Fragen & Antworten: Around the World Ticket

Das Around the World Ticket ist die Basis einer Weltreise und das Thema ist so vielfältig, dass es beinahe eine Wissenschaft für sich ist. Es gibt endlos viele Möglichkeiten, Vor- und Nachteile und daher auch ein Haufen Fragen. Darum habe ich mich mit den wahren Experten zusammengesetzt und wir haben die häufigsten Fragen für euch zusammengetragen. Die Weltreise-Experten sind natürlich meine Kollegen aus den STA Travel Shops. Schließlich haben die langjährige Erfahrung mit dem Thema und arbeiten täglich individuelle Weltreise Routen aus.

Häufige Fragen zum Thema Around the World Ticket

Was ist eigentlich ein Around the World Ticket?

Mit einem Around the World Ticket lässt sich ein Land nach dem anderen von der Bucket List streichen – auf einer Weltreise. Für das Ticket werden verschiedene Einzelflüge kombiniert. Hierbei gibt es verschiedene Arten von Around the World Tickets. Zum einen bieten Luftfahrtallianzen (= Zusammenschluss verschiedener Fluggesellschaften) solche Tickets im Rahmen des jeweiligen Airline-Verbundes an. Reisedauer und Streckenvariante sind hier begrenzt.

Bei STA Travel habt ihr die Möglichkeit sowohl die RTW-Tickets der Allianzen, als auch individuell zusammengestellte Einzelstrecken in einem Around the World Ticket zu buchen. Dem Titel „Around the World“ zum Trotz seid ihr jedoch nicht gezwungen, die ganze Welt zu umrunden.

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Muss ich alles im Voraus entscheiden? Wie flexibel bin ich mit einem Around the World Ticket tatsächlich?

Entgegen allgemeinen Gerüchten um das Around the World Ticket: nein, ihr müsst eure komplette Route nicht im Voraus final entscheiden. Generell ist man da sehr flexibel. Wenn ihr zeitlich und finanziell ungebunden seid, könnt ihr fliegen und spontan entscheiden wie ihr wollt. Die ersten ein bis drei Flugstrecken sollten allerdings stehen. In jedem Fall solltet ihr euch darüber im Klaren sein, dass bei Umbuchungen und Streckenänderungen eventuell Gebühren und Zusatzkosten anfallen können. Zusatzkosten entstehen meistens, wenn die neue Strecke teurer ist oder der Flug durch die Umbuchung in eine andere Saison fällt.

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Kann ich nur mit bestimmten Fluggesellschaften fliegen?

Wenn ihr euch für ein Around the World Ticket einer Luftfahrtallianz entscheidet, dann seid ihr im Rahmen eurer Buchung an diejenigen Fluggesellschaften gebunden, die dieser Allianz angehören. Mit dem individuellen Ticket von STA Travel gibt es dagegen keine Einschränkung und ihr könnt euch die Airlines aussuchen.

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Gibt es eine maximale Anzahl von Stopps oder Meilen, die ich nicht überschreiten darf?

Es kommt darauf an, ob ihr euch für ein individuelles Around the World Ticket entscheidet, oder das einer Luftfahrtallianz. Bei den individuell gestalteten RTW-Tickets, die auf so genannten Sektor Flugtarifen bzw. One-way Flügen basieren, gibt es keine maximale Anzahl an Stopps. Die einzigen limitierenden Faktoren sind hierbei euer Reisebudget und die euch zur Verfügung stehende Zeit zum Reisen.

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Was sind Sektor Flugtarife?

Sektor Flugtarife sind One-way Flüge bzw. Einzelstrecken, die sich gut kombinieren lassen. Aber Achtung: in sehr vielen Ländern ist eine Einreise mit One-way Flug nicht ohne Weiteres gestattet, bzw. ist es häufig nicht möglich einfach von Land X nach Land Y mit einem solchen Flugtarif zu fliegen. Hier bringen unsere Reiseexperten ihr Wissen und die Erfahrung in die Ausarbeitung der individuellen Route mit ein.

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Ist es nicht günstiger oder flexibler, sich eine Weltreise mit One-way Flügen selbst zusammenzustellen?

Das kann jeder gerne für sich ausprobieren 😉 Lasst euch allerdings gesagt sein, dass es nicht so einfach ist wie es sich anhört. Bei vielen Punkten, die man bei der Erstellung einer Weltreise Route und Buchung der Flugtickets auf dem Schirm haben muss, spielt Erfahrung eine große Rolle. Unsere Experten haben wichtige Aspekte wie Einreisebedingungen und -bestimmungen, die genauen Tarifbedingungen der Flugtickets, Aufenthalts- und Visabestimmungen für die Zielländer und dergleichen mehr im Hinterkopf, wenn sie eine Weltreise Route ausarbeiten.

Wenn ihr euch für ein Around the World Ticket entscheidet, steht der größte Kostenblock der Reise bereits im Groben: die Langstreckenflüge. Mit dieser Info an der Hand lässt sich eine Weltreise besser planen, als wenn ihr alle Einzelstrecken selbst bucht. Nicht, dass ihr am Ende des Geldes auf den Fiji-Inseln sitzt und nicht mehr von dort wegkommt. Kurze Flugstrecken spontan zu buchen, ist dennoch kein Problem und Umbuchungen oder Streckenänderungen sind nach wie vor möglich.

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Wie sieht es mit der Gültigkeit des Around the World Tickets aus? Kann ich tatsächlich nur ein Jahr lang reisen?

Bei den Around the World Tickets der Luftfahrtallianzen ist die Gültigkeit auf 1 Jahr beschränkt. Wenn euer Reiseexperte mit euch aus Einzelstrecken eine Route bastelt, seid ihr flexibel. Dabei könnt ihr einzelne Strecken umbuchen, neu buchen oder stornieren. Allerdings variieren die Preise der Flugtarife und, je nach Einzelticket, müsst ihr bei einer Änderunge mit zusätzlichen Storno- oder Umbuchungsgebühren rechnen. Am besten bucht man zunächst 1-3 Strecken der Route vor, bleibt vor Ort so lange man möchte und bucht dann immer weitere Flüge über den Ansprechpartner im Shop hinzu, wenn man bereits unterwegs ist.

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Macht es einen Unterschied ob ich ostwärts oder westwärts fliege?

Preislich macht es keinen Unterschied, ob ihr eure Weltreise Richtung Osten oder lieber in Richtung Westen startet. Aber es ist definitiv ein wichtiger Punkt, wenn ihr einen Blick auf die Jahreszeiten und Wetterverhältnisse der verschiedenen Reiseziele werft, die ihr gerne in eurer Flugroute haben möchtet.

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Ist ein Richtungswechsel beim Around the World Ticket erlaubt?

Wenn das RTW-Ticket aus Einzelstrecken individuell zusammengestellt wird, ist nicht nur das so genannte Backtracking erlaubt. Bei einer solchen Planung seid ihr völlig frei, wie ihr die Welt entdeckt: hin und zurück oder kreuz und quer – alles ist erlaubt!

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Was ist die beliebteste Weltreise Route bzw. was sind die beliebtesten Stopps?

Die Ziele, die bei uns am häufigsten in die Route mit eingebaut werden, sind die folgenden:

Viele reisen an einem Punkt des Landes ein, wie zum Beispiel in den USA in Los Angeles. Die meisten reisen dann per Camper oder Mietwagen, per Bus oder auch mit einer geführten Rundreise herum, beispielsweise an die Ostküste nach New York. Von dort aus geht es zurück nach Hause oder es wird das nächste Flugziel auf der Route angesteuert.

Die beliebtesten Around the World Routen findet ihr übrigens hier.

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Gibt es einen preislichen Vorteil, wenn ich nur mit Handgepäck unterwegs bin?

Es kann einen preislichen Vorteil geben, dieser ist aber ziemlich überschaubar. In 99% der Fälle ist bei unseren Sektor Flugtarifen bereits Freigepäck enthalten. Der größte Vorteil nur mit Handgepäck unterwegs zu sein, liegt sicher darin die Zeit für die Gepäckaufgabe zu sparen und nach der Ankunft den Nervenkitzel am Gepäckband 😉

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Wann ist es am günstigsten ein Around the World Ticket zu buchen?

Wie so oft: außerhalb der Hochsaison. Aber nicht allzu früh, da man sonst nicht weit genug im Voraus buchen kann. Hier sind wir dadurch zeitlich eingeschränkt, dass sich Flüge generell maximal 11 Monate im Vorfeld buchen lassen. Allerdings auch nicht zu spät, denn günstige Flugverbindungen können dann bereits ausgebucht sein.

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Wie weit im Voraus kann ich ein Around the World Ticket buchen?

Jede Strecke des Around the World Tickets lässt sich ca. 11 Monate ab dem Tag der Buchung gerechnet, im Voraus buchen. Ihr möchtet oder könnt nicht so weit im Voraus planen? Es lassen sich auch fiktive Daten vorbuchen, damit man eine Ahnung hat, wie teuer die Flüge in etwa werden. Hier muss man Umbuchungsgebühren sowie mögliche Saisonzeitenänderungen und dadurch entstehende Zusatzgebühren berücksichtigen.

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Sind Jugend- & Studentenflüge flexibler als die Flugtickets für jedermann? Welche Vorteile habe ich davon?

In der Regel besitzen Jugend- und Studentenflüge bzw. BlueTickets eine Gültigkeit von 12 Monaten oder länger. Diese Tickets sind flexibel umbuchbar bzw. günstig stornierbar. Somit lassen sich Routen eines RTW-Tickets auch einfach verändern. Wenn ihr den so genannten MultiFLEX-Pass dazu bucht, ist dies sogar kostenlos möglich.

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Persönlicher Kontakt bzw. Ansprechpartner – was bedeutet das genau?

Ihr bucht euer RTW-Ticket in einem unserer STA Travel Shops? Dann steht euch in jeder Lage ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Ihr könnt auf umfangreiches Fachwissen rund um das Thema Reisen im Allgemeinen und Weltreise im Speziellen zurückgreifen. Das reicht von länderspezifischen Infos, über Einreise- & Ausreisebestimmungen, Impfvorschriften, Versicherungen bis hin zu Geheimtipps und persönlichen Erfahrungen für die Reise. Auch was die Kosten der Weltreise angeht, stehen euch unsere Reiseexperten zur Verfügung: wie viel braucht man insgesamt für eine solche Reise, wie kalkuliert man das Tagesbudget am besten.

Weiterhin haben die Kollegen in den Shops Zugriff auf spezielle Flugtarife der Airlines und können euch unterwegs mit günstigen Angeboten rund um Unterkünfte, Transport und mehr versorgen.

Damit spart ihr nicht nur Geld, sondern auch viel Zeit bei der Planung. Wenn ihr alles selbst recherchieren müsst, kostet das schon sehr viel Zeit. Gerade, wenn ihr noch nicht so häufig längere Zeit auf Reisen gewesen seid und ihr gerne die Sicherheit eines persönlichen Ansprechpartners zu Hause habt.

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Oder legt direkt mit der konkreten Planung los und sendet uns eure Around the World Anfrage. Euch fehlen noch Infos oder ihr habt weitere Fragen zum Around the World Ticket bzw. der Planung eurer Weltreise? Dann ab damit in die Kommentare! Wir beantworten sie gerne.

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USA – 5 Ideen für Outdoor-Aktivitäten in Nevada

Wenn es um Action geht, schicken wir euch jetzt mal so richtig in die Wüste! Sand und nichts als Sand? Der US-Bundesstaat Nevada hat noch weitaus mehr auf Lager als Glücksspiel in Las Vegas, Geisterstädte und Außerirdische.

Ein Road Trip in den USA ist für euch nicht komplett, wenn ihr euch nicht beim Wandern, Klettern oder Boarden ausgetobt habt? Hier kommen ein paar Tipps, bei denen ihr überschüssige Energie loswerdet oder euch den extra Adrenalinschub sichert.

Uuund Action in Nevada

  1. Wandern im Valley of Fire

    Wie, der Name des Tals alleine reicht nicht aus, um euch zu überzeugen? Dann schaut euch mal die unglaublichen Bilder an, die man von der unwirklichen Landschaft des „Tal des Feuers“ findet! Die Gegend ist ein Muss für Outdoor-Hungrige, nicht nur für Fans von Star Trek 😉 Der älteste Nationalpark Nevadas liegt etwa 80 km nordöstlich von Las Vegas und zieht einfach jeden durch seine geschwungenen Sandsteinformationen in den Bann, die bei Sonnenlicht regelrecht „Feuer fangen“.

    Macht eine Tour durch den „Valley of Fire State Park“ und übernachtet auf einem der beiden gut ausgestatteten Camping-Plätze. Entdeckt die besonderen Felsformationen des Altlatl Rocks und der White Domes und mehr – es lohnt sich!

  2. Klettern im Red Rock Canyon

    Im Red Rock Canyon werdet ihr so viele Kletterpfade durch wunderschöne Wüstenlandschaften, entlang faszinierender Felsgebilde und Creeks finden, dass es nicht leicht sein wird sich für einen zu entscheiden. Wenn ihr keine besondere Vorliebe habt, richtet euch doch nach den Namen der Touren. Da gibt es zum Beispiel „Cat in the Hat“, „Johnny Vegas“ oder „Dream of Wild Turkeys“… Macht die Auswahl nicht wirklich einfacher, oder?

    Übrigens: im Red Rock Canyon habt ihr auch die Möglichkeit den etwa 21 km langen Scenic Drive entlang zu radeln. Ob mit dem E-Mountain-Bike oder der normalen Ausführung, bleibt euch überlassen.

  3. Wassersport auf dem Lake Tahoe

    Amerikas schönster Bergsee, der Lake Tahoe, bietet nicht nur bezaubernde Anblicke & Aussichten für perfekte Insta Shots. Falls ihr nicht sowieso schon die absoluten Pro’s im Windsurfen oder Kayak fahren seid, ein Wakeboard eure Augen glitzern lässt oder ihr gerne ganz entspannt eine Runde mit dem SUP über den See paddelt: die Möglichkeiten am Lake Tahoe sind beinahe grenzenlos. Selbst tauchen könnt ihr in dem glasklaren Wasser.

  4.  Wildwasserfahrten in der Nähe von Reno

    Von wegen überall nur Sand! Mit dem Wasserspaß in Nevada geht’s munter weiter: Stromschnellen aller Schwierigkeitsgrade erwarten euch bei Wildwasserfahrten auf dem East Fork Carson River oder dem Truckee River. Mitten in Reno gibt es sogar einen ganzen Parcours für abenteuerlustige Kayakfahrer!

  5. Wintersport in den Ski Resorts

    Powder und Aprés-Ski gefällig? Die Wintersport Resorts in Nevada haben so einiges zu bieten. Das „Heavenly Mountain Resort“ im Eldorado National Forest ist sogar eines der größten Nordamerikas und bietet neben 50 km Pisten auch wahnsinnig schöne Ausblicke auf den Lake Tahoe und Nevadas Wüstenlandschaft. Die Aprés-Ski Party steigt, wie könnte es anders sein, im Lake Tahoe Hotel.

    Auch unweit der „Sin City“ lockt frostiges Vergnügen: das „Las Vegas Ski and Snowboard Resort“, unter den Einheimischen als „Lee Canyon“ bekannt, befindet sich im Humboldt-Toiyabe National Forest und ist damit nur einen Steinwurf (etwa 45 Minuten Fahrt) von Vegas entfernt.

Alle Bildrechte cc Travel Nevada via Flickr

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Indonesien – Fünf Highlights auf Java

highlighBei meiner ersten Reise allein fiel meine Wahl auf Indonesien. Hauptsächlich wollte ich Java und Bali bereisen, auch wenn ich unterwegs eigentlich offen für alles war, sofern Zeit und Budget es zuließen. Hin- und Rückflug gingen nach/von Jakarta, dort schnappte ich mir vom Flughafen aus ein Taxi (Blue Bird) zum Bahnhof, um einen Zug nach Bandung zu erwischen. Zugegeben, nach dem langen Flug von Frankfurt nach Jakarta hat es schon etwas Überwindung gekostet, direkt weiterzureisen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall und das nicht nur, weil ich gleich am Bahnhof in Jakarta meine ersten beiden Reisegefährtinnen kennengelernt habe 🙂 Das war der Start einer wirklich wunderbar intensiven, wenn auch viel zu kurzen Zeit auf Java.

Es ist wirklich schwer einzelne Orte und Gegebenheiten herauszupicken, die meine Highlights der Reise durch West- und Zentraljava wiedergeben. Da ich Java-Klassiker wie den Mount Bromo und auch Surakarta bzw. Solo auf dieser Reise ausgelassen habe, kommen dafür ein paar andere „Schönheiten“ Javas zum Zuge:

Meine Highlights in West- und Zentraljava

Besuch des Kawah Putih

„Die perfekte Kulisse für einen Fantasy-Film… oder Horror-Schocker“ das waren die kollektiv geäußerten Gedanken unserer kleinen Truppe, als wir am weißen Krater ankamen. Wenig Sonnenlicht, eine eher diesige Stimmung und das viele Totholz rund herum, gaben dem Kratersee einen wahrhaft mystischen Anblick.

Ich muss gestehen, dass ich tatsächlich etwas glücklich darüber war, dass die Sonne sich an diesem Vormittag nicht so richtig heraus traute. Atmosphäre & Licht waren wirklich einmalig.

Mein Fazit

Nach der Fahrt im Angkot auf den Parkplatz kurz vor dem See, ist die Aufmachung „indonesisch touristisch“. Lasst euch davon nicht beeindrucken, die Toiletten bestehen auch hier wieder nur aus den bewährten Löchern im Boden 😉 Auf dem Weg zum See preisen Händler an kleinen Ständen entweder Atemschutzmasken gegen den Schwefelgeruch oder Schwefelpulver und Co. gegen unreine Haut, Rheuma und sonstige Wehwehchen an.

Obwohl einige Touristen, vor allem einheimische, entlang des Kratersees unterwegs waren, kann man nicht wirklich von „überlaufen“ sprechen. Und Kawah Putih an sich strahlt eine unbeschreibliche Ruhe aus. Die Farben lassen sich kaum in Worte fassen, das solltet ihr einfach auf euch wirken lassen, wenn euch eure Reise nach Java führt. Wir haben oben am Krater etwa eine Stunde verbracht, das war auch völlig ausreichend, um den Ort auf sich wirken zu lassen und einige schöne Fotos zu machen.

Teeplantagen rund um Ciwidey

50 shades of… green! So oder so ähnlich hätte man den unglaublichen Anblick der Teeplantagen beschreiben können. Unser Fahrer hielt an, damit wir in die Teesträucher „eintauchen“ konnten. Dazu ein paar Sonnenstrahlen und die Magie war perfekt. Wahrhaft ein grandioser Anblick, den ich begeistert in mich aufsog…

Mein Fazit

Viele Teeplantagen rund um Ciwidey befinden sich direkt neben der Straße. Einfach anhalten bzw. den Fahrer anhalten lassen und kurz im vielschichtigen Grün innehalten – ein Muss!

Wanderung auf den Gunung Papandayan

Doch die Fahrt durch Jawa Barat war nur das „Vorgeplänkel“ zu einem wahren Highlight: der frühmorgendlichen Wanderung auf den Mount Papandayan. Die Nacht in einem sehr spartanischen, aber absolut herzlichen Homestay war ziemlich kurz, bevor es weit vor Sonnenaufgang mit Guide Dani auf den Berg ging. Unser Frühstück verspeisten wir im Anblick des Sonnenaufgangs am Vulkangipfel gegenüber des Papandayan. Der Ort darunter verschwand unter einer fluffigen Wolkendecke.

Wir wanderten weiter auf die Hochebene Alun Alun und Dani, der bereits seit vielen Jahren Führungen am Papandayan anbietet, erklärte uns hier und da einiges zu den Gegebenheiten und worauf zu achten ist.

Wir bahnten uns unseren Weg bis hin zum Kratersee, der uns in sattem Grün entgegen schillerte. Hier bekamen wir wieder Gelegenheit für eine kleine Ruhepause.

Auch der Rückweg durch die Hochebene war nicht minder spektakulär. Unter anderem wie hier mit dem Totholz.

Mein Fazit

Diese Vulkanbesteigung zähle ich zu meinen absoluten persönlichen Favoriten auf Java! Natürlich spielten die Gruppe und unser toller Führer dabei eine entscheidende Rolle. Aber dieses Gefühl im Krater eines aktiven Vulkans zu wandern, die Hitze zu spüren, das Fauchen und Rauschen zu hören, den Schwefeldampf in der Luft zu riechen und die Landschaft mit ihren unglaublichen Farben und Eindrücken zu erleben – unbeschreiblich!

Da die Warnstufe für den Gunung Papandayan aufgrund verstärkter Aktivität seit 2011 immer wieder einmal von gelb auf orange hochgestuft wird und der Vulkan viele Schwachstellen besitzt, solltet ihr euch vor einem Besuch auf jeden Fall informieren und immer einen versierten Führer dabei haben.

Essen in Yogyakarta

Meine Unterkunft in Yogyakarta befand sich in einer Wohnung, die zu einem kleinen Ladengeschäft und Coffee Shop „AS Coffee“ in der Jalan Prawirotaman gehörte. Das Ganze direkt gegenüber dem beliebten „ViaVia Café“. Von selbigem war ich was das Essen anging, eher mäßig begeistert. Generell musste ich in Indonesien die Erfahrung machen, dass lokale warungs wesentlich deftigere und für mein empfinden „leckerere“ Mahlzeiten zubereiten, als die schickeren Touri-Lokale. Das Eis in der Jl. Prawirotaman bei „Il Tempo del Gelato“ ist jedoch nicht zu verachten, wenn auch etwas teuer.

À propos Nachtisch: falls ihr ein Fan von schwereren Kuchen seid, solltet ihr unbedingt bakpia kosten. Die kleinen Kugeln sind eine Spezialität Yogyakartas und in unglaublich vielen Sorten erhältlich. Ich habe mich bei den Einheimischen durchgefragt und die angeblich besten bakpia in der Jl. Malioboro in einem kleinen Laden im Untergeschoss der Mall (Jl. Malioboro No. 52 – 58) gekauft. Natürlich nicht, ohne mich zuvor durch alle Geschmacksrichtungen probiert zu haben. Meine Favoriten: keju (Käse) und susu (Milch).

Eines muss für Yogyakarta essenstechnisch außerdem noch Erwähnung finden: lotek. Lotek ist die Abwandlung vom regulären gado-gado, dem indonesischen Gemüsesalat mit Erdnusssoße. Über diese Spezialität stolperte ich nach dem Besuch des Taman Sari, also des Wassertempels. Wir wollten uns eben auf den Weg in Richtung Jl. Malioboro machen, als wir an einem Laden vorbei kamen in dem drei Javanesen an einem Tisch saßen, Halma spielten und etwas aßen, das unglaublich lecker aussah.

Auf mein Nachfragen hin meinte der ältere Herr, dass dieses Gericht lotek hieß und sie es aus einem kleinen Warung um die Ecke hatten. Kaum 10 Minuten später saßen wir vor üppigen Portionen von lotek mit hausgemachter Erdnusssoße und knusprigen Krabbenchips – für umgerechnet nicht einmal 0,80 €!

Mein Fazit:

Das Essen auf Java war fantastisch! Wenn ihr gerne auf herzhafte und deftige Speisen steht, so wie ich, solltet ihr euch an die kleinen, nicht so schicken, aber sauberen Warungs halten. Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht und so leckere Gerichte wie ca kangung – lecker gewürzter Wasserspinat, oder nasi rames – Reisgericht mit Tempeh, Huhn und Sambal entdeckt.

Die Magie von Borobudur

Was darf natürlich nicht fehlen, wenn man nach Yogyakarta reist? Der Besuch einer der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasies, dem Borobudur Tempel! Auch für meine Reise war die UNESCO-Welterbestätte ein absolutes Muss. Nehmt euch Zeit mit und erfahrt eine tiefe innere Ruhe, während ihr auf den Jahrhunderte alten Stufen des Stupa den Ausblick genießt.

Mein Fazit

Den doch eher saftigen Ticketpreis für das Kombiticket Borobudur und Prambanan Tempel habe ich gerne gezahlt. Die unglaubliche Atmosphäre, die die Anlage ausstrahlt und der Anblick der vier Vulkankegel im Morgengrauen vom Stupa des Borobudur aus, sind einfach unbezahlbar.

Da ein Besuch bei Sonnenaufgang mein Reisebudget mit einem Aufpreis von noch einmal etwa 12 € belastet hätte, habe ich mich dagegen entschieden. Wir kamen gegen 6.00 Uhr in der Früh an, was absolut ausreichend gewesen ist. Die Besucherzahl war bei der Größe des imposanten Bauwerkes absolut überschaubar. Erst gegen 7/8 Uhr wurde es mit dem Besuch von Schulklassen entsprechend voller. Allerdings war der anschließende Besuch der Tempelanlage von Prambanan (größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens) doch eher anstrengend in der Mittagshitze und kam meiner Meinung nach dadurch etwas zu kurz.

Weitere Highlights auf Java

Sich auf nur wenige Highlights im Detail zu beschränken ist nicht einfach. Hier kommen aber noch ein paar „Outtakes“ aus Java, die weitere meiner Highlights in Bildern zusammenfassen:

Die vielen tollen Begegnungen mit Einheimischen, z.B. im Zug nach Yogyakarta…

… am Wassertempel Taman Sari in Yogyakarta – die Jungs wollten unbedingt fotografiert werden, …

… mit dem Obstverkäufer am Straßenrand der mir salak (Schlangenfrucht) zum Probieren gab (macht wirklich süchtig!),…

…oder mit den guten Seelen eines Fischrestaurants bei Pangandaran.

Der Besuch bei einem Puppenspieler, dessen Familie seit Generationen die traditionellen Puppen auch herstellt.

Ein Teil der hinduistischen Prambanan Tempelanlage…

… und ein Detail selbiger.

Street Art in Yogyakarta…

… bei der sich auch ein Künstler aus Frankfurt verewigt hatte. Damit ja kein Heimweh aufkommt! 🙂

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USA: Las Vegas und mehr

Was ist bunt, scheint beinahe unwirklich und schillert in allen erdenklichen Farben? Nein, kein Einhorn, sondern ein überdimensionales Vergnügungszentrum mitten in der Mojave Wüste namens Las Vegas! Genau wie beim Einhorn ranken sich viele Sagen um diese einzigartige Stadt. Ob sie wahr sind oder nicht, wird man vielleicht nie erfahren, denn what happens in Vegas, stays in Vegas.

5 Aktivitäten in Las Vegas und um Las Vegas herum

Damit ihr nicht nur in den Genuss des Mythos kommt, der Las Vegas umgibt und eure Reisekasse in den unzähligen Casinos auf den Kopf haut, kommen hier ein paar Tipps für euch, was man in und um die Glitzermetropole herum noch so alles unternehmen kann.

Las Vegas Springs Preserve – Wissenschaft und Natur

Nicht alles in Vegas glitzert und blinkt und betreibt einen Aufmerksamtkeitswettstreit um die Gunst der Besucher. So zum Beispiel die „Las Vegas Springs Reserve“ – eine kleine Oase in der Oase. Herz dieses Naturschutzparkes, der ungefähr 4 km westlich des eigentlichen Stadtzentrums entfernt liegt, bildet die Wasserquelle, die den Grundstein für die Besiedelung der Gegend legte.

Was euch erwartet: Quasi in der Wüstenmetropole gelegen, bietet euch dieser Naturschutzpark Unerwartetes, wie z.B. Naturlehrpfade und botanische Gärten und sogar Wanderwege! Außerdem könnt ihr hier das Nevada State Museum besuchen und mehr über die Kultur und Natur von Nevada zu erfahren.

Cirque du Soleil – Entertainment vom Feinsten

Wenn ihr meint, dass es in Las Vegas nur seichte Unterhaltung gibt, dann liegt ihr falsch. Der „Cirque du Soleil“ ist dafür wohl ein gutes Beispiel. Den unglaublichen Shows des „Cirque du Soleil“ eilt ihr Ruf wahrlich voraus! Leider bin ich bislang selbst noch nicht in den Genuss gekommen, eine Show zu bewundern. Und in der Wüstenmetropole nehmen diese wohl noch ganz andere Dimensionen an, als bei anderen Vorstellungen.

Was euch erwartet: Beinahe bewusstseinsverändernde Unterhaltung durch Akrobaten und Tänzer, unterstrichen durch atemberaubende Effekte, das Ganze untermalt durch Songs großartiger Musiker. In Vegas habt ihr die Qual der Wahl aus acht verschiedenen Shows in sieben erstklassigen Theatern. Im Programm sind unter anderem eine Michael Jackson Show und eine The Beatles Show.

Red Rock Canyon – Stein gewordenes Vergnügen

Der beeindruckende Red Rock Canyon befindet sich am Rande der Mojave Wüste im Nordosten. Falls euch der Weg zum Grand Canyon mit rund 500 km Entfernung von Las Vegas zu weit sein sollte, entschädigt euch diese Gebirgsschlucht ganz bestimmt. Und sie ist gerade mal eine übersichtliche halbe Stunde Autofahrt vom berühmten Strip in Vegas entfernt.

Was euch erwartet: Das Gestein im Canyon bietet definitiv mehr als nur Rottöne: so wie ihr berühmter großer Bruder, zeigen die verschiedenen Gesteinsschichten ihr schönstes Farbenspiel in der Zeit vor Sonnenauf- bzw. -untergang. Falls ihr einen Road Trip mit dem Mietwagen macht, ist die Fahrt auf dem Scenic Drive ein Muss. Vergesst nicht, ein Picknick dafür einzupacken.

Goodsprings – Entertainment von anno dazumal

Es war einmal ein kleiner Ort, etwa 60 km südwestlich von Las Vegas gelegen, und ob ihr es uns glaubt oder nicht: vor ungefähr 100 Jahren fuhren die Einwohner von Vegas nach Goodsprings zum Shopping und für das Entertainment! Damals gehörte Goodsprings noch zu den größten Städten Nevadas und Vegas war relativ weit von Pomp und Glitzer heutiger Tage entfernt.

Was euch erwartet: stellt euch vor, ihr betretet ein Filmset, das euch mitten in den Wilden Westen katapultiert, alter Saloon (der „Pioneer Saloon“) inklusive. Hier fehlt eigentlich nur noch, dass John Wayne um die Ecke geschlappt kommt. Saugt die Atmosphäre in euch auf, macht eine Ghosttown-Tour oder gönnt euch des Nachts statt künstlichem Glamour in Las Vegas, den absolut echten und ganz bestimmt atemberaubenden Sternenhimmel.

Hoover Dam – Groß, größer, am größten

Etwa 60 km von der Wüstenmetropole entfernt, raubt euch dieses gigantische Bauwerk garantiert den Atem. Und wenn es das nicht tut, dann sicherlich der Ausblick auf den Colorado River vom Kamm des Dammes aus. Wegen genau diesem wurde der 221 Meter hohe und ebenso breite Hoover Dam Anfang der 30er Jahre errichtet, nämlich, um den Colorado zu zähmen und damit vor Überflutungen zu schützen.

Was euch erwartet: Wie bereits erwähnt, sind der Ausblick auf und vom Hoover Dam aus keinesfalls zu verachten. Zur Besichtigung solltet ihr etwa anderthalb Stunden einplanen, falls ihr nicht mit einer geführten Tour unterwegs seid. Das Visitor Center des Staudammes bietet einen Einblick in Entstehung und Funktion. Fahrt im Anschluss am besten weiter an den Lake Mead und gönnt euch am etwas steinigen, aber sehr lohnenswerten Boulder Beach eine kleine Erfrischung – Badesachen nicht vergessen!

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Kanada – Vancouvers Stadtviertel

Wenn ihr im Westen Kanadas unterwegs seid, was dürft ihr da nicht verpassen? Na? Eine der lebenswertesten Städte überhaupt: Vancouver! Ganz gleich in welcher Ecke der Stadt ihr euch herumtreibt, ihr werdet auf Schritt und Tritt dem entspannten Flair begegnen. Der Einfluss von verschiedenen Kulturen und Lebensarten hat Vancouvers Stadtviertel multikulturell geprägt.

Vancouvers Stadtviertel – Unsere Highlights

Wir haben ein paar Ecken für euch herausgepickt, die definitiv einen Besuch wert sind und die jede Menge zu bieten haben. In diesen Vierteln findet ihr bestimmt das gewisse E(ss)twas, viele Möglichkeiten zum Shopping und zur Freizeitgestaltung in jeder Hinsicht. A propos Freizeit: egal ob ihr im Sommer oder Winter den Westen Kanadas besucht, um die super Lage von Vancouver zwischen Strand und Bergen so richtig auszukosten, solltet ihr auf jeden Fall ein paar Tage in der Stadt einplanen.

Yaletown – Flanieren und Feiern

Unweit von Downtown Vancouver, zwischen dem False Creek und der Robson Street gelegen, findet sich eines der angesagtesten Viertel der Stadt: in Yaletown tummeln sich nicht nur die Schönen und Reichen, die hier wohnen. Der ehemalige Warenlager-Distrikt ist voller Straßencafés, trendiger Restaurants mit Patios die zum Verweilen einladen und schnuckeliger Boutique-Hotels. Mit etwas Glück lauft ihr hier auch den Stars und Sternchen aus der Filmbranche über den Weg. Doch allein die renovierten Backsteinbauten sind einen Besuch wert. An der Marina kann man bei schönem Wetter wunderbar Spazieren gehen oder Rad fahren und der David Lam Park lädt zu einem spontanen Picknick am Wasser ein. Die Zutaten dafür gibt es in den vielen Delikatessen-Läden, die jedes Foodie-Herz höher schlagen lassen.

Gut gestärkt, geht ihr zum Beispiel in die Hello Goodbye Bar auf einen gepflegten Drink und lasst anschließend in einem der angesagten Clubs wie dem The Roxy die Puppen tanzen!

Gastown – Geschichte und Craft Beer

Wenn ihr von Yaletown aus in Richtung Berge lauft, gelangt ihr ins historische Gastown. Ein Muss, um das ihr in Vancouvers ältestem Stadtviertel Vancouvers nicht herum kommen werdet, ist die steam clock, die alte Dampfuhr. Jeweils zur vollen Stunde lässt sie ein dampfgetriebenes Pfeifen ertönen, das garantiert kein Touri in Vancouver verpasst. Die denkmalgeschützten Gebäude Gastowns quillen mittlerweile vor Designer Boutiquen, Hipster Cafés und Craft Beer Brauereien nur so über. Es lohnt sich auf jeden Fall in diesem Viertel eine architektonische Führung mitzumachen und bei dem Spaziergang über das alte Kopfsteinpflaster mehr über die Geschichte der Stadt zu erfahren.

Unterwegs macht ihr einen Stopp bei Revolver und versorgt euch mit einem leckeren, frisch aufgebrühten Kaffee. Und für die Liebhaber guten Essens unter euch, lohnt sich Gastown allemal: stylische Weinbars mit einer perfekten Auswahl an lokalen Käse- und Wurstspezialitäten bis hin zur asiatischen Molekularküche.

Kitsilano – Strand und Shopping

Ihr befindet euch noch auf der Halbinsel des Stadtzentrums? Dann erreicht ihr „Kits“ mit seinen bunten Holzhäusern am besten über die Burrard Bridge. Der ehemalige Hippie-Treffpunkt der 60er Jahre ist durch seine Nähe zu Stadtzentrum, Strand und Uni, nach wie vor ein sehr beliebter Stadtteil. In diesem Viertel findet ihr auch Vancouvers alteingesessenes vegetarisches Restaurant The Naam das sogar 24 Stunden geöffnet hat. Der „Kitsilano Beach“ ist wohl Vancouvers Version von Venice Beach und lockt damit zum Sehen und Gesehen werden. Hier wird beim Schaulaufen mit den gestählten Körpern der Jogger, Beachvolleyballer, den Kinderwagen schiebenden Familien und mit den mit Yogamatten bewehrten Fitness Fans gewetteifert.

Falls ihr euch am Strand nicht ins Wasser trauen solltet: der Kitsilano Pool ist mit Salzwasser und einfach enorm groß, der Pool befindet sich auch direkt vor Ort. Dem Shopping-Vergnügen könnt ihr auf der „Fourth“ und der Street fröhnen, aber auch der Rest von Kitsilano bietet hier und da kleine Boutiquen, in denen man fündig wird.

North Shore – Wandern und Adrenalinkicks

Wenn ihr von der Halbinsel Downtowns über das Wasser zum Coast Mountain blickt, entdeckt ihr einen grünen Vorort Vancouvers: North Shore, das Nordufer. Hier liegt jede Menge Abenteuer in der Luft, denn North Shore ist wartet mit einem Haufen spannender Outdoor-Aktivitäten auf. Durch Regenwald wandern und auf Totempfahl-Sammlungen treffen, sich den Adrenalinkick beim Cliffwalk entlang der Steilküste geben und hinterher beim Zip Lining durch die Baumwipfel, ein Spaziergang auf der schaukelnden Capilano Hängebrücke, paddeln auf dem Meer im Sommer oder jede Menge Spaß im Schnee im Winter: in North Shore sind die Möglichkeiten scheinbar endlos.

Und um nach so viel Bewegung nicht mit leerem Magen ins Bett zu fallen, schaut ihr abends noch beim Markt am Lonesdale Quay von North Shore vorbei. Dort bekommt man bis 19 Uhr abends leckere Spezialitäten aus aller Welt und frische lokale Produkte.

Spanish Banks – Entspannen und Wassersport

Im Gedenken an die spanischen Entdecker in 1792 nannten die Briten diesen Strand „Spanish Banks“, er liegt westlich von Jericho Beach auf der Südseite der English Bay. Da hier von den Stadtstränden Vancouvers normaler Weise am wenigsten los ist, bietet sich euch die perfekte Gelegenheit für eine kleine Auszeit vom Bummeln, Schlemmen und Entdecken. Einfach die vielen Eindrücke sacken lassen und den schönen Ausblick genießen..

An den Spanish Banks tummeln sich übrigens auch gerne Skim Boarder und je nach Windverhältnissen wird die Gegend zur Spielwiese für fortgeschrittene Kiteboarder und Windsurfer. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf 🙂

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London – Tipps & Wissenswertes

In die britische Hauptstadt hat es jeder schon mal geschafft. Frühestens bei der obligatorischen Klassenfahrt. Oder hat es zumindest fest vor. Mit den Kumpels durch die Pubs ziehen, mit den Mädels Brick Lane, Kensington High Street oder die Camden Locks beim Shoppen unsicher machen? Na kommt, gebt euch einen Ruck: in good old London gibt es immer (wieder) etwas zu entdecken. Das Wetter mag manchmal grau sein – die Tage (und Nächte) hingegen niemals. Hier kommt etwas Rüstzeug für euren ersten, nächsten oder übernächsten Besuch.

Typisch London: Von U-Bahn-Etikette bis Cockney Rhyming Slang

Gut zu wissen

Rechts stehen

Nichts entfacht den kollektiven Ärger der Londoner so sehr wie das unbekümmerte Ignorieren der U-Bahn-Etikette durch verwirrte Nicht-Insulaner. Auf den Rolltreppen der Tube gilt: Rechts wird gestanden, die linke Seite beibt denjenigen vorbehalten, die diese Rolltreppe im Stechschritt hinaufsteigen können, ohne dabei zu kollabieren.

Oyster Card

Wehe, ihr pfriemelt mit einem Papierticket hilflos an den Drehkreuzen der Tube herum! Das Nicht-Benutzen einer Oyster Card rangiert für Londonder bei den Ärgernissen in der Tube, direkt  nach dem Blockieren der linken Rolltreppen-Seite. Also: besorgt euch direkt bei Ankunft die praktische Oyster Card, diese lässt sich übrigens bei Ende des Besuchs auch wieder zurückgeben. Das spart nicht nur (euch) Zeit und Nerven und nebenbei auch noch Geld.

Queuing

Gesundheit! Nein, das ist in der Tat ein Wort und bezeichnet das standardmäßige „Schlange stehen“ (queue = Schlange) der Briten. Und den Londoner Verordnungen zufolge wird es wohl immer noch mit Geldbußen bestraft, wenn man sich am Fahrkartenschalter für die U-Bahn vordrängelt.

Herunterspielen

Die Briten sind Meister im Herunterspielen von Situationen. So zum Beispiel die Reaktion: Ooh, we are in a bit of a pickle, aren’t we? auf eine Situation folgenden Ausmaßes: Ich wurde gerade von einem Pfeil ins Auge getroffen und mein Pferd ist weggelaufen. Und ja, die Briten sind allgemein ein „ziemlich dickhäutiges Volk“ (O-Ton einer britischen Kollegin).

Sport

Früher hat der gemeine Londoner nach der Arbeit vor dem Stammpub gestanden, ein wohlverdientes Pint in der Hand, einen eher mitleidigem Blick auf vorbeihechelnde Jogger geworfen. Heutiges Szenario: morgens und abends sollte man sich in der Rush Hour vor Radfahrern in Acht nehmen. Weiterhin kann man sich allabendlich, kurz nach Geschäftsschluss, vor verschwitzten Londonern kaum retten, die stolz ihre  Funktionskleidung ausführen – bei der Joggingrunde oder auf dem Sprung ins Gym. Weiterhin tauscht man sich gern darüber aus, wie viele Schritte man an diesem Tag schon geschafft hat und wann der nächste City (Halb-)Marathon mitgelaufen wird.

Cockney Rhyming Slang

“Would you Adam and Eve it! A pony for a bit of Bob Hope on my Barnet Fair!” (Übersetzt: Der Friseur kann manchmal echt teuer sein) Das ist Cockney Rhyming Slang, der Regiolekt, der euch hier und da in Londons East End über den Weg laufen könnte. Falls ihr derlei scheinbar wirre Satzkonstrukte vernehmt: einfach nicken und lächeln. Denn das Konzept ist für einen nicht native speaker ziemlich undurchschaubar. Hier ein paar „Übersetzungen“ von Cockney ins Deutsche:

Adam & Eve = (believe) glauben
Barnet Fair = (hair) Haare
Bob Hope = (soap) Seife
Apples and Pears = (stairs) Treppen
Ruby Murray = Curry
Dustbin Lids = (kids) Kinder
Britney Spears = (beers) Bier
Rosie Lee = (tea) Tee
Barney Rubble = (trouble) Ärger
Baked Bean = Queen
Dog and Bone = (phone) Telefon
Lady Godiva = (fi ver) £ 5-Schein
Score = £20

In London…

Tipps, was man in London zu sehen hat, machen kann oder auf jeden Fall nicht verpassen sollte, gibt es zuhauf. Da möchten wir uns nicht auch noch anschließen, denn sonst müssten wir diesen Beitrag sicher wöchentlich anpassen. Fakt ist: in dieser Stadt bewegt sich wirklich ständig etwas.

Gratis lachen

Lachen kostet nichts, rein gar nichts. Und im „Angel Comedy Club“ in Camden (2 Camden Passage, London N1 8DY) gibt es jeden Abend kostenlos Stand-up-Comedy. Da strapazieren Newcomer bis hin zum etablierten Comedian eure Lachmuskeln – for free!

Gratis Musik

Das legendäre Plattenlabel „Rough Trade“ veranstaltet in seinen zwei Londoner Läden regelmäßig Gigs. In diesen heiligen Hallen haben zum Beispiel vor nicht allzu langer Zeit Vampire Weekend gerockt. FÜR LAU! Im „The Blues Kitchen“ mit Läden in Camden, Brixton und Shoreditch erwartet einen regelmäßig coole Live-Musik. Außerdem sind Servicegebühren hier ein Fremdwort, wenn man vorab einen Tisch reserviert. Das „Cahoots“, untergebracht in der ehemaligen Londoner U-Bahn-Station Kingly Court, erweckt die 1940er-Jahre zum Leben: hier erwarten euch immer wieder Live-Jazz, -Swing und -Lindy Hop. Da gibt’s nur eines: Tanzbein reg dich! Dresscode: look sharp 🙂

Gratis Kino und Theater

Im „The Scoop“ (London Bridge City, SE1 2DB), einem Amphitheater für 1.000 Personen am Ufer der Themse, erwarten euch kostenlose Theatervorstellungen und Konzerte. Bei Regenwetter kann es passieren, dass 15 Minuten vor Beginn, die Vorstellung leider abgesagt werden muss. Aber wenn das Ensemble irgendwie spielen kann, dann spielt es auch.

„The Audience Club“: die glücklichen Mitglieder dieses halb geheimen Clubs bekommen kostenlose oder preiswerte Theater-, Konzert-, oder Musicalkarten für das West End. Die Mitgliedschaft kostet lediglich eine gemeinnützige Spende.

Gratis Kultur

Die gute Nachricht: Die meisten der Londoner Museen und Galerien haben freien Eintritt! Die schlechte Nachricht: Kulturmuffel haben somit kaum noch eine Ausrede. An der Auswahl soll es ebenfalls nicht mangeln. Hier kommen die beliebtesten Museen der Hauptstadt:

…und um London herum

Schaut mal über Londons breiten Tellerrand hinaus: ihr werdet noch mehr als genug Entdeckenswertes finden! Bath, Stonehenge, Cotswolds, Stratford, Windsor Castle und mehr – nur einen Steinwurf, okay, vielmehr einen Tagesausflug entfernt. Wenn ihr eine kleine Auszeit von Londons Vibe und der überfüllten Tube sucht, werdet ihr unweit der Hauptstadt garantiert fündig.

Cotswolds

Wirklich, wie im Film: reetgedeckte Cottages, murmelnde Bäche, saftige Wiesen und fette Jersey-Rinder hinter rustikalen Gattern… ihr denkt jetzt bestimmt, das klingt nach jedem  Stereotyp britischen Landlebens? Sehr gut! Herzlich willkommen in den Cotswolds! Denn die solltet ihr auf keinen Fall verpassen, zumindest nicht, wenn ihr der leicht romantischen Vorstellung von malerischen Dörfer in Großbritannien und den Drehorten von Bridget Jones und Harry Potter etwas abgewinnen könnt.

Anreise von London: 1 Autostunde.

Bath

Halbmondförmig angeordnete, honigfarbene Häuser aus der georgianischen Zeit (Royal Crescent), wunderschön erhaltene römische Bäder, Teesalons und Höflichkeit à la Jane Austen… ein Besuch in Bath fühlt sich an wie eine Lehrstunde in 2.000 Jahren Geschichte. Für Fans von Jane Austen: jede Menge Mr-Darcy-Momente könnt ihr an den Seen und Brücken des riesigen Prior Park erleben. Definitiv auch für Nicht-Fans und für ein entspanntes Wellness-Wochenende geeignet.

Anreise von London: 1 Std. 30 Min. mit dem Zug.

Stonehenge

Darwin hat hier Würmer studiert. Merlin, der Zauberer, hat gaaanz offensichtlich die riesigen Monolithen hierher befördert. Und Außerirdische sind höchst vielleicht auch hier gelandet. Großbritanniens wohl berühmteste Stätte, gleich nach Big Ben, fasziniert die Besucher seit über 5.000 Jahren. Dieses jungsteinzeitliche Monument gehört zu den wichtigsten auf der ganzen Welt und ist sogar älter als die ägyptischen Pyramiden. Muss man mit eigenen Augen gesehen und die Magie dieses besonderen Ortes gefühlt haben.

Anreise von London: 2 Autostunden.

Windsor Castle

Windsor Castle, das oberhalb der malerischen Gassen von Windsor thront, ist seit über 900 Jahren das Zuhause der britischen Königsfamilie und somit das älteste und größte bewohnte Schloss der Welt. Also, gönnt euch einen typisch englischen Nachmittag: erst mit dem Boot über die Themse und dann Picknick im english green der königlich angehauchten Wiesen. Kein Wenn und kein Aber! Los geht’s!

Anreise von London: 50 Min. mit dem Zug.

Warner Bros. Studios, Leavesden

Alle Möchtegernzauberer und -hexen aufgepasst (also irgendwie jede*r)! Taucht ein in die magische Welt von Harry Potter auf der weltberühmten Warner Bros. Studio Tour in Leavesden! Lauft die Winkelgasse entlang, besucht Dumbledores Büro, betretet Gleis 9¾ und stoßt mit Butterbier an. Kurzum:  lasst euch verzaubern 🙂 Hex! Hex! Ach nee, das war was anderes..

Anreise von London: 1 Autostunde oder etwa 50 Min. mit dem Zug

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Bali – Surfen für Anfänger

When on Bali, do as the balinese do… Oder so ähnlich. Gegen Ende meiner Reise durch Indonesien wollte ich auf jeden Fall ein paar Tage Surfen. Warum? Nun ja, als Wellenherz hatte ich schon einmal beim Windsurfen etwas Blut geleckt und wenn ich schon einmal auf Bali sein würde, wollte ich DEN Sport auf Bali schlechthin, also Surfen, auch ausprobieren.

Surfkurs auf Bali in klein und handlich

Wohl wissend, dass ich z.B. nach zwei Tagen mit dem Snowboard auf der Piste vor Muskelkater schon kaum mehr laufen kann, wollte ich mir nicht unbedingt eine ganze Woche Surfkurs bzw. ein Surfcamp auf Bali geben. Vor allem wusste ich ja nicht einmal, ob das ganze Yeeew und so, überhaupt meiner Wellenlänge entsprechen würde. Und bei drei Wochen Reisezeit in Indonesien eine komplette Woche aufs Surfen zu verwenden, womöglich noch von morgens bis abends – nicht mit mir. Da las ich etwas, das ziemlich genau meiner Vorstellung entsprach: Surf & Stay. Untergebracht im shared twin room in Canggu in einem coolen Surfer Hotel, war die Suche nach einer Unterkunft hinfällig und jeden Morgen eine Surflektion inkl. Transfer zum Strand und zurück, sowie dem nötigen Equipment. Surfen für Anfänger mit viiiel Freiraum – wie für mich gemacht!

Surf & Stay in Canggu

Zum Sportprogramm während meiner Indonesienreise in den 2,5 Wochen zuvor, zählte: lecker Essen, ein Vulkantrekking, hier und da etwas gehen, Massagen, schnorcheln, schwimmen und extreme Rollerfahring. Kurz: bei meiner Ankunft in Canggu war ich fit wie ein Turnschuh! Na, das konnte interessant werden…

Da ich von der Küste von Amed im Osten angereist war, wollte ich erst einmal entspannt ankommen. Der letzte Tag des „Surf & Stay“, war auch der Tag meines Rückfluges nach Java und dann weiter nach Deutschland. Also hatte ich insgesamt zwei Verlängerungsnächte zu meiner 3 Tage/2 Nächte Option dazu gebucht.

Den Vorabend verbrachte ich mit den bisherigen alten und neuen Teilnehmern des aktuellen „Surf & Stay“ sowie drei der super entspannten Coordinators von Mojosurf: nach einem gemütlichen Essen, wanderte ich gemeinsam mit einer frisch kennengelernten Mit-Surferin noch ins „Old Man’s“ auf ein Bierchen. Das „Old Man’s“ ist eine DER Institutionen in Canggu und hier gilt tatsächlich „sehen und gesehen werden“ als oberstes Gebot. Andererseits ist es meistens wohl so voll, dass man kaum auffällt 😉

Tag 1 – Aller Anfang ist…

Die Coordinators hatten uns vorbereitet: um 8.30 Uhr sollte es losgehen, um die ersten Wellen in Angriff zu nehmen. Ich gönnte mir ein leckeres Frühstück auf der Dachterrasse des Surfer-Hotels. Eh ich mich versah, saß ich, mit Flip Flops, Bikini und Boardshorts bewehrt, bereits mit weiteren Surfern, den balinesischen Instructors und Budha, dem Fahrer, im Bus mit Kurs Richtung Kuta Beach. Die Musik wurde aufgedreht, irgendwann sangen alle mit und wir kämpften uns gut gelaunt durch das Verkehrschaos.

Am Kuta Beach angekommen, verfrachteten wir erst einmal die Boards an den Strand.

Super wichtig: man bekommt zwar ein Longsleeve, das den Oberkörper etwas vor der Sonne schützt, aber eincremen mit LSF 50+ ist ein Muss um nicht der spätmorgendlichen Sonne zum Opfer zu fallen. Man verbringt während der Surflektion etwa 2 Stunden ununterbrochen im und auf dem Wasser. Mein „Board Short Tan“ zeichnet sich jetzt, nach gut fünf Monaten, immer noch minimal ab!

Ein paar Trockenübungen, Tipps fürs Runterfallen bzw. Abspringen vom Board und ab geht’s mit dem Softboard unter dem Arm ins Meer. Mehrere Instructors kümmern sich im Wasser um die Surflinge. An meinem ersten Tag hatte ich Glück, dass nur meine Surf-Bekannte vom Abend zuvor und ich uns Unil als Instructor teilten. Selbst stark tättowiert, hatte ich durch mein Anker-Tattoo gleich mal einen Stein bei ihm im Brett (in Indonesien gibt es ein „Anker“-Bier…). Und dann kam sie: meine erste Welle, Unil brüllte „Up“ uuund: gestanden!!

So sollte es die nächsten 2 Stunden weitergehen. Immerhin mit einer sagenhaften Erfolgsquote von 85%! Und das als Älteste in der Truppe 😉 War wohl ein Naturtalent an mir verloren gegangen, wenn nur nicht dieser blöde Linksdrall drin gewesen wäre.. Nun ja, aller Anfang.

Nach so langer Zeit im Salzwasser machte sich in mir ein ungekannter Durst breit: sooo viel Wasser und nichts zu Trinken! Am Strand gönnte ich mir im Schatten erst einmal eine frische Kokosnuss dagegen. Mann, war die gut!

Aus dem Wasser raus, stellte ich auch erstmal fest, dass meine Schienbeine ein paar Macken als Souvenir mitnehmen durfte. Nun ja, wo gehobelt wird…

Tag 2 – Mehr Wellen reiten

Nach ein paar gechillten Drinks am Vorabend in den hiesigen Bars, ging es morgens in alter Frische wieder los. Die Surf Instructors entschieden jeden Morgen vor Abfahrt gemäß der Windverhältnisse, an welchem der Strände mit, unserem Können entsprechenden, Wellen gerechnet werden konnte. Und obwohl sich in unmittelbarer Nähe des Hotels die Surf Breaks Batu Bolong, Echo Beach und Old Man’s befanden, fuhren wir wieder nach Kuta. Dort waren Platz und die entsprechenden Verhältnisse gegeben.

Ordentlich eincremen, kurze Trockenübung, noch einmal wiederholen, wie man im Falle des Falles vom Brett kommt und sich schützt, und weiter ging es. An Tag zwei machte sich bei mir schon ein leichter Muskelkater bemerkbar. Ist auch eine ganz andere Anstrengung als Roller fahren, schwimmen oder sich den Bauch mit super leckerem Nasi Campur vollzuschlagen 😉

Budha, unser Fahrer, der selbst nicht surft, mimte wieder den Fotografen. Da muss man dann auch noch fein Lächeln und mit der Inbrunst der Überzeugung „Yeeew!“ rufen, während man sich gerade auf die Welle konzentriert, herrjeh 😉 Es machte dennoch unheimlichen Spaß!

Mittags waren wir wieder am Hotel und machten erstmal ein Review der Fotos des Vormittags, Coordinator Benny gab „Haltungsnoten“ bei jedem einzelnen Surfer und viele praktische Tipps.

Nach der ersehnten Dusche schlemmte ich mich wieder durch eines der Warungs („Makan Dido“) in der Nähe. Einfach lecker! Übrigens findet ihr weiter unten ein paar Tipps zum Essen und Ausgehen in Canggu.

Abends machte ich mit meiner Surf-Bekannten noch einen Ausflug mit dem Roller: erst in der Rush Hour nach Seminyak (doofe Idee) und auf dem Rückweg zum Sonnenuntergang nach Tanah Lot (sehr gute Idee). Es war zwar unglaublich voll dort, aber wir schafften es gerade noch rechtzeitig für einen Sonnenuntergangs-Shot an einen der kleineren Tempel. Wirklich atemberaubend schön! Und wie auf Kommando schwärmten hunderte Fledermäuse zur Jagd aus in die untergehende Sonne…

Was will man mehr?

Abends machten wir unser eigenes Ding, trafen uns aber später nochmal mit der jetzt viel größeren Truppe aus Surfanfängern und Fortgeschrittenen, um gebührend in den Sonntag hinein zu feiern…

Tag 3 – Von Langschläfern und Waschmaschinen

Der ein oder andere schnubbelte am Folgetag etwas länger im Bett herum, so auch mein Mitbewohner für diese Nacht, ein Neurochirurg aus Sydney. Leider waren er und seine Kollegen so spät dran, dass wir auch zu spät loskamen und bereits High Tide war, als wir den Strand erreichten. Ich hatte an diesem Tag einen anderen Instructor, der so von meinem Können überzeugt war, dass ich mit ihm und ein paar anderen weiter hinauspaddeln sollte. Leider machte mein Knie an diesem Tag etwas Mucken und statt vieler Wellen, erwischte(n) (m)ich eher viele Waschmaschinen. Das heißt: ich wurde ordentlich durchgeschleudert und war außerdem ständig dabei, unter den Wellen wegzutauchen. Super anstrengend!

Auch die Instructors hatten bald ein Einsehen und wir legten eine Pause ein, bis sich die Brandung wieder etwas gelegt hatte. Nach der Session an diesem Morgen, war ich ziemlich fertig und mein rechtes Knie machte mir etwas Sorge. Da es mein letzter Tag war, hatte ich jedoch kein großes Problem damit. Auch wenn es natürlich schöner gewesen wäre, mit einer guten Surfstunde zu enden.

Nach unserer Rückkehr machte ich auf eigene Faust noch einen kleinen Roller-Ausflug. Ich war bei der Post, trank leckeren Kaffee, buchte mir eine letzte Massage für den nächsten Morgen und ließ es mir gut gehen.

Eine kurze Stippvisite im „Mojosurf Dojo“, um ein T-Shirt, mein Souvenir abzuholen, und dann chillen an Pool und Strand. Den Abend ließ ich gemeinsam mit ein paar Leuten gemütlich ausklingen. Mein Backpack wollte leider auch noch gepackt werden…

Mein Fazit und Tipps für Canggu

Wenn man sich um nichts kümmern möchte, und auch nicht den halben Tag mit Surf-Lektionen im bzw. auf dem Wasser verbringen möchte, ist so ein Surf & Stay wirklich super! Von den Coordinators über die Instructors bis hin zu den Leuten, die die Gruppe ausmachten, waren alle sehr nett und hilfsbereit. Das Surfen für Anfänger hat für mich auf Bali einen guten Start gehabt. Mit Sicherheit werde ich es nochmal probieren: auf Bali oder an einer anderen schönen Ecke!

Canggu selbst ist ein netter kleiner Ort, mit vielen Möglichkeiten unterzukommen, aber auch lecker zu Essen und abends noch vor die Tür zu gehen. Ich persönlich habe immer versucht, mich verstärkt an lokale Warungs etc. zu halten, da mir dort das Essen einfach besser schmeckt, als in der westlichen Variante. Die Gerichte sind hier im Regelfall auch günstiger. Hier kommt eine kleine Auswahl der Lokale, die ich in den paar Tagen in Canggu besucht hatte.

Essen:

Ausgehen:

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Reisen in Thailand – Fragen & Antworten

Thailand ist ein beliebtes Reiseziel für viele Weltentdecker. Doch auch wenn man meint, man scheint dieses Land zu kennen, kommen einem viele Fragen in den Sinn, die am besten ein Einheimischer beantworten kann. Wie schon zuvor unter anderem für Länder wie Kambodscha, Costa Rica und Peru, hatten wir vor kurzem Gelegenheit einen unserer Tour Guides mit verschiedenen Fragen zu löchern.

Insider-Infos zu Thailand

Thailand ist Bens Heimat und wenn sich jemand dort auskennt, dann mit Sicherheit sie 🙂

Ist Thailand in der Tat so touristisch, wie man so oft hört?

Das kommt ganz darauf an, woran man gewöhnt ist und was man von vom Reisen in Thailand erwartet. Wenn ihr so bekannte Inseln wie Koh Samui oder Phuket ansteuert, werdet ihr das Ganze als relativ touristisch erleben. Begebt ihr euch allerdings auf die kleineren Inseln, wie Koh Kradan, Koh Lepae, Koh Lanta etc., findet ihr hier auch wunderschöne, ruhige Sandstrände, könnt sehr gut entspannen und euch am Strand eine Massage gönnen, während ihr den Wellen lauscht. Es kommt ganz darauf an, mit welcher Erwartung und mit welchen Erfahrungen man nach Thailand reist.

Welche Art von Budget sollte man für Reisen in Thailand berücksichtigen? Was kostet z.B. ein Hauptgericht, ein Bier, eine Nacht im Hostel/Hotel, Zugtickets und so weiter?

Unterkunft: man findet Hostels, die ungefährt 5 US $ pro Nacht kosten, aber ich empfehle euch, auf jeden Fall ein Zimmer mit AC, also Klimaanlage zu wählen – das ist den höheren Preis wirklich wert!

Zugtickets: Die Zugtickets der dritten Klasse sind wirklich günstig. So zahlt man für die Strecke Bangkok-Chiang Mai etwa 6 US $, aber dann solltet ihr auch ein großer Fan von Abenteuern sein: hier erwarten euch Holzbänke auf denen ihr etwa 12 Stunden verbringt. Ich empfehle euch Tickets in der zweiten Klasse mit AC (air condition) zu buchen. Diese sollten nicht mehr als 25 US $ kosten. Alternativ könnt ihr den Nachtbus für etwa 17 US $ nehmen.

Essen: Das kommt ganz darauf an, in welcher Stadt man sich befindet und wo man dort isst. Ein schickes Restaurant ist natürlich teurer, bei einem normalen Restaurant zahlt ihr etwa 3-4 US $ pro Gericht und wenn ihr kein Problem mit Street Food habt, kommt ihr für ein einfaches Gericht, z.B. Nudeln oder gebratener Reis, mit ca. 1,5 US $ aus (ohne Getränke).

Ben, kannst du uns etwas zur Sicherheit auf Reisen in Thailand sagen? Gibt es große Unterschiede zwischen Norden und Süden bzw. gibt es etwas, das Reisende berücksichtigen sollten?

Ich würde behaupten, wenn man sich als Reisender auf seinen gesunden Menschenverstand verlässt und sich nicht an seltsam erscheinende, gefährliche Orte begibt, ist man in Thailand ziemlich sicher unterwegs. So läuft man zum Beispiel nicht zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht auf den Straßen herum oder sollte Wertsachen im Safe im Hotel oder ähnliches, einschließen und nur nötiges Bargeld mit sich führen.

Wenn man nach dem Wetter entscheiden möchte, ob man den Norden oder doch lieber den Süden bereist, wann ist die beste Reisezeit?

Nordthailand kann man eigentlich das ganze Jahr über bereisen. Wenn ihr im Süden Thailands gerne eine sonnige Zeit verbringen möchtet, würde ich die Zeit zwischen November und Mai als Reisezeit empfehlen.

Wie schlecht kann das Wetter in Thailand während der Regenzeit werden? Kann es passieren, dass man auf Grund von schlechten Wetterverhältnissen irgendwo festsitzt?

Regenzeit in Thailand bedeutet nicht, dass es den ganzen Tag nur regnet. Meistens gibt es immer mal wieder Regenschauer über 20 Minuten, aber dann hört es auch wieder auf. Ich selbst reise gerne in der Regenzeit, denn man bekommt einen anderen Eindruck von Thailand: es ist nicht zu heiß, es sind weniger Touristen unterwegs und man kann die schöne grüne Landschaft überall bewundern.

Ab und an kann es zu Überflutungen kommen, besonders, wenn ein Taifun im Anmarsch ist, aber das ist schwer vorherzusehen. Im schlimmsten Fall kann man sich über eine Low-Cost Airline einen günstigen internen Flug buchen. Manchmal sind diese Flüge sogar günstiger als Züge oder Busse.

Wenn man einen nationalen Flug innerhalb Thailands buchen möchte, welche Airlines würdest du empfehlen?

Immer empfehlenswert sind Thai Airways und Bangkok Airways mit einem super Service. Viele Leute bevorzugen Low-Cost Airlines wie Air Asia, Thaismile oder Nok Air. Allerdings hat Nok Air meistens Verspätung 😉

Wenn man zwischen Juni und August nach Thailand reisen möchte, welche Region/en kannst du empfehlen, die nicht so stark von der Regenzeit betroffen sind?

Ich würde in Bangkok anfangen und dann Richtung Nordthailand reisen. Am besten mit Stopps in Kanchanaburi, Ayutthaya, Sukhothai, Lampang etc. Dort kann man wunderbar die thailändische Kultur erleben und falls es regnet, wird es generell einfach nur ein wenig kühler.

Gibt es Orte die du in Thailand besonders empfehlen kannst, wenn man umwerfende Bilder, z.B. für Instagram, machen möchte?

Im Norden reist ihr dafür am besten in die Berge und besucht die Dörfer der hill tribes. Hier könnt ihr deren Kultur erleben und bei einem leckeren Kaffee atemberaubende Ausblicke genießen – Ich liebe es! Was Thailands Süden betrifft: den Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang auf einem Boot auf dem Meer zu erleben ist wirklich einmalig.

Welche Art von sanitären Einrichtungen kann man bei einer Reise nach Thailand erwarten? Ist es wahr, dass die meisten Familien in ländlicheren Gegenden Plumpsklos an Stelle von normalen Toiletten haben?

Das kommt darauf an, was man unter „normalen“ Toiletten versteht 😉 Die Toilette bei meiner Großmutter befindet sich zum Beispiel nicht in ihrem Haus, sondern separat und bei den Häusern der anderen Familien, die in ihrem Dorf leben, ist es genauso und das ist dort  normal 🙂 Aber in den Städten sind „normale“ Toiletten wie bei euch hier eher der Standard.

Gibt es außergewöhnliche oder spezielle Souvenirs, die man z.B. aus Bangkok, Chiang Mai oder Phuket mitbringen kann?

Seide, Holzschnitzereien oder Lackkunst aus Chiang Mai sind ganz schöne Mitbringsel und Batik oder Trockenfrüchte aus Phuket.  Aus Bangkok vielleicht ein „Beer Chang“ T-Shirt 😉 Ich habe immerhin auch eins!

Ist Schutz vor Malaria deiner Meinung nach ein Muss während der thailändischen Regenzeit? Welche Art von Malaria-Schutz würdest du für einen Kurztrip nach Thailand im Sommer empfehlen?

Ich kann nicht behaupten, dass man bei Reisen in Thailand gar keinen Malaria-Schutz braucht. Aber die Thailänder selbst machen sich in der Regenzeit weniger Sorgen um Malaria, als um Dengue-Fieber, wegen der vermehrt aufkommenden Moskitos in dieser Zeit. Gegen die Moskitos besorgt ihr euch am besten vor Ort einen Insektenschutz, dieser wirkt besser.

Gibt es in und um Bangkok etwas, das man als Reisender auf jede Fall gesehen bzw. erlebt haben sollte?

Selbst die Einwohner Bangkoks stehen auf Street Food Touren! Wenn ihr euch Zeit nehmt und gemütlich durch eine Ecke der Stadt schlendert, z.B. Chinatown, stolpert ihr unterwegs automatisch über die verschiedensten Arten von Street Food. In Bangkok findet man an Orten, von denen man es nicht erwarten würde, auch Street Art mit Blick auf den Fluß und dergleichen mehr. Schön ist es auch, eine Fahrradtour durch Bangkok zu unternehmen.

Wenn ihr ein paar Tage in Bangkok verbringt, solltet ihr die Insel Koh Kret, in der Provinz Nonthaburi nicht weit von Bangkok entfernt, besuchen. Das ist eine kleine, von Menschenhand erschaffene Insel im Chao Praya Fluss, die man nur mit dem Fahrrad oder Roller/Motorrad erkunden kann. Die Insel ist für ihre Töpferkunst bekannt, aber man findet hier auch ein paar schöne Tempel und viele leckere thailändische Essensspezialitäten.

Muss man sich in Thailand vor gefährlichen oder giftigen Tieren oder Insekten in Acht nehmen?

Es gibt viele Schlangen in Thailand, z.B. Kobras. Aber diese halten sich bevorzugt in den Wäldern auf und man muss wirklich Glück haben, ein lebendes Exemplar in freie Wildbahn zu sehen. Viel wichtiger ist, dass ihr euch vor den Moskitos schützt! Kauft das Insektenspray am besten in Thailand: es ist wirkungsvoller und riecht besser 😉

Thailändisches Essen ist bei uns sehr beliebt. Kannst du uns Spezialitäten außer Pad Thai nennen, die man in Thailand probieren sollte?

Generell bestellen die Einheimischen in Thailand in einem Restaurant gemeinsam und teilen die Gerichte hinterher. Das macht jede Menge Spaß und ihr könnt auf diese Art vieles probieren.

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Die drei besten Roadtrips in England & Wales

Großbritannien – unendliche Weiten, Schafherden, Steinmäuerchen, pulsierende Städte, schroffe Küsten und mittendrin: ihr und euer Mietwagen! Ein Roadtrip über britische Straßen hat schon was. Man hält an, wo ein nettes Café einladend aussieht, nippt an einer frisch aufgebrühten cuppa tea, lässt sich warme Scones mit clotted cream und hausgemachter Marmelade schmecken oder chillt auf unwirklich tiefgrünen Weiden, an wilden Stränden und fällt abends ins kuschelige Bettchen eines traditionellen B&Bs. Klingt nach einem Plan, nicht wahr?

Damit ihr gut gerüstet seid, geben wir euch ein paar Tipps für einen gelungenen Roadtrip in Großbritannien mit. Und ja, das Rezept für perfekte Gurkensandwiches haben wir uns verkniffen 😉

Road Tipps für Roadtrips in Großbritannien

Mph nicht km/h

Auch wenn die Briten seit 1965 das metrische System haben: so richtig durchsetzen konnte sich das bislang nicht. Man muss dem traditionsbewussten Völkchen wohl noch etwas Zeit zum Eingewöhnen geben.

Links fahren, links bleiben

Hey, es sind alle anderen, die auf der falschen Seite fahren! Was bei uns das Rechtsfahrgebot, ist bei den Briten übrigens das Linksfahrgebot. Also auch auf der Insel gilt: Mittelspurblockierer sind nicht everybody’s darling

Tiger im Tank?

Oder sogar statt Benzin, Diesel oder umgekehrt? Damit ihr euch nicht den Roadtrip versaut, achtet auf die Farben an der Zapfsäule: Schwarz = Diesel, Grün = Benzin.

Idyllische Landstraßen

Ihr trefft auf einer sehr schmalen Landstraße auf ein anderes Auto in Gegenrichtung? Dabei gilt: das Fahrzeug, das einer Ausweichstelle am nächsten ist, setzt zurück und lässt das andere Auto vorbei.

Höflichkeit ist eine Zier

Man lässt euch vor? Dann bedankt euch bitte artig, als Brite reagiert man sonst schnell leicht gereizt.

Da jede Region und Ecke Großbritanniens ihren eigenen Reiz hat, fällt es wirklich schwer, sich für eine Route zu entscheiden. Wir stellen euch exemplarisch drei wunderbare Roadtrips in England und Wales vor, von denen wir einfach mal behaupten, dass es die besten sind 🙂 Schottland haben wir außen vor gelassen. Dass die Highlands fantastisch sind, muss man hoffentlich niemandem mehr erklären.

Die drei besten Roadtrips in England & Wales

1.) Auf in den hohen Norden

Dauer: etwa 9 Tage
Route: Liverpool – Manchester – Leeds – York – Whitby – Newcastle-upon-Tyne – Keswick – Lake District N.P. – Liverpool

Neun Tage durch die aufblühenden Industrie-Städte in Englands Norden, über gepflasterte Straßen in kleinen Badeorten und die mit Burgen und Schlössern versehene Küstenlinie. Und mit dabei: eine Entdeckungstour durch Englands größten Nationalpark – den Lake District.

Die Highlights:

 

2.) Richtung Süd/Südwest

Dauer: etwa 12 Tage
Route: London – Brighton – Portsmouth – Bournemouth – Jurassic Coast – Exeter – Newquay – Bristol – Cheltenham – London

London kann jeder – auf ins unkonventionelle Brighton und 12 Tage lang entlang der Steilküste und Strände der Südwestküste. Hier und da wird ein kleiner Umweg zu Englands schönsten Ecken, sehenswerten Kulturerbestätten und ländlichen Ortschaften gemacht.

Die Highlights:

 

3.) Einmal durch England & Wales

Dauer: etwa 14 Tage
Route: London – Oxford – Stratford-upon-Avon – York – Lakes District N.P. – Liverpool – Snowdonia N.P. – Brecon Beacons N.P. – Cardiff – Bath – Bournemouth – London

Willkommen im Wilden Westen! Ein fantastischer Roadtrip durch historische Städte, mittelalterliche Orte und dramatische Seen-Landschaften, bevor es in die Wildnis von Wales geht. Den Abschluss bildet ein kleiner Abstecher an die Südküste.

Die Highlights:

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1 Tag in… Manchester

„Manchester? Wo liegt das denn eigentlich? Kenne das nur vom Fußball und so.“ So was bekommt man unter Umständen zu hören, wenn man sich in den Nordwesten Großbritanniens, genauer gesagt Englands aufmacht, um sich etwas anderes anzusehen als London. Manchester ist offen, vielseitig und teilweise auch ein wenig verrückt. Jede Ecke der Stadt strahlt eine andere Atmosphäre aus und es gibt einen Haufen zu entdecken.

Riesiger Pluspunkt: in Manchester geht eine Entdeckungstour sogar zu Fuß. Also, lasst euren Mietwagen getrost stehen und plant während eures Roadtrips durch den Norden Englands, einen Stopp in der music city definitiv mit ein.

Manchester – Music City?

Manchester nimmt es locker mit New Orleans und Notting Hill auf – musikalisch betrachtet. Die Stadt lebt den Rhythmus und wartet mit den meisten Live-Musikshows pro Einwohner auf, wenn man sich den Vergleich mit anderen englischen Städten ansieht. Und tatsächlich füllen hier nicht nur die großen Stars die Arena, coole venues wie z.B. Soup Kitchen bieten aufstrebenden, neuen Künstlern eine wirklich gute Plattform. Wer in das Nachtleben der Stadt eintaucht merkt deutlich, weshalb Joy Division, The Stone Roses und die legendären The Smiths mit Manchester in einem Atemzug genannt werden…

Northern Quarter – Kunst, Kultur und Spaß pur

Das Northern Quarter ist das eigentliche Herz der Stadt – wie an einer Perlenkette reihen sich hier unzählige Bars, Cafés, Restaurants, Vintage-Läden, Plattenläden, Kunstgalerien und Boutiquen aneinander. Als Besucher hat man die Qual der Wahl und sollte sich etwas Zeit nehmen, das wunderbare Flair in sich aufzusaugen. Auch eine Stippvisite im „Affleck’s Palace“ – einer bunten Mischung an stalls lokaler Designer mit verrückter Mode und Vintage-Fundstücken auf mehreren Etagen – lohnt sich. Auch im „Manchester Craft and Design Centre“ locken handgemachte Mitbringsel.

Im kreativsten Viertel Manchesters ist natürlich auch jede Menge Street Art nicht weit. Schließt euch am besten einer organisierten Tour von Skyliner an, um das Beste nicht zu verpassen. Schön zusammengefasst finden sich Kunst und Kultur auch auf den vier „Urban Culture Trails“, die sich durch die ganze Stadt schlängeln. Für die Trails könnt ihr euch vorab einen Audio Guide herunterladen und während ihr die Trails lauft, einfach abspielen.

City Centre Cruises – Perspektivwechsel gefällig?

Wurden zu Zeiten der industriellen Revolution die Wasserwege Greater Manchesters dazu genutzt, Kohle ins Stadtzentrum zu transportieren, lassen sich heute City Centre Cruises auf den Kanälen machen. Dabei bekommt man einen richtig guten Eindruck vom industriellen Charme der Stadt aus einer völlig neuen Perspektive. Die Cruises starten an den Docks im Castlefield-Becken.

Old Trafford – Der home turf von Manchester United

Nicht nur für Fußballfans, sondern auch für Interessierte lohnt sich ein Abstecher ins „Old Trafford“ Fußballstadion. Das Stadium liegt etwa 5 km südwestlich von der Stadt entfernt, ist home turf von Manchester United, beherbergt das National Football Museum und ist sicherlich eine feste Größe in der Welt des Fußballsports.

Selbst mich, als eher mäßig eingefleischten Fußballfan, hat die geführte Tour durch das Museum und die heiligen Hallen des Old Trafford ziemlich beeindruckt. Wir durften sogar in den legendären „Tunnel“ und konnten einen Blick in die Umkleidekabine der Man U Jungs erhaschen.

Wusstet ihr übrigens, dass Großbritannien mit etwa 40.000 registrierten Fußballvereinen, die meisten der Welt hat?

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10 Gründe nicht nach Kanada zu reisen

Ihr spielt mit dem Gedanken nach Kanada zu reisen? Halt! Stopp! Dieses Land solltet ihr umgehend von eurer Bucket List streichen, denn wenn ihr auf viel Natur, unheimlich leckeres Essen oder coole Bars steht und darüber hinaus eine Abneigung gegen Fototapeten hegt, ist Kanada absolut und überhaupt kein gutes Reiseziel für euch.

Haltet euch fest, denn Kanada ist wirklich nicht so großartig, wie ihr euch das vielleicht vorstellt:

1. In Kanada ist es ständig ganz furchtbar kalt

Wenn ihr schnell friert, könnt ihr Kanada gleich komplett vergessen. Hier ist es dauernd kalt, also wirklich andauernd. Und wer hat euch erzählt, dass man zum Beispiel im Parlee Provincial Park oder in Lions Bay baden gehen kann? So etwas wie Jahreszeiten kennt man in Kanada nicht. Baden? Im Sommer? Welcher Sommer?

2. Road Trips in Kanada? Ernsthaft?

Wer will schon mehr als 600 Seen in Alberta anschauen? Ganze 18 UNESCO Welterbestätten? Das soll wirklich ein Witz sein. Wie sehr einem schon die Augen weh tun von all der Naturschönheit auf Strecken durch den Banff National Park oder den Jasper National Park: unverantwortlich bei einem Road Trip. Ganz zu Schweigen vom viel zu bunten Indian Summer und den unzähligen wilden Tieren wie Bären, Adlern und Elchen überall.

3. Und erst diese fürchterliche Einöde

In Kanada leben nur ungefähr 39 Millionen Menschen auf einer Fläche von 10 Millionen km². Da muss man wirklich Glück haben, wenn man außerhalb der Städte auf irgendwelche Personen trifft. Oder man versetzt sich gleich in die Steinzeit und mietet eine cabin mitten im Nirgendwo und muss sich unberührte Natur und ekelhaft schöne Sonnenaufgänge antun.

4. Kanadas Städte haben nichts zu bieten

Québec City, Vancouver, Toronto – immer dasselbe Einerlei. Langweilige Straßen, schrecklich freundliche Menschen, alles sieht gleich aus und erst das öde Nachtleben wie in Montréals „Foufounes Electriques“, der besten Bar und Location für alternative Musik. Einkaufen ist in diesen Städten auch eine absolute Zumutung, wer will denn zum Beispiel in den größten Einkaufs- und Erlebniskomplex der Welt, die West Edmonton Mall?

5. Ski fahren geht in Kanada überhaupt nicht

Und erst Snowboarden! Denkt bloß nicht, dass es sich lohnt deswegen nach Kanada zu reisen. Die Pisten sind viel zu gut und an ein wenig Pulverschnee braucht ihr nicht einmal zu denken. Vor allem die top Ski-Resorts von Banff/Lake Louise, Jasper, Castle Mountain und Nakiska, taugen für keinerlei Art von Wintersport-Aktivitäten…

6. Von Festivals haben die Kanadier keine Ahnung

Die Kanadier sitzen nur zu Hause herum, mit etwas Glück bekommt man sie in einem Pub zu Gesicht, wenn sie endlich mal ihr Sofa verlassen. Auf die Idee Festivals, wie das „Osheaga Music and Arts Festival“ in Montréal zu besuchen, kommt wirklich niemand. Feiern? Und dann noch drei Tage am Stück? Das ist den partyscheuen Kanadiern viel zu viel…

7. Vom kanadischen Essen wird dringend abgeraten

Schon mal etwas von kanadischer Esskultur gehört? Sicherlich nicht. Wenn man nur an so gruselige Dinge wie fangfrischen Fisch oder gar poutine (Pommes mit Käse und Bratensoße) denkt, ist einem der Hunger direkt vergangen. Das fängt gleich morgens beim Frühstück an: diese furchtbar fluffigen pancakes und überall, wirklich überall dieser klebrige Ahornsirup.

8. Landschaftlich überhaupt nicht reizvoll

Wer hat euch denn den Bären aufgebunden, in Kanada gäbe es was zu sehen? Könnt ihr gleich wieder vergessen. Postkartenidylle will doch wirklich niemand auf Reisen haben. Vor allen Dingen nicht so richtig schlimme Szenerien wie der Blick auf den Lake Louise, Vancouver Island, die Niagara-Fälle. Da könnt ihr auch gleich eine Fototapete ablichten, macht kaum einen Unterschied.

9. Die Lebensqualität ist richtig schlecht

Allein diese viele frische Luft – das ist ja kaum auszuhalten. Da bekommt man als Städter einen regelrechten Sauerstoff-Schock. Selbst in den kanadischen Städten ist man nicht davor sicher, weil die alle auch so naturnah sind. Und diese herzliche Gastfreundschaft der Kanadier, die einem immer aufgedrängt wird.

10. Es gibt in Kanada überhaupt nichts zu tun

Die unglaublich vielen Freizeitmöglichkeiten die sich in ganz Kanada bieten, sind eine absolute Zumutung. Da weiß man nicht mal, welches das geringere Übel sein soll: Kanu fahren, angeln, raften, Schneeschuh wandern, Hundeschlitten fahren, Wale beobachten, Trekking oder, oder, oder… Wer soll sich denn da für etwas entscheiden?

Zum Glück haben wir euch gerade noch zurückhalten können, nicht wahr? Wäre ja auch noch schöner, wenn alle Welt jetzt nach Kanada reisen würde…

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Zum ersten Mal allein unterwegs

Ein Wandel der privaten Lebensumstände hatte mich dazu verleitet einen Flug zu buchen. Einen Flug nur für mich, ganz allein. Indonesien sollte es werden. Das hatte als Reiseziel schon lange einen festen Platz auf meiner Bucket List inne und hat sich, in Anbetracht meiner eher übersichtlichen Reisekasse, quasi aufgedrängt… Nach Indonesien würden doch sicher aber Leute mitkommen wollen – denkt ihr. Wollten sie auch. Mehrere meiner Freunde hatten Interesse geäußert, aber ich wollte nicht. Ich wollte die Möglichkeit haben, mich treiben zu lassen. Machen, wozu ich an diesem oder jenem Tag Lust und Muße hatte und eben einfach nicht noch Tempel Nummer 137 besichtigten. Zum ersten Mal seit langem hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt, wenn ich allein unterwegs sein würde.

Zum ersten Mal allein auf Reisen – Ein Selbstversuch

Okay, streng genommen bin ich nicht wirklich zum ersten Mal allein gereist. Doch meine Trips innerhalb Europas zähle ich nicht mit dazu. Ich meine eine Reise in die Ferne und Weite dieses Erdenrunds – auf eigene Faust. Nur mein Backpack und ich.

Seit Mai hatte ich den Flug nach Jakarta bereits gebucht gehabt. Seit Mai lagen meine Reiseführer rund um Indonesien als konstante Erinnerung kreuz und quer in meiner Wohnung herum. So wirklich richtig realisieren konnte und wollte ich das alles aber nicht. Ich habe den Sommer genossen und kaum einen Gedanken an die Reise verschwendet. Nachdem ich, etwa vier Wochen vor dem Abflug im September, meinen Flug dann doch noch einmal ein wenig umgebucht hatte, war endlich der innere Vorhang gefallen: ich fliege! Egal wie. Mein Plan, der eigentlich nie einer gewesen war, sah trotzdem nicht sonderlich konkreter aus: kaum Erwartungen an die Reise haben (an Erlebnisse, Reiseverlauf, Wetter etc.), relativ unspezifische Ansprüche, viel Authentisches erleben, hier und da ein Highlight mitnehmen, aber generell flexibel bleiben. Das fühlte sich gut an.

Am 27.09.16 ging es in der Früh in Richtung Jakarta los.
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Am 23.10.16 setzte ich meine Füße wieder auf heimischen Frankfurter Boden.

Und ich war ein anderer Mensch. Nicht im wörtlichen Sinne, und doch war in diesen drei Wochen einiges mit mir und in mir geschehen, worauf ich insgeheim gehofft, was ich teilweise jedoch nicht oder nicht in dem Maße erwartet hatte:

1.) Ich bin allein losgezogen, aber kaum allein gewesen

Eigentlich war ich darauf eingestellt, von Tag eins an mein Ding zu machen und mich nicht darauf zu verlassen, sympathische Reisende kennenzulernen. Doch gleich zu Beginn meiner Reise hat mich der Zufall spannende Menschen treffen lassen. Doch selbst beim gemeinsamen Weiterreisen habe ich mich bei jeder Entscheidung die Reise betreffend gefragt: möchtest du das auch wirklich? Und wenn mein Bauchgefühl seine Zustimmung gegeben hat, war ich mit an Bord, falls nicht, habe ich mich einfach weiter treiben lassen. Zu keiner Zeit habe ich mich zu etwas gezwungen oder zwingen müssen. In keinem Moment hatte ich das Gefühl, nicht selbstbestimmt unterwegs zu sein. Und selbst wenn ich wirklich einmal allein unterwegs war: einsam war ich definitiv nicht. Auch diese Phasen konnte ich absolut genießen.

Einsam? Nein, nur allein unterwegs (Bali)

2.) Meine Komfortzone hat unheimliche Ausmaße angenommen

Was sich gut und richtig anfühlte wurde gemacht: sich mit einem Roller ins asiatische Linksverkehrs-Chaos gewagt, von einer 6 Meter hohen Klippe in einen Fluss gesprungen, das wohl beste Streetfood Indonesiens entdeckt, gemeinsam mit einer javanesischen Band in einer Beach Bar „One“ von U2 zum Besten gegeben und so vieles, vieles mehr. Vielen Ängsten habe ich einfach den Rücken gekehrt, und doch bin ich auf keinen Fall naiv unterwegs gewesen. Vielleicht war es eine Art Rückbesinnung auf meine Intuition und damit die Entwicklung einer Art Grundvertrauen. Ich weiß es nicht genau, aber meiner Komfortzone hat dieses ausgiebige Stretching enorm gut getan.

Roller fahren kann einen entspannen – wirklich! (Amed Coast, Bali)

3.) Der pure Zufall hat mich mit wunderbaren Menschen zusammengebracht

Mit Reisenden und Einheimischen gleicher Maßen. So viele dieser Begegnungen haben mich fasziniert und ich habe ganz tolle Gespräche geführt die mich mal mehr, mal weniger tief haben blicken lassen. Die random encounters mit einer kaum Englisch sprechenden Indonesierin im Flugzeug von Doha nach Jakarta; die Studentin im Zug auf dem Weg nach Yogyakarta, die ihren kranken Vater besuchte; meine Reisefreunde, die ich am Ticketautomaten am Bahnhof oder am Abend auf den Straßen von Bandung kennenlernte; der Besitzer der Homestays, die sich so rührend gekümmert haben; die Mutter mit ihrem kleinen Sohn, die mir an der Küste von Amed am Straßenrand im Dunkeln eine Kokosnuss verkaufte; die Mädels in dem kleinen Warung in Ubud, bei dem ich mir spätabends neben einem deftigen Nasi Campur to go auch noch ein paar balinesische Vokabeln mitnahm und so viele mehr.

Schön, solche Momente mit tollen Menschen teilen zu können (Bali)

4.) Ich habe sehr viel über mich erfahren

Nicht nur Situationen die ich spontan auf der Straße erlebt habe, oder bei denen ich eine Entscheidung treffen musste, haben mich viel über mich selbst gelehrt. Auch die Interaktionen mit den verschiedenen Menschen und Charakteren die meinen Weg gekreuzt haben, halfen mir dabei. Selbst die Gelassenheit, mit der ich allein unterwegs gewesen bin, war mir anfangs fast ein wenig unheimlich da ich mich so nicht kannte. Und das ist nur eines der vielen Dinge, die mich näher zu mir selbst gebracht haben. Auch wenn diese Reise keine Weltreise war und ich auch nicht Monate lang unterwegs gewesen bin, sie war eine wunderbare Auszeit genau im richtigen Moment.

Die innere Mitte finden? Vielleicht… (Pura Tirta Empul, Bali)

5.) Ich habe viel über das Land und seine Bewohner erfahren

Gut, viele Highlights und so genannte „Must-Do’s“ habe ich nicht mitgenommen. Doch das hat mich weder während der Reise, noch im Nachhinein gestört. Es war auch kein bewusstes „Dagegen-entscheiden“, es passte an diesem oder jenem Zeitpunkt einfach nicht oder hätte mich unnötig viel Reisezeit gekostet. Das „Sich-treiben-lassen“ half mir bestimmt auch dabei mich mehr darauf einzulassen, wie die Menschen auf Java und Bali ticken, wie sie ihr Leben gestalten oder gestalten müssen. Habe hier und da nachgefragt, tolle Gespräche geführt, mal in fließendem Englisch, mal bruchstückchenhaft mit Händen, Füßen und einem Mix aus Englisch und Indonesisch. Und habe dabei viel über den Alltag und die Kultur erfahren, auch zwischen den Zeilen.

Nein, die Mädels sprachen kein Englisch und ja, sie haben mir die Haare geschnitten 🙂 (Canggu, Bali)

6.) Ich würde es immer wieder tun

Gar keine Frage: allein unterwegs zu sein hat mir so unheimlich viel gegeben, dass ich Blut geleckt habe. Ich möchte mehr davon, viel, viel mehr! Klar, ich kann nicht davon ausgehen, dass jede Reise genau so werden wird wie diese. Aber in ihren Grundfesten ganz bestimmt, davon bin ich überzeugt. 🙂

Einfach jeden Moment genießen (Gunung Papandayan, Java)

Na? Habt ihr auch Lust bekommen, die Welt auf eigene Faust unsicher zu machen? Bei uns findet ihr noch mehr Inspiration und konkrete Tipps für das erste Mal Alleinreisen und auch für eine Weltreise, die ihr für euch selbst plant. Und wer weiß, vielleicht begegnet man sich auf einem dieser Solo-Abenteuer sogar …

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Reisen in Indien – Fragen & Antworten

Vor einer Weile ist Tourguide Dushyant aus Jodhpur in Indien bei uns zu Besuch gewesen. Da Indien ein überaus spannendes Reiseziel ist, zu dem es viele Fragen gibt, haben wir sein Insider-Wissen angezapft.

Dushyant, verrate uns doch drei Hauptgründe, weshalb man nach Indien reisen sollte?

  1. Das Essen
  2. Die Kultur
  3. Die Vielfalt

Wenn man zum ersten Mal eine Reise nach Indien plant, wie kann man sich am besten auf die Reise an sich vorbereiten und darauf, das Land und die Menschen kennenzulernen?

Erwarte das Unerwartete – Indien steckt voller Überraschungen! Das Wichtigste, was Reisende beachten sollten, ist, mit offenem Geist und mit einem offenen Herzen in dieses Land zu reisen.

Welche kulturellen bzw. religiösen Besonderheiten sollten Reisende in Indien besonders beachten?

Es ist wichtig bei der Kleidung darauf zu achten, dass Schultern und Knie immer bedeckt sind. Wenn man viel im Land herum reist, macht es auch Sinn ein Tuch einstecken zu haben, um beim Besuch eines Sikh-Tempels den Kopf bedecken zu können. Wenn ihr einen Tempel besucht, achtet bitte auch darauf, dass ihr eure Schuhe auszieht, bevor ihr eintretet.

Um einen besseren Einblick in die Kultur und den religiösen Alltag in Indien zu bekommen, kann man einen Hindu Tempel besuchen, um das Abendgebet mitzuerleben. Oder man hilft als Freiwilliger in der Gemeinschaftsküche eines Sikh-Tempels mit. Teilweise verköstigen die Gemeinschaftsküchen der Sikh-Tempel tausende von Bedürftigen, alles auf freiwilliger Basis. Wenn ihr plant nach Indien zu reisen, versucht verschiedene Regionen auf eurer Tour abzudecken. Jede Region Indiens ist so verschieden und es gibt vieles zu entdecken.

Urbane vs. ländliche Gegenden und Nordindien vs. Südindien: wie weit komme ich vor Ort mit Englisch?

Die Mehrheit der Inder versteht Englisch ziemlich gut und spricht es auch. Am besten lernt man ein paar kleine Grundbegriffe in Hindi, um sich irgendwie verständlich machen zu können. Ein Bilderwörterbuch ist auch immer sehr hilfreich. Oder man ist von vornherein mit einer Reisegruppe unterwegs, dann stellt die Sprachbarriere kein Problem dar.

Wir kennen alle den märchenhaften Taj Mahal, die Strände Goas: welches Highlight sollte man deiner Meinung nach in Indien nicht verpassen?

Varanasi sollte man auf keinen Fall verpassen! Die Stadt ist verrückt, chaotisch und schmutzig aber sie gibt einem inneren Frieden, was sonst keine Stadt vermag. Varanasi ist ein magischer Ort.

Reisen mit dem Zug in Indien: ist es einfach als Reisender ein Ticket am Bahnhof zu kaufen? Gibt es eine Möglichkeit, Zugtickets online zu buchen?

Natürlich kann man als Reisender versuchen, Zugtickets direkt am Bahnhof am Schalter zu kaufen. Allerdings sollte man das ein wenig im Voraus planen, da die Inder selbst sehr viel mit dem Zug fahren und die Züge häufig schnell ausgebucht sind. Die Tickets vorab online zu buchen, ist natürlich auch möglich.

Ist es möglich mit dem Zug von Nepal nach Indien zu reisen? Was gibt es zu beachten?

In Nepal selbst gibt es keine Züge. Am besten nimmt man den Bus von Nepal aus bis zur nepalesisch-indischen Grenze. Der nahe gelegenste Flughafen bei der Grenze ist Gorakhpur.

Wenn man sich dafür entscheidet, Indien während der Monsunzeit zu bereisen, worauf sollte man sich einstellen? Finden zum Beispiel noch Bootstouren auf dem Ganges statt und gibt es reguläre Flüge z.B. von Kathmandu nach Indien?

In den meisten Teilen Indiens ist der Monsun nicht so stark, dass er z.B. Flüge beinträchtigt. Eventuell werden Bootstouren auf dem Ganges abgesagt, weil der Pegel zu hoch ist aber generell gibt es nur wenige Beeinträchtigungen. Der Flugverkehr zwischen Indien und Nepal ist davon normalerweise nicht betroffen.

Würdest du im Allgemeinen empfehlen, Indien allein zu bereisen? Ist es als sehr westlich aussehende, blonde Frau zum Beispiel überhaupt möglich?

Allein in Indien unterwegs zu sein, kann eine ziemliche Herausforderung darstellen. Sicherlich ist es entspannter, wenn man sich für eine Erlebnisreise mit einer Gruppe Gleichgesinnter entscheidet und sich nicht täglich den Stress der Organisation und Planung auferlegen muss. So kann man sich auf das Erleben konzentrieren und bekommt mehr mit, als wenn man ständig über dem Reiseführer brütet. Als westlich aussehende, allein reisende Frau, ist es sicherlich noch schwieriger. Auch, was das Thema Sicherheit auf Reisen angeht, ist diese Frage nicht einfach zu beantworten, selbst wenn man sich mit der Kleidung (Schultern und Knie bedeckt) und im Verhalten den hiesigen Gepflogenheiten anpasst.

Wenn man nun als Backpacker in Indien unterwegs ist, gibt es die Möglichkeit in irgend einer Art und Weise unterwegs Geld zu verdienen? Oder könnte man bei gemeinnützigen Projekten gegen Kost und Logis mithelfen?

Ehrlich gesagt bezweifele ich, dass es möglich ist beim Backpacking in Indien Geld zu verdienen. Außer man eröffnet samstags einen Verkaufsstand auf dem Markt in Goa. Ich kenne einige Leute, die Freiwilligenarbeit bei NGOs gemacht haben, aber mehr auch nicht.

Hast du einen Tipp, was man als kleines Dankeschön mitbringen kann, wenn man sich bei einem indischen Gastgeber für Hilfe oder Gastfreundschaft bedanken möchte?

Süßigkeiten – über die freut sich garantiert jeder.

Wie gut ist die Infrastruktur vor Ort ausgebaut, vor allem was den Transport in ländlichen Gegenden betrifft?

Indien ist, was Züge und Busse angeht, sehr gut angebunden. Es sollte kein Problem sein, sich von A nach B fortzubewegen denn es ist immer irgendeine Form von Transportmittel verfügbar.

Indien ist ein sehr spirituelles Land, welche Orte muss man deiner Meinung nach auf jeden Fall besucht haben, um diese Spiritualität am besten zu erleben?

Zwei meiner liebsten Orte was dies betrifft, sind auf jeden Fall Varanasi und Rishikesh. Rishikesh befindet sich im Norden in den Ausläufern des Himalayas und hat sehr viel zu bieten, unter anderem Yoga classes an jeder Ecke. Wenn man die Ganga Aarti Zermenonie, die Huldigung der Göttin Ganga, miterleben möchte, bietet sich dies sowohl in Varanasi als auch in Rishikesh an.

Dushyant, du hast sicher ein paar Lieblingsorte in Indien, deine ganz persönlichen favourite places. Teilst du sie mit uns?

Auf jeden Fall Varanasi. Wie ich vorher bereits erwähnt habe, ist dies wirklich ein sehr spiritueller und magischer Ort. Und natürlich Jaisalmer – diese Stadt liegt relativ abgelegen, sieht jedoch aus, als wäre sie aus einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht entsprungen. Ein Teil der Stadt liegt innerhalb der Befestigungsmauern, dem Fort. Das Ganze ist aus Sandstein gebaut, was Jaisalmer auch den Beinamen „Golden City“ eingebracht hat.

Vielen ist Chicken Tikka Masala ein Begriff, wenn es um indisches Essen geht. Welches andere Gericht sollte man auf jeden Fall in Indien probieren?

Die indische Küche ist sehr vielseitig, und hat besonders viele vegetarische Optionen, die alle sehr lecker sind. Mein Tipp wäre Masala Dosa zu probieren, indische Pfannkuchen. Eigentlich ein Gericht aus Südindien, aber man bekommt es eigentlich überall in Indien. Sehr lecker!

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