Work and Travel in Australien – Meine Vorbereitung

Hallo liebe Leser, ich bin Melli, 27 Jahre alt und eine reisebegeisterte Frohnatur. Nach meinem Road Trip in 2012 durch Amerika war nun Work and Travel in Australien dran. Ich lasse mich nie und von keinem Hindernis von meinen Reisen abbringen und möchte trotz meines Handicaps zeigen, dass man alles schaffen kann wenn man nur will und den Mut dazu hat.

Die Vorbereitung meines Work and Travel in Australien

Ehrlich gesagt: in meinem Fall gab es nicht sehr viele Vorbereitungen. Die Idee ein halbes Jahr lang Work and Travel in Australien zu machen, kam mir ziemlich spontan. Ich wollte einfach raus, etwas Neues kennenlernen. Nicht denselben Alltagstrott wie seit vielen Jahren erleben. Daher bin ich eher unvorbereitet an die Sache heran gegangen. Was im Nachhinein sogar die beste Vorbereitung gewesen ist! Das Gute daran war, dass man nicht enttäuscht werden kann, da man vorab nicht so viele Erwartungen aufbaut. Man stürzt sich einfach in etwas komplett Neues. Und im Endeffekt kommt eh immer alles anders als man plant 😉

Die besten Entscheidungen oder Reisen ergeben sich meistens unerwartet und spontan.

Unterstützung durch Reiseexperten

Ein paar grundlegende Dinge, sollte man allerdings doch vorab in die Wege leiten und sich ein paar Infos dazu besorgen. So bin ich damals zum STA Travel Shop gegangen und habe dort Unterstützung und Hilfe für meinen Work and Travel Aufenthalt bekommen. Dadurch, dass die Reise bis dahin kein Thema für mich gewesen ist, war mein Informationsstand zu Australien und Work and Travel im Allgemeinen, kaum bis gar nicht vorhanden. Zum Glück das war alles kein Problem, da sich die Mitarbeiter meines STA Travel Shops alle bestens auskennen und mir so bei den Vorbereitungen des Work and Travel zur Seite standen.

Ich würde übrigens auch immer wieder über STA Travel buchen, da sowohl die Vorbereitung, wie auch die Hilfe vor Ort mit der Steuernummer und Bankkarte problemlos funktioniert haben. Es ist einfacher jemand zur Seite zu haben, der solche Reisen tagtäglich organisiert und verkauft.

Gruppen auf Facebook

Außerdem rate ich jedem, sich in bei einer oder mehreren der vielen Backpacker Gruppen auf Facebook anzumelden. Auf den ersten Blick ist sicher alles ein bisschen zu viel Info auf einmal und meine Startseite war ab da an jeden Tag voll mit den Beiträgen der ganzen Backpacker. Doch man bekommt so sehr viel von den Erfahrungen und Tipps anderer mit. Vor allem aber kann man so Travelmates finden. In den Gruppen kann man sich super zu einzelnen Detailfragen austauschen, z.B. welche Reiseversicherung die beste ist, welcher Rucksack sich am besten eignet usw. Oder aber auch, wo man am besten mit der Reise anfängt. Generell bekommt man durch das Lesen der verschiedenen Erfahrungen einen ganz guten Eindruck und kann sich seine eigene Meinung bilden. Ihr solltet euch aber natürlich nicht verrückt machen (lassen). Am Ende müsst ihr selbst entscheiden und schauen was für euch das Beste ist bzw. womit ihr euch am wohlsten fühlt.

Wohnung & Job

Die einzigen Themen, die ich bei der Vorbereitung meines Work and Travel wirklich planen musste, waren: was mache ich mit meiner Wohnung und dem Job? Damit ich nicht nach der Reise bei Null anfangen musste habe ich während dem halben Jahr in Australien meine Wohnung untervermietet. Bei meinem Job wurde ich für die Zeit freigestellt. Klar hatte ich damit sehr viel Glück und nicht jeder Arbeitgeber zieht bei sowas mit. Aber fragen kostet nichts, also einfach mal nachfragen, eventuell gibt es diese Möglichkeit sowieso, ihr kennt sie vielleicht nur nicht. Wer nicht wagt der nicht gewinnt! 🙂

Visum

Ein sehr wichtiger Tipp in meinen Augen: kümmert euch früh genug um euer Working Holiday Visum! Auch wenn meine Freundin und ich wahrscheinlich unter vielen die einzigen waren die damit Probleme hatten. Aber sicher ist sicher. Wir hatten beide erst kurz vor knapp die Bestätigung für unsere Visa erhalten und so etwas zehrt unfassbar an den Nerven. Der australischen Regierung ist natürlich egal ob man morgen in den Flieger steigt und das Visum aber noch nicht in der Tasche hat. Und wenn es, wie bei meiner Freundin, ganz doof läuft muss man alles umbuchen.

Und sonst so?

Aber alles weitere wie z.B. Gepäck, Reiseunterlagen, etc. – macht euch keinen Stress. Bei den Reiseunterlagen und der Organisation vorab war mir der STA Travel Shop in Ulm eine große Hilfe.

Ansonsten gilt das Übliche: packt nicht zu viel in euren Rucksack – wie das immer so ist, man zieht schlussendlich nur die Hälfte an. Und ich würde auf jeden Fall einen Laptop mitnehmen um immer mal wieder alle Bilder und Videos zu sichern.

Doch am Besten – Augen zu und durch! Traut euch, seid offen, es wird schon schief gehen. Denkt immer daran: ganz viele andere haben das auch schon vor euch gemacht 🙂

Habt ihr selbst bereits ein Work and Travel in Australien gemacht? Was sind eure Tipps für die Vorbereitung?

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Sri Lanka – 5 Dinge, die ihr unbedingt machen müsst!

Wer Traumstrände, fabelhaftes Essen und atemberaubendes asiatisches Flair sucht, der wird in Sri Lanka fündig werden. Ob tropische Strände an der Küste, blühende Gärten im Hochland oder Tierparadiese in den zahlreichen Nationalparks – hier kommt jeder auf seine Kosten. Ich bin Paul von abnachwelt und habe fünf ganz besondere Sri Lanka Highlights zusammengeschrieben, mit denen ihr das Beste aus eurer Reise macht.

Fünf Sri Lanka Highlights

1) Mit den Öffis fahren

Die Eisenbahn in Sri Lanka ist für viele ein besonderes Highlight. Vor allem die Strecke im Hochland bis Ella verspricht schöne Landschaften und tolle Aussichten. Wer aber besonders abenteuerlustig ist, der sollte mit dem Bus fahren. Komfort sucht man hier zwar vergeblich, ein Abenteuer ist es aber auf jeden Fall. Egal wohin man fahren will, es gibt immer einen Bus. Und egal welcher Bus, er ist immer bis auf den letzten kleinen Winkel mit Einheimischen vollgestopft. Klimaanlage gibt’s natürlich keine, stattdessen werden die Lautsprecher und Subwoofer an ihre Grenzen gebracht. Wetten, dass auch ihr nach weniger Busfahrten die heimischen Charts rauf und runter singen könnt! Wer sich aber auf die anstrengenden und manchmal schweißtreibenden Fahrten einlässt, wird zu Hause mit Sicherheit noch Jahre später aufregende Geschichten erzählen können.

 

2) Wahllos unbekanntes Obst kaufen

Rote Bananen, Mangostanen oder vielleicht eine Jack Fruit – wer kann da schon nein sagen? Die beste Auswahl an bekannten und unbekannten Früchten bekommt man an den zahlreichen Obstständen gleich um die Ecke. Papayas, Ananas, Wassermelonen, Mangos und vor allem Bananen sind köstlich und sollten unbedingt ausprobiert werden. Vielleicht sogar mit einer Packung Curd, einem leckeren einheimischen Joghurt aus Büffel-Milch. Übrigens: Mein absolutes Lieblingsobst waren die fruchtigen Maracujas – jeden Tag wieder eine kleine Geschmacksexplosion und definitiv ein Sri Lanka Highlight.

 

3) In Homestays schlafen und essen

Die beste Art, um in Sri Lanka günstig und gut zu schlafen, sind Übernachtungen in Homestays. Diese kleinen privaten Unterkünfte haben meist nur zwei oder drei Zimmer, und das hat große Vorteile. Denn die Sri Lanker sind ein äußerst freundliches und extrovertiertes Volk, und so wird man nicht nur herzlich willkommen geheißen, sondern kann auch sehr schnell in Kultur und Lebensweise im Land eintauchen. Wir hatten oftmals Glück und unsere Hosts konnten uns immer mit super Insider-Wissen weiterhelfen. Nicht nur Infos über Bus, Zug oder Tuk-Tuk bekamen wir, einmal wurden wir sogar zu einer privaten Safari eingeladen oder konnten zum halben Preis eine Whale-Watching-Tour in Mirissa genießen. Außerdem gibt’s in den Homestays die mit Abstand besten Currys: frisch zubereitet in Mutti’s Küche direkt neben eurem Schlafzimmer.

 

4) Den Sonnenaufgang am Adams Peak bewundern

Eine Wanderung auf den heiligen Adams Peak ist sicherlich eine der imposantesten und einzigartigsten Aktivitäten die man auf Sri Lanka unternehmen kann. Die mehr als 5.000 beleuchteten Stufen bis zum Gipfel müssen in der Nacht erklommen werden, am besten ist dazu ein Start um zwei Uhr nachts. Zugegeben, ganz munter waren wir zu Beginn der Wanderung noch nicht, aber die Anstrengungen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Spätestens als wir ab fünf Uhr früh mit einem farbenfrohen Sonnenaufgang vom Gipfel des fünfthöchsten Berges Sri Lankas belohnt wurden.

 

5) Dir deinen eigenen Strand suchen

Es gibt sie tatsächlich: Die einsamen, kilometerlangen Traumstrände Sri Lankas. Vor allem im Norden und Osten, aber auch im Südosten hat man gute Chancen, mehrere Kilometer Strand für sich alleine zu finden. Nahezu jeder Strand eignet sich hier als Postkarten-Motiv, also unbedingt die Kamera einpacken und fertig ist das perfekte Profilbild.

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Südafrika – Highlights der Panorama-Route

Hallo, ich bin Kathi und reise seit mittlerweile 10 Jahren intensiv. Bei unserem 3-wöchigen Road Trip durch den Osten Südafrikas entschieden wir uns für einen Ausflug auf der Panorama-Route. Diese gehört zu den wohl bekanntesten und vielfältigsten Routen des Landes und war für unsere Strecke perfekt zwischen Johannesburg und dem Krüger-Nationalpark gelegen. Hier erzähle ich euch von meinen persönlichen Highlights. Auf meinem Blog findet ihr übrigens weitere Berichte und Tipps rund um das Reisen.

Meine 5 Highlights der Panorama-Route

Die Sehenswürdigkeiten der Panorama-Route sind allesamt leicht zu erreichen, ohne dass eine größere Portion an Fitness gefragt ist. Eine wohltuende Abwechslung zu langen Wanderungen und etlichen Pirschfahrten. Uuuuuuund los geht die Fahrt…

Auf zu den Lone Creek Falls

Südlich von Graskop gelegen, befindet sich der wohl schönste und beeindruckendste Wasserfall der ganzen Route. Vorbei an malerischen Berglandschaften und dichten Wäldern fahren wir ca. 15 min südlich bis wir in eine holprige Straße einbiegen, die mit vielen Schlaglöchern versehen ist. Am Ende der Straße zahlen wir ein kleines Eintrittsgeld und fahren weiter zum Parkplatz. Nur einige Meter entfernt sehen wir schon den gigantischen Wasserfall in seiner vollen Pracht. Ganz alleine, ohne weitere Besucher, können wir uns den Lone Creek Falls nähern und unsere Füße ins feuchte Nass halten. Der Weg links neben dem Wasserfall führt zu einem höher gelegenen Punkt, den man nach wenigen Minuten Fußmarsch erreicht. Schön ist vor allem, dass man so nah an den Wasserfall herankommt und die unglaubliche Kraft der Wassermassen spüren kann.

Über Graskop nach Norden

Um zu den nächsten Highlights der Panorama-Route zu gelangen, müssen wir uns wieder gen Norden begeben und fahren durch das kleine Städtchen Graskop. Hier gibt es einen kleinen Supermarkt, einen Wochenmarkt, einige Cafés und einen absolut traumhaften Campingplatz. Der Campingplatz „Panorama-Chalets“ besitzt zudem auch Lodges, ein Restaurant, einen Kiosk und einen umwerfenden Naturpool, der einem einen kilometerweiten Blick auf die Bergregion bietet. Ein absolutes Highlight ist es, hier den Sonnenaufgang und den Sonnenuntergang zu beobachten!

Bourkes‘ Luck Potholes

Die Felsformationen der Bourkes‘ Luck Potholes befinden sich von Graskop aus ca. 20 Minuten in nördlicher Richtung gen Blyde River Canyon. Nach dem obligatorischen Eintrittsprozedere und einem kurzen Fußmarsch, gelangten wir an die Brücken der Potholes von wo aus man die Auswaschungen und tiefen Strudellöcher bewundern kann.

Die Brücken sind relativ hoch und ich muss gestehen, dass meine Beine beim Anblick der Schluchten unter mir immer weicher wurden.

Behutsam warf ich einige Blicke nach unten und bewegte mich schnell weiter zu dem kleinen Wasserfall und einem flachen seeartigen Areal. Doch generell ist der Ort super um die Seele baumeln zu lassen. Um die Mittagszeit herum ließen wir uns die Sonne ins Gesicht scheinen, während unsere Füße im Wasser baumeln.

Traditionelles Essen – „Potluck Boskombuis“

Für ein authentisches südafrikanisches Mittagessen vor wunderschöner Kulisse direkt am Fluss, sind wir ca. 5 km südlich der Bourkes‘ Luck Potholes in eine Seitenstraße gefahren. Dort befindet sich die Garküche des „Potluck Boskombuis“.

Hier kochen Einheimische diverse landestypische Gerichte immer kombiniert mit pap, dem traditionellen Maisbrei. Zudem gibt es eine Auswahl südafrikanischer Nachspeisen, Bier und auch Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten.

Die Atmosphäre ist sehr angenehm und wer möchte, kann den Einheimischen beim Zubereiten der Speisen über die Schulter sehen.

Atemberaubender Blyde River Canyon

Mein absolutes Highlight auf der Panorama-Route war der Blyde River Canyon mit seiner 33 km langen und 800 m tiefen Schlucht. Nicht weit vom Parkplatz entfernt fanden wir gleich den ersten Aussichtspunkt mit traumhaftem Blick auf die Berge. Einige Meter weiter – vom Parkplatz kommend links gelegen – dann das riesiges Ausmaß des Canyons.

Die Weite des Blyde River Canyons ist atemberaubend und bietet im Kontrast mit dem Blau des Himmels eine Wahnsinns Fotokulisse.

Wir waren am Nachmittag hier und hatten den drittgrößten Canyon der Welt ganz für uns alleine. Einfach wunderbar!

Mein Fazit: Die Panorama-Route war wirklich eine tolle Abwechslung zu Safari, Stadt und Bergwanderungen auf unserem Road Trip durch Südafrika. Mir hat die Route besonders wegen ihrer Vielfalt und der einfachen Erreichbarkeit gefallen. Für kleines Geld kann man hier einzelne Highlights bestaunen und kommt schnell und sicher zum gewünschten Zielpunkt. Wichtig ist auch hier, dass man die Wertsachen aus dem Auto mitnimmt bzw. nicht offen zur Schau legt. Wer dies beachtet, verbringt hier bestimmt eine gute Zeit.

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11 Dinge, die ich auf meiner Weltreise gelernt habe

Es ist kaum zu glauben, dass sich meine Weltreise schon gen Ende neigt. Ich habe nicht nur unzählige unvergessliche Erlebnisse und Erinnerungen im Herzen, sondern ich durfte auch viele wundervolle und inspirierende Menschen kennenlernen, so viel Schönes von dieser Welt sehen und vor allem sehr viel dazu lernen. Diese Reise war ausnahmslos das Beste, das ich je gemacht habe und hat mich in jeder Hinsicht wachsen lassen, mich bereichert und beschenkt.

In acht Monaten Weltreise bin aus einem Flugzeug mehrere Kilometer tief gesprungen, bin mit wilden Delfinen im Meer geschwommen, habe am Strand bis zum Sonnenaufgang gefeiert, bin mit dem Auto tausende Kilometer auf der anderen Straßenseite gefahren, durfte atemberaubende Sonnenuntergänge sehen, habe andere Kulturen kennengelernt, Kängurus in freier Wildbahn gesehen, habe einen Vulkan bestiegen, war bei einem balinesischen Heiler, habe die Seele auf grünen Inseln baumeln lassen, und, und, und. Ich habe den Moment gelebt und erzähle euch heute von den wichtigsten Dingen, die ich auf der Reise gelernt habe.

Das habe ich auf meiner Weltreise gelernt

1) Wir sind alle gleich.

Wenn man mit BrasilianerInnen über Tinder spricht, mit AmerikanerInnen über dieselben Ängste und Träume, mit LibanesInnen über den Platz in der Gesellschaft oder mit KanadierInnen den selben Musikgeschmack teilt – dann merkt man schnell: wir sind alle gleich. Zwar kommen wir alle aus verschiedenen Kulturen und sind anders aufgewachsen, doch sind wir alle Menschen, mit Seele und Herz und uns oft ähnlicher, als wir zu glauben scheinen.

2) Vorurteile und Stereotypen bestätigen sich fast nie.

Bevor man mit einem Menschen spricht, hat man diesen oftmals in seiner Vorstellung schon in eine Schublade gesteckt. Basierend auf der Körpersprache, verschiedenen Aussagen oder dem Aussehen. Doch besonders auf Reisen wird man oft eines besseren belehrt: sobald ich jemanden kennenlernte, wurde jede einzelne Schublade aufgesprengt und verschwand.

3) Die eigene Komfortzone zu verlassen ist eines der bereicherndsten Erlebnisse.

Die eigene Komfortzone zu verlassen macht Angst und erfordert Mut. Doch lernt man dabei nicht nur viel über sich selbst, sondern hat zudem die Möglichkeit Dinge zu machen, die man so niemals hätte erleben können – noch dazu ist man so stolz auf sich selbst, sich überwunden zu haben.

4) Auf seine Intuition vertrauen.

Im Alltag hatte ich das Gefühl weniger auf meine Intuition zu vertrauen, als ich das auf Reisen tue. Unterwegs lernt man wieder mehr auf sein Bauchgefühl zu hören und schneller Entscheidungen zu treffen. Will ich morgen die Bootstour mitmachen? Will ich bei diesem Taxi-Fahrer mitfahren? Will ich diesen Weg entlang laufen oder lieber wieder umkehren?

5) Das nächste Mal einen kleineren Backpack dabei haben.

Oh ja! Ich hatte einen älteren, schweren, massiven Koffer dabei, den ich zum Rucksack umfunktionieren konnte. Das war natürlich sehr praktisch, aber als Backpack war er einfach zu groß und hatte zu viel Eigengewicht. Besonders für Asien lohnt sich meiner Meinung nach ein leichterer Backpack.

6) „Warum nicht?“ ist das beste Motto einer solchen Reise.

Auf der Reise habe ich Fragen zu Ausflügen oder Abenteuern stets mit der Gegenfrage: „Warum nicht?“ beantwortet. War meine innere Antwort lediglich eine Ausrede, habe ich stets zugesagt. Und damit die besten Erlebnisse, Reisebuddies, Hostels oder Reiserouten erlebt.

7) Eine grobe Planung ist gut, aber spontanes Reisen kann sehr befreiend sein.

Hätte ich meine Reise komplett durchgeplant, wären mir Begegnungen mit so vielen tolle Menschen, einmalige Erlebnisse und wunderschöne Orte flöten gegangen. So konnte ich stets meine grobe Route einfach anpassen und mit neuen Freunden weiter reisen oder einen Ort kennenlernen, den ich nicht auf meiner Liste stehen hatte.

8) Distanzen bekommen eine völlig neue Bedeutung.

Für einen Tag in eine Stadt vier Stunden unterwegs zu sein, oder 12 Stunden im Zug für ein Wochenende – das kann schon mal vorkommen. In Deutschland ist es mir manchmal schon zu weit drei Stunden zu fahren. Doch wenn ich dann von einer Reisenden aus Kanada höre, dass sie endlich in der Nähe ihrer Familie lebt – wir sprechen von einer achtstündigen Autofahrt – merkt man, dass wir in Europa wirklich sehr gut und schnell vernetzt sind.

9) Man lernt, die kleinen Dinge zu schätzen.

Nach vielen Monaten auf Reisen vermisst man manchmal die kleinen Dinge des Lebens. Beispielsweise hat es mich nach zwei Monaten sehr gestört, dass ich an den meisten Orten in Asien nicht einfach mein eigenes Frühstück zubereiten konnte, sondern morgens (als Morgenmuffel!) stets nach einem Restaurant suchen musste. Und dann weiß man nicht, ob das Essen auch wirklich schmeckt oder man es verträgt. Es ging sogar so weit, dass ich deswegen todunglücklich war. Erst als ich an einem Ort für mehrere Tage blieb UND es gutes Frühstück gab, hob sich meine Laune.

10) Oft akzeptiert man jeden einfach so, wie er/sie ist.

Auf Reisen sind meist die letzten Fragen, die man im ersten Gespräch stellt, was man beruflich macht oder wie man eigentlich heißt. Man akzeptiert die Menschen einfach so wie sie vor einem sitzen. Mit ihrer Lebensgeschichte, ihren Träumen und Zielen. Da wird nicht gefragt, WIESO man dies oder jenes in der Gesellschaft nicht macht, sondern man wird nach seiner Persönlichkeit gefragt. Das ist herrlich erfrischend und ich freue mich immer wieder auf neue Menschen – und ist man einmal mit jemandem nicht auf einer Wellenlänge, dann ist das auch okay. Denn man ist nicht dazu gezwungen Zeit miteinander zu verbringen.

11) Doch man findet überall Freunde, mit denen man auf einer Wellenlänge ist.

Der schönste Punkt auf dieser Liste: Menschen, mit denen man sich sofort versteht und auf einer Wellenlänge ist, findet man meist überall. Vielleicht gibt es auch einmal ein, zwei Tage, an denen man zwar tolle Menschen kennenlernt, aber niemanden, mit dem es so richtig „klickt“. Doch dafür ist die andere Zeit dann so viel lustiger, intensiver und schöner. Freundschaften bilden sich, die hoffentlich lange halten und noch viele weitere Reiseerinnerungen mit sich bringen. Man hat Freunde auf der ganzen Welt und macht die Welt zu seinem Zuhause.

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Yoga auf Reisen – Nicaragua & Costa Rica

Ich bin Denise und Yoga ist neben Surfen meine Leidenschaft. Ich bin viel in der Welt unterwegs und natürlich möchte ich Yoga auf Reisen auch nicht missen, vielen von euch geht es da bestimmt genauso. Ihr sucht nach Möglichkeiten, Yoga in Mittelamerika zu praktizieren? Dann lest einfach weiter.

Yoga in Nicaragua und Costa Rica – 5 Orte, die man als Yogini besucht haben sollte

Ich möchte euch die tollen Yoga-Orte nicht vorenthalten, die mich auf meiner Reise durch Nicaragua und Costa Rica am meisten begeistert haben. Los geht’s:

Granada ChocoMuseo, Nicaragua – Schokolade und Yoga

Zu Beginn sollte gesagt werden, dass quasi jeder Yogini Schokolade liebt, stimmt’s? 🙂 Schon allein deswegen zahlt sich ein Besuch im Schokolademuseum in Granada aus. Es gibt Schokolade in allen Varianten und Formen, aus der eigenen Kakaoplantage. Die Yoga-Klassen in Granada sind total toll und zwar vor allem das Kombi-Paket: Yoga-Klasse mit anschließendem Choco-Brunch. Was will man mehr? Unbedingt vorbeischauen!

Isla de Ometepe, Nicaragua – Pacha Mama und Yoga

Im Yoga beschäftigt man sich oft mit dem Ursprung des Seins. Mit Mutter Erde, dem Weltall und mit der Energie und der Kraft, die davon ausgehen. Was ich beim Yoga in Nicaragua auf der Isla de Ometepe erlebt habe, kann ich schwer in Worte fassen. Es ist ein magischer, wunderschöner Ort. Auf der Insel befinden sich zwei aktive Vulkane und viel Natur. Die Tiere laufen sogar frei auf der Straße und am Strand herum. Die Gegend rund um den kleineren Vulkan ist sehr urig. Das Essen wird regional angebaut und alles ist hausgemacht. Soul Food. Die Bohnen für unseren Frühstückskaffee stammten vom Nachbarn und dazu gab es Gemüse aus dem Garten und selbstgemachte Erdnussbutter. Pacha Mama!

San Juan del Sur, Nicaragua – Surfen, Smoothies und Yoga

San Juan del Sur ist ein cooles Surf-Städtchen im Süden von Nicaragua mit hippen Restaurants, Strand und Surf-Vibes. Und da darf Yoga natürlich auch nicht fehlen. Wir waren damals im Studio „Zen Yoga“. Viele Vinyasa Flow- und Power Yoga-Klassen, aber auch Chill-Flow und Restorative-Klassen, was vor allem nach dem Surfen total gut tut und was ich euch nur ans Herz legen kann.

Santa Teresa, Costa Rica – Sonnenuntergang und Yoga

Santa Teresa befindet sich im Norden von Costa Rica und ist ein beliebter Touristenort – ist aber dennoch nicht überlaufen. Meiner Meinung nach, findet ihr hier die schönsten Sonnenuntergänge in ganz Costa Rica!

Aber auch Yoga ist in Santa Teresa sehr beliebt. Das „Casa Zen“ bietet z.B. jeden Tag mehrere Yoga-Klassen an und man praktiziert im oberen Stock auf der Terrasse, umgeben von Palmen.

Manchmal kann man sogar das Meeresrauschen hören. Es gibt auch Vinyasa Vino Klassen – dabei gibt es im Anschluss selbstgemachte Schokolade und ein Glas Wein 🙂

Montezuma, Costa Rica – Hippies, no worries und Yoga

Montezuma in Costa Rica ist ein außergewöhnlicher Ort. Wenn ihr schon immer einmal wissen wolltet, wie und wo noch echte Hippies leben, dann plant einen Stopp in Montezuma ein. Hier gibt es keinen Stress und keine Sorgen. Yoga praktizierten wir im „Montezuma Yoga“. Auch ein wunderschönes Studio mit offenem Yoga-Raum. Während der Klasse hört man den Wind und das Rauschen der Blätter. So viel Natur, so schön! Nach der Yoga-Klasse kann man zum Beispiel eine Canopy-Tour machen oder eine kleine Wanderung zu den Wasserfällen. Paradies!

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Mittelamerika – Nicaragua & Costa Rica

Ich, Denise, 26 Jahre, wollte einfach weg. Ans Meer. In die Natur. Surfen und Yoga machen. Die Gedanken gingen mir schon einige Zeit lang durch den Kopf – bis ich endlich meinen Flug nach Nicaragua gebucht habe. Und habe ich es bereut? Oh nein. Im Gegenteil, ich habe mich lebendiger als je zuvor gefühlt! Deshalb kommen hier meine

5 Gründe, warum man nach einer Reise nach Nicaragua und Costa Rica glücklicher ist als zuvor

Lebendige Kolonialstädte – Palmen und Häuserwände in Granada

In Granada, Nicaragua, ist alles sauber, sicher und bunt. Da ich keine überfüllten Touristenorte mag, war ich hier positiv überrascht. Bis jetzt hat es wenige Touristen hierher verschlagen. Es ist eine beeindruckende Kolonialstadt, die viel zu bieten hat, und wenn es nur eine Häuserwand ist. Das Leben findet hier definitiv auf der Straße statt. Man kann bis in die Nacht gut essen, trinken und tanzen – glücklich!

Vulkanbesteigung – gefährlich schöne Aussicht

Das war ein Abenteuer. Keine Absicherungen, teilweise keine Wege – und trotzdem haben wir es auf der Isla de Ometepe bis ganz nach oben auf den Vulkan Concepción geschafft. An der Spitze mussten wir gleichzeitig weinen und lachen. Adrenalin pur – glücklich!

Unberührte Natur – La Pura Vida und Affen

Während einer Bootstour auf dem Nicaraguasee ist uns dieser süße Affe auf einer kleinen Insel begegnet, der unserem Guide prompt den Nica Libre aus der Hand getrunken hat. Ich mag Affen. Außer in der Nacht. Habt ihr schon mal umgeben von Brüllaffen geschlafen? Es klingt so als würden zehn schreiende Männer vor deinem Fenster stehen – müde, aber glücklich!

Es gibt sooo gutes Essen in Nicaragua – hier ein Fisch aus dem Nicaraguasee, der Name ist guapote, das heißt „der Schöne“  – sarkastisch gemeint, da er in der Tat wirklich hässlich ist ;). Die Beilage ist eine Spezialität in Nicaragua: patacones, das sind Kochbananen). Die schmecken wie Kartoffeln. Gutes Essen macht mich – glücklich!

Canopy-Tour durch den Regenwald inkl. Wasserfall-Springen. Oh mein Gott – glücklich!

Surfers Paradise in Nicaragua – Hang Loose und Nica Libre

Wir waren in einem Surfcamp in der Nähe von Playa Maderas. Es hat so viel Spaß gemacht, weil mein Surflehrer mir beibrachte, wie man auf dem Surfbrett auch wirklich aufstehen und stehen bleiben kann. Am besten hat mir der Surf-Spot Playa Hermosa gefallen. Auch San Juan del Sur ist ein total cooles Surf-Städtchen mit Smoothies, Surfshops und viel Nica Libre – glücklich!

Costa Rica’s Strände – Sonnenuntergänge und Yoga

Die Strände auf der Nicoya-Halbinsel von Costa Rica sind traumhaft. Alle Menschen treffen sich abends am Strand, um gemeinsam den Sonnenuntergang zu erleben. Ein schönes Gefühl.

Auch Yoga wird hier an jeder Ecke angeboten, was mich mehr als glücklich gemacht hat. In unserer Unterkunft „Casa Zen“ wurden jeden Tag mehrere Yoga-Klassen auf der Terrasse veranstaltet, umgeben von Palmen – glücklich!

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Mit dem Camper in Neuseeland – Tipps und Tricks zur Vorbereitung und vor Ort

Neuseeland ist das perfekte Reiseland für Roadtrip-Fans! Egal, ob mit Campervan, Wohnmobil oder Zelt; die neuseeländische Infrastruktur macht es leicht durch Neuseeland zu reisen. Mit einem Campervan bist du flexibel, kannst spontan entscheiden, wohin es gehen soll, übernachtest an den traumhaftesten Stellplätzen oder campst direkt unter den Sternen am Meer. In diesem Post erzähle ich dir, was du für die Planung deines Roadtrips mit dem Camper in Neuseeland und letztlich vor Ort wissen musst.

Reiseplanung Neuseeland

Campervan: Mieten oder Kaufen?

Die erste Frage, die du dir bei deinen Vorbereitungen stellen solltest, ist die nach der Länge deiner Reise. So beantwortet sich die Frage, ob du einen Camper lieber mietest oder direkt kaufst, von selbst. Bei einer Reisedauer von mehr als zwei Monaten lohnt sich bereits der Kauf. Beim Kauf eines Campers, Autos oder Wohnmobils hast du den Vorteil, dass du theoretisch Geld sparen kannst, in dem du das Fahrzeug am Ende deiner Reise wieder verkaufen kannst. Dennoch trägst du das Risiko im Falle eines Unfalls, es ist nicht garantiert, dass du den Einkaufspreis wieder reinbekommst. Ich kann dir aber versichern, dass der Autokauf in Neuseeland eher unkompliziert ist.

Wie und wo kaufen?

Wenn du einen Campervan kaufen möchtest, solltest du zunächst mehrere Tage, mindestens aber eine Woche, für den Kauf und später auch Verkauf einplanen. Am besten beginnst du bereits in Deutschland mit der Recherche. Dafür gibt es spezielle Websites wie TradeMe, Gumtree oder auch Backpackerboard oder du schaust einer der vielen Backpacker-Neuseeland-Facebook-Gruppen vorbei. Vor Ort wirst du in den meisten Hostels am schwarzen Brett fündig.

Wichtig ist auch die Jahreszeit zu der du kaufst und verkaufst. Im Sommer kommen die meisten Touristen und Backpacker nach Neuseeland, sodass die Preise enorm steigen. Auch sind die Preise in Auckland am höchsten, da hier Angebot und Nachfrage am größten sind. Preiswerter ist es in Christchurch auf der Südinsel.

Wie und wo mieten?

Bei meiner letzten Neuseeland-Reise entschieden meine Reise-Freundin und ich uns dafür einen Campervan zu mieten. Wir waren insgesamt neun Wochen on the road und haben keinen einzigen Tag bereut!

Der Markt der Vermietungen für Campervans in Neuseeland ist riesig. Quasi ein unüberschaubarer Dschungel. Um einen Überblick zu bekommen, empfehle ich, überlege dir vorab, was du genau suchst: Soll es ein kleiner Campervan sein, der das Nötigste wie Bett und Mini-Küche an Bord hat? Oder doch das komfortable Wohnmobil mit eigenem Klo? Das grenzt die Anbieter schon mal ein.

Deinen Campervan solltest du aus Deutschland buchen. Denn die Nachfrage ist groß und bei einer kurzfristigen Buchung, kann der Preis enorm in die Höhe schnellen. Außerdem gibt es immer wieder tolle Angebote. Sich hier zu informieren macht durchaus Sinn und du kannst mitunter ein gutes Schnäppchen ergattern.

Auf der Webseite von STA Travel kannst du dir einen guten Überblick über die einzelnen Camper Anbieter machen und direkt die Ausstattung miteinander vergleichen. Vom bunt besprühten Camper für Backpacker bis zum großen Wohnmobil für die ganze Familie, ist dort alles zu finden.

Darauf solltest du beim Mieten eines Campervans achten:

Welche Dokumente brauchst du zum Fahren eines Campervans in Neuseeland?

Um in Neuseeland ein Fahrzeug steuern zu dürfen, brauchst du einen international gültigen Führerschein, musst mindestens 21 Jahre alt sein (bei STA Travel gibt es auch Anbieter, bei denen das Mindestalter 18 Jahre ist) und einen nationalen Führerschein aus deinem Heimatland besitzen, der älter als ein Jahr ist. Fahrer unter 25 Jahren zahlen bei den Vermietern meist mehr, weil die Versicherung dann teurer ist.

Kosten für den Campervan

Die ernüchternde Erkenntnis zuerst: Neuseeland gehört zu den teuersten Reiseländern der Welt! Das solltest du bei deiner Reiseplanung immer im Hinterkopf haben und lieber zu viel als zu wenig Geld für deine Reisekasse einplanen.

Die Kosten für den Kauf oder das Anmieten eines Campervans hängen zum einen davon ab, wann du Neuseeland bereisen möchtest. Zum Mieten ist außerdem die Dauer wichtig und was für ein Auto du dir ausgesucht hast. Mein Tipp beim Mieten: Auf den ersten Blick sehen die größeren Camper (ich meine nicht Wohnmobile) zwar teurer aus. Sie haben jedoch die sogenannte Self-Contained-Plakette, die dir erlaubt auf günstigeren Campingplätzen oder gar kostenlos zu stehen. So kannst du vor Ort bares Geld sparen!

Meine detaillierte Kostenaufstellung für eine 9-wöchige Neuseeland-Reise mit dem Camper findest Du übrigens hier auf meinem Blog.

Routenplanung für deinen Neuseeland-Roadtrip

Hui, das Thema Routenplanung ist neben der Fahrzeug-Suche eine große Herausforderung bei deiner Reiseplanung. Für die Vorbereitung ist zum Einen wichtig zu schauen, wie viel Zeit hast du vor Ort, aber auch was interessiert dich? Bist du eher der Abenteurer, gehst gerne wandern oder doch lieber Shoppen in den Cities. Möchtest du gerne so viel abseits wie möglich der Touristenpfade unterwegs sein oder jedes Highlight mitnehmen, was geht?

Hole dir für deine Planung unbedingt Inspiration in einem Reiseführer oder im Internet. Instagram ist immer eine super Quelle, um sich erste Eindrücke zu verschaffen. Oder lies bei Reisebloggerkollegen, hier im STA Travel Blog oder bei mir die Erfahrungsberichte von anderen Reisenden.

Zur Orientierung liste ich dir kurz meine Neuseeland-Highlights auf.

Auf der Nordinsel:

Auf der Südinsel:

Vor Ort

Worauf solltest Du bei der Abholung eines Campers achten?

Du hast es geschafft: Dein Campervan ist gebucht, die langwierige Anreise ans andere Ende der Welt liegt hinter dir und nun willst du endlich durch Neuseeland reisen! Doch zügele Deine Euphorie und steige nicht direkt vom Flugzeug in den Campervan. Gönne dir erst mal eine Nacht in einem Hostel oder Hotel, um anzukommen und auszuschlafen. Denn eines braucht in Neuseeland niemand: Übernächtigte Autofahrer! Und glaube mir, deine erste Autofahrt in Neuseeland wird ein Abenteuer, denn dich erwartet der Linksverkehr. Darum achte bei der Abholung Deines Vans darauf, dass du eine kleine Einweisung in den Linksverkehr und die Gebräuchlichkeiten des neuseeländischen Straßenverkehrs bekommst. Checke noch mal alle Dokumente und gemeinsam mit einem Mitarbeiter, dass dein Campervan keine Schäden aufweist. Sollte das so sein, lass es entsprechend im Vertrag vermerken, damit du nach der Rückgabe nicht haftbar gemacht werden kannst. Wichtig ist auch, dass du dich im Beisein eines Mitarbeiters ans Steuer setzt. Bei den meisten Mietwägen handelt es sich um Automatikautos. Sollte das für dich fremd sein, frage ruhig wie Schaltung und Steuerung genau funktionieren. Dann kann es losgehen!

Straßenverkehr in Neuseeland

Wie bereits erwähnt, die erste Herausforderung im neuseeländischen Straßenverkehr ist eindeutig der Linksverkehr. Aber ich kann dir versichern, du gewöhnst Dich schnell daran rechts zu sitzen und links zu fahren. Nach ein paar Tagen betätigst du auch den Blinker statt des Scheibenwischers problemlos.

Hier die wichtigsten Infos, die du über den neuseeländischen Straßenverkehr wissen solltest:

Weitere Infos darüber, was beim Fahren in Neuseeland anders ist, erfährst du hier: www.nzta.govt.nz

Übernachten mit dem Campervan

Du hast deinen Campervan abgeholt, die ersten Kilometer liegen hinter dir und so langsam groovst du dich mit dem Linksverkehr ein. Stellt sich die große Frage: Wo übernachtest du als Camper eigentlich in Neuseeland?

Die Neuseeländer lieben Camping und dementsprechend findest du hier tolle Stellplätze für dich und deinen Camper. Vom luxuriösen Holiday Park mit Pool und Sauna bis hin zu den Naturcampingplätzen des neuseeländischen Umweltministeriums, DOC genannt, ist alles dabei.

Das allseits beliebte Wild Camping ist in Neuseeland offiziell nicht mehr erlaubt. Die Alternative nennt sich Freedom Camping. Hierbei handelt es sich um Plätze, die meist von den verschiedenen Regionalverwaltungen des Landes, betrieben werden. Du übernachtest also auf einem öffentlichen Gelände mit einfachen sanitären Anlagen und hinterlässt eine kleine Gebühr. Es wird erwartet, dass du dich respektvoll verhältst und die Stellplätze in einem sauberen Zustand zurücklässt.

Leichter haben es Camper und Wohnmobile, die die sogenannten „Self-Contained“-Plakette besitzen. Mit diesen kannst du, wenn nicht anders ausgeschildert, fast überall übernachten. Self-Contained heißt, dass dein Fahrzeug mindestens über eine eigene Toilette und einen Abwassertank verfügt.

Ohne Self-Contained-Plakette wirst du öfter auf ausgewiesene Campingplätze zurückgreifen müssen. Wir haben die Kosten gering gehalten, indem wir meist 2-3 Tage auf den günstigeren DOC-Campingplätzen übernachtet haben und zum Duschen zum Beispiel in ein Schwimmbad gingen oder jeden 4. oder 5. Tag in einen teureren Holiday Park. Das passte immer super, wenn wir beispielsweise Wäsche waschen mussten oder ein besonders verregneter Tag hinter uns lag.

Meine 3 schönsten Campingplätze in Neuseeland

Stell dir vor, du krabbelst früh morgens aus dem kuscheligen Schlafsack und der erste Blick wandert über die Sonne, die sich auf dem Meer spiegelt, das sich direkt hinter deinem Campervan ausbreitet. Mit dem Morgenkaffee lauscht Du den Wellen… Ein Traum? Auf jeden Fall und einer der Träume, den du dir bei einer Campervan-Reise in Neuseeland erfüllen kannst.

Die eindeutig schönsten Campingplätze findest du in der Abgeschiedenheit mitten in der Natur. Dabei handelt es sich vorrangig um Plätze, die vom DOC betrieben werden. Eine Auflistung findest auf der Website des Ministeriums.  Sehr hilfreich sind auch diverse Apps, die ich dir weiter unten aufgelistet habe.

Zu guter Letzt verrate ich dir noch die drei schönsten Campingplätze meiner Neuseelandreise:

Auf der Nordinsel fühlten wir uns in Earl’s Paradise am wohlsten. Der private Campingground befindet sich auf einem Hügel mit Blick aufs Meer in Whangapoa auf der Halbinsel Coromandel. Hier baut Besitzer Earl seinen Campingplatz aus, verrät dir, wo du den schönsten Strand Neuseelands findest und singt mit dir ein Ständchen im Sonnenuntergang.

Wenn dir Queenstown zu überfüllt ist und du die Ruhe der umliegenden Berge suchst, solltest du unbedingt auf der Moke Lake Campsite vorbeischauen. Der See liegt mitten in den Bergen und ist die pure Idylle! Abschalten und Welt vergessen ist garantiert. Wenn du dort hinfährst, grüß unbedingt das liebe Ranger-Pärchen von den Running Girls aus Germany, die im grünen Camper da waren.

Meinen absoluten Lieblings-Campingplatz findest du bei besonders schönem Wetter mitten in den Catlins auf der Südinsel. Südlich von Dunedin erstreckt sich diese sehr einsame Region, wohin sich nur die wenigsten Touristen verirren. Hier liegt die Purakaunui Bay Campsite. Wie der Name bereits verspricht: Ein Campingplatz inmitten einer Bucht mit Blick aufs Meer. Mit Glück und Ruhe wirst du dort Seelöwen und Pinguine sehen können. Wenn du dich traust, tauche nach Paua Muscheln, die du abends am Lagerfeuer grillst.

Die besten Apps für Camper in Neuseeland

Wie schon erwähnt, gibt es für Camperfans in Neuseeland, DIE App für alle Fälle: CamperMate. Die App ist kostenlos für iOS und Android verfügbar. Neben den Campingplätzen und dem Feedback der Nutzer, findest du hier alles, was das Camperherz begehrt: Infos zur nächsten Abwasserstationen, öffentliche Toiletten, Unterkünfte, Straßenwarnungen, Mülleimer, kostenloses WLAN und vieles mehr. Ab und an finden sich auch coole Last-Minute-Deals für Campingplätze oder Aktivitäten. Das Beste an der App ist übrigens, dass du die Kartenfunktion offline nutzen kannst. Ein zusätzliches Navi entfällt somit.

Andere Camper empfahlen uns außerdem WikiCamps Neuseeland oder Rankers zur Campingplatz-Suche.

Mit der Fähre von der Nord- auf die Südinsel

Richtig, Neuseeland besteht ja aus zwei großen Inseln. Zwischen Nord- und Südinsel verkehren mehrmals täglich zwei Fähranbieter, die dich und deinen Camper transportieren. Du hast die Wahl zwischen The Interislander und der Bluebridge. Beide unterscheiden sich im Preis nur minimal voneinander. Sparen kannst du bei der Überfahrt nur bedingt. Mit einem internationalen Studentenausweis gibt es Rabatt, außerdem wird online der Saver-Tarif angeboten. Der bringt dir ein Ersparnis, du bist aber an die gebuchte Zeit gebunden und nicht mehr flexibel. In der Hauptsaison solltest du mehrere Tage vorher buchen, da es hier gerne zu Engpässen kommen kann.

Übrigens: Einige Campervermietungen bieten kostenlose Fährüberfahrten an, wenn du von der Süd- auf die Nordinsel zurückfährst. Wenn deine Route so verläuft, frage bei der Buchung ruhig nach diesem Deal.

Müllentsorgung in Neuseeland

Wer mit dem Campervan unterwegs ist, dem stellt sich irgendwann die Frage: Wohin mit meinem Müll? Immer wieder wirst du über die Schilder „Take your rubbish with you!“ und viele weitere Hinweise zum Thema Müll stoßen. Jetzt könntest du annehmen, dass es in Neuseeland Abfalleimer en masse geben müsste. Dem ist jedoch nicht so. Vor allem auf DOC Campingplätzen suchst du oft vergeblich nach einem Mülleimer. Kein Wunder, befinden sich diese Plätze meist mitten im Nirgendwo. Darum die große Bitte, nimm deinen Müll immer mit und nutze die Plastiktüten, die dir gefühlt in jedem Supermarkt hinterher geworfen werden, als Mülltüte. Übrigens: Wundere dich nicht, wenn du mit einem Stoffbeutel an der Kasse eines Supermarktes fragend angeschaut wirst.

In Neuseeland wird recycelt. Vor allem auf privaten Campingplätze findest du Recyclingstationen in denen du Deinen Müll trennen kannst. Außerhalb dessen ist es eher schwieriger. Wir haben für die Suche nach dem nächsten Mülleimer meist die CamperMate-App zur Rate gezogen.

Spartipps in Neuseeland

Wie ich dir schon „angedroht“ habe, Neuseeland ist eines der teuersten Reiseländer der Welt und das ändert sich auch nicht vor Ort. Nach der Buchung von Flug und Camper, hast du bereits eine Menge Geld ausgegeben. Stellt sich die große Frage, wie du vor Ort sparen kannst.

Die gute Nachricht zuerst: Die zwei teuersten Reisefaktoren hast du bereits hinter dir. Das Reisen in Neuseeland selbst ist nicht gerade günstig, aber mit ein paar Tipps, die ich dir verrate, kannst du gerade bei einem Roadtrip bares Geld sparen.

Meine besten Spartipps für Neuseeland:

Rückgabe des Campervans

Deine Neuseeland-Abenteuer neigt sich dem Ende zu? Zeit Abschied zu nehmen. Ich kann dir sagen, das wird gar nicht so einfach. Uns fiel es auf jeden Fall sehr schwer, unseren Flitzer wieder abzugeben. Nach neun Wochen war unsere „Lucy“ unser Zuhause auf vier Rädern geworden. Dennoch, irgendwann endet die schönste Reisezeit. Damit dich danach kein böses Erwachen nach deiner Reise erwartet, solltest du unbedingt daran denken, deinen Camper  aufgetankt zurückzugeben. Checken nochmal, dass du keine Schäden vorursacht hast. Sollte das der Fall sein, suche direkt das Gespräch mit der Vermietung.

Du hast gelesen, dass eine Reise nach Neuseeland nicht gerade günstig ist. Was ich dir aber versprechen kann: Mit einem Campervan erwartet dich eine der beeindruckendsten und wunderbarsten Reisen deines Lebens! Neuseeland ist ein Traum: Die Menschen sind unglaublich freundlich, auf zwei vergleichbar kleinen Inseln erwarten dich spektakuläre Naturerlebnisse und atemberaubende Landschaften und du wirst dich nach kurzer Zeit der Kiwi-Gelassenheit hingeben und entspannen. Mit meinen Tipps und Ratschlägen bist du jetzt perfekt für dein Camper-Abenteuer in Neuseeland gewappnet. Solltest du weitere Infos oder Reise-Inspirationen suchen, schaue gerne auf meinem Blog Go Girl! Run! vorbei. Ich wünsche Dir einen unvergessliche Zeit am schönsten Ende der Welt.

 

Über Go Girl! Run!
Auf Go Girl! Run! schreibt Mandy übers Laufen, Reisen, Triathlon und all die Themen dazwischen, die Frauen bewegen. Nach ihrem Abitur verbrachte sie ein Working Holiday Jahr in Neuseeland und bereiste ihr Lieblingsland im letzten Jahr neun Wochen mit dem Campervan mit ihrer besten Freundin. Wenn sie nicht gerade in der Welt herumreist, arbeitet sie als freiberufliche Kommunikationsdesignerin und Bloggerin in ihrer Heimatstadt Rostock.

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5 Low-Budget Tipps für die Galapagos Inseln

Die Galapagos Inseln sind ein once-in-a-lifetime Erlebnis für so manchen Backpacker. Daher hat auch STA Travellerin Natalie nicht lange überlegt und auf ihrer Südamerika Reise einen Abstecher zu der einmaligen Inselgruppe gemacht.

Die Inseln, ca. 1.000 km östlich vom ecuadorianischen Festland entfernt, locken mit traumhaften Stränden, einer einzigartigen Tierwelt und atemberaubenden Vulkanlandschaften. Besonders die Tierwelt ist zum Greifen nahe. Bereits während eines kurzen Spaziergangs im Hafen von Puerto Ayora kann man Seehunde, Leguane, Fregattvögel und feuerrote Krabben von seiner Bucketliste spannender Tierarten streichen. Viele Backpacker entscheiden sich aber aufgrund der Kosten gegen das einzigartige Erlebnis und lassen die Galapagos Inseln dann doch lieber aus. Um ein paar Fixkosten wie Flug (etwa 400 USD ab Ecuador) und Nationalparkeintritt (100 $) kommt man leider nicht  herum, dafür kann man an anderen Ecken sparen.

5 Tipps, wie ihr euren Trip auf die Galapagos Inseln günstiger gestalten könnt

1. Bus statt Taxi

Bereits bei der Ankunft in Baltra (auf der Insel Santa Cruz) könnt ihr etwas Geld sparen. Vom Flughafen aus bringt euch ein gratis Bus zur Bootsüberfahrt die für alle gleich viel kostet. Danach warten Busse und Taxis um alle Touristen nach Puerto Ayora zu bringen. Wie ihr erraten könnt, ist der Bus um einiges günstiger. Er kostet nur 2USD/Person, das Taxi hingegen 30USD und ist nur etwa 10-15 Minuten schneller.

2. Inseln auf eigene Faust erkunden

Auf den meisten Inseln kann man neben geführten Touren, so manche schöne Plätze auch ganz einfach selbst erreichen. Solltet ihr also mal Lust haben euch euren Tag selbst zu organisieren, hier ein paar Vorschläge meinerseits:

Die Meeresschildkröten von Galapagos

Zu den Lavatunneln auf Santa Cruz kommt man ganz einfach mit dem Fahrrad

3. Günstig aber gut essen gehen

Mittags- und Abendmenüs bekommt man bereits ab 4USD pro Person. Diese beinhalten meistens eine Suppe als Vorspeise, eine Hauptspeise und einen Saft. Zu finden sind diese Schnäppchen beispielsweise in Puerto Ayora in der Straße Charles Binford.

4. Lebensmittel einkaufen

Ihr wollt lieber selbst kochen? Das kann euch in etwas teurer kommen, als in den lokalen Buden zu essen. Wenn ihr aber einkaufen geht, schaut am besten zum Mercado Municipal in Puerto Ayora. Hier bekommt man kostengünstigeres und qualitativeres Obst und Gemüse als im Supermarkt. Außerdem findet ihr dort eine nette ecuadorianische Dame, die euch ihre leckeren Empanadas um 1USD verkauft. Die Supermärkte sind generell sehr teuer. Einzelne Produkte lassen sich aber um einen normalen Preis erstehen. Diese wären beispielsweise Nudeln, Marmelade und Brot.

5. Surfen

Als sportliches und preiswertes Alternativprogramm eignet sich Surfen perfekt. Man kann sich in vielen Orten Surfbretter ausleihen und sich die Wellen an den unterschiedlichen Spots mal genauer ansehen. Anfänger sowie Fortgeschrittenen können sich hier austoben.

 

Ich hoffe meine Tipps helfen euch bei der Entscheidung, die Galapagosinseln bei euren nächsten Südamerika Trip doch anzusteuern, beziehungsweise einfach etwas Geld vor Ort sparen zu können.

Viel Spaß!
Natalie

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Nepal – 10 Tipps zur Freiwilligenarbeit

Ich heiße Stefan und bereise bereits seit 5 Jahren das schöne Erdenrund. Im Moment befinde ich mich in Australien, doch bis vor kurzem war ich im atemberaubenden Nepal und habe dort als Freiwilliger in einer Schule im Himalaya mitgeholfen. Von meiner Zeit und meinen Erlebnissen dort, habe ich auf dem STA Travel Blog bereits berichtet. Falls ihr überlegt, euch als Freiwillige vor Ort selbst zu engagieren, möchte ich euch ein paar Tipps zur Freiwilligenarbeit und dem Leben in Nepal, mit auf den Weg geben.

10 Tipps zur Freiwilligenarbeit in Nepal

  1. Materialien

Die Ressourcen in Nepal sind sehr limitiert und empfehle deswegen jedem Freiwilligenhelfer eigene Materialien mitzunehmen (Stifte, Hefte, Sticker, etc.). Außerdem freuen sich die Kinder wahnsinnig über kleine Geschenke wie Schulsachen.

  1. Kreativität

Die Englischkenntnisse der Schüler sind meist relativ grundständig und man kann sich am Anfang nur schlecht miteinander verständigen. Es ist sehr hilfreich sich vor der Reise einige Spiele zu überlegen, um die Schüler zu begeistern und die Kommunikation zu vereinfachen. Darauf solche Spiele vor Ort einfach online zu suchen, kann man sich im Himalaya nicht verlassen, da es regelmäßig Stromausfälle gibt und die Internetverbindung nicht sehr gut ist.

  1. Nepali für Anfänger

Man kann die Einheimischen vor Ort sehr beeindrucken wenn man bereits ein paar einfache Begriffe auf Nepali beherrscht. Zum Beispiel: danyabath (danke), Namaste (hallo), Miro nam Stefan ho (Mein Name ist Stefan). Auf Youtube gibt es ein paar Einführungskurse in die Sprache, um den Aufenthalt in Nepal noch besser zu gestalten. Nepali zu lernen hat mir auch geholfen die Kultur der Nepalesen besser zu verstehen.

  1. Training

Wir wanderten ca. fünf Tage zu meinem Dorf. In Nepal bestehen die Wanderwege zu 99% aus sehr steilen, manchmal rutschigen Stufen die nur bergauf führen. Ich habe mich zum Glück einige Monate im Voraus auf diese körperliche Anstrengung im Fitnesscenter und in der Natur vorbereitet und fand es trotzdem ziemlich anstrengend. Mit der Höhe in Nepal hatte ich jedoch nie Probleme.

  1. Porter, Führer, Zimmerbuchung

Ich beschloss, mir keinen Porter zu nehmen und bereute meine Entscheidung meinen 25 kg Rucksack inklusive Ukulele selbst zu tragen, schon nach ca. 30 Minuten. Ich empfehle jedem Wanderer sich einen Porter zu organisieren, um die Wanderung besser bewältigen bzw. genießen zu können und den Menschen vor Ort dadurch auch eine Einnahmequelle zu schaffen.

Einen lokalen Führer würde ich auf jeden Fall empfehlen, da man sich die Zimmer in den Teehäusern in Nepal nicht im Voraus reservieren kann und es in manchen Dörfern nicht viele Unterkunftsmöglichkeiten gibt. Die Führer vor Ort wissen immer bestens Bescheid wo noch etwas frei ist und haben auch gute Kontakte zu den Familien, denen die Teehäuser gehören.

  1. Wasser

Das Leitungswasser in Nepal kann man nicht trinken und auf Dauer wird es sehr teuer sich ständig Wasser kaufen zu müssen. Da es im Himalaya keine richtige Müllentsorgung gibt, möchte man man mit einem hohen Plastikflaschenkonsum nicht auch noch zum Müllberg beitragen.

Ich empfehle daher, dass ihr euch vor der Abreise Tabletten zur Wasserdestillation in der Apotheke besorgt oder noch besser, euch einen Wasserfilter kauft. Ich hatte einen „Lifestraw“, den man sich sehr günstig online besorgen kann.

  1. Immer lachen

Im Himalaya gibt es keinen Grund traurig oder schlecht gelaunt zu sein. Seid fröhlich, auch wenn ihr die Kultur der Einheimischen nicht immer ganz nachvollziehen könnt. Jeder freut sich hier über ein Lächeln und man wird sehr herzlich aufgenommen.

  1. Freizeit

Als freiwilliger Helfer hatte ich sehr viel Freizeit, denn mein Schultag endete um ca. 14 Uhr. Ich ging oft wandern und verbrachte viel Zeit mit meiner Gastfamilie aber manchmal braucht man auch Zeit um allein zu sein. Ich empfehle jedem, sich ein oder zwei Bücher bzw. einen E-Reader mitzunehmen oder ein Speichermedium mit ein paar Folgen der Lieblingsserie die man sich auf dem Laptop ansehen kann. Und eventuell ein Reisetagebuch oder Skizzenbuch, für die Schreiberlinge und Künstler unter euch.

  1. Ausflüge

Am Wochenende oder während der Schulferien bin ich ebenfalls häufig wandern gegangen. Manchmal auch längere Strecken über zehn Tage. Gebt immer jemandem Bescheid wo ihr euch befindet und wo ihr euch in den nächsten Tagen aufhalten werdet. Benutzt auch nur die entsprechend markierten Wanderwege. Leider verirren sich immer wieder viele Wanderer allein im Hochgebirge und werden nie wieder gefunden. Das darf man nicht unterschätzen.

  1. Versicherung

A propos Sicherheit: ihr braucht unbedingt eine gute Reisekrankenversicherung. Denn wenn einem im Himalaya etwas passiert (Höhenkrankheit, Beinbruch, etc.) muss man wahrscheinlich mit dem Rettungshubschrauber ins nächste Krankenhaus gebracht werden und ohne Versicherung kann das wirklich sehr teuer werden.

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Hawaii – Tipps für das Surferparadies Oahu

Aloha zusammen, mein Name ist Daniela, ich bin 28 Jahre alt, meine große Leidenschaft ist das Reisen und ich beschäftige mich auf meinem Blog Unterwegs in der Welt damit, wie man nicht nur günstig durch Europa reisen kann, sondern auch eher hochpreisige Fernziele mit kleinen Budget möglich machen kann. Wenn Hawaii auf eurer Bucket List ganz oben steht, dann solltet ihr jetzt den Notizblock zücken.

Wenn man von Hawaii spricht, kommt man nicht an ihr vorbei: die berühmte North Shore von Oahu. Auf dem Abschnitt zwischen dem Haleiwa Beach Park und Sunset Beach, stürzen sich die Profisurfer jeden Winter in unglaubliche Wellen, das so genannte „7 Mile Miracle“. Heimat des Surfens zu sein, ist nicht der einzige Grund, der Hawaii zu einem so faszinierenden Reiseziel macht. Goldgelbe Strände, glasklares Wasser, das jede Facette von Blau vorweist, die man sich nur vorstellen kann. Nicht zu schweigen von Postkartensonnenuntergängen, Palmen, frischen Ananas vom Feld und außerdem freundliche und lässige Locals. Doch wie kann man in einem der teuersten Reiseziele der Welt Geld einsparen?

Spartipps für Hawaii

Traumstrände pur an der North Shore Oahus, hier Velzyland Beach

Berglandschaften, die einem den Atem rauben (Koolau Range, Oahu)

Die Verpflegung

Lebensmittel sind eines der Güter, das in Hawaii am meisten vom Reisebudget verschlingen wird, doch im Vergleich zu anderen Inseln wie z.b. Maui, sind die Preise auf Oahu noch erschwinglich. Am besten lässt sich natürlich Geld sparen, wenn ihr in eurer Unterkunft eine Küche zur Verfügung habt und selbst kochen könnt. Ständig auswärts zu essen geht leider irgendwann auf den Geldbeutel. Mit einer sogenannten „Maika’i Card“ habt ihr die Möglichkeit beim Einkaufen im örtlichen Supermarkt Foodland ordentlich Geld zu sparen. Mit der Karte bekommt ihr auf einige Lebensmittel und Produkte Rabatte und kauft somit günstiger ein. Die meisten Unterkünfte – egal ob Ferienwohnung oder Hotel – stellen jedem Gast eine Maika’i Card zur Verfügung.

Falls ihr doch einmal auswärts Essen möchtet, sind Food Trucks ein absolutes Muss. Sie sind auf den hawaiianischen Inseln quasi allgegenwärtig und haben hier eine lange Tradition. Der beste Food Truck auf Oahu ist der Pupukea Grill, direkt gegenüber vom Strand „Shark’s Cove“. Den blauen, umgebauten Truck am Kamehameha Highway kann man eigentlich nicht übersehen und er ist gerade bei den Einheimischen äußerst beliebt. Absolut empfehlenswert ist die „Spicy Poké Bowl“ mit Quinoa.

Poké ist ein sehr traditionelles Gericht in Hawaii. Dabei handelt es sich um rohen Tunfisch, der frisch und würzig mariniert wird. Wenn in Hawaii ist, kommt man an Poké einfach nicht vorbei.

Die Spicy Poké Bowl des Pupukea Grill ist zudem eine ordentliche Portion, die einen lange satt halten wird und nebenbei auch noch absolut gesund ist.

Etwas weiter den Kamehameha Highway runter, direkt gegenüber des berühmten Surfspots „Pipeline“, folgt „Crispy Grindz“. Ein brasilianischer Foodtruck, der die beste Açai Bowl auf der Insel verkauft. Açai Bowl ist ein leichtes Sorbet aus Beeren, Mandelmilch, vermengt mit der Superfruit Açai, dazu gibt es knuspriges Granola, mit Banane, Kokosraspeln und jeder Zutat, die man zusätzlich möchte. Açai Bowl hat den Vorteil, ein leichtes Frühstück zu sein, dass jedoch lange sättigt und einen perfekt auf eine Wanderung oder einen langen Tag am Meer vorbereitet.

Anstehen für eine Açai Bowl bei Crispy Grindz

Der fahrbare Untersatz

Normalerweise ist es in Hawaii definitiv eine Überlegung wert, sich einen Mietwagen zuzulegen. Gerade auf Inseln wie Maui oder Kauai ist man sogar darauf angewiesen. Auf Oahu kann man allerdings auch mit dem örtlichen Bus um die gesamte Insel herum kommen, was definitiv Geld spart. Eine Fahrt mit dem Bus auf Oahu kostet nur rund 1,20 € und das Ticket kann zusätzlich für eine weitere Fahrt verwendet werden. Allerdings kostet Bus fahren auch einiges an Zeit. Wer nur wenig Zeit hat, sollte sich einen Mietwagen gönnen – auf Oahu sind diese verhältnismäßig günstig und Tanken ist in Hawaii absolut erschwinglich. Meine Tankkosten für eine Woche haben sich auf magere 33 € belaufen – inklusive volltanken vor der Rückgabe. Und das, obwohl ich jeden Tag mit dem Mietwagen einige Kilometer zurückgelegt habe. Auch ein Fahrrad zu mieten, ist an der North Shore eine echte Alternative. Die bunten Beach Cruiser begegnen einem an jeder Ecke und sind für 18€ am Tag erhältlich. Sie werden sogar bis vor die Haustür geliefert und wieder abgeholt und auf dem Kamehameha Highway ist es ganz normal, sich die Straße mit Fahrradfahrern zu teilen.

Kostenlose Aktivitäten an der North Shore von Oahu

Die Honus beobachten

Honus sind grüne Meereschildkröten und am besten kann man diese am Ali’i Beach Park in Haleiwa finden. Zwar wird Laniakea als der Turtle Beach schlechthin angepriesen, trotzdem eignet sich der Ali’i Beach Park besser. Hier sind bedeutend mehr Schildkröten unterwegs und bedeutend weniger Menschen. Laniakea ist zwar ein wunderschöner Strand, aber man kann auch häufig direkt am Rand Touristentrauben sehen, die sich um eine einzelne Schildkröte herum scharen, die sich aus dem Wasser gewagt hat. In Haleiwa kann man sogar mit den Honus gemeinsam schwimmen.

Das historische Surferdorf Haleiwa – Heimat der Honus

Wandern

Ein kleiner Geheimtipp ist der sogenannte Kaunala Loop Trail, auch als Boy Scout Trail bekannt, da bei einem Boy Scout Camp beginnt. Am Supermarkt Foodland führt eine Straße vorbei, hinauf in die Berge, dieser muss man nur bis zum Ende folgen und schon ist man am Kaunala Loop Trail. Ein paar Meter Höhenunterschied und die Welt an Oahus North Shore sieht komplett anders aus. Die Natur legt hier teilweise schon fast ein europäisches Gesicht an den Tag. Nachdem man einige Zeit den Hauptpfad entlang gelaufen ist, führen, von einer nichtbefahrenen Straße, mehrere Trails durch den Walt und die Berge ab. Hier ist es wunderschön und auch sehr einsam, kaum einer Menschenseele begegnet man hier.

Fährt oder läuft man vom Kaunala Loop wieder zurück nach Pupukea, findet man auf der rechten Seite, kurz bevor man auf den serpentinenartigen Teil der Strecke kommt, eine kleine und unscheinbare Einfahrt. Folgt man dieser Strecke landet man bei den Ruinen einer alten und heiligen hawaiianischen Stätte. Das Tollste daran ist jedoch der unglaubliche Ausblick über Waimea Bay. Schlägt man sich etwas durch das Dickicht, kann man sogar noch weitere Teile der North Shore überblicken und das alles, ohne einen Cent zu zahlen.

Blick auf Waimea Bay

Den Profis beim Surfen zusehen

An der North Shore finden sich die berühmtesten, aber auch gefährlichsten Surfspots der Welt – Banzai Pipeline, Backdoor, Sunset Beach, Gas Chambers und so weiter und so fort, die Liste ist lang. Im Winter gibt es hier Wellen mit einer Höhe von 3 bis 6 Metern und, auch wenn ihr selbst surft, solltet ihr das Line-Up lieber vom Strand aus beobachten. Das tut dem Spaß nichts ab, denn hier sind die Surf Profis den ganzen Tag auf der Suche nach der perfekten Barrel, sogar bis nach Sonnenuntergang. Mit ein wenig Glück, seid ihr vielleicht sogar im Zeitraum des Vans Triple Crown of Surfing vor Ort – einer der wichtigsten Surfcontests der Welttournee. Die gesamte North Shore versammelt sich an diesen Tagen entweder in Haleiwa, am Sunset Beach oder bei Pipeline und die Besten der Besten kämpfen um den Weltmeistertitel im Surfen. Ein Spektakel, das man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

Der Rainbow-State macht seinem Namen alle Ehre

Vans Triple Crown of Surfing – Gewinner 2016 John John Florence

Die schönsten Sonnenuntergänge bewundern

Am besten eignet sich hierfür der Sunset Beach, wie der Name ja fast schon verrät. Hier fällt der Strand zum Meer hin relativ steil ab und bietet eine natürliche Bühne für eines der faszinierendsten Schauspiele, die die Natur zu bieten hat. Es ist ein krönender Abschluss nach einem langen Tag der Sonne dabei zuzusehen, wie sie sich langsam ins Meer senkt und der Himmel sich von Gold, zu Pink in ein feuriges Rot verfärbt und dabei das Wasser in jegliche Farbschattierungen taucht, die man sich vorstellen kann – wunderschön und ganz umsonst!

Sunset Beach – der perfekte Spot für den Sonnenuntergang

Pretty in Pink

Den Mut der Klippenspringer bestaunen

An Tagen, an denen das Meer des vom Shore Break dominierten Strandes bei Waimea Bay ruhiger ist, springen vor allem die Kids der Einheimischen von den Felsen, die auf der linken, äußeren Seite des Strandes aus dem Wasser ragen. Es sind zwar Lifeguards vor Ort die für Sicherheit sorgen, doch davon den Sprung selbst zu versuchen wird abgeraten. Das Zuschauen allein ist bereits ziemlich spannend.

Schnorcheln

Am besten schnorcheln kann man in Shark’s Cove. Hier ist ein Teil der Bucht durch Vulkangestein vom offenen Meer abgeschnitten und das Wasser ist glasklar und absolut ruhig. Dutzende Fische tummeln sich hier und bieten einen einmaligen und unglaublichen Anblick, ebenso wie die Touristen, die sich mehr oder minder elegant über das spitze Riff hinwegbewegen.

Shark’s Cove lädt zum Schnorcheln ein

Die Bewohner der Unterwasserwelt sind nicht scheu

Mein Fazit

Hawaii, speziell die North Shore Oahus, ist so sehr eine Reise wert, wie kaum ein anderer Ort auf dieser wunderschönen Welt. Die Einheimischen sind warmherzig und hilfsbereit und das Gefühl und der Lebensstil, den man hier erlebt, ist einfach einmalig und wahrer Balsam für die Seele. Hinzu kommt die unglaubliche Natur und ich versichere euch, ihr werdet, ebenso wie ich, diesen Ort nicht mehr verlassen wollen. Und wie ihr jetzt sicherlich auch bemerkt habt, muss man nicht zu den Superreichen gehören, um Oahus North Shore zu bereisen, denn mit diesen Tipps und Tricks schont auch ihr eure Reisekasse. Also, Mahalo fürs Lesen und los geht‘ s ins hawaiianische Inselabenteuer!

Wunderschöne Natur am Laniakea Beach

Und noch mehr vom Meer

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Freiwilligenarbeit in Nepal – Volunteering in einer Schule

Hallo, mein Name ist Stefan und ich reise schon seit fast 5 Jahren durch Welt. Ich habe Schriftstellerei studiert und versuche auf meinen Reisen an meinen Büchern zu arbeiten. Dabei unterrichte ich auch häufig in Ländern in denen es mir besonders gefällt.

Zurzeit befinde ich mich in Australien aber bis vor kurzem war ich im atemberaubenden Nepal. Doch wo ist das genau fragt ihr euch vielleicht? Ist das ein Teil von Indien? Welche Sprache spricht man dort eigentlich? Viele Menschen wissen nicht genau wo sie Nepal geographisch und kulturell einordnen sollen oder, dass dieses beeindruckende Land überhaupt existiert.

Nepal ist ein sehr kleines Land zwischen Indien und China. Der Mount Everest befindet sich an der chinesischen Grenze und Lumbini, der Geburtsort Buddhas, wird im Süden des Landes verehrt. Die chaotische Hauptstadt Kathmandu ist östlich des Himalaya gelegen und mit wunderschönen Tempeln übersät. Knapp zwei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben, hat sich die Stadt anscheinend wieder einigermaßen von den Folgen erholt.

Volunteering in einer Schule in Nepal

Bevor ich mich dafür entschieden habe an einem Freiwilligenprojekt in Nepal teilzunehmen, leitete ich eine Sprachschule in Costa Rica. Meine Erfahrung in Costa Rica war zwar ganz toll aber ich hatte kaum Zeit das Land zu besichtigen oder einfach mal zu relaxen, weil der Alltag in Costa Rica sehr stressig ist. Nepal, ein Land der Meditation und des Wanderns, hat meine Aufmerksamkeit sehr schnell geweckt und so entschied ich mich relativ spontan, dort in einem sehr abgelegenem Dorf namens Kliyu für drei Monate Englisch zu unterrichten.

Mein Alltag als freiwilliger Helfer

Ich muss zugeben, dass meine Familie ein bisschen besorgt war als ich ihnen sagte, dass mein nächstes Abenteuer nach Nepal führen würde und man im Internet keine Informationen über das Dorf, in dem ich für die nächsten drei Monate leben sollte, finden konnte.

Der Tag in Kliyu beginnt bei Sonnenaufgang und endet kurz nach Sonnenuntergang – fast wie im Mittelalter. Ich wachte zwischen 6 und 7 Uhr in der Früh auf und trank einen frischen Ingwertee auf der Terrasse während meine Familie und einige meiner Schüler auf Reisfeldern arbeiten oder Lasttiere die steilen Stufen im Dorf auf- und abtrieben.

Nach meinem Frühstück ging ich mich duschen (falls es Wasser gab) und dann machte ich mich auf dem Weg zur Schule, auf dem mich viele meiner Schüler mit einem neugierigen Lachen begleiten und aufgeregt meinen Namen jubelten. Ein paar Schüler kamen jedoch immer etwas später zur Schule, weil sie jeden Tag ca. 1-2 Stunden zur Schule wandern müssen.

Ich war etwas geschockt als ich die Schule zum ersten Mal sah. Das schlimme Erdbeben vor einem Jahr hatte die Schule völlig zerstört und die Wiederaufbauarbeiten waren noch immer nicht abgeschlossen, da die Spendengelder nicht an die kleinen Dörfer im Himalaya verteilt wurden. Die Schule machte natürlich das Beste aus dieser Situation und viele Eltern arbeiteten selbst an der Baustelle mit.

Ich unterrichtete sechs Unterrichtseinheiten – Englisch sowie Kunst und Sport. Die Schüler waren total begeistert und ich schloß sie sofort in mein Herz. Jedoch fand ich es manchmal sehr schwierig die Kinder zu unterrichten, da jeder Schüler ein unterschiedliches Sprachniveau aufweist und sich manchmal drei verschiedene Altersgruppen in derselben Klasse befanden. Aber zum Glück gelang es mir meine Schüler mit Kartentricks und kreativen Spielen zu motivieren und mir fiel fast jede Woche eine Steigerung ihrer Sprachkenntnisse auf.

Ich unterrichtete nicht nur die Schüler sondern musste auch die Lehrer miteinbeziehen. Die meisten Lehrer waren eher unerfahren oder manchmal einfach nicht motiviert, weil sich viele Menschen in Nepal nicht aussuchen können wo sie unterrichten. Dabei kommt es oft vor, dass Lehrer aus Kathmandu in den Himalaya geschickt werden. Diese Herausforderungen haben mir besonders gefallen, da ich gerne mit Menschen arbeite und die Menschen in diesem Dorf mich jeden Tag mit ihrer Offenheit und Herzlichkeit empfangen haben, obwohl sie sich selbst vielen Herausforderungen stellen müssen um im Himalaya überleben zu können.

Den Tag ließen wir meistens mit einer Runde Volleyball ausklingen oder einem sehr verwirrenden nepalesischen Kartenspiel, das ich bis heute noch nicht ganz verstehe. Danach gab es Abendessen, das sich kaum von Frühstück und Mittagessen unterschied. Die Hauptmahlzeit in Nepal ist Dahl Baht – Reis mit Linsen und Curry. Schmeckt super und ist sehr energiereich, aber ich freute mich irgendwann schon sehr auf ein Wiener Schnitzel mit Pommes.

Meine Gastfamilie und die Schüler

Ich wohnte bei einer nepalesischen Familie die mich wie ihren eigenen Sohn behandelte.

Morgens fütterte ich manchmal die Büffel mit meinem Gastvater, am Wochenende lehrten mir meine „Brüder“ Nepali oder wir gingen gemeinsam wandern. Mit meiner Gastmutter habe ich manchmal gemeinsam am Abend gekocht, doch wir sprachen sehr wenig, da sie kaum des Englischen mächtig war.

Die Familie hat mich am meisten mit ihrer Freimütigkeit und Unvoreingenommenheit überrascht. Vom ersten Tag an haben mich meine neuen Brüder und Eltern nur mit bhai, also Bruder, angesprochen und mich wie ein echtes Familienmitglied integriert und sich um mich gekümmert.

Die Aussicht von meinem Zimmer war einzigartig und ein wahres Privileg jeden Tag vor dem Panorama des Annapurna und des Fishtail Mountain aufzuwachen. Obwohl es auf den 7.000 – 8.000 Meter hohen Bergen rund herum viel Schnee gibt, kann es tagsüber sehr warm und schwül werden. Zum Glück hatte ich auch sommerliche Kleidung eingepackt.

Meine Zeit als Lehrer in Nepal werde ich nie vergessen, Nepal ist zu einem zweiten Zuhause für mich geworden. An das gemeinsame Kochen und Wandern mit meinen Gasteltern und Gastbrüdern werde ich mich noch lange erinnern und der schwere Abschied von meinen Schülern deprimiert mich immer noch ein bisschen und ich hoffe, sie bald wieder besuchen zu können.

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Action und Abenteuer in Kolumbien

Ich bin Jan und berichte auf meiner Website lebegeil über außergewöhnliche Freizeitaktivitäten und Erlebnisse auf der ganzen Welt. Vor kurzem war ich für euch in Kolumbien unterwegs und habe dort die fünf aufregendsten Adventure Aktivitäten ausprobiert.

Kolumbien – 5 Mal Spannung pur

Wenn ich eine Reise plane, dann gehe ich nicht danach, wo es am schönsten ist, sondern wo ich die aufregendsten Aktivitäten und Erlebnisse finde. Meine dreiwöchige Kolumbienreise wollte ich also mit einem Maximum an Abenteuer vollstopfen und das ist mir glaube ich sehr gut gelungen. Meine erste Station in diesem traumhaften Land ist San Gil.

San Gil ist eine kleine gemütliche Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern. Trotz ihrer unscheinbaren Größe hat San Gil etwas ganz Besonderes zu bieten, es ist nämlich die Outdoor-Hauptstadt Kolumbiens. Rund um San Gil darf ich gleich drei meiner Abenteuer in Kolumbien erleben.

Rafting auf dem Rio Suarez

Der Fluss Juarez ist einer der wildesten Flüsse Kolumbiens. Hier findet man Stromschnellen der Stufe 5 – das ist die höchste Stufe die es beim Rafting gibt. Stufe 5 bedeutet, dass es besonders schwer ist, aus dem Wasser gerettet zu werden, falls man aus dem Schlauchboot fällt. Bevor es losgeht, bin ich also schon etwas aufgeregt. Ich hatte zwar schon einmal Rafting gemacht, da ging es mit Stufe 3 allerdings etwas ruhiger zu.

Eine Rafting Tour auf dem Rio Suarez ist extrem. Hier gibt es kein schönes türkises Wasser, sondern alles ist grau und wild. Nach einer kurzen Sicherheitseinführung geht es auch schon los mit den ersten Stromschnellen. Bereits die Stromschnellen der Stufe 3 sind schwierig, doch als wir dann mit unserem Schlauchboot die Stufe 5 erreichen, schüttelt es uns alle erst mal richtig durch. Wir bekommen eine riesige Dusche und das komplette Boot ist für einige Sekunden komplett unter Wasser.

So geht es dann etwa eine Stunde weiter. Wir fahren weiter den reißenden Fluss hinunter und werden sowohl körperlich als auch mental an unsere Grenzen gebracht. Das nenne ich extrem. Ein wildes aber sehr lohnenswertes Erlebnis.

Paragliding im Chicamocha Canyon

Im Chicamocha Canyon, etwa eine dreiviertel Stunde Autofahrt von San Gil entfernt, mache ich das erste Mal in meinem Leben Paragliding. Die Aussicht über den Canyon vom Startpunkt aus ist atemberaubend – wir befinden uns in ca. 800 Metern Höhe über dem Rio Suarez, auf dem das Rafting stattgefunden hat.

Nach einer kurzen Sicherheitseinführung wird mir mein Tandempilot Juan Carlos vorgestellt. Er legt mir die Sicherheitsausrüstung an und stattet mich aus für den Flug. Wir warten noch kurz, bis der Wind die richtige Stärke hat und in richtiger Position steht und schon geht es los. Wir nehmen etwas Anlauf und rennen gemeinsam in Richtung Schlucht. Dabei kommt jede Menge Adrenalin auf!

Der Paragliding-Schirm öffnet sich und schon fliegen wir über den Canyon. In der Luft kann ich nun meine bequeme Position auf dem gepolsterten Sitz einnehmen. Durch die Thermik gewinnen wir langsam an Höhe und befinden uns nach nur wenigen Minuten Flug bereits mehrere hundert Meter über der eigentlichen Startposition.

Die Aussicht ist einfach der Hammer! Rundherum habe ich einen Blick auf grüne, mit üppigem Regenwald bedeckten Berge, den beeindruckenden Chicamocha Canyon und den immer kleiner werdenden Fluss. Um uns herum sind noch weitere Paraglider zu sehen.

Wer leicht seekrank wird, der sollte sich am besten vorher eine Tablette einwerfen, um den Flug wirklich genießen zu können.

Mountainbike Tour bei San Gil

Die letzte Extremsport-Aktivität auf meiner Liste in San Gil ist eine Mountainbike Tour. Die Tour ist sowohl für absolute Mountainbike-Einsteiger als auch für erfahrene Biker geeignet.

Um 8:00 Uhr geht es los. Wir fahren von San Gil einige Minuten auf über 2.000 Meter Höhe zum Start unserer Tour. Dort bekommen wir unsere Mountainbikes, die nötige Schutzausrüstung und ein ausführliches Sicherheitsbriefing, damit auch nichts schief geht.

Die Tour beginnt direkt mit einer schnellen Downhill-Strecke. Um mich an das Mountainbike zu gewöhnen, fahre ich erst einmal etwas langsamer, doch nach nur wenigen Minuten steigere ich meine Geschwindigkeit und das Adrenalin schießt mir ins Blut.

Unten am Fluss angekommen treffen wir uns alle wieder und unser Allradfahrzeug befördert uns ein paar hundert Meter nach oben zu unserem Lunch-Plätzchen mit einer grandiosen Aussicht über den Canyon.

Nach dem Mittagessen geht es dann wieder hinab in Richtung Fluss. Am Ende folgt ca. eine Stunde Crosscountry Mountainbiking, was ganz schön in die Beine geht – besonders bei den schwül-heißen Temperaturen Kolumbiens. Insgesamt dauert die Mountainbike Tour etwa 4-5 Stunden.

Ciudad Perdida

Meine nächste Station nach San Gil ist die Stadt Santa Marta im Norden von Kolumbien. Sie ist der Ausgangspunkt für eines der größten Abenteuer meines Lebens – eine viertägige Wanderung in die Verlorene Stadt, die Ciudad Perdida.

Insgesamt geht es bei der Tour 50 km zu Fuß durch den tropischen Regenwald. Wir übernachten in Camps mit Stockbetten und legen pro Tag etwa 10-15 km zurück. Die Wanderung ist sehr hart, denn es ist extrem heiß und nach nur wenigen Minuten Fußmarsch  sind wir alle komplett durchgeschwitzt.

Doch regelmäßig am späten Nachmittag gibt es einen heftigen Regenschauer. Dieser kühlt uns zwar ab, doch macht er auch die Wege zu gefährlichen Schlammpisten. Wir müssen also höllisch aufpassen, dass wir nicht ausrutschen, oder dass der Schlamm uns unterwegs unsere Schuhe auszieht.

So hart die Tour auch ist, die Landschaften sind einfach unglaublich. Ich habe selten so etwas Schönes gesehen. Die Strapazen der Tour lohnen sich vollkommen, wenn man dafür mit solchen traumhaften Aussichten entschädigt wird. Unterwegs treffen wir regelmäßig auf Ureinwohner, die dort im Regenwald vollkommen im Einklang mit der Natur leben.

Das eigentliche Ziel, die verlorene Stadt an sich ist zwar sehr schön, doch nicht unbedingt das alleinige Highlight der Tour. Das eigentliche Highlight ist der Weg, das Erlebnis, im Regenwald unterwegs zu sein. Ich kann diese Tour nur jedem empfehlen, der einigermaßen körperlich fit und ein Naturliebhaber ist.

Tauchen bei San Andres

San Andres ist eine kleine Karibikinsel, die gar nicht so nah an Kolumbien liegt – vielmehr liegt sie vor der Küste Nicaraguas. Doch von Bogotà aus gibt es sehr günstige Inlandsflüge nach San Andres.

San Andres ist der ideale Ort, um Tauchen zu lernen. Ihr könnt dort im türkisblauen karibischen Wasser eure ersten Tauchgänge absolvieren, vor Ort gibt es sogar eine deutsche Tauchschule. Rund um die Insel San Andres finden sich rund 30 verschiedene Tauchplätze. Es gibt dort wunderschöne, vollkommen intakte Korallengärten, Wracks, kleine Höhlen sowie Steilwände.

Wenn ihr es noch ein wenig exotischer und wenig touristischer haben möchtet, könnt ihr eine Fähre zur kleinen Nachbarinsel Providencia nehmen. Ich bin selbst nicht dort gewesen aber ich habe gehört, dass es noch paradiesischer als auf San Andres zugeht. Und tauchen kann man dort natürlich auch.

Das waren fünf abenteuerliche Aktivitäten in Kolumbien. Wenn ihr Lust auf noch mehr Abenteuer und Erlebnisse habt, dann schaut mal auf lebegeil.de vorbei, denn dort findet ihr Test- und Erlebnisberichte zu hunderten von Aktivitäten.

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Roadtrip durch Westaustralien – 5 Highlights

Reise- und Lifestyle-Bloggerin Freedi von freiseindesign hat auf ihrem Roadtrip durch Westaustralien jede Menge erlebt. Auf Instagram konntet ihr sie während ihres Trips begleiten. Für uns schwelgt sie in Erinnnerungen und verrät uns mehr zu ihren Highlights auf der Reise.

On the road again

Es gibt kein schöneres Gefühl als morgens aufzuwachen, die eigenen sieben Sachen zu schnappen, alles ins Auto zu laden und gemeinsam mit seinen Freunden einen Roadtrip zu unternehmen! In Westaustralien gibt es hunderte, ja tausende Kilometer, die erobert werden wollen und jeder einzelne von ihnen ist die lange Reise wert! Wenn die Musik laut aus dem Radio schallt, die kleine Mannschaft fröhlich singt und am Straßenrand ein Känguru entlang hoppelt, ist der Tag perfekt. Für mich das schönste Gefühl unserer zurückliegenden Reise, diese gemeinsame Zeit, in der wir so viel teilten, diskutierten, lachten, abwechselnd in Tiefschlaf fielen und uns auf bevorstehende Abenteuer freuten.

Zwischendrin wurde im roadhouse eingekehrt, um die Bäuche mit Fish & Chips zu füllen, während der heiße Motor versuchte im seltenen Schatten ein wenig Abkühlung zu erhaschen. Im Auto wird gelacht, vor Freude geweint, geliebt und gelebt, gespielt, gequatscht, Landkarten gewälzt und manchmal auch eine Abkürzung ausgetüftelt, die sich am Ende vielleicht als sandiger roter Umweg entpuppt, der einem aber jede Menge Lebensweisheit mit auf den Weg geben möchte. Wer schon mal versucht hat ein Auto mit Händen, Sneakern und Campingtellern aus dem roten Sand zu buddeln, der weiß, dass Vierradantrieb nicht gleich Vierradantrieb ist. Nicht alle Flüsse wollen sich durchqueren lassen und doch schläft es sich nirgendwo besser, als im eigenen kleinen Swag, dem Campervan oder dem Rooftop Tent unter dem australischen Sternenhimmel.

Scenic Flight über der Shark Bay

Einer der unglaublichsten Momente unseres Roadtrips durch Westaustralien war für mich jener, als wir in das Cockpit der kleinen Maschine kletterten, die Sicherheitsleinen fest gezurrt und die Kopfhörer zurecht gerückt wurden und es los ging. Ein Ruckeln und schwupps, hoben wir ab. Wenn ihr der Shark Bay einen Besuch abstattet, werden euch die schönsten türkisfarbenen Buchten schier den Atem rauben, solltet ihr euch jedoch entschließen dort nicht nur eine Zehe ins kühle Nass zu halten, sondern einen Scenic Flight zu buchen, wird das vermutlich einer der unvergesslichsten Tage eures Lebens. Nie zuvor habe ich solche eine Farbenpracht, so viele Schiffe, Buchten, Klippen und prächtigen Landzungen von der Luft aus gesehen!

Wir sind über den Francois Peron Nationalpark geschwebt und haben von oben sehen können, wie die rote Erde den weißen Sandstrand küsst und wie sie gemeinsam im blauen Ozean verschmelzen. Wir sahen ziehende Buckelwahlfamilien unter uns durchs Meer dahingleiten, spielend, springend, fröhlich! Es war fantastisch in 400 Metern Höhe über all dies hinweg zu schweben und ich weiß, dieses Gefühl der Freiheit, die Pracht an Farben und all die Eindrücke der sich tummelnden Meeresbewohner, werden mich nie mehr loslassen.

Yelp Food Tour in Perth

Eines meiner absoluten Highlights unseres Perth Aufenthaltes war für mich unser Treffen mit Andjelka von Yelp Perth. Wenn es darum geht gute Tipps in Sachen Restaurants, Bars und Streetfood zu erhalten, ist sie die allerbeste Adresse. Yelp hat sich gerade hier darauf spezialisiert die kulinarischen Besonderheiten der Stadt nicht nur einfach zu empfehlen, sondern auch explizit zu beschreiben und deren Einzigartigkeit zu erklären. So tingelten wir beispielsweise während unseres Rundganges durch den Stadteil Northbridge zum Aperitif in die „Bivouac Canteen“, wo man original westaustralische Ziege von der Familienfarm der Betreiber probieren kann. Weiter ging es für uns ins „The Standard“ Restaurant, in dem wir uns nicht nur Kängurubällchen und den echten Australischen Gin von Hipocampus schmecken ließen, sondern auch fava-bean Chips mit Champignon Ketchup probierten! Grandios!

Und als ob unsere Bäuche danach nicht schon bis zum Anschlag gefüllt wären, zogen wir weiter und probierten just eine Straße entfernt, wie es wohl sein mag mitten in der Nacht, in einer der coolsten Eisdielen der Stadt einzukehren! „Chicho Gelato“ ist einfach genial! Hier gibt es nicht nur alle abgefahrenen Eiscremesorten in Kombination, sondern obendrein auch noch El Publico street corn, einen Tortilla Crumb mit doppelter Eiscremefüllung.

Besuch bei den Quokkas auf Rottnest Island

Wenn es euch in die wunderschöne Stadt Perth verschlägt, werdet ihr euch auf einen Schlag in die Metropole von Westaustralien verlieben. Ich warne euch vor: nicht nur, dass die Stadt über eine extrem junge und engagierte Kunst- und Kulturszene verfügt. Sie begeistert zudem mit herrlichen Stränden, gigantischen Parkanlagen die zum Verweilen und Sport treiben einladen, super Bars und Restaurants und ist zudem Ausgangspunkt für unglaubliche Tagestrips. Wir haben beispielsweise einen Ausflug nach Rottnest Island gebucht, der uns auf ewig im Gedächtnis bleiben wird. Die Insel ist wunderschön und verzaubert einen direkt mit türkisfarbenen Buchten und einer romantischen Hügellandschaft, zudem kann man hier allerhand unternehmen! Neben ausgiebigen Radtouren und Schnorchelausflügen lohnt es sich während einer Speedboat-Tour den Seelöwen und Robben einen Besuch abzustatten!

Zudem hatten wir das Glück Buckelwale beim Spielen beobachten zu können und mein absolutes Highlight: die unzähligen kleinen Quokka Gesellen! Die plüschigen Tierchen sind nicht nur niedlich und zutraulich, sondern scheinen auch immer fröhlich zu sein und so ist es unter den Besuchern der Insel zur Tradition geworden mit den einheimischen Kuscheltierchen die beliebtesten Selfies aus ganz WA zu schießen! Schaut mal was das Hashtag #quokkaselfie zu bieten hat! Ihr werdet quietschen vor Freude!

Die Pinnacles im Nambug National Park

Nördlich von Perth haben wir einen der wohl schönsten Nationalparks des Landes besucht. Der Nambug National Park wartet aber nicht nur mit einer aufregenden Flora und Fauna auf, zu welcher allerlei Geckos, das graue Riesenkänguru und prächtige Blüten wie die des Parrotbush zählen, sondern beheimatet die weltberühmten Pinnacles. Als ob man auf einem anderen Stern spazieren gehen würde, so fühlt es sich an, diesen außergewöhnlichen Ort zu besuchen.

Die Pinnacles selbst sind sandfarbene bis zu fünf Meter große Reste versteinerter Pflanzenwurzeln, die wie Kunstwerke inmitten einer Sandwüste anmuten. Schön und ein bisschen schaurig zugleich fühlt es sich an, die Tour durch das Wüstengelände zu starten. Bei der Erkundung ist es äußerst wichtig sich nicht von hinreißendem Fotospot zu Fotospot treiben zu lassen, sondern nahe des errichteten Wegesystems zu bleiben, denn so verwunschen das Gebiet auch scheinen mag, handelt es sich hier um eine Wüste, die ihres Gleichen sucht. Hitzeflimmern, Windstille und Weite dominieren und verliehen diesem Ort seine Magie. Wir selbst hatten das große Glück eine von Rangern geführte Tour durch dieses wundersame Naturschauspiel zu erhalten. Auch das errichtete Besucherzentrum gibt wunderbar Auskunft darüber, wie diese tolle Landschaft vor tausenden von Jahren entstanden ist. Ein Besuch ist ein absolutes Muss und das mit gut geladenen Kamera-Akkus und reichlich Wasser im Gepäck!

+++  Das Gewinnspiel ist beendet! +++

10 Sofortbildkameras zu gewinnen!

Na? Habt ihr auch Lust auf einen Roadtrip durch Westaustralien bekommen? Bei den tollen Highlights von Freedi wirklich kein Wunder. Habt ihr einen Favoriten? Dann verratet uns in den Kommentaren, welches euer Lieblings-Highlight in Westaustralien ist!

Unter allen, die bis einschließlich 12.3.2017 (24 Uhr MEZ) teilnehmen, verlosen wir 10 x 1 Fujifilm Instax Mini 8 Sofortbildkamera (inkl. Batterie und Mini Film). So könnt ihr die schönsten Momente auf eurem nächsten Roadtrip in coolen „Polaroids“ festhalten.

Die Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

Wir drücken die Daumen!

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