz ernst nimmt und sie gleichzeitig ermutigen und motivieren, sich mit dem Thema CO2-Ausgleich zu beschäftigen. Wir hoffen, so dazu beizutragen, dass immer mehr Passagiere nach dem Buchen ihrer Reise oder ihres Flugs eine CO2-Ausgleichszahlung tätigen. Denn jede Klimaspende fließt in sorgfältig ausgewählte Projekte, die Treibhausgase vermindern und dadurch das Klima schützen. Dabei reduzieren sie nicht nur klimawirksame Emissionen, sondern tragen auch zur nachhaltigen Entwicklung in der Projektregion bei. Um myclimate zu unterstützen und unsere Kunden für dieses Thema zu sensibilisieren, haben wir Informationsseiten auf unseren Websites erstellt, Newsletter verschickt, einen Aufruf mit Link zum Flugrechner auf unsere Flugbuchungsbestätigungsseiten integriert und vieles mehr.

Ausschnitt aus dem STA Travel Newsletter

Habt ihr selbst schon mal eine CO2-Ausgleichszahlung getätigt? Was haltet ihr von dem Prinzip?

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Fundstück des Tages: STA Trouble

Lieber Absender dieses Päckchens, was möchtest du uns wohl mit dieser reizenden „Umfirmierung“ sagen…?

😉

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Eine Inforeise nach Indien – Oh-Ha!

Oh-Ha… das sollte das Motto unserer Reise nach Indien werden.
Entstanden ist dieser überraschende Ausruf, als Torsten sein Curry mit einer grünen Paste nachwürzte und dann einen herzhaften Löffel nahm. Sein lautes Oh-Ha passte perfekt zu unseren Erlebnissen in Indien und im Oman.

Aber der Reihe nach…
Wir, das sind 9 Reisebüromitarbeiter (Dirk, Torsten, Andreas, Daria, René, Imme, Karen, Andrea und Christin) aus unseren Agenturen, Udo von der Oman Air, die uns die Flugtickets spendiert hat, sowie Corina von GAP Adventures, Steffi aus unserem Service Center und ich, Thilo vom Agenturvertrieb. Zusammen sind wir 13 erfahrene Reisende, die aber noch nie in Indien waren und auf alles vorbereitet sind! Zusammen haben wir eine Erlebnisreise aus dem Hause GAP Adventures und STA Travel machen dürfen.

Am Sonntag Abend haben wir uns nach und nach am Flughafen Frankfurt eingefunden, kennen gelernt und uns im nagelneuen Airbus A330 der Oman Air eingerichtet. Das Inflight-Entertainment System wurde ausgiebig getestet und hat uns mit einer unglaublichen Menge an Filmen, Spielen und Songs beeindruckt! Es gab sogar eine Reihe deutscher Filme. Das Essen an Bord war dann sogar noch umfangreicher… 3 Wahlmenüs zum Abendessen und vor der Landung in Muscat auch noch mal 3 verschiedene warme Frühstücke zur Wahl. Man konnte sich also ein wenig Speck anfuttern für die harte Zeit in Indien, die da noch kommen könnte…

Nach sechseinhalb Stunden sind wir dann in Muscat gelandet, um dort ein paar Stunden im Oman zu verbringen. Ein sehr informierter und weltoffener Reiseleiter von GAP hat uns am Flughafen empfangen und zum Frischmachen in unser Hotel gebracht. Dann haben wir uns die Große Moschee, den Königspalast und einen Markt angesehen. Am frühen Abend ging es dann mit einer kleinen Yacht zum Sunset Cruise vor die Küste von Muscat, ein einmaliges Erlebnis, dass sogar durch einige Delfine, die unser Boot begleitet haben noch viel besser wurde.

Jetzt blieben uns noch 2 Stunden Schlaf bis unser Weiterflug nach Indien ging. Aber auch Schlafmangel gehörte zum Programm unserer geballten Erlebnisreise. Um 1:20 Uhr nachts ging es dann los und irgendwie hatte jeder ein wenig das Gefühl, die Erde zu verlassen und auf einen unbekannte Planeten zu fliegen.

Da waren wir also in Indien. Und schon am Flughafen in Neu Delhi ging das Hände desinfizieren los… es hatte aber auch jeder so ein kleines Fläschchen dabei. Vorbereitung ist halt alles! Der Flughafen war neu und überraschend ordentlich. Das Chaos begann vor der Tür.

Unser GAP Reiseleiter, nennen wir ihn „Berry“, stand schon bereit und hat uns einen warmen Empfang bereitet und uns durch alle Widerstände zu unserem Bus und mit dem Bus sicher in unser „Frischmach-Hotel“ irgendwo mitten in Delhi gebracht.

Das Hotel der GAP Kategorie „Basic“ war genau, was es sein wollte: basic. Leider musste Berry unser geplantes Delhi Programm kürzen, da die Sicherheitslage in der Stadt aufgrund der Commonwealth Spiele sehr angespannt war. Gut, wenn man so einen gut informierten Reiseleiter hat, der flexibel auf die Situation vor Ort regieren kann. So konnten wir nur im Vorbeifahren ein paar Eindrücke gewinnen, aber die hatten es auch schon in sich. Was sich da so auf den Strassen links und rechts des Busses abgespielt hat. Ich sage nur Kühe! Die dürfen in Indien nämlich alles tun, also auch auf der Autobahn stehen und ein Versammlung abhalten. Die Fahrt nach Agra dauerte 6 Stunden und das für nur rund 200 Kilometer. Aber man kann im Bus auch recht gut schlafen, trotz permanenten Rüttelns und Dauereinsatzes der Hupe. Die LKW tragen hinten den Aufdruck „please horn“ Wir waren begeistert.

Nachdem sich der Bus durch Agra gequält hat, immerhin schlappe 3,5 Millionen Einwohner, sind wir sicher im Hotel angekommen und haben ein erstklassiges Briefing von GAP Adventures bekommen. Der gesamte Reiseverlauf wurde besprochen und alle Leistungen, die wir bekommen würden dargelegt, Alternativen aufgezeigt und alle optionalen Trips und deren Kosten aufgezeigt. Somit waren wir umfassend informiert. Dann gab’s indisches Essen auf Kosten des Hotels, wir waren „verwundert“, denn gegenüber war ja einen Mc Donalds, der uns anlachte! Pech! Übrigens bekommt man bei Ankunft im Hotel immer einen lustigen Blumenkranz und einen roten Punkt auf die Stirn. Wer´s mag.

Nach einer kurzen Nacht, ging es früh morgens zum ersten Highlight der Reise, zum Taj Mahal. Ein wirklich beeindruckendes Gebäude. Beeindruckend war auch unsere Leistung bei Ignorieren. Das muss man nämlich beherrschen, um an den vielen hundert Bettlern und fliegenden Verkäufern vorbeizukommen, die einen permanent umspülen, sobald man sich öffentlich zeigt. Vor dem Hotel oder an der Bustür. Aber nach ein wenig Übung hatten wir das alle raus. Torsten erst etwas später. Ein paar Postkarten später sozusagen.

Dann ging es noch zum Agra Fort. Und anschließend wieder mit unserem Bus Richtung Bharatpur, auch eine Millionenstadt. Auf dem Weg haben wir noch die verlassene Wüstenstadt aus der Mongolenzeit Fathepur Sikri besucht. Schön aus rotem Sandstein gebaut. Der Herrscher hatte 3 Frauen und 350 Konkubinen mit denen er eine Art lebendiges Schach gespielt hat. Die Herren unter uns mochten diesen Herrscher sehr.

Unser Hotel hat uns mit einem ansehnlichen Pool überrascht, den wir ausgiebig genutzt haben. Einige haben auch einen Besuch im SPA absolviert. Ich selbst hatte eine Ganzkörper-Ölmassage über die ich nicht mehr sprechen möchte. Dann gab es Kingfisher Bier und eine Puppenspieler Darbietung, die in Ihrer Art wohl einmalig anzüglich war und natürlich indisches Essen. Oh-Ha.

Der nächste Tag begann mit der längsten Busreise des Trips. Ich weiß nicht wie viele Stunden es waren, aber 1554 Schlaglöcher habe ich gezählt. Die Reise ging nach Pushkar, der heiligen Stadt. 500 Tempel, 52 Paläste rund um einen heiligen Tümpel. Verboten sind: Alkohol und Fleisch. Tolle Sache, oder? René war schon seit Delhi Vegetarier geworden, ihm hat es wohl nichts ausgemacht und Kingfisher Bier wird sowieso überbewertet.

Zum Essen kann ich nur sagen, ohne einen Reiseleiter, der sich auskennt und uns in gute und saubere Restaurants geführt hat, wären wir verhungert.

Nach der Ankunft und dem Hotel Check-In sind wir dann zum einzigen Tempel der Welt gepilgert, der dem Gott Brahma geweiht ist. Ich will jetzt nicht zu viel über die indische Kultur und Religion schreiben, das kann man ja nachlesen. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich es auch tun. Versprochen! Nach dem (indischen) Abendessen im Hotel, hat Corina eine kurze und informative Präsentation zum GAP Adventures Produkt für uns gehalten. Danach folgte die gewohnt kurze Nacht.

Der nächste Morgen stand ganz im Zeichen von Planeterra und unserem neuen STA Travel Katalog „Reisen und Helfen“. Denn wir haben ein Hilfsprojekt in Udaipur besucht (zu finden im „Reisen und Helfen“ Katalog auf der Seite 29 im Kasten „Bleib länger“). Im Bal Prakash Zentrum haben wir uns intensiv umgeschaut und konnten dank unserer spontanen Sammelaktion auch Lebensmittel im Wert von 150 EUR überreichen. Damit kann man in Indien eine Weile von essen.

Dann konnten wir zum Shopping auf den Markt in Pushkar starten. Ein Anliegen, das vielen am Herzen lag, galt es doch ein paar Dinge für zuhause zu erwerben. In Pushkar findet man tatsächlich die Hippies, die wir immer erwartet haben! Es gibt sie. Und auch heilige Männer, die heilige Kühe hinter sich herziehen. Da war das Indien, das wir erwartet hatten.

Nach dem bunten Treiben wurden wir mit einer Kamelsafari überrascht, definitiv der Höhenpunkt der Reise. Es ging schaukelnd durch die Stadt in die Steppe vor Pushkar.  Hier haben wir den Sonnenuntergang bewundert und anschließen auch noch indische Tänzerinnen und natürlich indisches Essen. Und da das Restaurant zufällig außerhalb der Stadt lag, gab es: Kingfisher Bier! René blieb aber immer noch Vegetarier.

Wie immer war die Nacht zu kurz und die Busfahrt zu lang. Es ging nach Jaipur, der letzten Station unserer Erlebnisreise.

Gleich nach der Ankunft haben wir uns das Amber Fort angesehen. Man kommt dort nur per Jeep oder auf einem Elefantenrücken hinauf. GAP Adventures wählt hier immer den Jeep, da die Elefanten nicht artgerecht gehalten werden. Sehr vernünftig wir wir fanden. Und aufregend genug war die Jeepfahrt auch. Nach dem obligatorischen Frischmachen im Hotel, ging es mit dem Tuk-Tuk zum Palast der Winde, Hawa Mahal. Dann hat uns Berry noch in den Genuss einer Fahrrad Rikshaw Tour gebracht. Ein besonderes Erlebnis. Ohne schützenden Bus ist der Verkehr atemberaubend im wahrsten Sinne des Wortes. Man kommt auch den Kühen sehr viel näher.

Auf dem lokalen Markt, haben wir dann noch die letzten Gewürze und Tee´s eingekauft und auch ein paar Spezialitäten gekostet.

Nach einem opulenten indischen Abendmahl sind wir alle sofort ins Bett gefallen. Der Kingfisher war ja auch wieder da. Oh-Ha.

Nach einem kurzen Zwischenstopp in Muscat sind wir wieder glücklich, gesund und voller neuer Eindrücke in Frankfurt gelandet.

Ein Fazit, das alle Teilnehmer sofort gezogen haben: Ohne einen so kompetenten und hilfsbereiten Reiseleiter hätten wir unsere Erlebnisreise niemals in so kurzer Zeit und so sicher durchziehen können. Danke Berry und ein Oh-Ha! auf deine Gastfreundschaft!

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Einfach weg…

Ich habe gerade diese herrliche Illustration im Blog „Michas Notizen“ der Grafikdesignerin Michaela von Aichberger („Ich male meine Follower“) gefunden.

Kennt ihr das Gefühl? Gibt es Gründe oder Verpflichtungen, die euch davon abhalten, einfach spontan wegzufliegen und die Welt zu entdecken?

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Viele neue Freiwilligenprojekte bei STA Travel

Die Mitarbeit in Freiwilligenprojekten konntest du schon immer über STA Travel organisieren. Da uns das Thema ganz besonders am Herzen liegt und weil Eure Nachfrage ungebrochen steigt, haben wir uns jetzt entschlossen, das Ganze auf richtig große Füße zu stellen.

Neu bei STA Travel: der Katalog „Reisen und Helfen“
70 Projekte mit verschiedenen Schwerpunkten in 34 Ländern haben wir jetzt in einem Katalog zusammen gefasst. Den gibt es in jedem STA Travel Reisebüro und er heißt „Reisen und Helfen – Freiwilligenprojekte weltweit“. Die meisten Projekte machen wir zusammen mit Planeterra, andere direkt mit NGO’s oder anderen anerkannten Hilfsorganisationen. Den Katalog gibt es in jedem STA Travel Reisebüro und auch online.

Was ist Planeterra?
Planeterra kommt aus Kanada und ist eine Non-Profit Organisation. Jedes der Projekte wird auf Herz und Nieren geprüft , bevor es von Planeterra aufgenommen und angeboten wird. Somit haben wir hier Experten der ersten Liga mit an Bord und du bist sicher, dass du wirklich Gutes tust.
Mehr über unsere neue Zusammenarbeit mit Planeterra erfährst du hier…

Du suchst dir aus dem neuen Katalog aus, ob du dich zum Beispiel in Projekten mit Kindern in Südafrika, mit Elefanten in Thailand oder mit Aufforstung von Wäldern in Neuseeland engagieren willst. Klar kommt man da nicht immer so ohne Weiteres ran. So muss man für die Freiwilligenarbeit mit Kindern ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Einige weitere Zielgebiete sind übrigens Malaysia, Laos, Indien, Nepal, China, Sambia, Simbabwe, Namibia, Kenia, Seychellen, Peru, Ecuador, Argentinien, Mexiko, Australien, Neuseeland und sogar Griechenland. Und viele Projekte kannst du mit einer unserer Erlebnisreisen kombinieren, so dass Du auch garantiert noch mehr vom Land erleben wirst, in dem du bist.

Uns ist wichtig, dass die von uns besuchten Menschen und Völker Ihre Traditionen und ihre Umwelt bewahren können, damit ihre Kinder und Enkelkinder sie so erleben können, wie sie bereits ihre Eltern und Großeltern erlebt haben. Und für deine Kinder und Enkelkinder gilt das auch eines Tages, denn sie möchten vielleicht die selben exotischen Plätze erleben können, wie du sie jetzt sehen kannst.

Dass die neuen Projekte für uns wirklich wichtig sind, zeigt sich darin, dass wir die Kataloge weltweit bei STA Travel eingeführt haben. Jeder STA Travel Mitarbeiter hat sich zum Start sehr intensiv damit in Schulungen und Trainings befasst. Denn schließlich haben wir nur diese eine Welt, die wir auf Reisen erleben können.

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Flugsicherheit vs. Tierschutz: Gänsejagd in New York

Jeder von uns erinnert sich an die spektakuläre Notlandung des US Airways Jets auf dem Hudson River im Januar 2009. Auch der Auslöser dieses Airbus-Unglücks ist bestimmt den meisten noch präsent: Vogelschlag im Flugzeugtriebwerk.

Kanada-Gänse (Quelle: myfoxny.com)

Kanada-Gänse (Quelle: myfoxny.com)

Was mir jedoch nicht bekannt war: Um die Gefahr des Vogelschlags zu verringern, wurden im letzten Sommer ca. 800 Kanada-Gänse rund um die Flughäfen JFK und LaGuardia getötet. Und auch jetzt ist laut Medienberichten die Gänsejagd wieder freigegeben, um die Flugsicherheit zu erhöhen. Diesmal sind die „kill zones“ sogar noch erweitert worden. Sie sind jetzt so groß, dass sie fast den gesamten Big Apple umfassen. Die Gänse sollen zu Tausenden sterben und so nach und nach aus der Stadt verbannt werden. Allein im Juli wurden in New York 400 Gänse vergast. Tierschützer sind entsetzt und auch ich frage mich beim Lesen dieser News: Muss das sein?

Bürgermeister Bloomberg beantwortet diese Frage eindeutig: „People are not going to stop flying and we have to make a decision. It’s geese or human beings“ (Quelle: upi.com). Klar, niemand – schon gar nicht in der Tourismusbranche – möchte infrage stellen, ob maximale Flugsicherheit ein erstrebenswertes Ziel ist. Natürlich ist es das! Aber dürfen wir es uns so einfach machen und die Natur nach unseren Wünschen zurechtbiegen – nach dem Motto „Wir möchten gern möglichst sicher fliegen, also müssen wir alles aus dem Weg schaffen, was unser Vorhaben gefährdet?“

Sind nicht eigentlich die Fluggesellschaften dafür verantwortlich, ihre Flugzeugtriebwerke besser gegen Vogelschlag schützen. Oder ist es wirklich nicht besser möglich? Zumindest ist es wohl nicht so einfach: „Die Kräfte beim Aufprall auf die Schaufeln sind mehr als 10.000-mal so hoch wie das Gewicht des Tiers“ (Quelle: spiegel.de). Die Folge können massive Deformationen an den Schaufeln und im schlimmsten Fall sogar ein Totalausfall sein. Aber wenn Ingenieure Weltraumraketen bauen können, sind sie dann nicht in der Lage, Flugzeugtriebwerke gegen das Einfliegen von Gänsen zu schützen…?

Was ist eure Meinung zur Gänsejagd in New York?

Kanada-Gänse

Foto von Alan Vernon via flickr.com

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