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Kommunikation auf Reisen

Von Cornelia Zausinger , 16. Februar 2017

Mittlerweile lernen wir ja alle Englisch in der Schule und sind damit für die große weite Welt ganz gut gerüstet. Das denken wir zumindest. Aber hat hier schon mal jemand versucht im Süden von Japan, in der Steppe der Mongolei oder in den weniger touristischen Orten von Südamerika mit Englisch weiterzukommen? Da erhält man nämlich häufig nur ein freundliches Lächeln, einen verständnislosen Blick oder ein Schulterzucken. Da es leider auch nicht möglich ist, vor jeder Reise direkt den passenden Sprachkurs  zu besuchen und nicht jeder das Talent für Fremdsprachen in die Wiege gelegt bekommen hat, kommen hier ein paar hilfreiche Tipps für eine bessere Kommunikation auf Reisen.

5 Tipps gegen Sprachbarrieren auf Reisen

  1. Grundlegende Vokabeln lernen und aufschreiben

Egal wohin die Reise geht, es ist immer hilfreich, die wichtigsten Worte und Sätze in der Landessprache zu lernen. Auch wenn das „Hallo“, „Danke“ und „Zwei Bier bitte“ nicht immer perfekt ausgesprochen wird, so freut sich doch jeder über den Versuch und die Sympathie der Locals ist dir sicher. Also keine falsche Scheu und einfach mal versuchen.

Hilfe bekommst du im Reiseführer oder zum Beispiel vom Google Übersetzer. Den gibt es übrigens auch als App und dort kannst du die wichtigsten Phrasen direkt als Favoriten speichern und sogar vom Smartphone vorlesen lassen. Es macht übrigens Sinn, sich vor der Reise die Favoriten anzulegen, da diese dann unterwegs auch ohne Internetverbindung funktionieren. Wer keine Lust hat sein Smartphone durch die Gegend zu schleppen, der druckt sich die Sätze einfach aus und steckt den Zettel ein.

  1. Mit Händen und Füßen kommunizieren

Kommst du mit deinen vorbereiteten Sätzen nicht weiter und ist auch gerade keine Internetverbindung in Sicht, dann hilft nur noch eins. Kommunikation mit Händen und Füßen. Ich war schon an einigen Orten, wo mich wirklich niemand auch nur ansatzweise verstanden hat und mit dieser Taktik habe ich es geschafft, im Süden von Japan mein Hotel zu finden und sogar in der Inneren Mongolei ein vegetarisches Gericht zu bekommen.

Aber Achtung, die kulturellen Besonderheiten darfst du keinesfalls außer Acht lassen. So kann ein Kopfschütteln in Indien für Verwirrung sorgen. Denn dieses bedeutet dort keine Verneinung, sondern je nach Situation „vielleicht“, „du sagst es“, „ich habe keine Ahnung“ oder „prinzipiell schon (aber heute lieber nicht)“. Und in der indianischen Kultur gilt es beispielsweise als unhöflich, mit dem Finger zu zeigen. Dort weist man mit der Nase den Weg.

  1. Notizblock dabei haben

Stecke einen kleinen Block und einen Stift in deinen Daypack. Das kann in wortlosen Situationen Gold wert sein. So können du oder dein Gesprächspartner zur Not aufmalen, was ihr sagen möchtet. Das funktioniert bei dem Spiel Activity ja schließlich auch. Zusätzlich kannst du dir neue Worte und Sätze, die du dir für die restliche Reise behalten möchtest, direkt notieren und bei Bedarf wieder rauskramen.

  1. Einheimische kennenlernen

Am einfachsten lernt man eine Sprache, wenn man sich an die Einheimischen hält. Im Idealfall kommst du schon vor deiner Reise in Kontakt mit Einheimischen (zum Beispiel über Reiseforen oder Facebook-Gruppen) oder du fragst einfach mal das Personal im Hostel oder Hotel. Dann kannst du dir nämlich direkt die wichtigsten Sätze aufschreiben lassen und bekommst Hilfe bei der richtigen Aussprache und die wichtigsten lokalen Besonderheiten kannst du auch direkt erfragen.

In Taiwan hat mich diese Taktik übrigens vor dem Verhungern gerettet. Ich esse kein Fleisch und hatte mich zu Hause brav vorbereitet und mir die wichtigsten Sätze vorab im Internet übersetzt und alles ausgedruckt. In den kleinen Nudelläden bin ich mit meinem Zettel allerdings nicht sehr weit gekommen und habe immer wieder Gerichte mit Hühnchen auf dem Teller gehabt. Zum einen ist die vegetarische Ernährung in Taiwan nicht weit verbreitet und zum anderen war meine Übersetzung nicht ausführlich genug. Das habe ich dann herausgefunden, als sich eine taiwanesische Studentin am Tisch neben mir meine Übersetzungen mal genauer angeschaut hat. Sie hat dann alles neu übersetzt und ab dem Zeitpunkt hatte ich bei der Essensbestellung keine Probleme mehr.

  1. Bilder-Wörterbuch

Als Allroundtalent bei Kommunikationsschwierigkeiten hat sich mittlerweile das Ohne-Wörter-Buch erwiesen. In dem kleinen Zeigebuch sind viele Hundert Gegenstände und Situationen abgebildet, die du dann einfach entsprechend zeigen kannst. Das Buch passt locker ins Handgepäck und ist in jedem Land einsetzbar.