Afrika & Mittlerer Osten

Freiwilligenprojekt in Afrika – Shamwari Conservation

Von Marlene Gojer , 24. Januar 2017

Du träumst von unendlichen Weiten, von roter Erde, von stillen Nächten fernab der Zivilisation? Du träumst von der Wildnis, vom fernen Brüllen eines Löwen, vom aufgeregten Kribbeln in der Magengrube, wenn ein Nashorn deinen Weg kreuzt? Du sehnst dich nach entspannten Abenden am Lagerfeuer mit Bier, Gitarrenklängen und einem leckeren BBQ, nach einer Übernachtung im afrikanischen Busch unter freiem Himmel? Are you dreaming of Africa?

Dreaming of Africa – Freiwilligenprojekt im Busch

Diesen Traum kannst du dir zum Beispiel bei der Mithilfe als Volunteer im Shamwari Game Reserve, einem 25.000 Hektar großen privaten Wildtierreservat in Südafrika, erfüllen. Shamwari liegt ca. eine Autostunde von Port Elizabeth entfernt an der berühmten Garden Route. Die Shamwari Game Reserve ist Heimat der begehrten Big Five – der fünf Wildtiere Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard, die jeder Afrika-Reisende gesehen und im besten Fall auch fotografiert haben möchte.

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Die Bestände der Big Five sowie anderer Tierarten Afrikas sind jedoch erheblich bedroht. Die Shamwari Game Reserve schützt und erhält diese Wildtiere und bietet Volunteers mit dem Shamwari CNSV:XP Programm (Conservation Experience Programm) die Möglichkeit, hinter die Kulissen eines Wildtierreservates zu blicken und aktiv zum Schutz von Afrikas bedrohten Tierarten beizutragen: Ja, das heißt man muss auch mit anpacken!

Körperlich verausgaben kann man sich beim Zäune reparieren oder Bäume fällen, belohnt wird man dafür mit Wildtierbeobachtungen und Streifzügen im Reservat.

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Die Tiere, ihr Verhalten sowie die Größe der Tiergruppen müssen beobachtet und notiert werden. Die gesammelten Daten bilden die Basis für die Forschung und das Management der Artenvielfalt im Reservat.

Als Volunteer wird man so zum Hobby-Wissenschaftler, aber auch zum Botschafter. Denn nachhaltiger Schutz für die Wildtiere ist nur möglich, wenn die lokale Bevölkerung aktiv mitarbeitet. Deshalb wird die örtliche Gemeinde auch in das Projekt eingebunden. Aufklärungsgespräche im Dorf über Umweltschutz, Wilderei, Alkohol und Drogen oder der Bau einer Schule sind während des Freiwilligenprojekts immer freitags auf der Tagesordnung.

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Das Highlight eines jeden Freiwilligen ist die night patrol, die Nachtwache. Ausgerüstet mit einer scheinwerfergroßen Lampe, begibt man sich mit dem Jeep hinaus in die Nacht auf der Suche nach Wildkatzen & Co. Und mit etwas Glück trifft man einen Gepard auf Futtersuche oder auf eine Löwenfamilie, die zehn Meter von einem entfernt genüsslich ein Zebra als Mitternachtssnack verzehrt.

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Genau das sind die Erlebnisse, von denen man geträumt hat und die man garantiert nicht vergessen wird – totally wild. Die Nachtwache sorgt nicht nur für unvergessliche Erinnerungen bei den Volunteers, sondern vor allem dafür, dass Wilderer ferngehalten werden. Diese sind unter anderem dafür verantwortlich, dass  jährlich bis zu 1.200 Nashörner auf Grund ihres kostbaren Horns den Tod finden.

Doch nicht nur die Tiere in der Wildnis sind bedroht oder Gefahren ausgesetzt. Deshalb kümmert sich die Born Free Foundation auch um Tiere, die aus Zoos befreit wurden oder in Gefangenschaft leben mussten. Das Animal Rehabilitation Center hingegen, behandelt verletzte Tiere und päppelt sie wieder auf. Der Besuch dieser beiden Organisationen ist Teil des vielseitigen Freiwilligenprojekts in der Shamwari Conservation, wenn auch nicht der Schwerpunkt.

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Vielseitig und intensiv sind die Aufgaben, Möglichkeiten und Begegnungen (mit Mensch und Tier) die man im Freiwilligenprojekt der Shamwari Conservation macht. Shamwari heißt übersetzt my friend. Das passt gut, denn man kommt vielleicht als Volunteer dorthin, geht aber definitiv als Freund wieder nach Hause. Der Traum von Afrika, weicht dem Traum vom Wiedersehen mit afrikanischen Freunden.

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Eine Antwort zu “Freiwilligenprojekt in Afrika – Shamwari Conservation”

  1. Andreas sagt:

    Da hätte ich vor 20 Jahren gern mitgemacht. Mittlerweile bin ich Ü50 und (ich glaube) zu alt dafür. Würde aber jeden raten diese Erfahrung mitzunehmen.

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