Reiseplanung

Auszeit nehmen: eine kleine Weltreise – Teil 2

Von Die STA Travel Reiseexperten , 08. Januar 2016

Willkommen zum zweiten Teil meiner Auszeit in 40 Tagen um die Welt! Im ersten Teil habe ich ein wenig über meine Planung und natürlich vom genialen Start meiner Reise mit Aufenthalten in Australien und Neuseeland erzählt. An dieser Stelle geht’s nun weiter.

In 40 Tagen um die Welt

La Orana Tahiti -Willkommen in Französisch Polynesien

Begrüßt werde ich mit einer Blumenkette und traditionell tanzenden Einheimischen. Es ist 22 Uhr und der Transferservice bringt mich direkt zur Pension. Ich habe ein Familienzimmer inklusive Kitchenette für mich alleine und das Wichtigste: eine Klimaanlage. Leider sprechen auf Tahiti nur wenige Leute Englisch und ich kann kein Französisch – somit ist das mit der Konversation nicht ganz so leicht.

Tahiti

Ich versuche mir noch einen Ausflug nach Moorea am kommenden Tag zu organisieren leider bin ich damit etwas zu spät dran. Nach einer kurzen Nacht gehe ich morgens schon um 7 Uhr alleine auf Erkundungstour. Die Frage ist nur, was möchte ich eigentlich erkunden? Ich laufe zunächt entlang der Hauptstraße auf der Suche nach dem nächsten Supermarkt, da ich am Abend kochen möchte. Drei Kilometer in brüllender Hitze und 20 hupend und freundlich winkende Autofahrer später (scheint wohl nicht so normal zu sein, dass eine weiße Frau alleine am Straßenrand entlang spaziert…), finde ich diesen auch. Der Supermarkt ist groß, top ausgestattet und sehr günstig, ganz im Gegensatz zum Rest Tahitis. Ansonsten gibt es nicht viel, ich kaufe Postkarten und mache mich auf den Rückweg. Derweil laufe ich an einem schönen Strand mit Wasserbungalows vorbei und gönne mir eine Runde im kühlen Nass, das Wasser ist traumhaft klar und ich sehe viele bunte Fische. Auf dem Rückweg zu meiner Pension bleibt dann tatsächlich sogar die Polizei stehen und fragt ob sie mich mitnehmen sollen. Ich erinnere mich an die Worte meines Chefs und steige nicht ins Auto Fremder.

Am nächsten Morgen geht es für mich früh los auf einen Ausflug, um die Insel zu erkunden und endlich spricht jemand Englisch! Da die Gruppe allerdings nur aus zwei Französinnen und einer Neukaledonierin besteht, bleibt es bei einer Begrüßung und zwei bis drei erklärenden Sätzen auf Englisch. Wir fahren mit dem Allradfahrzeig ins Innere der Insel und erkunden Wasserfälle und wunderschöne Berglandschaften. Und das im stehenden Jeep – besser als jede Achterbahn! Ein Erlebnis wert und definitiv ein must do wenn man Tahiti besucht.

Tahiti_Strand

Aufgrund meiner Erlebnisse von Tag 1 bleibt es an Tag 3 bei entspannten Lesestunden am Pool und Chillen am Strand – einmal Akku aufladen erfolgt.

Auszeit nehmen, Tahiti Strand

Um 20 Uhr holt mich der Transferservice ab und bringt mich wieder zum Flughafen. Nachdem ich am Schalter ein sehr lustiges Gespräch mit zwei Mitarbeitern der Air Tahiti Nui führte und die beiden ganz angetan von meinen Reiseplänen waren, hab ich großartig Werbung für STA Travel gemacht und lasse meine Visitenkarte vor Ort. Nach der verzweifelten und nicht sehr erfolgreichen Suche nach Souvenirs geht es schließlich weiter in die USA. An Bord der Maschine erhalte ich neben Schlafmaske und Socken von der Airline sogar einen Schlafanzug und verabschiede mich sofort für die nächsten acht Stunden in den Tiefschlaf.

USA

Welcome to L.A.! In den nächsten zwei Tagen erkunde ich L.A. und weiß die Vielfalt dieser einzigartigen Stadt sehr zu schätzen. Mit dem Hop on Hop off Bus geht es ganze acht Stunden durch Hollywood, Downtown und zu den Stränden von Venice und Santa Monica. Diese Stadt ist so bunt und hat so wahnsinnig viel zu bieten – einzigartig! Das USA Hostel in dem ich übernachte, ist eines der besten Hostels in dem ich je gewesen bin. Jedes Bett hat seinen eigenen abgetrennten Bereich und somit etwas Privatsphäre, als auch eine eigene Lampe und zwei Steckdosen. Dinge die ein jeder Backpacker sehr  zu schätzen weiß. Außerdem gibt es kostenfreies Frühstück inkl. frischem Obst und das in den USA – wohl eher eine Seltenheit. Am nächsten Tag begebe ich mich per Transferservice zurück zum Flughafen und checke in einem 4-Sterne Airporthotel ein, das beste Luxushotel der ganzen Reise 😉 Am Abend habe ich ein kurzes Meet & Greet mit der Reisegruppe und los geht’s!

Gleich am ersten Tag machen wir uns auf den Weg zum Joshua Tree Nationalpark. Ein kurzer Stop am Walk of Fame mit Blick auf das Hollywood Sign und weiter geht die wilde Fahrt. Unsere Guides Carson und Amber stimmen uns mit kalifornischen Liedern auf den Sunshine State ein. In L.A. war es am Morgen recht frisch aber im Nationalpark werden wir mit über 30 Grad begrüßt. Wir wandern über Stock und Stein und klettern auf den vielen Felsen herum. Ein Paradies – wir fühlen uns wie kleine Kinder. Die ganz Mutigen unter uns klettern bis auf den Gipfel und haben einen überragenden Blick…

Auszeit nehmen, USA, Joshua Tree Nationalpark

Am Abend schlagen wir zum ersten Mal unsere Zelte auf, nehmen ein schnelles Bad im angrenzenden Lake Havasu und zum Abendessen gibt es selbstgemachte Hamburger und Hot Dogs. Am nächsten Morgen brechen wir früh auf zum Grand Canyon.

Auszeit nehmen, USA, Grand Canyon Nationalpark Ausblick

Es sollte die kälteste Nacht auf dem gesamten Trip werden, aber zunächst gibt es zur Begrüßung einen überragenden Ausblick. Um diesen auch zu 100% auskosten zu können, ziehen wir uns alle eine braune Biotüte auf den Kopf die wir zuvor mit einem lustigen Gesicht bemalen durften, nehmen uns gegenseitig in die Hand und werden von unseren Guides an das Geländer geführt und dann: atemberaubend!

Auszeit nehmen, USA, Grand Canyon Nationalpark

Wer Lust hat wandert in den Canyon runter und hat hinterher Spaß beim Aufstieg 😉 Zum krönenden Abschluss folgt der Sonnenuntergang am Canyon und wir begeben uns mit den Guides direkt an den Rand der Schlucht, mit baumelnden Füßen und dem großen Nichts unter uns genießen wir schweigend.

USA_Grand Canyon

Eine schnelle Pizza auf dem Campingplatz, ein Campfeuer und einige lustige Ratespiele später startet die grausame Minusgrad kalte Nacht im Zelt inklusive Bodenfrost, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.

Den nächsten Morgen beginnen einige von uns mit einem Helikopterflug über den Grand Canyon und wieder beginnt ein neuer Tag, wir sind gespannt was uns heute erwartet. Und auch die folgende Nacht werden wir, allerdings auf andere Art und Weise, niemals vergessen. Es geht weiter über die Route 66 nach Las Vegas und hier erwartet uns das Kontrastprogramm.

USA_Route 66

Es ist schwül und stickig. Ein kurzer Sightseeingtrip ins Venetian Hotel. Dieses Hotel ist im Inneren aufgebaut wie Venedig, hat Kanäle und Gondeln als auch einen Himmel der sich der Tageszeit anpasst und viele kleine süße Shops – wir sind beeindruckt) und schon geht es los… mit dem Partybus durch Vegas. Es wird viel getanzt, getrunken und gelacht – die Gruppe ist toll und wir haben jede Menge Spaß! Am Bellagio Hotel angekommen machen wir tolle Fotos bei der Brunnen-/Lichtershow und durch den Guide der anderen Reisegruppe kommen wir kostenfrei in den Club Hyde. Sowas hab ich noch nicht erlebt, ein Tequila für 15$ aber es lohnt sich, die Musik ist gut und wir tanzen viel. Dann gibt es einen Konfettiregen und wir gehen raus ins Casino um zu spielen. Carson hat meine 25$ schnell verspielt. Erst hatten wir 60$ gewonnen und dann wieder verloren. Tja, so ist das. Aber Mark aus unserer Gruppe macht 400$ Gewinn und zahlt das Taxi nach Hause. Zurück im Hotel performen wir noch schnell ein paar Bilder à la „Hangover“ und ab geht’s ins Bett, das sollte eine kurze Nacht werden.

Der Folgetag führt uns, mit etwas dickerem Schädel, weiter ins Death Valley und der ein oder andere unter uns wird es noch bereuen es am vorherigen Tag etwas übertrieben zu haben 😉 Wir werden begrüßt mit 43 Grad, dieser Ort hat seinen Namen nicht von ungefähr. Wir sind nicht wirklich in der Lage es zu genießen, steigen pflichtbewusst für ein paar Fotostopps aus dem Bus und wollen einfach nur weg von dort. Am Abend gehen wir in heißen Naturquellen schwimmen und Niko (er wusste er würde Vegas bereuen) vergisst sein Handy in der Hosentasche und geht mit diesem Baden. Im Anschluss fahren wir über den traumhaft schönen und verrückterweise mit Schnee bedeckten Tiogapass hinein in den Yosemite Nationalpark – mein Favorit.

Auszeit nehmen, USA, Yosemite Nationalpark

Seen, Wälder, schneebedeckte Berge, es ist ein Traum. Wir alle lieben es hier. Uns beeindrucken die Sequoias, die ältesten, dicksten und größten Bäume der USA.

Auszeit nehmen, USA, Yosemite Nationalpark Ausblick

Abends kocht Alex (gelernter Koch aus Dänemark) und wir helfen Schnippeln. Nach einem kurzen Stopp im Jacuzzi und S’mores (amerikanisches Dessert: gegrillte Marshmallows mit Schokolade und Vollkornkeks) begeben wir uns für unsere letzte Nacht ins Zelt.

Am letzten Tag unserer Reise genießen wir nochmal wundervolle Ausblicke im Yosemite und beeindruckende Wasserfälle bevor wir uns auf den Weg nach San Francisco machen. Ein kurzer Blick auf die Golden Gate Bridge und 2-3 Fotos später, erreichen wir das Hotel und treffen uns kurz danach zum Abschlussessen an der Fisherman’s Wharf und dem Pier 39 an dem uns viele Seehunde empfangen. Leider habe ich nur noch den kommenden Vormittag Zeit um die Stadt zu erkunden weil mein Flieger bereits am Nachmittag geht. Also schnappe ich mir den nächsten Hop on Hop Off Pass und fahre raus zur Golden Gate Bridge… eine tolle Stadt!

Die letzten acht Tage waren mitunter die schönsten der Reise. Tolle Menschen, unfassbar schöne Landschaften und überragende Momente. Nächster Stopp für mich: Kanada.

Kanada

Am Abend in Vancouver angekommen, mache ich mich auf den Weg zum Hostel und werde von einem Selfmade DJ und ein paar zu seiner Musik tanzenden Leute auf der Straße begrüßt. Ich wusste, ich würde diese Stadt lieben. Leider bin ich von meiner Erlebnisreise in den USA ziemlich müde und möchte erstmal ausschlafen. Um 12 Uhr begebe ich mich dann auf Erkundungstour durch die Stadt. Der Hop on Hop off Bus fährt mich durch Downtown, durch den Stanley Park, vorbei an der Lions Bridge. Ich mag Vancouver, diese Stadt hat eine Menge Lebensqualität. Die Menschen sind zufrieden und gut drauf. Es macht Spaß hier Gast zu sein. Ich glaube I’m falling in love with Canada. Abends lerne ich Patricia kennen und beschließe am kommenden Tag einen Ausflug mit ihr zu unternehmen. Mit dem ersten Bus geht es rauf auf den Grouse Mountain, den ‚Hausberg‘ von Vancouver. Wir genießen einen tollen Ausblick auf das Tal, sehen sogar Grizzlybären, fahren mit dem Sessellift im Skigebiet auf den höchsten Punkt, sehen eine Holzfällershow und probieren uns kanadisch: mit typischem Bier und einer Delikatesse: Poutine, das sind Pommes mit Bratensoße und Käse.

Auszeit nehmen, Kanada, Grizzly Bär

Auszeit nehmen, Kanada, kanadisches Bier und Poutine

Nach einigen kurzen Spaziergängen durch den Wald begeben wir uns auf den Rückweg vorbei an der Capilano Suspension Bridge mit all ihren Walks durch den kanadischen Wald.

Auszeit nehmen, Kanada, Capilano Suspension Bridge Park

Da in fünf Tagen die Fußballweltmeisterschaft der Damen beginnen wird, treffen wir unterwegs viele ‚Stars‘. Patricia ist hin und weg denn dies ist der Grund für ihren Besuch in Kanada. Sie wird sich sechs Spiele ansehen.

Am Abend lassen wir es uns in der Old Spaghetti Factory gutgehen. Mein persönlicher Geheimtipp wenn man in Vancouver gut und günstig essen möchte. Serviert wird ein komplettes Menü (Brot mit Knoblauchbutter, Salat oder Suppe, Hauptspeise, Eis und Kaffee), man zahlt allerdings lediglich die Hauptspeise und die liegt sogar nur um die 10-15$. Am nächsten Tag geht es für mich nach Whistler, bekannt durch die Olympischen Winterspiele in 2010, ein tolles Skiörtchen.

Aber zuvor tue ich noch etwas womit ich niemals gerechnet hätte. Eine ganz spontane Entscheidung aus dem Herzen raus, jetzt oder nie… ein Bungee Jump. Vor sechs Jahren ist von der gleichen Brücke mein Cousin gesprungen, wie sich später rausstellt. Yes, I did it! Die etwas softere Variante denn: 1. Die Brücke ist nur ca. 90m hoch. 2. Ich bin nicht an den Füßen festgebunden. 3. Ich darf springen wie ich will, also nicht mit Kopf voran. Und hey, es war super, absolut grandios und das Highlight meiner Reise, ich bin sehr stolz darauf.

Auszeit nehmen, Kanada, Bungee springen Whistler

Nachmittags erkunden wir Whistler und Umgebung und ich bemühe mich um meinen zweiten Wunsch für den kommenden Tag: Skifahren in Kanada – Haken dran, ebenfalls erledigt 😉 Denn an Tag zwei in Whistler leihe ich mir so ziemlich alles von den Mitreisenden zusammen was ich benötige plus Skiausrüstung vom Sportladen und los geht die Sause. In fünf Tagen endet die Saison, deshalb sind nur noch zwei Skilifte geöffnet und vier Pisten – aber ich habe ganz großartigen Spaß.

Auszeit nehmen, Kanada, Ski fahren in Whistler

Der Buspassveranstalter mit dem ich unterwegs bin, Moose Travel, ist wirklich eine ganz hervorragende Geschichte um in Kanada günstig von A nach B zu kommen und dabei das Bestmögliche rauszuholen, wir halten noch an einigen Fotostopps die auf dem Weg von Whistler nach Vancouver liegen.

Zurück in Vancouver gehe ich früh schlafen da mein Zug nach Seattle am Folgetag früh abfährt, bereits um 06:30 Uhr. Nun geht es also entlang der Küste über die Grenze zurück in die USA. In Seattle habe ich nur wenig Zeit, sehe mir die erste Starbucks-Filiale der Welt and und die Space Needle, dann geht’s schon weiter zum Flughafen. Dieser ist mit der Bahn sehr gut erreichbar, ein Tagesticket ist günstig und ist nicht weit entfernt vom Stadtzentrum.

Island

Leider kann ich auf dem Weiterflug nach Island nur sehr schlecht schlafen und komme schwer gejetlagged in Reykjavik an. Der Transfer in die Stadt klappt reibungslos und sollte in jedem Fall vorab gebucht werden. Es ist ziemlich weit bis in die Stadt, bis dahin sehe ich nur Weiten und Wasser – eine ganz außergewöhnliche Vegetation auf dieser Vulkaninsel.

Nur wenige Meter vom Reykjavik Backpacker Hostel entfernt gibt es einen grandios guten Bäcker mit zahlreichen Köstlichkeiten. Hier gönne ich mir ein ausgedehntes Frühstück um fit für einen Stadtrundgang und eine kleine Shoppingtour zu sein. Danach haut es mich hin und ich schlafe bis zum nächsten Mittag – ich bin völligst erschöpft. Gut, dass ich am kommenden Tag eine Fahrt zur Blue Lagoon eingerichtet hatte. Mein Tipp: bitte inklusive Eintritt vorweg buchen sonst erwartet einen vor Ort das böse Erwachen und man wartet lange darauf überhaupt reingelassen zu werden. Ich entspanne in der Salzlagune, wage einen Saunagang und lasse die Seele baumeln. Was für eine Auszeit! Der perfekte Abschluss dieser einzigartigen Reise die ich mein Leben lang niemals vergessen werde.

Über die Berge und das Meer bis ans Ende der Welt… Travel life has the aspect of a dream!

Eine Antwort zu “Auszeit nehmen: eine kleine Weltreise – Teil 2”

  1. Schlüsseldienst Essen sagt:

    Sieht echt Spaßig aus, ich wünschte ich hätte auch die Zeit und das Geld, um mir eine Weltreise leisten zu können, hätte da auch mal richtig lust zu.

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