Auszeit nehmen: eine kleine Weltreise – Teil 2

Willkommen zum zweiten Teil meiner Auszeit in 40 Tagen um die Welt! Im ersten Teil habe ich ein wenig über meine Planung und natürlich vom genialen Start meiner Reise mit Aufenthalten in Australien und Neuseeland erzählt. An dieser Stelle geht’s nun weiter.

In 40 Tagen um die Welt

La Orana Tahiti -Willkommen in Französisch Polynesien

Begrüßt werde ich mit einer Blumenkette und traditionell tanzenden Einheimischen. Es ist 22 Uhr und der Transferservice bringt mich direkt zur Pension. Ich habe ein Familienzimmer inklusive Kitchenette für mich alleine und das Wichtigste: eine Klimaanlage. Leider sprechen auf Tahiti nur wenige Leute Englisch und ich kann kein Französisch – somit ist das mit der Konversation nicht ganz so leicht.

Ich versuche mir noch einen Ausflug nach Moorea am kommenden Tag zu organisieren leider bin ich damit etwas zu spät dran. Nach einer kurzen Nacht gehe ich morgens schon um 7 Uhr alleine auf Erkundungstour. Die Frage ist nur, was möchte ich eigentlich erkunden? Ich laufe zunächt entlang der Hauptstraße auf der Suche nach dem nächsten Supermarkt, da ich am Abend kochen möchte. Drei Kilometer in brüllender Hitze und 20 hupend und freundlich winkende Autofahrer später (scheint wohl nicht so normal zu sein, dass eine weiße Frau alleine am Straßenrand entlang spaziert…), finde ich diesen auch. Der Supermarkt ist groß, top ausgestattet und sehr günstig, ganz im Gegensatz zum Rest Tahitis. Ansonsten gibt es nicht viel, ich kaufe Postkarten und mache mich auf den Rückweg. Derweil laufe ich an einem schönen Strand mit Wasserbungalows vorbei und gönne mir eine Runde im kühlen Nass, das Wasser ist traumhaft klar und ich sehe viele bunte Fische. Auf dem Rückweg zu meiner Pension bleibt dann tatsächlich sogar die Polizei stehen und fragt ob sie mich mitnehmen sollen. Ich erinnere mich an die Worte meines Chefs und steige nicht ins Auto Fremder.

Am nächsten Morgen geht es für mich früh los auf einen Ausflug, um die Insel zu erkunden und endlich spricht jemand Englisch! Da die Gruppe allerdings nur aus zwei Französinnen und einer Neukaledonierin besteht, bleibt es bei einer Begrüßung und zwei bis drei erklärenden Sätzen auf Englisch. Wir fahren mit dem Allradfahrzeig ins Innere der Insel und erkunden Wasserfälle und wunderschöne Berglandschaften. Und das im stehenden Jeep – besser als jede Achterbahn! Ein Erlebnis wert und definitiv ein must do wenn man Tahiti besucht.

Aufgrund meiner Erlebnisse von Tag 1 bleibt es an Tag 3 bei entspannten Lesestunden am Pool und Chillen am Strand – einmal Akku aufladen erfolgt.

Um 20 Uhr holt mich der Transferservice ab und bringt mich wieder zum Flughafen. Nachdem ich am Schalter ein sehr lustiges Gespräch mit zwei Mitarbeitern der Air Tahiti Nui führte und die beiden ganz angetan von meinen Reiseplänen waren, hab ich großartig Werbung für STA Travel gemacht und lasse meine Visitenkarte vor Ort. Nach der verzweifelten und nicht sehr erfolgreichen Suche nach Souvenirs geht es schließlich weiter in die USA. An Bord der Maschine erhalte ich neben Schlafmaske und Socken von der Airline sogar einen Schlafanzug und verabschiede mich sofort für die nächsten acht Stunden in den Tiefschlaf.

USA

Welcome to L.A.! In den nächsten zwei Tagen erkunde ich L.A. und weiß die Vielfalt dieser einzigartigen Stadt sehr zu schätzen. Mit dem Hop on Hop off Bus geht es ganze acht Stunden durch Hollywood, Downtown und zu den Stränden von Venice und Santa Monica. Diese Stadt ist so bunt und hat so wahnsinnig viel zu bieten – einzigartig! Das USA Hostel in dem ich übernachte, ist eines der besten Hostels in dem ich je gewesen bin. Jedes Bett hat seinen eigenen abgetrennten Bereich und somit etwas Privatsphäre, als auch eine eigene Lampe und zwei Steckdosen. Dinge die ein jeder Backpacker sehr  zu schätzen weiß. Außerdem gibt es kostenfreies Frühstück inkl. frischem Obst und das in den USA – wohl eher eine Seltenheit. Am nächsten Tag begebe ich mich per Transferservice zurück zum Flughafen und checke in einem 4-Sterne Airporthotel ein, das beste Luxushotel der ganzen Reise 😉 Am Abend habe ich ein kurzes Meet & Greet mit der Reisegruppe und los geht’s!

Gleich am ersten Tag machen wir uns auf den Weg zum Joshua Tree Nationalpark. Ein kurzer Stop am Walk of Fame mit Blick auf das Hollywood Sign und weiter geht die wilde Fahrt. Unsere Guides Carson und Amber stimmen uns mit kalifornischen Liedern auf den Sunshine State ein. In L.A. war es am Morgen recht frisch aber im Nationalpark werden wir mit über 30 Grad begrüßt. Wir wandern über Stock und Stein und klettern auf den vielen Felsen herum. Ein Paradies – wir fühlen uns wie kleine Kinder. Die ganz Mutigen unter uns klettern bis auf den Gipfel und haben einen überragenden Blick…

Am Abend schlagen wir zum ersten Mal unsere Zelte auf, nehmen ein schnelles Bad im angrenzenden Lake Havasu und zum Abendessen gibt es selbstgemachte Hamburger und Hot Dogs. Am nächsten Morgen brechen wir früh auf zum Grand Canyon.

Es sollte die kälteste Nacht auf dem gesamten Trip werden, aber zunächst gibt es zur Begrüßung einen überragenden Ausblick. Um diesen auch zu 100% auskosten zu können, ziehen wir uns alle eine braune Biotüte auf den Kopf die wir zuvor mit einem lustigen Gesicht bemalen durften, nehmen uns gegenseitig in die Hand und werden von unseren Guides an das Geländer geführt und dann: atemberaubend!

Wer Lust hat wandert in den Canyon runter und hat hinterher Spaß beim Aufstieg 😉 Zum krönenden Abschluss folgt der Sonnenuntergang am Canyon und wir begeben uns mit den Guides direkt an den Rand der Schlucht, mit baumelnden Füßen und dem großen Nichts unter uns genießen wir schweigend.

Eine schnelle Pizza auf dem Campingplatz, ein Campfeuer und einige lustige Ratespiele später startet die grausame Minusgrad kalte Nacht im Zelt inklusive Bodenfrost, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde.

Den nächsten Morgen beginnen einige von uns mit einem Helikopterflug über den Grand Canyon und wieder beginnt ein neuer Tag, wir sind gespannt was uns heute erwartet. Und auch die folgende Nacht werden wir, allerdings auf andere Art und Weise, niemals vergessen. Es geht weiter über die Route 66 nach Las Vegas und hier erwartet uns das Kontrastprogramm.

Es ist schwül und stickig. Ein kurzer Sightseeingtrip ins Venetian Hotel. Dieses Hotel ist im Inneren aufgebaut wie Venedig, hat Kanäle und Gondeln als auch einen Himmel der sich der Tageszeit anpasst und viele kleine süße Shops – wir sind beeindruckt) und schon geht es los… mit dem Partybus durch Vegas. Es wird viel getanzt, getrunken und gelacht – die Gruppe ist toll und wir haben jede Menge Spaß! Am Bellagio Hotel angekommen machen wir tolle Fotos bei der Brunnen-/Lichtershow und durch den Guide der anderen Reisegruppe kommen wir kostenfrei in den Club Hyde. Sowas hab ich noch nicht erlebt, ein Tequila für 15$ aber es lohnt sich, die Musik ist gut und wir tanzen viel. Dann gibt es einen Konfettiregen und wir gehen raus ins Casino um zu spielen. Carson hat meine 25$ schnell verspielt. Erst hatten wir 60$ gewonnen und dann wieder verloren. Tja, so ist das. Aber Mark aus unserer Gruppe macht 400$ Gewinn und zahlt das Taxi nach Hause. Zurück im Hotel performen wir noch schnell ein paar Bilder à la „Hangover“ und ab geht’s ins Bett, das sollte eine kurze Nacht werden.

Der Folgetag führt uns, mit etwas dickerem Schädel, weiter ins Death Valley und der ein oder andere unter uns wird es noch bereuen es am vorherigen Tag etwas übertrieben zu haben 😉 Wir werden begrüßt mit 43 Grad, dieser Ort hat seinen Namen nicht von ungefähr. Wir sind nicht wirklich in der Lage es zu genießen, steigen pflichtbewusst für ein paar Fotostopps aus dem Bus und wollen einfach nur weg von dort. Am Abend gehen wir in heißen Naturquellen schwimmen und Niko (er wusste er würde Vegas bereuen) vergisst sein Handy in der Hosentasche und geht mit diesem Baden. Im Anschluss fahren wir über den traumhaft schönen und verrückterweise mit Schnee bedeckten Tiogapass hinein in den Yosemite Nationalpark – mein Favorit.

Seen, Wälder, schneebedeckte Berge, es ist ein Traum. Wir alle lieben es hier. Uns beeindrucken die Sequoias, die ältesten, dicksten und größten Bäume der USA.

Abends kocht Alex (gelernter Koch aus Dänemark) und wir helfen Schnippeln. Nach einem kurzen Stopp im Jacuzzi und S’mores (amerikanisches Dessert: gegrillte Marshmallows mit Schokolade und Vollkornkeks) begeben wir uns für unsere letzte Nacht ins Zelt.

Am letzten Tag unserer Reise genießen wir nochmal wundervolle Ausblicke im Yosemite und beeindruckende Wasserfälle bevor wir uns auf den Weg nach San Francisco machen. Ein kurzer Blick auf die Golden Gate Bridge und 2-3 Fotos später, erreichen wir das Hotel und treffen uns kurz danach zum Abschlussessen an der Fisherman’s Wharf und dem Pier 39 an dem uns viele Seehunde empfangen. Leider habe ich nur noch den kommenden Vormittag Zeit um die Stadt zu erkunden weil mein Flieger bereits am Nachmittag geht. Also schnappe ich mir den nächsten Hop on Hop Off Pass und fahre raus zur Golden Gate Bridge… eine tolle Stadt!

Die letzten acht Tage waren mitunter die schönsten der Reise. Tolle Menschen, unfassbar schöne Landschaften und überragende Momente. Nächster Stopp für mich: Kanada.

Kanada

Am Abend in Vancouver angekommen, mache ich mich auf den Weg zum Hostel und werde von einem Selfmade DJ und ein paar zu seiner Musik tanzenden Leute auf der Straße begrüßt. Ich wusste, ich würde diese Stadt lieben. Leider bin ich von meiner Erlebnisreise in den USA ziemlich müde und möchte erstmal ausschlafen. Um 12 Uhr begebe ich mich dann auf Erkundungstour durch die Stadt. Der Hop on Hop off Bus fährt mich durch Downtown, durch den Stanley Park, vorbei an der Lions Bridge. Ich mag Vancouver, diese Stadt hat eine Menge Lebensqualität. Die Menschen sind zufrieden und gut drauf. Es macht Spaß hier Gast zu sein. Ich glaube I’m falling in love with Canada. Abends lerne ich Patricia kennen und beschließe am kommenden Tag einen Ausflug mit ihr zu unternehmen. Mit dem ersten Bus geht es rauf auf den Grouse Mountain, den ‚Hausberg‘ von Vancouver. Wir genießen einen tollen Ausblick auf das Tal, sehen sogar Grizzlybären, fahren mit dem Sessellift im Skigebiet auf den höchsten Punkt, sehen eine Holzfällershow und probieren uns kanadisch: mit typischem Bier und einer Delikatesse: Poutine, das sind Pommes mit Bratensoße und Käse.

Nach einigen kurzen Spaziergängen durch den Wald begeben wir uns auf den Rückweg vorbei an der Capilano Suspension Bridge mit all ihren Walks durch den kanadischen Wald.

Da in fünf Tagen die Fußballweltmeisterschaft der Damen beginnen wird, treffen wir unterwegs viele ‚Stars‘. Patricia ist hin und weg denn dies ist der Grund für ihren Besuch in Kanada. Sie wird sich sechs Spiele ansehen.

Am Abend lassen wir es uns in der Old Spaghetti Factory gutgehen. Mein persönlicher Geheimtipp wenn man in Vancouver gut und günstig essen möchte. Serviert wird ein komplettes Menü (Brot mit Knoblauchbutter, Salat oder Suppe, Hauptspeise, Eis und Kaffee), man zahlt allerdings lediglich die Hauptspeise und die liegt sogar nur um die 10-15$. Am nächsten Tag geht es für mich nach Whistler, bekannt durch die Olympischen Winterspiele in 2010, ein tolles Skiörtchen.

Aber zuvor tue ich noch etwas womit ich niemals gerechnet hätte. Eine ganz spontane Entscheidung aus dem Herzen raus, jetzt oder nie… ein Bungee Jump. Vor sechs Jahren ist von der gleichen Brücke mein Cousin gesprungen, wie sich später rausstellt. Yes, I did it! Die etwas softere Variante denn: 1. Die Brücke ist nur ca. 90m hoch. 2. Ich bin nicht an den Füßen festgebunden. 3. Ich darf springen wie ich will, also nicht mit Kopf voran. Und hey, es war super, absolut grandios und das Highlight meiner Reise, ich bin sehr stolz darauf.

Nachmittags erkunden wir Whistler und Umgebung und ich bemühe mich um meinen zweiten Wunsch für den kommenden Tag: Skifahren in Kanada – Haken dran, ebenfalls erledigt 😉 Denn an Tag zwei in Whistler leihe ich mir so ziemlich alles von den Mitreisenden zusammen was ich benötige plus Skiausrüstung vom Sportladen und los geht die Sause. In fünf Tagen endet die Saison, deshalb sind nur noch zwei Skilifte geöffnet und vier Pisten – aber ich habe ganz großartigen Spaß.

Der Buspassveranstalter mit dem ich unterwegs bin, Moose Travel, ist wirklich eine ganz hervorragende Geschichte um in Kanada günstig von A nach B zu kommen und dabei das Bestmögliche rauszuholen, wir halten noch an einigen Fotostopps die auf dem Weg von Whistler nach Vancouver liegen.

Zurück in Vancouver gehe ich früh schlafen da mein Zug nach Seattle am Folgetag früh abfährt, bereits um 06:30 Uhr. Nun geht es also entlang der Küste über die Grenze zurück in die USA. In Seattle habe ich nur wenig Zeit, sehe mir die erste Starbucks-Filiale der Welt and und die Space Needle, dann geht’s schon weiter zum Flughafen. Dieser ist mit der Bahn sehr gut erreichbar, ein Tagesticket ist günstig und ist nicht weit entfernt vom Stadtzentrum.

Island

Leider kann ich auf dem Weiterflug nach Island nur sehr schlecht schlafen und komme schwer gejetlagged in Reykjavik an. Der Transfer in die Stadt klappt reibungslos und sollte in jedem Fall vorab gebucht werden. Es ist ziemlich weit bis in die Stadt, bis dahin sehe ich nur Weiten und Wasser – eine ganz außergewöhnliche Vegetation auf dieser Vulkaninsel.

Nur wenige Meter vom Reykjavik Backpacker Hostel entfernt gibt es einen grandios guten Bäcker mit zahlreichen Köstlichkeiten. Hier gönne ich mir ein ausgedehntes Frühstück um fit für einen Stadtrundgang und eine kleine Shoppingtour zu sein. Danach haut es mich hin und ich schlafe bis zum nächsten Mittag – ich bin völligst erschöpft. Gut, dass ich am kommenden Tag eine Fahrt zur Blue Lagoon eingerichtet hatte. Mein Tipp: bitte inklusive Eintritt vorweg buchen sonst erwartet einen vor Ort das böse Erwachen und man wartet lange darauf überhaupt reingelassen zu werden. Ich entspanne in der Salzlagune, wage einen Saunagang und lasse die Seele baumeln. Was für eine Auszeit! Der perfekte Abschluss dieser einzigartigen Reise die ich mein Leben lang niemals vergessen werde.

Über die Berge und das Meer bis ans Ende der Welt… Travel life has the aspect of a dream!

Hier könnt ihr euch meine geniale Auszeit in Form einer Weltreise noch einmal in bewegten Bildern ansehen:

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Auszeit nehmen: eine kleine Weltreise – Teil 1

In 40 Tagen um die Welt

So lautet der Plan als ich im April letzten Jahres beginne meine Auszeit zu organisieren. Als das ‚Go‘ von meinem Chef im August kommt, lege ich sofort los mit der Buchung. Alles muss bis ins kleinste Detail geplant werden, denn in 40 Tagen um die Welt, das ist eine Herausforderung. Schließlich möchte ich in kürzester Zeit das Meiste vom Land sehen und da bleibt nicht wirklich Zeit für Flexibilität. Mit viel Engagement und Herzenslust setze ich mich an die Planung mir meinen lang ersehnten Traum zu erfüllen. Acht Monate später ist es dann endlich soweit und wir sprechen nicht mehr vom nächsten Jahr, nächsten Monat, oder nächster Woche sondern von morgen. Jetzt gibt es also kein Zurück mehr – und los geht’s!

Wir schreiben den 30. April 2015, ich fliege also den ganzen Mai über. Nicht unbedingt die perfekte Reisezeit für alle Ziele, aber für einen Arbeitnehmer die beste Möglichkeit ein paar Urlaubstage zu sparen, denn der Mai ist bekanntlich voller Feiertage.

Mein Flug geht ab Frankfurt um die Mittagszeit, ein kurzer Stop in Hongkong, schnell 27 schwüle Grad und weiter geht es. Die Around the World Tickets von STA Travel erlauben ohne Weiteres einen Stopover in Hongkong, den ich allerdings aus Zeitgründen leider ausfallen lassen musste. 8 weitere Flugstunden später lande ich in Sydney. Das Ende der Welt ist doch recht weit und sehr anstrengend anzufliegen. Mein Tipp also: den Stopover in Hongkong nutzen, er entzerrt den langen Flug.

Australien

In Australien angekommen: Kontrastprogramm, es regnet in Strömen und das Thermometer zeigt keine 20 Grad, es ist Herbst. Im Wake Up Hostel angekommen werde ich direkt als VIP begrüßt, toll. Denn ich bin hundemüde und möchte sofort ins Bett. Am nächsten Morgen startet meine Zweitagestour über einen Farmaufenthalt nach Melbourne. Auf dem Weg begegnet einem so allerhand: echte Cowboys, traumhaft schöne Farmen mitten im Busch, Orte der Tiefenentspannung und spannende Storys über die Hauptstadt Australiens, Canberra.

Auf der Farm Hanericka angekommen werden wir mit einem grandiosen Essen der Hausherren begrüßt und beziehen anschließend unsere herzlich hergerichteten Zimmer. Am nächsten Morgen geht’s mit dem Truck über die Farm.

Wir sehen unzählige Schafe, kleine Lämmer denen wir die Flasche geben dürfen, Kängurus die mit Pferden befreundet friedlich auf der Weide grasen, Kühe, Schweine, Ziegen und eine Menge Land! Wir genießen diesen typisch australischen Aufenthalt und sind gespannt was uns noch alles erwarten wird. Leider haben wir 3 Japaner an Bord die kein Wort Englisch verstehen und das werden nicht die letzten sein…

Am Abend in Melbourne angekommen checke ich im Nomads Hostel ein. Nicht zu verwechseln mit dem ‚All Nations‘ hier gibt es free tea and coffee und auch Nudeln und Reis. Eine Tatsache die ich noch zu schätzen wissen werde. Früh am nächsten Morgen startet die nächste Tour, die Great Ocean Road steht auf dem Programm und wir haben großes Glück mit dem Wetter. Mit unserem Touranbieter erhielt man einen unschlagbaren Discount auf den Helikopterflug über die Twelve Apostels und genau den machen wir deshalb auch. Die Sicht ist atemberaubend, das Gefühl unbeschreiblich und die Fotos unfassbar schön. Auf dem Weg sehen wir jede Menge Koalas und Papageienarten in den Bäumen.

Der nächste Morgen beginnt leider regnerisch und das obwohl doch mein Geburtstag ist. Später am Tag haben wir aber auch hier wieder Glück und es klart auf. Wir wandern durch die Grampians, haben unsagbar schöne Ausblicke, sehen Wasserfälle, Kängurus und erleben, wie eine Kleinstadt stillsteht wenn ein Baum den Strom kappt.

An meinem letzten Tag in Melbourne mache ich eine 3-stündige Stadtrundführung und erfahre viel über die Geschichte der Stadt, Kunst und Kultur. Dabei habe ich gleich zwei Guides für mich alleine. Ein weiterer Tipp von mir: in Melbourne gibt es eine alte Straßenbahn, die sogenannte Cityline. Sie fährt im Kreis und ist für Touristen kostenfrei. Ein Blick vom Eureka Skytower zum Sonnenuntergang rundet meinen Besuch in Australien ab und macht den Aufenthalt geradezu perfekt.

Weiter geht’s nach Neuseeland, wenn doch nur der Transfer kommen würde. In weiser Voraussicht habe ich ihn drei Stunden vorab bestellt, aber er kommt nicht, also fahre ich mit dem Taxi und bewahre den Beleg gut auf. In Melbourne am Flughafen angekommen, mein nächster Tipp: wir Deutschen benutzen am besten direkt den Check In am Schalter, denn der Automat mag keine deutschen Pässe.

Neuseeland

In Christchurch gelandet nehme ich den Bus in die Stadt und bin für 8 NZD gar nicht mehr weit vom Hostel entfernt. Das nette Personal gewährt mir einen Early Check In und so starte ich entspannt in den zweiten Teil meiner aufregenden, spannenden Reise um die Welt. Das Jailhouse in Christchurch ist ein ganz fantastisches Hostel was ich unbedingt empfehlen möchte. Man wohnt hier kurzzeitig in einer Zelle, denn das Hostel ist ein ehemaliges Gefängnis. Ein Zimmer ist noch hergerichtet wie zu diesen Zeiten und einige Austellungsstücke sind vorzufinden, definitiv einen Besuch wert – eine Nacht dort ist außergewöhnlich. Gegen Mittag gehe ich shoppen und kleide mich für Neuseeland vorsichtshalber etwas wärmer ein. Ich werde es brauchen…

Am nächsten Morgen begebe ich mich auf zum Canterbury Museum, hier befindet sich mein Pick up nach Greymouth wo ich zu einer Reisegruppe stoßen werde. Die Neuseeländer sind allesamt super freundlich und so verlasse ich mich auf die Aussage der netten Busfahrerin dass sie mir Bescheid gibt sobald ich aussteigen soll. Dem war dann aber leider nicht so, weil sie mich vergessen hat… Also fuhr ich aus der Stadt raus und war ganz verwundert. Gut dass ich genug Zeit eingeplant hatte, so hielt sie für mich einen Return Stadtbus an und ich begab mich auf den Weg zurück. Abenteuer pur, der Busfahrer fieberte mit mir mit und bretterte die Straßen entlang, die restlichen 500m musste ich dann auch noch zu Fuß laufen und kam gerade so zwei Minuten vor Abfahrt der Bustour an. Gut, dass das noch geklappt hat, puh…

In Greymouth angekommen schließe ich mich der Gruppe an und weiter geht es auf direktem Weg zum Franz Josef Glacier. Leider muss die inkludierte Ice Explorer Tour mit dem Helikopter gecancelt werden worüber wir alle sehr traurig sind. Es sollte eigentlich das Highlight werden. Also keine Eiswanderung auf dem Gletscher, dafür ist das Wetter zu schlecht. Natürlich lasse ich mich davon nicht entmutigen und suche mir eine Alternative: eine Wanderung im Regen zum Gletscher mit Guide und ich muss sagen es hat großen Spaß gemacht. Ausgestattet mit Regenhose &-jacke wandern wir über Stock und Stein, an wundervollen Wasserfällen & Eisschollen vorbei, bis wir schließlich den Gletscher in greifbarer Nähe haben. In den vergangenen Jahren hat sich das Eis stark zurückgebildet, also können wir nicht ganz ran, aber wir machen tolle Fotos. Plitschnass aber glücklich hatten wir also doch eine kleine, wenn auch nicht vergleichbare Gletschererfahrung. Am Abend veranstaltet das Hostel ein Pizzafest, wir sitzen gemeinsam an einem großen Tisch und es gibt verschiedenste Geschmacksrichtungen, alle greifen zu.

Der folgende Tag führt mich nach Wanaka. Auf dem Weg dorthin passieren wir so manchen einzigartigen Fotostopp und haben kurzzeitig etwas Glück mit dem Wetter. Am nächsten Morgen geht es für mich früh in die Luft: ich habe eine Flugstunde im Wanaka Flight Training Center gebucht und damit ein unvergessliches Erlebnis das mir keiner mehr nehmen wird. Wahnsinn, das Gefühl ist unbeschreiblich!

Weiter geht es nach Queenstown, DIE Adrenalinstadt in Neuseeland. Was gibt’s zu tun? Bungee Jumping, Rafting, Skydive, Paragliding? All das wäre zu schön bei Sonnenschein nur leider beehrt uns die Sonne nicht. Es regnet, drei Tage am Stück und alle gebuchten Trips werden gecancelt, so auch meine geplante Dart River Funjak Safari. Aber auch davon lasse ich mich nicht weiter beirren, schnappe mir den Regenschirm und fahre mit der Gondel hoch über Queenstown um im Wald etwas spazieren zu gehen. Am Nachmittag werde ich per Pferd die Gegend erkunden und nehme an einem 1,5-stündigen Ausritt teil. Klar gibt es schlechtes Wetter aber kein Wetter ist so schlecht als das man den ganzen Tag im Zimmer sitzen müsste. Rausgehen und die Gegend erkunden wenn man schon mal dort ist. Los geht’s! Auf dem Pferderücken lässt sich die Landschaft in Neuseeland nochmal ganz anders genießen. Es geht durch Bäche und Schluchten und an wunderschönen Seen vorbei und ich habe zum Sonnenuntergang nochmal Glück mit dem Wetter. Mein Guide ist eine Schwedin die seit 7 Monaten Work und Travel in Neuseeland macht und auf der Farm als Horse Trekking Guide arbeitet.

Am Abend lasse ich es mir auf die Empfehlung eines Einheimischen in einem Pub mit Steak, Kartoffeltasche und Bohnen richtig gutgehen. Für 20 NZD ein echtes Schnäppchen und das beste Essen seit Langem. Einen weiteren Regentag in Queenstown haben wir noch vor uns, also testen wir die Indooraktivitäten: Odyssey – hier geht man von Raum zu Raum und muss immer die nächste Tür finden, begleitet durch verschiedenste Licht- & Musikeffekte. Im Anschluss gehen wir in ein 12D Kino (;)) und sehen Filme, bei denen es regnet, schneit und wir all das live mitbekommen dürfen. Am Abend geht’s gemeinsam mit der Gruppe zum Dinner und alle sind fast ein wenig froh darüber dass die Reise morgen weitergeht.

Am nächsten Tag steht ein weiteres Highlight auf dem Programm: der Milford Sound. Mit dem Schiff geht es gemütlich durch den Sound und auch heute regnet es wieder. Aber dadurch sind die Wasserfälle noch imposanter und der Sound wirkt im Nebel mystisch und sehr beeindruckend. Weiter geht es ins Gunns Camp, bei Sonnenschein sicherlich ein bezaubernder Platz direkt am Fluss. Nicht aber im Regen, denn es ist ziemlich kalt. Und das Camp wird nur mit Feuer beheizt. Sherlock unser Guide kocht hervorragendes Chili mit Reis und im Anschluss geht’s ins Bett, denn um Punkt 22 Uhr wird hier der Strom abgestellt – Abenteuer pur! An Tag acht meiner Reise klingelt um 6 Uhr bereits der Wecker, nochmal kurz überlegen ob ich jetzt wirklich drei Stunden wandern möchte und los geht’s. Der Key Summit ist ein recht anspruchsvoller Walk (für diejenigen die eher selten wandern). Es geht hoch hinaus und oben angekommen überrascht uns eine atemberaubende Schneelandschaft – die Mühe hat sich gelohnt!

Mit der Fähre geht es nun nach Stewart Island, der nächste place to be im absoluten Nirgendwo 😉 Auf der Insel gibt es nur einen Supermarkt, einen Pub und wenige Unterkünfte. Somit kennt jeder jeden und das ganze Ort trifft sich auf ein Bierchen im Pub, so natürlich auch wir und erfahren viel von und über die Einheimischen. Nachts gehen wir dann auf Kiwi „Jagd“. Der Kiwi ist der Nationalvogel in Neuseeland und auf der Insel eigentlich in Massen zu finden, da er nachtaktiv ist muss man sich ein Rugbyfeld o.ä. suchen und schlicht und ergreifend einfach nur warten bis er kommt… oder eben leider auch nicht – wir hatten kein Glück 🙁 Am nächsten Tag mieten wir uns zu sechst einen Van und machen die Insel unsicher, fünf Std haben wir gebraucht um alle Strände abzufahren und zu laufen. Dann fahren wir zurück nach Queenstown und nach einem leckeren selbstgekochten Abendessen des netten Franzosen geht es nach einem anstrengenden Tag wieder ab ins Bett.

Neuer Tag, neuer Guide, neue Gruppe in Richtung Mt. Cook und es scheint endlich die Sonne! Das Hostel liegt in einer atemberaubenden Landschaft mitten in den Bergen, ich genieße es in vollen Zügen dieses wunderbare Fleckchen kennenzulernen. Ein 8WD-Fahrzeug bringt uns recht achterbahnmäßig zum Tasman Glacier und dem Tasman Lake. Wieder ein toller Ausblick und wir machen wundervolle Fotos.

Am vorletzten Tag der Reise fahren wir erneut in ein Camp, das Rangitata Rafts Camp. Leider aber ist die Rafting Saison bereits vorbei und wir kommen in den Genuss an diesem sonnigen Ort am Fluss einfach nichts zu tun. Am Abend kochen wir gemeinsam mit unserem Guide Postie mexikanisch und schauen im Anschluss alle gemeinsam einen Film. Ganz gemütlich und entspannt, ein toller Ausklang bevor es morgen zurück nach Christchurch und für mich in den Flieger nach Französisch Polynesien geht… JETZT kommt richtig viel Sonne, ganz bestimmt…

Fortsetzung folgt! 🙂

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Abenteuer Down Under

7 STA Travel Mädels, 6 Koffer, 1 Rucksack & das große Abenteuer. Liebe Leser, liebe Kollegen und die die sich zufällig zu uns durchgeklickt haben: Willkommen zu unserem Abenteuer Down Under!

Wir befinden uns im Monat September, in Deutschland beginnt der Herbst – in Australien der Frühling & los geht’s die ersten Sonnenstrahlen einzufangen. Quer über Deutschland verstreut finden wir uns in München zusammen um unseren Traum zu leben und das noch nie zuvor besuchte Australien kennen und wohl auch lieben zu lernen.

Ein unkomplizierter und entspannter Flug nach Abu Dhabi wird abgelöst von einer neunstündigen Verspätung des Weiterfluges. Wir machen es uns ganz VIP-like auf Kosten der Airline am Pool eines 4 Sterne Hotels gemütlich & genießen ein ausgiebiges Mittagessen nach welchem wir unsere Reise nach Australien fortsetzen.

In Sydney angekommen, sind wir überwältigt von diesem wahnsinnigen Großstadtflair.

Gefühlt eine Million Jugendliche, darunter 90% Backpacker, tummeln sich in dieser wunderschönen Stadt. Nach einem geführten Stadtrundgang machen wir uns auf eigene Faust bekannt mit DER Stadt Australiens.

Da Samstag ist haben wir zunächst das große Glück an der Harbour Bridge ein Feuerwerk zu genießen. Die Wahrzeichen Harbour Bridge & Sydney Opera House erstrahlen in einer tiefen dunklen Nacht. Wir können gar nicht genug Fotos machen, so begeistert sind wir.

Am nächsten Morgen geht es früh Richtung Norden. Wir sehen Kamelkarawanen, gehen Sandboarden und genießen die ersten Berührungen mit dem Meer.

Angekommen in Port Stephens bestiegen wir einen Katamaran und ahnen nicht, was uns wohl gleich atemberaubendes wiederfahren wird. Wir durften das seltene Abenteuer erleben, das sich drei riesige Buckelwale um unser Schiff tummeln und wir superschöne Fotos von den Prachtexemplaren machen können. Sie sind friedlich und zeigen sich von ihrer besten Seite, ein unbeschreibliches Gefühl. Auch Seelöwen und Delphine schwimmen mit uns um die Wette, die Sonne scheint und wir genießen den Augenblick.

An Tag 3 beginnt unsere große Reise Richtung Brisbane, in etwa der Hälfte der Strecke machen wir einen 2 tägigen Stop in einem Surfcamp, Mojosurf Spot X – das Beste was uns je passieren kann. Wir sind erstaunt über die australische Surfer-Coolness und lassen uns komplett mitreißen: Kaffeetrinken im Sonnenaufgang mit perfektem Blick von unserer Bungalowterrasse aus, theoretische Unterrichtseinheiten in der Surfschool, praktische Übungen am Strand und dann ab ins große weite Meer, die Wellen erleben.

Jede von uns hat geradezu eine überragende Figur auf dem Brett gemacht. Ebenso auch hier wieder ein seltenes gigantisches Erlebnis, eine Kängurufamilie direkt am Strand beobachten zu können.

Auf der gesamten Reise Down Under sollte uns immer wieder das Glück verfolgen. Am Abend ein Bierchen am Camp-Lagerfeuer und eine überaus spaßige Fahrt in den ‚Bottleshop‘ im nächsten Ort (ein Getränkehandel, bei dem man mit dem Bus in den Laden fährt) machen unsere Zeit am Spot X zu einem unvergesslichen Gruppenerlebnis.

Es folgte eine sehr lustige Aktivität die im Camp angeboten wird – das ‚Känguru-Golfen‘. Mit dem Van fuhren wir zu einem benachbarten Golfplatz und schlugen ein paar Bälle, danach konnten wir jede Menge Kängurus erleben, sahen sogar Babys im Beutel und ein kämpfendes Pärchen.

Überglücklich ging es mit dem Greyhound viele viele Kilometer nach Brisbane, eine Fahrt die gefühlt niemals enden sollte – dieses Land ist einfach so wahnsinnig groß. Der Stop in Brisbane war kurz, nur wenige Stunden waren wir dort und fuhren sogleich weiter nach Rainbow Beach, der perfekte Ausgangspunkt für Fraser Island. Doch zunächst erlebten wir hier einen wunderschönen Sonnenuntergang inmitten der Dünenlandschaft und einen atemberaubenden Blick von der Felsklippe auf das große weite Meer.

Nun war die Hälfte unserer Reise schon vorbei und das große Highlight stand uns bevor: Fraser Island – die größte Sandinsel der Welt. Von einem 4WD Bus wurden wir abgeholt & ‚schaukelten‘ geradezu über die Insel: Wir badeten und wunschen unseren Schmuck im Lake McKenzie, liefen durch den Regenwald, bewunderten die Champagne Pools, flogen mit einer Propellermaschine über Meer & Insel, sahen mehrere Dingos, bewunderten das Wrack der Maheo und wanderten durch Wald & Dünen zum Lake Wabby, nur einem von insgesamt 200 Seen auf Fraser Island.

Vom Indian Head aus hat man einen atemberaubenden Ausblick, manchmal hat man das Glück und sieht Haie, Delphine oder Wale. Nach acht sehr erlebnisreichen und wundervollen Tagen auf diesem wahnsinnig großen Kontinent, verließen wir Down Under mit großem Wehmut und traten gemeinsam die Heimreise an.

Australien, du wirst uns wiedersehen! 🙂

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Segeltrip in Griechenland

Segeln ist besser als jede Achterbahn – probier es aus und du weißt was ich meine. Unsere erlebnis- und abenteuerreiche Reise führte uns entlang der Dodekanes von Santorin bis Kos (so war es ursprünglich geplant). 1 Woche 40 Grad, Sonnenschein und jede Menge Wasser – Langeweile zwecklos! Welcome to Greece…

11 Uhr – Ziel erreicht! Ich hätte niemals gedacht, dass Busfahren in Griechenland so mühsam sein könnte. Um 06:15 Uhr gelandet wollte ich ganz abenteuerlustig nicht mit dem Taxi fahren, sondern den Weg alleine finden. Mit dem Bus! Kleiner Tipp an dieser Stelle: In den südlichen Ländern fahren die Busse wie es ihnen passt, ganz besonders sonntags. 5 Stunden habe ich gebraucht, eine Taxifahrt hätte nur 15 Minuten gedauert, aber wäre ja sicherlich langweilig gewesen!

Griechenland ist ein wundervolles Land und Santorin eine traumhaft schöne Insel. Weiße Häuser, blaue Kuppeln – genau so hatte ich mir das vorgestellt. Nach einem ersten Meet & Greet mit der Gruppe (Amerikaner und Kanadier) einem wundervollen Sonnenuntergang und dem ersten griechischen Dinner (Gyros mit Tzatziki) fielen wir müde von der Hitze in unsere Betten. Eine Kajüte hat eine Größe von ja 2x1m und besteht aus einem Doppel- oder Stockbett und einem kleinen Schrank. Koffer sind hier quasi verboten, denn dafür ist kein Platz. Kein Problem, denn als Backpacker weiß man sich auf das wichtigste zu beschränken. Hauptaugenmerk der Reise liegt natürlich auf dem Segeln, am Abend haben wir die Möglichkeit Hafen und Insel auf eigene Faust zu erkunden. Gemeinsames Abendessen war zwar keine Pflicht aber von den Reisenden gewünscht und so haben wir alle Vorspeisen, Hauptgänge und Nachspeisen Griechenlands getestet, denn jeder hat sich ein Gericht bestellt welches dann rumgereicht wurde. Essen ist bei G Adventures eines der obersten Prioritäten.



Der Skipper konnte den ursprünglich geplanten Reiseverlauf leider nicht einhalten, weil wir einen Motorschaden hatten. Die Gruppe hat sich Tag für Tag auf eine Route geeinigt, der Skipper ist auf Wünsche und Anregungen eingegangen und hat sein Insiderwissen gekonnt mit eingebracht. So kamen wir in den Genuss ganz kleine & ursprüngliche Inseln kennenzulernen, wie z.B. Amorgos, Tilos und Koufonisi (also statt der Dodekanes, mehr die kleinen Kykladen). Symi ist mein absoluter Favorit. Eine traumhafte Insel mit wunderschöner Landschaft. Aber zunächst nochmal zurück zum Segeln. Wenn der Skipper richtig loslegt, brettert das Schiff in Schräglage über das Meer, dabei sind wir fast von Deck gerutscht und im Inneren fliegt alles was nicht verstaut ist durch das Bootsinnere. Eine der Mitreisenden hat sich sogar mal getraut in dem Chaos duschen zu gehen, das tat sie aber auch nur 1mal. An einer Leine hat uns das Schiff hinter sich hergezogen, das Springen vom Schiff mit einer Liane oder auch das Schnorcheln nach einem Flugzeugwrack in einer einsamen Bucht, das sind Erlebnisse die man mit nach Hause nimmt und von denen man gerne berichtet. Mit dem Schlauchboot sind wir an einem Abend an das Ufer gepaddelt, Grillgut im Schlepptau. Ready for Barbecue mitten im Nichts und über dir ein Sternenhimmel der Extraklasse, man konnte sogar die Milchstraße erkennen. Wahnsinn!!! Das ist es was ich so sehr an meinen Abenteuertrips liebe, das Außergewöhnliche! Dinge die man sonst nicht erlebt… Erlebt man mit G Adventures.


Viel Frischluft und die Sonne machen müde, wir Mädels schlafen viel und die Jungs halten die Stellung. Natürlich wird auch tatkräftig mit angepackt. Segeln kann sehr anstrengend sein, aber wir genießen es, spüren die Freiheit auf dem Wasser und vergessen alles um uns rum. Wir lesen, hören Musik, lachen und haben jede Menge Spaß. Gruppenfeeling pur! Leider war ich auch an einem Tag ein wenig seekrank, aber hier hat der Skipper natürlich Erfahrung und schon bald war ich wieder fit. Mit dem Roller sind wir über die Insel zu einem Vulkankrater gecruist, das war ganz besonders beeindruckend, außerdem haben wir noch ein Kloster im Fels besichtigt und die ein oder andere Kirche bewundert. Griechenland hat ganz atemberaubende Bauten zu bieten und jede Insel für sich hat ihren eigenen Charme. Ich habe die Zeit sehr genossen, viel gesehen und erlebt, tolle Menschen kennengelernt und freue mich schon wieder auf meine nächste Tour mit G Adventures…!

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Erlebnis Südafrika – von Durban nach Kapstadt

1 Truck, 2 Guides und 19 völlig verrückte Abenteuerlustige auf dem Weg von Durban nach Kapstadt. Zeitvorgabe: 10 Tage! 13.12.2011 Ortszeit Durban 18:15 Uhr. 25 Grad und Sonne satt – los geht’s!

Ein bißchen übermüdet und angestrengt von der langen Reise komme ich in Durban an, mit dem Taxi geht es vom Flughafen in die Stadt und ich werde im Hostel mit einem Welcome Dinner begrüßt. Im Anschluss folgt ein kurzes Meet & Greet und der Abschied der vorausgegangenen Gruppe von Johannesburg nach Durban. Nach einer kurzen Nacht verlassen wir um halb 7 das Hostel Richtung Süden, vorbei an zahlreichen Townships und lokalen Dörfern. Viele Einheimische freuen sich über die Durchfahrt unseres Trucks und winken uns ganz euphorisch zu. Die Landschaft ist sagenhaft, es ändert sich ständig. Über Stock und Stein und nach 8 Stunden Fahrt gelangen wir in das Camp in Port St. John’s. Gemeinsam bereiten wir das Mittagessen zu und bauen die Zelte auf. Am Strand angekommen, folgt ein kurzer Spaziergang und erste Berührungen mit dem Meer.

Am nächsten Tag geht es früh morgens los ins Dorf Xhosa, hier werden wir mit Südafrikanischer Musik und Tänzen der Kids begrüßt, später lernen wir einiges über die Kultur und das Kochen und genießen ein original Südafrikanisches Dinner gefolgt von weiteren gemeinsamen Tänzen mit den Locals. Übernachten werden wir heute nicht im Zelt, sondern ganz traditionell in einer Lehmhütte mit Strohdach, alle zusammen! Natürlich Männlein und Weiblein getrennt!

Auch am nächsten Tag geht es wieder über einige Dörfer und Wahnsinns Landschaften zum Addo Elephant National Park. Hier gehen wir noch heute auf Safari, um eine große Elefantenherde am Wasserloch zu sehen. 3 Giraffen aus der Ferne, ein Bulle der sich schnell aus dem Staub machte und einige Zebras später sind wir auf dem Campingplatz angekommen. Ein Sonnenuntergang in der Wildnis ist wunderschön und entschädigt für so manche Strapazen im Truck. Die Campingplätze sind immer sehr gepflegt und sauber und haben absolute TOP Lagen!

Am nächsten Tag bin ich mit meiner Gruppe für das Frühstück verantwortlich: halb 5 aufstehen! Jede Gruppe hat jeden Tag eine andere Aufgabe. Mal ist es den Truck sauber halten, Küchendienst, oder Packdienst. Nach einer morgendlichen Safari mit vielen Babyelefanten und einer langen Fahrt weiter entlang der Gardenroute kommen wir im Paradies an: Der Tsitsikamma Nationalpark. Unser Campingplatz ist direkt an den Klippen, morgens beim Aufstehen hört man die Wellen und direkt aus dem Zelt hat man Blick auf die wunderbare Küstenlandschaft. Hier können wir zu Wasserfällen wandern, im Meer schwimmen oder einfach mal relaxen. Einen Tag später können sich die Mutigen unter uns die höchste Brücke der Welt, 216 Meter in die Tiefe stürzen. Ein Bungee Jump der es in sich hat und eine von uns hat sogar einen Salto gewagt – atemberaubend, schon alleine der Anblick!

In Knysna angekommen haben wir einen tollen Shoppingtag, hier findet man Dosen zu Spiegeln oder Bilderrahmen verarbeitet und Autoschilder zu Taschen, außergewöhnliche Souvenirs aus einem außergewöhnlichen Land. Am nächsten Tag geht es nach Outdshoorn, das Zentrum der Straußenzucht und auch hier werden wir fündig was ausgefalle Souvenirs angeht. Der Campingplatz hat einen Pool und wir genießen die Ruhe. Die letzte Station vor Kapstadt. Hier kommen wir am 22.12.11 gegen Mittag an. Gestartet sind wir schon um halb 4 damit wir vom Tag in dieser tollen Stadt noch etwas haben. Kaum angekommen gondeln wir auf den Tafelberg, ein wirklich wahnsinniger Ausblick über die gesamte Stadt. Einen Tag später geht es noch zum Kap der guten Hoffnung, muss man schließlich mal gesehen haben und schon endet eine Reise mit tollen Eindrücken, verrückten Menschen und atemberaubenden Stationen. Ich habe die Reise sehr genossen und muss den beiden Guides ein überaus großes Lob aussprechen. Sie haben ihren Job verdammt gut gemacht, waren stets für alle da und sind unseren Wünschen immer nachgekommen. Zudem muss man sagen, dass Hettie unglaublich gut kochen kann und Kobus Truck fährt als sei es ein Smart. Ich habe noch nie jemanden erlebt der rückwärts gleich schnell fahren kann wie vorwärts und dieses Wahnsinnsmonstrum in die kleinsten Parklücken verfrachtet. Südafrika ist ein tolles Land mit atemberaubenden Landschaften und zahlreichen Gegensätzen. Ich habe es kennen und lieben gelernt. Danke!


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STA Travel Community Days: „Terminal for Kids“

Im April habe ich die Möglichkeit wahrgenommen, mich im Rahmen der STA Travel Community Days einen Tag lang sozial und ehrenamtlich zu engagieren. Ich habe mich für die Terminal for Kids gGmbH in Wiesbaden entschieden und möchte euch gerne davon berichten.

Als freier Träger errichtet betreibt die Terminal for Kids gGmbH seit 2006 firmennahe Kinderbetreuungseinrichtungen. Am 01.02.2010 hat die Einrichtung in Wiesbaden mit 65 Krippen- und 50 Kindergartenplätzen eröffnet, eine hohe Betreuungsqualität wird garantiert. Bilinguale Gruppen gehören genauso zum Alltag wie täglich frisch aus Bio-Produkten zubereitete Mahlzeiten. Lange Öffnungszeiten (07:00 – 18:00 Uhr) und minimale Schließzeiten machen das Angebot besonders für berufstätige Eltern interessant. Insgesamt arbeiten in Wiesbaden 21 Erzieherinnen und Erzieher, zwei davon als pädagogisches Leitungsteam. Zusätzlich besteht das Team aus der kaufmännischen Leitung, dem Küchenteam und dem Hausmeister sowie einer gruppenübergreifenden pädagogischen Fachkraft. In der Einrichtung gibt es eine Elementargruppe mit 20 Kindern, drei altersgemischte Gruppen mit 15 Kindern und fünf Krippengruppen mit 10 Kindern.

Die Gruppenräume sind altersgerecht mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und wurden von den Erziehern individuell gestaltet. Die Kinder finden je nach Altersstruktur passendes Spielmaterial zu Schulung der einzelnen Sinne sowie Material, das zum Entdecken, Erleben und Spielen einlädt. Die 2. Ebenen können als Bauecke, Rollenspielraum, etc. genutzt werden, das bestimmen die Kinder an Hand ihrer Entwicklungsphasen mit. Die „Kuschelhöhlen“ unter den Hochebenen bieten Rückzugsmöglichkeiten. Weiterhin verfügt jede Gruppe über einen separaten Wickelraum mit eigenem Kinderwaschbecken, der direkt in die Gruppe integriert ist, außerdem über einen separaten Schlafraum für die Jüngeren.

Das Außengelände befindet sich direkt am Haus: 2 Sandkästen, große Bäume und einige Spielgeräte bieten jede Menge Platz zur Entfaltung. Kinder sind von Natur aus wissbegierig und wollen lernen. Anhand von Projekten greifen die Mitarbeiter verschiedene Themen und Lernbereiche auf und bieten den Kindern Lern- und Erfahrungsmaterial in Einzel- oder auch in Kleingruppen an, frei nach dem Motto „Sagst du mir es, vergesse ich es. Zeigst du mir es, merke ich es mir vielleicht. Lässt du mich teilhaben, so behalte ich es.“ (Maria Montessori)

Mein Ablauf des Community Days in der Aquarius- (Altersgemischt) und der Lions- Gruppe (Krippe): Der Arbeitstag beginnt für mich um 8 Uhr, zunächst werden die Kinder von ihren Eltern gebracht. Es gibt einen Frühdienst der bereits ab 7 Uhr die Kinder entgegennimmt, die letzten treffen gegen 9 Uhr ein. Dann wird gemeinsam gefrühstückt, selbstgebackenes Brot, Bio-Aufstriche und Joghurt zählen zu den Spezialitäten des Küchenteams. Im Anschluss spülen die Betreuer, die Kinder helfen fleißig beim Abräumen und Tisch abwischen mit. Bei gutem Wetter geht es im Anschluss raus in den Garten, hier wird mit allen anderen Kindern gemeinsam gespielt. Bei Regenwetter wird themenbezogen gebastelt oder in der hauseigenen Turnhalle getobt. Um 11 Uhr trifft sich die Gruppe zum Stuhlkreis, hier wird gesungen und gelacht – gerne auch auf Englisch. Gegen halb 12 folgt dann nach einem gemeinsamen Guten-Appetit-Spruch das Mittagessen. Die Einrichtung legt großen Wert auf gesunde Ernährung – Obst & Gemüse stehen jederzeit bereit. Kartoffel- und Nudelprodukte oder auch mal Kuskus folgen als Hauptgericht. Nach dem Essen Zähneputzen nicht vergessen! Im Anschluss folgt für die Kleinen Schlafenszeit, für die Größeren eine ausgelassene Spielrunde: ob Puzzle, Gesellschaftspiel, Kneten oder Malen, die Kids sind mit Spaß am Spiel dabei. Mit dem Babyphone ist man sofort zur Stelle, sollte eines der Kleinen wach werden.

Nach einem ereignisreichen, lauten, anstrengenden und interessanten Tag endet meine soziale Tätigkeit gegen 17 Uhr. Nach und nach werden die Kinder von ihren Eltern abgeholt, der Gruppenraum wird aufgeräumt und gesäubert und der Erzieher geht in seinen wohlverdienten Feierabend. Mir hat es große Freude bereitet mit den Kindern zu arbeiten und mich sozial zu engagieren, jedoch bin ich über meine Tätigkeit bei STA Travel, den Kundenkontakt und unsere Produktvielfältigkeit sowie den abwechslungsreichen Alltag sehr glücklich. Jedem dann doch das seine! 😉

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