Asien

9 Tage in Laos & Thailand – Tipps & Highlights

Von Daniela Hasslinger , 13. April 2018

Unsere 9-tägige Reise durch Laos und Thailand mit dem Bus startete in Chiang Mai im Norden von Thailand. Von dort ging es weiter nach Huay Xai, einer laotischen Stadt am Mekong gelegen. Nach zwei Tagen auf einem Langboot führte unsere Reise nach Luang Prabang. Nach einer unvergesslichen Nacht im Homestay zogen wir weiter nach Vang Vieng. Dieser Ort ist vor allem fürs Tubing bekannt. Am nächsten Morgen machten wir uns mit einem Stopp in der Hauptstadt Vientiane auf ins quirlige Bangkok und traten unseren Heimweg an. Soweit zu unserem Reiseverlauf, der an den des Tom Yum Buspass von Stray Asia angelehnt war. Jetzt aber erstmal wieder zurück an den Anfang in Chiang Mai.

Eine Reise durch Laos und Thailand

Nur Bares ist Wahres!

Frühmorgens in Chiang Mai angekommen, sprang ich voller Vorfreude in ein Taxi.

Hier mein erster Tipp für euch: Habt unbedingt Thailändische Baht in kleiner Stückelung bei der Hand, um eure Fahrt bezahlen zu können. Generell gilt in Thailand und Laos: nur Bares ist Wahres! Keine Angst, Wechselbüros und Geldautomaten gibt es in jedem größeren Ort und natürlich auch am Flughafen. Tauscht am Besten gleich bei Ankunft etwas Geld, um die ersten Tage über die Runden zu kommen.

Nachtmarkt in Chiang Mai

Mein erstes Highlight erwartete mich noch am selben Abend, als uns unser Tourmanager Keo zum berühmten nightmarket von Chiang Mai brachte.

Mit dem Tuk Tuk ging es zu den hell erleuchteten Straßen, wo Händler ihre Waren präsentierten. Von handgefertigten Mitbringseln bis zu den typischen Souvenirs ist für die Daheimgebliebenen alles dabei. Und für das kulinarische Wohl ist hier außerdem gesorgt.

Mein Tipp: probiert unbedingt die scraped ice cream. Hier wird das Eis auf eine dünne Platte aufgestrichen und mit einem Spachtel aufgerollt. Ein Geschmackserlebnis, das euch sicher in Erinnerung bleiben wird. Auch die frisch zubereiteten Fruchtsmoothies sind bei der stets warmen und sehr feuchten Luft eine willkommene Erfrischung. Meine Lieblingssorte war definitiv Mango – Erdbeer.

Grenzübertritt nach Laos

Nach den ersten ereignisreichen Tagen im Norden Thailands ging es für uns auch schon weiter über die Grenze nach Laos. Hier war ich wirklich froh unseren Tourmanager an meiner Seite zu haben, da die Einheimischen kaum bis gar kein Englisch sprachen und verstanden. Er kümmerte sich um alle Formalitäten und stand bei jeder Frage mit Rat und Tat zur Seite.

Dank Keo war der Grenzübertritt in Nullkommanichts erledigt und wir konnten unsere Entdeckungsreise fortführen.

Flussfahrt auf dem Mekong

Die Fahrt mit einem traditionellen Boot auf dem Mekong war mein absolutes Highlight auf dieser Reise. Zwei Tage lang durften wir die atemberaubende und ständig wechselnde Landschaft der Region beobachten während diese langsam an uns vorbeizog. Für alle Fotohungrigen unter euch: Die Motive gehen einem hier definitiv nicht aus. Im Gegenteil, ihr werdet aus dem Knipsen gar nicht mehr herauskommen! Mein Bildarchiv war nach der Fahrt auf jeden Fall um mindestens 200 Fotos reicher.

Homestay in einem laotischen Dorf

Auf dem Boot teilte Keo uns einen sehr hilfreichen Merkzettel mit den wichtigsten Sätzen in der Landessprache aus. Das sollte uns die Möglichkeit geben, uns am Abend mit den Einheimischen ein wenig austauschen zu können. Die Einheimischen sprachen nämlich nur Lao. Kurz vor Anbruch der Dämmerung kamen wir in dem abgelegenen Dorf an.

Kaum vorstellbar, dass die Bewohner erst kurz vor unserem Besuch dort, Zugang zu Strom und teilweise auch zu fließendem Wasser erhielten. Nie hätte ich gedacht, dass mich dieser wahrhaftige Homestay so verzaubern würde. Bei einer extra für uns veranlassten baci Zeremonie versammelten sich die Bewohner des Dorfes. Jeder von uns wurde mit Armbändern, die aus weißem Garn gefertigt waren, gesegnet und man wünschte uns sichere Reisen und Gesundheit. Bestandteil der Zeremonie war auch sticky rice, eine Spezialität des Landes, zusammen mit einem Schluck lao lao, einem hausgebrannten Schnaps, zu verzehren. Beides schmeckte herrlich. Ihr solltet es auf eurer Reise durch Laos auf jeden Fall probieren!

Was mich jedoch am meisten an dem Homestay begeisterte, waren die Menschen. Obwohl sie nicht viel besaßen, empfingen sie uns mit offenen Armen. Jeder einzelne von ihnen erschien mir mit dem einfachen Leben zufrieden zu sein das sie führen. Die Dorfbewohner bereiteten ein Nachtlager für uns vor, in dem wir jeweils zu dritt übernachten durften. Ihr dürft euch hier wirklich keine luxuriöse Unterkunft vorstellen, da die Familien sehr ursprünglich leben.

Mein Tipp: Stellt euch darauf ein nur Katzenwäsche zu betreiben und nehmt euch eine Rolle Toilettenpapier mit, ihr könnt es hier gut gebrauchen. Keine Sorge, für Kopfpolster und Decke sorgen die Gastgeber. Der Homestay war insgesamt definitiv eines der schönsten und aufregendsten Erlebnisse dieser Reise! Lasst euch darauf ein und ihr werdet von der Herzlichkeit der Menschen begeistert sein.

Auf dem Mekong nach Luang Prabang

Nach einer erlebnisreichen Nacht im Homestay ging es auch schon wieder zurück aufs Boot und noch etwas weiter den Mekong Fluss entlang bis nach Luang Prabang. Das laotische Städtchen Luang Prabang hat unglaublich viele tolle Restaurants und Bars und sprüht nur so vor Charme. Blumen und Pflanzen säumen die Stadt, zwei Flüsse fließen hindurch und es gibt als Höhepunkt einen schönen Tempel zu besichtigen. Der Tempel ist auch ein wunderbarer Ort, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Sobald die Nacht anbricht, lässt sich auch in Luang Prabang auf dem Nachtmarkt allerlei Buntes und Leckeres kaufen und entdecken.

Mein Tipp: am Morgen bevor die Sonne aufgeht, schreiten Mönche durch die Strassen und sammeln Almosen, hauptsächlich in Form von Reis, von der Bevölkerung und Touristen.

Erlebnis: Reisanbau in Laos

Eine weitere geniale Aktivität, die ich am nächsten Tag in der Nähe von Luang Prabang erleben durfte, war die rice experience. Auf einer lokalen Reisfarm wird in 14 Schritten gezeigt, was es alles benötigt, um Reis „herzustellen“. Vom Samenkorn bis zum Gaumenschmaus. Die ganze Verarbeitung wird Schritt für Schritt detailliert gezeigt und man kann dabei fleissig mithelfen. Ich durfte hinter einem Büffel durch die Schlammmassen laufen, um die Erde aufzulockern, kleine Reispflanzen setzen und den Reis in einer ursprünglichen Mühle mahlen. Zum krönenden Abschliss gibt es Reis in allen leckeren Varianten.

Zwischenstopp in Vientiane

Weiter ging die Reise mit unserem Minibus über Vang Vieng in die Hauptstadt Vientiane. Viel Zeit blieb uns in der Hauptstadt von Laos leider nicht. Was ihr dort aber auf jeden Fall besuchen solltet ist das COPE Visitor Center. Da Laos im Vietnamkrieg mit Bomben übersäht wurde, leidet die Bevölkerung noch heute schwer darunter. Bis jetzt explodiert immer wieder eine Vielzahl von Blindgängern und zerstört viele Familien. Das COPE-Zentrum unterstützt die betroffene Bevölkerung und fertigt Prothesen für Menschen an, die bei den Explosionen schwer verletzt wurden. Im Visitor Center könnt ihr viele eindrückliche Geschichten nachlesen und hören.

Laos ist ein unglaubliches Land, mit tollen Menschen die viel Lebensfreude und Freundlichkeit ausstrahlen. Die Natur ist wunderschön und es geht hier gemütlich zu. Wer in Laos hektisch unterwegs sein möchte, wird gern auf die lao time hingewiesen. Alles funktioniert hier einfach etwas bedächtiger… 🙂

Ein Flugzeug brachte uns zum Abschluss der Reise nach Bangkok. Dort konnten wir noch eine letzte Nacht diese pulsierende Stadt erleben – vorbei war es mit der laotischen Gemütlichkeit. Bangkok ist wirklich eine lebendige, kunterbunte und hektische Stadt. Trotzdem war dieser Kontrast ein schöner und ehrenwürdiger Abschluss für unsere tolle Reise.

Daniela & Nadine

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