Ozeanien

Neuseeland – In zwei Wochen über Nord- und Südinsel

Von Christiane Boden , 31. Januar 2018

Nun war es endlich soweit: ich hatte knappe zwei Wochen Inforeise durch Neuseeland vor mir. 13 Tage gespickt mit Aktivitäten und Fahrten über Nord- und Südinsel! Da dies meine erste Reise nach Neuseeland sein sollte, war ich ganz gespannt, was mich in der relativ kurzen Zeit vor Ort erwarten würde.

Zwei Wochen in Neuseeland

Christchurch – Kaikoura

Die Anreise mit Qantas verging doch relativ schnell. Angekommen auf der Südinsel Neuseelands in Christchurch, begaben wir uns erst einmal ins Hotel zum Frischmachen. Am Nachmittag nahmen wir an einem Stadtrundgang teil. Christchurch ist eine vergleichsweise kleine Stadt wenn man, wie ich, aus Berlin kommt.

Die Stadt hat einige Museen, Grünflächen, Shoppingmöglichkeiten, Restaurants und mehr zu bieten.

Weiter ging es am Folgetag nach Kaikoura, einem kleinen, ruhigen Ort nördlich von Christchurch. Hier durfte ich mit wilden Delfinen schwimmen. Eines meiner Highlights während der zwei Wochen in Neuseeland. Nachdem ich das ganze Equipment zum Schwimmen, bestehend aus einem warmhaltenden Wetsuit, Taucherbrille, Schnorchel und Flossen, erhalten hatte, gab es eine kurze Einweisung. Versorgt mit den Do and Don’ts begaben wir uns aufs Boot und raus aufs Meer zu diesen wundervollen Tieren. Es dauerte etwa eine halbe Stunde bis unser Captain die ersten wilden Delfine ausfindig gemacht hatte.

Nun hieß es: Equipment anlegen und ab ins Wasser. Meine Güte war das Wasser kalt! Zum Glück hat der Wetsuit seinen Job getan und mich warm gehalten. Kaum hatte ich den Kopf unter Wasser schon waren sie da: schwammen uns um herum und unter uns hindurch. Da kann man schon mal das Atmen vergessen, bei diesem tollen Anblick! Ich wusste gar nicht wo ich zuerst schauen sollte, es waren so viele. Ich bemerkete einen Delfin unter mir und die Guides hatten uns den Tip gegeben und um unsere eigene Achse zu drehen. Also drehte ich mich ein paar Mal und der Delfin tat es mir gleich. Was für ein tolles Erlebnis! Es war zwar kalt aber ein herrlicher sonniger Tag, und die Tiere begleiteten unser Boot auf demWeg zurück zum Hafen. Ich kann euch dieses einmalige Erlebnis in Kaikoura nur empfehlen! Eine wichtige Info noch für euch: das Anfassen der Delfine ist verboten! Es handelt sich hier um wilde, freilebende Delfine, die weder trainiert noch gefüttert werden!

Falls ihr nicht so die Wasserratten seid, habt ihr statt dessen die Möglichkeit in Kaikoura zum Beispiel Kayaking auszuprobieren oder einen Whale Watching Ausflug zu machen.

Dunedin – Pukerangi – Queenstown

Am dritten Tag führt unsere Neuseelandreise über Oamaru nach Dunedin, das wir am Abend erreichten. Gleich am frühen Morgen machten wir in Dunedin einen Stadtrundgang zum Thema Street Art. Sehr interessant und wirklich mal etwas anderes, eine Stadt aus dieser Perspektive kennenzulernen.

Im Anschluss nahmen wir den Zug in das Städtchen Pukerangi. Eine richtig schöne Zugstrecke kann ich da nur sagen!

Bevor uns der Bus nach Queenstown brachte, durften wir uns noch sportlich betätigen: 10km mit dem Fahrrad durch die wunderbare Landschaft radeln. Queenstown ist wieder – im Vergleich zu Berlin – eine kleine und sehr süße Stadt bzw. ein Städtchen.

Kleiner Stadtkern mit vielen Geschäften, Bars und Restaurants, eingebettet zwischen zwei Seen. Einfach traumhaft!

Unser fünfter Tag in Neuseeland war auch wieder vollgepackt mit vielen coolen Aktivitäten. Zum Beispiel konnten wir auf dem Dart River Jetboot fahren und machten eine kleine Wanderung entlang des Ufers zu einem der Schauplätze von „Herr der Ringe“. Auch am Nachmittag besuchten wir mit dem 4×4 Jeep weitere Schauplätze der „Herr der Ringe“-Trilogie außerhalb von Queenstown. Wir durchquerten dabei den Fluss und bekamen sogar die Möglichkeit selbst nach Gold zu schürfen.

Am Folgetag wieder ein Highlight: der Franz Josef Gletscher. Um näher an den Gletscher zu gelangen, wanderten wir mit einem Führer durch das Tal. Das Wetter war uns an diesem Tag leider nicht ganz so wohlgesonnen.

Immerhin konnten wir uns im Anschluss an die Wanderung in den heißen Quellen vor Ort entspannen und aufwärmen.

Marlborough – Wellington – Mt. Ruapehu

Kaum eine Woche herum, ging es am siebten Tag bereits in Richtung Blenheim in die Marlborough Region, bekannt für ihren Weinanbau. Hier erwartete uns ein leckeres Abendessen auf einem Weingut.

Am nächsten Tag verließen wir die Südinsel und setzten mit der Fähre von Picton nach Wellington über. Die Überfahrt dauert gut drei Stunden. An Bord muss man auf jeden Fall nicht verhungern und es bleibt Zeit sich etwas auszuruhen und die Überfahrt zu genießen.

Angekommen in der Hauptstadt Neuseelands machten wir gleich noch ein Führung durch die Weta Cave. Der Weta Cave Workshop stellt verschiedene Skulpturen, Masken, Utensilien, zum Beispiel für Filme wie Alien, Herr der Ringe, etc. her.

Es klingelte wieder früh der Wecker, da wir einen Teil des Weges von Wellington in den Tongariro Nationalpark und zum Mt. Ruapehu mit dem Zug zurücklegten und den restlichen Teil mit dem Bus. Leider machte uns der Regen einen Strich durch unsere geplante Wanderung im Nationalpark. Doch da die Ruapehu Region auch eine der Skiregionen Neuseelands ist, machten wir einen Ausflug zur Whakapapa Ski Area.

Mein persönliches Highlight an diesem Tag: ein australischer Mitreisender, der zum ersten Mal in seinem Leben echten Schnee sah und anfassen konnte! Natürlich musste er, wie ein kleines Kind, noch einen Schneeengel machen und wir mit ihm eine kleine Schneeballschlacht. Richtig toll, seine Freude am Schnee mit ihm teilen zu dürfen!

Rotorua – Matamata – Auckland

Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Rotorua. Auch diese Region von Neuseelands Nordinsel geizt nicht mit Highlights! Nach unserer Ankunft besuchten wir direkt den Redwoods Treewalk.

Abends brachte man uns zu einem Maori Village, wo uns die Kultur der Maori ein Stück näher gebracht wurde. Tag 12 hielt wieder eines meiner persönlichen Highlights der Reise bereit. Zunächst machten wir einen Abstecker zum Rainbow Springs Nature Park, in dem sich eine Aufzuchtstation für Kiwis befindet. Dort bekamen wir Einiges rund um Aufzucht und Leben der Kiwis erklärt.

Doch dann wurden wir bei OGO Rotorua erwartet: Zorbing! Dabei steht man im Innern einer überdimensionalen Plastikkugel in welcher sich wiederum eine weitere Kugel befindet und rollt einen Hügel hinunter. Es gibt die einmal die trockene Zorbing Variante ohne Wasser in der Kugel und eine mit Wasser. Ich empfehle euch auf jeden Fall die Version mit Wasser! Bis zu drei Personen können sich in der Kugel aufhalten. Außerdem habt ihr die Wahl, ob ihr den Hügel gerade runterrollen möchtet oder lieber in einer Art Zick Zack. Wir waren zu zweit in der Kugel. Schon der Einstieg in die Kugel war unglaublich spaßig und dann ging es los. Wir rutschten auf Grund des Wassers in der Kugel hin und her und lachten uns kaputt! Wir bekam kaum noch Luft vor Lachen. Was für ein Spaß! Somit war klar: Runde war ein Muss und wir kullerten den Zick Zack Weg hinunter. Zwischendurch konnten wir uns in den warmen Pools in der Talstation und auf dem Hügel warm halten bis unsere Kugel für die nächste Runde bereit war.

Zorbing ist natürlich nicht alles was Rotorua zu bieten hat. Auch die Schwefelquellen und beeindruckenden Geysire von Te Puia ließen wir natürlich nicht aus.

Am Nachmittag führte unser Weg nach Hobbiton in Matamata.

Nach einer Führung über das Gelände, wurde uns im „Green Dragon“ ganz nach Hobbit Art das Abendessen serviert. Was für ein Tag! Da kann man ja nur völlig erschöpft in Auckland ankommen. So ruhig war es schon lange nicht mehr im Bus.

Und dann stand auch bereits unserer letzter voller Tag in Neuseeland an. Nach dem Besuch des Büros unseres Partner vor Ort gab es noch eine kleine Tour an Auckland’s North Shore.

Das Abschiedsdinner wurde im Museum von Auckland abgehalten. Eine wunderbare Location für den Abschluss dieser Reise voller Highlights mit einer tollen Gruppe.

Mein Fazit: Neuseeland in zwei Wochen ist einfach zu kurz! Ich komme wieder mit mehr Zeit im Gepäck! Neuseeland ist so wunderschön, hat so viel zu bieten und ist für mich auf jeden Fall ein Muss auf jeder Bucket Liste.