Asien

Israel – Die Highlights auf einen Blick

Von Gastblogger , 23. November 2017

Nachdem ich euch von meinen Highlights der Panorama Route berichtet habe, kommen hier für euch meine Israel Highlights. Mit dem Rucksack bin ich quer durch das Land gereist und muss sagen, ich bin schwer beeindruckt. Kein anderes Land das ich kenne ist so vielfältig, bunt, religiös und spirituell zugleich. Israel hat für jeden etwas zu bieten. Vom verrückten, warmen Tel Aviv, bis zum Mekka der größten Religionen der Welt, Jerusalem.

Meine Highlights in Israel

Tel Aviv-Jaffa

Diese Stadt ist hip wie keine andere. Die Häuser Tel Avivs sind zwar zerfallen, marode und alt aber bunt. Künstler aus aller Welt toben sich hier aus und bringen wahnsinnig schöne Bilder und tiefgründige Botschaften auf alles, was sie finden können.

Tel Aviv schläft nie, die Uhrzeit steht auf Party und das von Montag bis Montag. Im hippen Viertel „Florentine“ reiht sich eine Bar an die andere.  Hier findet ihr kleine Designerboutiqen, frisch gerösteten Kaffee und jede Menge Kunst und Handwerk. Zur Abkühlung läuft man zu einem der zahlreichen Strände der Stadt. Wenn ihr euch westlich der Stadt haltet, gelangt ihr an den Strand in Jaffa, der heutigen Altstadt Tel Avivs. Tel Aviv war ehemals ein Vorort der alten Hafenstadt Jaffa.

Jaffa ist gegensätzlich zum hippen Rest der Stadt. Die Hafenstadt erinnerte mich an Griechenland oder die Toskana. Durch kleine, verwinkelte Gässchen schlängelt man sich hier bis zum Hafen und kehrt dann in einem kleinen, gemütlichen Falafel-Restaurant ein. Besonders gut haben mir die Offenheit und die Hilfsbereitschaft in Tel Aviv-Jaffa gefallen. Meine hilfesuchenden Blicke blieben nicht lange unbeachtet und gingen dann über in meist längere Konversationen.

Jerusalem

Von Tel Aviv aus, ist man in 45 Minuten in Jerusalem. Am einfachsten und schnellsten nehmt ihr den Bus, der an der Central Station losfährt oder ein Sherut (Sammeltaxi) von diversen Eckpunkten der Stadt aus.

Während Tel Aviv für seine ausschweifenden Partys bekannt ist, wird in Jerusalem gebetet was das Zeug hält. Hier treffen sich Juden zum Sabbat an der Klagemauer, im Hintergrund ruft der Muezzin und mittendrin tummeln sich Christen, die zum Sonntagsgottesdienst gehen. Es fühlt sich gleichzeitig skurril und schön an, zu sehen, wie all diese Menschen der verschiedenen Religionen friedlich und respektvoll miteinander leben.

Der Tempelberg vereint all diese Glaubensrichtungen miteinander und ist zugleich spiritueller Treffpunkt, um das Geschehen zu beobachten. Von hier aus ist auch die Klagemauer nicht mehr weit. Dort musste ich den Fraueneingang nutzen und habe die Juden beim Beten sehen können. Wer möchte kann kleine Briefe mit Wünschen in der Klagemauer verstecken und zu ihr beten. Besonders voll wird es hier mittags und am Sabbat. Ich finde, man sollte die Klagemauer nicht während des Sabbats besuchen, da sie zu dieser Zeit den Juden vorbehalten sein sollte. Das Geschehen lässt sich auch von den Treppen des Tempelbergs aus beobachten.

Totes Meer

Das Tote Meer ist von Jerusalem aus nicht mehr weit. Mit dem Bus fährt man zum öffentlichen Badestrand „En Bokek“, den man nach ca. 1,5 Stunden Fahrt erreicht. Die Fahrt dorthin ist schon ein Abenteuer für sich. Durch wüstenähnliche Landschaften passierten wir einige Checkpoints und durchfuhren hin und wieder kleine grüne Oasen, voller Palmen und Wasserquellen.

Im Toten Meer zu schwimmen ist unmöglich, da der hohe Salzgehalt im Wasser dazu führt, dass alle Körperteile auf dem Wasser treiben. Fast, als würde man in einem großen Topf aus Salzsirup baden. Einzig und alleine in Rücken- oder Bauchlage liegen ist auf dem Wasser möglich. An dem kleinen Kiosk am Strand gibt’s Totes Meer Schlamm, diesen lässt man einfach 15 Minuten einwirken und wäscht ihn hinterher im Wasser wieder ab. Die Haut ist danach glatt wie ein Babypopo 🙂

En Gedi

Die weitläufige Oase „En Gedi“ befindet sich zwischen Jerusalem und dem öffentlichen Strand En Bokek. Das Naturschutzgebiet ist ein Paradies für Wanderbegeisterte und für alle, die gerne in Wasserfällen baden. So wie ich 🙂

Die Natur und die Stille En Gedis haben mich wirklich umgehauen. Vor allem der Ausblick den man hat wenn man nach oben wandert ist atemberaubend! Ich nahm den Weg entlang eines kleinen Wasserfalls, der seine vielzähligen Ausläufer auf der Wanderstrecke hat und bin von dort aus weiter Richtung Gipfel gewandert. Hier kann es sehr steil werden, passendes Schuhwerk ist hier wichtig!

Westjordanland (Westbank)

Um mir ein eigenes Bild von Palästina zu machen, wollte ich bei meiner Israel Reise unbedingt einen Abstecher dorthin machen. Dies alleine zu machen ist schwierig, da man von Jerusalem kommend einen israelischen Fahrer benötigt, der einen bis zum Checkpoint bringt und wiederum einen palästinensischen, der einen am Checkpoint abholt.

Zudem weiß man nie, wie lange die Kontrolle am Grenzübergang dauert. Daher habe ich mich für eine geführte Tour entschieden. Eingeschlossen in dieser Tour waren die Stadt Ramallah mit der Ruhe- und Gedenkstätte des toten Führers Arafat, Jericho, der Jordan sowie Bethlehem mit dem Geburtstort Jesu.

In Bethlehem habe ich zudem die Mauer besucht, die Betlehem und Jerusalem trennt. Hier finden sich zahlreiche Friedensbotschaften und Geschichten zerbrochener Persönlichkeiten, die durch die Trennung von Israel nun perspektivlos in die Zukunft schauen.

Die Tour war für mich sehr bereichernd und vor allem informativ. Wer sich für den Nahost Konflikt interessiert und das Leben der Palästinenser mit eigenen Augen sehen möchte, sollte eine solche Tour unbedingt machen.

 

Mein Fazit zur Israel-Reise

Meine Zeit in Israel war unglaublich interessant, eindrucksvoll aber vor allem war sie sicher. Zu keiner Zeit habe ich mich unwohl gefühlt. Jeder hat mich mit Respekt behandelt und meine Vielzahl an Fragen, mit denen ich gekommen war freundlich beantwortet. Fortbewegen und sich zurecht finden ist in Israel sehr leicht. Allerdings würde ich Unterkünfte vorab buchen, da diese sehr schnell ausgebucht sein können. Ihr solltet euch im Klaren sein, dass während des Sabbats Busse und Züge nicht fahren. Restaurants und Geschäfte sind zu dieser Zeit ebenfalls geschlossen.

Israel ist ein kleines Land und daher kann man in kurzer Zeit sehr viel sehen. Ich bin sehr froh, dieses Land bereist zu haben. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein…

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