Eine Schulungsreise durch Namibia

Im Mai durfte ich an einer STA Travel Schulungsreise nach Namibia teilnehmen. Ich konnte es kaum abwarten, am Flughafen die anderen Mitreisenden persönlich kennen zu lernen. Johanna Bannert und Andreas Maiberger von der Air Namibia empfingen unsere Gruppe am Flughafen sehr freundlich. Nach einem 10 Stunden-Nachtflug landeten wir schließlich am frühen Morgen in Windhoek, der sonnigen warmen Hauptstadt Namibias.

Namibia ist ein Staat im südlichen Afrika, der im 19. Jahrhundert als „Deutsch-Südwestafrika“ eine der wenigen deutschen Kolonien war. Manche Menschen in Namibia sprechen und verstehen sogar noch heute Deutsch. Auf einer Fläche von mehr als 800.000 Quadratkilometern, also zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland, leben in Namibia ca. 2,1 Millionen Menschen.

In der Ankunftshalle warteten schon unser deutschsprachiger und namibiagebürtiger Reiseleiter Steve und die Springbok Repräsentatin Birgit auf uns. Auf den ersten Blick war klar, dass wir mit unserem Reiseleiter Steve einen Glücksgriff getan hatten. Unsere Vorfreude war jetzt auf dem Höhepunkt – wir konnten es kaum noch erwarten, endlich mehr von Namibia zu sehen. Unser erstes Ziel war die ca. 400 km entfernte Kalahari Anib Lodge inmitten der roten Dünen der Kalahari-Wüste im Osten Namibias. Die wunderbare Umgebung können Reisende im Jeep oder zu Fuß auf Wanderwegen entdecken.

Kalahari Anib Lodge

Sehr früh am nächsten Morgen fuhren wir zu den Sanddünen am Sossusvlei, um dort den Sonnenaufgang zu genießen. Leider hörte es nicht auf zu regnen (wie mir Einheimische berichteten, hat es in Namibia schon Jahrzehnte nicht mehr so geregnet). Alle Straßen Richtung Sossusvlei waren gesperrt und somit war ein Zugang zu unserer nächsten Unterkunft, der Kulala Dessert Lodge, unmöglich. Nach einigen Anrufen teilte uns Birgit mit, dass sie eine Alternative für uns gefunden hatte, die Büllsport Gästefarm, eine der ältesten Farmen in Namibia! Wir wurden sehr warmherzig empfangen. Ich fühlte mich wie sonntags bei Oma mit Nachmittagskaffee und selbstgebackenem Kuchen! Doch der Regen hörte nicht auf… und was macht man an solch einem verregneten Tag? Genau, einen Spielenachmittag! Es war eine gute Gelegenheit für unsere STA Travel Gruppe, sich untereinander besser kennen zu lernen. Am Abend trafen wir uns mit den Gastgebern zu einem reichhaltigen Dreigang-Menü an der großen Familientafel.

Am nächsten Morgen schien wieder die Sonne, hurra! Nach einem zweistündigen Game Drive durch die Berge und einigen Fotos von Bergzebras und Springböcken ging unsere Reise weiter Richtung Swakopmund. Nach ca. 4 1/2 Stunden Fahrt hielten wir an „Düne Sieben“ an, der höchsten Düne der Küstenregion. Sie ist ein beliebter Picknickplatz und der perfekte Ort für einen sehr romantischen Sonnenuntergang. Ein wirklich atemberaubender Ausblick auf die Spitze der Düne! Der Aufstieg war für mich nicht nur eine willkommene Abwechslung nach der langen Busfahrt, sondern auch ein unvergessliches Erlebnis mit tollen fotografischen Erinnerungen! Unten angekommen, spielte das Wetter wieder etwas verrückt. Eine dichte Nebeldecke überfiel uns und wir mussten so schnell wie möglich nach Swakopmund aufbrechen, da wir vor Einbruch der Dunkelheit im Hotel sein wollten. Da die Abkürzung, die Steve vorgesehen hatte, auch überflutet war,  blieb ihm nichts anders übrig, als sehr langsam weiterzufahren.

Düne Sieben

Untergebracht wurden wir im Swakopmund Guesthouse und Swakopmund Boutique Hotel. Das Swakopmund Guesthouse liegt im Süden der Stadt nur fünf Gehminuten vom Zentrum und Strand entfernt. Das Swakopmund Boutique Hotel liegt praktisch im Kern der Stadt, man kann alle Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen. Ein sehr schönes City Hotel, ich würde immer wiederkommen! Zum Abendessen fuhren wir ins „Lighthouse Pub“, ein rustikales und sehr gemütliches Restaurant in der Nähe des Leuchtturms. Ich aß hier zum ersten Mal Schnecken und als Hauptgericht gab es einen sehr schmackhaften Fisch. Das Lighthouse-Restaurant hat mir sehr gut gefallen. Sowohl das Essen als auch die Lage am Meer mit tollem Blick waren super, auch die Preise sind durchaus angemessen und die Portionen großzügig bemessen. Das Lokal kann ich nur empfehlen, aber Platzreservierung nicht vergessen!

Der Plan für den nächsten Tag sah eine Bootsfahrt in Walfisbay sowie eine Wüsten Quad-Fahrt vor. Wir fuhren nach Walfisbay, wo wir trotz etwas schlechtem Wetter an einer Bootsfahrt mit „Mola Mola“ teilnahmen. Da muss man hin! Dass die Robben „zum Schmusen“ auf das Boot kommen macht die Fahrt wirklich einzigartig. Wir fuhren auch zu den Austern-Zuchtstationen raus und bekamen allerlei Informationen zur Pflege und Ernte der teuren Delikatessen. Weiter ging es zur Seelöwenkolonie, wo sich auch Delphine blicken ließen! Leider hing der Nebel wie festgewachsen über der See und die ausgeteilten Decken waren sehr willkommen und ein Schnaps wärmte uns von innen. Und zum Abschluss gab es Austern bis zum Abwinken. Hier gibt es die besten Austern, unbedingt ausprobieren!

Robben zum Schmusen

Zurück im Hotel konnten wir uns etwas aufwärmen bevor wir uns im Quad-Fahren versuchten. Zunächst war es etwas ungewohnt, aber nach kurzer Zeit bin ich selbst die steilsten Dünen hinaufgerauscht. Je weiter wir in die Namib-Wüste hineinfuhren, desto atemberaubender wurde der Ausblick. Trotz Kälte hat die Fahrt viel Spaß gemacht.

Zum Abendessen in Swakopmund empfehle ich das „Kückis Pub“. Hier treffen sich Touristen, aber auch sehr viele Einheimische. Die Gerichte sind nicht gerade günstig, aber der Service ist sehr freundlich und professionell und die Speisen super lecker. Man hat eine Auswahl an Seafood, Steaks und einheimischen Wildgerichten. Am Abend hatten wir einen Ehrengast, Steve´s Vater, ein sehr freundlicher charmanter Mann, der sehr stolz seine Wüstengeschichten erzählte. Es hat wirklich Spaß gemacht ihm zuzuhören.

Am nächsten Tag besuchten wir eines unserer „Reisen und Helfen“-Projekte, das Wϋstenelefanten-Projekt. Die Camp-Leiterin führte uns durch das Camp und erzählte uns viel über das Projekt und die Arbeitsabläufe der freiwilligen Helfer. Elephant Human Relations Aid (EHRA) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich dem Schutz der Elefanten in Namibia widmet. Das Ziel der EHRA ist es, langfristige und nachhaltige Lösungen für das friedliche Zusammenleben zwischen den Kleinbauern, Community-Mitgliedern und den Wüstenelefanten zu finden. In der Regenzeit sind die Tiere nicht auf die Wasserstellen angewiesen. Deswegen hatten wir nicht das Glück, Elefanten zu sehen. Nichtsdestotrotz spielte endlich das Wetter mit, Namibia schenkte uns den puren Sonnenschein. Der Bach, das Base Camp in Damaraland, die ganze Umgebung war einfach spitzenmäßig und traumhaft schön! Kein Regen mehr, genau zum richtigen Zeitpunkt um eine Nacht unter freiem Sternenhimmel zu erleben. Unser Lagerfeuer entwickelte sich genauso prächtig wie unser Hunger. Gemeinsam bereiteten wir das Abendessen vor, leckere Spaghetti Bolognese! So ging ein unvergesslicher Abend in Daramaland zu Ende!

Darmaland

EHRA Base Camp

Beim Verlassen des EHRA Camps

Unser nächster Stopp war das Ongava Wilderness Reservat, eine 30.000 ha große Privatfläche direkt an der Grenze zum südlichen Teil des Etosha Nationalpark. Wie immer wurden wir sehr freundlich empfangen. Die Zimmer waren sehr stillvoll eingerichtet, hier hätte ich auch länger bleiben können! Für die wenige freie Zeit am Mittag steht ein kleiner, hübscher Pool mit Sonnendeck und Erfrischungen zur Verfügung oder man entspannt auf der eigenen Terrasse mit Blick zum Wasserloch. Beim Ongava Sunset Drive erzählte uns unser Fahrer und Guide unterwegs einiges über die Vegetation und die Tierwelt. Die Fahrer sind untereinander durch Funk verbunden, so dass sie sich gleich benachrichtigen können, wenn irgendwo ein seltenes Tier auftaucht. Hier laufen nun endlich auch die sehnsüchtig erwarteten Tiere vor uns her. Wir dürfen uns über Zebras, Giraffen, Oryxe, Springböcke und Kudus freuen. Ich kann zwar nicht alle auseinanderhalten, aber ich verlasse mich da auf unseren Guide. Für mich war der absolute Höhepunkt, Auge um Auge einer Rhinozerosmama mit Baby gegenüber zu stehen. Die Fahrt hat sich definitiv gelohnt! Die goldene Abendsonne verzauberte die Landschaft. Mit etwas Wein und Snacks nahmen wir unseren Sundowner gemütlich mitten in der Wildnis ein. Ein wirklich unbeschreibliches Erlebnis!

Ongava Wilderness Reservat

Ongava Wilderness Reservattiere

Am Abend wurden wir in Begleitung eines bewaffneten Angestellten zum Zimmer zurück geführt, da es hier Raubtiere gibt und keine Zäune. Angst hatte ich im Zimmer keine, aber es war durchaus ein Erlebnis.

Und schon ging es wieder zurück nach Windhouk, dem letzten Stopp unserer Reise! Dort nahmen wir an einen Workshop teil, bei dem einige STA Travel Partner (Wilddog Safaris, Kea Car Rental, Springbok Atlas, Fremdenverkehrsamt Namibia und Air Namibia) und Präsentationen zeigten. Wir haben viele Informationen mitgenommen, damit unsere Kollegen aus dem Verkauf einen optionalen Nutzen für unsere Kunden erzielen können. Anschliessend haben wir noch Zeit, den Holzschnitzermarkt zu besuchen und letzte Souvenirs einzukaufen. Rückflug nach Frankfurt!

Mein Fazit: Auch wenn wir den Jahrhundertregen in Namibia erwischt haben, ist Namibia ein tolles Reiseland und hat viel zu bieten. Die besten Reisezeiten sind Frühling und Herbst. Das Klima Namibias und die Temperaturen sind dann gemäßigt, nicht zu kalt und nicht zu warm. Auch ist die Trockenzeit ideal, um wilde Tiere zu sehen. Aber wie auch bei uns: Das Wetter ist in jeder Jahreszeit unberechenbar…

Ich bedanke mich bei allen, die diese Reise ermöglicht haben. Meine ganz besonderer Dank geht an Birgit Rabe von Springbok Atlas, die diese tolle Reise für uns organisiert hat,  Steve unseren Reiseleiter, der stets die Nerven behalten hat, Air Namibia, das Namibia Tourism Board und natürlich die tolle STA Travel Truppe. Namibia wir kommen wieder!

STA Travel Gruppe - Namibia, wir kommen wieder!

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Mit der STA Travel Cashcard im Urlaub sicher bezahlen

Ab sofort bieten wir online und in unseren 40 deutschen Reisebüros einen neuen und praktischen Reisebegleiter an: die STA Travel Cashcard. Die neue STA Travel Cashcard ist praktischer als Reiseschecks und sicherer als das Mitführen und Tauschen von Bargeld. Da es sich um eine Prepaid Karte handelt, entfällt die übliche Bonitätsprüfung – das heißt jeder, der sich ausweisen kann, kann eine STA Travel Cashcard ausgestellt bekommen.

Wie kommt das Geld auf die Karte?
Die Karte kann jederzeit und überall aufgeladen werden, zum Beispiel von den Reisenden selbst oder von Freunden und Familie zuhause. Besonders praktisch bei Work & Travel und anderen Auslandsjobs oder -praktika: der Arbeitgeber kann das Gehalt direkt auf die Karte überweisen. Das Guthaben auf der Karte lässt sich rund um die Uhr verwalten – entweder online, per SMS oder über einen automatisierten Telefondienst. Die Karte ist nicht mit einem Bankkonto verbunden. Wir finden, einfacher und praktischer geht’s nicht!

Wie und wann nutze ich die Karte?
Die STA Travel MasterCard® Prepaid Cashcard ist keine Kreditkarte. Das heißt, es kann immer nur der aufgeladene Betrag ausgeben werden. Sie ist weltweit einsetzbar, und zwar an allen MasterCard Akzeptanzstellen (an über 30 Millionen Standorten, darunter 1,5 Millionen Geldautomaten). Die Karte ist speziell für Reisen ins Ausland gedacht, wo ihr Einsatz kostenlos ist. Bei der Nutzung im Inland (EURO-Zone) fällt eine Gebühr von 2% (mind. €0,50, max. €2) an.

Was kostet dir Karte?
Die STA Travel MasterCard® Prepaid Cashcard ist für einmalig 19,95 Euro (inklusive 10 Euro Guthaben) in allen 40 STA Travel Reisebüros deutschlandweit und unter www.statravel.de/cashcard.htm erhältlich. Die Karte ist 36 Monate gültig. Besonders praktisch für alle, die zu zweit reisen: Ihr bekommt eine kostenlose Zweikarte dazu.

Warum bieten wir diese Karte an?
Wir finden, die STA Travel Cashcard ist eine sinnvolle Ergänzung zu unseren weltweiten Reiseangeboten. Schließlich schicken wir unsere Kunden in die entlegensten Winkel der Erde – dann möchten wir auch dafür sorgen, dass sie dort sicher bezahlen können! Die STA Travel MasterCard® Prepaid Cashcard macht Reisende unabhängiger von spärlich vorhandenen und unregelmäßig geöffneten Wechselstuben, von horrenden Wechselkursen in Hotels sowie von touristisch kaum erschlossenen Regionen, in denen Traveller’s Cheques ungern als Zahlungsmittel akzeptiert werden.

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Der Krüger-Nationalpark

Der Krügerpark ist mit einer Fläche von 20.000 km2 der größte Nationalpark in der Republik Südafrika. Im Nordosten des Landes gelegen zieht er seit seiner Eröffnung 1927 unzählige Reisende aus aller Welt an. Wer also ein paar ruhige Stunden mit Tierbeobachtungen zubringen möchte, der muss eine ganze Weile fahren, um ungestört zu sein.

Wer nur auf die sogenannten „Big 5“ (Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel) aus ist, verpasst die kleinen Schätze des Parks – denn es gibt im Krüger-Nationalpark eine beeindruckende Pflanzenwelt einige hundert andere große und kleine Tiere, die meiner Meinung nach lohnendere Beobachtungsobjekte sind.

Nachdem wir unser Camp aufgeschlagen haben, stand eine Nacht-Safari mit einem südafrikanischen Nationalpark-Ranger auf den Programm. Eine exzellente Gelegenheit, einige der nachtaktiven Tiere zu beobachten. Meine Highlights der 3-stündigen Nacht-Safari waren die Hyänen, die ganz nah an unseren Jeep kamen und ein Mama-Nashorn mit seinem Baby. Wirklich sehr beeindruckend!

Auf einer Jeepfahrt von Norden nach Süden konnten wir mehrere Elefantenherden sehen, es war einfach traumhaft.

Auch eine Menge Paviane konnten wir beobachten, aber die Paviane sind manchmal recht frech und können auch etwas gefährlich werden. Vor allem, wenn sie irgendwo Essen riechen! So viel verschiedene Tiere, von Giraffen bis zum Löwen, habe ich noch nie zuvor gesehen. Und zwar nur ein paar Meter entfernt vom Jeep! Zwei Löwen-Brüder waren sogar direkt am Jeep – das waren für mich Eindrücke fürs Leben. Unser Tourguide Kurt von Kurts Safaris hat gesagt, dass wir außerordentliches Glück hatten, denn oft sieht man tagelang keinen Löwen. Ich kann das nicht beurteilen, ob das stimmt oder nicht. Auf jeden Fall ist der Krüger-Nationalpark eine Reise wert! Ich war zuvor noch nie in einem Naturpark, also habe ich vielleicht keinen Vergleich, aber ich glaube nicht, dass es viel bessere Parks gibt als den Krüger National Park.

Mein Tipp: Die beste Zeit für Wildbeobachtung ist im späten Frühjahr (September und Oktober).

Und noch ein Tipp von mir:
Niemals essen, wenn sich Paviane in der Nähe befinden 🙂

Hat dich Ana mit ihrer Faszination für die Tierwelt des Krügerparkes angesteckt?
Schau dir mal unsere Erlebnisreisen an:

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