Ozeanien

Die Fiji-Inseln – Meine 3 schönsten Reisemomente

Von Die STA Travel Reiseexperten , 22. Februar 2017

Für jemanden wie mich, der noch nie zuvor einen Blogbeitrag geschrieben hat, stellt sich das Ganze zunächst als ziemlich überfordernd heraus. Womit soll ich überhaupt anfangen? Was ist ein cooler Satz für den Anfang? Werden die Leute den Beitrag überhaupt gerne lesen? Ehrlich gesagt habe ich selbst keine Ahnung. Deswegen quatsche ich jetzt einfach drauf los und erzähle euch von meiner Reise auf die Fiji-Inseln.

„Fijis? boah geil!“ Ist die durchschnittliche Reaktion wenn ich Kunden vorschlage, die Inseln mit in das Routing für ihr heiß ersehntes Around the World Ticket hineinzupacken. Das Amüsante ist, dass ich genau auf die gleiche Art und Weise reagierte, als mir im Sommer letzten Jahres mitgeteilt wurde, dass ich diesen wundervollen Fleck am einen Ende der Weltkarte besuchen darf. Nach dem Schwung der ersten Euphorie schaltete sich allerdings dann doch irgendwann mein Hirn wieder ein und begann zu Grübeln: „Die Fiji-Inseln. Was gibt‘s da überhaupt weswegen ich hinfliegen sollte?“

fiji-inseln

Ihr glaubt gar nicht wie schwer es ist, sich für die Top 3 der schönsten Orte zu entscheiden, wenn man sich mitten im Paradies befindet. Und vor allem, wenn einen täglich eine andere Kleinigkeit mit einem regelrechten Glücksgefühl überflutet – aber nun gut, ich habe versprochen, dass ich etwas dazu schreiben werde. Als ich allerdings damit anfing, habe ich mich dazu entschlossen das Thema ein wenig abzuwandeln, da es nicht wirklich bestimmte Orte waren, die mich ins Staunen versetzten, sondern die vielen tollen Momente, von denen ich vermutlich noch irgendwann meinen Enkelkindern erzählen werde.

fiji-inseln, bula fiji

Warmherzigkeit pur auf Matamanoa Island

Die erste Medaille geht daher ganz klar an Matamanoa Island, eine kleine Insel ca. 1,5 Stunden von Port Denarau entfernt gelegen. Die Insel könnte genauso gut bei einer Online-Suche angezeigt werden, wenn man nur das Wort „Trauminsel“ in der Suchleiste eingibt.

fiji-inseln, wasserflugzeug

Doch das Besondere auf dieser Insel sind weder der traumhafte Strand, der einmal die komplette Insel umschließt, noch das türkisfarbene Wasser in dem man sich den lieben langen Tag treiben lassen kann. Nein, es sind die Hotelangestellten. Wenn ihr euch vorstellen möchtet, wie sich eine erste Begegnung mit ihnen anfühlt, dann versucht euch einfach vorzustellen wie es wäre, nach einer langen Reise endlich wieder Familie und Freunde in die Arme zu schließen. Ich meine, ich habe ja bisher schon einige Hotels oder Resorts gesehen die mit ihrer tollen Gastfreundlichkeit auf diversen Portalen hochgelobt werden, doch wenn man dieses Team auf Matamanoa Island daneben stellt, wirken alle anderen sehr klein neben den herzlichen Südseebewohnern.

fiji-inseln, gruppenbild

Nach einem hervorragenden Dinner, bei dem ich zum ersten Mal in den Genuss des Nationalgerichts der Fiji-Inseln „Kokoda“ (= klein gehackter, frischer Fisch mariniert in einer Zitronen-Sahnesoße mit frischen Zwiebeln und Tomaten), gekommen bin, saß ich noch lange mit den Kellnern, Zimmermädchen, Barkeepern und sogar Gärtnern zusammen. Wir haben getanzt, gesungen – ich im Vergleich zu den anderen Beteiligten mehr schlecht als recht – und über unsere beiden doch so verschiedenen Welten geredet. Was mir während dem Schreiben dieses Textes ein Lächeln ins Gesicht zaubert, ist die Tatsache, dass ich zum einen mit großer Sicherheit sagen kann, dass ich diese Leute nicht zum letzten Mal gesehen habe und zum anderen, dass ich beim nächsten Besuch mit genau diesem unfassbaren Willkommensgefühl wieder von ihnen in die Arme geschlossen werde.

Die Geheimnisse der Sawa-I-Lau Höhle

Von Matamanoa Island geht es weiter in die Inselgruppe der Yasawas. Mensch, allein der Gedanke an die kleinen paradiesischen Eilande bringt mich schon fast dazu, meine Reisekasse für die nächsten Flüge dorthin auf den Kopf zu hauen! Naja, wie dem auch sei. Wir kamen auf den Yasawas an. Genauer gesagt, ging es allerdings diesmal auf keine Insel mit Traumstrand oder zu farbenfrohen Riffen, sondern in eine Höhle. Richtig gehört eine Höhle! Als ich mir früher unsere Kataloge durchgeschaut habe bin ich schon öfter auf besagte Höhle gestoßen und war daher wirklich gespannt was uns dort so erwarten sollte.

Nach einer einstündigen Bootsfahrt vom Nanuya Beach Resort kamen wird auf einer sehr unscheinbaren kleinen Insel an. Unbewohnt, keine Hütten, keine Liegen oder Hängematten, lediglich ein Schild mit der Aufschrift „Sawa-I-Lau“ zeugte von menschlicher Anwesenheit. Die Höhle war gefüllt mit glasklarem Wasser, ca. 25 Meter tief und durch eine große Öffnung in der Höhlendecke erhellte die Sonne diesen geheimnisvollen Ort. „Wieso denn geheimnisvoll“ werdet ihr euch denken. Nun, genau wie bei den Pyramiden von Gizeh, der Inkastätte Machu Picchu in Peru oder dem Steinkreis von Stonehenge in Großbritannien, ranken sich auch um die Höhle „Sawa-I-Lau“ Sagen und Legenden, die einen erschauern lassen. Nachdem wir mit unseren Guide von Kammer zu Kammer schwammen, es immer dunkler und dunkler um uns herum wurde und wir die letzte Kammer erreichten, kamen wir in den Genuss besagter Geschichte. Da ich allerdings kein Freund davon bin etwas zu Spoilern und außerdem möchte, dass ihr das gleiche Gefühl erleben werdet wie ich, verliere ich kein Sterbenswort über den Mythos um die Sawa-I-Lau Caves…

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Der schönste Abschied – Isa Lei Song

Nach dem warmherzigen Team auf Matamanoa Island und der sagenumwobenen Höhle Sawa-I-Lau geht mein letzter zu vergebender Award an einen Moment, der mich beim Zurückdenken immer wieder mit Faszination erfüllt. Es ist der Moment in dem die Bewohner der Fiji-Inseln „Auf Wiedersehen“ sagen. Sie drücken ihre Dankbarkeit in Form eines Liedes aus, das ehrlich gesagt jeder der Insulaner wie ein Elton John oder eine Whitney Houston singt. Bei dem Lied handelt es sich um „Isa Lei“:

„Isa Lei, na noqu rarawa – Oh my! All my sadness

Ni ko sa na vodo e na mataka – Now that your departure is upon me

Bau nanuma, na nodatou lasa – Always remember all of the good times we had

Fiji nanuma tiko ga – Always remember Fiji“

Das erste Mal hörten wir es zu Beginn unserer Reise auf der Hauptinsel Viti Levu und es war einfach der Wahnsinn, ein richtiges Gänsehautfeeling. Doch das Gefühl, das dieses Lied wirklich in einem weckt, spürt man erst, wenn man realisiert dass der Aufenthalt vorbei ist, man dieses Paradies verlassen und am nächsten Tag in den Flieger steigen und zurück in die Wirklichkeit reisen muss. Auf Nanuya Island, dem letzten Stopp während unseres Trip bekamen wir dieses Gefühl von den Hotelangestellten vermittelt, die sich versammelten und uns mit diesem Lied verabschiedeten. Ich glaube ich muss nicht hinzufügen, dass hier der ein oder andere „Pipi in den Augen“ hatte und selbst unser Tourguide Rotz und Wasser heulte. Ich würde mich fast trauen zu wetten, dass diese Truppe aus Nanunya Island sämtliche Musikpreise und Platinschallplatten einfahren und im Opera House in Sydney für Standing Ovations sorgen würden..

Letztendlich muss ich sagen, dass meine Zeit auf den Fijis über so ziemlich allen Erwartungen lag. Auf unserer großen, weiten Welt gibt es zahlreiche wunderschöne lange weiße Traumstrände mit türkisfarbenem Wasser, einer Kokosnusspalme neben der anderen die dieses Bild perfekt machen. Doch wenn ihr einmal Fijis geschnuppert habt, fühlt sich die Auswahl ein ganzes Stück kleiner an…

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