Reiseberichte

Die Terrakotta Armee bei Xi’an – Moritz um die Welt

Von Gastblogger , 17. Juni 2015

Nachdem unser Weltreisender Moritz die Highlights von Peking für uns erkundet hat, ging die Tour durch China weiter in den Süden. Die berühmten Terrakotta Krieger im Mausoleum von Kaiser Qín Shǐhuángdì durften auf der Must See Liste selbstverständlich nicht fehlen und machen auf Moritz Bildern eine gute Figur.

Natürlich habe ich schon von der Terrakotta Armee gehört und auch über den Hintergrund kann ich ein paar Geschichtsfetzen zusammenkratzen. Aber kann mir hier jemand sagen wo sich diese genau befindet? Glücklicherweise nicht fern von Xi’an und so führt es mich auf meiner Rundreise durch China nun auch zu diesem Ort.

„Der Qin hat sie doch nicht mehr alle!“ sage ich mir, während ich im Bus noch ein paar Informationen zum Mausoleum erhalte. Da lässt ein Kaiser hunderttausende Zwangsarbeiter schuften um sich dann mit seinen über 7.000 Kriegern zur ewigen Ruhe zu legen. Stets schon während seiner Lebzeiten mit dem Plan bedacht, die Armee für die nachfolgenden Generationen unauffindbar zu machen. Der Plan funktionierte bis zum Jahr 1974 auch ziemlich gut. Bis Paul Yang, in den meisten chinesischen Beschreibungen nur als „ein einfacher Bauer“ aufgeführt, mit dem Fund der ersten Soldaten den Grundstein für die heutigen Ausgrabungen legte.

Wieder einmal finde ich mich im Strom der chinesischen Touristengruppen wieder. Die Meter zu den heiligen Hallen sind gepflastert mit Souvenirshops und unzähligen Straßenverkäufern die einem hochqualitative Nachbauten im Miniaturformat in die Hand drücken wollen.

Der Blick in die Größte der Museums-Hallen

Der Blick in die größte der Museums-Hallen

 

02_Terrakotta-Armee-China

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Durchorganisierter chinesischer Massentourismus, möchtest du näher ran kannst du gegen eine Gebühr auch noch eine Etage tiefer.

Durchorganisierter chinesischer Massentourismus, möchtest du näher heran, kannst du gegen eine Gebühr auch noch eine Etage tiefer.

Der gigantische Zweckbau schafft es irgendwie trotz seines geschichtsträchtigen Hintergrunds, Flugzeughangarfeeling aufkommen zu lassen. Doch spätestens wenn du diese gigantische Halle betrittst, wirst du überwältigt werden von einer unglaublichen Masse an Kriegern und einer noch viel beeindruckenderen Detailverliebtheit, die sich kaum in einem Foto wiedergeben lässt.

Was man halt als Tourguide so macht wenn man hier wöchentlich vorbei kommt.

Was man eben als Tourguide so macht wenn man hier wöchentlich vorbeikommt.

 

06_Terrakotta-Armee-China

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Die rote Farbe ist bisher der einzige Ton der bei Ausgrabungen erhalten bleibt.

Die rote Farbe ist bisher der einzige Ton der bei Ausgrabungen erhalten bleibt.

 

Den Abschluss der Tour macht das eigentliche Museum, in dem du einige der besterhaltenen Krieger betrachten kannst, den bekannten Bronzewagen siehst oder an einigen Bildschirmen die ursprüngliche Farbvielfalt der Krieger wiederherstellen kannst. Ganz nebenbei erhältst du all die Informationen, die du in den anderen Hallen vermisst, und bist spätestens nach einigen Texttafeln tief in die Geschichte des ersten chinesischen Kaisers eingetaucht.

Fazit: In Xi’an zu sein und diesen Ort nicht zu besuchen, ist ungefähr wie nach Paris zu fahren und das Louvre auszulassen. Die einstündige Fahrt lohnt sich schon nach der ersten Halle. Dennoch waren mir persönlich 4 Stunden im Mausoleum Qin Shihuangdis ein wenig zu lang.

Nach China hat sich Moritz nach Australien aufgemacht und wird uns schon bald von seiner Tour durch das wilde Tasmanien berichten. Freut euch also auf viele tolle Naturaufnahmen und einen spannenden Reisebericht!

Und falls ihr Lust bekommen habt, China und Peking für euch zu entdecken, findet ihr gleich hier spannende Erlebnisreisen für DE | AT | CH.

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