Asien

Highlights bei einer Reise durch Malaysia

Von Gastblogger , 01. Februar 2019

Ich bin Corina, 26, Fotografin, Mediengestalterin, leidenschaftlicher Foodie und seit meinem USA Roadtrip 2015 komplett vom Reisefieber infiziert. 2018 haben mein Freund und ich uns eine Auszeit genommen, um uns einen Lebenstraum zu erfüllen: eine Weltreise. In diesen erlebnisreichen 5 Monaten haben wir Südafrika, Neuseeland, Australien und Malaysia kennen und lieben gelernt. Weitere Reise-Geschichten und Tipps findet ihr auf meinem Blog!

Highlights und Tipps für Malaysia!

Während unserer Weltreise bereisten wir im Dezember und Januar 17 Tage den westlichen Teil Malaysias. Malaysia gilt neben Thailand wohl eher als eines der untypischeren Reiseziele in Südostasien. Jedoch hat Malaysia gerade kulturell eine unheimliche Vielfalt zu bieten.

Malaysia

Das wohl bekannteste Wahrzeichen Malaysia. Die 452 m hohen Petronas Towers.

Von A nach B

Wie in den meisten südostasiatischen Ländern ist für gewöhnlich der Bus das wohl günstigste und beste Verkehrsmittel um von A nach B zu gelangen. Für kurze Strecken innerhalb eines Ortes kann ich euch die Nutzung der Grab-App ans Herz legen. Grab ist das asiatische Pendant zu Uber und dazu noch super günstig und wirklich sicher. Außerdem gelangt man so kinderleicht in den Kontakt mit den Einheimischen und kann tolle Tipps von ihnen bekommen.

Kulturelle Vielfalt in Kuala Lumpur

Kuala Lumpur ist ein wahrer Melting Pot, was das Aufeinandertreffen verschiedenster Kulturen betrifft. Es ist eine bunte Mischung aus vielen verschiedenen ethnischen Gruppen, Sprachen, Religionen und Bräuchen. Zwischen all den modernen Wolkenkratzern findet man reich verzierte Tempelanlagen oder imposante Moscheen. Unsere Highlights waren der Besuch des buddhistischen Thean Hou Tempel und der Wilayah Moschee.

Am frühen Morgen erreichten wir den prächtig geschmückten, nahezu noch unbesuchten, Thean Hou Tempel. Vom Tempel aus hat man übrigens eine herrliche Aussicht auf weite Teile der Hauptstadt. Die sechsstöckige Anlage ist der Göttin Tian Hou gewidmet, die zum Schutz der Fischer verpflichtet ist. Viele besuchen den Tempel aber auch um Guan Yin, die Göttin der Barmherzigkeit, anzubeten. An diesem Morgen zählen wir zu den aller ersten Besuchern, die das Innere des Tempels zu Gesicht bekommen. Die Gebetshalle, reichlich geschmückt mit vielen kleinen Buddha-Bildern, riesigen Statuen und drei großen Altären, ist das Herzstück des Tempels. Einige Besucher verbrennen Räucherstäbchen, knien im Gebet und platzieren Opfergaben zu Füßen der Götter-Statuen. Wir könnten hier eine ganze Ewigkeit verbringen um die detailverliebte Ausarbeitung des Tempels zu bestaunen. Besonders schön muss es hier auch abends sein, wenn sich der ganze Tempel in ein Lichtermeer aus Lampions hüllt.

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Früh morgens ist man nahezu allein.

Da über 60% der Bevölkerung in Malaysia dem Islam angehören wollten wir auch eine Moschee besuchen. An der wirklich beeindruckenden Wilayah Moschee angekommen, wurden wir erst einmal verhüllt. Für Besucher steht ein ehrenamtliches Team für Führungen ab 10 Uhr zur Verfügung. Unser persönlicher und unglaublich freundlicher Guide Mustapha führte uns durch die riesige Anlage, während er die Prinzipien des Islams ausführlich erläuterte, ein Gebet für uns praktizierte und wirklich alle Fragen beantwortete, die wir hatten. Mit Hilfe der Freiwilligen findet hier der kulturelle Austausch mit den Besuchern aus aller Welt statt. Die Details und geometrischen Muster an den Wänden und Decken, der nahezu perfekt symmetrische Innenhof und die überwältigende Größe des Hauptgebetssaals sind wirklich atemberaubend und wunderschön. Wir möchten diese Erfahrung keinesfalls missen.

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Die reichlich verzierte Kuppel der Gebetshalle.

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Malereien und Minarett

Außergewöhnliche Street Art in Ipoh

Die fünft größte Stadt Malaysias? Klingt erstmal recht groß. Doch nachdem unser Fahrer Midar auf dem Weg zur Unterkunft eine kostenlose Stadtrundfahrt durch Ipoh dran hängte, stellte sich schnell das Herzstück der Stadt heraus: die Altstadt, Ipoh Old Town. Vor allem in und um die Concubine Lane spielt sich hier das Wesentliche ab. Zwischen vieler, kleiner Kolonialbauten und bunten Regenschirmen am Himmel, findet man hier Märkte, kleine Cafés und vor allem aber auch Street Art. Der damals weitgehend unbekannte litauische Straßenkünstler Ernest Zacharevic veränderte nicht nur das Gesicht von George Town, sondern wurde auch in Ipoh tätig. Einen Monat hat er gebraucht, um acht Wandbilder in der Altstadt von Ipoh zu malen. Was vorher grau war, wurde bunt. Das besondere an seiner Street Art ist die Zusammenführung von seinen Malereien mit alltäglich integrierten Gegenständen. Übrigens, in Malaysias Cafés findet man ganz besonders interessante Interpretationen unserer beliebten Schwarzwälder Kirschtorte, wie z.B. im „Plan B Café“. Hier erhält man Montag, Mittwoch und Freitag ein Stückchen Kuchen und Kaffee für 10 Ringit, was in etwa 2 Euro entspricht.

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In der ganzen Stadt findet man StreetArt.

Schlemmereien an jeder Ecke in George Town

Wenn ihr experimentierfreudig beim Essen seid, dann ist George Town der richtige Ort. An jeder Ecke bekommt man für wenig Geld „Nasi Lemak“. Dieses traditionelle Gericht, bestehend aus Reis, Gurkenscheiben, getrockneten Sardellen, hartgekochten Eiern und Chilisauce, ist zugleich auch ein gängiges Frühstück. Denn in Malaysia isst man gerne auch direkt zum Frühstück deftig, wie auch in den anderen asiatischen Ländern. Es war also nicht immer ganz so einfach etwas zu finden, wenn man gerne vegetarisch isst und morgens nicht direkt auf den leeren Magen scharf essen möchte. In George Town war das jedoch bei der Fülle des Angebots nie ein Problem. Der wohl beste Ausgangspunkt für einen kulinarischen Spaziergang ist die trubelige Love Lane. Von duftenden und dampfenden Garküchen bis hin zu vielen bunten Cafés und Restaurants wird hier wohl jeder fündig.

Unsere Lieblings-Adressen:

Olive Kitchen & Bar, indisch. Besonders lecker ist das vegetarische Palak Paneer. Eine würzige Speise bestehend aus Spinat, Frischkäse, Ingwer und Koblauch.

Lemongrass, thai. Wer thailändische Küche mag, ist hier genau richtig. Die klassisch beliebten Speisen wie Grünes Curry, Pad Thai und Tom Yam sind alle auf der Karte zu finden. Für uns Europäer macht es aber durchaus Sinn „not spicy“ zu bestellen. Denn das scheinbar nicht scharfe Essen war schon echt scharf für uns. Nichtsdestotrotz sehr lecker und ein sehr freundlicher Besitzer.

Holy Guacamole, mexikanisch. Gute Drinks, extrem nettes Personal, leckere Fajitas und dazu noch gute südamerikanische Live-Musik. Das alles sprach dafür, hier nicht nur einen Abend zu verbringen.

Every Fresh Bar, healthy. Malaysia ist natürlich eine wahre Quelle für frisches Obst. In der Every Fresh Bar hatten wir die wohl leckerste Schoko Smoothie Bowl.

Arthouse Coffee, Café. Das mit Abstand beste, westliche Frühstück fanden wir hier. Was vermutlich nicht zuletzt an der Schweizer Verwandschaft lag, die vermutlich auch die höheren Preise erklärt, aber es war einfach unglaublich lecker.

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Die leckerste Smoothie Bowl aller Zeiten.

Runterkommen und entspannen auf Langkawi

Die wachsende Popularität der Insel Langkawi hat mit Sicherheit gute Gründe: Ein internationaler Flughafen, eine gute Infrastruktur, Unterkünfte in allen Preislagen, jede Menge Entertainment und sogar zollfrei einkaufen kann man hier. Wir hatten leider etwas Pech mit unserer Unterkunft und dem Wetter, weswegen wir das Angebot nicht ganz ausschöpfen konnten. Allerdings trafen wir hier wieder auf große Gastfreundschaft der Einheimischen. Bei gutem Wetter sollte man definitiv mit der Seilbahn, am Fuße des Mount Mat Cincang, in 15 Minuten auf den 792 Meter hohen Berg fahren. Bei klarer Sicht kommt man hier sogar in den Genuss die benachbarte thailändische Insel Ko Tarutao zu sehen. Ein verstecktes, kleines Juwel findet man hingegen in der Nähe des Hauptstrandes Pantai Cenang. Das Restaurant „The Kasbah“ liegt etwas abgelegen vom Trubel und bietet eine tolle, alternative Atmosphäre und vor allem Katzenfans können sich freuen, wenn sie dort auf die Vierbeiner treffen. Außerdem ist morgens jeder 7:00 und 8.30 Uhr willkommen für eine kleine Yoga-Einheit. Ein toller Ort, um zu Entspannen!

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Mit dem Sky Cab auf den Mount Mat Cincang.

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Verschlafene und ländliche Stimmung auf Langkawi.

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Wohlfühlatmosphäre im „The Kasbah“

Quirlige Nachtmärkte in Malakka

Die wunderschöne Altstadt verzaubert vor allen Dingen mit ihrem Charme entlang des Melaka Rivers. Wie überall in Malaysia treffen hier wieder die unterschiedlichsten Kulturen und Völker zusammen. Auch die verschiedenen Kolonialzeiten der Portugiesen, Holländer und Engländer haben die Stadt nachhaltig geprägt. Höchst interessant anzusehen sind dort auch die völlig überladenen Rikschas.

Richtig gemütlich wird es dann abends, wenn der Fluss von zahlreichen Lampen in den unterschiedlichsten Farben beleuchtet wird. Ein besonderes Highlight war der nur am Wochenende stattfindende Nachtmarkt. Jeden Freitag, Samstag und Sonntag ist hier ein wahres Aufkommen an Ständen geboten. Gerade auch viele unterschiedliche Essensstände locken zahlreiche Besucher, wie auch uns. Von hauchdünnen Kartoffelspiralen auf dem Spieß, Frucht-Shakes, Dumplings, Waffeln über Sushi und kuriose Wachteleier-Spieße findet man hier einiges zum Ausprobieren.

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Viele kleine Restaraunts und Bars direkt am Melaka River.

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Auf dem Nachtmarkt gibt es einiges zu probieren.

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Hinein in den Trubel

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