Afrika & Mittlerer Osten

Ein Tag auf der Kap-Halbinsel

Von Die STA Travel Reiseexperten , 19. April 2019

Kapstadt – Die Highlights der Halbinsel

Meine Name ist Nikolas und ich nehme euch heute mit nach Kapstadt in Südafrika, genauer gesagt auf die Kap-Halbinsel. Schroffe Felsen, spektakuläre Aussichten und freche Pinguine – hier gibt es einiges zu entdecken.

Die Misty Cliffs

Ein sonniger Sonntagmorgen in Table View, Kapstadt begrüßte uns an diesem Tag. Julien, unser Fahrer, sammelte uns um 9.00 Uhr morgens vor unserem Hostel Saltycrax ein und machte sich mit uns auf den Weg zur Halbinsel Kapstadts. Vorbei an Townships, Industriegebieten und Luxusbauten führte uns der Trip zunächst in den Stadtteil Muizenberg. Hier machten wir einen kleinen Stopp, um uns mit Kaffee zu versorgen, bevor es weiter Richtung Cape Point National Park ging. Den ersten atemberaubenden Ausblick konnten wir dann an den Misty Cliffs nahe Scarborough genießen. An den Misty Cliffs hängt in der Regel eine schwere Nebelwand, die sich Stück für Stück über der Bucht auflöst. Der Name „Mystic Cliffs“ wäre hier durchaus eine Alternative.

Südafrika_Kapstadt_Misty_CliffsDie Misty Cliffs

Der Cape Point National Park

Wir ließen den Nebel hinter uns und machten uns auf den Weg zum Cape Point National Park. Den ersten Kontakt zum „Wildlife“ Südafrikas hatten wir an diesem Tag auf offener Straße. Eine Gruppe Paviane lief kreuz und quer über den Asphalt, bevor sie, gejagt von einem „baboon guard“, in den dichten Wald verschwanden. Die Affen werden von allen öffentlichen Plätzen verscheucht, um zum einen das Risiko von Unfällen zu minimieren und zum anderen, um die Touristen vor den Tieren zu schützen. Noch oft an diesem Tag sollten wir Schilder sehen, die vor den Pavianen warnen. Natürlich sind diese Tiere keine so große Gefahr wie beispielsweise Löwen, dennoch sind sie ganz schöne Schlitzohren, die euch eures beim Wandern hart verdienten Mittagessens berauben können.

Angekommen an der Einfahrt zum Nationalpark waren wir über das geringe Touristenaufkommen überrascht. Üblicherweise ist der Park, gerade an einem Sonntag, deutlich stärker besucht. Wir hatten also Glück. Die Landschaft des Cape Point National Parks ist überwältigend. Bergige Landschaften mit ausgedehnten Grasebenen gelegen an Sandstränden und Steilküsten hauen einen schlicht aus den Socken. Julien erzählte uns, dass man neben Pavianen und Straußen auch durchaus mal ein Zebra über die Ebenen galoppieren sehen kann.

Kap der Guten Hoffnung

Unser erstes Ziel im Cape Point National Park war das Aushängeschild des National Parks: das Cape of Good Hope (Kap der Guten Hoffnung). Obwohl das Kap als ein Must-see für jeden Touristen deklariert wird, offenbarte sich der Spot als recht glanzlos. Klar, man kann hier das eine oder andere Foto für seinen Instagram Account schießen, doch hat der Nationalpark zahlreiche schönere Aussichtspunkte.

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Cape of Good Hope

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Cape Point National Park

Cape Point

Nun ging es geradewegs zum Leuchtturm am südlichsten Punkt des Kaps. Fälschlicherweise heißt es, dass genau hier der Atlantik und der indische Ozean aufeinandertreffen. Entgegen der allgemeinen Meinung treffen die beiden Weltmeere aber an ganz anderer Stelle aufeinander: am etwa 160 km entfernten Kap Agulhas. Nichtsdestotrotz hat man vom Leuchtturm am Cape Point einen unglaublichen Ausblick auf die umliegenden Strände, Bergketten und natürlich den Atlantik.

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Der Ausblick vom Leuchtturm am Cape Point

Pinguine am Boulders Beach

Die nächste Etappe führte uns aus dem Nationalpark hinaus nach Simon‘s Town. Auf dem Weg kamen wir an der Kleinstadt Fish Hoek vorbei. Hier herrschte bis vor kurzem ein Alkoholverbot. Grund dafür waren die Streitigkeiten zwischen einer wohlhabenden Damen und ihrem stets betrunkenen Ehegatten. Unser nächstes Ziel Simon‘s Town ist die Heimat einer Pinguin-Kolonie, die sich entlang des Boulders Beach ausgebreitet hat. Zwar waren wir zur Mittagsstunde dort und die meisten Pinguine hielten ihr wohlverdientes Nickerchen, dennoch kommt man den „Frackträgern“ so nahe wie kaum sonst wo.

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Die Pinguine am Boulders Beach

Über den Chapman’s Peak Drive zur Hout Bay

Nächster Stopp: Chapman’s Peak Drive. Diese weltbekannte Klippenstraße verbindet das Städtchen Noordhoek mit der Hout Bay und dem gleichnamigen Ort. Hier offenbaren sich unvergleichliche Ausblicke auf eine kleine Bucht mit tiefblauem Wasser und dem Little Lion’s Head, eine Felsformation die dem Lion’s Head in der Nähe des Tafelbergs ähnelt. In Hout Bay führte Julien uns zum Bay Harbour Market. Der Markt bietet alles, was das Herz begehrt. Souvenir- und Kleidungsstände, Bars, verschiedene Essensstände – von Hamburgern über Waffeln, bis zur deutschen Bratwurst – reihen sich aneinander, vereint unter einem Dach. Als wäre das noch nicht genug, spielte eine Band und im Biergarten legte ein DJ auf. Ein wirklich sehr, sehr cooler Spot, um ein bisschen die Seele baumeln zu lassen.

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Die Hout Bay

Vorbei an den Twelve Apostles auf den Tafelberg

Gut gestärkt und beflügelt von der Gelassenheit der Südafrikaner machten wir uns auf zur letzten Etappe der bisher herausragenden Tour um die Kap-Halbinsel. Vorbei an der unglaublich schönen Bergkette Twelve Apostles, die immer einen Stopp und das eine oder andere Foto wert sind, ging es zum Tafelberg oder auf Englisch Table Mountain. Das klingt meiner Meinung nach um einiges besser.

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Die Twelve Apostles

Während der eine Teil unserer Gruppe auf die Bequemlichkeit der Cable Cars zurückgriff, um Kapstadts Wahrzeichen zu erreichen, wagte sich der andere Teil auf den Platteklip Gorge. Dieser Hiking Track führt gute 1,5 bis 2 Stunden hinauf auf den Tafelberg. Diese Art den Tafelberg zu erklimmen, ist zwar ungleich anstrengender als der Weg mit dem Cable Car, dafür entlohnt der Ausblick umso mehr.

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Auf dem Platteklip Gorge

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Zudem ist es ein unbeschreibliches Gefühl, sich nach überstandener Kletterei hinzusetzen, sich ein kühles Getränk zu öffnen und den Sonnenuntergang vom Tafelberg aus zu genießen.

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Der Tafelberg

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Der Lion’s Head

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