Europa

5 Dinge, die du bei einem Roadtrip durch Portugal nicht verpassen darfst

Von Die STA Travel Reiseexperten , 11. Juli 2018

Ich bin Verena, STA Travel Reiseexpertin, leidenschaftliche Travellerin, Camperqueen und Bloggerin. Vor kurzem bin ich mit dem Camper auf einem Roadtrip die portugiesische Küste abgefahren und war überwältigt von der Gemütlichkeit, die das Land trotz des aufstrebenden Tourismus beibehält. Anstatt riesiger Resorts und internationalen Burger-Läden findet man kleine Surfhostels, lokale Fischrestaurants und freundliche Einheimische. Das Leben scheint in Portugal weniger hektisch, was es zu einer perfekten Destination für einen erholsamen aber trotzdem actionreichen Urlaub macht.

Highlights auf einem Roadtrip durch Portugal

1.) Die zahlreichen Klippen bestaunen

Die Küste Portugals bietet jede Menge Kulissen zum Staunen und Fotografieren, steile Klippen wechseln sich mit weiten Sandstränden ab. Folgende drei Orte waren landschaftlich meine Highlights:

Cabo de São Vicente

Der südwestlichste Punkt vom europäischen Festland befindet sich gleich in der Nähe von Sagres, das besonders bekannt durch das portugiesische Bier ist. Cabo de São Vicente ist mit seinem Leuchtturm und den steilen Klippen definitiv einen Besuch und eine kleine Wanderung wert und verspricht tolle Ausblicke. Bei Sagres befindet sich der Praia do Tonel, ein goldener Sandstrand. Dieser ist über Stufen erreichbar und hat eine Strandbar, in der frischer Steckerlfisch gegrillt wird.

Benagil

In der Nähe von Lagos befindet sich die bekannte Höhle von Benagil, die durch Ausspülungen im Felsen entstanden ist. Die Höhle ist vom Strand nicht direkt erreichbar. Anstatt aber eine teure Boostour zu machen, ist es besser, das kleine Stück zur Höhle zu schwimmen. So kommst du an den gigantischen Klippen vorbei, was bereits spektakulär ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass du im Inneren der Höhle so lange verweilen kannst, wie du möchtest. Da sich hier auch ein kleiner Strand befindet, lohnt sich das doppelt. Beim Bootsausflug kannst du dort nicht einmal aussteigen.

Cabo da Roca

Wenn du 140 m weit den Felsen runter blickst und der Atlantikwind dir um die Ohren pfeift, weißt du, dass du am westlichsten Punkt Europas bist. Auf einem kleinen Pfad kannst du an der Klippe entlang spazieren, die Möwen beobachten und das glitzernde Wasser bestaunen. Cabo da Roca befindet sich in der Nähe von dem Städtchen Sintra, das für seinen bunten Palast Palácio Nacional da Pena bekannt ist.

Kleine Pause beim Cabo de São Vicente

2.) Unter freiem Himmel am Strand übernachten

Wenn du mit dem Camper auf einem Roadtrip durch Portugal bist, ist Wild-Campen offiziell nicht erlaubt. Ganz so streng wird das aber nicht gehandhabt, solange du dich nicht allzu sehr ausbreitest oder deinen Müll hinterlässt. Hier gilt die Devise: Hinterlasse alles so, wie du es vorgefunden hast! Du hast also die Möglichkeit, deinen Camper oder dein Zelt so nah wie möglich an den Strand zu platzieren und wirst morgens vom Rauschen der Wellen geweckt. Richtige Naturliebhaber können auch direkt am Strand ihren Schlafsack ausrollen. Oder du genießt das Meer aus der Ferne und nächtigst auf den Klippen mit traumhaftem Ausblick. Es gibt viele Strände, die nicht allzu überlaufen sind und wo sich nach Sonnenuntergang, bis auf ein paar Nachtfischer, niemand mehr aufhält. Meine Geheimtipps sind die Strände von Osso de Baleia, Praia Azul, Bordeira und Monte Clerigo. Was du beim Campen generell nie vergessen solltest, kannst du in meinem Blogbeitrag „11 Essentials für deinen Camper“ nachlesen.

Unser Nachtlager mit Aussicht

3.) An der Algarve surfen lernen

Die Atlantikküste Portugals und insbesondere die Algarve im Süden des Landes eignen sich perfekt zum Wellenreiten! Es ist für jeden etwas dabei, egal ob für Surfanfänger oder für Profis. Auch das Wasser an der Algarve ist sehr klar, was weiter nördlich rund um Lissabon und Porto aufgrund von vermehrter Industrie leider nicht immer so ist.

Gerade die Region um Aljezur bietet tolle Strände mit gemütlichen Wellen für Anfänger und vielen Surfcamps. Anstelle von riesigen Hotelburgen, wie es zum Beispiel in der Nähe von Lagos eher der Fall ist, findest du kleine, aber feine Unterkünfte, von Einheimischen geführte Restaurants und den besten Sangria überhaupt. Meiner Meinung nach schmeckt der hier noch besser als in Spanien.

Erst mal die Wellen checken

4.) Sightseeing in Lissabon

Klar, wenn du in Portugal bist, gehört ein Besuch der hügeligen Hauptstadt Lissabon dazu. Die Stadt erkundet ihr am besten zu Fuß, doch sind die Distanzen innerhalb der Stadt nicht zu unterschätzen. Als Alternative kannst du aber auch einfach eines der typischen Carros eléctricos oder Tuk Tuks nehmen. Meine Highlights der Stadt sind der Verteidigungsturm Torre de Belém direkt am Meer und der Marques de Pombal. Dort findet regelmäßig ein Markt statt, wo du etwas Leckeres essen und Mitbringsel aus Kork kaufen kannst. Oder wusstest du, dass mehr als die Hälfte des weltweit gewonnenen Korks aus Portugal kommt? Einen der besten Ausblicke über die Stadt hast du von der Aussichtsplattform Miradouro Sao Pedro de Alcántara.

Tipp: Einmal tagsüber und einmal bei Nacht das Panorama genießen!

Ausblick von Miradouro Sao Pedro de Alcántara

5.) Eine Portwein-Verkostung in Porto machen

Die Hafenstadt Porto hat ein unbeschreibliches Flair und steht der „großen Schwester“ Lissabon in nichts nach. Schlenderst du den Hafen entlang, kommst du am Ufer an Fischrestaurants, Kunstshops und Cafés vorbei. Auf der anderen Uferseite reihen sich die Portwein-Kellereien, in denen der für die Region bekannte Portwein gelagert und verkauft wird, sowie Rabelo-Boote, die die Weinfässer transportieren. In jedem dieser Weinkeller kannst du eine Führung inkl. Weinverkostung machen, was in Porto einfach dazu gehört. Wir besuchten den Cálem Weinkeller und waren begeistert! Aber Achtung: Portwein ist ein sehr schwerer Wein mit hohem Alkoholgehalt und durch die Süße recht süffig. Ehe man sich versieht, torkelt man etwas später mit 5 gekauften Flaschen aus dem Weinkeller raus. Habe ich so gehört, ich spreche keineswegs aus Erfahrung…

Rabelo-Boot mit wertvoller Fracht

 

 

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