Südinsel Neuseeland – Highlights eines Roadtrips

Lange habe ich auf diese Reise hingefiebert und ich muss sagen: Neuseeland ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Knapp zwei Wochen lang waren wir mit dem „Kuga Camper“ von Travellers Autobarn auf dem nördlichen Teil der Südinsel Neuseelands unterwegs. Und ich nehme euch jetzt einfach mal mit ins wirklich atemberaubende Neuseeland!

Roadtrip auf Neuseelands Südinsel – Meine Highlights

Für mich ist der Camper nicht nur ein Transportmittel, er steht vielmehr für ein Gefühl, das bei mir beim Reisen entsteht. Ganz nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ hat man die Möglichkeit unterwegs einfach anzuhalten, um die traumhafte Landschaft zu erkunden.

Ganz gleich, ob es das Rauschen des Meeres ist, das Plätschern eines kleinen Wasserfalls am Rand der Straße oder das Zwitschern der Vögel, was einen innehalten lässt. Neuseeland lässt euch allen Stress vergessen, entschleunigt und gibt einem somit die Möglichkeit den Moment zu genießen und zu beobachten.

Dank der Automatikschaltung im Camper, war auch das ungewohnte Fahren auf der linken Seite überhaupt kein Thema. Und wenn der kleine Hunger anklopft, hat man ja eine kleine „Küche“ an Bord. Für den Zucker-Notfall kann ich euch absolut die „Pineapple Lumps“ empfehlen: schmecken wie Ananas Marshmallows und sind mit einer dicken Schokoschicht überzogen. Super lecker!

Arthur’s Pass und Greymouth nach Nelson

Eine Straße entlang des Meeres und der Berge – einfach ein Traum! Hierüber verschwende ich lieber gar nicht so viele Worte, sondern lasse die Bilder für sich sprechen.

Punakaiki

Bei der Fahrt in Richtung Punakaiki ändert sich die Landschaft schlagartig. Ich würde das Gebiet um die Pancake Rocks als „Dinosaurier-Land“ beschreiben: Grün, Urwald, viele Farne. Ein bisschen, wie eine mystische Filmkulisse. Aber ich kann euch beruhigen: Dinosaurier konnte ich keine entdecken 😉

Essen & Getränke

Nicht ganz günstig aber dafür super lecker und groß sind die Portionen, die man auf Neuseelands Südinsel zu essen bekommt. Extrem begeistert war ich von den verschiedenen Fruchtsäften, die man hier überall findet. Gerade für den perfekten Start in den Tag darf so etwas nicht fehlen.

Das Frühstücksangebot war auch sehr vielseitig: es gab von süß (z.B. Pfannkuchen mit heißen Himbeeren und einem großen Klecks Sahne) bis hin zu deftig (z.B. Bagel mit Speck und Rührei) wirklich alles. Immer frisch zubereit, keine Spur von „fast food“. Was die Neuseeländer auch wirklich gut können, ist Chai Latte. Hach ja, Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. 😊

Kayak fahren im Abel Tasman Nationalpark

Was ist wohl besser als die traumhafte Kulisse des Abel Tasman Nationalparks mit etwas Sportlichem zu kombinieren? Herzlich wenig! Und genau deswegen ist das mein ultimativer Tipp für euch: in der Nebensaison, z.B. im April, sind hier gerade mal zwei bis drei Kanutouren pro Tag unterwegs, so dass ihr die Buchten und Höhlen des Nationalparks quasi alleine erkunden könnt.

Wer meistens mit von der Partie ist, sind Robben. Falls ihr, ein wenig Glück habt, bekommt ihr so wie ich diese knuffigen Tiere nur wenige Kameralängen vom Kayak entfernt zu Gesicht. Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine wasserfeste Kameras mit einem Handheld. Um dieses Erlebnis wird euch ganz bestimmt jeder beneiden.

Kaikoura

Mee(h)r erfahren – Kaikoura liegt direkt am Meer und ist damit der perfekte Ausgangspunkt, um mit einem Boot hinaus auf den Ozean zu fahren und sich auf die Suche nach Walen und Delfinen zu machen. Ihr seid nicht ganz „seefest“? Dann packt euch am besten ein paar Reisetabletten für den Ausflug mit ein. Bei mir wirken die wahre Wunder. In Kaikoura hat man eine 90%ige Chance einen Wal zu sehen. Ansonsten gibt’s bei vielen Anbietern das Geld zurück und man hat einen weiteren Versuch. Finde ich echt klasse! Ich hatte ganz großes Glück und kann alles abhaken: Pottwal, Delfin, Robbe, Albatros, Möwe, Haifinne. Check!

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Kanada – Stippvisite in den Laurentians

Die Laurentians, die laurentischen Berge, sind eine Bergkette in der kanadischen Provinz Québec. Mont Tremblant und Kanatha-Aki kann man mit dem Auto in ca. 1,5 Stunden ab Montréal erreichen.

Die Region ist bekannt für ihre zahlreichen Outdoor Aktivitäten, die euch sowohl im Sommer (Mai bis Oktober) als auch im Winter (November bis April) zur Verfügung stehen. Die Laurentians sind somit ein echtes Ganzjahresziel. Anders als in den kanadischen Städten der Region, die sehr Französisch angehaucht sind, findet ihr hier das wilde und einzigartige Kanada, wie es man es sich vorstellt.

Wir haben in den Laurentians Kanatha-Aki, das rustikale Activity Center besucht und uns erst einmal mit einem kräftigen Mittagessen für den Tag gestärkt. Die Familie, die das Activity Center betreibt, ist super freundlich und man fühlt sich ab der ersten Sekunde wie zu Hause. Zum Mittagessen gab es Fisch, der direkt aus dem See neben dem Haus gefischt wurde, gerade mal etwa 2 Stunden vor unserer Ankunft. Und eines kann ich euch sagen: diese Frische schmeckt man wirklich!

Wir haben unsere Zip-Line Ausrüstung bekommen und los ging es über Stock und Stein durch den Wald. Hier habe ich leider keine Bilder machen können, da das Wetter bei uns nicht ganz so mitgespielt hat. Wir hatten trotz des Regens viel Spaß, konnten aber auf Grund der Nässe leider keine Kamera mitnehmen. Falls euch also interessiert, wie es vor Ort aussah, könnt ihr euch entweder die Bilder und Videos auf der Homepage www.kanatha-aki.com ansehen oder gleich selbst dort vorbeischauen. Es lohnt sich! 🙂

Das Zip-Line Abenteuer kostet 35 CAD (Preis-Leistung ist top!) und macht natürlich am meisten Spaß, wenn ihr als Gruppe unterwegs seid und ist sogar für Menschen mit Höhenangst machbar. Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen.

Das Activity Center hat jedoch noch viel mehr zu bieten: Reitausflüge, Bisons streicheln, geführte Wanderungen, usw. und im Winter z.B. Eisfischen und Schneehund-Fahrten. Dadurch, dass das es ein Familienunternehmen ist, habt ihr immer recht kleine Gruppen, was ich bei den verschiedenen Aktivitäten sehr wichtig finde.

Bei uns ging es weiter nach Mont Tremblant, einem Skigebiet im Winter mit einem Nationalpark, der im Sommer zum Wandern, Schwimmen und Relaxen einlädt. Kleiner Tipp vorab: wenn ihr Mücken meiden möchtet, streicht den Juni als Reisemonat. 🙂

Im Mont Tremblant Nationalpark gibt es ein Infocenter, den so genannten „Pavillon“, in dem ihr euch über die Landschaft und mögliche Wanderrouten informieren könnt. Da es hier richtig viele Seen gibt, lassen sich zwischen 2 und 5 Tage für den Nationalpark gut mit einplanen. Wer keine Zeit/Lust auf lange Wanderungen hat, kann in ca. 45 Minuten zum Look out über den Park stiefeln und sich im Anschluss am Strand des Lake Monroe entspannen.

Habt ihr inzwischen wieder Hunger bekommen? Dann ab in die Resto-Bar Le Shack. Von hier aus hat man einen tollen Ausblick ins Grüne und die Portionen können sich echt sehen lassen. Besonders empfehlen kann ich die Nachos als Vorspeise, perfekt zum Teilen in der Gruppe und dann ein richtig saftiges Steak als Hauptgang. Lasst bitte genügend Platz für den Nachtisch, der nicht zu unterschätzen ist. 🙂

Übernachtet haben wir im HI Hostel, das durch seine gute Lage zur Mont Tremblant City besticht und direkt an einem See gelegen ist. Das Hostel an sich ist nicht wirklich schön und sehr eng, aber da man dort nur übernachtet und nicht den kompletten Tag verbringt, ist das schon in Ordnung. Falls man auf mehr Komfort aus ist, gibt es natürlich Alternativen.

Am nächsten Morgen ging es bei uns früh los zum Helikopter Flug. Dadurch, dass man hier nur zu dritt mit dem Piloten fliegt, sitzt jeder direkt am Fenster und kann einen phänomenalen Ausblick genießen. Der Spaß ist mit 180 CAD zwar nicht ganz günstig, da natürlich allein die Miete und der Sprit für solche Helikopter super teuer sind, aber ich würde das wirklich jedem empfehlen! Hier tut sich noch einmal eine ganz andere Perspektive dieser tollen Landschaft auf. Einfach unbeschreiblich! Aber seht selbst:

Wichtig für Kanada ist noch zu wissen: es ist zwar nicht das günstigste Reiseland, also plant bitte genügend Geld für eure Reise ein, aber dafür werdet ihr viel weniger Touristen (Deutsche :)) begegnen, als z.B. in Australien oder Neuseeland. Den Juni solltet ihr wegen der Mücken und den Juli auf Grund der kanadischen Schulferien eher meiden. Zwischen November und April wird es richtig kalt, locker mal bis zu minus 30 Grad, d.h. besorgt euch hierfür bitte die richtige Kleidung, am besten in einem Outdoor Laden, damit Spaß nicht unter der Kälte leidet.

Ich kann Kanada und die Laurentians definitiv weiterempfehlen und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch 🙂

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1 Tag in… Montréal

Montréal ist eine multikulturelle Stadt und man kann noch heute die italienischen, französischen und irischen Einflüsse durch die Einwanderer erkennen. Absolut sehenswert ist die Notre-Dame Basilica of Montréal. Vorstellen könnt ihr euch eine kleinere, jedoch farbenprächtigere Version der Kirche Notre-Dame in Paris.

Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, und ihr euch bereits im Old Townbefindet, schließt euch doch einfach einer Food Tour von Fitz & Fowell an. Hier besucht ihr kleine Cafés & Bars und testet euch durch kanadische Leckereien. Was mir besonders gut gefallen hat: Die Guides sind mit so einer Leidenschaft dabei, dass sie euch super schnell das Lebensgefühl dieser Stadt vermitteln können.

Mein persönlicher Tipp: entscheidet euch für die „Flavours of the Main Tour“(Segment 1). Hier gibt es das meiste Essen 😉

Worauf Montréal extrem stolz ist, ist der Berg (für uns eher ein kleiner Hügel) Mont Royal. Von hier aus habt ihr definitiv den besten Blick über die Stadt. Auf dem Weg dorthin auf jeden Fall einen Stopp beim Oratorium „Saint Joseph’s“ einlegen.

Montréal ist eine recht breit gezogene Stadt. Wenn ihr alles zu Fuß erkunden möchtet, solltet ihr euch mindestens 4 Tage dafür Zeit nehmen. Ansonsten gibt es vor Ort ein gutes U-Bahn- und Bus-Netz, das zwar nicht ganz günstig ist, euch dafür aber schnell von A nach B bringt.

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