Asien

Mit Stopover in Hongkong nach Neuseeland – Unsere Gesichter für Neuseeland

Von Cornelia Zausinger , 22. Oktober 2015

Nach so vielen Monaten planen, vorbereiten und freuen ging es endlich los. Zusammen mit Margarete und Stephanie habe ich mich auf den langen Weg Richtung Neuseeland gemacht.

In 37 Stunden ans andere Ende der Welt

So sah unsere Taktik aus: Mittags in Düsseldorf losfliegen, nach elf Stunden in Hongkong ankommen und dort einen Tag lang die Stadt erkunden. Davon am Abend so müde sein, dass wir den Nachtflug von nochmal elf Stunden quasi durchschlafen und fit in Neuseeland ankommen. So weit der Plan.

Der erste Flug verlief ziemlich entspannt und wir hatten viel Zeit uns ein wenig kennenzulernen und die nächsten beiden Wochen zu bequatschen. Nur das mit dem Schlafen hat nicht ganz so gut geklappt, so dass wir doch ein wenig müde in Hongkong gelandet sind. Dort erst einmal frisch machen, ein paar Hongkong Dollar abheben, sperriges Handgepäck bei der Gepäckaufbewahrung abgeben und los geht es in die Megametropole.

Stopover Hongkong

Die Fahrt in die Stadt klappte mit dem Airport Express super einfach. Der Zug fährt direkt am Ende der Ankunftshalle ab und 24 Minuten später standen wir mitten im Zentrum an der Hong Kong Station. Fährt man noch am gleichen Tag zurück, dann kostet das Hin- und Rückfahrticket 100 HKD, das sind ungefähr € 11.

Hongkong ist riesig und haut einen schon auf den ersten Blick um. Überall schießen Hochhäuser auf recht engem Raum in die Höhe und das vor unzähligen steilen Hügeln die dicht bewachsen sind und mit ihrer satten grünen Farbe einen tollen Kontrast zur Bebauung bieten. Direkt davor liegt das Meer mit alten Fischerbooten, Fähren und protzigen Jachten.

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Generell bietet die Stadt viele Kontraste: kleine Gassen mit typisch asiatischen Straßenständen liegen direkt neben hochmodernen Shopping Centern mit allen Geschäften und Marken, die auch die westliche Welt zu bieten hat. Wer nur einen Tag in Hongkong verbringt sollte sich einen groben Plan machen, da die Stadt viel zu groß und der Verkehr zu mühsam ist, um einfach zu Fuß und auf gut Glück los zu ziehen. Es gibt ein relativ gut ausgebautes U-Bahn System und Taxi fahren ist recht günstig. Wir haben als erstes den Man Mo Tempel besucht. Die schöne kleine Tempelanlage umgeben von Hochhäusern lässt einen das Gewusel auf den Straßen für einen Moment vergessen.

stopover hongkong, tempel

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Als nächstes stand „The Peak“ auf dem Programm. Eine Aussichtsplattform fast 400 Meter über der Stadt. Zugegeben, auf diese Idee kommt jeder Tourist in Hongkong. Auch der Weg mit der steilen, historischen (1888 eröffnet) Standseilbahn nach oben und durch eine kleines Shoppingcenter, vollgestopft mit Souvenirläden,macht nicht gerade den Eindruck, als sei man einem Geheimtipp auf der Spur. Aber der Ausblick von dort oben ist einfach fantastisch. Vor uns lag die ganze Stadt mit ihren Wolkenkratzern und kleinen Inseln.

stopover hongkong, the peak

stopover hongkong, the peak

Nachdem wir Hongkong von oben ausgiebig betrachtet hatten, lassen wir uns mit einem kleinen Boot bei der Stadt Aberdeen auf Hong Kong Island durch den dortigen Hafen fahren. In Aberdeen leben noch viele traditionelle Fischer unter sehr einfachen Bedingungen auf ihren Booten. Hier kommt der große Kontrast zwischen Arm und Reich wieder übertrieben deutlich zur Geltung, da direkt nebenan die Jachten der Superreichen ankern.

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stopover hongkong, harbour

Auf der Webseite des Tourismusbüro Hongkong gibt es übrigens alles Wissenswerte zur Stadt und viele Tipps für einen Stopover. Außerdem kann man sich über My Hong Kong Guide eine individuelle Sightseeing Tour zusammenstellen, die sich bei der Ankunft in Hongkong ganz einfach über das Smartphone abrufen lässt. Echt praktisch.

Nach unserem Bootsausflug ging es mit dem Taxi bereits wieder zurück zum Airport Express und wir können, müde von den vielen Eindrücken in den letzten Stunden kaum mehr die Augen offenhalten. So weit scheint der Plan also zu funktionieren.

Allerdings müssen wir am Flughafen noch ein paar Stunden rum bekommen und dazu haben wir uns für ein klein wenig Luxus entschieden. Eine Dusche! Nach dem langen Flug und einem Tag im schwülen Hongkong fühlt es sich so toll an wieder frisch zu sein und ein paar saubere Klamotten anzuziehen. In der Premium Lounge von Cathay Pacific kann man sich das Duschglück für 200 HKD kaufen und hat dafür ein eigenes voll ausgestattetes und super sauberes Badezimmer für 30 Minuten zur Verfügung. Sicherlich ist das mit umgerechnet 23€ nicht gerade ein Schnäppchen, aber ich kann es trotzdem empfehlen.

Frisch geduscht ging es dann für die nächsten elf Stunden in den Flieger und auch jetzt hat der Plan zumindest bei mir funktioniert. Ich war so müde, dass ich schon beim Start fast eingeschlafen war. So fühlte sich der Flug auch relativ kurz an und nach dem Frühstück im Flugzeug sind wir endlich am anderen Ende der Welt angekommen.

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Fazit: Der Weg nach Neuseeland ist wirklich verdammt lang und es fühlt sich an, als sei man ewig unterwegs. Aber durch den Stopover in Hongkong lassen sich die beiden langen Flüge ganz gut verkraften und die Reise beginnt schon während wir eigentlich noch unterwegs sind. Dabei muss der Stopover natürlich nicht Hongkong sein. Je nach Airline gibt es viele spannende Möglichkeiten für einen Stopover, wie Seoul, Singapur oder Tokio.

Mit Cathay Pacific auf der Langstrecke unterwegs

Wir waren alle Drei total zufrieden und würden für so einen Langstreckenflug immer wieder Cathay Pacific aussuchen. Das Personal ist extrem freundlich und alle sprechen sehr gutes Englisch. Die Airline ist gerade dabei die Bestuhlung in den Flugzeugen auszutauschen und wir hatten auf unseren beiden Flügen den direkten Vergleich. Die alte Bestuhlung bietet etwas mehr Beinfreiheit, aber dafür sind die neuen Sitze wirklich clever gemacht. Man kann sich recht weit nach hinten lehnen, es gibt einen USB Port, um Handy oder Tablet aufzuladen. Und richtig nützlich bei so einer langen Strecke sind die vielen verschiedenen Fächer, um sein ganzes Zeug unterzubringen.

Das Unterhaltungsprogramm kann sich ebenfalls sehen lassen und mir hat die Funktion gut gefallen, dass ich am Anfang meine eigene Playliste erstellen konnte und danach erst mal ein paar Stunden beschäftigt war.

Kleiner Tipp: Falls ihr es ebenfalls nicht schaffen solltet die Lautstärke zu regulieren, direkt unter dem Bildschirm gibt es mittig einen fast unsichtbaren Touchpoint. Hat man den erst mal entdeckt, dann klappt alles wunderbar. Nur die viele Werbung vor jedem Film war etwas anstrengend.

Das Essen war richtig lecker. Durch meine Allergie hatte ich ein Spezialmenü und das hat unkompliziert funktioniert. Auch als Fleischesser ist es eine Überlegung wert, sich das vegetarische Menü zu bestellen, da die Mahlzeiten sonst hohem Maße fleischlastig sind. Cathay Pacific verteilt zu Beginn des Fluges einen ausführlichen Menüplan, so dass man sich einen sehr guten Überblick machen kann, was einem schmeckt. Margarete war hier richtig mutig und hat sich zum Frühstück für die asiatische Seafood Variante entschieden. Auch wenn das Aussehen eher gewöhnungsbedürftig ist, hat es anscheinend sehr gut geschmeckt.

Ihr möchtet noch mehr über die aufregende Reise durch Neuseeland erfahren und wissen, wie es beim Videodreh hinter den Kameras aussieht? Dann folgt uns auf Facebook in DE | AT | CH oder Instagram.

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