Asien

Nepal – 10 Tipps zur Freiwilligenarbeit

Von Gastblogger , 28. April 2017

Ich heiße Stefan und bereise bereits seit 5 Jahren das schöne Erdenrund. Im Moment befinde ich mich in Australien, doch bis vor kurzem war ich im atemberaubenden Nepal und habe dort als Freiwilliger in einer Schule im Himalaya mitgeholfen. Von meiner Zeit und meinen Erlebnissen dort, habe ich auf dem STA Travel Blog bereits berichtet. Falls ihr überlegt, euch als Freiwillige vor Ort selbst zu engagieren, möchte ich euch ein paar Tipps zur Freiwilligenarbeit und dem Leben in Nepal, mit auf den Weg geben.

10 Tipps zur Freiwilligenarbeit in Nepal

  1. Materialien

Die Ressourcen in Nepal sind sehr limitiert und empfehle deswegen jedem Freiwilligenhelfer eigene Materialien mitzunehmen (Stifte, Hefte, Sticker, etc.). Außerdem freuen sich die Kinder wahnsinnig über kleine Geschenke wie Schulsachen.

  1. Kreativität

Die Englischkenntnisse der Schüler sind meist relativ grundständig und man kann sich am Anfang nur schlecht miteinander verständigen. Es ist sehr hilfreich sich vor der Reise einige Spiele zu überlegen, um die Schüler zu begeistern und die Kommunikation zu vereinfachen. Darauf solche Spiele vor Ort einfach online zu suchen, kann man sich im Himalaya nicht verlassen, da es regelmäßig Stromausfälle gibt und die Internetverbindung nicht sehr gut ist.

  1. Nepali für Anfänger

Man kann die Einheimischen vor Ort sehr beeindrucken wenn man bereits ein paar einfache Begriffe auf Nepali beherrscht. Zum Beispiel: danyabath (danke), Namaste (hallo), Miro nam Stefan ho (Mein Name ist Stefan). Auf Youtube gibt es ein paar Einführungskurse in die Sprache, um den Aufenthalt in Nepal noch besser zu gestalten. Nepali zu lernen hat mir auch geholfen die Kultur der Nepalesen besser zu verstehen.

  1. Training

Wir wanderten ca. fünf Tage zu meinem Dorf. In Nepal bestehen die Wanderwege zu 99% aus sehr steilen, manchmal rutschigen Stufen die nur bergauf führen. Ich habe mich zum Glück einige Monate im Voraus auf diese körperliche Anstrengung im Fitnesscenter und in der Natur vorbereitet und fand es trotzdem ziemlich anstrengend. Mit der Höhe in Nepal hatte ich jedoch nie Probleme.

  1. Porter, Führer, Zimmerbuchung

Ich beschloss, mir keinen Porter zu nehmen und bereute meine Entscheidung meinen 25 kg Rucksack inklusive Ukulele selbst zu tragen, schon nach ca. 30 Minuten. Ich empfehle jedem Wanderer sich einen Porter zu organisieren, um die Wanderung besser bewältigen bzw. genießen zu können und den Menschen vor Ort dadurch auch eine Einnahmequelle zu schaffen.

Einen lokalen Führer würde ich auf jeden Fall empfehlen, da man sich die Zimmer in den Teehäusern in Nepal nicht im Voraus reservieren kann und es in manchen Dörfern nicht viele Unterkunftsmöglichkeiten gibt. Die Führer vor Ort wissen immer bestens Bescheid wo noch etwas frei ist und haben auch gute Kontakte zu den Familien, denen die Teehäuser gehören.

  1. Wasser

Das Leitungswasser in Nepal kann man nicht trinken und auf Dauer wird es sehr teuer sich ständig Wasser kaufen zu müssen. Da es im Himalaya keine richtige Müllentsorgung gibt, möchte man man mit einem hohen Plastikflaschenkonsum nicht auch noch zum Müllberg beitragen.

Ich empfehle daher, dass ihr euch vor der Abreise Tabletten zur Wasserdestillation in der Apotheke besorgt oder noch besser, euch einen Wasserfilter kauft. Ich hatte einen „Lifestraw“, den man sich sehr günstig online besorgen kann.

  1. Immer lachen

Im Himalaya gibt es keinen Grund traurig oder schlecht gelaunt zu sein. Seid fröhlich, auch wenn ihr die Kultur der Einheimischen nicht immer ganz nachvollziehen könnt. Jeder freut sich hier über ein Lächeln und man wird sehr herzlich aufgenommen.

  1. Freizeit

Als freiwilliger Helfer hatte ich sehr viel Freizeit, denn mein Schultag endete um ca. 14 Uhr. Ich ging oft wandern und verbrachte viel Zeit mit meiner Gastfamilie aber manchmal braucht man auch Zeit um allein zu sein. Ich empfehle jedem, sich ein oder zwei Bücher bzw. einen E-Reader mitzunehmen oder ein Speichermedium mit ein paar Folgen der Lieblingsserie die man sich auf dem Laptop ansehen kann. Und eventuell ein Reisetagebuch oder Skizzenbuch, für die Schreiberlinge und Künstler unter euch.

  1. Ausflüge

Am Wochenende oder während der Schulferien bin ich ebenfalls häufig wandern gegangen. Manchmal auch längere Strecken über zehn Tage. Gebt immer jemandem Bescheid wo ihr euch befindet und wo ihr euch in den nächsten Tagen aufhalten werdet. Benutzt auch nur die entsprechend markierten Wanderwege. Leider verirren sich immer wieder viele Wanderer allein im Hochgebirge und werden nie wieder gefunden. Das darf man nicht unterschätzen.

  1. Versicherung

A propos Sicherheit: ihr braucht unbedingt eine gute Reisekrankenversicherung. Denn wenn einem im Himalaya etwas passiert (Höhenkrankheit, Beinbruch, etc.) muss man wahrscheinlich mit dem Rettungshubschrauber ins nächste Krankenhaus gebracht werden und ohne Versicherung kann das wirklich sehr teuer werden.

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