Kommunikation auf Reisen

Mittlerweile lernen wir ja alle Englisch in der Schule und sind damit für die große weite Welt ganz gut gerüstet. Das denken wir zumindest. Aber hat hier schon mal jemand versucht im Süden von Japan, in der Steppe der Mongolei oder in den weniger touristischen Orten von Südamerika mit Englisch weiterzukommen? Da erhält man nämlich häufig nur ein freundliches Lächeln, einen verständnislosen Blick oder ein Schulterzucken. Da es leider auch nicht möglich ist, vor jeder Reise direkt den passenden Sprachkurs  zu besuchen und nicht jeder das Talent für Fremdsprachen in die Wiege gelegt bekommen hat, kommen hier ein paar hilfreiche Tipps für eine bessere Kommunikation auf Reisen.

5 Tipps gegen Sprachbarrieren auf Reisen

  1. Grundlegende Vokabeln lernen und aufschreiben

Egal wohin die Reise geht, es ist immer hilfreich, die wichtigsten Worte und Sätze in der Landessprache zu lernen. Auch wenn das „Hallo“, „Danke“ und „Zwei Bier bitte“ nicht immer perfekt ausgesprochen wird, so freut sich doch jeder über den Versuch und die Sympathie der Locals ist dir sicher. Also keine falsche Scheu und einfach mal versuchen.

Hilfe bekommst du im Reiseführer oder zum Beispiel vom Google Übersetzer. Den gibt es übrigens auch als App und dort kannst du die wichtigsten Phrasen direkt als Favoriten speichern und sogar vom Smartphone vorlesen lassen. Es macht übrigens Sinn, sich vor der Reise die Favoriten anzulegen, da diese dann unterwegs auch ohne Internetverbindung funktionieren. Wer keine Lust hat sein Smartphone durch die Gegend zu schleppen, der druckt sich die Sätze einfach aus und steckt den Zettel ein.

  1. Mit Händen und Füßen kommunizieren

Kommst du mit deinen vorbereiteten Sätzen nicht weiter und ist auch gerade keine Internetverbindung in Sicht, dann hilft nur noch eins. Kommunikation mit Händen und Füßen. Ich war schon an einigen Orten, wo mich wirklich niemand auch nur ansatzweise verstanden hat und mit dieser Taktik habe ich es geschafft, im Süden von Japan mein Hotel zu finden und sogar in der Inneren Mongolei ein vegetarisches Gericht zu bekommen.

Aber Achtung, die kulturellen Besonderheiten darfst du keinesfalls außer Acht lassen. So kann ein Kopfschütteln in Indien für Verwirrung sorgen. Denn dieses bedeutet dort keine Verneinung, sondern je nach Situation „vielleicht“, „du sagst es“, „ich habe keine Ahnung“ oder „prinzipiell schon (aber heute lieber nicht)“. Und in der indianischen Kultur gilt es beispielsweise als unhöflich, mit dem Finger zu zeigen. Dort weist man mit der Nase den Weg.

  1. Notizblock dabei haben

Stecke einen kleinen Block und einen Stift in deinen Daypack. Das kann in wortlosen Situationen Gold wert sein. So können du oder dein Gesprächspartner zur Not aufmalen, was ihr sagen möchtet. Das funktioniert bei dem Spiel Activity ja schließlich auch. Zusätzlich kannst du dir neue Worte und Sätze, die du dir für die restliche Reise behalten möchtest, direkt notieren und bei Bedarf wieder rauskramen.

  1. Einheimische kennenlernen

Am einfachsten lernt man eine Sprache, wenn man sich an die Einheimischen hält. Im Idealfall kommst du schon vor deiner Reise in Kontakt mit Einheimischen (zum Beispiel über Reiseforen oder Facebook-Gruppen) oder du fragst einfach mal das Personal im Hostel oder Hotel. Dann kannst du dir nämlich direkt die wichtigsten Sätze aufschreiben lassen und bekommst Hilfe bei der richtigen Aussprache und die wichtigsten lokalen Besonderheiten kannst du auch direkt erfragen.

In Taiwan hat mich diese Taktik übrigens vor dem Verhungern gerettet. Ich esse kein Fleisch und hatte mich zu Hause brav vorbereitet und mir die wichtigsten Sätze vorab im Internet übersetzt und alles ausgedruckt. In den kleinen Nudelläden bin ich mit meinem Zettel allerdings nicht sehr weit gekommen und habe immer wieder Gerichte mit Hühnchen auf dem Teller gehabt. Zum einen ist die vegetarische Ernährung in Taiwan nicht weit verbreitet und zum anderen war meine Übersetzung nicht ausführlich genug. Das habe ich dann herausgefunden, als sich eine taiwanesische Studentin am Tisch neben mir meine Übersetzungen mal genauer angeschaut hat. Sie hat dann alles neu übersetzt und ab dem Zeitpunkt hatte ich bei der Essensbestellung keine Probleme mehr.

Kommunikation auf Reisen - Taiwan

  1. Bilder-Wörterbuch

Als Allroundtalent bei Kommunikationsschwierigkeiten hat sich mittlerweile das Ohne-Wörter-Buch erwiesen. In dem kleinen Zeigebuch sind viele Hundert Gegenstände und Situationen abgebildet, die du dann einfach entsprechend zeigen kannst. Das Buch passt locker ins Handgepäck und ist in jedem Land einsetzbar.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)
Kommunikation auf Reisen, 5.0 out of 5 based on 2 ratings

22 Kommentare

  1. Mona 16. Februar 2017 at 13:34

    In Vietnam hätte ich so etwas gut gebrauchen können, als wir in einer Gegend waren, wo uns keiner verstand. Das hätte uns dann vielleicht auch davor erspart, Innereien zu essen, weil wir im Restaurant einfach auf das erstbeste in der Karte gezeigt haben 🙂

  2. Benjamin Schneider 16. Februar 2017 at 13:35

    Ich war vor 7 Jahren in Bangkok und wollte auf dem JJ Market noch nach Andenken für zu Hause schauen. Nach 5 Minuten hatte ich alles zusammen und mich auf dem riesigen Gelände hoffnungslos verlaufen. Ich habe 2 Stunden gebraucht um jemanden zu finden, der etwas Englisch konnte um mir den Weg zum nächsten Ausgang zu erklären. Leider der exakt gegenüberliegende Ausgang von meinem Startpunkt… da hätte mir so eine kleine Grafik sicher einiges an Zeit erspart

  3. Carolin Hörnig 16. Februar 2017 at 13:36

    Hey Leute,
    ich bin letzte Woche erst aus Costa Rica wieder gekommen und eigentlich dachte ich, Ich bin mit meinen Englisch Kenntnissen für dieses Land gut gerüstet. Falsch gedacht 😉
    Ich war auf der Suche mach einen Geldautomaten und fragte in einem Bekleidungssgeschäft nach. Der Junge Mann schien mich aber nicht richtig zu verstehen, ich zeigte ihm zusätzlich noch meine Kreditkarte, vergeblich. Er machte 2 Handbewegungen, ok dachte ich mir. Lief in die Richtung die der Junge Mann mir zeigte, da konnte ich jedoch nur eine Klinik ausfindig machen 🙂 vielleicht dachte der junge Mann ich bräuchte einen Arzt, da mein Gesicht noch nicht wirklich Sonne abbekommen hatte und ich eher blass aussah 🙂

    Mit dem coolen Traveller shirt bin ich mir sicher, wäre mir das nicht passiert

  4. Inge 16. Februar 2017 at 13:37

    Unsere Tochter war in Costa Rica und hat sich da teilweise mehr schlecht als recht durchgeschlagen, da es oft sprachschwierigkeiten gab. Sie hat erzählt, daß sie Andere getroffen hat, die diese tollen Beutel haben und sich damit sehr gut helfen konnten, in dem sie auf Symbole zeigten. Sie meinte Zuhause, sowas braucht sie auch das nächste mal
    Also versuche ich mal mein Glück

  5. Melissa 16. Februar 2017 at 13:44

    Ich könnte die Helfer supi für mein Auslandssemster gebrauchen, das ich ab März in Peking absolvieren werde 🙂

  6. Nadine Kurzweg 16. Februar 2017 at 17:17

    Ich möchte gerne nach dem Ende meiner Ausbildung 2018 für 2Monate durch Lateinamerika reisen
    Da ich nicht weiß,ob ich diese Reise alleine antreten werde wäre der kleine Helferlein eine gute Alternative,um mich durch zu wurschteln

  7. Simone 16. Februar 2017 at 17:58

    Ich hätte einen Helfer super während meines Auslandsemesters in Thailand gebrauchen können. Da war die Kommunikation in den abgelegeneren Ecken dann doch etwas schwierig, speziell bei der Suche nach Geldautomaten oder der Wahl des Essens 🙂

  8. Johanna 16. Februar 2017 at 17:59

    Als ich in den USA mit meiner Gastfamilie sprechen wollte, sind mir manchmal nur die falschen oder gar keine Übersetzungen eingefallen. Da hätte ich mir solche Traveller Helfer einige peinliche Situationen sicher erspart 🙂

  9. Judith 16. Februar 2017 at 18:32

    Bisher habe ich leider keine coolen Anekdoten zu erzählen, ich bin aber auch noch nicht so alt. 😉 Zur Zeit spare ich für meine erste große Reise, es geht nach Japan. 😀 Aber ich bin mir sicher, hinterher werde ich einiges zu erzählen haben! Ich lerne zwar momentan Japanisch, aber wer weiß! 😀 Es ist eine schwere Sprache und vor allem die Hiragana und Katakana haben es in sich. ^^

  10. Seona Sommer 16. Februar 2017 at 19:20

    Gebraucht hätte? Ich hoffe, meine Antwort darf auch heißen: Eigentlich immer. Denn ich bin zwar schon sehr viel herumgekommen, aber noch nie in ein Land gefahren, wo ich mich weder mit Englisch noch mit Spanisch verständigen konnte. Mit anderen Worten, ich habe eigentlich ein bisschen sehr viel Bammel davor, sprachlich so gar nicht parat zu kommen.

  11. Almuth 16. Februar 2017 at 19:38

    Da gibt es so einige Situationen. Letztlich sind sie alle mit Händen und Füßen geklärt worden, aber in einer Apotheke im Süden von Vietnam brauchte ich recht dringend Hilfe, aber die Person, die dort verkauft hat, hatte für mich nur ein sehr freundliches Lächeln übrig.

    Auch auf sooo vielen Märkten in Guatemala vor nun 9 Jahren haben wir bei Maya-Frauen gekauft und gegessen, die leider auch kein Spanisch konnten, sondern nur ihre eigenen Dialekte beherrschten. So gerne hätte ich gefragt, was in den Empanadas war oder ‚Vielen Dank‘ und ’sehr lecker‘ auf ihrer Sprache gekonnt.

    Vielleicht hilft mir bald ein Shirt oder Jutebeutel.

  12. Fabio Kariger 16. Februar 2017 at 21:49

    Ein kumpel von mir hat im spanienurlaub immer unos beeros bestellt …der hätte so eine tasche auch gebrauchen können^^.

  13. Kathi 16. Februar 2017 at 22:17

    Euer Tshirt hätte mir schon einiges erleichtert Ob die verzweifte Suche nach einer Toilette in Thailand oder der Bushaltestelle in Bosnien… Vielleicht bin ich ja beim nächsten Mal besser gewappnet.

  14. Gaby 16. Februar 2017 at 23:10

    Eigentlich kam ich bisher immer gut durch die Länder, da ich Englisch, Französisch und Spanisch gelernt habe. Allerdings kam ich in Irland, als wir mit dem Rad durchs Hochmoor fuhren an meine Grenzen. Ich habe den tierisch netten, sehr alten Iren absolut nicht verstanden! Es war schade, da er bestimmt viel Interessantes zu erzählen hatte!!

  15. Roman 17. Februar 2017 at 00:17

    Man glaubt es kaum, aber es war auf Mallorca. Ich bin mit einem öffentlichen Bus in das hügelige Bergland gefahren und wollte zu einer Station fahren, deren Namen ich aus dem Internet herausgeschrieben habe. Als ich dem Busfahrer diese Haltestelle nannte, hatte dieser keine Ahnung, denn in Wirklichkeit heisst sie ganz anders. Ich bin schlussendlich doch am richtigen Ort gelandet, aber etwas bessere Spanischkenntnisse hätten mir die Reise erleichtert!

  16. Julia 17. Februar 2017 at 00:55

    Peinlicherweise hätte ich in Lugano auch schon so ein Shirt/eine Tasche gebrauchen können. Wie fanden den Bahnhof nicht, und die Leute wollten um keinen Preis mit uns Deutsch, Französisch oder Englisch sprechen. Doof wenn man nicht alle Landessprachen beherrscht. Irgrndwie hat man sich dann doch verstanden, Pantomimisch halt eben 🙂

  17. Anna-Lena Mihm 17. Februar 2017 at 09:07

    Bis jetzt kamen wir mit unserem Englisch ziemlich gut weiter, da wir hauptsächlich in Europa unterwegs waren Es geht nächste Woche für meinen Freund und mich auf Weltreise, wo wir sicherlich auf einige Sprachbarrieren treffen werden. Deshalb würden wir uns sehr freuen, wenn wir ein Helferchen von StaTravel dabei hätten ✈️

  18. Julia 17. Februar 2017 at 10:17

    Schweinegrippe in Südostasien, das Krankenhaus hätte ich bestimmt schneller gefunden

  19. Elisabeth 17. Februar 2017 at 10:37

    In Mexiko ist Englisch oft Mangelware. Manchmal hilft nur Hartnäckigkeit, wenn die Rezeption gerade die Buchung nicht findet oder man dringend etwas besorgen muss. Als ich mit starkem Schnupfen auf die Suche nach Taschentüchern gegangen bin, war es richtig knapp: Nachdem ich den Angestellten in der Apotheke mein letztes gezeigt habe haben sie es verstanden und mir eine Minipackung angeboten, mehr braucht offenbar dort niemand! Am Ende ist zum Glück irgendwo ein Ladenhüter, eine mittelgroße zerknautschte Packung Kleenex aufgetaucht, die mittlerweile versammelte Mannschaft hat sich super amüsiert und ich war erleichtert 😀

  20. Stefan 17. Februar 2017 at 12:42

    Essenbestellung in China

  21. Sarah 17. Februar 2017 at 13:29

    Hallo Cornelia,
    ich habe meine beste Freundin 2009 in der 11. Klasse in Sydney besucht und wir waren spätnachmittags/ abends in der Innenstadt. Leider haben wir uns verlaufen, weil wir einen bestimmten Laden mit Accessoires gesucht haben. Es wurde dunkel und die Straßen waren verlassener, als wir es uns gedacht hätten. Wir waren 15 bzw 16 Jahre alt, komplett orientierungslos und etwas verängstigt. Wir versuchten, den Weg zurück zu finden – vergeblich. Da tauchte ein Anzugträger aus einem Gebäude auf und wir stürmten auf ihn zu. Der Arme hat sich ziemlich erschreckt, aber er hat sich bemüht, uns den Weg zu erklären. Als er merkte, dass wir es nicht begriffen, ging er ca. 15 Minuten mit uns zu einer der größeren Straßen und setze uns in einen Bus, damit wir in Richtung des Hafens fahren konnten. Der Typ war echt klasse.
    Liebe Grüße
    Sarah

  22. Cornelia Zausinger 17. Februar 2017 at 17:35

    Liebe Gewinnspielteilnehmer,

    aus Gründen, die wir nicht beeinflussen können, müssen wir das Gewinnspiel an dieser Stelle leider abbrechen. Wir danken Euch für Eure Teilnahme und, dass Ihr Eure Reisegeschichten mit uns geteilt habt. Als kleine Entschädigung und als Dankeschön bekommt jeder, der bis jetzt (Stand 17.02.2017, 16:30 Uhr) einen Kommentar hinterlassen hat, ein Goodie Bag von uns zugeschickt. Für die Abwicklung werden wir uns separat per E-Mail bei Euch melden.

    Es tut uns sehr leid, dass wir das Gewinnspiel nicht wie geplant durchführen können. Auf unserem Blog, unserer Facebookseite und unserer Webseite finden regelmäßig tolle Gewinnspiele statt, bei denen Ihr wieder Euer Glück versuchen könnt.

    Viele Grüße,
    Cornelia im Namen des STA Travel Team

Kommentare

Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar Custom avatar