Cookinseln – Der perfekte Stopover auf einer Weltreise

Per Definition ist eine Weltreise ja eine Reise einmal um die Welt, auf der alle Längengrade passiert werden. Ich will nicht genau auf der Definition herumreiten, denn eine Weltreise bedeutet für jeden etwas anderes, aber diejenigen unter euch (so wie wir), die tatsächlich alle Längengraden überqueren wollen, werden bei der Planung wohl vor einem etwas größeren Problem gestanden haben (so wie wir auch): wie zum Geier komme ich denn nun eigentlich von Amerika aus über den Pazifik?

Das Problem, um vom amerikanischen auf den ozeanischen, meinetwegen auch den asiatischen, Kontinent zu kommen, ist relativ schnell zusammengefasst: Flüge hierher sind eher mau gesäht und wenn es welche gibt, dann sind sie ordentlich teuer. Von Hawaii aus wird es etwas günstiger, von dort fliegen immerhin auch Billigairlines nach Australien. Aber man muss ja auch erstmal nach Hawaii kommen… und eigentlich wollten wir ja erst nach Neuseeland… puuuuuh.

Ja, wir haben uns die Frage sehr lange gestellt, wie wir denn nun auf den asiatischen Kontinent kommen. Man hätte diese Problem natürlich ganz einfach lösen können, indem man eben nicht über die Längengrade reist. Aber abgesehen davon, dass wir schon seit Ewigkeiten von den Vereinigten Staaten träumten und die für uns eben irgendwie zu einer Weitreise gehörten, sind wir einfach nicht der Typ fürs Aufgeben und dafür „den einfachen Weg“ zu gehen. Wieso auch? Der „schwierige Weg“ hat im Nachhinein so viel mehr Spaß gemacht!

Denn lasst euch gesagt sein, wir haben eine super Möglichkeit gefunden, vom amerikanischen Kontinent auf den asiatischen zu kommen – das Zauberwort lautet Cookinseln!

Zehn Gründe, warum die Cookinseln der perfekte Weltreise Stopover sind

Aufmerksam sind wir auf die Cookinseln aus zweierlei Gründen geworden: einerseits die klassische Sonntagsdoku an einem verregneten, grauen, kalten, stürmischen Februartag („Boa, wie cool sind die denn! Lass mal googlen, wieviel die Flüge dahin kosten!“), andererseits durch die Around The World-Tickets von STA-Travel, bei denen die Verbindung von den Vereinigten Staaten nach Neuseeland über die Cookinseln ging. Und da stand fest: das wird unser Stopover! Aber sowasvon!!!

Inzwischen sitzen wir hier im Paradies und haben noch keine einzige Sekunde bereut, so geflogen zu sein! Nein wirklich, wir sind in letzter Zeit echt kritisch geworden, aber diese Insel hat uns umgehauen! Und warum die Cookinseln so wahnsinnig Stopover-tauglich sind möchten wir euch nun vorstellen. Vorhang auf!

  1. Ihr lebt in Europa? Dann ist das jetzt vielleicht die einzige Chance, die ihr jemals haben werdet, auf die Cookinseln zu kommen!

Klingt dramatisch? Nun, dann guckt euch die Flugzeiten an und ihr werdet mir definitiv zustimmen! Die Cookinseln liegen so weit weg von uns und sind per Flugzeug so schwierig zu erreichen, dass das für einen einzelnen Urlaub von Europa aus wohl niemand auf sich nehmen wird – oder hat jemand von euch Lust, die kompletten ersten zwei Urlaubstage nur in Flugzeugen und auf Flughäfen zu verbringen (und das Ganze dann noch mal, nachdem man vom Urlaub erholt ist, nur um gestresst wieder zu Hause anzukommen). Die Chancen dafür stehen vermutlich recht gering, nicht aber, wenn ihr sowieso schon „mehr oder weniger“ über die Cookinseln drüber fliegen würdet.

  1. Ihr steht nicht so sehr auf lange Flüge? Ein Stopover auf den Cookinseln verkürzt euch die Flugzeit!

Klar, ihr müsst anschließend noch weiter fliegen, aber zumindest könnt ihr euch ein paar Tage lang „die Beine vertreten“, bevor es weiter geht – so kommt man doch ein wenig entspannter in Ozeanien an. Die Flugzeit von Los Angeles nach Rarotonga beträgt nämlich 9 Stunden – nach Auckland wären es knapp 13 Stunden, nach Australien sogar fast 16!

  1. Keine Billigairlines – AirNewzealand bringt euch sanft und bequem auf die Cookinseln!

Eine Sache, die mich ja sehr an den Verbindungen über Hawaii gestört hatte, war, dass ich drei verschiedene Flüge nehmen müsste, um günstig in Neuseeland anzukommen und dass alle von Billigairlines durchgeführt werden würden. Normalerweise habe ich ja nichts gegen einen Flug mit einer Billigairline, aber wenn man für praktisch denselben Preis einen Flug mit Airnewzealand bekommt, dann zögert man da keine Sekunde! Meine neue Lieblingsairline brachte mich ratz fatz von Los Angeles nach Rarotonga; ich stieg sogar aus dem Flieger aus mit den Worten „Wie das war’s schon?“ mit einem traurigen Unterton! Angenehmer hätte das ganze wirklich nicht sein können!

  1. In Rarotonga angekommen erwartet euch die wohl mit Abstand freundlichste Flughafen-Begrüßung, die ihr jemals erleben werdet!

Der bis jetzt kleinste Flughafen, in dem ich je gelandet war, war in Bundaberg (Australien), da ich damals in der Stadt als Aupair gearbeitet hatte und da der Flughafen ausschließlich von den einheimischen Australiern genutzt wurde, um von A nach B zu kommen. Ich muss nun (leider) verkünden: Bundaberg ist nicht mehr auf Platz eins, Rarotonga hat sich nach vorne geschoben! Und nicht nur, dass der Flughafen herzlich und klein ist (und das Bordpersonal anschließend, nachdem alle durch die Sicherheitskontrollen gegangen sind, sich einfach selbst auf ihren Roller schmeißen und einfach wieder nach Hause fahren), wir wurden hier allen Ernstes von einem Herren in Blumenhemd empfangen, der Ukulele gespielt hat, während wir in der Schlange auf die Einreise gewartet haben! Entspannter geht es wohl kaum!

  1. Die Cookinseln sind etwas für jedes Budget – auch Backpacker sind hier herzlich willkommen!

Während ich begann, immer und immer verzückter zu werden von der Idee, einen Stopover auf den Cookinseln einzulegen, gab es da noch eine Sache in meinem Hinterkopf, die ein wenig Bedenken verursachte: sind die Südpazifikinseln nicht wahnsinnig teuer?

Dazu kann ich nur sagen: Nein, sind sie nicht! Wer ein bisschen mehr gespart hat, kann es sich hier zwar wirklich super gut gehen lassen, aber auch Backpacker haben hier kein Problem – im Backpackers International gibt es Übernachtungsmöglichkeiten schon ab 20NZD und überall auf der Insel gibt es Supermärkte, die nur ein wenig teurer sind, als die Lebensmittel in Neuseeland.

  1. Die Cookinseln haben die perfekte Größe für einen Stopover

Wer eben nur einen kurzen Stopover auf der Reise von A nach B einlegen möchte, und eben nicht gerade einen ganzen Monat verbringen möchte, den man bei manchen Ländern ja braucht, um ihnen gerecht zu werden, haben die Cookinseln eine wahrlich perfekte Größe für einen Stopover. Rarotonga selbst kann innerhalb von einer Stunde einmal komplett mit dem Bus umrundet werden! Neben Rarotonga gibt es noch Aitutaki, eine kleine Insel mit traumhafter Lagune, die die Besucher anlockt. Natürlich könnte man hier auch Ewigkeiten bleiben und das Inselfeeling genießen, aber wer hier in etwa eine Woche bleibt, der wird es vermutlich schaffen, den Großteil der Insel zu erkunden. Wir waren mit unseren sechs Tagen auf jeden Fall sehr glücklich.

  1. Hier wird schon (noch) mit Neuseeland-Dollar gezahlt

Die Sache mit den verschiedenen Währungen wird wohl für jeden (Welt-)reisenden immer etwas leicht nerviges haben – holt man zu wenig Geld am Automaten, dann muss man noch mal los und wieder die Gebühren zahlen, holt man aber zu viel, sitzt man zum Schluss noch mit zu viel Geld in einer Währung da, die man nie wieder gebrauchen wird und die im besten Falle die Bank zu Hause nicht mal umtauscht. Umso schöner war es, dass auf den Cookinseln bereits in Neuseelanddollar gezahlt wird. Da es für uns anschließend nach Neuseeland gehen sollte, konnten wir also ganz entspannt an die Sache mit dem Geld gehen, denn wenn wir zu viel holen, dann können wir es ganz einfach im nächsten Land weiter benutzen.

  1. Die Cookinseln sind wahnsinnig vielseitig und bieten jedem Reisenden, was er sucht!

Ich bin mir sicher, auf den Cookinseln kommt wirklich jeder auf seine Kosten! Egal ob einfach nur am Strand liegen und entspannen, schnorcheln oder tauchen gehen, Kajak fahren, Mountain biken, wandern in den Bergen von Rarotonga, den Ausblick auf die türkisblaue Lagune von Aitutaki genießen oder shoppen auf dem Nightmarket in Avarua – an Aktivitäten ist hier wirklich für jeden Geschmack etwas dabei.

  1. Ach und übrigens: die Cookinseln sind wirklich traumhaft schön!

Das wohl offensichtlichste habe ich bis jetzt ja ganz vergessen: man reist in erster Linie ja an Orte, weil sie schön sind und man diese Schönheit mit eigenen Augen sehen will. Auch nach fast einer Woche hier sind wir immer noch erschlagen von der Schönheit dieser Insel, dem kristallklarem, türkisfarbenen Wasser, den riesigen Wellen, die an der Kante des Riffes brechen und dem unglaublichem grün, in das die Berge hier gehüllt sind, wenn man sich einmal vom Strand weg dreht. Da haben selbst wir Kritiker Herzchen in den Augen!

  1. Und wir wollen doch alle einmal in der Südsee gewesen sein, oder?

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Punkt noch mit aufnehme, da er ja doch ein wenig statussymbolbehaftet ist. Aber sind wir doch einmal ganz ehrlich: manche Erlebnisse auf Reisen sind das nun mal einfach. Ich bin mir sicher, dass auf jeder Menge Bucketlists der Punkt „Einmal auf eine Südseeinsel reisen“ stehen wird – zumindest stand er auf meiner. Wem ist das denn auch schon übel zu nehmen? Also, last but not least, erfüllt euch einfach diesen statussymbolhaften Wunsch und fliegt auf eine Südseeinsel, denn es war nie einfach als auf diesem Stopover!

Wer sich jetzt in Südseeinsellaune geträumt hat und noch ein bisschen mehr Input möchte, der darf gerne auf unserem Blog adventureinmybackpack.com vorbei schauen, um dem tristen, deutschen Winterwetter zu entkommen!

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Dos & Don’ts auf einer Weltreise

 

Für ein Jahr lang rund um die Welt reisen, neue Länder und Kulturen kennenlernen, Menschen und Gleichgesinnte von überall treffen, das Leben in vollen Zügen genießen, alles hinter sich lassen und sich stattdessen in aufregende Abenteuer stürzen. All das kann sehr verlockend sein. Auch uns hat es vor genau einem Jahr davon überzeugt, unsere Jobs und unsere Wohnung zu kündigen und uns auf Weltreise zu begeben.

Wir sind Melanie und Philipp aus Salzburg, zwei Reisende die normalerweise ihr tägliches Brot als Sozialarbeiterin und Fotograf verdienen, immer auf der Suche nach neue Herausforderungen oder leckerem Essen sind und im Jahr 2017 unter dem kleinen Projekt “Our.World.Experience” die schönen Fleckchen unserer Erde bereisten.

Sich dafür zu entscheiden auf Weltreise zu gehen ist aufregend, wundervoll und in unserem Fall wohl das größte Abenteuer unseres bisherigen kurzen Lebens. Von der atemberaubenden Natur in Nepal, Neuseeland oder Kanada, den traumhaften Stränden auf den Philippinen, Hawaii oder den Fijis, der einzigartigen Kultur in Indien, Südafrika oder China bis hin zu aufregenden Städten wie New York, Hongkong, Sydney oder San Francisco. Rückblickend sind wir sehr froh den Schritt ins Ungewisse gewagt zu haben.

Doch eine Weltreise kann auch anstrengend, herausfordernd und alles andere als Urlaubsfeeling sein und das beginnt meistens auch schon bevor man überhaupt auf Reisen ist.

Bei den ganzen Dingen, die man vor und während einer Weltreise vielleicht beachten sollte noch den Überblick zu behalten, erscheint manchmal relativ schwierig und auch wir fühlten uns ab und an ein wenig überfordert, das könnt ihr uns glauben! 😊

Um trotzdem den roten Faden beibehalten zu können, findet ihr hier unsere Dos & Don’ts auf einer Weltreise. Teilweise mussten wir diese selbst erst auf die harte Tour lernen. Sie haben uns aber immer wieder weitergeholfen und sind nun hoffentlich auch euch von Nutzen.

Der erste Stopp und auch unser erstes gemeinsames Foto auf unserer Weltreise in Südafrika am Lions Head. Voller Vorfreude, Nervosität und Erwartungen starteten wir in unser Abenteuer rund um die Welt.

 

Die Dos & Don’ts auf einer Weltreise

Dos

“Plane so wenig wie möglich, so viel wie nötig!”

Die Planung einer Weltreise kann einerseits sehr viel Spaß machen, andererseits ist sie aber auch oft mit vielen Ängsten und vielleicht auch ein wenig Überforderung behaftet. Themen wie eine Reiseversicherung, Impfungen, Reiseroute, Visabestimmungen und vieles mehr kommen auf einen zu und eigentlich weiß man gar nicht wo man anfangen soll. „Keine Panik!” Wir können euch beruhigen! Meistens ist es gar nicht so schlimm wie es scheint. Wir haben konkret mit unserer Planung ca. ein halbes Jahr zuvor angefangen und waren dabei sehr froh das STA Travel Reisebüro unseres Vertrauens gleich in der Nähe zu haben. Des Weiteren findet man heutzutage auch unzählige Artikel für die Weltreiseplanung online. Egal wie man es angeht: ob ihr euch für ein Around the World Ticket entscheidet oder eher spontan von A nach B reist, das ist jedem selbst überlassen. Ihr solltet einfach nicht vergessen, dass die Planung zwar das A und O ist und wichtige Dinge auf alle Fälle schon im Vorhinein abgeklärt werden müssen. Es aber anderseits aber auch manchmal besser ist nicht so viel im Vorhinein zu planen. Auf Reisen tun sich immer wieder spontane Möglichkeiten auf und, mal ehrlich, wer kann bzw. will schon ein ganzes Jahr im Voraus planen? Wo bleibt denn da der Spaß?

“Kalkuliere dein Reisebudget realistisch!”

Ein weiterer wichtiger Punkt, wie wir finden (da wir uns selbst leider auch ein wenig verschätzt haben 😊), ist die realistische Kalkulation des Weltreise Budgets. Informiert euch vorab online wie viel man in den jeweiligen Ländern im Durchschnitt für Lebenshaltungskosten oder Transport benötigt. Überlegt euch auch, wie lange ihr in einem Land in etwa bleiben möchtet, ob ihr vor Ort die Möglichkeit habt ein wenig Geld zu verdienen oder auch wie lange ihr euch das Land tatsächlich leisten könnt. Es macht nämlich einen großen Unterschied ob man eher teure oder billigere Länder bereisen möchte. Für uns hat es auch einen großen Unterschied gemacht in welcher Reihenfolge wir welche Länder besuchten. Im Nachhinein betrachtet war es nämlich eher eine “Schnapsidee” günstigere Länder schon am Anfang der Weltreise abzuklappern und die teuren Destinationen eher zum Schluss zu bereisen. Da einerseits unser Budget am Anfang natürlich noch umfangreicher war und wir andererseits auch noch motivierter waren zum Sparen.

“Sichere deine Dokumente auch immer online ab!”

Geht es um wichtige Dokumente wie den Reisepass, Impfausweis, Personaldokumente oder auch die Flugtickets, können wir euch nur empfehlen diese schon vor der Reise online abzuspeichern und immer wieder Backups zu machen. Zwar hat man diese normalerweise immer irgendwo in Reichweite, doch sollte jemals etwas passieren und einem z.B. der Personalausweis gestohlen werden, hat man wenigstens online auf die Kopien Zugriff. Wir haben dabei den Filehosting-Dienst Dropbox genutzt und konnten so weltweit jederzeit unsere wichtigen Dokumente abrufen. Alles, was man dafür benötigt ist eine Internetverbindung und die findet man ja fast schon überall, sogar mitten im Nirgendwo in der Serengeti.

“Nutze die Macht des 21. Jahrhunderts!”

Obwohl das Internet zwar nicht immer nur Vorteile hat, kann es einem hinsichtlich einer Weltreise einiges erleichtern. Wir waren während unserer Reise meistens sehr froh über eine funktionierende Internetverbindung und auch sonst hat uns die Technik des 21. Jahrhunderts immer wieder weitergeholfen. Seien es hilfreiche Apps die einem den Überblick über die eigenen Finanzen erleichtern oder einem die billigsten Campingplätze vorschlagen. Google Maps oder auch Maps.me um sich in fremden Ländern orientieren zu können, diverse Suchfunktionen oder auch einfach nur Google Translate, das uns vor allem in China hinsichtlich sprachlicher Barrieren weitergeholfen hat. Des Weiteren haben wir immer wieder gerne verschiedene Reiseblogs durchstöbert, um uns für die Planung unseres nächsten Stopps inspirieren zu lassen. Wer von dem Ganzen jedoch nicht viel hält, kann natürlich auch noch immer zum guten alten Reiseführer greifen. Diese mussten wir bei 16 Reisezielen jedoch leider aus platztechnischen Gründen zuhause lassen. 😊

“Reise so, wie du reisen willst!“

Egal ob Backpacker-Urlaub, All-Inclusive Resort oder doch lieber Kulturtrip: Reist so wie ihr reisen wollt und habt dabei auch kein schlechtes Gewissen. Es ist eure Weltreise und nur weil jeder andere gerne ins Museum geht oder sich an einem Gummiseil von Brücken stürzt, heißt dass noch lange nicht, dass ihr das auch so machen müsst. Ihr bestimmt was, wohin und wie ihr eure  Weltreise erleben möchtest und das ist ja auch das Tolle daran.

Auf Reisen wird man auch immer wieder gefordert und manche Situationen können ganz schön anstrengend sein. Deswegen ist es manchmal auch einfach besser „abzutauchen“ und mit einem Shaka in den neuen Tag zu starten. So wie wir es auf Hawaii während unserer Reise gelernt haben.

“Meet up with people und sei offen für Neues!“

Reisen macht Spaß, vor allem wenn man mit einem oder mehreren passenden Reisepartnern unterwegs ist. Dabei liegt die Betonung jedoch auf passend – mit den falschen Mitreisenden kann die Reise auch schnell zum Alptraum werden. Jedenfalls sind alle Abenteuer, die man auf einer Weltreise erlebt, umso schöner wenn man sie mit jemanden teilen kann. Am besten lernt man andere Menschen in Hostels z.B. bei Gruppenaktivitäten kennen. Wer von Hostels aber nach der Zeit die Schnauze voll hat kann auch Plattformen wie Couchsurfing, AirBnB, Meetup.com oder workaway.info ausprobieren. Wir haben dabei nur gute Erfahrungen gemacht, sind mit anderen Reisenden in Kontakt gekommen, durften Einheimische und ihren Alltag kennenlernen und haben so auch die ein oder andere Freundschaft geschlossen.

“Reise über Land und mache so viel Roadtrips wie möglich!”

Vor allem das Reisen quer durch das Land kann sehr viel Spaß machen. Wir erlebten dabei immer wieder lustige und unvergessliche Momente wie die abenteuerlichen Busfahrten in Nepals Bergen oder die erstaunlich effizienten Zugfahrten in China. Man lernt dadurch nicht nur sein Reiseziel von einer ganz anderen Seite kennen, sondern kann vielleicht sogar finanziell etwas sparen da öffentliche Verkehrsmittel (besonders im asiatischen Bereich) nicht viel kosten. Wenn ihr immer nur von A nach B fliegt, verpasst ihr alles was dazwischen liegt. Egal ob ihr euch mit anderen Reisenden ein Mietauto leiht und auf einen Roadtrip geht, mit dem Zug quer durch die Natur tuckertt oder beim Busfahren zwischen Ziegen und Hühnern sitzt und mit Einheimischen in Kontakt kommt. All das macht eine Weltreise erst aus!

“Nimm eine Backup-Kreditkarte mit!”

Reisepass und Kreditkarte sind die einzigen Dinge, die man leider unbedingt auf einer Weltreise braucht und ohne die man auch nicht weit kommt. Passe deswegen umso mehr darauf auf. Wir können dir nur empfehlen mindestens eine Backup-Karte wie z.B. eine weltweit gebührenfreie Kreditkarte mitzunehmen. Uns wurde nämlich bereits beim zweiten Stopp in Indien ein kleiner Rucksack (typischer Anfängerfehler) inklusive zwei Kreditkarten (zweiter typischer Anfängerfehler) geklaut. Deswegen: Verstaut die Kreditkarten eventuell in unterschiedlichen Taschen, damit falls dir ein Rucksack gestohlen wird, nicht gleich beide Karten weg sind. 😊

“Genieße jeden Tag und verlasse deine Komfortzone!”

Besonders wenn man länger auf Reisen ist, besteht die Gefahr schnell in eine Routine zu verfallen. Man erlebt jeden Tag so viele neue Eindrücke, dass man diese manchmal gar nicht mehr zu schätzen weiß. Auch wir ertappten uns während unserer Reise immer wieder dabei. Wir empfehlen euch deshalb so gut wie möglich jeden Moment der Reise zu genießen und auch manchmal bewusst ins kalte Wasser zu springen. Probiert Neues, esst lokal, lacht über euch selbst und vor allen Dingen: wagt den Schritt aus der eigenen Komfortzone immer wieder aufs Neue. Eine Weltreise ist die perfekte Chance dafür.

“Halte deine Erfahrungen in irgendeiner Form fest!”

Das bringt uns auch schon zum letzten Punkt unserer Dos bei einer Weltreise. Wie bereits zuvor erwähnt, kann es bei all den Erlebnissen und Erfahrungen, die man von Land zu Land sammelt, leicht passieren, dass man schnell Momente oder gewisse Gefühle und Situationen vergisst. Um dies ein wenig zu vermeiden, kann es hilfreich sein z.B. Tagebuch zu führen um diese Dinge auf ein Blatt Papier zu bringen. Dabei muss man auch gar nicht so viel Zeit investieren und es reicht manchmal auch nur ein Satz zum schönsten und schlimmsten Ereignis des Tages aus. Wir haben uns leider am Anfang unserer Reise dagegen entschieden und bereuen es im Nachhinein ein wenig. Wer von Tagebuch schreiben nicht viel hält, kann sich auch eine andere Art des Erinnerns überlegen: Fotos, Videobeiträge, ein selbstgeführter Blog, Zeichnungen oder sogar Musik, die euch an eine bestimmte Zeit erinnert.

Ein absolutes Highlight während unserer Weltreise war die Wanderung zum Roys Peak in Neuseeland zum Sonnenaufgang. Nicht nur, dass wir die atemberaubende Natur und das Erwachen eines neuen Tages von dort aus bestaunten, sondern auch Philipps Geburtstag mit einem leckeren Gipfelfrühstück feiern konnten.

Don’ts

“Habe keine unrealistischen Erwartungen!“

Ist man länger auf Reisen so ist es ganz normal, dass man auch manchmal müde wird, und zwar reisemüde. Ständig neue Eindrücke und Kulturen verarbeiten, die nächsten Stopps planen, immer wieder die gleichen ersten Gespräche führen, von einer Zeitzone zur nächsten springen und, und, und. Es ist zwar kaum vorstellbar, doch Reisen macht nicht immer Spaß und, wenn man länger unterwegs, ist sehr anstrengend sein. Wir wussten besonders in den ersten Monaten nicht wie wir damit umgehen sollen, dass wir manchmal z.B. einfach keine Lust auf Sightseeing hatten und uns deswegen ein schlechtes Gewissen plagte. Doch nach der Zeit und vor allem nach vielen Gesprächen mit anderen Weltreisenden merkten wir, dass es nicht nur uns so geht. Habt deswegen auch keine unrealistischen Erwartungen und kein schlechtes Gewissen, wenn ihr nicht immer topmotiviert seid, ein Land zu erkunden. Im Gegenteil, legt ab und zu Ruhetage ein in denen ihr ganz bewusst rein gar nichts macht. Das lädt die Batterien wieder auf und ihr könnt im Anschluss die weitere Zeit des Reisens wieder viel mehr genießen.

“Nimm dir nicht zu viel vor! Du kannst nicht alles sehen!“

Einmal den Schritt gewagt, auf Weltreise zu gehen, will man natürlich so viele Orte wie möglich sehen. Auch uns ging es so und wir wollten am liebsten jedes Land, dass wir irgendwie kreuzten auf unserer Reiseroute mit einplanen. Dabei ist das Risiko ziemlich hoch sich zu viele Länder in zu kurzer Zeit zuzumuten. Wir empfehlen deshalb aus eigener Erfahrungen: “Weniger ist oft mehr!” Möchtet ihr ein fremdes Land wirklich besser kennenlernen, solltet ihr auch länger vor Ort sein, um abseits der Touristenpfade den Alltag der Menschen zu erleben. Man kann auf einer Weltreise einfach nicht alles sehen und das ist auch völlig in Ordnung so.

“Lass deine SIM-Karte zuhause!“

Während unserer Weltreise merkten wir schnell, dass die SIM-Karte eins der Dinge ist, die man zu Hause lassen kann. Einerseits gibt es heutzutage fast schon überall billige Prepaid Travel SIM-Karten mit besonders hohem Datenvolumen. Andererseits findet man auch überall Supermärkte, Cafés oder Shopping Malls mit kostenlosen WiFi. So besteht auch keine Gefahr, dass die alte SIM-Karte irgendwie gestohlen wird. Ihr könnt uns glauben, wir sprechen aus Erfahrung. 😊

„Sei nicht zu skeptisch, aber höre auf dein Bauchgefühl!“

Obwohl wir uns eingestehen müssen, dass wir während unserer Reise manche Situationen auch eher skeptisch betrachteten und wir nicht immer wussten, ob jemand “nur” freundlich ist oder vielleicht doch mehr dahinter steckt, können wir rückblickend sagen, dass wir wirklich fast überall nur positive Erfahrungen machten. Sei es Hilfsbereitschaft oder nur ein Lächeln, wir wurden in jedem Land sehr freundlich empfangen. Seid deswegen auch nicht allzu skeptisch und vertraut den Menschen vor Ort. Hört dabei aber trotzdem immer auf euer Bauchgefühl und den gesunden Menschenverstand. Es gibt natürlich auch überall auf der Welt schwarze Schafe.

“Vorsicht Fettnäpfchen!“

Wer in ein fremdes Land reist, kann unbeabsichtigt leicht in einige Fettnäpfchen treten. Sei es eine andere Kultur, die Tischmanieren, der Besuch in einer religiösen Einrichtung, die Begrüßung oder auch die Frage nach dem Trinkgeld. Die meisten Einheimischen sind sehr tolerant und lächeln einfach darüber hinweg… Aber sie freuen sich natürlich umso mehr, wenn man ihre Gewohnheiten kennt! Informiert euch deshalb schon ein wenig vorab über die kulturellen Besonderheiten in den jeweiligen Ländern, auch um peinliche Situationen zu umgehen.

Wohl einer der spannendsten Stopps während unserer Weltreise war Indien. Sei es die Kultur, die vielen Gerüche und Farben oder auch die Vielfalt des Landes – wir wussten gar nicht wie uns geschieht. Doch nicht nur wir waren fasziniert von Land und Leuten. Wie man sieht, basierte das Ganze auch auf Gegenseitigkeit.

“Sei nicht geizig!“

Sparen macht zwar Sinn,vor allem wenn man länger auf Reisen ist, doch dabei muss man auch sein eigenes Mittelmaß finden. Man hat lange für die eigene Reise gespart und sollte so auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn man sich mal etwas gönnt. Findet für euch selbst einfach heraus, wo und wofür ihr Geld sparen möchtet und für welche Dinge ihr dafür lieber mehr Budget einplanen möchtet. Wenn es z.B. schon immer euer Traum war im Great Barrier Reef tauchen zu gehen oder den Grand Canyon aus der Luft zu sehen, dann macht es auch! Man lebt nur einmal!

“Sei auch nicht verschwenderisch!“

Wie du siehst kommt es auf die goldene Mitte an. Man sollte nicht in jeder Sekunde auf der Reise daran denken ob man sich dies oder jenes leisten kann, oder nicht. Andererseits solltet ihr auch nicht verschwenderisch mit dem Ersparten umgehen. Ein bewusster Umgang ist dabei das beste Rezept!

“Nimm nicht zu viel mit!“

Von allen Seiten wird einem geraten “Nimm nicht zu viel Gepäck auf eine Weltreise mit!” Und ja, davon können wir nur zu gut ein Lied singen. Obwohl wir wirklich versuchten so wenig wie möglich mit einzupacken, haben wir rückblickend trotzdem zu viel mitgegenommen. 😊 Wir können euch deshalb nur empfehlen: packt den Rucksack auf alle Fälle schon mal Probe und denkt daran, dass ihr diesen für die nächsten Monate immer mit euch herum schleppen müsst. Als weitere Hilfe findet ihr online wirklich viele tolle Tipps und auch fertige Packlisten, für Dinge, die unbedingt mit oder nicht mit auf die Reise müssen. Weniger ist hier auf alle Fälle mehr und, solltet ihr trotzdem etwas Wichtiges zuhause vergessen, könnt ihr es beinahe überall auf der Welt nachkaufen. Also, keine Sorge!

“Lass den Reiseführer auch mal stecken!“

Auch wenn Planung einiges erleichtert, tut es auch manchmal gut sich treiben zu lassen und planlos durch fremde Straßen zu spazieren. Lasst deswegen den Reiseführer auch mal stecken, googled nicht gleich nach der richtigen Richtung oder sucht auch nicht immer bei einschlägigen Portalen nach dem besten Restaurant. Man nimmt eine neue Umgebung viel bewusster wahr wenn man sie auf eigene Faust erkundet und hat so Gelegenheit immer wieder aufs Neue positiv überrascht zu werden.

“Denke nicht zu viel an die Zeit danach und lebe im Jetzt!“

Tja das hört sich wirklich leichter an als getan. Während man auf Reisen ist, vergeht die Zeit zwar wie im Flug, doch meistens bleibt einem gerade auf Reisen sehr viel Zeit zum Nachdenken. Dinge wie Job, Wohnung, Familie und Freunde schwingen immer wieder mit und spielen besonders bei einer Langzeitreise eine große Rolle. Uns ging es besonders am Ende der Weltreise oft so und wir kamen aus dem Grübeln gar nicht mehr raus. Wo wollen wir eigentlich wieder hin? Finden wir eine Wohnung? Einen Job? Und, und, und…Dabei vergaßen wir fast, die restliche Zeit unserer Reise richtig zu genießen. Deshalb: Macht euch keine Sorgen was danach so kommen mag! Eine Weltreise bietet die Chance sich selbst besser kennenzulernen und dadurch auch vielleicht deinen Weg im Leben zu finden. Denn wie sagt man doch so schön: Nicht das Ziel ist wichtig, sondern der Weg dorthin!

Jede Reise ist einzigartig und mit unendlich vielen Erfahrungen und Erlebnissen verbunden. Egal wie, wohin, wie lange oder mit wem ihr auf Reisen geht – ihr werdet die Zeit nie wieder vergessen. So wie auch wir z.B. diesen Moment am südlichsten Punkt Südafrikas stets in unserer Erinnerung haben werden.

Tja und das waren sie auch schon, unsere Dos & Don’ts auf einer Weltreise. Wir hoffen, wir konnten euch ein paar Anregungen mitgeben. Vielleicht ist ja für die eine oder den anderen auch ein hilfreicher Punkt dabei. Wir sind uns jedenfalls sicher, dass es noch unzählige weitere Punkte geben würde. Doch wahrscheinlich findet man am besten für sich selbst die persönlichen Dos & Don’ts auf Reisen heraus. Viel Spaß beim Erkunden!

Solltet ihr noch weitere Fragen zu uns, unserer Reise oder generell zum Thema Weltreise haben, schaut auf unserer Website vorbei oder schreibt uns einfach. Wir freuen uns immer über neue Post 😊

Alles Liebe aus Österreich,
Melanie & Philipp

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Essen in Südamerika – Diese Leckerbissen solltet ihr nicht verpassen

Lisa und Jens sind mit einem Around the World Ticket von STA Travel in Südamerika, Australien, Neuseeland, Asien und Europa unterwegs gewesen und haben bereits darüber berichtet. Über die kleinen und großen Abenteuer, die sie unterwegs erlebt haben sowie über einige kulinarische Highlights rund um den Globus, schreibt Lisa auf Travelbites.

Kulinarische Leckerbissen in Südamerika

Wie schmecken Empanadas aus Argentinien? Was isst man in den Anden von Peru? Wo gibt es das allerbeste Ceviche? Und was kommt überhaupt in Uruguay auf den Teller?

Für mich ist die Reise in eine Stadt oder ein Land ohne die typischen Bräuche niemals vollständig. Die kulinarische Seite eines Landes gehört für mich genauso wie seine Kultur und seine Menschen einfach dazu. Gerne nehme ich euch daher auf eine kleine Weltreise der Geschmacks-, Geruchs- und Sehsinne mit und stelle euch Gerichte aus einer Vielzahl von Ländern rund um den Globus vor. Wir haben einige Köstlichkeiten, aber durchaus auch kulinarische Besonderheiten probiert. Los geht es in Südamerika, wo im September 2016 auch unsere Weltreise startete.

Für uns Europäer eher ungewöhnliche Dinge kommen in Südamerika ganz alltäglich auf den Tisch. Zum Beispiel Lamafleisch, das wir in Bolivien, mitten in der Salzwüste vom Salar de Uyuni, gegessen haben.

Grundnahrungsmittel in allen Varianten: Maíz & Kartoffeln

Maíz – zu Deutsch ganz einfach Mais – ist einer der favorisierten Bestandteile der südamerikanischen Küche. Er ist günstig und nahrhaft und ersetzt dadurch schon mal andere Beilagen, wie zum Beispiel Kartoffeln. Dabei ist der Mais nicht immer klein und gelb, wie man ihn bei uns kennt, sondern es gibt ihn in allen Größen und Farben, von Hellgelb bis Dunkellila.

Mais wird in Südamerika häufig und in allen erdenklichen Farben und Größen gegessen. Auf dem Markt ausgelegt sieht er besonders schön aus.

Die gelben Körner kann man aber auch verarbeiten und daraus eine köstliche Maismasse herstellen, die dann u.a. hübsch verpackt auf dem Teller landet. Für uns in Europa eher ungewöhnlich, aber definitiv eine Kostprobe wert! Die Humita zum Beispiel ist ein typisches, einfaches Tagesgericht. Und es ist nicht nur in Chile, sondern auch in Argentinien, Bolivien, Ecuador und Peru beliebt. Zubereitet wird die Maismasse dafür aus frischem Mais und wird dann in das Blatt eines Maiskolbens eingewickelt. Zwiebeln, Basilikum und Gewürze verleihen der Humita ihren tollen Geschmack.

Die zugeschnürte Form der Humita ähnelt der einer Fliege, was das Wort auf Spanisch auch bedeutet und der Leckerei zu ihrem Namen verholfen hat.

Aus der Grundmasse der Humita wird in Chile noch ein anderes, sehr traditionelles und vor allem leckeres Gericht gezaubert: Pastel de choclo. Hier dient die Maismasse als Deckel für eine bunte Mischung aus Hackfleisch, Gemüse und einigen weiteren Zutaten, die je nach Belieben variiert werden können. Der Maisauflauf Pastel de Choclo ist vor allem südlich von Santiago, der chilenischen Hauptstadt, verbreitet.

Übrigens gibt es nicht nur zahlreiche Maisarten in Südamerika, sondern auch über 4.000 verschiedene Kartoffelsorten! Die sehen auch größtenteils etwas anders aus, als in Europa bekannt, sind länglich oder farbig. Und wer auf den Gedanken kommt, dass manche der Kartoffeln doch eher aussehen wie Steine, der liegt gar nicht so falsch. Dabei handelt es sich um im Andenhochland traditionell getrocknete Kartoffeln, die man auch Chuño (wenn sie dunkel sind) oder Tunta (die weiße Variante) nennt. Durch mehrmaliges Einfrieren werden die Kartoffeln über Monate oder sogar Jahre haltbar. Um sie wieder genießbar zu machen, legt man sie in ein Wasserbad ein und kocht sie anschließend. Nicht die allerbeste Kartoffel, die wir je gegessen haben, aber auf jeden Fall eine ziemlich gute Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen.

Über 4.000 Kartoffelarten soll es in Südamerika geben! Die erstaunlichsten sind wohl die getrockneten Kartoffeln, die sehr lange gelagert und bei Bedarf durch ein Wasserbad wieder essbar gemacht werden können.

Neben diesen beiden wichtigen Grundnahrungsmitteln gibt es in der südamerikanischen Küche allerlei zu entdecken. Hier lest ihr über bekannte, aber sicher auch einige eher unbekannte Speisen aus Kolumbien, Peru, Bolivien, Uruguay, Argentinien und Chile.

Kolumbien vs. Peru: Wo gibt es das beste Ceviche?

Zunächst möchte ich euch einen südamerikanischen Klassiker vorstellen: frisches Ceviche (manchmal auch auch Cebiche oder Seviche genannt) aus rohem Fisch und Meeresfrüchten. Es wird sowohl an der Küste Kolumbiens, als auch in Peru mit Vorliebe gegessen. Ursprünglich stammt das Gericht vermutlich aus Peru – behaupten zumindest die Peruaner – und die Zubereitung unterscheidet sich in allen südamerikanischen Ländern etwas. Uns hat Ceviche allerdings in Kolumbien am besten geschmeckt!

Kolumbianisches Ceviche, wie wir es zum Beispiel in Santa Marta, direkt an der Karibikküste, gegessen haben, wird von einer rosafarbenen Soße begleitet und oft als Mix aus Fisch und Meeresfrüchten gegessen. Der kleine, proppenvolle Straßenstand etwas abseits der Küste war dabei besonders authentisch für uns. Dort haben wir zwischen Einheimischen und anderen Touristen gesessen und das Ceviche direkt aus einem kleinen Becher gelöffelt.

Ceviche aus Peru wird meistens von einer kleinen Portion Mais sowie weiteren Beilagen begleitet und schmeckt leicht säuerlich. Der Fisch ist roh und wird in recht großen Stücken belassen.

Die Peruaner halten es bei ihrem Ceviche eher ganz einfach. Das Beste peruanische Ceviche haben wir in Lima serviert bekommen. Rote Chilischoten verleihen dem sonst recht trist aussehenden Fischgericht etwas Farbe und außerdem die finale Geschmacksnote. Diese sollte man allerdings später nur mitessen, wenn man es wirklich scharf mag!

Zum Ceviche trinkt man am besten das peruanische Nationalgetränk Nummer 1, Pisco Sour. Es wurde allerdings nicht von einem Peruaner, sondern in den 1920er Jahren von dem Amerikaner Viktor Morris in seiner „Bar Morris“ in Lima kreiert.

Lieblingszutaten der Kolumbianer: Eier, Avocados & Käse

Neben viel frischem Obst und Kokosnüssen findet man einige Zutaten sehr häufig wieder. Das ein oder andere Mal haben wir uns aber schon über die teils kuriosen Essgewohnheiten in Kolumbien gewundert. So bekommt man quasi auf jedem Schnitzel und jedem Stück Fleisch (außer es ist ein wunderbares argentinisches Steak) immer ein Spiegelei serviert und dazu eine Portion Bohnen. Auch Kochbananen und Avocados finden fast immer ihren Weg auf den Teller. Davon haben wir wohl noch nie so viel gegessen wie in Kolumbien.

Auf jedem Teller zum Mittag- oder Abendessen befindet sich ein Ei. Auch die obligatorische Portion Bohnen mit Soße darf in Kolumbien nicht fehlen. Dazu gibt es Reis.

Bereits zum Frühstück gibt es oft eine warme, herzhafte Mahlzeit. Zum Beispiel die Suppe Changua, deren Hauptbestanteile Milch, Ei und Brot sind. Und dazu wird eine Tasse heiße Schokolade mit Käse serviert. Ja, Käse. Weiß und fast geschmacklos schmilzt er am Boden der Tasse und wird anschließend herausgelöffelt. Ein gewöhnungsbedürftiges Geschmackserlebnis, wie wir fanden.

Dann doch statt heißer Schokolade mit Käse lieber mal Helado de queso (Käseeis – haben wir allerdings in Peru gegessen) probieren. Mit einer Portion Zimt oben drauf schmeckt das gar nicht mal so schlecht!

Algenbällchen in Uruguay am Strand & Dia de Ñoquis

In einem kleinen Fischerdorf namens Punta del Diablo, an der südöstlichen Küste von Uruguay, haben wir eine simple wie schmackhafte Kleinigkeit entdeckt: Buñuelos de Algas. Die kleinen frittierten Teigbällchen werden in den hölzernen Strandbuden mit frischen Algen zubereitet. Die Algenbällchen sind eine sättigende Mahlzeit, die man mit einem kühlen Bier genießen kann.

Bei Bestellung von Buñuelos de Algas landen frisch gepflückte Algen in einer gewürzten Eierteigmasse in heißem Öl. Die Zwischenmahlzeit ist günstig und lecker!

Dabei blickten wir auf den Hauptstrand Playa de los Pescadores (Strand der Fischer) mit seinen bunten Holzbooten, die neben dem regelmäßig frischen Fang eben auch die Algen mit an Land bringen.

Eine besondere Tradition hält einmal im Monat auf den Speisekarten in Uruguays Einzug: der Ñoquis-Tag. Dann bekommt man zum Mittagessen überall die italienisch inspirierten Nudeln.

Wer an einem 29. des Monats in Uruguay ist, der darf sich glücklich schätzen: Es ist Ñoquis-Tag! Die etwas abgewandelte italienische Nudelspezialität wird entweder ganz einfach mit Tomatensoße oder auch mit einer schmackhaften Füllung serviert. Der Tradition nach gehört unter den (leeren) Teller am Ende übrigens eine Münze. Haben wir natürlich gemacht.

Nach dem Essen wird in Uruguay Grappamiel, eine Art Honigschnaps, getrunken. Die kleine Flasche hat es danach noch mit auf einige Berge geschafft – denn selbst bei kaltem Wind und Schnee wird einem von nur einem Schluck wunderbar warm.

Argentinische Nationalgerichte: Empanadas & Brot vom Baum

Empanadas sind im Grunde nur halbmondförmige, gefüllte Teigtaschen. Und doch sind sie so viel mehr! Für mich, die ich vor einigen Jahren mal eine Weile in Argentinien gelebt habe, sind sie quasi DER Nationalsnack. Man kann sie zu jeder Gelegenheit und zu jeder Tageszeit essen. Noch dazu gibt es sie mit so vielen unterschiedlichen Füllungen, dass man eine Weile braucht, um sich durchzuprobieren.

Empanadas gibt es auch in vielen anderen Ländern Südamerikas und in etwas anderen Varianten (z.B. in Bolivien). Aber in Argentinien werden sie – ausnahmsweise – nicht frittiert, sondern im Ofen gebacken und schmecken daher einfach am besten!

Gefüllt werden die Teigtaschen mit verschiedensten Leckereien: Hackfleisch, Hühnchen, Mais, Spinat, Schinken, Käse und vieles mehr. Die Zutaten und Rezepte für die Empanadas variieren je nach Provinz etwas. Das Tollste aber ist für mich immer noch die Kennzeichnung der unterschiedlichen Füllungen: Jeder Rand ist sehr kunstvoll anders gefaltet und es gibt mehrere Dreiecksformen von Empanadas. Kleine Kunstwerke, die so lecker schmecken!

Auf den ersten Blick wirken diese pilzähnlichen Auswüchse auf Bäumen und Sträuchern erstmal nicht essbar. Doch Pan del Indigo kann man tatsächlich essen – auch wenn es sehr wenig Geschmack hat.

Wer etwas Ungewöhnliches in Argentinien probieren möchte, der findet es direkt in der Natur: Pan del Indigo (Brot des Indigo). Das pilzartig aussehende Gewächs wuchert auf Ästen und ist nicht wirklich lecker. Wir würden es wohl eher als geschmacksneutral bezeichnen. Da es aber ganz natürlich vorkommt, war es vor allem bei den ursprünglichen Bewohnern im Süden Argentiniens beliebt. Denn es war bei Wanderungen und auf Jagd stets verfügbar.

Allerlei aus Chile: ungewöhnliche kulinarische Erfahrungen

Schmal und ewig lang schlängelt sich Chile an der Westküste Südamerikas entlang. Und wo es so viel Zugang zum Meer gibt, da landet auch des Öfteren mal etwas aus Selbigem auf dem Teller. Eine so verrückte Variante des Muscheleintopfes wie auf der grünen Insel Chiloé haben wir allerdings noch nirgendwo gegessen. Dort bekommt man im Topf des einheimischen Gerichtes Curanto neben Muscheln direkt noch verschiedene Sorten Kartoffeln und Fleisch serviert!

In den Lokalen (Cocineras) direkt am kleinen Hafen von Dalcahue bekommt man unter anderem den etwas sonderbar aussehenden, aber typisch chilotischen Eintopf Curanto aufgetischt.

In der Hauptstadt Chiles bekommt man im Sommer ein besonderes Getränk an zahlreichen Straßenständen zu kaufen. Mote con Huesillo sieht zugegebener Maßen nicht besonders lecker aus, ist aber sehr erfrischend und gleichzeitig eine Art Zwischenmahlzeit. Dahinter verbirgt sich ein recht süßes, bernsteinfarbenes Getränk mit getrockneten Pfirsichen (huesillos) und Weizengraupen (mote). So schmeckt für uns der chilenische Sommer!

Sieht komisch aus, schmeckt aber! An vielen Straßenständen und Kiosks in Santiago de Chile gibt es kühles Mote con Huesillo zu kaufen.

Die Rezepte zu einigen der hier vorgestellten Gerichte und noch viel mehr Infos zum Essen in Südamerika und seinen Besonderheiten findet ihr auf unserem Blog.

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Panama – Top 8 Aktivitäten in Bocas del Toro

Andrea kennen viele von ihrem YouTube Kanal, in dem sie immer wieder von ihren aufregenden Reisen um die Welt berichtet. Diesen Sommer war sie mit STA Travel in Panama, um dort in einer Sprachschule ihr Spanisch aufzupolieren. Am Morgen wurde fleißig gelernt und den restlichen Tag Bocas del Toro erkunden.

Die Provinz Bocas del Toro liegt auf der karibischen Seite Panamas und ist von unzähligen, traumhaft schönen Inseln geprägt. Auf der Hauptinsel Isla Colón befindet sich der Flughafen und es gibt dort alle westlichen Annehmlichkeiten, wie W-LAN, Supermärkte, Restaurants etc. Doch besonders schön wird es erst, wenn man sich auch mal weiter in die Welt der anderen Inseln aufmacht… aber dazu weiter unten mehr. In Bocas del Toro kann man eine ganze Menge unternehmen und ich möchte euch heute meine ganz persönlichen Favoriten empfehlen.

8 Dinge, die du während eines Sprachkurses in Bocas del Toro tun solltest

  1. Cacao Farm La Loma

Richtiger und vor allem hochwertiger Kakao ist nicht nur unglaublich lecker und gesund, sondern hat auch eine lange Geschichte in Panama. Daher gehört ein Besuch auf eine Organic Cacao Farm definitiv zu den Must Do`s bei einer Reise nach Bocas del Toro.

Mir wurde von Dorothy (eine einheimische Schokoladenherstellerin) La Loma auf Bastimentos empfohlen. Die Cacao Farm ist nur eine kurze Bootsfahrt von der Isla Colón entfernt. Eine kurze Fahrt bis ins Paradies, denn direkt am Steg sieht man erst einmal nur Dschungel. Wunderschön, saftig grün. Genau so liebe ich es, genau deswegen reise ich! Pure Natur und mittendrin wunderschöne Holz-Bungalows, süße Hunde und ein herzliches Team (Karen, Steve & Co) dass alle Tour-Gäste willkommen heißt. Nach einer Führung durch die ökologisch angebauten Kakaobäume, vielen spannenden Infos und dem Genuss von frisch gepflückter Kakaofrucht (schmeckt ähnlich wie Mangosteen) ging es in das Restaurant der Farm. Dank voriger Anmeldung hatte die Köchin ein sehr leckeres veganes Menü für mich gezaubert und ich muss ehrlich sagen, dass es eines der besten Essen war die ich in Panama hatte. Dazu gab es frischen Tee aus Kakaoblättern und wir durften 2 Früchte probieren, die es nur im Dschungel direkt zur Erntezeit gibt, weil wie zu empfindlich für jeglichen Transport sind. Köstlich!

Ich nahm mir am Ende noch ein paar Tüten Kakao Nibs mit und war dankbar für diese spannenden Begegnungen und vielen interessanten Informationen. Man kann im La Loma auch übernachten und hätte ich das früher gewusst, dann hätte ich das definitiv getan. Es ist wirklich ein paradiesischer Ort mit wundervollen Menschen, Natur und Tieren.

Die Tour geht von 11 Uhr bis 14 Uhr und kostete pro Person mit Essen 25$.

  1. Bioluminescence Tour

Zu diesem Tipp gibt es weder Fotos, noch Videos oder viele Worte. Es ist eine dieser Erfahrungen, die für mich definitiv auf den Top 5 Reiseerlebnissen steht und die man einfach ausprobieren muss. Vom Mond abhängig gibt es ein paar Tage im Monat, an dem man die Bioluminescence Tour machen kann. Nach Einbruch der Dunkelheit geht es mit dem Boot hinaus auf die Wellen. Schon das ist sehr aufregend, denn das Boot klatscht über die harten Wellen und Drumherum ist nichts außer Dunkelheit zu sehen. Schwarz. Alles Schwarz. Nur ab und zu sieht man von weitem auf einer der Inseln ein paar kleine Lichter. Nach einem ersten Stopp, an dem man die bei Licht und Bewegung leuchtenden Algen dank Taschenlampe im Wasser bewundern kann, geht es rein ins Wasser. Als ich meine Hand in das Wasser hielt, wurde ich aber gleich ermahnt, da ich dadurch Tiere anlocken würde. Das machte Mut für den nächsten Stopp. Das Boot hielt dann an einer Stelle, an der es anscheinend keine gefährlichen Tiere gibt und an der das Wasser flach ist. Ganz nah an den Mangroven, denn dank ihnen ist dort besonders viel Plankton. Kurz habe ich mich gefragt, was ich da eigentlich schon wieder Irres mache, aber dann bin ich mit Maske und Schnorchel hinein in das dunkle Schwarz. Und sofort taten sich tausende kleine leuchtende Planktonteilchen um mich herum auf. Sobald man sich bewegt beginnen diese zu leuchten. Es war, als würde man in einem Disney Film mit den Fingern Sterne in das Wasser malen. Oben der traumhafte Sternenhimmel und unten dieses unglaubliche Wunder der Natur. Eine intergalaktische Erfahrung quasi.

Es ist wirklich unbeschreiblich gewesen und am schönsten ist es sicher, wenn man diesen Moment mit einem geliebten Menschen teilen kann. Allein war es aber auch unglaublich und so richtig allein ist man ja eh nie beim Reisen ;). Ich würde euch definitiv empfehlen sie mit der Firma von dem holländischen Besitzer zu machen. Wenn ihr vor Ort fragt, dann wird man euch dabei helfen.

  1. Im Haus auf dem Wasser wohnen

Der für mich schönste Ort (zusammen mit der La Loma Farm im Dschungel) ist definitiv auf dem Wasser in der Gegend bei Loma Partida und Isla Tigre.

Schon lange im Voraus hatte ich für die Zeit nach dem Spanisch Sprachkurs mit STA Travel ein paar Tage im De La Luna gebucht und mich sehr darauf gefreut. Die lange und recht teure Bootsfahrt dorthin ist es mehr als wert. Das Gute ist ja immer, dass die wenigsten Leute etwas mehr Aufwand und Kosten auf sich nehmen und so hat man hier wirklich das ursprüngliche Bocas del Toro und nicht die klassischen Party Touristen der Isla Colón.

Die Häuser sind hier direkt am Wasser, denn auf den kleinen Inseln gibt es meist keine Straßen und dafür umso mehr Dschungel. Ich hatte das Haus direkt ganz vorne auf dem Wasser gebucht, mit Schaukel auf dem Balkon und einem absolut freien Blick auf das Wasser und das gegenüberliegende Festland mit Bergen. Als wäre das nicht schon traumhaft genug, hat sich unter dem Haus an den Holzpfählen eines der schönsten Korallenriffe gebildet, die ich in Panama gesehen habe. Und überhaupt ist der ganze Bereich vor dem Resort eines der schönsten Korallenriffe, die ich je gesehen habe. Über 50 Seesterne habe ich „vor der Haustür“ gezählt, bunte Korallen und viele schöne Fische. Meine Tage im De La Luna habe ich lesend in der Hängematte, schnorchelnd in den Riffen und schmusend mit den Rottweilern verbracht. Es war traumhaft! Kein W-LAN und nur ab und zu mal ein vorbeifahrendes Boot oder Kanu.

Die Besitzerin benutzt in der Küche nur frisch aus dem Garten gepflückte und aus dem nahen Umkreis stammende Lebensmittel für ihre köstlichen Kreationen. Ich habe jeden Tag ein mit viel Liebe gekochtes, veganes Festmahl bekommen. Geschmacksrichtungen, die ich so noch nie gegessen hatte. Aber klar, sie kocht saisonal und regional, das kann nur großartig und neu sein. Wenn man Lust hat, dann kann man auch selbst in den Garten gehen und die Zutaten die sie braucht pflücken. Eine sehr meditative Aufgabe und dieses farm to the table Konzept ist meiner Meinung nach der beste Weg, um besonders hochwertige Nährstoffe zu sich zu nehmen und lecker zu essen. Gerade auf Reisen in Mittel- und Südamerika ist das mal eine schöne Abwechslung.

  1. Kakao Zeremonie

Beim Yoga lernte ich an einem Abend die wundervolle Dorothy kennen. Ihre selbst und von Hand gemachte Organic Schokolade gibt es in Bocas del Toro in mehreren Geschäften und Restaurants zu kaufen. Sie benutzt nur sehr hochwertige und vor allem natürliche Zutaten. Mein Favorit ist die mit Kokosblütenzucker gesüßte Schokolade, sie ist eine der besten die ich je gegessen habe!

Mit ihrem Mann bietet Dorothy gemeinsam Kakao Zeremonien an. Das ist auch wieder eine Sache, die man Menschen schwer erklären kann und die sie einfach ausprobieren müssen.

Ich habe zwei andere interessierte Leute aus dem Hostel gefunden und so kamen Dorothy und ihr Partner zu uns auf den großen Balkon, um dort die Kakao Zeremonie mit uns zu machen. Wir redeten viel über Kakao, haben einiges über die traditionelle Nutzung davon in Zeremonien erfahren und auch über die Wirkung auf den Körper. Man kann quasi high werden durch Kakao.

Wir aßen also viel leckere, rohe Schokolade und tranken den mit Gewürzen gekochten Kakao des Schamanen. Wer mag konnte dazu auch noch pure Kakaoblätter rauchen. Danach machte der Mann eine geführte Meditation im Liegen mit uns und ich war sehr entspannt. Ein wohliges Gefühl durchströmte meinen ganzen Körper und ich fühlte mich super friedlich. Nicht groß anders als sonst, aber ein bisschen schon. Ob es das Kakao High war? Ich weiß es nicht, aber die Kakao Zeremonie war sehr spannend und vor allem lecker.

  1. Bocas Yoga

Auf der Isla Colón bin ich während meines Sprachkurses jeden Tag abends zum Hatha Yoga bei Laura Kay im Purple House gegangen. Wieder eine Power Frau, die ihr eigenes Business aufgebaut und sich dadurch ihren Traum erfüllt hat. Davon gibt es  entweder ganz schön viele in Bocas del Toro oder ich habe genau diese Frauen alle getroffen. Sie ist eine sehr spezielle Frau, die ihre eigene Geschichte teilt, um anderen Frauen Mut zu machen in ihre Kraft zu kommen und sich selbst zu heilen, egal was in ihrem Leben passiert ist. Ihre Yoga Stunden sind immer ziemlich gleich aufgebaut, aber genau das habe ich geliebt. Nach nur ein paar Wochen war mein Körper viel kräftiger und auch mental hat mir genau diese tägliche Mischung der Übungen und ihr Zuspruch viel gebracht. Schnell konnte ich Fortschritte sehen und wollte immer mehr, weil es mir so viel Spaß gemacht hat. Egal ob Anfänger oder Profi, Laura baut die Stunden so auf, dass jeder für sich eine gute Praxis hat. Am Morgen gibt es übrigens auch immer Kurse bei einer netten Kollegin, aber zu der Zeit hatte ich immer Unterricht und kann daher nichts dazu sagen.

  1. Katamaran Tour

Wenn ihr nicht unbedingt auf jeden Dollar achten müsst und Bocas del Toro erkunden wollt, dann wählt dafür auf jeden Fall eine Tour mit dem Katamaran. Man ist ganz entspannt auf dem Wasser unterwegs und kann dadurch die Schönheit der Umgebung in vollen Zügen wahrnehmen. Ein wunderschöner Luxus für sich selbst und besser für die Natur, als die Schnellboote.

Wir sind unter anderem zum Estrella Beach gefahren, an dem es früher wohl mal viele große Seesterne gab. Inzwischen, auch dank zahlreicher Touristen, die die Tiere für ihr super Instagram Foto in die Hand genommen haben, leider nicht mehr. Der Strand ist aber trotzdem traumhaft und einen Besuch wert. Ansonsten haben wir auf der Tour noch Schnorchel-Stopps gemacht und ein paar Delfine gesehen. In erster Linie finde ich diese Tour aber empfehlenswert, weil man einen entspannten Tag auf dem Wasser hat und einen kleinen Überblick über die große und wirklich schöne Provinz bekommt.

  1. Banana Bread im Leaf Eaters

Ich war mehrmals im Leaf Eaters essen, weil sie das für mich beste, vegane Essen rund um die Isla Colón haben und die Mitarbeiter sehr nett sind. Es gibt Smoothies, Eis, Tacos, Salate, Bowls und vor allem das weltbeste Banana Bread! Außerdem liegt das Restaurant auch direkt auf dem Wasser und als ich das erste Mal dort war, befanden sich gerade etwa 30 Seesterne direkt unter und neben dem Restaurant. Traumhaft!

Für 1$ kann man mit dem Boot von der Isla Colón zum Leaf Eaters rüberfahren und dann zu Fuß (rechts lang) auf der Insel weitergehen zu einem der wundervollen Strände. Wenn ihr denkt, dass ihr an einem schönen Strand seid, dann geht noch etwas weiter, denn danach kommt der richtig Schöne. Aber welchen auch immer ihr wählt, sie sind alle paradiesisch!

  1. Tu etwas Gutes!

„Etwas Gutes tun“ – irgendwie eine komische Empfehlung für eine Reise? Das finde ich ganz und gar nicht. Denn indem wir andere Länder besuchen profitieren wir von den Annehmlichkeiten vor Ort und nehmen in erster Linie statt zu geben. Panama ist nicht günstig, aber wenn man mal hört wie wenig die Menschen dort durchschnittlich verdienen und dann sieht, wie teuer die Lebenserhaltungskosten sind, dann wird einem klar, warum viele Menschen im Land in Armut leben.

Man kann sich aber nicht nur sozial z.B durch die Hilfe bei Projekten engagieren, sondern zum Beispiel auch dem Krankenhaus auf der Hauptinsel Utensilien des täglichen Bedarfs bringen. Sie können das immer gebrauchen und wenn ihr euch unsicher seid was genau ihr bringen sollt, dann geht ruhig mal vorbei und fragt was sie gerade am nötigsten brauchen.

Auch Straßentiere gibt es einige, denen man etwas Gutes tun kann. Ich habe zum Beispiel mit der Hotel-Leiterin eine Katze zum Tierarzt gebracht, weil sie einen entzündet aussehenden Ausschlag hatte, der von Tag zu Tag schlimmer wurde und dann auch in ihre Augen reichte.

Man muss nicht mal super viel Geld oder Zeit opfern, um etwas zurückzugeben, aber jede gute Tat zählt!

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Israel – Die Highlights auf einen Blick

Nachdem ich euch von meinen Highlights der Panorama Route berichtet habe, kommen hier für euch meine Israel Highlights. Mit dem Rucksack bin ich quer durch das Land gereist und muss sagen, ich bin schwer beeindruckt. Kein anderes Land das ich kenne ist so vielfältig, bunt, religiös und spirituell zugleich. Israel hat für jeden etwas zu bieten. Vom verrückten, warmen Tel Aviv, bis zum Mekka der größten Religionen der Welt, Jerusalem.

Meine Highlights in Israel

Tel Aviv-Jaffa

Diese Stadt ist hip wie keine andere. Die Häuser Tel Avivs sind zwar zerfallen, marode und alt aber bunt. Künstler aus aller Welt toben sich hier aus und bringen wahnsinnig schöne Bilder und tiefgründige Botschaften auf alles, was sie finden können.

Tel Aviv schläft nie, die Uhrzeit steht auf Party und das von Montag bis Montag. Im hippen Viertel „Florentine“ reiht sich eine Bar an die andere.  Hier findet ihr kleine Designerboutiqen, frisch gerösteten Kaffee und jede Menge Kunst und Handwerk. Zur Abkühlung läuft man zu einem der zahlreichen Strände der Stadt. Wenn ihr euch westlich der Stadt haltet, gelangt ihr an den Strand in Jaffa, der heutigen Altstadt Tel Avivs. Tel Aviv war ehemals ein Vorort der alten Hafenstadt Jaffa.

Jaffa ist gegensätzlich zum hippen Rest der Stadt. Die Hafenstadt erinnerte mich an Griechenland oder die Toskana. Durch kleine, verwinkelte Gässchen schlängelt man sich hier bis zum Hafen und kehrt dann in einem kleinen, gemütlichen Falafel-Restaurant ein. Besonders gut haben mir die Offenheit und die Hilfsbereitschaft in Tel Aviv-Jaffa gefallen. Meine hilfesuchenden Blicke blieben nicht lange unbeachtet und gingen dann über in meist längere Konversationen.

Jerusalem

Von Tel Aviv aus, ist man in 45 Minuten in Jerusalem. Am einfachsten und schnellsten nehmt ihr den Bus, der an der Central Station losfährt oder ein Sherut (Sammeltaxi) von diversen Eckpunkten der Stadt aus.

Während Tel Aviv für seine ausschweifenden Partys bekannt ist, wird in Jerusalem gebetet was das Zeug hält. Hier treffen sich Juden zum Sabbat an der Klagemauer, im Hintergrund ruft der Muezzin und mittendrin tummeln sich Christen, die zum Sonntagsgottesdienst gehen. Es fühlt sich gleichzeitig skurril und schön an, zu sehen, wie all diese Menschen der verschiedenen Religionen friedlich und respektvoll miteinander leben.

Der Tempelberg vereint all diese Glaubensrichtungen miteinander und ist zugleich spiritueller Treffpunkt, um das Geschehen zu beobachten. Von hier aus ist auch die Klagemauer nicht mehr weit. Dort musste ich den Fraueneingang nutzen und habe die Juden beim Beten sehen können. Wer möchte kann kleine Briefe mit Wünschen in der Klagemauer verstecken und zu ihr beten. Besonders voll wird es hier mittags und am Sabbat. Ich finde, man sollte die Klagemauer nicht während des Sabbats besuchen, da sie zu dieser Zeit den Juden vorbehalten sein sollte. Das Geschehen lässt sich auch von den Treppen des Tempelbergs aus beobachten.

Totes Meer

Das Tote Meer ist von Jerusalem aus nicht mehr weit. Mit dem Bus fährt man zum öffentlichen Badestrand „En Bokek“, den man nach ca. 1,5 Stunden Fahrt erreicht. Die Fahrt dorthin ist schon ein Abenteuer für sich. Durch wüstenähnliche Landschaften passierten wir einige Checkpoints und durchfuhren hin und wieder kleine grüne Oasen, voller Palmen und Wasserquellen.

Im Toten Meer zu schwimmen ist unmöglich, da der hohe Salzgehalt im Wasser dazu führt, dass alle Körperteile auf dem Wasser treiben. Fast, als würde man in einem großen Topf aus Salzsirup baden. Einzig und alleine in Rücken- oder Bauchlage liegen ist auf dem Wasser möglich. An dem kleinen Kiosk am Strand gibt’s Totes Meer Schlamm, diesen lässt man einfach 15 Minuten einwirken und wäscht ihn hinterher im Wasser wieder ab. Die Haut ist danach glatt wie ein Babypopo 🙂

En Gedi

Die weitläufige Oase „En Gedi“ befindet sich zwischen Jerusalem und dem öffentlichen Strand En Bokek. Das Naturschutzgebiet ist ein Paradies für Wanderbegeisterte und für alle, die gerne in Wasserfällen baden. So wie ich 🙂

Die Natur und die Stille En Gedis haben mich wirklich umgehauen. Vor allem der Ausblick den man hat wenn man nach oben wandert ist atemberaubend! Ich nahm den Weg entlang eines kleinen Wasserfalls, der seine vielzähligen Ausläufer auf der Wanderstrecke hat und bin von dort aus weiter Richtung Gipfel gewandert. Hier kann es sehr steil werden, passendes Schuhwerk ist hier wichtig!

Westjordanland (Westbank)

Um mir ein eigenes Bild von Palästina zu machen, wollte ich bei meiner Israel Reise unbedingt einen Abstecher dorthin machen. Dies alleine zu machen ist schwierig, da man von Jerusalem kommend einen israelischen Fahrer benötigt, der einen bis zum Checkpoint bringt und wiederum einen palästinensischen, der einen am Checkpoint abholt.

Zudem weiß man nie, wie lange die Kontrolle am Grenzübergang dauert. Daher habe ich mich für eine geführte Tour entschieden. Eingeschlossen in dieser Tour waren die Stadt Ramallah mit der Ruhe- und Gedenkstätte des toten Führers Arafat, Jericho, der Jordan sowie Bethlehem mit dem Geburtstort Jesu.

In Bethlehem habe ich zudem die Mauer besucht, die Betlehem und Jerusalem trennt. Hier finden sich zahlreiche Friedensbotschaften und Geschichten zerbrochener Persönlichkeiten, die durch die Trennung von Israel nun perspektivlos in die Zukunft schauen.

Die Tour war für mich sehr bereichernd und vor allem informativ. Wer sich für den Nahost Konflikt interessiert und das Leben der Palästinenser mit eigenen Augen sehen möchte, sollte eine solche Tour unbedingt machen.

 

Mein Fazit zur Israel-Reise

Meine Zeit in Israel war unglaublich interessant, eindrucksvoll aber vor allem war sie sicher. Zu keiner Zeit habe ich mich unwohl gefühlt. Jeder hat mich mit Respekt behandelt und meine Vielzahl an Fragen, mit denen ich gekommen war freundlich beantwortet. Fortbewegen und sich zurecht finden ist in Israel sehr leicht. Allerdings würde ich Unterkünfte vorab buchen, da diese sehr schnell ausgebucht sein können. Ihr solltet euch im Klaren sein, dass während des Sabbats Busse und Züge nicht fahren. Restaurants und Geschäfte sind zu dieser Zeit ebenfalls geschlossen.

Israel ist ein kleines Land und daher kann man in kurzer Zeit sehr viel sehen. Ich bin sehr froh, dieses Land bereist zu haben. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein…

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Kanada Highlights an der Westküste

Sechs Wochen Kanada, sechs Wochen voller Reiseglück und unvergesslicher Erlebnisse. Da fällt es mir bisweilen schwer die Fragen zu beantworten: „Was waren denn nun deine Kanada Highlights? Was darf man nicht verpassen?“ Denn wenn ihr euch draußen in der Natur wohl fühlt, es liebt Tiere zu beobachten, zu Campen und euer Glück in einem Roadtrip zu suchen, dann werdet ihr dieses auf den kurvigen Straßen von British Columbia und Alberta garantiert finden.

Wir sind in Vancouver gestartet. Diese Stadt versprüht Lebensqualität pur. Es wimmelt von tollen Cafés und Restaurants, individuellen Shoppingmöglichkeiten und bunt verzierten Hauswänden. Beeindruckt von Wolkenkratzern, Parklandschaften und grünen Küstenstreifen sind wir hinaus gefahren, ins Umland der Metropole. Mit Blick auf die umliegenden Berge wächst die Vorfreude mit jedem Kilometer!

Einige Male haben wir von anderen Reisenden gehört, dass sie von hier aus direkt nach Banff oder Jasper durchgestartet sind. Das ist natürlich eine Möglichkeit Zeit zu sparen und direkt mit den Aushängeschildern der Regionen British Columbia und Alberta zu beginnen. Jedoch wird dies dazu führen, dass ihr nur jene Bilder zu Gesicht bekommt, die ihr bereits aus Büchern oder Zeitschriften kennt.

Wiedererkennen ist natürlich toll, aber Neues zu entdecken, ist unglaublich. Deshalb haben wir es so gehandhabt, dass wir eine Rundreise machten, bei der die berühmten Nationalparks Teil eines größeren Ganzen waren. Wie heißt es so schön: Der Weg ist das Ziel. Und dieser Lebensauffassung folgend, haben wir uns drei Wochen Zeit genommen, die unterschiedlichsten Regionen des kanadischen Westens zu erkunden!

Rundreise durch die Nationalparks

Für uns begann alles in Fort Langley, mit der Erkundung einer historischen Wehranlage. Schauspieler führen herum, erklären Werkzeugbau, laden zum Mitmachen ein und zeigen in tollen Kulissen 150 Jahre kanadische Geschichte! Hier lässt es sich herrlich Kaffee trinken und Ankommen, nach all dem Trubel der Großstadt.

Von hier aus führen euch immer einsamer werdende Straßen Richtung Hope. Doch bevor ihr in dem Städtchen ankommt, in dem die sagenumwobene Rambo-Filmreihe ihren Anfang nahm, laden euch die schönen Bridal Falls und der Manning Provincial Park zu einem herrlich grünen Spaziergang ein.

Kentucky-Alleyne Provincial Park
Im Kentucky-Alleyne Provincial Park könnt ihr hervorragend die Angelroute auswerfen und auf einem der kleinen und unberührten Campsites das perfekte Plätzchen für eine romantische Nacht finden. Wenn ihr dann weiter Richtung Revelstoke fahrt, begrüßt euch nicht ohne Grund schon am Ortseingang eine gigantische Statue von Grizzlybären. Denn wenn ihr euch hier entschließt, den Sonnenuntergang auf dem naheliegenden Berg zu genießen, sind die zotteligen Braunbären sicher nicht weit! Nehmt euch die Zeit für einen kleinen Ausflug und genießt ein unvergessliches Bergpanorama im Mount Revelstoke National Park, erkundet den duftenden Skunk Cabbage Boardwalk und die riesigen, in den Himmel ragenden Bäume des Giant Cedars Boardwalk!

Steht euch auf der Weiterreise der Sinn nach Abenteuer? Haltet direkt an der Crazy Creek Suspension Bridge an und schaut, wie höhentauglich ihr tatsächlich seid! Im Gegensatz zur weltberühmten Hängebrücke in Vancouver, habt ihr hier vielleicht sogar das Glück die Brücke zu einem niedrigeren Preis komplett für euch zu haben!

Glacier National Park
Nehmt euch außerdem Zeit, den Glacier National Park per Fußmarsch zu erkunden! Wir haben hier unsere erste Tageswanderung gemacht und sind zwischen Gletschern und Gipfeln in ein unvergleichliches Spektakel aus Sonne, Gewitterwolken, Regenbogensuperpower und Schneeflocken geraten!

Yoho Nationalpark
Wenn ihr die Stadt Golden mit ihrer historischen Holzbrücke hinter euch zurück lasst, liegt vor euch der Yoho Nationalpark! Hier gilt es die Regenausrüstung anzulegen, um für unglaubliche Wasserfälle, die hier auf euch warten, gerüstet zu sein! Erkundet die Wapta Falls und genießt trotz des Trubels die Aussicht auf den türkis leuchtenden Emerald Lake. Macht in Field ein Bild von dem schönsten Ortseingangsschild, das British Columbia zu bieten hat und schlagt euer Zelt nahe der Takakkaw Falls auf!

Lasst euch außerdem vom hohen Touristenaufkommen rund um den Lake Luise nicht abschrecken und stattet ihm in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden unbedingt einen Besuch ab! Wer will, kann hier auch die Zweisamkeit im Kanu genießen und ein kleines Picknick machen.

Kootenay National Park
Doch Achtung, bevor ihr gleich weiter düst, haben wir einen Geheimtipp für euch: Gönnt euch eine gehörige Portion Abwechslung im Kootenay National Park. Der liegt zwar etwas abseits, ist aber wunderschön! Hier könnt ihr nicht nur über unzählige Brücken hinweg den Marble Canyon erkunden, sondern eure Hände und Füße auch mit der traditionellen und spirituellen Erde der Paint Pots in Berührung kommen lassen! Ihr erfahrt, wie es einer Region ergeht, die einst vom Feuer heimgesucht wurde und warum dies auch ganz viel neues Leben und Erneuerung hervorbringt! Wer es abgeschieden mag, wird sich hier wohl fühlen und bei der Weiterreise Richtung Banff die Aussicht genießen.

Nationalparks Banff und Jasper
Bevor es zum Auffüllen der kulinarischen Reserven und zum Bummeln nach Banff geht, macht Halt am Morane Lake und genießt den Weitblick über die unglaubliche Landschaft, die hier in Türkis und Granit vor euch liegt. Macht euch auf, den Icefield Parkway bei klarer Sicht zu befahren, denn diese Straße, die euch direkt durch die Rocky Mountains führen wird, ist schwer in Worte zu fassen! Wir konnten uns kaum satt sehen und haben fast an jedem Aussichts- und Wanderpunkt gehalten, um einfach all diese schöne Natur in uns aufnehmen und verarbeiten zu können. Wenn ihr die Zeit habt, plant hier unbedingt einige Tage denn, denn nicht ohne Grund sind die Nationalparks Banff und Jasper, die durch diese Straße verbunden sind, weltberühmt!

Wir möchten euch hier ganz besonders die Tour zum Helen Lake empfehlen. Es ist unglaublich, wie sich die Landschaft innerhalb weniger Kilometer verändert. Habt ihr es bis zur Baumgrenze geschafft, erwarten euch Ausblicke, die ihr euer Leben lang nicht vergessen werdet! Und so geflashed, wollt ihr dann garantiert weiter zum Dolomiten Pass und Petto Lake. Wir können euch mit bestem Wissen und Gewissen außerdem den Parker Ridge Trail sowie die Erkundung des Wilcox Pass Trail ans Herz legen. Diese Halbtagestouren sind wunderschön und führen euch zu entlegenen Plätzen, von denen aus ihr fantastische Ausblicke auf die umliegenden Gletscher habt. Für mich definitiv einer meiner Game of Thrones Momente, bei denen ich dachte, so muss es jenseits der Mauer aussehen!

Entlang des Icefield Parkways gibt es unzählige Seen, an denen ihr kurz stoppen und Ausschau halten könnt. Dazu einige hinreißende Wasserfälle und wenn ihr Glück habt, traben hier sogar Hirsche oder Rentiere über die Straße!

In Jasper angekommen heißt es aber nur kurz verschnaufen, denn hier gibts viel zu tun. Leichten Fusses kann das Valley of the Five Lakes erforscht werden. Und nur als Tipp, nehmt eine Ersatz-Speicherkarte mit, hier jagt ein Motiv das nächste! Außerdem lohnt die Reise zum Lake Medicine und Maligne Lake. Diese liegen zwar eine gute Portion entfernt von der Stadt, aber wenn ihr Lust habt, Elchen in freier Natur zu begegnen oder eine gemütliche Bootsfahrt zu unternehmen, führt euer Weg genau hierher! Zur Belohnung für die Mühen solltet ihr unbedingt in der örtlichen Bäckerei in Jasper einkehren und dort nicht nur Kaffee schlürfen, sondern auch mal den Gang aufs stille Örtchen wagen, das ist nämlich sehr unterhaltsam und lehrreich!

Jackman Flats und Wells Gray Provincial Park
Reist ihr dann satt und zufrieden weiter, heißt euch der Mount Robson ganz sicher willkommen und belohnt euch mit seinem majestätischen Anblick! Doch dies sollte keineswegs das Ende eurer Reise bedeuten. Wer Lust hat eine echt kanadische Dünenlandschaft zu erkunden, hält und picknickt im Jackman Flats Provincial Park. Und wer von Wasserfällen und Urwald nicht genug bekommen kann, der ist im Wells Gray Provincial Park genau richtig! Wir haben hier außerdem den Anblick von aus dem Fluss springenden Lachsen genießen dürfen. Ein grandioses Schauspiel der Natur!

Die Rückfahrt Richtung Vancouver hat uns nach mehr als drei aufregenden Wochen dann am Fraser River entlang geführt, wo Seeadler über uns ihre Bahnen zogen und Coyoten aufregend im Wind heulten! Wenn ihr auf Wassersport oder Canyoning steht, müsst ihr hier unbedingt eine Tour mitmachen! Wasser Marsch!

Für alle diejenigen, dann dann noch eine Portion Zeit übrig haben, sagen wir: ab nach Vancouver Island!

Highlights auf Vancouver Island

Wildlife Tour
Hier haben wir im Norden der Insel, in Telegraph Cove, die beste geführte Tour unserer gesamten Reise unternommen. Ripe Tide Grizzly bietet hier eine Tagestour an, bei der ihr mit einem kleinen Boot wieder Richtung Festland fahrt und ihr werdet euren Augen nicht trauen. Im Knights Inlet erwarteten uns mehr als 15 Braunbären, die unterschiedlicher und schöner nicht hätten sein können. Wir haben enorm viel über die Tiere gelernt und hatten von einem durchs Wasser gleitenden Floß den besten Blick. Aber was noch wichtiger war, man gab uns Zeit. Zeit, nicht nur um ein Foto zu machen und weiter zu huschen, sondern Zeit zu beobachten, wirklich zu sehen, zu erkennen und das Verhalten der wilden Tiere zu verstehen! Ich kann euch diese Tour nur ans Herz legen, denn hier weiß man, was man tut und auch – was man nicht zu tun hat im Umgang mit diesen wunderschönen wilden Wesen.

Cape Scott und North Coast Trail
Für uns ging es anschließend weiter nach Port Hardy, um von hier aus unsere Wanderung Richtung Cape Scott und North Coast Trail zu starten. Wer von euch gern unter den Sternen schläft, und ein echtes Wildnis Abenteuer, ganz auf sich allein gestellt erleben möchte, der muss diesen Track erleben! Uns begegneten hier Schwarzbären und Wölfe, wir schwammen mit Robben, durchquerten Wald und Wiesen und schliefen am Strand mit dem Rauschen der Wellen ein.

Victoria
Wem der Sinn jedoch lieber nach Kunst und Kultur steht, für den hält Vancouver Island Victoria bereit! Eine prächtige Stadt mit alten Prachtbauten und einem großen Hafen, von wo aus sich bestens Walbeobachtungstouren starten lassen. Außerdem habt ihr von Victoria aus die beste Möglichkeit den weltberühmten West Coast Trail zu erlaufen. Oder ihr erwandert den Juan De Luca Trail, der euch direkt an entlegenen Strandabschnitten entlang führt.

Ihr seht, ich kann mich weder kurz fassen, noch euch sagen, ihr müsst dieses oder jenes machen. Der Westen Kanadas ist so groß und vielfältig. Egal was euch gefällt oder was ihr unternehmen wollt: ihr werdet fündig werden!

Tofino
Doch bevor ich euch eurer ganz eigenen Reiseplanung überlasse, muss ich euch abschließend noch das kleine Küstenstädtchen Tofino auf Vancouver Island ans Herz legen. Hier könnt ihr alles unternehmen, was das Outdoor Herz begehrt! Von Kajaken und Kanufahren, bis hin zum Stand Up Paddel Board gibt’s hier alles zu leihen, wonach euch der Sinn steht! Wir selbst haben uns für das Ausleihen von Surfbrettern entschieden und erfahren, dass mit dem richtigen Equipment, Surfen auch im Oktober ein riesiger Spaß ist! Wenn ihr also Wasser, Wind und Wellen, guten Kaffee oder auch Yoga und Pilates liebt, dann lasst es euch in Tofino so richtig gut gehen.

Kanada selbst ist für mich ein Highlight! Und was ich euch nach meinem ersten und Tobis drittem Besuch im Westen dieses Landes garantiert sagen kann, ihr werdet es lieben, euch verlieben und garantiert wieder kommen wollen! Deshalb verabschieden wir uns an dieser Stelle mit einem sehnsüchtigen: „Auf Wiedersehen Kanada!“

Freedi & Tobi von Freiseindesign

Gewinnt tolle Fjällräven Rucksäcke und kuschelige Nackenkissen

Das Gewinnspiel ist vorbei und alle Gewinner wurden per E-Mail von uns benachrichtigt. Danke für die vielen Kommentare und das Kanada Fernweh, das ihr damit verbreitet habt.

Damit ihr für euer Kanada Abenteuer richtig gerüstet seid, verlosen wir 4 x Fjällräven Rucksäcke und 4 x kuschelige Kanada Nackenkissen!

Was ihr dafür machen müsst? Verratet uns in den Kommentaren, welches der beschriebenen Highlights auch auf eurer Kanada To-Do Liste ganz oben steht.

Alle Kommentare die bis einschließlich 19.11.2017 eingehen landen im Lostopf. Die Gewinner werden wir per E-Mail kontaktieren. Hier findet ihr mehr Infos zu Kanada und die Teilnahmebedingungen.

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Mit dem Camper durch den Westen der USA – 6 Tipps für einen erfolgreichen Roadtrip

„Mit diesem Ding soll ICH fahren?“, das war mein erster Gedanke als ich den riesengroßen Camper in Salt Lake City abgeholt habe. Ich bin Anna-Laura Kummer, Travel und Lifestyle Bloggerin aus Wien. Nach einem Stop in New York, bin ich im September mehrere Wochen mit dem Camper durch den Westen der USA gefahren und habe meinen aufregenden USA Roadtrip gemeinsam mit STA Travel geplant und gebucht. Dabei habe ich viel aus dem Camper Alltag gelernt und möchte euch einige Tipps geben, die euch dabei helfen werden, die bestmögliche Roadtrip Erfahrung zu haben!

6 Tipps für einen erfolgreichen USA Roadtrip:

  1. Überlegt euch ganz genau, welche Wohnmobil-Größe für euren Trip passend ist. Solltet ihr nur in Nationalparks unterwegs sein, dann finde ich den C25 Camper von Cruise America (für bis zu 5 Personen) perfekt. Stehen allerdings auch Städte, wie Los Angeles und San Francisco, auf eurer Liste, dann kann ich euch raten: Je kleiner, desto besser! Ich bin in San Francisco auf den T17 umgestiegen und das war die allerbeste Entscheidung. Nachdem ich vier Tage lang 60 € täglich für das Parken in LA ausgegeben habe, war der T17 die perfekte Lösung. Das ist nämlich ein „ganz normaler“ Truck und passt in jede klassische Parklücke. Trotzdem hat er ein Bad, eine Küche, einen Esstisch und ein Bett – ideal für zwei Personen.

  1. Plant eure Route auf Google Maps. Ich speichere mir immer alle Sehenswürdigkeiten, Campingplätze und Restaurants direkt in der App als „saved location“ mit einem Stern ab. Wenn man in Google Maps die Route plant, kann man mehrere Stopps hinzufügen und somit die genaue Dauer, die gesamte Strecke und die Kilometerzahl sehen.

  1. Behaltet die Kontrolllichter für Wasserstand, Propantank, Abwasserbehälter, etc. im Auge! Ich würde die Füllstände mehrmals täglich prüfen.
  1. Vermeidet die Überholspur, denn in den meisten Fällen seid ihr diejenigen, die überholt werden. Also eher rechts bleiben und anderen Fahrzeugen die Möglichkeit geben, euch zu überholen.

  1. „Endlich angekommen! Aber wo und wie übernachten wir jetzt?“ – diese Frage habe ich mir oft gestellt. Viel zu häufig bin ich erst gegen Mitternacht an meinem Ziel angekommen. Um diese Uhrzeit wartet auf Campingplätzen für gewöhnlich niemand mehr. Wer Geld sparen möchte, und Lust auf ein kleines Abenteuer hat, kann bei „Rest Stops“ parken. Das Gute: Es ist kostenlos und man kann jederzeit ankommen bzw. wegfahren. Das Schlechte: Man teilt sich diese Erfahrung mit einigen LKW-Fahrern, hat kein WLAN und oftmals auch keinen Handyempfang, vor Ort gibt es keinen Anschluss für Wasser oder Strom und die Klos sind… naja. Aber mir und meinen Reisepartnern war das egal und wir haben das Beste aus diesen Situationen gemacht. Außerdem gibt es hilfreiche Apps (z.B. Free RV Campgrounds & Parking), die euch kostenlose Stellplätze anzeigen, wie zum Beispiel auf manchen Walmart Parkplätzen.

  1. Deckt euch zu Beginn der Reise mit allen wichtigen Dingen ein, die den Wohnmobil-Alltag erleichtern:

Wollt ihr wissen, welche Stopps ich während meiner USA Reise eingelegt habe? Dann schaut bei meinem Blog vorbei, dort gibt es Beiträge zum Thema Reiseplanung und viele Tipps zu den einzelnen Destinationen meines USA Roadtrip.

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Tipps für den perfekten Kanada Roadtrip

Wir sind Tobias und Friederike vom Reise und Lifestyle Blog Freiseindesign und haben im September bei einem 6-wöchigen Kanada Roadtrip den Westen des Landes erkundet. British Columbia und Alberta standen schon lange auf unserer Bucket-List und so beschlossen wir diesen Traum endlich – wenn auch sehr spontan – wahr werden zu lassen.

Damit wir Kanada unbeschwert genießen konnten, haben wir uns für die wichtigsten Dinge, wie die Flüge und den Mietwagen, mit STA Travel einen verlässlichen Partner an unsere Seite geholt. So sind wir einfach in unserer Nachbarschaft in die Filiale in der Gleimstraße spaziert und haben gemeinsam mit Daniel unsere Flüge und unseren flotten Flitzer gebucht.

Unsere Roadtrip Tipps für Kanada

In Sachen Roadtrippin’ sind wir schon alte Hasen: Im vergangenen Jahr legten wir 12.000 australische Kilometer zurück und auch in Neuseeland und Mexiko haben wir schon so etliche Reifen zum Qualmen gebracht. Jedoch bleibt zu sagen: Der Kanada Roadtrip war definitiv eine der besten Reisen unseres Lebens, soviel ist sicher. Deshalb möchten wir unsere gesammelten Erfahrungen an euch weitergeben.

Wir empfehlen euch, euer Mietfahrzeug schon im Vorfeld von Deutschland aus zu buchen. Direkt vor Ort zu mieten kann schnell teuer werden und unmittelbar vor dem Losfahren möchte man sich nicht über Versicherungsklauseln in fremden Sprachen den Kopf zerbrechen. Außerdem bedarf es für die Anmietung eines Campervans, aufgrund der hohen Nachfrage, eine längere Vorlaufzeit. Denkt dran: Your car is your castle!

Achtet außerdem besonders darauf, einen umfassenden Versicherungsschutz zu wählen, so dass ihr im Schadensfall Anspruch auf den Tausch eures Wagens habt. Schlagt auch unbedingt auf die von euch geplanten Kilometer noch einige drauf, denn Kanada ist so wunderschön, dass ihr jeden Zipfel entdecken wollt.

Es gibt zwei Varianten des reisenden Fahrvergnügens, die wir euch vorstellen wollen. Ihr könnt einerseits mit einem Wohnmobil bzw. Campervan durch die Lande cruisen, oder aber ihr entscheidet euch für einen kleineren Wagen, um eurem Abenteuerdrang freien Lauf zu lassen.

Beide Varianten sind toll und definitiv wert sie auszutesten. Woran es jedoch jeweils zu denken gilt, das verraten wir euch jetzt:

Der Campervan – Unterwegs mit dem Schlachtschiff der Highways

Campervans sind cool! Sie sind euer Zuhause für die Reise und ihr werdet euch pudelwohl fühlen. Es gibt hunderte unterschiedliche Modelle, soviel können wir euch verraten. Von Minianhängern, bis hin zu Häuseraufbauten auf vier Rädern ist alles möglich.

Der Vorteil ist definitiv, dass ihr für alle Wetter gerüstet seid und euer Haus, samt Einrichtung, mit euch reist. Von Markise, bis Flatscreen, Panoramafenster, Hochbetten und ganzen Sofalandschaften, voll ausgestatteten Küchen, bis hin zu den kleinen und erschwinglicheren Mietmodellen, die für die Bedürfnisse normaler Reisender aber völlig ausreichen, ist alles machbar.

Ihr wollt mit Kindern oder mehreren Erwachsenen reisen, auch dafür sind die Campervans bestens gemacht. Es gibt sie nicht nur in allen Farben und Formen, sondern auch den unterschiedlichsten Aufteilungen und Ausstattungen. Und keine Sorge, falls ihr Respekt vor der Größe der Fahrzeuge habt, die kanadischen Straßen und Parkplätze sind dafür gemacht.

Denkt aber bei der Buchung daran, je eher ihr euch für die Anmietung entscheidet, desto besser. Hier gilt, dass nicht nur der frühe Vogel den Wurm, sondern auch das beste Angebot fängt. Und das meinen wir langfristig gedacht. Ein Jahr im Voraus zu planen macht sich hier preislich und in der Auswahl so bemerkbar, dass es durchaus sinnvoll ist frühzeitig mit der Recherche und der Vorfreude zu beginnen.

Außerdem verbraucht so ein Straßenkoloss natürlich auch ordentlich Treibstoff, kalkuliert dies unbedingt in eure Reiseplanung im Kostenpunkt mit ein.

Der Kleinwagen – Klein geht hier genauso großartig

Für uns, blieb aufgrund unserer Kurzentschlossenenheit nur die Option einen Kleinwagen für unseren Roadtrip anzumieten. Im Nachhinein sind wir total froh darüber, denn weder erwies sich unser Mietwagen als klein, noch hatten wir mit ähnlich hohen Ausgaben zu kalkulieren wie bei einem Campervan.

Wenn ihr euch für die Reisevariante mit dem Mietwagen durch Kanada entscheidet, gilt es zu überlegen, was ihr neben einem Zelt und Kochgeschirr außerdem dabei haben solltet. Für begeisterte Outdoor Enthusiasten wie uns, war das kein Problem. So hatten wir am Ende zwar ein Gepäckstück mehr an Bord, dafür aber alles dabei, um es uns in den eigenen vier Zeltwänden gut gehen zu lassen.

Für all unsere Koffer und Rucksäcke haben wir uns von Anfang an ein praktikables Packsystem überlegt und dieses über die Wochen verfeinert. Und Kanada ist im September so frisch, da macht es gar nichts, wenn kein Kühlschrank an Bord ist.

Was wir damit sagen wollen, es gibt wesentlich mehr Möglichkeiten auf Kanadas Straßen unterwegs zu sein, als mit dem Wohnmobil. Ein Mietwagen ist gegenüber dem Camper preislich viel günstiger und man kann das Geld, was man bei der Miete und beim Benzin spart, in die Unterbringung in einem netten Hostel, Hotel oder Apartment investieren. Das haben wir auch ab und an gemacht und es war super so unterschiedliche Varianten kennen zu lernen!

Das 1×1 für einen Kanada Roadtrip

Tanken
Bei Tankstellen müsst ihr in Vorkasse gehen. Ihr fahrt an eure gewünschte Zapfsäule, füttert den Automaten mit eurer Kreditkarte und euren Daten und gebt dann der Tankstelle zwecks Eingabe und Bestätigung Bescheid, bis zu welchem Betrag ihr euren Tank füllen wollt. Das können 20 oder 200 Dollar sein. Aber keine Sorge, abgebucht wird am Ende nur, was ihr tatsächlich tankt. Welche Benzinsorte ihr wählen müsst, erfragt ihr am besten direkt bei der Autovermietung.

Wildlife on the Road
Gerade zur Dämmerung treiben sich ab und an sehr gerne Elche, Rehe, Hirsche und auch Bären auf den Straßen herum. Es ist daher von Anfang an wichtig vorsichtig zu fahren und lieber den Moment zu genießen, sowie die Kamera griffbereit zu haben, als einen Herzinfarkt, oder gar Wildunfall zu provozieren. Glaubt uns, so einen Bären sieht man auch aus dem Auto bestens aus einiger Entfernung!

Parken
Ganz besonders in den Städten und hier explizit in Vancouver, solltet ihr die Parkuhren genauestens studieren, da sich die Bedingungen zum Parken innerhalb von ein paar Stunden ändern können. Wer sich nicht sicher ist, was die Beschilderungen verraten oder verschweigen, der fährt lieber ins Parkhaus oder ersteht ein Tagesticket.

Saisonende
Das Saisonende liegt für die sommerliche Reisesaison allerspätestens beim 30. September. Das wir selbst von Anfang September bis Mitte Oktober somit zu den Spätreisenden gehörten, wurde uns erst vor Ort klar.

Hier ist unbedingt zu beachten, dass einige der Campingplätze ab Mitte September schließen. Welche es genau sind, erfahrt ihr auf der Homepage von Parks Kanada oder in den Touristen Büros vor Ort. Auch touristische Tourenangebote enden aus Sicherheitsgründen zu diesem Zeitpunkt. Die Hotelpreise hingegen locken dann jedoch viel eher zu einem herbstlichen Ausflug.

Kanada ist September toll, aber im Oktober, wenn sich alles gelb und rot gefärbt hat, noch umso mehr! Packt euch einfach gut und warm ein, dann steht eurem Entdeckerdrang nichts im Wege.

Das liebe Geld
Für eure Reise nach Kanada benötigt ihr für die Anmietung von Fahrzeugen und Unterkünften, sowie fürs Tanken unbedingt eine Kreditkarte. Außerdem sind viele Campingplätze mit einer „Self Registration“ versehen, bei denen man sich selbst registriert und in bar zahlt.

Auf Reisen erwacht die Wanderslust
Auch wenn ihr vielleicht nicht zu den geborenen Wanderern gehört, möchten wir euch ans Herz legen, es einfach zu versuchen und die Wanderschuhe unbedingt mit auf die Reise zu nehmen. Die kanadischen Wanderwege sind super in Schuss, bestens gepflegt, gut beschildert und führen zu sagenhaften Plätzen – Ihr werdet es lieben!

Wir hoffen, dass euch das Roadtripfieber genauso packt, wie es uns ergriffen hat. Es ist einfach wundervoll von so viel fantastischer Natur umgeben zu sein, jeden Tag mindestens einem Eichhörnchen zu begegnen und die unterschiedlichsten Landschaften des kanadischen Westens kennen zu lernen!

Wenn ihr selber einmal so einen Roadtrip machen möchtet und euch der Sinn nach noch mehr Bildern, Tipps und ausführlichen Kniffen steht, dann schaut unbedingt bei uns auf dem Blog vorbei!

Wir senden euch allerbeste #ReisenFuerWeltentdecker Grüße und wünschen euch Gute Fahrt,
Tobi & Freedi

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Australisch für Anfänger

G’day mates, how are you doing? So langsam wird es bei uns wieder kälter. Die perfekte Zeit um eine Reise ins Warme zu buchen! Wie wäre es zum Beispiel mit Australien? Ich kann es euch nur empfehlen. 🙂

Vor kurzem habe ich euch bereits einen Einblick in das australische Leben gegeben. In meinem Beitrag „Life in Down Under“ konntet ihr, dank des lieben Teams des STA Travel Blogs, eines von fünf meiner Bücher gewinnen. An alle Gewinner erst einmal – Herzlichen Glückwunsch!

Hier kommt nun ein kleiner Einblick in den Aussie-Slang:

Sprecht ihr australisch?

Australier werden oft als easy going beschrieben. Sie haben gute Laune, sind stets freundlich und verstehen eine Menge Spaß. Haben wir es hier mit Klischees zu tun oder entspricht es der Wirklichkeit? Klar, es trifft nicht auf jeden Aussie zu aber generell würde ich ihnen diese Eigenschaften schon zusprechen. Ob das etwas mit dem vielen Sonnenschein und dem Meer vor der Nase zu tun hat? Wer weiß…

Der Aussie-Slang

Passend zu der Persönlichkeit eines „Vorzeige-Australiers“ ist auch der Aussie-Slang sehr locker, leicht und, wie ich finde, schön anzuhören. Besonders am Anfang musste ich sehr oft über den Aussie-Slang schmunzeln. Eine Unterhaltung könnte sich zum Beispiel in etwa so anhören:

“Fair dinkum, did you watch the Wallabies yesterday arvo?” ”Yeah, bloody hell – they are not mucking around. The game was a ripper! Pass us another tinny, would ya? Ta.” Na, alles klar? Keine Sorge, so geht es vielen. Auch wenn Australier rein theoretisch Englisch sprechen, ist es trotzdem nicht immer ganz einfach, sie zu verstehen.

Der Vollständigkeit halber, möchte ich gerne noch einmal wiederholen: die Australier lieben es, Wörter oder auch ganze Sätze abzukürzen. Noch mehr allerdings mögen sie es, “ie” oder “y” an die Wörter anzuhängen. Begriffe werden im Australischen verniedlicht wo es nur geht. Da hätten wir zum Beispiel brekkie (Frühstück), barbie (BBQ), mozzie (Mücke), Brissie (Brisbane), bubbly (Sekt)…

Ein paar australische Begriffe

Ihr habt Lust auf mehr? Hier kommen noch ein paar meiner australischen Lieblingsbegriffe:

Ankle Biters: little children (kleine Kinder)
Arvo: afternoon (Nachmittag)
Bloody: very (sehr)
Boardies: boardshorts
Chewie: chewing gum (Kaugummi)
Chrissy: christmas
Cozzie/Togs/Swimmers: swim suit (Schwimmsachen)
Cuppa: a hot beverage (Heißgetränk)
Fair enough: alright, I agree (Ok, ich stimme zu/du hast recht)
Fair Dinkum: true, real, genuine (Wirklich? Was? Echt?)
Footy: football
Good on ya: great job, well done (das hast du gut gemacht/
sehr gut)
Hard yakka: hard work (sehr anstrengende Arbeit)
Heaps: a lot (eine Menge)
Joey: baby kangaroo/koala
Mate: friend (Freund/Kumpel)
No worries/no dramas: no problem
Pash: a long passionate kiss (sehr langer Kuss)
Postie: postal worker (Postbote)
Prezzy: a gift or present (Geschenk)
Reckon: for sure (auf jeden Fall/sicherlich glauben/meinen)
Rellie/Relo: a relative, family member (Familienmitglied)
Ripper: really great (sehr gut)
Sanger: a sandwich
Shark biscuit: amateur surfer (Surf-Anfänger)
Snag: sausage (Wurst)
Stubby holder: koozie or cooler (Neopren-Bierflaschen-Kühler)
Sunnies: sunglasses (Sonnenbrille)
Ta: thank you
Thongs: flip-flops
Tinny: can of beer (ein Bier in einer Büchse)

Für die, die es interessiert: gerne löse ich noch auf, was es mit der Unterhaltung zu Beginn des Beitrages auf sich hat. Es handelt sich hierbei um eine ganz normale Footy-Diskussion. “Wahnsinn, hast du gestern Nachmittag das Spiel von den Wallabies (ein Rugby Union Team) gesehen? Ja, krass, die albern nicht rum. Das Spiel war super spannend!“

Ich hoffe, der Artikel hat euch Spaß gemacht und ihr konntet ein paar neue Begriffe lernen. Na dann, chat soon oder vielleicht auch: see you soon in Straya?!?

Eure Sarah

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Around the World Ticket – Erfahrungen

Kurz vor Weihnachten 2015 sprachen mein Freund Jens und ich zum ersten Mal darüber, für einige Monate gemeinsam die Welt zu bereisen. Irgendwann stand der Entschluss fest, dass wir dafür alle Sicherheiten in Deutschland aufgeben, unsere Jobs und unsere Wohnungen kündigen würden.

Mit dem Around the World Ticket nach Südamerika, Ozeanien und Asien

Um der Reise einen zeitlichen Rahmen zu geben und da es schon im Herbst 2016 losgehen sollte, brauchten wir einen kompetenten Partner, der uns schnell und unkompliziert bei der Planung unterstützt. In STA Travel haben wir diesen gefunden und das Around the World Ticket bot uns genau die Flexibilität und gleichzeitig die Absicherung, nach der wir suchten.

Vor der Reise

Ein Jahr lang auf Entdeckungsreise in der ganzen Welt gehen! Diese Idee hatte sich bei uns in den Köpfen festgesetzt und wurde Anfang 2016 schließlich zu einem Plan. Danach begann die Recherche. Wir setzten uns ein Jahr als maximalen zeitlichen Rahmen. Irgendwann hatten wir dann eine grobe Weltreiseroute und einige Ziele, wo es auf jeden Fall für uns hingehen sollte, niedergeschrieben.  Über Südamerika sollte es nach Australien und Neuseeland gehen, danach mit Zwischenhalt in Singapur Richtung Südostasien. Enden wollten wir irgendwann und irgendwo in Europa, bevor es dann zurück in die Heimat gehen sollte.

Vor dem Abflug standen wir vor der großen Frage: „Was muss mit?“ Man möchte auf so einer langen Reise natürlich alles wichtige dabei haben, aber auch keinen unnötigen Ballast mitschleppen. Immerhin trägt man alles die nächsten Monate im Rucksack umher.

Das Wichtigste, das es für uns zu klären galt, waren die vielen Flüge, die wir gerne – zumindest größtenteils – im Vorhinein buchen wollten. Das sollte unsere Weltreise grob strukturieren. Und genau das hat STA Travel uns mit dem Around the World Ticket geboten: eine absolut freie und flexible Zusammenstellung der Route. Falls ihr euch nicht sicher seid, wohin ihr überhaupt möchtet, könnt ihr euch auch von den beliebten Routen, die oft gebucht werden, inspirieren lassen.

Immer gut beraten

Von Anfang an wurden wir im STA Travel Shop in Bochum freundlich und kompetent beraten. Wir fühlten uns gut aufgehoben und freuten uns auf die weitere Planung. In Abstimmung mit unserer Beraterin im Shop hat sich nach und nach eine Route herauskristallisiert, die ziemlich genau zu dem passte, was wir uns gewünscht hatten. Durch die ganz individuell auf uns zugeschnittene Reiseroute blieb uns sehr viel Flexibilität in den jeweiligen Ländern erhalten, dennoch hatte unsere Reise einige Fixpunkte.

Wichtig ist bei der Auswahl des letzten Fluges: er muss zurück nach Europa gehen.

Uns wurde schließlich ein Kostenplan erstellt, der stets die günstigsten Flüge der Partnerairlines berücksichtigte. Auf Änderungswünsche – sei es bei den Reisedaten oder Flugstrecken – wurde immer sehr schnell reagiert und das Angebot dementsprechend angepasst. Der Kontakt per E-Mail vor und während der Reise, war stets zeitnah und Termine im Shop wurden flexibel vereinbart.

Vor der Unterschrift des finalen Angebots und der damit verbundenen Buchung unserer Flüge im Bochumer STA Travel Shop, waren wir dann aber doch beide ganz schön aufgeregt. Immerhin besiegelten wir damit fast ein komplettes Jahr unseres Lebens! Doch wir fühlten uns nach wie vor gut mit unserer Entscheidung um die Welt zu reisen und freuten uns vor allem riesig auf die vielen gemeinsamen Monate, die bald vor uns lagen.

Hat man wieder mal das Ziel einer anstrengenden Wanderung erreicht, ist die Freude immer groß! So wie hier in Hong Kong, wo wir oben auf dem „Lion´s Back“, zu deutsch „Löwenrücken“, mit einem fantastischen Blick auf den ganzen Stadtstaat.

Noch ein praktischer Hinweis: um auch im Fall des Falles gut abgesichert zu sein, solltet ihr unbedingt neben einer Auslandskrankenversicherung eine Reiserücktrittsversicherung abschließen. Diese gilt nicht nur für Flüge, sondern deckt auch viele andere im Vorhinein gebuchte Leistungen ab.

Während der Reise

Und dann war er plötzlich da, der Tag der Abreise. Mit unseren Rucksäcken standen wir Mitte September 2016 am Flughafen Düsseldorf. Hier winkten wir ein letztes Mal für viele Monate unseren Liebsten hinter der Absperrung zu. Kurz darauf waren wir auch schon in der Luft und unterwegs in eines unserer größten Abenteuer!

Auf und davon ging es Mitte September 2016 mit dem ersten gebuchten Flieger von Düs-seldorf über Madrid nach Bogota in Kolumbien. Dieses „Über den Wolken“-Gefühl fand ich schon immer toll! Gut, dass dies nur einer von vielen Flügen war.

Wenn die Route einmal steht und die Reise begonnen hat, muss man im besten Fall selten mit dem Berater im STA Travel Shop in der Heimat Kontakt aufnehmen. Bereits im Vorhinein wurde alles gut organisiert, alle Flüge – sofern bereits verfügbar – gebucht und eine Übersicht zusammengestellt. Änderungen und Ergänzungen zum bestehenden Around the World Ticket sind allerdings jederzeit möglich.

Noch ein bisschen mehr Flexibilität bieten übrigens die MultiFlex-Pässe, die man zusätzlich zu den Flügen buchen kann und die einem das Umbuchen bestimmter Flugdaten ermöglichen. Wir haben uns bei der Buchung bewusst gegen einen solchen Pass entschieden, da wir uns mit Route und Zeitplanung recht sicher waren. Auch lassen sich damit nicht alle Flüge einfach so umbuchen – fragt vorher also am besten im Shop nach, ob der MultiFlex-Pass für eure Flüge auch wirklich gilt.

Tatsächlich kam es unterwegs, wie es kommen musste und wir haben dann unterwegs doch noch einen Flug umgebucht. Das ließ sich alles per E-Mail mit dem STA Travel Shop in Bochum klären und hat, trotz einiger zusätzlicher Kosten für die geänderten und die zusätzlichen Flüge, sehr gut funktioniert.

‚Niemals mieten wir uns einen Roller, bei dem Chaos auf den Straßen!‘ Das haben wir uns vor der Ankunft in Thailand gedacht und uns dann doch ab Tag eins nicht daran ge-halten. Denn so ein Roller ist einfach das praktischste Verkehrsmittel in Asien.

Kleiner Tipp: ihr solltet übrigens immer einen Ausdruck der Unterlagen von STA Travel dabeihaben. Damit könnt ihr im Notfall nachweisen, dass ihr auf die Flüge tatsächlich gebucht seid und diese auch bezahlt habt. Das war auf unserer Weltreise allerdings nur einmal nötig. Ansonsten sind wir mit der App CheckMyTrip beim Einchecken immer bestens zurechtgekommen. Auch einer der sehr guten Hinweise unserer Beraterin von STA Travel. Danach heißt es wieder: das Gepäck aufgeben, einsteigen und los bzw. weiter geht´s!

Eine rundum gelungene Erfahrung

Vor und während unserer gesamten Reise haben wir es nie bereut, uns für das Around the World Ticket von STA Travel entschieden zu haben. Es hatte uns eine Menge Organisation und einzelne Flugbuchungen erspart. Wir hatten immer einen guten Überblick, wann es von wo aus zum nächsten Ziel weitergeht. Das bot uns ein tolles Grundgerüst für unsere Weltreise und wir haben nur ganz wenige Flüge kurzfristig vor Ort selbst gebucht, unter anderem in Asien.

Nur noch für die Touristen und ein paar wenige Einheimische fährt der „Bamboo Train“, der Bambuszug, durch die zur Regenzeit saftig grünen Reisfelder Kambodschas. Lange wird es ihn aber wohl nicht mehr geben – er soll durch eine neue, moderne Zugstrecke ersetzt werden.

Wenn ihr also auf der Suche nach einer flexiblen, aber doch gut organisierten Route für eure nächste (Welt-)Reise seid, dann solltet ihr euch einmal im nächstgelegenen STA Travel Shop beraten lassen!

Über die Autorin

Lisa, die zuvor als Journalistin gearbeitet hat, war von September 2016 bis August 2017 gemeinsam mit ihrem Freund Jens – und dem Around the World Ticket von STA Travel – in Südamerika, Australien, Neuseeland, Asien und Europa unterwegs. Damit haben sie sich den Traum einer Weltreise erfüllt! Auf die Frage nach ihrem Lieblingsland oder dem allerschönsten Erlebnis können die beiden nach der Reise allerdings immer noch keine Antwort geben. Es gibt einfach viel zu viele fantastische Orte und Menschen auf dieser Erde.

Mittlerweile steht mit neuen Jobs und neuem Wohnort wieder der ganz normale Alltag im Mittelpunkt.  Aber die Erinnerungen an die vielen tollen Erlebnisse in insgesamt 20 Ländern halten wohl ein Leben lang. Über die kleinen und großen Abenteuer, die sie unterwegs erlebt haben, schreibt Lisa auf www.travelbites.de. Jens kümmert sich währenddessen um den technischen Support des Blogs. Mehr über die beiden erfahrt ihr hier.

Eines unserer schönsten Erlebnisse in Peru: die Besteigung des Montana Picchu. Von dort genießt man einen grandiosen Ausblick auf die umliegenden Bergketten und vor allem die sagenumwobene Inkastadt Machu Picchu.

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Allein reisen in Lateinamerika

“Mama und Papa, ich fliege allein mit meinem Rucksack nach Lateinamerika! Ich bin in ungefähr einem halben Jahr wieder zurück. Ich werde die meiste Zeit alleine durch Hostels oder Homestays tingeln und ohne eine Organisation oder Ähnliches reisen. Adios Amigos!“ Ich denke, jeder kann sich vorstellen wie so eine Aussage auf die Eltern wirkt. Aber da es so schien als hätte ich den perfekten Durchblick, hatte genug gespart, um mir die gesamte Reise selbst zu finanzieren und war gerade alt genug, konnte mich damals nichts und niemand mehr aufhalten.

Als Frau alleine in Lateinamerika unterwegs

So selbstsicher war ich dann allerdings kurz vor der Reise doch nicht mehr. Natürlich auch weil mich so viele bequatscht hatten, wie gefährlich es doch sei, alleine als Frau und dann auch noch nach Lateinamerika zu reisen!

Mein Backpack und ich unterwegs in Ecuador.

Also begann ich mit einigen…

Vorbereitungen

Pläne machen in einer Hängematte im Nebelwald von Ecuador. Der Lonely Planet darf natürlich nicht fehlen, am besten als E-Book um Platz und Gewicht zu sparen.

Hier sieht man mein beklebtes iPad, auch Handy und Kamera waren mit Stickern versehen.

Neues Land, neuer Aufnäher 🙂

Während ich allein durch Lateinamerika reiste, merkte ich jedoch schnell, dass die ganzen Vorbereitungen eher für mein besseres Gefühl dienten, als dass sie wirklich notwendig waren. Ich kann schließlich auch nicht verstecken wer ich bin. Jeder sieht mir natürlich an, dass ich eine Europäerin bin, doch in Lateinamerika sind die meisten Menschen tatsächlich offen und hilfsbereit. Ich habe mich auch in kaum einer Situation wirklich unwohl oder unsicher gefühlt. Sicherlich lauert die Gefahr überall, aber ich würde nicht sagen, dass ich mich in einer deutschen Großstadt sicherer fühle.

Trotzdem habe ich auch vor Ort bis zum Ende der Reise an einige Sachen gedacht:

Verhalten vor Ort

Ich habe in fast jedem Hostel tolle Leute kennengelernt.

Bitte lasst euch beim Reisen aber auch nicht zu sehr durch Angst einschränken. Das Allerwichtigste ist, dass ihr achtsam seid und lernt, Situationen einschätzen zu können. Etwas Menschenkenntnis gehört ebenfalls dazu, aber am besten hört man einfach auf sein Bauchgefühl!

Auf das Bauchgefühl zu hören sollte euer ständiger Begleiter sein.

Leider kann ich euch keinen tollen Tipp dazu geben, wie man sich beim Alleinreisen den Rücken einschmiert, wer tolle Bilder von einem macht oder wer auf euren Rucksack aufpasst, wenn ihr mal dringend auf Toilette müsst. Nach ein wenig Zeit auf Reisen hat man aber den Dreh raus und das meiste ergibt sich ganz von selbst.

Also, traut euch! Warum sollen wir Frauen nicht auch alleine Lateinamerika und überhaupt, die Welt entdecken können? Habt etwas Mut und macht euch frei! 🙂

Macht euch frei!

Wenn ihr Lust auf mehr Tipps und Storys zu meiner Reise allein durch Lateinamerika habt, dann schaut auf meinem Blog vorbei.

Eure Olivia 🙂

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Life in Down Under – 10 australische Eigenarten

G’day ihr Lieben! Wie vielleicht bei euch stand Australien auch auf meiner Bucket Liste. Endlich war es dann soweit: zusammen mit dem STA Travel Team hab‘ ich vor ein paar Jahren meinen Roadtrip entlang der Ostküste Australiens geplant und gebucht. Ich war absolut begeistert und beschloss, für eine unbefristete Zeit mein Glück Down Under zu versuchen. Seit über drei Jahren wohne und lebe ich nun in Australien, besser gesagt in Sydney. Meine Reisen buche ich immer noch über STA Travel, allerdings jetzt von der anderen Seite der Welt aus 😉

Eine kleine Starthilfe für Australien

Besonders während der Anfangszeit meines Life in Down Under gab es einen Haufen kleiner und großer Momente, die mich zum Schmunzeln und auch zum Grübeln animiert haben. Viele Eigenarten können wir bei uns nicht ohne Weiteres kennen. Wie beginnt man zum Beispiel einen klassischen Smalltalk, was sollte man in Australien lieber sein lassen und wofür interessiert man sich hier ganz besonders? Hier kommen einige Tipps und australische Eigenarten. Na dann mal los!

How are you going?

Ein Aussie liebt Smalltalk, von daher beginnen sie ihre Gespräche gerne mit G’Day mate – How are you? Antwortet einfach mit Good oder Not too bad, yourself? Es wird auch nicht immer eine Antwort erwartet. Mit den Fragen How are you going? und How are you doing? meinen die Aussies übrigens das gleiche.

Aussie-Slang

Auch wenn Australier rein theoretisch Englisch sprechen, sind sie nicht immer so einfach zu verstehen. Sie lieben es, Wörter oder auch ganze Sätze abzukürzen. Noch mehr allerdings mögen sie es, “ie” oder “y” an Wörter anzuhängen. Begriffe werden verniedlicht wo es nur geht. Da hätten wir zum Beispiel brekkie (Frühstück), barbie (BBQ), mozzie (Mücke), Brissie (Brisbane), bubbly (Sekt)… Flip-Flops werden auch gerne als thongs bezeichnet. Und dann hätten wir da natürlich noch das berühmte Straya (Australien). Die Betonung ist hierbei entscheidend: “S-T-R-A-A-A-A-Y-A”. Nehmt es gerne mit in euren Wortschatz auf und glaubt mir, sie werden euch lieben!

Ein Gruß ans Namensgedächtnis

Versucht euch den Namen eures Gegenübers einzuprägen. Aussies empfinden es als durchaus unhöflich, wenn man sie einfach nur mit you anspricht. Ein Tipp, falls ihr den Namen nicht mehr 100-prozentig wisst: Sprecht die Person einfach mit Lovely, My Love oder Darling an. Das tut’s für den Moment auch, falls es nicht gerade euer Chef ist 😉

Drop Bears

Und dann wären da noch die „aggressiven“ Koalas. Touristen wird gerne erzählt, dass die Drop Bears sich nachts von ihren Bäumen fallen ließen und Menschen attackierten. Da ist natürlich nichts dran… aber irgendwie putzig ist die Geschichte schon. Ein bisschen Spaß müssen wir, die lieben Touristen, schon abkönnen 😉

Footy

Die Aussies lieben einfach alles, was nur im entferntesten mit Sport zu tun hat. Selbst in den Schulen steht Football auf dem Lehrplan. Damit ihr ein kleinen Überblick bekommt, worum es geht: Insgesamt gibt es vier verschiedene Footy Arten: Wir hätten da Soccer (unseren Fußball), Rugby Union, Rugby League und die AFL (Australian Football League). Rugby und AFL sind zwar wesentlich beliebter als Fußball, aber auch Fußball wird durchaus immer populärer.

Die gute Vegemite

Vegemite ist schon beinahe so etwas wie das Lebenselixier eines Australiers. Nur leider sieht das kaum ein anderer so… Es ist ziemlich salzig aber probieren sollte man es schon, wenn man Gelegenheit dazu bekommt. Man nehme also einen Toast, packt ganz, ganz dünn Vegemite drauf und tadaaa: fertig ist das rundum gesunde Frühstück. Das wird zumindest behauptet. Manche genießen den braunen Aufstrich auch mit Käse drauf und Butter drunter.

Kaffeekultur

Kaffeeliebhaber aufgepasst: hier werdet ihr euch wie in einem Paradies fühlen. Die Australier lieben guten Kaffee. Nicht umsonst lassen sie nur “richtige Barista” an die Kaffeemaschinen des Landes. Gehen wir die klassischen Kaffees doch einmal durch: da hätten wir den Long Black (schwarzen Kaffee), Flat White (Milchkaffee), Latte (Latte Macchiato), Espresso oder auch den Cap (Cappuccino). Kostenpunkt: meist zwischen AUD 3,50 und AUD 4.

Life’s a Beach

Australien hat eine Küstenlänge von 34.000 km bzw. sogar 47.000 km, wenn man die Inseln mit einbezieht. Ein Vergleich: von Hamburg nach München sind es circa 700km. Bei rund 11.000 Stränden hast man also die Qual der Wahl – die Luxusprobleme der Aussies. Bei so vielen Stränden hat der Surf Life Saving Club ziemlich viel zu tun. Um den Rettungsschwimmern die Arbeit etwas übersichtlicher zu gestalten, haben Badestrände meist einen mit “ Swim between the flags“ (Schwimme zwischen den Flaggen) markierten Bereich, in dem ihr euch zum Schwimmen aufhalten solltet.

Zeitzonen

Falls ihr zu Hause anrufen möchtet: es gibt drei Zeitzonen in Australien. Im australischen Sommer bedeutet dies beispielweise im Vergleich zu Deutschland +8h , +9,5h oder auch +10h – je nachdem wo ihr euch in Australien gerade rumtummelt.

Furry Friends

Zu guter Letzt: Wusstet du, dass es in Queensland verboten ist, Hasen als Haustiere zu halten? Die Verantwortlichen in QLD sehen Hasen als „Pest“ an.

 

Ihr möchtet noch mehr Kurioses und Wissenswertes über Australien erfahren? Vor Kurzem habe ich mein erstes Buch veröffentlicht. In dieser Woche wird es auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt. Falls ihr also in der Gegend seid – schaut gerne vorbei!

Keep travelling and chat soon, Sarah

Buchverlosung: „Baden verboten?!?“

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse verlosen wir für euch 5 x 1 Exemplar von „Baden verboten?!?“ von Sarah Breese

+++ Das Gewinnspiel ist beendet! +++

Und so funktioniert es: verrate uns in den Kommentaren, warum du unbedingt einmal nach Australien möchtest bzw. Australien wieder besuchen möchtest!
Unter allen Kommentaren, die bis zum 15.10.2017, 24:00 Uhr eingehen, werden die Bücher verlost.

Wir drücken euch die Daumen!

Teilnahmebedingungen: Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Gewinner werden ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung des Sachpreises ist nicht möglich.

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Asien mit Kindern – Packtipps

Bei unserer zweiten Langzeitreise, waren wir mit den Kindern für 3 Monate in Asien unterwegs. Die Kinder waren damals fünf und sieben Jahre alt. Neben Laos, Kambodscha und Taiwan haben wir auch wieder Thailand besucht. Bei so vielen Ortswechseln ist kleines Gepäck von Vorteil. Daher findet ihr in diesem Artikel meine Packtipps für Reisen mit Kindern in Asien.

Mit Kindern in Asien – Das muss ins Gepäck

Unser Gepäck mit den Kindern ist recht minimalistisch. Anziehsachen gibt es für die ganze Familie überall in Asien günstig zu kaufen. Allerdings haben wir immer zwei leichte Luftmatratzen mit einem sehr geringen Packmaß dabei. Nicht immer werden Familienzimmer angeboten. Damit wir flexibel sind, schlafen die Kids auf den mitgebrachten Matratzen. Als Schlafsack nutzen wir alle übrigens einen eigenen Bettbezug. Das ist relativ sicher, was Mücken anbelangt und auch immer sauber.

Schutz vor Moskitos

Den größten Respekt haben und hatten wir vor Tieren. Nicht vor gefährlichen Schlangen in Australien oder giftigen Spinnen in Kambodscha, sondern vor den unscheinbaren, kleinen Mücken. Das hat mich bei den Kindern schon etwas gestresst.

So gut es ging waren wir jedoch vorbereitet. Im Gepäck haben wir immer zwei hochwertige, engmaschige Moskitonetze. Die Bungalows hatten nicht immer welche, manchmal waren sie auch kaputt. Wir nutzen imprägnierte Moskitonetze. Diese verhindern das Mücken hindurchstechen oder sich darauf absetzen.

Die Kinder tragen, dort wo es Moskitos gibt, beide eine dünne, lange Hose in den Abendstunden. Es sind ja nicht überall Moskitos. Wenn es, je nach Gegend viele sind, dann haben sie sogar Socken dazu an. Ein langärmeliges T-Shirt am Abend ist Pflicht. Wir nutzen extra Moskitosachen. Das heißt, Hose und T-Shirt sind mit Moskitospray eingesprüht, verschwinden nach dem Tragen in einer Plastiktüte und werden wenig gewaschen.

In jedem Land gibt es Moskitospray. Als die Kinder sehr klein waren, haben wir auf DEET verzichtet und nutzten Citronellspray. Eine Bodylotion mit ein paar Tropfen Teebaumöl gehört bei uns zur Grundausstattung und wirkt ebenfalls etwas abschreckend bei Fluginsekten. Da sich Stiche aber nicht zu 100% vermeiden lassen, ist neben der Standby Malaria Medikation auch ein kühlendes antiseptisches Gel mit im Gepäck.

Reiseapotheke

Unsere Reiseapotheke ist gut gefüllt, wurde aber auf der zweiten Reise deutlich reduziert, da alle Medikamente und Salben auch im jeweiligen Zielland erhältlich waren. Zum Glück brauchten wir nichts davon. Antibiotika, Tropfen gegen Ohrenschmerzen und Stöpsel die Wasser im Ohr vorbeugen sowie diverse Salben haben wir aber immer im Gepäck. Sie sind auch problemlos in asiatischen Apotheken und teilweise sogar in den Supermärkten zu bekommen. Wir bevorraten uns in Asien eher mit den lokalen Medikamenten auf Kräuterbasis, für die Hausapotheke daheim 🙂

Wir schlafen zu 90% nicht mit Klimaanlage, so bleibt auch der Schnupfen auf Abstand. Das in jedem Alter gut, auch bei Erwachsenen.

Sonnenschutz

Sonnencreme ist ein besonderes Thema. Da sind die Vorlieben und Bedürfnisse ja auch individuell verschieden. Ich kaufe sie zu Hause und nehme für die Zeit der Reise alles mit. Zusammen mit UV-Sonnenschutzshirt und -Hut passt das sehr gut, Mittagshitze wird konsequent vermieden. Fertig.

Kleidung

Mit Klamotten sind wir sehr sparsam, waschen ab und an mal kurz das T- Shirt mit der Hand durch. Neben den schon erwähnten extra Anziehsachen für abends mit Mückenschutz sowie dem zusätzlichen UV-Schutz, ist eine dünne Fleece-Jacke auch in Asien wichtig. Längere Busfahrten oder Besuche in Einkaufszentren können manchmal schon etwas kühl werden, da die Klimaanlage dort meist auf Anschlag läuft.

Spielzeug & Co.

Als die Kinder noch klein waren, hatten wir immer etwas Spielzeug im Rucksack. Schnuffeltuch, Teddy und das, was eben gerade bei den Kids hoch im Kurs stand. Ansonsten bekommt man fast an jeder Ecke irgendein Plastikspielzeug zu kaufen. Für ältere Kinder wird die Auswahl geringer. Daher haben wir immer Bücher und Hörspiele auf dem Tablet und ein paar Kartenspiele dabei. Reisetage, an denen man lange in Bus, Bahn oder Auto unterwegs ist, werden sonst ziemlich schnell langweilig.

Wir haben auch die Erfahrung gemacht, dass Strandspielzeug und Wasserspielzeug in Asien manchmal einfach nicht zu bekommen ist. Schwimmhilfen gibt es ja auch mit geringem Packmaß und eine Schippe und Förmchen passen auch immer noch in irgendeine Ecke des Rucksacks. Plastikeimer etc. finden sich vor Ort, da darf man gerne kreativ werden. Taucherbrillen sowie kurze Schwimmflossen für ältere Kinder sind auch sehr praktisch. Besonders die Taucherbrille ist auch für das Spielen im Hotelpool prima.

Und sonst?

Zu unserer Standard-Ausrüstung für die Kinder gehören auf jeden Fall ein Paar Trekkingsandalen mit Zehenschutz. Die sind gut zum Klettern und bei Wanderungen durch den Dschungel. Auch bei der Fahrt auf dem Moped geben sie mehr Schutz. Zum Schutz der Kinder auf dem Moped nehmen wir Fahrrad-Helme mit, denn Kinderhelme sind in Asien eine Ausnahme.

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