Ozeanien

Manaakitanga: die Gastfreundschaft Neuseelands und weitere Erlebnisse

Von Die STA Travel Reiseexperten , 29. Mai 2019

Es gibt wohl kaum ein Land auf dieser Welt, das nicht mit seiner Gastfreundschaft um Besucher wirbt und von keinem der von mir besuchten Länder würde ich behaupten, dass ich mich nicht willkommen gefühlt habe. Was ich mich aber zu behaupten traue, ist, dass Neuseeland eines der Länder war, in denen diese fast schon allgegenwertig war ohne mir gleichzeitig das Gefühl zu geben, dass ich einfach nur ein zahlender Kunde bin. Die Gastfreundschaft war authentisch, ehrlich und echt und wie es mir prophezeit wurde, bin ich als Fremder gekommen und als Teil der Familie und vor allem mit schwerem Herzen gegangen. Genau das ist nämlich ein wichtiger Bestandteil von dem, was auf Maori als Manaakitanga bezeichnet wird.  

Manaakitanga: willkommen in Neuseeland

Verzeiht mir, dass ich nun ein unbeliebtes Klischee erfüllen muss, um zu erklären, wann ich Manaakitanga am stärksten gespürt habe: ich lebe nämlich vegan. Die folgende Erfahrung  könnt ihr  aber ganz einfach auf eine beliebige andere Ernährungsform oder andere ernährungsbedingte Einschränkungen übertragen. Auf Reisen ist das nicht immer leicht, erfordert Organisation und geht nicht selten mit Verzicht einher. In Neuseeland ist das anders: nirgendwo sonst wurde ganz selbstverständlich und ohne Murren eine Alternative für mich gezaubert. Bei ausnahmslos jedem Gastgeber und in jedem Restaurant war ich wie jeder andere Gast willkommen und wurde nicht als Mehrarbeit wahrgenommen. Einige von euch werden verstehen, wie herzerwärmend das ist.  

Keine Angst, ihr müsst nicht vegan sein oder mit einer Lebensmittelallergie zu kämpfen haben, um Manaakitanga zu fühlen. Neuseelands Natur alleine ist ja schon Grund genug, um aus dem Staunen nicht mehr herauszukommen und dennoch warten an jeder Ecke noch weitere Abenteuer – für mich ist das auch irgendwie eine Art Gastfreundschaft, die wunderbaren Dinge noch schöner zu machen.  

Neuseeland

Weitere Erlebnisse in Neuseeland

OGO in Rotorua 

Ganz besonders hat mir dabei OGO in Rotorua gefallen, wo man in einem mit etwas Wasser gefüllten Ball den Berg runterrollen kann. Man überschlägt sich dabei allerdings nicht, sondern fühlt sich eher wie in einer Wasserrutschbahn mit sehr vielen Kurven. Schon beim Schreiben sehe ich die Fragezeichen über euren Köpfen und das kann ich euch auch gar nicht verübeln, weil ich mir darunter nämlich auch überhaupt nichts vorstellen konnte, bevor ich nicht selbst lachend den Abhang hinuntergerollt bin. Ihr solltet es also unbedingt ausprobieren, wenn ihr in Rotorua seid. 

Maori-Kultur: Te Puia und Tamaki Village 

Rotorua ist auch der perfekte Ort um sich näher mit der Maori Kultur zu beschäftigen. Tagsüber lohnt sich ein Besuch in Te Puia, wo ihr heiße Quellen und Geysire sehen und riechen und bei einer Führung erfahren könnt, wie sich das Maori in früheren Zeiten zu Nutze gemacht haben. Wer sich für Kunsthandwerk interessiert, ist hier ebenfalls bestens aufgehoben – in Te Puia befindet sich auch eine Schule, in der das Handwerk an die jüngeren Generationen weitergegeben und so am Leben erhalten wird. Abends ist ein Besuch im Tamaki Village und damit eine Reise in die Zeit der ersten Siedler eine gute Möglichkeit um noch weitere Aspekte der Kultur kennenzulernen und vor allem einem Hangi, der traditionellen Art und Weise zu kochen, beizuwohnen. 

Neuseeland

Whale watching in Kaikoura

Was ihr auch nicht verpassen solltet, ist die Chance Wale zu sehen. Kaikoura, übrigens nicht der einzige Ort Neuseelands, der sich fürs Whale Watching anbietet, ist weltweit einer der Orte, an denen die Wale besonders nah an die Küste kommen und welche man deswegen besonders oft das Glück in freier Wildbahn sichten kann 

Kurz gesagt: in Neuseeland bleiben keine Wünsche offen. Wer auf Adrenalin steht, springt mit atemberaubender Aussicht aus einem Flugzeug oder stürzt sich kopfüber eine Brücke hinab; wer gerne Zeit in der Natur verbringt, lernt das Land während einer der Great Walks kennen (unbedingt vorher Schlafplätze in den Hütten reservieren!) und für alle bei denen die kulinarischen Highlights im Vordergrund stehen, haben so gut wie überall die Chancen regionale Spezialitäten und besonders Weine zu probieren. Und weil Neuseeland so wunderbar klein ist, lässt sich das alles auch noch in relativ kurzer Zeit total einfach verbinden. Selbst elbst etwas längere Strecken lassen sich durch die vielen Regionalflughäfen und regionalen Airlines mühelos überbrücken.

Ihr habt Lust auf eine Reise nach Neuseeland bekommen?

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