Reiseberichte

Ein Alleingang von Brisbane nach Melbourne

Von Cornelia Zausinger , 11. September 2013

Im letzten Jahr habe ich mir endlich einen Traum erfüllt und bin ans andere Ende der Welt gereist – nach Australien. Diese Reise war für mich auch daher ganz besonders, weil ich mich das erste Mal alleine auf so eine lange Tour begeben habe und da gab es so viele Fragen: Stehe ich einen 24 Stunden Flug trotz Flugangst alleine durch? Kriege ich das mit der Planung vor Ort alles geregelt? Lerne ich schnell Leute kennen oder sitze ich die ganze Zeit alleine rum?

Trotz der vielen Fragezeichen bin ich dann voller Vorfreude in den Flieger gestiegen und habe festgestellt, dass 24 Stunden Flug wirklich sehr lang sind, aber zum Glück nicht so schlimm wie erwartet. Auch dank der Globuli die Mama mir noch besorgt hatte.

Los ging meine Tour in Brisbane und die Stadt hat mir einen sehr entspannten Start bereitet: Wohlige 28 Grad, Sonnenschein und sehr nette Menschen. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick, wie eine Mischung aus Kalifornien und England mit einer ordentlichen Portion Exotik: Die Parks platzen nur so vor tropischen Bäumen und überall blühen ausgefallene Pflanzen. Die Menschen hier sind unglaublich freundlich, unkompliziert und hilfsbereit, so dass man sich schnell zu Recht findet und wohlfühlt.

Brisbane, Stadt

In Brisbane entdeckt man immer wieder schöne alte Gebäude zwischen den ganzen Hochhäusern

Was Brisbane allerdings fehlt, ist das Meer! Da ich das aber so schnell wie möglich sehen wollte, habe ich mich recht bald auf den Weg nach Byron Bay gemacht. Ich hatte mir einen Buspass von Greyhound besorgt und war dadurch superflexibel, was den Transport betrifft. Im Internet habe ich immer nur kurz einen Platz reserviert und das Busnetz an der Ostküste ist auch so gut ausgebaut, dass man jeden Flecken bequem erreichen kann.

Byron Bay hat mich sofort umgehauen – es war genauso, wie ich mir Australien immer vorgestellt habe: Ein kleiner Ort mit sehr vielen coolen Lokalen und kleinen Geschäften, ein atemberaubend langer Sandstrand und überall Surfer und sehr entspannte andere Backpacker.

Australien, Byron Bay

Endlose Strände und eine riesen Zahl an Surfer-Hotspots

Der östlichste Punkt Australiens befindet sich in Byron Bay

Der östlichste Punkt Australiens befindet sich in Byron Bay

Ich habe in der Arts Factory gewohnt, eine Hostelanlage die mitten in einem kleinen Regenwald gebaut ist. Dort gibt es die Möglichkeit in Tipis oder kleinen Holzhäusern zu wohnen. Ich habe mir mit neun anderen Mädels ein Holzhaus mit großer Terrasse direkt an einem kleinen See geteilt. Im Garten sind überall Leguane, wilde Truthähne und Tausende Vögel sorgen für die passende Geräuschkulisse. Die anderen Reisenden in dem kleinen „Hippiedorf“ waren superfreundlich und es gab ständig Programm: Yoga am See, Didgeridoo Workshops und es haben einige Musiker dort gewohnt, die immer wieder Konzerte gegeben haben.

Hostel Arts Factory

Wohnen im Regenwald in der Arts Factory in Byron Bay

Byron Bay bietet sich besonders an, wenn man mal sein Glück auf dem Surfbrett versuchen will. Ich hatte dabei einen riesen Spaß und die Tage danach den Muskelkater meines Lebens.

Surfer, Australien

Den Surfern kann man stundenlang zuschauen

Hier haben sich dann auch all meine Sorgen als Alleinreisende endgültig verabschiedet! Es sind an der ganzen Ostküste so viele Backpacker unterwegs, die alle sehr kontaktfreudig sind und gerade in den Hostels finden Reisende sehr schnell Anschluss und neue Freunde. Viele der anderen Backpacker sind schon seit Monaten unterwegs und somit besser als jeder Reiseführer für die weitere Routenplanung. Und meist finden sich auch Leute, mit denen man einen Teil der weiteren Reise oder Ausflüge zusammen unternehmen kann.

Weiter ging es mit dem Nachtbus nach Sydney. Nach der Ruhe am Strand war es hier ziemlich voll, aber trotzdem ist es eine sehr entspannte Stadt und es gibt unglaublich viel zu sehen. Wer ein wenig Zeit mitbringt, kann den Großteil der Metropole sehr gut zu Fuß erkunden und entdeckt so viele schöne kleine Shops und Cafés. Natürlich standen auch die Klassiker auf dem Programm: Harbour Bridge, Oper (die übrigens von Nahem eher gelb als weiß ist) und ein Strandtag, den ich in Manley Beach verbracht habe. Nach Manley geht es am besten mit dem Schiff und bei der Rückfahrt lohnt es sich, in der Abenddämmerung zu fahren und einen Platz ganz vorne zu sichern. So fährt man nämlich in den Sonnenuntergang hinein und hat einen phantastischen Blick über den Hafen von Sydney.

Sydney

Skyline von Sydney

Strand, Sydney

Surfer boys wohin man schaut an den Stränden von Sydney

Sydney, Harbour Bridge, Opera House

Der Klassiker in Sydney vor der Oper und der Harbour Bridge

Sunset, Sydney

Sonnenuntergang im Hafen von Sydney

Von Sydney ist ein Trip in die Blue Mountains ein absolutes Muss, dort ist die Luft extrem frisch und es warten unzählige Wanderwege. Nach einer ersten kleinen Wanderung oberhalb des Canyons habe ich mich am zweiten Tag in den Canyon hineingewagt und das war eine wahnsinns Erfahrung. Die teils sehr schmalen Wanderwege führen mitten durch den tropischen Wald und überall finden sich Wasserfälle und eine tolle Geräuschkulisse, durch das Gekreische der ganzen Vögel. Auf meiner sechsstündigen Wanderung bin ich gerade mal drei Menschen begegnet, der perfekte Ort zum Entspannen!

Australien, Blue Mountains, Three Sisters

Die Felsformation “Three Sisters” sind das Wartzeichen der Blue Mountains

Australien, Blue Mountains

Grün, grün, grün wohin man schaut

Melbourne war dann meine dritte Großstadt in Australien und es lässt sich recht schnell ein einheitliches Muster erkennen: Die Innenstadt mit vielen Hochhäusern, einer Einkaufsstraße mit allen bekannten Markenshops, ein Fluss mit Promenade und Drumherum gibt es viele „hippe“ Viertel mit Cafés und Second Hand Shops und der Stadt-Strand nicht zu vergessen. Da ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. In Melbourne haben mir besonders die vielen kleinen Viertel, mit ihren ausgefallenen Läden gut gefallen. Der Strand ist hingegen in Sydney unschlagbar!

Melbourne, Skyline

Melbourne bietet einen tollen Mix aus modernen Hochhäusern und alten Gebäuden

Von Melbourne kann man wunderbar einen Tagesausflug entlang der Great Ocean Road unternehmen. Das geht am einfachsten mit einer geführten Tour oder es finden sich ein paar Leute, die sich zusammen ein Auto nehmen. Ich habe mich für die erste Variante entschieden und einen extrem schönen Tag mit netten Menschen erlebt. Der Vorteil an der geführten Tour ist, dass es einen Fahrer gibt und so alle Reisenden die spektakuläre Küste entlang der Straße auch richtig genießen können. Die Straße geht knapp 250 km entlang der Felsküste und es gibt viele lange und einsame Sandstrände. Das Highlight war unsere Mittagspause an einem Leuchtturm mit Barbecue und wunderschöner Aussicht. Außerdem gibt es entlang der Strecke einige Plätze, an denen ganz viele Koalas leben und das gehört zu einem Australienbesuch natürlich auch dazu.

Australien, Great Ocean Road

Lunchtime an der Great Ocean Road

Great Ocean Road

Great Ocean Road

Australien, Koala

Entlang der Great Ocean Road kommen Koala-Fans voll auf ihre Kosten

Als Nächstes steht die Westküste auf meinem Programm, von der ich natürlich auch noch ausführlich berichten werde!

Hast du auch Lust bekommen, den fünften Kontinent zu erkunden? Dann schau doch gleich mal auf unserer Seite nach den günstigsten Flügen: www.statravel.de | www.statravel.at | www.statravel.ch. Oder lass dich in einem unserer vielen Shops beraten, hier gibt es natürlich auch Hilfe bei der Wahl und Buchung des richtigen Transportmittels in Australien und eine große Auswahl an Hotels & Hostels.

4 Antworten zu “Ein Alleingang von Brisbane nach Melbourne”

  1. ToursLK sagt:

    Absolutely beautiful

  2. Flori sagt:

    Hi Cornelia,

    zunächst mal…Respekt!!! Ich finde es immer wieder schön zu lesen und auch unglaublich spannend wenn man sich zu so einem Trip entschließt, durchzieht und das auch noch alleine.
    Allein das du dich das trotz deiner Flugangst getraut hast finde ich schon toll ;)!

    Hab bereits schon von mehreren Leuten gehört wie genial Australien ist und das man am besten als Backpacker reist um Land und Leute kennen zu lernen.
    Je mehr ich darüber lese umso mehr kann ich mich mit dem Gedanken auch anfreunden einfach mal alles hinter mir zu lassen und los ;)!

    Dein Bericht hat dazu wunderbar beigetragen un dafür alles besten Dank ;)!

    L.g,
    Flori

  3. […] ich von der Ostküste Australiens schon ganz begeistert war, wollte ich auch noch unbedingt den Westen von Australien sehen. Mit dem […]

  4. Heike sagt:

    Hallo 🙂 auch von mir erstmal Hut ab 😉 Ich finde es ebenso richtig toll, was Du da gemacht hast. Es ist einfach klasse Deinen Bericht zu lesen. 🙂
    Ich werde kommende Woche auch ganz alleine nach Australien – Melbourne reisen. Ich bin ziemlich gespannt auf den Flug, aber vor allem das Land. Ich fliege eher selten, da ich auch Angst davor habe. :/ Ich fliege mit Qatar Airways die sollen aber sehr gut sein, so ist meine Angst nicht sooo extrem hoch. Wie auch immer.. Ich kann es kaum erwarten, das Land zu erkunden, mich mit den Einheimischen zu unterhalten, die Kultur und das Essen kennenzulernen. Ich werde für ca. 3 Wochen dort bleiben und möchte versuchen so viel wie möglich zu erleben. Ich denke aber, dass die Zeit viel zu kurz dafür sein wird, daher überlege ich kommedes Frühjar nochmal hinfliege, wenn alles gut läuft. Werde diese Reise aber erstmal als ein „Testlauf“ nutzen. :)) Nochmal vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. 🙂

    Viele Grüße Deine Heike 🙂

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