Europa

Europa – Highlights meiner Reise mit Interrail

Von STA Travel Ambassadors , 04. August 2017

Hallo ihr Lieben! Ich bin Anika und seit April bin ich euer STA Travel Ambassador an der Uni Köln. Ich liebe es mit jeder Reise ein neues Abenteuer zu bestreiten und hoffe, dass ich euch etwas Inspiration für eure Reisen geben kann. Mein Lieblingsreiseland ist wohl Portugal. Hier stimmt einfach alles: die Menschen, die Landschaft, das Feeling und natürlich die Wellen zum Surfen. Einige Tipps und Tricks rund um Interrail habe ich euch bereits gegeben. Ausgewählte Highlights meines Trips möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Meine Reise mit Interrail – Ausgewählte Highlights

Niederlande

Zu Beginn unserer Reise mit Interrail waren wir für drei Tage in den Niederlanden. Natürlich suchten wir uns als Aufenthaltsort die Stadt schlechthin aus: Amsterdam. Auch wenn Amsterdam im Sommer durch die Tagestouristen wirklich voll werden kann, verzaubert mich diese Stadt jedes Mal aufs Neue mit ihrem Charme und dem internationalen Flair.

Unsere erste Nacht verbrachten wir im „Hans Brinker Hostel“, was damit wirbt das günstigste, aber auch versiffteste Hostel in ganz Amsterdam zu sein. Natürlich ist dies nur Marketing, was auch im Hostel voll durchgezogen wird. Überall hängen Fotos von „Partyleichen“ mit Sprüchen wie „Pay for a bed you won`t need!“ Das Motto war also klar. Um stilecht in Amsterdam von A nach B zu kommen, mieteten wir uns ein Rad. Das war relativ simpel, da direkt gegenüber des Hostels zwei Fahrradläden waren. Da in Amsterdam so viele Radfahrer unterwegs sind, gibt es im Bereich der Innenstadt designated parking areas, zu erkennen an den Schildern und den weißen Linien auf dem Boden. Ich empfehle euch dringendst diese auch einzuhalten, sonst wird das Rad nämlich gerne mal abgeschleppt. Und das kann dann schnell mal ziemlich teuer werden.

Nachdem wir uns erstmal mit Frikandeln und Pommes mit Juppi Soße versorgt hatten, kauften wir uns ein paar Bier und Snacks und fuhren in den Vondelpark. Ich liebe den Vondelpark und es ist wohl mein Lieblingsort im Sommer in Amsterdam. Je später am Abend, umso besser! Überall Leute aus der ganzen Welt. Der Park ist voll von Studenten und jungen Leuten, die chillen und grillen. Man ist dort kaum fünf Minuten alleine, bis man schon auf die nächste Picknick-Decke eingeladen wird. Hier blieben wir bis in die frühen Morgenstunden und bezahlten also tatsächlich für ein Bett das wir kaum genutzt hatten 😉

Nach dem Frühstück und dem Auschecken ging es für uns wieder los in die Stadt. Ich wollte unbedingt noch zu „Episode“, einem ziemlich bekannten Secondhand-Laden, den es in Deutschland leider nicht gibt. Hier findet man allerlei coole Vintage Klamotten und Accessoires, wenn man sich die Zeit zum Stöbern nimmt. Wir klapperten tatsächlich alle drei Stores in Amsterdam ab und waren drei Stunden später zwei Hosen, einen Rucksack und eine ziemlich coole Sonnenbrille reicher – diese sollte die Reise nicht überleben.

Am späten Nachmittag trafen wir uns mit Tim und seinem Mitbewohner, unsere erste Couchsurfing Unterkunft auf diesem Trip. Wir vier verstanden uns von Anfang an super. Nach einem gemeinsamen Einkauf kochten wir gemeinsam und versackten dann mit ein paar Drinks im Wohnzimmer. Es zeigte sich, dass beide in einer Band spielten und hervorragend darin waren Justin Bieber Songs zu covern. Gegen zwei Uhr morgens verabschiedeten sich alle ins Bett und wir verabredeten uns zum Karneval feiern bei uns in Köln. Am folgenden Morgen sollte uns die Reise mit Interrail weiter nach Frankreich führen.

„Some tourist think Amsterdam is city of sin, but in truth it is a city freedom. And in freedom most people find sin!“ – Unbekannt

Spanien

In Spanien sind mir zwei Orte besonders in Erinnerung geblieben: Santander und Bilbao. Wir verbrachten drei Tage in Astillero, unweit von Santander. Mit der Bahn sind es nur ein paar Stationen bis zum Zentrum und die Unterkunft war einfach unschlagbar. Ich lege jedem wärmstens das Hotel „VistaPark“ ans Herz, die Eigentümer sind super offen und freundlich und haben uns mit den perfekten Tipps versorgt. Zudem habe ich selten in so einem gemütlichen Bett geschlafen! Von unserem Balkon aus hatten wir eine wunderschöne Sicht über den Ria de Salvador und konnten die Sonnenuntergänge bei einer Flasche Wein bestens genießen. Astillero ist zudem super angebunden, sodass wir uns problemlos von dort aus Santander, Somo und Liérganes ansehen konnten. Die Unterkunft hatten wir durch einen Glücksgriff gefunden. Anfangs war uns nicht klar, dass wir nicht wirklich in Santander sein würden. Im Nachhinein bin ich allerdings froh, dass es so gekommen ist. So haben wir viel mehr gesehen. Ein wirklicher Geheimtipp für mich war wohl Liérganes. Ein typisches, spanisches Dorf in den Bergen. Wir sind einen ganzen Tag nur gewandert und haben die Natur genossen. Hier werden zur Siesta sozusagen noch „die Bordsteine hochgeklappt“, aber ihr verliebt euch bestimmt in den Charme dieses kleinen Dörfchens!

Wenn es nicht zu heiß ist und ihr Zeit habt, wandert in Santander selbst auf jeden Fall auch zum Schloss! Die Aussicht ist wunderschön ebenso wie das Schloss an sich. Hier fühlt man sich wirklich wie eine Prinzessin.

Generell haben wir sonst sehr die spanische Küche genossen, besonders die Pinchos. In historischen Teil von Bilbao gibt es einen kleinen Marktplatz in der Mitte, umgeben von Gebäuden mit Arkaden. Hier gibt es viele kleine Restaurants, die Pinchos anbieten. Pinchos sind kleine Snacks, frittiert oder auf Baguette zu einem wirklich günstigen Preis. Dazu genießen die Spanier gerne ein oder zwei Gläschen Wein. Und wer sind wir bitte, dass wir die Entscheidung der Einheimischen in Frage stellen würden?!

In Bilbao verbrachten wir leider nur zwei Tage, den zweiten Tag waren wir mit unseren netten Gastgebern vom Couchsurfing zum Surfen am Strand.

Portugal

Das mit Abstand schönste Land auf unserer Tour war Portugal. Hier war einfach alles gegeben: Action, schöne Städte, ruhige Strände und die nettesten Menschen! Ich habe definitiv mein Herz in Portugal gelassen. Die für mich schönsten Orte möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten: Porto und Sagres/Raposeira.

Porto ist nicht nur für Harry Potter Liebhaber ein Muss! JK Rowling holte sich für die Umhänge von Hogwarts Inspiration von den portugiesischen Studenten. Wer die Bibliothek in Porto besucht, wird auch hier ein paar Parallelen zu JK Rowlings Werk feststellen. Doch Porto ist für jeden eine Reise wert, der sein Reiseherz im Sommer gerne an Städte verschenkt. Unsere erste Unterkunft lag in Gaja, also eigentlich auf der „falschen“ Seite des Flusses. Allerdings hatten wir so die atemberaubendste Aussicht!

Das Hostel war aber nicht empfehlenswert, deswegen sind wir nach zwei Tagen doch ins Zentrum, in das „Pilot Hostel“ umgezogen. Auch wenn dieses Hostel relativ groß ist, hat es mir dort sehr gut gefallen. Es gibt eine riesige Küche, in der man beim Kochen jede Menge Leute aus aller Welt nebenbei kennenlernt. Auch hat es einen tollen Garten, indem man sich gemütlich auf den gemeinsamen Pub Crawl am Abend einstimmen kann. Die Betten erinnern an kleine Schiffskojen und überall hängen Sprüche zum Thema Reisen und Backpacking – sogar auf der Toilette. Zudem ist das Team einfach super lieb. Wir hatten aus Kostengründen Betten im Schlafsaal gebucht, der sich in der obersten Etage befand. Ich hatte mir jedoch einen Tag zuvor den Zeh beim Surfen gebrochen und laufen war einfach nur eine Qual. Als das Team meine Schmerzen bemerkte, buchte man uns kurzerhand in einen 4-Bett Schlafsaal im ersten Stock um, damit ich nicht so viele Treppen steigen musste 🙂

So verbrachten wir also eine Woche zwischen Portwein, Sonnenuntergängen am Fluss und Kneipenbummel am Abend. Porto liebe ich wirklich wegen des internationalen Flairs. Es gibt total viele Backpacker und Erasmus Studenten – das war zuvor gar nicht bewusst. Somit war es ein Leichtes, auch außerhalb des Hostels Anschluss zu finden. Eine Sache solltet ihr allerdings bedenken: die Portugiesen raffen sich erst sehr, sehr spät zum Feiern auf. Als wir uns um 23 Uhr mit einem Kumpel aus Coimbra treffen wollten, um auszugehen durch die Pubs zu ziehen, wurden wir schon argwöhnisch beäugt. Man trifft sich eigentlich nie vor 1 Uhr nachts. Häufig haben wir dann einfach nach dem Essen noch 1-2 Stunden geschlafen und sind dann losgezogen. Auch gibt es keine richtigen Clubs, sondern vielmehr Bars und Pubs und meistens sitzen bzw. stehen die Leute einfach draußen auf der Straße. Im Sommer ist das natürlich mehr als angenehm.

Da meine Freundin früher abreisen musste, verbrachte ich die letzten Tage der Reise mit Interrail alleine ganz im Süden Portugals. Hier gefiel mir besonders das kleine, verschlafene Dörfchen Raposeira. Direkt an der Hauptstraße gelegen, fand sich das Hostel „Good Feeling“. Das Hostel war mehr eine Notlösung, da ich sonst nicht wirklich eine Unterkunft in Sagres fand, die noch nicht ausgebucht war. Im Nachhinein stellte sich diese Finca allerdings als kleines Paradies auf Erden raus. Gerade den Surfern unter euch kann ich dieses Hostel wärmstens empfehlen. Raposeira liegt zwischen Lagos und Sagres und ist nur mit dem Bus zu erreichen, da die Bahnlinie in Lagos endet. Die Busse fahren jedoch mehrmals am Tag und die Fahrt dauert nur ca. 25-30 Minuten. Das Busticket kostet etwa € 3.

Abends wird im Hostel ein super leckeres Abendessen zubereitet und es gibt den leckersten Rotwein den ich je getrunken habe. Danach zieht man um auf die große Holzterasse und lässt sich von Carlos die besten Caipirinhas zubereiten. Sind die Limetten aus, kein Problem! Carlos pflückt einfach neue vom Baum im Garten. Am Morgen wird gefrühstückt und dann geht es los zum Strand mit dem Beachtransfer der kostenlos angeboten wird. Wer möchte, kann natürlich auch Surfstunden buchen oder ein Board ausleihen. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass alle Surflehrer aus Australien kommen und den Party-Lebensstil auch entsprechend verinnerlicht haben 😉 Also nicht wundern, wenn euer Surflehrer in der ersten Stunde am Morgen noch nicht so viel spricht. Es lohnt sich allerdings wirklich mit den Jungs abends mal loszuziehen, sie kennen die besten Spots zum Feiern. Gerade in Lagos war das perfekt um nicht in den überlaufenen Touri-Lokalen zu landen. Zum Feiern sind wir meist nach Sagres gefahren. Hin mit dem letzten Bus für einen Euro, zurück mit dem Taxi. Hier gibt es drei Bars, direkt nebeneinander, in denen sich das ganze Nachtleben abspielt. Viele Backpacker und Surfer rotten sich hier zusammen und jede Menge Geschichten anderer Reisender werden hier erzählt.

“Twilight fell: the sky turned to a light, dusky purple littered with tiny silver stars.” – J.K. Rowling

Mein Fazit: Eine Reise mit Interrail ist in meinen Augen gerade für junge Leute ohne Führerschein und nicht so viel Geld „the way to get around“. In nur einem Sommer habe ich insgesamt fünf europäische Länder gesehen und mehr Leute kennengelernt, als ich an Hand und Zehen abzählen könnte. Definitiv ein Sommer, der sich in mein Gedächtnis gebrannt hat und einer meiner Lieblings-Backpackertrips 🙂

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