21 Tipps für das Leben im Hostel

Wer das erste Mal den Backpack auf den Rücken schnallt und sich auf seine erste große Reise begibt, der darf sich auf viele neue und unbekannte Orte freuen! Und an diesem ganz besonderen Ort landet früher oder später jeder Weltentdecker und wird ihn lieben und oft auch verfluchen – das Hostel! Klar, jeder kennt Jugendherbergen von seiner letzten Klassenfahrt. Aber da hat man sich das Zimmer mit den Freunden geteilt und der Lehrer hat eine Bettruhe ab 22 Uhr verordnet. Das Leben als Backpacker in den Hostels dieser Welt verspricht da wesentlich mehr Freiheit und unendlich viel Spaß, aber auch wildfremde Menschen mit denen man sich Küche, Bad und Schlafzimmer teilt.

Bei STA Travel vereinen wir viele Jahre (oder sogar eher Jahrzehnte) an Hostelerfahrung und haben einige Tipps & Tricks auf Lager, die das Leben im Hostel zur besten Zeit überhaupt machen.

21 Tipps für das (Über-)Leben im Hostel

Das richtige Bett aussuchen:

  1. Bei Hochbetten immer das untere Bett wählen. Das ist viel gemütlicher und man muss nachts nicht sein Leben riskieren, wenn man versucht hochzuklettern ohne dabei das ganze Zimmer zu wecken. Außerdem kann man ein Strand- oder Handtuch davor hängen und hat so ein wenig Privatsphäre.
  2. Schlafplatz am Fenster und/oder am Ende des Raums wählen. Die Partyleute torkeln dann nachts nicht ständig am Bett entlang und es gibt frische Luft.
  3. Wenn man die Betten selber beziehen muss, dann immer gleich die Bettwäsche aufziehen. Denn wenn man am Abend zurück ins Zimmer kommt, ist das in der Dunkelheit nicht mehr so einfach. Es soll Leute geben, die das in der Nacht versucht und dabei unsanft vom Hochbett geplumpst sind.
  4. Dein auserwähltes Bett immer, IMMER! benutzt aussehen lassen und am besten Sachen drauflegen.
  5. Wenn man am Empfang nett fragt, bekommt man immer eine extra (warme) Decke. Je nachdem wie die Klimaanlage eingestellt ist, braucht man die sogar im australischen Sommer.

In der Küche:

  1. Essen & Getränke in der Küche immer gut beschriften und wenn möglich ganz hinten/oben im Kühlschrank platzieren. Oder mehrere Sachen gesammelt in einer Tüte verstauen, verknoten und nochmal beschriften. #meinsnichtdeins
  2. Geschirr und Besteck nochmal spülen, bevor man es benutzt. Man weiß schließlich nie, wie ernst es die Person vor einem mit der Sauberkeit nimmt.
  3. In jeder Hostelküche gibt es ein Fach mit gratis Lebensmitteln. Da wird man eigentlich immer fündig, wenn die Kasse knapp ist und der Hunger groß. Und das Ganze funktioniert natürlich auch in die andere Richtung. Also übrige Lebensmittel nicht einfach wegschmeißen, sondern weitergeben.
  4. Habt immer eine Tupperdose dabei. Perfekt, um sich noch einen Lunch einzupacken oder Reste zu verwahren.

 

Im Badezimmer:

  1. Flip-Flops! Immer und unbedingt. Niemals barfuß in die Dusche.
  2. Einen Kulturbeutel mit Haken zum Aufhängen mitnehmen. Die wenigsten Badezimmer haben nämlich genug Ablagefläche und außerdem kann man den Kulturbeutel dann auch einfach ans Hochbett hängen.

Die richtigen Leute kennenlernen:

  1. Die meisten Mitarbeiter in den Hostels sind selber Backpacker und haben die besten Tipps parat. Und wer sich mit dem Personal gut versteht, der bekommt auch mal das bessere Zimmer oder darf die Waschmaschine gratis nutzen.
  2. Nutzt die angebotenen und meist kostenlosen Aktivitäten. Besonders wenn ihr alleine unterwegs seid und Kontakte knüpfen möchtet.
  3. Kartenspiel dabei haben. Spätestens beim nächsten Trinkspiel ist man damit der Held.
  4. Viele Hostels haben eine eigene Bar und da sollte man die Happy Hour nicht auslassen. Spart Geld und man trifft viele Leute aus dem Hostel.

 

Und sonst noch:

  1. Vorhängeschloss mitnehmen. Viele Hostels haben Schränke im Zimmer oder in der Küche, aber das Schloss dazu muss man meist selbst mitbringen. Bei der Variante mit Nummernschloss muss man keinen Schlüssel aufbewahren, aber mit viel Geduld bekommt man es recht leicht geknackt. Wer sich für die Schlüsselvariante entscheidet, kann den Schlüssel an einem Haargummi befestigen und ums Handgelenk tragen. Auch noch wichtig, das Schloss auch vorher noch zu Hause testen. Sonst läuft man plötzlich mitten in der Nacht mit einem riesigen Bolzenschneider durch die Gegend (nein nein, hier spricht Niemand aus Erfahrung).
  2. Werft einen Blick auf das Schwarze Brett. Gerade an Orten die gerne als Start- oder Endpunkt einer längeren Tour genutzt werden (z.B. Darwin, Cairns, Melbourne in Australien oder Auckland, Wellington und Christchurch in Neuseeland) lohnt sich das. Hier wird alles Mögliche verkauft und Mitfahrgelegenheiten und Reise Partner gesucht.
  3. Knapp bei Kasse? Viele Hostels bitten „work for accomodation“ an und so kannst Du kostenlos übernachten, wenn Du im Gegenzug täglich ein paar Stunden aushilfst. Einfach an der Rezeption nachfragen.
  4. Mehrfachstecker mitnehmen, um mehrere Geräte gleichzeitig aufzuladen. Steckdosen sind nämlich meist Mangelware und wenn überhaupt, dann gibt es maximal eine pro Bett oder Zimmer. Wenn es TV-geräte im Aufenthaltsraum gibt, dann kann außerdem der USB Anschluss des Fernsehers zum laden von Smartphones genutzt werden.
  5. Stirnlampe dabei haben. Nicht jedes Bett hat ein eigenes Licht und so könnt ihr problemlos noch nachts den Backpack durchsuchen oder Reisetagebuch schreiben.
  6. Ohrenstöpsel und Schlafmaske gehören zur Grundausstattung. So kann man selbst im 16er Doorm in Ruhe schlafen.

Ihr habt noch mehr Tipps für das Leben im Hostel? Dann ab damit in die Kommentare!

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

5 gute Gründe für eine Reise nach Vancouver

Vancouver zählt seit Jahren zu den lebenswertesten Städten der Welt. Kein Wunder bei so viel Meer, Berge und Natur rund um die Metropole, in der es leckeres Essen bis zum Umfallen und viele lässige Szene Viertel gibt.

5 Gründe für Vancouver

1. Stanley Park
In Vancouver findet ihr einen der besten Parks der Welt: den 404 Hektar großen Stanley Park. Hier kann man locker einen ganzen Tag verbringen oder auch zwei. Ihr könnt durch den dichten Westküstenwald mit seinen himmelhohen Bäumen schlendern und zwischendurch gibt es immer wieder tolle Ausblicke auf das Meer und die nah gelegenen Berge. Im Sommer könnt ihr eure Tour am Strand enden lassen oder im Außenpool schwimmen und dabei den Blick über den Hafen genießen. Oder ihr besucht eine der vielen Konzerte, die im Stanley Park unter freiem Himmel stattfinden und lasst es euch mit ein paar Snacks und Getränken gut gehen.

2. Granville Island
Mit den regenbogenbunten Mini-Fähren geht es über den False Creek zu Granville Island. Hier könnt ihr euch auf einen Tag voller leckerem Essen und Bummeln über den Public Market und durch viele durchgeknallten Ateliers freuen. Wen ihr anschließend noch ein wenig Bewegung braucht, dann könnt ihr euch ein Kajak oder Paddleboard mieten und ein wenig die Umgebung erkunden.

3. Vancouvers Stadtviertel
In Vancouver hat jedes Viertel seinen eigenen Charakter und so könnt ihr in kürzester Zeit in viele verschiedene Welten eintauchen. In Gastown könnt ihr zum Beispiel eure Geschi-Kenntnisse ein wenig aufpolieren und mehr über die Gründung von Vancouver (das war übrigens 1886) erfahren. Die alten Gassen haben aber auch ein paar sehr moderne Shops und Bars zu bieten, so dass auch Geschichtsmuffel auf ihre Kosten kommen. Wer lieber die Boutiquen unsicher, einen frisch gerösteten Kaffee trinken und anschließend den Tag am Strand ausklingen lassen möchte, der ist in Kitsilano genau richtig. Und dann gibt es noch Coal Harbor. Im Viertel rund um eine ehemalige Schiffswerft geht es etwas ruhiger zu und ihr könnt stundenlang die verschiedenen Cafés und Restaurants testen oder an der Marina die Seehunde beobachten.

4. Outdoor-Abenteuer
Das Meer, die Berge vor der Nase und den ganzen Jahr ein mildes Klima lassen die Herzen von Outdoor- und Sportfans höher schlagen. Startet den Tag zum Beispiel ganz entspannt in einem der 1.500 Yoga-Kurse, die hier wöchentlich angeboten werden. Und dann geht es weiter zum Kiten aufs Meer und für den nächsten Tag könnt ihr euch eine Bergwanderung entlang des üppig grünen North Shore einplanen. Oder doch lieber eine Runde Tiefseetauchen, Zip Lining oder Snowboarden?

5. Essen & Trinken
Dass Vancouver zu den lebenswertesten Städten zählt, dürfte mit dem verdammt leckeren Essen zusammenhängen. Denn das macht ja bekanntlich glücklich. Angefangen bei Craft Beer und Street Food, über leckere Kuchen und selbstgemachte Schokolade in den vielen kleinen Cafés, bis hin zu besten Sushi außerhalb Japans. Und das Beste daran, ihr könnt so richtig zuschlagen. Schließlich habt ihr bei den ganzen Outdoor Abenteuern ordentlich Kalorien verbraucht ;-).

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.0/5 (4 votes cast)

Kommunikation auf Reisen

Mittlerweile lernen wir ja alle Englisch in der Schule und sind damit für die große weite Welt ganz gut gerüstet. Das denken wir zumindest. Aber hat hier schon mal jemand versucht im Süden von Japan, in der Steppe der Mongolei oder in den weniger touristischen Orten von Südamerika mit Englisch weiterzukommen? Da erhält man nämlich häufig nur ein freundliches Lächeln, einen verständnislosen Blick oder ein Schulterzucken. Da es leider auch nicht möglich ist, vor jeder Reise direkt den passenden Sprachkurs  zu besuchen und nicht jeder das Talent für Fremdsprachen in die Wiege gelegt bekommen hat, kommen hier ein paar hilfreiche Tipps für eine bessere Kommunikation auf Reisen.

5 Tipps gegen Sprachbarrieren auf Reisen

  1. Grundlegende Vokabeln lernen und aufschreiben

Egal wohin die Reise geht, es ist immer hilfreich, die wichtigsten Worte und Sätze in der Landessprache zu lernen. Auch wenn das „Hallo“, „Danke“ und „Zwei Bier bitte“ nicht immer perfekt ausgesprochen wird, so freut sich doch jeder über den Versuch und die Sympathie der Locals ist dir sicher. Also keine falsche Scheu und einfach mal versuchen.

Hilfe bekommst du im Reiseführer oder zum Beispiel vom Google Übersetzer. Den gibt es übrigens auch als App und dort kannst du die wichtigsten Phrasen direkt als Favoriten speichern und sogar vom Smartphone vorlesen lassen. Es macht übrigens Sinn, sich vor der Reise die Favoriten anzulegen, da diese dann unterwegs auch ohne Internetverbindung funktionieren. Wer keine Lust hat sein Smartphone durch die Gegend zu schleppen, der druckt sich die Sätze einfach aus und steckt den Zettel ein.

  1. Mit Händen und Füßen kommunizieren

Kommst du mit deinen vorbereiteten Sätzen nicht weiter und ist auch gerade keine Internetverbindung in Sicht, dann hilft nur noch eins. Kommunikation mit Händen und Füßen. Ich war schon an einigen Orten, wo mich wirklich niemand auch nur ansatzweise verstanden hat und mit dieser Taktik habe ich es geschafft, im Süden von Japan mein Hotel zu finden und sogar in der Inneren Mongolei ein vegetarisches Gericht zu bekommen.

Aber Achtung, die kulturellen Besonderheiten darfst du keinesfalls außer Acht lassen. So kann ein Kopfschütteln in Indien für Verwirrung sorgen. Denn dieses bedeutet dort keine Verneinung, sondern je nach Situation „vielleicht“, „du sagst es“, „ich habe keine Ahnung“ oder „prinzipiell schon (aber heute lieber nicht)“. Und in der indianischen Kultur gilt es beispielsweise als unhöflich, mit dem Finger zu zeigen. Dort weist man mit der Nase den Weg.

  1. Notizblock dabei haben

Stecke einen kleinen Block und einen Stift in deinen Daypack. Das kann in wortlosen Situationen Gold wert sein. So können du oder dein Gesprächspartner zur Not aufmalen, was ihr sagen möchtet. Das funktioniert bei dem Spiel Activity ja schließlich auch. Zusätzlich kannst du dir neue Worte und Sätze, die du dir für die restliche Reise behalten möchtest, direkt notieren und bei Bedarf wieder rauskramen.

  1. Einheimische kennenlernen

Am einfachsten lernt man eine Sprache, wenn man sich an die Einheimischen hält. Im Idealfall kommst du schon vor deiner Reise in Kontakt mit Einheimischen (zum Beispiel über Reiseforen oder Facebook-Gruppen) oder du fragst einfach mal das Personal im Hostel oder Hotel. Dann kannst du dir nämlich direkt die wichtigsten Sätze aufschreiben lassen und bekommst Hilfe bei der richtigen Aussprache und die wichtigsten lokalen Besonderheiten kannst du auch direkt erfragen.

In Taiwan hat mich diese Taktik übrigens vor dem Verhungern gerettet. Ich esse kein Fleisch und hatte mich zu Hause brav vorbereitet und mir die wichtigsten Sätze vorab im Internet übersetzt und alles ausgedruckt. In den kleinen Nudelläden bin ich mit meinem Zettel allerdings nicht sehr weit gekommen und habe immer wieder Gerichte mit Hühnchen auf dem Teller gehabt. Zum einen ist die vegetarische Ernährung in Taiwan nicht weit verbreitet und zum anderen war meine Übersetzung nicht ausführlich genug. Das habe ich dann herausgefunden, als sich eine taiwanesische Studentin am Tisch neben mir meine Übersetzungen mal genauer angeschaut hat. Sie hat dann alles neu übersetzt und ab dem Zeitpunkt hatte ich bei der Essensbestellung keine Probleme mehr.

  1. Bilder-Wörterbuch

Als Allroundtalent bei Kommunikationsschwierigkeiten hat sich mittlerweile das Ohne-Wörter-Buch erwiesen. In dem kleinen Zeigebuch sind viele Hundert Gegenstände und Situationen abgebildet, die du dann einfach entsprechend zeigen kannst. Das Buch passt locker ins Handgepäck und ist in jedem Land einsetzbar.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)

Die Antipackliste für Backpacker

Wer kennt das nicht. Vor der Reise zermartert ihr euch den Kopf, was alles in den Backpack gehört und auf welches Teil ihr unterwegs auf keinen Fall verzichten könnt. Um euch das Packen ein wenig zu erleichtern, gibt es schon viele hilfreiche Packlisten, aber wir gehen das Ganze mal von der anderen Seite an. Mit unserer Antipackliste bleibt überflüssiger Kram in Zukunft direkt zu Hause!

13 Sachen, die ihr getrost zu Hause lassen könnt

Brustbeutel oder Geldgürtel – Jeder hat sich so ein supersicheres Geldaufbewahrungsstück schon mal gekauft oder von Mama geschenkt bekommen, aber wer hat es wirklich genutzt? Niemand. Oder vielleicht doch? Wer outet sich in den Kommentaren?

Mehr als ein Buch – „Aber ich lese doch auf Reisen so gerne“ werdet ihr jetzt denken. Klar, das mache ich ja auch. Aber Bücher nehmen einfach verdammt viel Platz weg und lassen sich leider auch so schlecht in die noch freien Ritzen im Backpack stopfen. Sie sind packtechnisch also eher eine Katastrophe. Aber das ist auch kein Grund den Lesespaß zu Hause zu lassen. Sucht euch ein richtig schönes und dickes Exemplar für den Anfang aus und anschließend nutzt ihr offene Bücherschränke die es in jedem Hostel und mittlerweile auch vielen Hotels, Cafés oder sogar auf der Straße gibt und tauscht Bücher mit euren Mitreisenden. Der große Vorteil dabei, ihr entdeckt vollkommen neue Bücher, die ihr euch von selber niemals gekauft hättet. Und die ganz Cleveren unter euch, die werden sich einfach einen E-Reader einpacken und Lesestoff ohne Ende dabei haben. Allerdings kann man den nicht so gut am Strand rumliegen lassen, wenn man gerade in den Wellen planscht. Das ist dann wohl wieder Geschmackssache.

Reisewaschmittel – Um kleine Flecken auszuwaschen, reicht auch normale Seife und die große Wäsche erledigt man eh nicht mit der Hand. Eine Maschine Wäsche ist im Hostel schnell gewaschen, und wenn ihr nicht genug Klamotten dreckig gemacht habt, dann könnt ihr euch mit den Zimmernachbarn zusammentun oder euer dreckiges T-Shirt einfach bei einem anderen in die Wäsche reinschmuggeln. Der Waschservice im Hotel (kostet zum Beispiel in Südostasien nur wenige Euro) oder ein Waschsalon hilft natürlich genauso gut weiter.

Föhn | Glätteisen | Lockenstab – Ohne Worte

Regenschirm – Lieber eine dünne Regenjacke einpacken. Die wiegt viel weniger und hat auch an kühlen Abenden auf der Terrasse einen Sinn. Zur Not kann man einen Schirm immer noch vor Ort leihen bzw. kaufen oder bleibt bei Regen einfach drinnen, trinkt ein paar Bier oder gönnt sich eine Massage.

Zip-Off Hosen – Wer will schon direkt als deutscher Obertouri enttarnt werden. Aber jetzt mal Spaß beiseite. Wenn ihr vorhabt, den Kilimandscharo zu besteigen, dann hat so eine Hose durchaus ihre Berechtigung. Ich habe sie auf meiner Tour durch Patagonien selber dabei gehabt und es nicht bereut. Aber wer keine großen Bergtouren (die Betonung liegt hier auf dem Plural) auf seinem Reiseplan stehen hat, der kann die Wanderhose getrost zu Hause lassen.

Fette Reiseapotheke – Auch am anderen Ende der Welt gibt es Ärzte und Apotheken. Ausnahme ist natürlich eine Tour ins absolute Outback oder die Wildnis. Zusätzlich gibt es einige lokale Produkte, die vor Ort eine bessere Wirkung haben, da sie auf die lokalen Gegebenheiten angepasst sind. Wie zum Beispiel Sonnencreme in Australien (ist viel stärker und wirkungsvoller gegen das Ozonloch) oder Mückensprays.

Klamotten die nicht zusammenpassen – Das ist die große Kunst des Packens. Ihr solltet nur Klamotten mitnehmen, die sich auch gut kombinieren lassen. Zum Beispiel eine Zip- oder Strickjacke, die man mit verschiedenen T-Shirts anziehen kann. Oder bei den Mädels eine schwarze Leggings, die unters Kleid passt, aber auch auf die Jeans Short oder zum Rumhängen. Um die passenden Teile zu finden, ist es hilfreich, wenn ihr alles was in Frage kommt auf dem Fußboden ausbreitet, um euch einen Überblick zu verschaffen und euch auf maximal drei Farben konzentriert.

Zu viele Pflegeprodukte + Schminke – Zahnbürste und Zahnpasta, Duschgel, Shampoo, Feuchtigkeitscreme fürs Gesicht und Sonnencreme. Das war’s. Mehr hab ich in drei Monaten Australien und Südostasien nicht gebraucht. Die Männer unter euch werden jetzt vermutlich denken, dass das immer noch zu viel ist. Aber lasst es euch gesagt sein, für ein Mädel ist das doch eher eine ungewöhnliche Vorstellung und zu Hause sieht mein Badezimmerschrank auch etwas anders aus. Aber auf Reisen braucht es keine Masken, Gels und erst recht keine Schminke. Ich habe meine Wimperntusche und den schönen roten Nagellack nach ein paar Wochen in den Müll befördert, da ich sie nicht ein einziges Mal in die Hand genommen hatte und sie von der Fliegerei und den Temperaturunterschieden sowieso eine fragwürdige Konsistenz angenommen hatten. Seitdem gehört Schminke bei mir auf die Antipackliste. Sommersprossen und ein wenig Salzwasser in den Haaren sind doch immer noch die schönsten Beauty Produkte.

Schicke Klamotten, Handtaschen und Schmuck – Hier verhält es sich recht ähnlich, wie beim Punkt Schminke & Co. Ja. Zu Hause zieht man vielleicht auch mal was Schickeres an und es ist schön eine Auswahl zu haben. Aber auf Reisen ist das unnötiger Firlefanz. Die schicken Klamotten könnt ihr gleich zu Hause lassen und beim Schmuck und der Handtasche konzentriert ihr euch einfach auf euer Lieblingsteil, das ihr sowieso fast jeden Tag anhabt. Mehr braucht es mit Sicherheit nicht. Und wer sich das so gar nicht vorstellen kann, der packt halt ein atemberaubendes Oberteil oder cooles Hemd mit ein, das sich wunderbar mit einer Jeans kombinieren lässt.

Hohe Schuhe – Was wollt ihr mit hohen Schuhen auf Reisen? Zum Städteerkunden sind sie zu unbequem, beim Wandern vollkommen fehl am Platz und auf der Beachparty seid ihr sowieso barfuß unterwegs. Sollte es euch doch einmal in einen Club verschlagen, wo keine Sneakers erlaubt sind, dann macht Folgendes: Sucht euch einen Club, in dem auch Chucks wertgeschätzt werden und habt Spaß. Dort sind die Leute eh viel cooler und der Spaß größer.

Joggingschuhe – Jetzt mal Hand aufs Herz, wie oft habt ihr den Vorsatz gehabt im Urlaub Sport zu machen und habt die Sportsachen unangetastet zu Hause zurück in den Kleiderschrank geräumt? Sag ich doch. Ich schaffe es immerhin in den ersten Tagen meinen tollen Vorsatz einzuhalten und gehe ein bis zwei Mal joggen. Allerdings habe ich es mir abgewöhnt, dafür extra Klamotten einzupacken. Meine Nike Free funktionieren ganz wunderbar als Alltagsschuh, bei kleinen Wanderungen und auch für eine spontane Joggingrunde. Und bei den restlichen Klamotten habe ich eh immer eine Leggings oder Short dabei, die dafür locker ausreicht. Dazu noch ein Funktionsshirt, das auch bei Wanderungen oder in Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit seinen Dienst tut.

Was zum lernen – Wenn ihr die Reise bucht und feststellt, dass ihr in den Semesterferien eigentlich eine Hausarbeit schreiben oder für den anstehenden Test lernen müsst, dann ist dieser Satz schnell gesagt und man selber sehr davon überzeugt: „Das Zeug kann ich wunderbar auch am Strand lesen und im Flugzeug habe ich ja genug Zeit, um die Arbeit zu schreiben“. Nein. Das funktioniert nicht. Nie. Die Uni und die Schule sind weit weg und das Abenteuer und der Plan fürs Leben zu lernen ist ganz nah. Ist ja auch gut so. Also heißt es vor dem Abflug Zähne zusammenbeißen, noch mal richtig reinklotzen und dann die Reise in vollen Zügen genießen. Macht so gleich noch viel mehr Spaß. Versprochen!

 

Jetzt seid ihr gefragt! Was habt ihr schon mal um den halben Erdball geschleppt und kein einziges Mal benutzt? Ergänzt unsere Antipackliste in den Kommentaren!

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 2.9/5 (35 votes cast)

18 Sätze die ein Backpacker niemals sagen würde

Wer einmal mit dem Rucksack auf dem Rücken die Welt erkundet hat, der weiß wovon wir hier sprechen. Das Leben als Backpacker ist ein ganz Besonderes und diese Sätze werdet ihr mit Sicherheit niemals hören:

1. Zwei Wochen Urlaub sind vollkommen ausreichend.

2. Ob ich Morgen schon etwas vor habe? Moment ich schau mal in meinen Terminkalender.

3. Wir kennen uns doch kaum, lass es uns lieber langsam angehen.

4. Das Geld reicht noch locker aus.

5. Heute mache ich mir einen ruhigen Abend auf der Couch.

6. Einmal All Inclusive bitte.

7. Kein Bier vor vier.

8. Mist, schon wieder die Rolle am Koffer kaputt.

9. Ist das noch gut, kann man das noch essen?

10. Ich würde niemals Bungee oder Fallschirm springen.

11. Ich hasse Montage.

12. Ich muss jeden Tag duschen, damit ich mich als richtiger Mensch fühle.

13. Ein Tattoo, das ist wirklich nichts für mich.

14. Ich will nach Hause.

15. Zur Not trinke ich Weißwein auch aus dem Burgunderglas.

16. In den letzten Tagen hab ich es zu wild getrieben und schalte jetzt mal einen Gang zurück.

17. Heute werde ich mal so richtig mein Zimmer putzen.

18. Willst Du da wirklich lang gehen? Der Weg ist auf der Karte gar nicht eingezeichnet.

Fallen euch noch mehr passende Beispiele ein? Dann ab damit in die Kommentare.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 3.9/5 (11 votes cast)

Off The Path auf Erlebnisreise in Ecuador

Sebastian und seine Freundin Line von Off the Path lieben Abenteuer ebenso sehr wie wir. Daher haben sie sich mit uns auf die Suche nach einigen außergewöhnlichen Erlebnissen in Ecuador gemacht und auf YouTube, Instagram,  Facebook und ihrem Blog ausführlich darüber berichtet. Auf ihrer Multisport Erlebnisreise in Ecuador haben sie so Einiges erlebt: White Water Raften, Canyoning, Wandern und ein Ausflug zur schönsten Schaukel der Welt. Aber was waren ihre Highlights und wie hat ihnen die Erlebnisreise in der Gruppe gefallen? Ich habe mir Sebastian geschnappt und ihn ein wenig ausgefragt. Los geht’s…

Interview mit Sebastian von Off the Path

Sebastian, Dein Motto lautet „Mach jeden Tag zu Deinem Abenteuer“. Hat das auf der Erlebnisreise in Ecuador geklappt?

Oh ja! In Ecuador hat wirklich jeden Tag ein neues Abenteuer auf uns gewartet! Deshalb hat mir diese Reise und das Land auch so gut gefallen. Den einen Tag waren wir im Amazonasdschungel Raften, den nächsten in einer wunderschönen Schlucht Canyoning, dann ging es auf eine zweitägige Wanderung samt Zelten durch die Anden und sogar die Besteigung eines aktiven Vulkans stand auf dem Programm – genial!


An welche drei Erlebnisse wirst Du noch lange zurückdenken?

Ein ganz besonderes Erlebnis war für mich, als wir mit einem kleinen Teil der Gruppe ganz früh morgens noch im Dunkeln zu einer Farm gefahren sind, um dann bei Sonnenaufgang auf der berühmten “Schaukel am Ende der Welt” zu schaukeln. Das Licht war zu diesem Zeitpunkt unbeschreiblich schön und wir hatten die Schaukel ganz für uns allein. Normalerweise muss man hier mit mehreren Hundert Leuten Schlange stehen.


Ebenfalls toll war das Raften im Amazonasdschungel. Ich war davor nur einmal in Südtirol Raften und der Fluss war wesentlich ruhiger als der in Ecuador. Wir sind über ziemlich krasse Stromschnellen rüber, mussten uns richtig anstrengen und hatten dafür aber eine Menge Spaß!


Zudem war das Canyoning ein ganz besonderes Erlebnis, da ich noch nie zuvor in einer Schlucht im Regenwald unterwegs war. Diese Landschaft und die Farbe des Wassers war der Wahnsinn!

Du bist sonst ja gerne individuell unterwegs. Wie hat es sich angefühlt, bei dieser Tour einmal die Zügel aus der Hand zu geben?

Ich muss zugeben, dass diese Reise super angenehm war. Sonst planen meine Freundin Line und ich immer alles selbst, legen die Route fest und sprechen und mit Veranstaltern von Aktivitäten. Das macht zwar Spaß und ist meiner Meinung auch Teil des Reiseerlebnisses, raubt aber unheimlich viel Zeit und Nerven, gerade was die Recherche angeht. Bereits die Route sowie alle Aktivitäten und Unterkünfte organisiert zu haben und einfach nur “Reisen zu müssen”, war mal eine ganz andere und für mich wirklich tolle Erfahrung. Das Reisen war so viel entspannter als sonst und ich konnte mich wirklich auf die Erlebnisse vor Ort konzentrieren, statt mich mit der Orga herumschlagen zu müssen.

Hattest Du trotz der organisierten und geführten Tour noch ausreichenden Freiheiten und hat sich die Reise authentisch angefühlt?

Gerade bei dieser Tour durch Ecuador ist der Mix aus organisierten Aktivitäten und freien Zeiten ideal. Wir hatten ein paar Nach- und Vormittage kein Programm und so genügend Zeit, um Ecuador auf eigene Faust zu entdecken oder ganz individuelle Abenteuer zu erleben. Line und ich sind zum Beispiel absolute Canyoning-Fans und konnten so noch ein cooles Canyoning-Abenteuer einbauen.

Wie hat Dir das Reisen in der Gruppe gefallen? Konntest Du vielleicht neue Freundschaften schließen?

Die Gruppe war wirklich super und bestand aus Leuten in unserem Alter, die genauso wie wir auf Reisen gerne aktiv sind und wirklich etwas erleben wollen. Daher hat es bei uns allen sofort Klick gemacht und am Ende der Reise haben wir auch alle Kontaktdaten ausgetauscht.

Was denkst Du, für wen ist so eine Erlebnisreise genau das Richtige?

Für alle, die auf Reisen am liebsten aktiv sind und sich ein wenig herausfordern wollen, und gleichzeitig gerne mit Gleichgesinnten unterwegs sind, aber keine Lust haben, sich vor und während der Reise mit nervigen Orga-Angelegenheiten auseinander setzen zu müssen, sondern sich auf das Wesentliche konzentrieren wollen: das Erleben.

 

Da hast du jetzt auch Lust drauf bekommen? Kein Problem. Mehr Informationen zur Multisport Erlebnisreise, die Sebastian und Line in Ecuador gemacht haben, findest du hier.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)

Erfahrungsbericht Overland Truck – Moritz Um Die Welt

Unterwegs mit dem Overland Truck

Die meisten meiner Touren der letzten Jahre habe ich im Kleinbus verbracht. Ob quer durch Tasmanien, über die holprigen Straßen Costa Ricas oder nur für ein paar Tage die Great Ocean Road runter. Diese Tour sollte anders werden.

1 Truck – 20 Menschen – 21 Tage

Unser Bus heißt „Rashida“, trägt den Mercedes-Stern und war früher mal ein Betonmischer. Die meisten der Overland-Trucks haben solch eine Vergangenheit, bevor in mühsamer Handarbeit das typische Chassis auf den alten LKW geschweißt wird.

Darf ich vorstellen? Rashida! Ein letzter Check vor der großen Tour.

Die Zelte sind auf dem Dach, die Rucksäcke im „Backlocker“ untergebracht und die Spanngurte über den Tischen im Truck lassen erahnen, was uns die kommenden Tage erwarten wird.

Keinen Schlafsack dabei? Der Markt in Ulaanbaatar bietet von Pferd bis Hochzeitskleid wirklich ALLES.

Alte Männer mit Ihren Schnupftabakfläschchen

Passt.

Eine unserer 3 Tourguides: Jenn.

 

On The Road

In der Mongolei unterwegs zu sein, heißt vor allem eines: Unterwegs sein. Die schlechtesten aller schlechten Straßen scheinen sich allesamt hier zu befinden. So wundert es nicht, dass wir für 30 Kilometer Strecke gerne mal eine Stunde brauchen. Die Tage auf der Straße sind zwar anstrengend, aber mit unserem Overland Truck „Rashida“ wird der Weg zum Abenteuer. Wir suchen nach den besten Stellen um Flüsse zu überqueren, graben die Reifen des Trucks wieder aus dem Matsch oder genießen den Ausblick auf den Dachsitzen.

Da lang! Unsere Guides beim mutmaßen der richtigen Route.

Wer braucht schon Brücken.

 

Jeder packt mit an

Schon bevor die Tour losgeht, kriegt jeder seinen Job zugeteilt. Man reinigt den Truck, sorgt dafür, dass immer genügend Feuerholz im Truck liegt, oder ist für die Rucksäcke zuständig. Die Teams am Campingkocher wechseln jeden Tag.

Die Kinder einer Nomadenfamilie gesellen sich am Abend zu uns.

 

Unsere Unterkünfte

Schläft man nicht draußen im Zelt, kommt man in den typisch mongolischen Jurten unter. Viele Nomadenfamilien betreiben entlang der Routen diese sogenannten Jurtencamps – quasi das mongolische Hotel. Nach einigen Tagen in der freien Natur fühlen sich die warme Dusche und eine richtige Toilette wie der reinste Luxus an.

Typische mongolische Unterkunft

Der Eingang zum Marktplatz. Nach Tagen auf der Straße tut es gut auch mal wieder eine Kleinstadt zu sehen.

Tankstopp: Die nächste Möglichkeit den Truck zu befüllen ist 5 Tage entfernt.

Gefühltes Verhältnis Tier:Mongole = 18:1

Wenn mal wieder keine Dusche zu finden ist.

 

Entschleunigung pur

Die Tour entschleunigt mich total. Hatte ich sonst – während ich auf meiner Bustour von einer chinesischen Metropole zu nächsten hetze – manchmal das Gefühl, ich könnte mal einen Tag Pause brauchen, bin ich hier völlig zur Ruhe gekommen. Die Bibliothek im Truck füttert dich mit genügend Lesestoff für die Tage auf der Straße, die Abende sitzt man zusammen am Lagerfeuer oder spielt bei Regen Spiele im Bus.

Die Bibliothek im hinteren Teil des Trucks.

Finde unseren Truck.

Abendprogramm.

An klaren Nächten belohnt einen die Mongolei mit den schönsten Sternenhimmeln die ich je auf meinen Reisen sehen konnte. Nicht selten befindet sich im Umkreis von 50 Kilometern nicht eine einzige Stadt oder ein Dorf.

Du willst auch mit einem Overland Truck die Welt entdecken? Moritz Tour durch die Mongolei und viele weitere Overland Reisen findest Du natürlich bei STA Travel.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)

Wandern auf Japanisch – Moritz um die Welt

Wandern in Japan, da wollte ich hier eigentlich etwas über den Fuji schreiben. Unserer Wanderung auf den höchsten Berg Japans – dieser nahezu perfekt geformte Vulkan mit seiner schneebedeckten Spitze, der einem von 80% aller Japan Reiseführer entgegen strahlt. Aber leider versteckt er sich genau an unserem Tag in einer dichten Wolke voller Regen und Unheil… Es donnert, es ist kalt und es ist der denkbar schlechteste Moment jetzt dort hochzukraxeln. Stattdessen finden wir uns einige Wochen später in den japanischen Alpen wieder. Mount Yari, seiner Form wegen auch das „Matterhorn Japans“ getauft, soll also meine erste wirkliche Wanderung in Japan werden.

Kurz mal vorstellen: Anna, das „WIR“ in meinem Text hier. Freundin, meine Reisebegleitung für Japan und derbe motiviert zu wandern… noch…

Wandern in Japan – Mount Yari

Es ist wie immer: Kläglich uninformiert stehe ich vor der hilfsbereiten Dame in der Touristeninformation. Ausreichend Müsliriegel und Mahlzeiten: Check. Regenjacke und ein wenig Cash für die Hütte: Check. Eine Karte und ein paar GPS-Daten auf dem Handy: Check. Einen Eispickel: EINEN EISPICKEL? Ok, ich fühle mich erwischt. Mit Schnee und Eis habe ich nicht gerechnet. Aber alles wie immer, sage ich mir, denke zurück an meine Wanderung auf den Mt. Washington  im letzten Jahr, verspreche der netten Japanerin nur ein wenig am Fluss entlang zu streunern und starte mit ein paar großen Fragezeichen auf den Wanderweg.

Professionelle Wanderkarten sind was für Menschen mit Eispickeln, die kostenlose Touristenwanderkarte wird schon reichen.

Ist Wandern in Japan wirklich anders? Ich schaue mich um, denke an das frühsommerliche Österreich und auch unsere Wanderkarte verspricht eine Dichte von Hütten, wie ich sie außerhalb Europas so noch nie erleben konnte. Allerdings sind da auch die Japaner, die einfach gnadenlos überequipt auf die Wanderwege pilgern, Schilder, die mir rein gar nichts zum richtigen Weg sagen können und der faire Tausch von Spinatknödel gegen Ramen.

Die ersten vier Stunden darf man getrost als Spaziergang bezeichnen – der Weg führt breit gebaut durch kleine Wälder und entlang des Flusses.

Die Wege werden schmaler und auch die ersten Höhenmeter haben wir zu bewältigen. Die japanischen Reisegruppen, die lediglich vom Hotel den Fluss entlang pilgern, haben wir mittlerweile hinter uns gelassen und ersparen uns nun auch die unzähligen „Ooohhh“ und „Wow, you’re tall!“ die uns von ihnen entgegenhallten.

Es geht los – der erste Schnee liegt uns zu Füßen und vom Mt. Yari ist noch nichts zu sehen.

Bis zur Yarigatake-Sanso Hütte sind es noch circa 5 Stunden, Hälfte geschafft. Doch die „Halbzeit“-Gedanken sind schnell verflogen. Schon eine halbe Stunde später brennen sowohl die Sonne sowie unsere Oberschenkel. Das angekündigte Schneefeld lässt sich allerdings leichter bewältigen als gedacht, wir stapfen mit sicherem Tritt durch den etwas matschig wirkenden Schnee.

Verloren gehen unmöglich: Eigentlich ist es schon ziemlich schwer, in Japan vom Weg abzukommen. Selbst wenn man keinen der Wegweiser lesen kann, leiten Markierungen wie diese euch sicher an die Spitze.

Wer die letzte Hütte passiert hat, ist nur noch 20 Minuten entfernt… 20 Minuten die es allerdings ziemlich in sich haben. Der kalte Wind, der hier oben weht, macht es nicht einfacher und die Finger brennen schon nach wenigen Sekunden auf den kalten Leitern die beim Aufstieg helfen.

Der Ausblick vom Mount Yarigatake

3.180 Meter, ein wundervoller Ausblick und die Erkenntnis, dass ich an meiner Ausdauer arbeiten muss. Die Belohnung liegt nur einige Meter unterhalb der Spitze: Die Nacht verbringen wir heute in der Yarigatake-Sanso Hütte, entspannen bei warmer Miso-Suppe und schlafen auf typischen japanischen Futonbetten, bevor es morgen wieder 8 Stunden zurück ins Tal geht.

 

Moritz und Anna sind insgesamt vier Wochen mit dem Japan Rail Pass durch dieses faszinierende Land gedüst und werden uns hier bald ihre absoluten Highlights verraten. Daher direkt mal unseren Blog abonnieren und keinen neuen Beitrag mehr verpassen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.8/5 (6 votes cast)

Fragen & Antworten: Reiseversicherung

Auch beim Weltentdecken kann immer mal wieder etwas schief laufen. Deswegen ist das Thema Reiseversicherung, vor allen Dingen auf einer Langzeit- bzw. Weltreise, extrem wichtig. Leider ist das Thema auch super kompliziert. Es gibt so viele verschiedenen Dinge auf die man achten sollte und die zu bedenken sind, bevor man sich für die richtige Reiseversicherung entscheidet. Um ganz viel Licht ins Dunkel zu bringen, habe ich mich mit den Experten unseres Versicherungspartners Allianz Global Assistance in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengesetzt und Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Reiseversichung zusammengetragen.

Häufige Fragen zum Thema Reiseversicherung

Ich habe eine Europäische Krankenkassenkarte. Bin ich damit für Reisen in Europa ausreichend abgesichert?

Kommst du aus Deutschland oder der Schweiz, lautet die Antwort zunächst einmal: Ja. Eine European Health Card gilt für Europa und Mittelmeeranrainerstaaten, wie zum Beispiel Tunesien. Allerdings auch mit Einschränkungen und kleinen Haken. Die Krankenkassen dürfen beispielsweise keine Krankenrücktransporte übernehmen. Das heißt: Erkrankst du im Ausland, musst du dich vor Ort im Krankenhaus behandeln lassen, bis du selbstständig und normal zurückreisen kannst. Außerdem übernehmen die Krankenkassen die Kosten nur nach den Kostenordnungen deines Heimatlandes (in Deutschland etwa der GoÄ, Gebührenordnung für Ärzte). So bekommst du oft nur 1/3 der Kosten von der Krankenkasse gezahlt und musst den Rest übernehmen. Das gilt auch für die Schweiz.

Die e-Card aus Österreich wird in öffentlichen Krankenhäusern und Ärzten mit Kassenvertrag innerhalb der EU-Staaten akzeptiert. Für Staaten wie Montenegro, Mazedonien und Türkei benötigst du weiterhin einen sogenannten Betreuungsschein. In allen anderen Ländern leistet die Gebietskrankenkasse nur teilweisen Ersatz für die tatsächlich angefallenen Kosten (bis zu € 84 pro Tag bei ambulanter Behandlung und rund € 175 pro Tag bei stationärem Aufenthalt). Auch für private Ärzte oder Krankenhäuser werden nur diese Beträge übernommen – also Vorsicht, denn oft gibt es in touristischen Reisegebieten nur private Praxen und Krankenhäuser und die Kosten können schnell hoch werden! Zudem gibt es für bestimmte Leistungen in manchen Staaten Selbstbehalte – die werden von der österreichischen Sozialversicherung jedoch nicht ersetzt. Eine zusätzliche Reiseversicherung ist also immer empfehlenswert. Denn sie gewährleistet auch einen allfälligen Rücktransport, dessen Kosten von der österreichischen Krankenversicherung ebenfalls grundsätzlich nicht übernommen werden.

=============

Worauf muss ich achten, wenn ich in die USA oder nach Kanada reise?

Die Kosten für medizinische Notfälle sind in den USA und Kanada wesentlich höher als im Rest der Welt. Deshalb sollte deine Reise-Krankenversicherung auf jeden Fall eine Deckungssumme von mindestens 1 Mio. € aufweisen. Klingt viel, meinst du? Alleine ein Krankenrücktransport aus den USA oder aus Kanada kann schnell mal 120.000 € kosten. Die STA Travel Reise-Krankenversicherung in Deutschland und Österreich übernimmt stationäre und ambulante Behandlungen sowie den Krankenrücktransport zu 100%. Und natürlich gibt es unsere Reise-Krankenversicherung mit oder ohne USA und Kanada Option – so können wir den Preis für dich senken, wenn du gar nicht nach Nordamerika reisen möchtest.

Umsteigen ist übrigens kein Problem: Wenn du via USA oder Kanada weiterreist, ist Umsteigen inkl. einer Übernachtung auch in der Versicherungsvariante ohne USA und Kanada inklusive. Und wer eine Reise-Krankenversicherung von mindestens sieben Monaten abschließt, hat sogar einen Aufenthalt von bis zu 14 Tagen abgedeckt.

Sofern man in der Schweiz die obligatorische Grundversicherung beibehält, übernimmt die höchstens den doppelten Betrag der Kosten, die in der Schweiz vergütet würden. Da aber in den USA, Australien, Kanada, Neuseeland und Japan die Heilungskosten oder bessere Privatversorgung in Afrika oder Lateinamerika massiv teurer sind, ist hier Vorsicht geboten!

=============

Ha! Meine Kreditkarte kann alles. Sogar eine Krankenversicherung ist mit drin! Reicht das nicht?

Das klingt leider oft besser, als es in Wirklichkeit ist. Bei solchen Zusatzleistungen der Kreditkartenanbieter ist es in der Regel so, dass die Versicherung nur stark eingeschränkte Leistungen bietet. Das kann im Ernstfall teuer werden. Deshalb solltest du unbedingt vor Reiseantritt abklären, ob zum Beispiel medizinisch sinnvolle Krankenrücktransporte enthalten sind – sowohl was die Organisation, als auch Kosten angeht. Und auch, ob mitreisende Personen versichert sind und Risikopersonen den Versicherungsfall auslösen können. Wichtig ist zu wissen, ob es finanzielle oder zeitliche Haftungsgrenzen gibt und wenn ja, wie hoch sie sind. Auch einen möglichen Selbstbehalt und ob er sich auf die Stornokosten oder den Reisepreis bezieht, gilt es abzuklären. Außerdem sehr wichtig: Gibt es eine Einschränkung in Bezug auf Reiseziel, Reisepreis und Alter? Und zu guter Letzt frag’ nach, ob es die aktive Hilfe einer 24-Stunden-Notruf-Zentrale gibt!

=============

Warum ist eine Versicherung für Langzeitreisen teurer, als eine Reiseversicherung für eine „normale“ kurze Reise?

Die beiden Versicherungen sind nur schwer miteinander zu vergleichen – während eine „normale“ Reiseversicherung auf eine Dauer von ein paar Wochen ausgelegt ist, werden bei einer Langzeitversicherung ganz andere Leistungen wichtig. Zum Beispiel Arbeitseinsätze, Schwangerschaft oder psychische Erkrankungen. Auch die Versicherungssummen für einzelne Leistungen sind bei der STA Reise-Krankenversicherung höher als bei „normalen“ Reiseversicherungen. Zudem richtet sich die Prämie ja nicht nach dem Reisepreis, sondern nach der Dauer deiner Reise.

=============

Also auf meiner Liste stehen Bungee-Jumping, Raften, Fallschirmspringen und Känguru-Boxen. Versichert ihr mich trotzdem? Beziehungsweise: ist das abgedeckt?

Wir sagen es mal so: Ab dafür! Wir versichern alle Sportarten – auch die, die besonders viel Spaß machen und die Extremen. Ausgenommen: Profisport und Wettkämpfe. Aber ansonsten wünschen wir Hals- und Beinbruch!

=============

Ich reise zusammen mit meiner Freundin oder einem Kumpel. Können wir die Versicherung zusammen abschließen?

Klar wie Kloßbrühe!  Auch wenn der Papst das vielleicht anders sieht: Wenn ihr euch liebt, dann seid ihr für uns eine Familie. Als Freunde, Pärchen, Reisegemeinschaft und egal, ob ihr verwandt seid, zusammenwohnt oder nicht. Hauptsache, ihr habt das 18. Lebensjahr vollendet. Dann könnt ihr unseren Familientarif für eure gemeinsame Reise in Anspruch nehmen. Und eure Kinder könnt ihr direkt mit einpacken – eigene sogar so viele ihr habt. Ansonsten maximal sechs. In Österreich können sich unabhängig vom Verwandtschaftsgrad sieben Personen (max. 2 Erwachsene und bis zu 5 Kinder) gemeinsam versichern – wenn ihr die Reise gemeinsam bucht und die Reiseversicherung gemeinsam abschließt. Auch in der Schweiz gibt es Familientarife – lasst euch in einem unserer Shops beraten

=============

Ich habe eine Vorerkrankung bzw. eine chronische Krankheit und daher sind auch unterwegs regelmäßige Untersuchungen notwendig. Ist das abgedeckt?
Die Antwort lautet kurz und bündig: Nein. Egal, ob du aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommst – alle Heilbehandlungen und ärztlichen Maßnahmen, deren Notwendigkeit schon bei Abschluss der Versicherung oder Antritt der Reise absehbar waren, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

=============

Ich bin auf großer Tour und habe meine Krankenversicherung zu Hause gekündigt. Jetzt bin ich unterwegs krank geworden, muss vorzeitig nach Hause und sofort behandelt werden. Was nun?

Eine Reise-Krankenversicherung endet mit der Rückkehr ins Heimatland. Deshalb ist es wichtig, dass du direkt nach der Ankunft wieder versicherst bist. Ganz egal, ob du früher oder wie geplant zurückkehrst. Außerdem gibt es in Deutschland grundsätzlich eine Krankenversicherungspflicht. Für gesetzlich Versicherte bedeutet das: Regle den Wiederbeginn deines Versicherungsschutzes am besten schon vor deiner Abreise mit dem gesetzlichen Versicherer. So stellst du sicher, dass der Versicherungsschutz sofort ab dem Tag deiner Rückkehr wieder besteht.

In der Regel besteht die Möglichkeit, eine Anwartschaftsversicherung abzuschließen – das heißt, deine Krankenversicherung wird für den Zeitraum deiner Reise nicht gekündigt, sondern ruhen gelassen. Auch hier gibt dir dein Versicherer Auskunft.

Also: Kümmere dich unbedingt vor deiner Abreise darum, dass deine Krankenversicherung direkt nach deiner Rückkehr wiederbeginnt, denn deine Auslandsreise-Krankenversicherung endet in jedem Fall unmittelbar mit deiner Rückkehr nach Hause.

Ein kleines bisschen anders ist es, wenn du aus der Schweiz kommst. Solange du während deiner Reise deinen Wohnsitz in der Schweiz behältst, unterliegst du auch grundsätzlich dem Krankenkassen-Obligatorium. Heißt: Du kannst die Krankenversicherung eigentlich gar nicht kündigen. Trotzdem solltest du bei einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt mit der Schweizer Krankenkasse abklären, wie und ob du versichert bleibst. Die Private Medical Deckung unseres Versicherungspartners Allianz Global Assistance gilt in der Schweiz grundsätzlich nicht.

Weiterführende Links und Informationen

Informationen zur Krankenversicherungspflicht in Deutschland und entsprechende Formulierungen und Aussagen aus § 193 VVG (insbesondere aus den Absätzen 3 bis 5) findest du zum Beispiel hier http://www.gesetze-im-internet.de/vvg_2008/__193.html

Außerdem lesenswert sind folgende Texte:

Weiterführende Links und Informationen für Schweizer:

=============

Ich bin unterwegs krank geworden. Und zwar so sehr, dass ich mich im Ausland erst auskurieren muss. Allerdings läuft meine Auslandskrankenversicherung ab, bevor ich zurück nach Hause kann. Wie lange bleibt mein Versicherungsschutz in diesem Fall bestehen?  

Achte beim Abschluss einer Reise-Krankenversicherung darauf, ob es eine so genannte Nachhaftung gibt. Leider ist das nicht bei allen Versicherungsgesellschaften der Fall und oft ist der versicherte Zeitraum recht kurz bemessen. STA Travel Reiseversicherungen übernehmen die Kosten für eine Heilbehandlung auch über das Ende der versicherten Reise hinaus, wenn du während des Versicherungszeitraums erkrankst. Dann übernehmen wir die Kosten einer Heilbehandlung bis zu dem Tag, an dem du transportfähig bist und nach Hause zurückkehren kannst.

In der Schweiz bietet die STA Travel Reiseversicherungen Private Medical eine Nachhaftung für 90 Tage im Ausland, sofern die Krankheit oder der Unfall während der versicherten Zeit eingetreten sind

=============

Was ist eigentlich mit Vorsorgeuntersuchung? Greift die Versicherung hier auch oder wirklich nur im Notfall?

Wenn du auf große Reise gehst, solltest du dich vorher unbedingt mit den gängigen Vorsorgeuntersuchungen ordentlich durchchecken lassen. Schon alleine, um zu wissen, dass du auch fit für dein Abenteuer bist. Aber auch, weil deine Versicherung auf Reisen nur die Kosten für akute Krankheiten und Notfälle übernimmt. Einzige Ausnahme für deutsche Reisende, die eine STA Travel Reise-Krankenversicherung mit einer Dauer von mehr als vier Monaten abgeschlossen haben: bei einer Schwangerschaft werden Vorsorgeuntersuchungen bis zur 12. Schwangerschaftswoche übernommen.

Ein Check-Up vor Reiseantritt sollte auch bei Abenteurern aus Österreich auf der Liste stehen. Allerdings sind hier auch während der Reise Vorsorgeuntersuchungen, die die gesetzliche Krankenkasse übernehmen würde, bis € 500 pro Versicherungsjahr gedeckt.

=============

Meine Oma hat Geburtstag, mein Hamster bekommt Junge oder ich habe Heimweh – auf jeden Fall möchte ich kurz mal nach Hause. Gilt mein Versicherungsschutz eigentlich auch während Heimataufenthalten?

Wenn du in Deutschland bei uns eine Reise-Krankenversicherung für mehr als vier Monate abschließt, ist ein Heimataufenthalt von bis zu sechs Wochen pro Jahr automatisch mitversichert. Wie auch unterwegs werden dann Kosten für Notfälle übernommen, allerdings nicht für Vorsorgeuntersuchungen. Reise-Unterbrechung bedeutet übrigens: eine vorübergehende Rückkehr ins Heimatland und anschließende Weiterreise ins Ausland innerhalb der versicherten Zeit. In Österreich ist es ähnlich, nur die Fristen sind andere. Bis zu einer versicherten Zeit von sechs Monaten besteht kein sogenannter Unterbrechungsschutz, ab sieben Monaten Versicherungsdauer gibt es drei Wochen Unterbrechungsschutz je sechs Monaten versicherter Zeit. Und auch hier gilt: nur Leistungen von Notfällen werden übernommen, keine Vorsorgeuntersuchungen. In der Schweiz gilt die Private Medical Deckung grundsätzlich nicht. Das ist aber kein Problem, sofern man seinen Wohnsitz in der Schweiz behält. Denn dann bleibt man in der Schweiz stets obligatorisch versichert.

=============

Was ist überhaupt der Unterschied zwischen einem medizinisch sinnvollem und einem medizinisch notwendigen Rücktransport?

Bei einem medizinisch notwendigen Rücktransport entscheidet allein der Arzt im Reiseland, ob ein Rücktransport nach Hause notwendig und vor allem möglich ist. Diese Art der Rücktransportversicherung findet sich oft in Kreditkartenversicherung oder bei nicht spezialisierten Versicherern. Allerdings ist sie nicht empfehlenswert – denn welcher Arzt lässt schon gerne einen Privatpatienten früher gehen? Bei einem medizinisch sinnvollen Rücktransport entscheidet ein Arzt des Versicherers nach Gesprächen mit dem Arzt vor Ort sowie dir, ob ein Rücktransport sinnvoll ist. Meist kommt es dann zu einem Rücktransport, sobald eine Transportfähigkeit besteht. Das ist ganz bestimmt immer im Sinne des Betroffenen. Also dir.

=============

Genügt nicht auch eine Hausratversicherung zur Absicherung meines Reisegepäcks?

Nein. Wie der Name schon sagt: Eine Hausratversicherung ist keine Reisegepäckversicherung. Deine Hausratversicherung kümmert sich um Schäden, die durch Raub oder Einbruchdiebstahl entstehen, die Reisegepäckversicherung übernimmt urlaubstypische Risiken wie einfachen Diebstahl oder Trickdiebstahl. Mopst dir jemand im Urlaub die Handtasche oder den Koffer aus dem Hotelzimmer, ist die Reisegepäckversicherung zur Stelle! Außerdem deckt die Reisegepäckversicherung den Diebstahl von Gepäck aus dem Auto. Deine deutsche Reisegepäckversicherung erstattet auch die Kosten, wenn aufgegebenes Reisegepäck während des Fluges abhandenkommt, beschädigt wird oder nicht am selben Tag wie du den Bestimmungsort erreicht. Dann zahlt die Versicherung die Aufwendungen zur Wiedererlangung des Gepäcks oder eine notwendige Ersatzbeschaffung.

Für Österreicher gilt: wenn dein Reisegepäck 12 Stunden oder länger nicht deinen Urlaubsort erreicht, kannst du notwendige Neuanschaffungen am Urlaubsort tätigen und du bekommst die Kosten erstattet.

In der Schweiz ist es zudem so, dass im Gegensatz zur Hausratversicherung nur im Falle eines Diebstahls ein Selbstbehalt entsteht. Und deine Reisegepäckversicherung kommt nicht nur bei Diebstahl, Raub, Beschädigung und Verlust während der Beförderung auf, sondern auch bei einer verspäteten Ablieferung durch ein Transportunternehmen.

Und für alle gilt unser Tipp: Fertige auf jeden Fall eine Liste deiner mitgeführten Utensilien an und ermittle einen realistischen Zeitwert deines kompletten Gepäcks.

=============

Was ist, wenn ich dummerweise schon vor Reisebeginn krank werde?

Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Erkrankung ausreicht, um deine Reise zu stornieren: kontaktiere die Stornoberatung der Allianz Global Assistance. Diese erreichst du unter folgender Nummer:

für Deutschland +49 89 62424-245

für Österreich +43 1 525 03 245

für die Schweiz +41 44 202 00 00.

Deren Ärzteteam berät dich, ob du sofort stornieren solltest oder mit der Stornierung der Reise noch etwas warten kannst. Vielleicht wirst du ja wieder fit! Und solltest du entgegen der Einschätzung der Ärzte später doch stornieren müssen, übernimmt die Versicherung die erhöhten Stornokosten. Grundsätzlich muss eine Reise aber bei einer Erkrankung umgehend storniert werden. Alle höheren Kosten, die nach Eintritt der Krankheit vom Veranstalter verlangt werden, gehen zu Lasten des Kunden.

Wenn du aus Österreich kommst: achte drauf, dass du im Falle eines Stornos zwei Werktage bzw. 48 Stunden Zeit hast, die Stornierung schriftlich zu melden.

=============

Was ist zu tun, wenn ich während einer Reise krank werde?

Melde dich so schnell wie möglich bei deiner Versicherung! Unser Versicherungspartner Alliance Global Assistance gibt dir schnelle Soforthilfe vor Ort, nennt dir geeignete Krankenhäuser in der Nähe, Organisationen für einen Krankentransport oder erläutert dir die Kostenübernahme! Du erreichst sie immer telefonisch in der hauseigenen Notrufzentrale: für Deutschland +49 89 62424-245, für Österreich +43 1 525 03 245 und für die Schweiz +41 44 202 00 00. Ein Experten-Team aus Ärzten und Spezialisten ist rund um die Uhr, 365 Tage für dich da!

=============

Wie gehe ich im Schadenfall vor?

Du musst jeden Schaden unverzüglich mitteilen! Die versicherte Person muss das Schadenereignis schildern und nachweisen – beim Gepäckdiebstahl etwa mit einem Polizeiprotokoll oder bei einem Reiserücktritt per ärztlichem Attest. Außerdem solltest du den Schadenumfang nennen und – wenn möglich – belegen. Zum Beispiel mit einem Kaufbeleg oder einer Stornorechnung. Alle zur Bearbeitung notwendigen Belege braucht die Versicherung im Original, für deine eigenen Unterlagen solltest du dir Kopien anfertigen. Hier findest du Notfallkontakt und einen Link zur Online Schadenmeldung für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

=============

Okay, jetzt mal Butter bei die Fische! Was kostet denn Krankwerden im Ausland so? Ist das wirklich soooo teuer?

Jep. Hier ein paar Beispiele. Behalte dabei immer im Hinterkopf, dass du für diese Kosten selbst aufkommen musst, wenn du keine Reisekrankenversicherung hast. Fangen wir harmlos an: Du bist in der Türkei und hast ein olles Köfte gegessen. Jetzt hast du Magen-Darm und zwar so arg, dass du stationär ins Krankenhaus musst. Kostet am Tag schlappe € 900. Das gleiche mit Hot-Dog in den USA oder Kokosnuss in Costa Rica: € 6.000 bis € 7.000. Ja genau – am Tag. Beim Rennrodeln das Knieverdrehen mit Kreuzbandriss? In Österreich so € 8.000 bis € 10.000, in den USA oder Kanada auch schon mal € 20.000. Plus Rücktransport. Rücktransport? Auch kein Schnäppchen. Von Norditalien heim in die Schweiz mit dem Krankenwagen „nur“ € 3.500. Aus Asien zurück nach Europa schon € 20.000. Aus den USA oder Kanada € 120.000. Richtig teuer wird es bei Herzkrankheiten, bei denen noch eine OP notwendig ist. Das verschlingt in den USA, Kanada, in Mexiko oder der Türkei schnell € 100.000 bis € 200.000. Plus Rücktransport.

Und zu diesen Kosten kommen meist noch die Aufwendungen für deine Begleiter, Storno bzw. Annullierungskosten und jede Menge mehr hinzu. Du siehst: ohne Reise-Krankenversicherung kannst du auch direkt zuhause bleiben.

=============

Ihr habt noch Fragen zum Thema Reiseversicherung? Dann ab damit in die Kommentare und wir werden sie euch beantworten.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (3 votes cast)

Das muss mit ins Handgepäck

Letzte Woche habe ich euch bereits die zehn besten Tipps der STA Travel Gemeinschaft für einen entspannten Langstreckenflug vorgestellt. Heute geht es weiter mit dem idealen Handgepäck. Über 1.000 Facebook Fans haben uns verraten, welche eine Sache im Handgepäck niemals fehlen darf. Im Gegenzug konnten sie übrigens Flüge mit Emirates nach Asien gewinnen, also ein recht fairer Deal.

Ich habe mich wieder durch alle Kommentare auf unserer Facebookseite durchgearbeitet und präsentiere nun die zehn häufigsten Tipps. Obendrauf gibt es noch ein paar Schmankerl, die wohl eher in die Kategorie „Ausgefallenes“ passen.

Diese 10 Dinge gehören ins Handgepäck

  1. Lesestoff

Ganz oben auf der Liste steht guter Lesestoff, um sich die Zeit im Flugzeug entspannt zu vertreiben. Vom spannenden Roman, über Rätselhefte bis hin zum Klatschmagazin ist übrigens alles dabei, was genug Buchstaben zu bieten hat. Und wer denkt, dass das gute alte Buch schon lange vom E-Reader abgelöst wurde, den kann ich nun eines Besseren belehren. 60% haben ein klassisches Buch dabei, nur 26% einen E-Reader und 14% lesen lieber Zeitschriften und Magazine.

  1. Smartphone

Ohne Smartphone steigt fast niemand in den Flieger. Schließlich kann man damit Filme & Serien schauen, Fotos machen, spielen, Musik hören und auch im Internet surfen (je nach Airline, bei Emirates übrigens kein Problem). Also alles dabei, damit der lange Flug im Nu vergeht. Wichtig ist dann nur noch die Powerbank bzw. das Ladekabel, damit die Batterie auch bis zum Ende des Fluges durchhält.

  1. Kamera

Eine Kamera gehört auf Reisen natürlich zur Standardausrüstung. Das wertvolle Stück, muss definitiv mit in die Kabine und sollte niemals mit dem restlichen Gepäck aufgegeben werden. Das hat bei mir nämlich mit einem zersprungenen Display geendet und dem ersten Einsatz meiner Gepäckversicherung.

Tipp: Den Heimflug kann man übrigens super nutzen, um die Bilder der Reise schon mal zu sortieren oder zu bearbeiten.

  1. Kissen / Nackenrolle

Auch wenn im Flieger kleine Kissen zur Verfügung gestellt werden, so vertrauen die meisten Reisenden auf ihr eigenes Schmusekissen. Ob klassisches Kissen oder Nackenrolle ist natürlich Geschmackssache, allerdings sprechen die Zahlen für einen besseren Schlaf mit dem Hörnchen. Denn ganze 65% nehmen eine Nackenrolle mit in den Flieger und 35% lieber ein kleines Kissen.

  1. Kopfhörer

Mit den Kopfhörern handhaben es die Reisenden ähnlich, wie mit den Kissen. Die Airlines stellen sie zwar zur Verfügung, aber trotzdem vertrauen die meisten nur den eigenen Kopfhörern. Diese sind nämlich wesentlich bequemer, haben eine bessere Klangqualität und lassen den Lärm zuverlässiger draußen. Viele haben übrigens den Tipp dagelassen, dass es sich lohnt in spezielle Noise Cancelling Kopfhörer zu investieren.

  1. Dicke Socken

Wer häufig fliegt, kennt das Problem. Während des Fluges schwellen die Füße an und Schuhe sind da eher kontraproduktiv. Die Klimaanlage lässt die schuhlosen Füße allerdings zu Eisklumpen werden und mit den guten Socken möchte man dann auch nicht auf die enge und zur später Stunde eher unsaubere Bordtoilette gehen. Die Lösung sind ein paar dicke Socken. Idealerweise die von der vorvorvorletzten Saison, dann können sie nach dem Flug nämlich direkt im Mülleimer verschwinden und müssen nicht weiter mitgeschleppt werden.

  1. Reiseführer

Mit dem Reiseführer im Handgepäck beginnt der Urlaub schon im Flugzeug. Die perfekte Zeit, um sich in das Reiseland in Ruhe einzulesen und die nächsten Tage zu planen.

  1. Musik

Wer seine Musik nicht eh schon auf dem Smartphone dabei hat, der nimmt noch einen MP3 Player bzw. iPod mit an Bord. Mit der richtigen Playlist vergehen die Flugstunden ruckzuck, lässt sich die Vorfreude bis kurz vors Platzen steigern und auch Flugangst kann mit der richtigen Musik zumindest beruhigt werden.

  1. Zahnputzzeug

Auf den meisten Langstreckenflügen werden zwei volle Mahlzeiten serviert und zwischendurch gibt es noch Snacks und Drinks. Da sollte die Zahnbürste im Handgepäck eigentlich selbstverständlich sein. Karies und Baktus werden es dir danken.

  1. Kaugummi

Als Ersatz für die Zahnbürste oder gegen Druck auf den Ohren. Also quasi ein Allroundtalent und somit Pflicht im Handgepäck.

Ausgefallene Tipps fürs Handgepäck

Du hast auch noch einen Tipp, was im Handgepäck auf jeden Fall dabei sein muss? Dann ab damit in die Kommentare.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

Entspannt Fliegen – Die 10 besten Tipps der STA Traveller

Vor ein paar Wochen haben wir unsere Facebook Fans aus Österreich nach ihren besten Tipps für einen entspannten Langstreckenflug gefragt (im Gegenzug konnten sie übrigens Flüge mit Emirates nach Asien gewinnen). Die Antworten haben sehr schnell gezeigt, unsere Fans sind die Tollsten und vor allen Dingen echte Flugspezialisten, die wissen wie sie entspannt fliegen und erholt am Ziel ankommen. Ruck zuck hatten wir über 600 Tipps zusammen – Wahnsinn. So viel geballtes Wissen will natürlich in die Welt getragen werden. Daher habe ich mich durch alle Tipps durchgearbeitet und die Besten und Lustigsten für die Nachwelt zusammengefasst.

Die 10 besten Tipps für Langstreckenflüge

  1. Die richtige Reisebegleitung mitnehmen

Wer mit guten Freunden, der Familie oder der besseren Hälfte unterwegs ist, kann sich freuen. Denn mit der richtigen Reisebegleitung wird einem während des langen Fluges garantiert nicht der Gesprächsstoff ausgehen, es gibt eine Schulter zum Schlafen und jemanden mit dem man sein Essen tauschen kann. Besonders gute Freunde und Partner massieren während des Fluges sogar die Waden und Füße, um die Durchblutung auf Trab zu halten. Was will man da mehr.

  1. Den idealen Sitzplatz auswählen

Wer sich einen Platz am Notausgang oder in der ersten Reihe sichert, kann sich über mehr Beinfreiheit freuen. Die Plätze kann man (je nach Airline) vorher reservieren, sich durch einen zeitigen online Check-In sichern oder mit etwas Glück ertauschen. Wer nett zum Kabinenpersonal ist, hat auf jeden Fall bessere Chancen auf die begehrten Plätze.

Ob der Sitzplatz an Gang oder am Fenster besser ist, ist mehr eine persönliche Entscheidung. Wer gerne rumläuft, oft auf die Toilette muss und eh nicht im Flugzeug schlafen kann, der ist am Gang besser aufgehoben. Wer sich dagegen direkt ins Land der Träume verabschiedet, sobald das Hinterteil das Sitzpolster berührt, der sollte sich ans Fenster setzen und kann dann beim Aufwachen den Landeanflug mit einer tollen Aussicht genießen. Bei unseren Befragten bevorzugen übrigens 61 % einen Platz am Gang und die restlichen 39% sitzen lieber am Fenster.

  1. Viel trinken

Die Luft im Flugzeug ist ziemlich trocken und daher ist es wichtig, dass während dem Flug viel Wasser getrunken wird. Viele nehmen eine leere Flasche mit durch den Sicherheitscheck und füllen diese dann für den Flug am Wasserspender wieder auf. Im Flugzeug selber gibt es zwar ebenfalls regelmäßig Wasser, aber eine kleine Reserve schadet nie.

Natürlich sind Bier, Wein und Gin Tonic auch Flüssigkeiten, aber gegen das Austrocknen der Haut und Atemwege helfen die eher nicht. Aber das ein oder andere Glas soll ja ganz gut zum Einschlafen sein.

  1. Ohropax und Schlafmaske benutzen

Am schnellsten vergeht die Zeit im Flugzeug, wenn man sie zum Schlafen nutzt. Ohropax und eine Schlafmaske dürfen daher auf keinen Fall im Handgepäck fehlen. Denn sie lassen einen wunderbar die Umgebung ausblenden.

Ich selber konnte übrigens lange keine Ohropax benutzen, da es mich eher irritiert als beruhigt hat, nur meinen eigenen Atem zu hören. Ein paar schlaflose Nächte im Hostel in Byron Bay haben mich aber dazu gebracht, ihnen noch eine Chance zu geben. Seit dem sind sie mein stetiger Begleiter auf Reisen.

Tipp: Für Vielflieger hat Burton übrigens einen extrem coolen Hoodie entwickelt, der hat ein Nackenkissen, Schlafmaske, Ohropax und noch mehr nützliche Reisegadget direkt integriert.

  1. Bewegung

Um keine geschwollenen Beine und Füße zu bekommen, ist es wichtig sich regelmäßig zu bewegen. Idealerweise einmal in der Stunde aufstehen und ein wenig durch das Flugzeug spazieren. Zum Beispiel beim Kabinenpersonal vorbei und noch ein Glas Wasser holen. Womit wir schon wieder bei Tipp Nummer 3 sind, viel trinken und so.

  1. Bequeme Klamotten im Zwiebellook

Enge Kleidung ist für einen langen Flug definitiv die falsche Wahl. Die meisten unserer Fans entscheiden sich für Jogginghose bzw. Leggins und ein bequemes T-Shirt + Hoodie oder Sweatshirt Jacke. Auf jeden Fall ist das Zwiebelprinzip angesagt, um für alle Temperaturen gewappnet zu sein. Und während dem Flug werden die Schuhe aus und bequeme dicke Socken angezogen.

  1. Vor dem Flug bleibt der Fernseher aus

Vor dem Flug gibt es ein TV und Serienverbot, ja damit ist auch Netflix & Co. gemeint. So freut man sich nämlich umso mehr, auf das tolle Entertainment Programm an Bord und kann zur Not den ganzen Flug damit verbringen die neusten Blockbuster und Serien zu sehen. Emirates hat zum Beispiel 2.100 Kanäle zu bieten, da sollte wirklich niemandem langweilig werden.

  1. Neue Freunde finden

Nachdem man sich häuslich niedergelassen hat, einmal kurz dem Sitznachbarn vorstellen. Daraus können stundenlange Gespräche, Freundschaften oder sogar Liebesgeschichten entstehen. Manchmal natürlich auch nur peinlicher Small Talk, aber wir wollen jetzt einfach mal positiv denken. Die Stewards und Stewardessen sind einem netten Plausch übrigens oft nicht abgeneigt und können häufig mit Insiderwissen für die Zieldestination glänzen.

  1. Nachtflug wählen und müde sein

Für lange Strecken macht es Sinn, eher einen Nachtflug zu wählen. So fällt es einfacher während dem Flug auch wirklich zu schlafen und im Idealfall wacht man am Urlaubsort entspannt und ausgeschlafen auf. Auch noch ein guter Tipp, sich vor der Abreise so richtig müde machen. Den Methoden sind da keine Grenzen gesetzt: Das geht zum Beispiel super mit einer ordentlichen Sporteinheit, einer Abschiedsparty oder Überstunden, die man machen muss, um seinen Urlaub vorzubereiten.

Extratipp für alle mit Flugangst

Bei Turbulenzen den ganzen Körper schütteln. Sieht mit Sicherheit ziemlich merkwürdig aus, aber laut Anna hilft es tatsächlich. Ich selber bin bei Turbulenzen auch sehr unentspannt und werde es auf meinem nächsten Flug definitiv ausprobieren.

 

Und was soll alles mit ins Handgepäck? Nächste Woche folgt der zweite Teil unserer Flugserie und dort haben uns über 1.000 Leute verraten, was bei ihnen im Handgepäck niemals fehlen darf. Also am besten direkt unseren Blog abonnieren und keinen Beitrag mehr verpassen.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 3.0/5 (2 votes cast)

Roadtrip durch Australien – Fragen & Antworten

Vor ein paar Wochen sind wir zusammen mit den Profi-Instagramern Hannes und Adam zu einem Roadtrip aufgebrochen und haben mit ihnen die schönsten Orte in Melbourne und Victoria / Australien entdeckt. Die Gelegenheit haben ich auch gleich genutzt und Hannes mit Fragen zu Instagram und dem Roadtrip gelöchert, die unsere Fans auf Facebook und Instagram gestellt haben. Die Gelegenheit  einem echten Profi auf Instagram (Hannes hat aktuell 540.000 Follower) seine Tipps zu entlocken, gibt es schließlich nicht alle Tage.

Fragen & Antworten zum Roadtrip durch Melbourne und Victoria

Was war euer persönliches Highlight des Roadtrips?
Während unseres Roadtrips hat ein Highlight das andere abgelöst und es ist schwer nur ein einziges rauszusuchen. Wenn ich mich aber entscheiden muss, wäre es der Wilsons Promontory National Park, ich hatte keine Erwartung und konnte mir nicht viel vorstellen darunter, doch ich denke grade deswegen hat mich dieser Teil von Victoria am meisten geflachst mit seinen endlos langen Wäldern, weißen Stränden und Berge von denen unglaubliche Aussichten über den ganzen Park haben kann.

Habt ihr irgendwelche Tipps für Anfänger, die so etwas in etwa auch vorhaben?
Man sollte sich nicht zu viel vornehmen und nicht jede frei Minuten verplanen, manchmal möchte man an dem einen anderen Ort einen Tag länger bleiben oder auch eine Woche. Es gibt nichts schlimmeres als unter Zeitdruck zu reisen und zu vergessen die Reise zu genießen.

Was ist eine gute Route für den Roadtrip?
Melbourne – Grampians – Great Ocean Road – Gippsland. Ähnlich wie unsere Route.

Habt ihr so viele gefährliche Tiere gesehen, wie alle immer sagen?
Ich habe nicht ein gefährliches Tier während dem Trip gesehen, ganz im Gegenteil. Victoria ist voll von Kängurus, Wallabies, Koalas und Wombats.

Gibt es auf einem Roadtrip viele Gelegenheiten, um andere Reisende kennenzulernen?
Victoria und vor allem Melbourne ist voll mit Backpackern, alle freundlich und man kommt leicht in Kontakt mit fremden Leuten. Auf dem Mount Oberon im Wilsons Promontory National Park traf ich einen Deutschen, der nur etwa eine Stunde von mir entfernt wohnt. Die Welt ist dann doch manchmal sehr klein. 🙂

Wie findest ihr all die schönen Orte auf der Reise?
Eine der besten Methoden um tolle Plätze an fremden Orten zu finden, ist die Location oder Hashtag Suche in Instagram. Oder man wirft einen Blick auf den Tourism Account des jeweiligen Landes um sich inspirieren zu lassen.

Fragen & Antworten zu Instagram

Was hattet ihr für Ausrüstung / Kameras dabei?
Neben einem Haufen an Equipment wie Zelt, Schlafsack, Taschenlappen, Isomatte, Extrabatterien und Akkus, Pennyboard und Hängematte, hatte ich eine Canon 5D Mark iii mit diversen Objektiven und eine Leica Q mit dabei. Und natürlich ein MacBook mit Festplatten um die Fotos zu sichern und bearbeiten zu können.

Ladet ihr die Bilder auf Instagram übers Smartphone hoch oder benutzt ihr eine spezielle Software?
Es gibt keine Software mit der man Fotos über den PC hochladen kann. Ich bearbeite meine Fotos auf dem PC, sende sie an mein Smartphone und lade sie von dort hoch.

Welches Bild auf der Reise ist dein Lieblingsbild und warum?
Mein Lieblingsbild ist das Bild des Skateboardfahrers im Black Spurs National Park. Wir fuhren knapp 4 Stunden mit dem Auto um dort hinzukommen und dieses eine Foto zu machen. Denn bereits vor dem Trip wusste ich, dass ich dort so ein Bild schießen will und die 4 Stunden Fahrt haben sich mehr als gelohnt.

Habt ihr Tipps, um mit dem Smartphone tolle Bilder auf Reisen zu machen?
Fotografiere horizontal, stelle Belichtung und Fokus getrennt ein, erweitere den Dynamik Umfang durch den HDR-Modus, bearbeite deine Bilder mit Snapseed.

Wie verhinderst ihr es, dass die Bildqualität beim Hochladen auf Instagram verloren geht?
Bilder mit 900 Pixel (lange Kante) haben die beste Qualität. Du kannst die Größe des Bildes ganz leicht in zum Beispiel, Lightroom, Photoshop oder auch Gimp ändern.

 

Wer den Roadtrip von Melbourne durch Victoria nochmal in Ruhe nachlesen möchte, hier kommen die Blogbeiträge der einzelnen Tage im Überblick:

Tag 1: Roadtrip durch Australien – Melbournes geheime Orte

Tag 2: Roadtrip durch Australien – Das originelle Fitzroy

Tag 3: Roadtrip durch Australien – Die Great Ocean Road

Tag 4: Roadtrip durch Australien – Great Ocean Road Teil II

Tag 5: Roadtrip durch Australien – Inverloch und Gippsland

Tag 6: Roadtrip durch Australien – Wilson Promontory

Tag 7: Roadtrip durch Australien – Höhepunkte der Reise

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

16 Australien Geheimtipps

Jeder kennt Australien auf Grund seiner entspannten Städte, seiner atemberaubenden Strände und wegen dieses großen roten Steins in der Mitte. Wenn du das dann aber alles hinter dir lässt und die abseits gelegenen Trampelpfade verfolgst, entdeckst du die wahren Australien Geheimtipps. Australier lieben diese versteckten, menschenleeren, aber riesigen Orte, welche du aber nur findest, wenn du dich aus den Städten hinaustraust.

Lies weiter um die 16 besten unberührten Reiseziele an der Ostküste Australiens, von Süden nach Norden, kennenzulernen!

16 unbekanntere Reiseziele in Australien

Erskine Falls

Die Erskine Falls findet liegen im Badeort Lorne, direkt an der Great Ocean Road im Bundesstaat Victoria. In 30m Höhe kannst du direkt am Wasserfall herunter schauen oder den abenteuerlichen Weg über die Stufen direkt zum Ende der Erskine Falls nehmen.

Aireys Inlet

Nur eine kurze Fahrt mit dem Auto bringt dich zum Aireys Inlet, eine Stadt bzw. ein Meeresarm südwestlich von Melbourne. Der Split Point Leuchtturm stellt die beliebteste Attraktion dar. Er ist vor allem dafür bekannt, das Zuhause der Familie Twist zu sein, welche aus der australischen TV-Serie „Round the Twist“ bekannt ist.

McClelland Gallery & Sculpture Park

Einen Ort der etwas anderen Art stellt der Mcclelland Park dar. Er bietet Platz für die ungewöhnlichsten zeitgenössischen Skulpturen, die du dir vorstellen kannst. Wie wäre es wenn du dort mal einen Nachmittag verbringst und versuchst den Sinn der seltsamen Figuren zu verstehen? Oder vielleicht auch einfach nur entspannst…

Portsea

Gegenüber von der Bucht Port Phillip in Melbourne liegt die Halbinsel Portsea, ein Spielplatz für die Schönen und Reichen Australiens. Jährlich finden Events wie das „Portsea Pier to Pub swim“ oder „Portsea Polo“ statt, welche von vielen Stars und Trendsettern besucht werden.

Ballarat

Dank des Goldrausches vor knapp 180 Jahren konnte die Stadt Ballarat (abgeleitet vom Aborigine-Ausdruck „Ruheplatz“) aufgebaut werden und bis heute zu einer prächtigen und modernen Stadt heranwachsen. Sovereign Hilll ist ein Outdoor-Museum, welches die Anfangstage Ballarats während des Goldrausches zeigt; sieht aus wie in einem Western! Wenn du genau hinschaust, kannst du sogar Einheimische sehen, die wie in den 1850er Jahren gekleidet sind.

The Grampians National Park

Westlich von Ballarat findest du den Grampians National Park, der dir malerische Landschaften bieten kann. Der Park ist ungefähr so groß wie London, nur ohne Menschen. Dort erwarten dich absolute Ruhe und Stille!

Mount Buller

Der Mount Buller oder auch nur „Buller“ genannt ist das beliebteste Skigebiet Australiens. Ja, in Down Under kann man auch Skifahren! – Wie sollen die Australier ihre durchtrainierten Körper sonst über den Winter behalten ;-)? Der Gipfel des Buller liegt auf 1805m wodurch Schnee die ganze Saison garantiert ist.

Barmah-Nationalpark

Der Barmah-Nationalpark ist das Zuhause der berühmten roten Eukalyptusbäume und gleichzeitig einer der bekanntesten Parks Australiens. Campiere unter freiem Himmel und verbringe hier Zeit mit deinen Freunden während ihr die Schönheit der unberührten Natur genießt.

Lord Howe Island

Besuche die Lord Howe Insel ca. 600 km östlich von Australiens Festland, die mit dem Flugzeug von Sydney oder Brisbane innerhalb von 2 Stunden zu erreichen ist. Mit einer Einwohnerzahl von nur 360 Personen ist es genau so friedlich, wie es sich anhört. Du kannst hier auf der Insel Pflanzen und Tiere entdecken, die es sonst auf der Welt nicht gibt. Den Ausblick vom höchsten Punkt der Insel darfst du dir natürlich auch nicht entgehen lassen!

Lamington-Nationalpark

Der Lamington-Nationalpark, der sich mit einem bekannten Gericht Australiens den Namen teilt, liegt nicht weit entfernt von den hellen Lichtern der Gold Coast in Queensland. Die vielen Regenwälder, Wasserfälle, Tracking-Pfade und vor allem die Vogelwelt machen einen Besuch des Parks lohnenswert.

Moreton Island

Eine kurze Fahrt mit der Fähre von Brisbane aus entfernt liegt die idyllische Insel Moreton. Dort kannst du auf „australische Art“ (auf Sand) rodeln, mit Delfinen abhängen oder um die Schiffswracks herum schnorcheln, die direkt vor der Küste gesunken sind.

Lake McKenzie

Mit dem wahrscheinlich weißesten Sand auf der ganzen Welt, fühlt sich der Lake McKenzie auf Fraser Island wie Ort aus einem Traum an. Weil der See oberhalb des Wasserspiegels liegt, ist er nur mit Regenwasser gefüllt. Dies bedeutet gleichzeitig: Keine Krokodile oder irgendetwas anderes Lebendiges und somit Badespaß pur.

Bundaberg

Abgesehen von dem geliebten australischen Bundaberg-Rum ist die Stadt Bundaberg auch gar nicht so schlecht. Wenn du unbeantwortete Rätsel magst, fahr doch zu den Mystery Craters in South Kolan und versuche herauszufinden weshalb sie entstanden sind. Aber wie der Name es bereits andeutet, hat noch niemand herausgefunden wieso es sie eigentlich gibt.

Cania Gorge Nationalpark

Der Cania Gorge Nationalpark beherbergt viele der australischen Tierarten wie zum Beispiel Wallabys und Schnabeltiere und ist der perfekte Platz um sich Zurückzuziehen. Vergiss aber nicht dir die Wandmalereien der Aborigines von vor über 19.000 Jahren anzusehen.

Lady Musgrave Island

Quasi wie eiin wunderbarer Traum: schwimme mit tropischen Fischen in der geschützten Lagune des Lady Musgrave Island, schnorchele zwischen den Korallen oder lass dich vom blauen Himmel faszinieren während du am wunderschönen Strand liegst. Wahrscheinlich einer der am meisten unterschätzen Tagesausflüge in Australien.

Whitehaven Beach

Okay, wir haben gemogelt, ein wirklicher Australien Geheimtipp ist das nicht…es ist der wohl meist fotografierte Strand in Australien. Du wirst dich aber wundern, wie leise es hier in Wirklichkeit ist! In jedem anderen Land mit einem solchen Strand würde dieser mit Touristen überschwemmt werden, da Australien über 10.000 Strände besitzt, teilt sich die Masse an Menschen auf. Und so kannst du selbst am Whitehaven Beach etwas Ruhe genießen.

Vermutlich möchtest du nun sofort nach Australien fliegen und jeden dieser einmaligen Orte besuchen. Den passenden Flug findest du natürlich bei uns. Also, los geht’s!

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 4.0/5 (3 votes cast)