Afrika & Mittlerer Osten

Ein Erfahrungsbericht: die Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika

Von Die STA Travel Reiseexperten , 19. Juli 2018

Wir sind Anja und Sabrina, beides ambitionierte Reiseberaterinnen, immer auf der Suche nach neuen Ländern und Orten, an denen wir noch nie waren und somit war Südafrika für uns beide ein neues Ziel und definitiv auf unserer eigenen Bucketlist.

Erlebnisse in der Provinz KwaZulu-Natal in Südafrika

Ende April war es endlich soweit und das lange Warten auf Südafrika hatte ein Ende. Dank einer genialen Studienreise hatten wir die Möglichkeit das Land besser kennenzulernen. So landeten wir am 25. Mai diesen Jahres bei herrlichem Sonnenschein in Johannesburg. Dort wurden wir mit einem freundlichen, südafrikanischen „Sawubona“ willkommen geheißen.

Die Provinz KwaZulu-Natal

Nach einer kurzen Erfrischung und einem ersten Beschnuppern der anderen Teilnehmer – wir waren mehr als 50 Leute! – ging es von Johannesburg aus mit kleinen Bussen Richtung Makuze in die Provinz KwaZulu-Natal. Während der Fahrt konnten wir zwar schon die ersten Eindrücke und die wunderschöne Landschaft Afrikas erleben, da wir jedoch alle sehr müde von unseren Hinflügen waren, konnten die meisten den Schlaf nicht hinauszögern.

Der Großteil der Bevölkerung in der noch relativ unbekannten Provinz KwaZulu Natal sind wie der Name schon sagt, die Zulu. Nachdem wir unser Hotel in Makuze erreicht hatten und mit einem leckeren Dinner den Abend ausklingen ließen, überraschte uns zum ersten Mal eine traditionelle Zulu-Tanzgruppe. Die Aufführung war spektakulär, denn sie sangen und tanzten, wie wir es noch nie gesehen hatten. Schrille Gesänge, die Tierlauten ähneln und dabei wird stark und eindrucksvoll mit den Füßen auf den Boden gestampft.

Da in KwaZulu-Natal reichlich Safaris angeboten werden, durften wir selbst an einer teilnehmen. Darüber haben wir uns enorm gefreut, da es für uns beide die erste Safarifahrt unseres Lebens war! Gespannt und total aufgeregt konnten wir den Start unserer Tour nicht mehr abwarten. Schon nach kürzester Zeit entdeckten wir eine Giraffe aus dem Gebüsch ragen. Majestätisch stolzierte sie an uns vorbei und es sah so aus, als poste sie nur für uns – unglaublich.

Die Safari dauerte knapp zwei Stunden und war unbeschreiblich. Vor unsere Linsen liefen Zebras, Nilpferde, Nashörner, Löwinnen, Antilopen und Geparde. Es war ein atemberaubende Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. Wir hätten noch Stundenlang durch die beeindruckende Landschaft fahren können, doch leider wird es in Südafrika in der Winterzeit schnell und recht früh dunkel, bereits gegen 17:30 Uhr, und somit hatte auch diese tolle Erfahrung leider mal ein Ende. Auf jeden Fall gehört aber eine Safari auf jede Bucketlist!

Nächster Stop: Durban

Der nächste Stopp unserer Reise war Durban. Durban liegt direkt am indischen Ozean und ist besonders beliebt bei Surfern. Unser Hotel lag direkt am Strand und wir hatten neben der hammer Aussicht auch nur ein paar Gehminuten zum Meer. So verbrachten wir unsere Mittagspause natürlich immer am Strand und rannten und hüpften wie kleine Kinder durch den Sand und die Wellen des dunkelblauen Meeres.

Die Midlands im Landesinneren von KwaZulu Natal

Nach unserem Aufenthalt in Durban ging es mit der Gruppe in die Midlands. Das ist eine Region im Inneren von KwaZuluNatal. Achtung, es ist dort viel kühler als an der Küste – dies musste auch mancher in unserer Gruppe dann schmerzlich in seinen Sommerkleidern erfahren. 😉 Auf der Fahrt in die Midlands machten wir einen kurzen Halt bei der Capture Site von Nelson Mandela. Ein schöner Ort mit einer beeindruckenden Statue von ihm.

Die Midlands waren sehr kalt – brrr. Trotzdem ist es eine tolle Umgebung, welche ein bisschen an die Schweiz erinnert und in unserem Hotel hatten wir das Glück in Cottages übernachten zu können. Diese Cottages sind wie Chalets und haben eine eigene Terrasse mit Whirlpool! Zudem hatten wir beheizbare Matratzen, die uns in der Nacht wohlig warm hielten. Da die Cottages ein wenig weiter entfernt sind vom Haupt-Hotelgebäude und mitten in der Natur liegen, hatten wir gefühlt unsere eigene kleine Safari vor der Tür. Überall konnte man Zebras sehen und das zusammen mit dem Sonnenaufgang zu beobachten, war ein wunderschönes Erlebnis.

Nach den ersten Tagen in der Provinz KwaZulu-Natal wurde die Gruppe aufgeteilt. Es wurden verschiedene Trips angeboten und wir bekamen die Möglichkeit Kapstadt und die Winelands, die Weinregion, zu besuchen.

Ein Ausflug in die Weinregion Stellenbosch

Nach den ersten Tagen in der Provinz KwaZulu-Natal wurde die Gruppe aufgeteilt. Es wurden verschiedene Trips angeboten und wir bekamen die Möglichkeit Kapstadt und die Winelands, die Weinregion, zu besuchen. Wir entschieden uns für die nach Kapstadt und Stellenbosch und fuhren mit unserer Guide Siobhan kurze 30 Minuten dorthin. Die Fahrt nach war toll, denn diesmal waren wir mal nicht so müde und bekamen etwas von der Landschaft mit ;). Auf der Fahrt nach Stellenbosch haben wir auch zum ersten Mal ein Township gesehen. Das Township außerhalb Kapstadt zog sich ewig lang an der Autobahn dahin und die Kinder spielten direkt neben der stark befahrenen Straße Fußball – beängstigend. Es war beeindruckend, aber auch ein bedrückendes Gefühl wie groß das Township doch war.

Angekommen in Stellenbosch fühlten wir uns wie in einer ganz anderen Welt. Stellenbosch ist die zweitälteste Stadt in Südafrika und schmückt die Straßen mit herrlichen Gebäuden im viktorianischen Stil. Wir schlenderten durch die Straßen und konnten das Treiben der Einheimischen beobachten. Das Städtchen ist sehr vielseitig und hat einerseits ein französisches Flair und dann an der nächsten Ecke kommt es dir vor, wie wenn du in Mexiko gelandet bist. Was aber natürlich zu den Winelands dazu gehört, das sind Weinproben und so ging es nach der Stadterkundung in die Richtung der Weingüter Spier Wine Farm und anschließend zum Waterford Estate.

Der letzte Tag in Kapstadt

Zum Abschluss unserer tollen Reise verbrachten wir die letzten Tage in Kapstadt. Man sollte sich in Kapstadt die V&A Waterfront, das Hafenviertel in Kapstadt, anschauen, das nach Königin Victoria und ihrem Sohn Prinz Alfred benannt wurde, als sie in der Kolonial Zeit zu Besuch waren. Oder ein bisschen schlendern am Greenmarket, wo man Souvenirs, Bilder und Schmuck kaufen kann, das gehört in Kapstadt einfach dazu. Zu später Stunde tauchten wir ins Nachtleben von Kapstadt ein. Hier als kleinen Tipp: Südafrika ist für seinen guten Gin bekannt ;). Cheers!

Am nächsten Morgen haben wir spontan unseren Tagesablauf abgeändert, da sich der Tafelberg im schönsten Sonnenschein zeigte und wir diesen nicht verpassen wollten. Der Tafelberg gehört zu den sieben neuen Naturwundern der Welt – also ein Muss. Eine rasche Gondelfahrt brachte uns ganz nach oben, wo wir von einer kühlen Brise begrüßt wurden. Aber das konnte den traumhaften Blick über Kapstadt und den Ozean nicht schmälern. Es war ein fantastisches Erlebnis, welches auf jede Bucketlist gehört.

Als Tipp: Wer im südafrikanischen Winter reist, sollte im Gepäck Kleidung für alle Jahreszeiten einplanen, da es sein kann, dass man an nur einem Tag alle Jahreszeiten miterlebt.

Nach ein paar letzten Stunden rumschlendern und das sonnige Wetter genießen – was hatten wir für ein Glück – ging es auch schon auf zum Koffer packen und zurück in unsere Heimat. Dieses Erlebnis, die Reise in die Provinz KwaZulu-Natal und durch Südafrika und all die tollen Leute werden wir nie vergessen.

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