Reiseplanung

Ich packe meinen Koffer…

Von Carina Müßen , 14. Mai 2013

…aber was nehme ich bloß mit?! Reisen ist echt eine tolle Angelegenheit: den Alltag hinter sich lassen, fremde Länder entdecken, andere Kulturen auf sich wirken lassen und so vieles mehr. Wenn nur das Ein- und Auspacken nicht wäre. Mich stresst die Organisation meines Koffer- bzw. Rucksack-Inhaltes jedes Mal: soll diese kurze Hose noch mit rein oder doch lieber der längere Pulli, oder beides? Vielleicht eher ein drittes Paar Schuhe? Habe ich die Zahnbürste wirklich eingepackt?


Dabei war ich neugierig und habe im Büro etwas herumgefragt, ohne welche Reiseutensilien meine Kollegen auf keinen Fall in die Fremde aufbrechen:

Susanne braucht ihr Kuschelkissen, damit sie überall gut schlafen kann, egal wie hart oder weich, groß oder klein die Hotelkissen sind. Damit die Nachtruhe auch ungestört bleibt, gehört der Mückenstecker gegen nächtliche Störenfriede bei ihr zur Standardausrüstung. Für bedenkenlose Duschfreuden befinden sich außerdem praktische Badeschlappen in ihrem Gepäck.

Bei Ralf halten – je nach Destination – neben den üblichen Verdächtigen wie Zahnbürste und Kreditkarte, auch die folgenden Utensilien Einzug ins Gepäck: Ein bisschen Werkzeug, um das Mosquito-Netz aufhängen, die Wäsche trocknen, den gerissenen Gürtel ersetzen oder den Backpack wieder instandsetzen zu können (stabile Schnur, Hakenschraube, Taschenmesser…); Schnorchel und Taucherbrille (für abgelegene Buchten ohne Equipment-Verleih als Unterwassernarr unverzichtbar); Karte und kleiner Kompass (manchmal gibt es keine Schilder mit Straßennamen und weit und breit keine Menschenseele! Bei 38°C mit dem Backpack in die falsche Richtung  laufen? Ohne mich! – Recht hat er!

Esthers Koffer hat es in sich: auf jeden Fall Blasenpflaster (das hat sie gerade wieder am eigenen Leib erfahren), ein Adressbuch (zum Postkarten schreiben), Après-Sun, Haargummi & Nagelschere, Taschenmesser (mit Korkenzieher ;)), Adapter für EU-Stecker (sonst kann das geliebte iPhone nicht aufgeladen werden).

Auch Kerstin packt auf jeden Fall Flip Flops ein: damit kann man sich auch in nicht so tollen Unterkünften unter die Dusche stellen. Für den „Überall-gut-schlafen“-Effekt sind Ohropax mit dabei und auf jeden Fall ihr Kindle: „damit muss ich keine Kilos an Büchern mehr mitschleppen und kann mir von unterwegs sogar neuen Lesestoff herunterladen.“

Unser Robert steigt auf keinen Fall ohne seine Palmen-Strand Tapete fürs Hotelzimmer ins Flugzeug – falls ihn das Wetter mal im Stich lassen sollte.

Die Thrombosestrümpfe sind Sabines ständiger Begleiter für den schlanken Fuß beim Aussteigen aus der Flugröhre. Diese Teile gibt es mittlerweile sogar in knalligem Pink & Co.! Ganz wichtig sind auch bei ihr die Ohropax in der Handtasche – so haben schnarchende Mitreisende keine Chance.

Achims „Must-take-with-me-on-my-trips“ sind auch überaus praktisch: das Taschenmesser (natürlich nicht im Handgepäck); eine Taschenlampe, weil es in den Tropen sehr schnell dunkel wird und das Silk Inlet, damit auch bei einfacheren Unterkünften ein gewisser Hygienekomfort eingehalten werden kann.

Ohne Ohropax geht auch bei Nicole schlaftechnisch im Ausland gar nichts, fester Bestandteil ihres Gepäcks ist außerdem das Ladekabel und für mehr als genug Unterhaltung on tour dürfen ausgewählte Frauenzeitschriften nicht fehlen.

Christina nimmt einen Stecker-Adapter mit – gleich einen für alle Länder, dann ist man gut versorgt. Um doofen Situationen vorzubeugen, wie der Besteigung des Mt. Kinabalu und der Feststellung auf 3.127m, dass die Speicherkarte voll ist, gehört nun eine Hand voll Speicherkarten in ihr Reisegepäck. Bei „mückenreichen“ Nah- und Ferndestinationen ist „No Bite“ besonders gut geeignet: am besten vorher schon die Klamotten einsprühen und das Spray immer griffbereit haben. Um die Anti-Mücken-Kur sinnvoll zu ergänzen, ist der Genuss von Gin Tonic vor Ort besonders empfehlenswert.

Allseits beliebt, bekommen auch in Andreas‘ Koffer die Ohropax ein eigenes Plätzchen. So haben Flugzeuglärm und Gesangsschulen im benachbarten Hotelzimmer nicht den Hauch einer Chance. Ein Taschenmesser für alle Fälle ist bei ihm ebenfalls dabei und nicht zu vergessen die Stirnlampe, damit er selbst in dunklen Alpen- oder Strandhütten ohne Strom den Durchblick behält.

Marit hat ihr gutes altes Adressbuch für beneidenswerte Urlaubsgrüße an Freunde und Verwandte im Gepäck. Die Sonnenbrille für die schönsten Urlaubsaugenblicke darf natürlich auch nicht fehlen. Und was sie vom Urlaub mit zurücknimmt ist jede Menge Fremdwährung: die perfekten kleinen Mitbringsel für Daheim-Gebliebene.

Eine Nakke Pute ist in Olivias Reiseausstattung essentieller Bestandteil: klingt lustig und ist Garant für einen erholsamen Schlaf unterwegs; eine Nakke Pute passt problemlos auch ins Vegetarier-Handgepäck, denn so nennt sich eine Nackenrolle auf norwegisch… Auch bei Olivia geht ohne Ersatzakku für die Kamera nichts, denn wer jemals während einer Whale Watching Tour – mit leerem Akku in der Kamera- verbittert zuschauen musste, wie die Mitreisenden quietschvergnügt Blauwale knipsen, wird  das nachvollziehen können. Ihr Geheimtipp für unterwegs: eine Mütze! Universell einsetzbar als mobile Trockenhaube, wenn der Fön fehlt sowie als Regen,- Kälte- oder Sonnenschutz und als Rettung für einen „ very bad hair day“. Kann, kein Muss ist eine „Andrea Berg“-CD, die man laut abspielt, wenn einem der Sitznachbar im Zug,  Bus , Flugzeug nicht zusagt.

Der Klassiker Ohropax steht hoch im Kurs und ist auch mein Retter erholsamer Nächte bei Pappwänden in Hotels, schnarchenden Zimmergenossen oder der allnächtlichen Geräuschkulisse auf Festivals. Außerdem darf in meinem Gepäck auf keinen Fall Musik fehlen: der frisch befüllte MP3-Player ist mit dabei und das Ladekabel als notwendiges Übel. Last but not least: die Sonnencreme um den blass-blonden Strandauftritt zu perfektionieren und spannende Entdeckungstouren nicht zu vermiesen.

Und ohne welches Reiseutensil steigt ihr auf keinen Fall ins Flugzeug?

6 Antworten zu “Ich packe meinen Koffer…”

  1. karin sagt:

    Nie ohne 4-5 Meter Schnur – geht auch mal als Notfallgurt,
    ein kleiner Holzkeil – um schiefe Türen oder auch mal ein Fenster zu verkeilen).
    Mit Häkelnadel und Wolle – um beim warten kleine Geschenke machen zu können.
    Und neu mit kleinen Fleischerhaken – um mein Backpack in „öffentlichen“ Toiletten nicht auf den Boden stellen zu müssen.

  2. Hallo Karin! Klasse Tipps, klingt fast ein wenig nach McGyver 🙂 Dankeschön

  3. Lars sagt:

    Gaffa Klebeband finde ich auch extrem nützlich. Damit kann man alles mögliche flicken oder fixieren. Wem eine ganze Rolle zu viel ist kann sich vorher zu Hause einfach etwas abwickeln. Das spart Platz.

    Gruß Lars

  4. Finn sagt:

    Hahaha…. echt cool! Vielen Dank für die guten Tipps. In 2 Wochen geht es los. 3 Wochen mit dem Rucksack durch Thailand.
    Gruß Finn

  5. Sandra sagt:

    Ins Flugzeug muß unbedingt meine Fotoausrüstung und mein MacBook mit, man will ja unterwegs Filme gucken oder Musik hören 🙂

    Sitzplatz: letzte Reihe, da hat man niemand nervigen hinter einem…. vor allem kann das lästig werden wenn das Flugzeug Bildschirme mit Touchscreen hat und hinter einem sitzt wer der die ganze Zeit spielt und auf den Bildschirm einhämmert 😉

  6. max sagt:

    hallo.

    wollte nur wissen wo du den kangaroo Anhänger her hast 🙂

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