Nordamerika

Hawaii – Tipps für das Surferparadies Oahu

Von Gastblogger , 13. April 2017

Aloha zusammen, mein Name ist Daniela, ich bin 28 Jahre alt, meine große Leidenschaft ist das Reisen und ich beschäftige mich auf meinem Blog Unterwegs in der Welt damit, wie man nicht nur günstig durch Europa reisen kann, sondern auch eher hochpreisige Fernziele mit kleinen Budget möglich machen kann. Wenn Hawaii auf eurer Bucket List ganz oben steht, dann solltet ihr jetzt den Notizblock zücken.

Wenn man von Hawaii spricht, kommt man nicht an ihr vorbei: die berühmte North Shore von Oahu. Auf dem Abschnitt zwischen dem Haleiwa Beach Park und Sunset Beach, stürzen sich die Profisurfer jeden Winter in unglaubliche Wellen, das so genannte „7 Mile Miracle“. Heimat des Surfens zu sein, ist nicht der einzige Grund, der Hawaii zu einem so faszinierenden Reiseziel macht. Goldgelbe Strände, glasklares Wasser, das jede Facette von Blau vorweist, die man sich nur vorstellen kann. Nicht zu schweigen von Postkartensonnenuntergängen, Palmen, frischen Ananas vom Feld und außerdem freundliche und lässige Locals. Doch wie kann man in einem der teuersten Reiseziele der Welt Geld einsparen?

Spartipps für Hawaii

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Traumstrände pur an der North Shore Oahus, hier Velzyland Beach

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Berglandschaften, die einem den Atem rauben (Koolau Range, Oahu)

Die Verpflegung

Lebensmittel sind eines der Güter, das in Hawaii am meisten vom Reisebudget verschlingen wird, doch im Vergleich zu anderen Inseln wie z.b. Maui, sind die Preise auf Oahu noch erschwinglich. Am besten lässt sich natürlich Geld sparen, wenn ihr in eurer Unterkunft eine Küche zur Verfügung habt und selbst kochen könnt. Ständig auswärts zu essen geht leider irgendwann auf den Geldbeutel. Mit einer sogenannten „Maika’i Card“ habt ihr die Möglichkeit beim Einkaufen im örtlichen Supermarkt Foodland ordentlich Geld zu sparen. Mit der Karte bekommt ihr auf einige Lebensmittel und Produkte Rabatte und kauft somit günstiger ein. Die meisten Unterkünfte – egal ob Ferienwohnung oder Hotel – stellen jedem Gast eine Maika’i Card zur Verfügung.

Falls ihr doch einmal auswärts Essen möchtet, sind Food Trucks ein absolutes Muss. Sie sind auf den hawaiianischen Inseln quasi allgegenwärtig und haben hier eine lange Tradition. Der beste Food Truck auf Oahu ist der Pupukea Grill, direkt gegenüber vom Strand „Shark’s Cove“. Den blauen, umgebauten Truck am Kamehameha Highway kann man eigentlich nicht übersehen und er ist gerade bei den Einheimischen äußerst beliebt. Absolut empfehlenswert ist die „Spicy Poké Bowl“ mit Quinoa.

Poké ist ein sehr traditionelles Gericht in Hawaii. Dabei handelt es sich um rohen Tunfisch, der frisch und würzig mariniert wird. Wenn in Hawaii ist, kommt man an Poké einfach nicht vorbei.

Die Spicy Poké Bowl des Pupukea Grill ist zudem eine ordentliche Portion, die einen lange satt halten wird und nebenbei auch noch absolut gesund ist.

Etwas weiter den Kamehameha Highway runter, direkt gegenüber des berühmten Surfspots „Pipeline“, folgt „Crispy Grindz“. Ein brasilianischer Foodtruck, der die beste Açai Bowl auf der Insel verkauft. Açai Bowl ist ein leichtes Sorbet aus Beeren, Mandelmilch, vermengt mit der Superfruit Açai, dazu gibt es knuspriges Granola, mit Banane, Kokosraspeln und jeder Zutat, die man zusätzlich möchte. Açai Bowl hat den Vorteil, ein leichtes Frühstück zu sein, dass jedoch lange sättigt und einen perfekt auf eine Wanderung oder einen langen Tag am Meer vorbereitet.

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Anstehen für eine Açai Bowl bei Crispy Grindz

Der fahrbare Untersatz

Normalerweise ist es in Hawaii definitiv eine Überlegung wert, sich einen Mietwagen zuzulegen. Gerade auf Inseln wie Maui oder Kauai ist man sogar darauf angewiesen. Auf Oahu kann man allerdings auch mit dem örtlichen Bus um die gesamte Insel herum kommen, was definitiv Geld spart. Eine Fahrt mit dem Bus auf Oahu kostet nur rund 1,20 € und das Ticket kann zusätzlich für eine weitere Fahrt verwendet werden. Allerdings kostet Bus fahren auch einiges an Zeit. Wer nur wenig Zeit hat, sollte sich einen Mietwagen gönnen – auf Oahu sind diese verhältnismäßig günstig und Tanken ist in Hawaii absolut erschwinglich. Meine Tankkosten für eine Woche haben sich auf magere 33 € belaufen – inklusive volltanken vor der Rückgabe. Und das, obwohl ich jeden Tag mit dem Mietwagen einige Kilometer zurückgelegt habe. Auch ein Fahrrad zu mieten, ist an der North Shore eine echte Alternative. Die bunten Beach Cruiser begegnen einem an jeder Ecke und sind für 18€ am Tag erhältlich. Sie werden sogar bis vor die Haustür geliefert und wieder abgeholt und auf dem Kamehameha Highway ist es ganz normal, sich die Straße mit Fahrradfahrern zu teilen.

Kostenlose Aktivitäten an der North Shore von Oahu

Die Honus beobachten

Honus sind grüne Meereschildkröten und am besten kann man diese am Ali’i Beach Park in Haleiwa finden. Zwar wird Laniakea als der Turtle Beach schlechthin angepriesen, trotzdem eignet sich der Ali’i Beach Park besser. Hier sind bedeutend mehr Schildkröten unterwegs und bedeutend weniger Menschen. Laniakea ist zwar ein wunderschöner Strand, aber man kann auch häufig direkt am Rand Touristentrauben sehen, die sich um eine einzelne Schildkröte herum scharen, die sich aus dem Wasser gewagt hat. In Haleiwa kann man sogar mit den Honus gemeinsam schwimmen.

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Das historische Surferdorf Haleiwa – Heimat der Honus

Wandern

Ein kleiner Geheimtipp ist der sogenannte Kaunala Loop Trail, auch als Boy Scout Trail bekannt, da bei einem Boy Scout Camp beginnt. Am Supermarkt Foodland führt eine Straße vorbei, hinauf in die Berge, dieser muss man nur bis zum Ende folgen und schon ist man am Kaunala Loop Trail. Ein paar Meter Höhenunterschied und die Welt an Oahus North Shore sieht komplett anders aus. Die Natur legt hier teilweise schon fast ein europäisches Gesicht an den Tag. Nachdem man einige Zeit den Hauptpfad entlang gelaufen ist, führen, von einer nichtbefahrenen Straße, mehrere Trails durch den Walt und die Berge ab. Hier ist es wunderschön und auch sehr einsam, kaum einer Menschenseele begegnet man hier.

Fährt oder läuft man vom Kaunala Loop wieder zurück nach Pupukea, findet man auf der rechten Seite, kurz bevor man auf den serpentinenartigen Teil der Strecke kommt, eine kleine und unscheinbare Einfahrt. Folgt man dieser Strecke landet man bei den Ruinen einer alten und heiligen hawaiianischen Stätte. Das Tollste daran ist jedoch der unglaubliche Ausblick über Waimea Bay. Schlägt man sich etwas durch das Dickicht, kann man sogar noch weitere Teile der North Shore überblicken und das alles, ohne einen Cent zu zahlen.

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Blick auf Waimea Bay

Den Profis beim Surfen zusehen

An der North Shore finden sich die berühmtesten, aber auch gefährlichsten Surfspots der Welt – Banzai Pipeline, Backdoor, Sunset Beach, Gas Chambers und so weiter und so fort, die Liste ist lang. Im Winter gibt es hier Wellen mit einer Höhe von 3 bis 6 Metern und, auch wenn ihr selbst surft, solltet ihr das Line-Up lieber vom Strand aus beobachten. Das tut dem Spaß nichts ab, denn hier sind die Surf Profis den ganzen Tag auf der Suche nach der perfekten Barrel, sogar bis nach Sonnenuntergang. Mit ein wenig Glück, seid ihr vielleicht sogar im Zeitraum des Vans Triple Crown of Surfing vor Ort – einer der wichtigsten Surfcontests der Welttournee. Die gesamte North Shore versammelt sich an diesen Tagen entweder in Haleiwa, am Sunset Beach oder bei Pipeline und die Besten der Besten kämpfen um den Weltmeistertitel im Surfen. Ein Spektakel, das man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.

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Der Rainbow-State macht seinem Namen alle Ehre

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Vans Triple Crown of Surfing – Gewinner 2016 John John Florence

Die schönsten Sonnenuntergänge bewundern

Am besten eignet sich hierfür der Sunset Beach, wie der Name ja fast schon verrät. Hier fällt der Strand zum Meer hin relativ steil ab und bietet eine natürliche Bühne für eines der faszinierendsten Schauspiele, die die Natur zu bieten hat. Es ist ein krönender Abschluss nach einem langen Tag der Sonne dabei zuzusehen, wie sie sich langsam ins Meer senkt und der Himmel sich von Gold, zu Pink in ein feuriges Rot verfärbt und dabei das Wasser in jegliche Farbschattierungen taucht, die man sich vorstellen kann – wunderschön und ganz umsonst!

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Sunset Beach – der perfekte Spot für den Sonnenuntergang

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Pretty in Pink

Den Mut der Klippenspringer bestaunen

An Tagen, an denen das Meer des vom Shore Break dominierten Strandes bei Waimea Bay ruhiger ist, springen vor allem die Kids der Einheimischen von den Felsen, die auf der linken, äußeren Seite des Strandes aus dem Wasser ragen. Es sind zwar Lifeguards vor Ort die für Sicherheit sorgen, doch davon den Sprung selbst zu versuchen wird abgeraten. Das Zuschauen allein ist bereits ziemlich spannend.

Schnorcheln

Am besten schnorcheln kann man in Shark’s Cove. Hier ist ein Teil der Bucht durch Vulkangestein vom offenen Meer abgeschnitten und das Wasser ist glasklar und absolut ruhig. Dutzende Fische tummeln sich hier und bieten einen einmaligen und unglaublichen Anblick, ebenso wie die Touristen, die sich mehr oder minder elegant über das spitze Riff hinwegbewegen.

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Shark’s Cove lädt zum Schnorcheln ein

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Die Bewohner der Unterwasserwelt sind nicht scheu

Mein Fazit

Hawaii, speziell die North Shore Oahus, ist so sehr eine Reise wert, wie kaum ein anderer Ort auf dieser wunderschönen Welt. Die Einheimischen sind warmherzig und hilfsbereit und das Gefühl und der Lebensstil, den man hier erlebt, ist einfach einmalig und wahrer Balsam für die Seele. Hinzu kommt die unglaubliche Natur und ich versichere euch, ihr werdet, ebenso wie ich, diesen Ort nicht mehr verlassen wollen. Und wie ihr jetzt sicherlich auch bemerkt habt, muss man nicht zu den Superreichen gehören, um Oahus North Shore zu bereisen, denn mit diesen Tipps und Tricks schont auch ihr eure Reisekasse. Also, Mahalo fürs Lesen und los geht‘ s ins hawaiianische Inselabenteuer!

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Wunderschöne Natur am Laniakea Beach

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Und noch mehr vom Meer

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Eine Antwort zu “Hawaii – Tipps für das Surferparadies Oahu”

  1. Tina sagt:

    Toller Bericht mit klasse Fotos. Danke schön!

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