Reiseberichte

Kanada – Ein Road Trip durch Alberta

Von Elena Hofacker , 14. Juli 2015

Zusammen mit sechs weiteren Kollegen aus Deutschland, UK und Australien durfte ich Alberta, dieses wunderschöne Fleckchen Erde in Kanada bereisen. In Calgary angekommen wurden wir zunächst mit einem lauten „Howdy“ von den kanadischen Cowboys begrüßt. Sofort waren wir in Cowboystimmung und hätten am liebsten gleichen Stetson und Cowboystiefel angezogen.

Da Calgary an und für sich eine Industriestadt ist, kommen die meisten Besucher hier an, bleiben nur ein bis zwei Tage und beginnen anschließend ihren Road Trip durch die Rocky Mountains. Adrenalin Junkies sollten jedoch auf gar keinen Fall den Olympic Park in Calgary verpassen! Habt ihr Lust Nordamerikas schnellstes Zip-Lining auszuprobieren, mit einem professionellen Bobfahrer eine Bobstrecke runter zu düsen oder den längsten Skyline Luge der Welt zu testen?

Alberta, Kanada

Bobfahren Calgary, Alberta, Kanada

Dann seid ihr hier genau richtig! Außerdem gibt es in Calgary noch eine Mountainbike Strecke und einen Minigolfplatz. Am günstigsten ist der ganze Spaß, wenn man sich einen Kombinationspass sichert.

Die größte Outdoor-Show der Welt erlebt ihr 10 Tage lang im Juli während der so genannten Stampede. Lasst euch in die Welt der Cowboys versetzten und erlebt eine unglaubliche Show, Rodeos, das Chuckwagon Derby, viele Konzerte, einmaliges Essen und vieles mehr.

Cowboys, Alberta, Kanada

Zu dieser Zeit ist es schwierig günstige Unterkünfte in Calgary und Umgebung zu bekommen, daher müsst ihr hier früh dort sein. Falls ihr außerhalb der Stampede das Cowboyfeeling erleben möchtet, seid ihr in der Cowboy Bar genau richtig. Hier läuft Countrymusik und wer mutig ist, kann sich beim Rodeo beweisen. Wir haben es natürlich auch versucht und waren gar nicht so schlecht. Typisch kanadisches Essen bekommt ihr bei National on 10th. Hier gibt es sehr lecker Burger und natürlich auch Fingerfood, damit jeder von allem etwas probieren kann. Anschließend lässt sich der Abend prima auf der Bowlingbahn ausklingen.

Am nächsten Tag holten wir unsere Jeeps ab und der Alberta Road Trip konnte beginnen. Als die Rocky Mountains plötzlich vor unserer Nase auftauchten kamen wir aus dem Staunen und dem Fotografieren gar nicht mehr heraus.

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Es war so als hätte jemand vor unseren Augen eine Leinwand mit einem riesigen Foto heruntergezogen, da die Landschaft einfach nur atemberaubend ist. Unseren ersten Stopp machten wir am wunderschönen Lake Louise. Dort sind wir 3,5 km bergauf bis zum Agnes Tea House gewandert. Der Aufstieg ist zwar anstrengend, aber lohnt sich auf jeden Fall. Der Ausblick auf die Berge und den Lake Louise ist der Wahnsinn. Oben angekommen wartet ein kleines süßes Häuschen. Dort kann man sich stärken bevor es wieder hinuntergeht. Ich kann die heiße Schokolade mit Marshmallows und die hiesige Suppe nur empfehlen. Bitte beachtet, dass man hier nur in bar zahlen kann.

Alberta, Kanada

Bevor ihr zu eurer Unterkunft am Lake Louise fahrt, solltet ihr unbedingt noch einen Stopp am Lake Moraine einlegen. Für die Übernachtung empfehle ich euch das HI Lake Louise Alpine Center. Dies ist ein mit Liebe eingerichtetes und sehr gemütliches Hostel und bietet einen super schönen Ausblick auf die Berge. Im Winter ist es nur ein kurzer Weg zu den Skigebieten, die noch ein wahrer Geheimtipp, selbst unter Kanadiern sind.

Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Jasper. Vorher durfte natürlich der Athabasca Glacier und eine Raftingtour auf dem Sunwapta River sowie der Stopp am Lake Peyto nicht fehlen. Am Glacier Discovery Center gibt es auch die Möglichkeit den Athabasca Glacier von einer Brücke aus Glas aus zu bestaunen. Für Menschen mit Höhenangst könnte das eine kleine Herausforderung werden.

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Lake Peyto, Alberta, Kanada

Für das Rafting gebe ich euch einen kleinen Tipp: Setzt euch am besten nicht nach ganz vorne. Ich durfte es am eigenen Leib erleben und sah hinterher aus wie ein begossener Pudel, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Auf der Fahrt nach Jasper haben wir unseren ersten Schwarzbären gesehen und waren komplett aus dem Häuschen.

Schwarbär, Alberta, Kanada

Jasper ist eine kleine süße Stadt, hat jedoch nicht viel Nachtleben zu bieten. Hier empfehle ich euch einen Besuch in der Jasper Brewing Company. Das Essen ist fantastisch und probiert auf jeden Fall ein paar der vielen verschiedenen Biersorten.

Am nächsten Morgen sind wir mit der Jasper Skytram zum Whistler Mountain hochgefahren. Der Ausblick war einfach nur Wahnsinn. Wir sind noch ein Stückchen weiter hochgewandert und sind aus dem Staunen gar nicht mehr herausgekommen. Seht einfach selbst:

Alberta, Kanada

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Weiter ging die Fahrt nach Banff. Das Städtchen hat einiges zu bieten. Von guten Shopping Möglichkeiten bis hin zum kanadischen-Nachtleben ist alles dabei. Zunächst sind wir zu Banff Trail Raiders Ranch gefahren und durften die Gegend auf dem Rücken eines Pferdes erkunden. Spätestens dann haben wir uns so richtig wie Cowboys gefühlt.

Kanada_Alberta_Banff 11

Dies war ein super tolles Erlebnis, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Am Abend hatte ich das beste Hühnchen meines Lebens in The Park Distillery in Banff. Wenn uns die nette Kellnerin nicht darauf hingewiesen hätte, wäre es womöglich doch ein Steak geworden. Ich war so glücklich, dass ich mich beim Bestellen noch mal umentschieden habe. Das Hühnchen wird dort in einem Smoker gegrillt und ist auf jeden Fall köstlich. Günstig übernachten könnt ihr im SameSun Backpackers. Hier gibt es eine eigene Bar und jeden Tag wird etwas Cooles angeboten. Es liegt sehr zentral, daher kann man von hier auch das Nachtleben in Banff ziemlich gut unsicher machen.

Am nächsten Tag mussten wir Alberta leider schon wieder verlassen, aber ich werde definitiv wiederkommen! Die Region hat so viel zu bieten und es ist sehr leicht hier Auto zu fahren. Man sollte am besten jeden Lookout mitnehmen, da es sich immer lohnt und man gar nicht glauben kann, wie schön und atemberaubend die Gegend ist. Mein Highlight war der Lake Peyto (obwohl es sehr schwer ist ein Highlight bei diesen vielen herauszupicken). 🙂

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