Asien

Essen in Asien – Diese Leckerbissen solltet ihr nicht verpassen

Von Gastblogger , 18. Januar 2018

Mit einem Around the World Ticket von STA Travel haben Jens und Lisa Südamerika, Australien, Neuseeland, Asien und Europa bereist. Über ihre Erfahrungen mit dem Ticket haben sie bereits berichtet. Die vielen Reiseerlebnisse, die ihren Trip ausmachten und natürlich die besten kulinarischen Highlights ihrer Weltreise, findet ihr auf Travelbites.

Nachdem sie uns mit einigen Leckerbissen aus Südamerika den Mund wässrig gemacht hat, nimmt uns Lisa mit auf einen Ausflug nach Asien

Kulinarische Leckerbissen in Asien

Was macht ein gutes Pad Thai aus? Warum gehen die Japaner zum Essen am liebsten in die Kneipe? Und was ist das Geheimnis des vietnamesischen Gerichtes Cao lầu?

Geschmacks- und Geruchsnerven sind bekanntlich die stärksten Erinnerungsträger. Auch für mich ist die Reise in ein Land ohne die typischen Bräuche und Speisen niemals vollständig. Wir haben in Asien sogar einige Kochkurse gemacht, um uns in die Geheimnisse der heimischen Küche einweisen zu lassen. Gemäß dem Motto „Reisen ist eine Symphonie der Sinne“ habe ich einige der besten Appetithappen aus Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam und Japan für euch zusammengetragen.

Lisa & Jens nach dem Kochkurs 🙂

Reis & Nudeln

Reis ist in Asien eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, das zu fast jedem Gericht serviert wird. Reis macht aber nicht nur satt, sondern ist meistens auch pur schon ziemlich lecker.

Reis kann man in Asien auf den Märkten direkt säckeweise kaufen. Es gibt viele verschiedene Sorten – weltweit sind es mehr als 120.000!

Oft gibt es in Asien warme Gerichte bereits zum Frühstück. Da gehört einen Portion Reis natürlich dazu. Auch zur Zubereitung von Nachtisch wird er gerne verwendet.

In Kambodscha haben wir diese besonderen Reissticks entdeckt: der in Bambusrohre gefüllt Reis wird in Kokosmilch klebrig aufgekocht und ist manchmal noch zusätzlich mit Bohnen gespickt.

Auch Nudeln findet man häufig in der asiatischen Küche. Entweder gebraten oder als Grundlage für verschiedene Suppen. Vielfältige Beilagen individualisieren die Speisen anschließend: neben Frühlingszwiebeln und Algenstücken kann man meistens zwischen mehreren Fleisch- und Fischsorten, Gemüse, Eiern und vielem mehr wählen.

Essen an Straßenständen & auf dem Nachtmarkt

Bei einem Besuch in Südostasien dürft ihr keinesfalls einen Besuch der berühmten Nachtmärkte versäumen! Dort könnt ihr die leckersten kleinen Gerichte aber auch die verrücktesten essbaren Kuriositäten entdecken…

Auf einem typischen Nachtmarkt brodelt und brutzelt es an jedem der kleinen Stände. Man findet Fleischgerichte, Gemüserollen, Frittiertes, aber auch frisches Obst und süße Leckereien. Da ist für jeden etwas dabei!

Häufig herrscht dichtes Gedränge zwischen den unzähligen Ständen der Nachtmärkte. Und man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, sich durchzuprobieren!

Auch für das europäische Auge und den Gaumen ungewohntes kann man auf den Märkten Asiens entdecken: Insekten! Große, kleine, meistens frittiert. Probiert haben wir allerdings keine. Vielleicht beim nächsten Mal.

Auf den Märkten ist immer alles gut sortiert: Schalen voller unbekannter Wurzeln, verschiedenste Sorten von Kohl und Kürbissen, große und kleine Auberginen, Bohnen in allen Formen und vieles mehr.

Tagsüber lohnt sich ein Marktbesuch ebenfalls. Dort sieht man viele Obst- und Gemüsesorten, die es in Europa eher selten gibt oder die bei uns sehr teuer sind.

Etwas unhygienisch fanden wir nur die Fisch- und Fleischstände, die den ganzen Tag und meist ungekühlt der asiatischen Hitze ausgesetzt sind. Auf eine geschlossene Kühlkette legt man anscheinend keinen Wert. Dafür werden Fleisch und Meerestiere aber immer gut durchgebraten oder bestenfalls sogar frittiert.

Thailands Nationalgerichte: Pad Thai & Papayasalat

Wer hat es nicht schon mal auf einer Speisekarte beim Asiaten entdeckt? Pad Thai ist das Nationalgericht Thailands. Es gibt wohl kaum ein Restaurant, in dem man es nicht bekommt. Und die Zutaten für Pad Thais sind denkbar einfach: Reisbandnudeln, Sprossen, Ei, kleine getrocknete Krabben sowie wahlweise Tofu, Fleisch oder Meeresfrüchte. Abgeschmeckt wird es mit verschiedensten Gewürzen, garniert wird mit Erdnüssen und etwas Grün. Und es schmeckt wirklich immer lecker!

Während des Zweiten Weltkrieges erklärte der damalige Ministerpräsident das heute sehr bekannte und beliebte Pad Thai ganz offiziell zum Nationalgericht, um die Thailänder zum verstärkten Nudelkonsum zu bringen.

Wir haben in Thailand ein total frisches und schmackhaftes Gericht für uns entdeckt, das vor allem bei tropisch-warmen Temperaturen super passt: Papaya- oder auch Mangosalat. Zwei Obstsorten, die wir in Europa eigentlich nur in der süßen Variation kennen, die aber in vielen asiatischen Ländern bereits unreif verwendet werden.

Fischsoße, Chili und Zitrone verleihen dem Papayasalat seinen besonderen Geschmack. Manchmal werden noch Bohnen, Erdnüsse, Kohl oder Fleischsorten hinzugefügt.

Etwas, von dem wir nicht wussten, dass es essbar ist, sind die Lotuspflanzen. Sie dienen in Thailand nicht nur der Zierde. Die einzelnen Samen der grünen Pflanze beispielsweise kann man roh essen (nachdem man sie geschält hat), einlegen, trocknen oder sogar kandieren. Die sogenannten „Lotusnüsse“ sind häufig Bestandteil von süßen Suppen.

Die Lotuspflanze ist in Thailand nicht nur eine Zierpflanze. Alle ihre Bestandteile werden in der thailändischen Küche weiterverarbeitet.

Die Lotuswurzeln mit ihrem saftigen Fleisch lassen sich – ähnlich wie Kartoffeln – in Scheiben schneiden und kochen. Sie sehen außerdem sehr hübsch aus. Aus dem Wurzelstock des Lotus lässt sich ein Mehl herstellen und auch die Stängel sind roh und gekocht essbar. Die Blätter werden häufig zum Verpacken und Dünsten anderer Nahrungsmittel verwendet.

Asien auf die Hand: Sticky Reis mit Mango & Rotee

Unser beider absoluter Lieblingsnachtisch ist „Sticky Rice with Mango“, Mango mit Klebreis. Das Gericht ist denkbar einfach zuzubereiten – wir haben es selbst ausprobiert -, man benötigt allerdings einen ganz speziellen Reis dafür. Dieser zieht dann erst in Wasser, später nochmal in Kokosmilch mit etwas Zucker & Salz. Dazu gibt es eine frische, süße Mango und fertig ist ein einzigartiges, ziemlich süchtig machendes Geschmackserlebnis!

Mango mit Klebreis gibt es auf jedem Markt irgendwo zu kaufen und man kann es in Thailand auch in fast jedem Restaurant essen. Das süß-salzige Gericht kann man zusätzlich noch mit einigen gelben Mungbohnen bestreuen, damit es hübscher aussieht.

An vielen der kleinen Straßenstände kann man in Thailand „Roti“ (auch „Rotee“) kaufen, eine Art dünner Crêpe, der auf einer großen, heißen Platte gebacken wird. Während der Zubereitung wird das Ganze mit weiteren Zutaten wie beispielsweise Bananen, Schokolade oder sweet milk (gezuckerte Kondensmilch) „gefüllt“. Meistens ist es furchtbar süß, aber auch super lecker als kleiner Snack zwischendurch.

Thailändische Roti werden meistens mit Obst, Schokolade oder sweet milk gefüllt. Man kann ihn sich aber auch herzhaft zubereiten lassen.

Laos auf dem Teller: Frischer Fisch

Frischer Fisch in einem Land das gar nicht am Meer liegt? Der Mekong durchfließt Laos fast einmal komplett in der Länge und mündet ganz im Süden des Landes in den „1000 Inseln“. Daher ist Fisch tatsächlich ein vielgesehenes Gericht auf laotischen Tellern.

Morgens bestellt, abends frisch gegrillt auf dem Teller: Fisch aus dem Mekong. Dazu gibt es – wie könnte es anders sein – Reis und eine leckere Gemüsebeilage. Zusammen mit Flussblick vom Restaurant aus eine unschlagbare Kombination!

Außer frischem Fisch findet man in Kambodscha auch häufig frisch belegte Baguettes und andere Teigwaren – Überbleibsel der französischen Kolonialzeit. Und den vielen europäischen Touristen gefällt es anscheinend! Auch für uns war Brot tatsächlich eine willkommene Abwechslung zwischendurch.

Bier wird in Asien häufig mal auf Eis serviert – damit es nicht so schnell warm wird. Vor der tollen Kulisse in Vang Vieng hat es direkt nochmal besser geschmeckt!

Typisch Vietnam: Cao lầu & Kaffee

Die Nudeln für das Traditionsgericht Cao lầu werden nur in der kleinen Stadt Hoi An in Zentralvietnam hergestellt. Der Teig dafür wird aus eingeweichtem und anschließend gemahlenem Reis gemacht. Das fertige Gericht könnt ihr in den vielen Restaurants und Garküchen der Stadt probieren.

Das Nudelgericht Cao lầu wird häufig mit geschmortem Schweinefleisch und speziellen Kräutern serviert. Das Original mit den extra dafür hergestellten Nudeln gibt es nur in Hoi An.

Der traditionelle vietnamesische Kaffee wird meistens mit sweet milk, gezuckerter Kondensmilch serviert. Er sickert ganz langsam durch einen Filter, der auf der Tasse oder dem Glas steht. Daneben haben wir in Ha Noi noch eine Besonderheit entdeckt: egg coffee.

Vietnamesischen „Eierkaffee“ sollte man in Ha Noi unbedingt probieren! Er ist die perfekte Kombination aus süßem Eierschaum und starkem, schwarzen Kaffee. Schöner sieht allerdings der traditionelle vietnamesische Kaffee aus, der ganz langsam durch einen speziellen Filter tropft.

Klingt jetzt erstmal nicht so lecker und auch wir konnten uns unter „Eierkaffee“ zunächst nichts vorstellen. Tatsächlich wird Eiweiß mit etwas Zucker aufgeschlagen und zu gleichen Teilen mit schwarzem Kaffee in eine Tasse gefüllt. Schmeckt richtig gut!

Japanisch schlemmen: Tempura, Onigiri & Ramen

In Japan gibt es nur Sushi? Stimmt nicht! Die japanische Küche ist tatsächlich sehr vielseitig. Sie hat einige tolle Gerichte im Angebot, die uns in Asien kulinarisch wohl am meisten überrascht haben. Und das Tollste daran ist oft schon die Zubereitung, die häufig mitten im Lokal vor den Augen der Gäste stattfindet.

Außer regulärem Fisch kommt in Japan auch noch einiges andere aus dem Meer auf den Teller oder das Stäbchen: Oktopus, Seeigel oder auch der nicht ganz ungefährliche Kugelfisch.

Im Izakaya, der japanischen Form der Kneipe, gibt es zum Beispiel viele kleine Gerichte, die man wie spanische Tapas einzeln auf kleinen Tellern bestellt. Die Teller werden in die Mitte eines tiefen Tisches gestellt, um den man in gemütlicher Runde ohne Schuhe auf dem Boden herumsitzt. Zu den kleinen Leckereien werden verschiedene Arten von Sake getrunken. Besonders lecker fanden wir Tempura Chicken, in einem speziellen Teig frittiertes Hähnchenfleisch.

Zum Mittag- und Abendessen werden Gemüse, Pilze, Fisch und Fleisch in einem hellen Teigmantel frittiert. Dazu gibt es eine ganz spezielle, dunkle Soße.

Natürlich gibt es auch in Japans Küchen jeden Tag Reis. Als Snack zwischendurch oder auch als Beilage findet man zum Beispiel Onigiri, aus Klebereis geformte oder in eine dreieckige Form gebrachte Bällchen, die mit Algenblättern umwickelt sind. Onigiri sind häufig auch Teil einer Bentō-Box, der japanischen Lunchbox.

In Japan wird gemeinsam aus der Tischmitte gegessen. So kann man viele verschiedene Gerichte probieren und immer wieder etwas Neues bestellen.

Im Land der Fertignudelsuppen werden auch oft Nudeln gegessen. Die bekanntesten Sorten sind wahrscheinlich Udon und Ramen. Letztere kann man in speziellen Ramenläden und an mobilen Ständen auf der Straße kaufen. Die Brühe, in denen die Ramen serviert werden, unterscheidet sich in den verschiedenen Regionen des Landes.

Bevor man ein Restaurant betritt kann man in Japan oft schon im Schaufenster gucken, was im Angebot ist. In manchen gibt es keine Service, dafür Automaten, an denen man sein Essen wählen und bestellen kann. Eigentlich auch ganz praktisch!

Ein ganz besonderes Erlebnis ist auch die Zubereitung von Okonomiyaki, eines speziellen Pfannkuchens aus Ei und verschiedenen Gemüsesorten. Die weiteren Zutaten kann man auch hierbei selbst wählen. Und wieder einmal dabei zuschauen, wie der „Pfannkuchen“ direkt auf einer heißen Platte frisch gebraten wird.

Okonomiyaki ist kein gewöhnlicher Pfannkuchen. Dick gefüllt mit verschiedensten Zutaten brutzelt er vor den Augen der Gäste vor sich hin. Da wächst direkt die Vorfreude auf das Essen!

Noch viel mehr Infos zu den von uns bereisten Ländern und zum Essen in Asien findet ihr nach und nach auf unserem Blog.

Lisa als traditionelle Obstträgerin in Vietnam 🙂

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