Afrika & Mittlerer Osten

Ostafrika – die Highlights von Tansania und Sansibar

Von Gastblogger , 19. Februar 2020

Moin, Moin,
wir sind Mery und Lennart aus Norddeutschland. Eigentlich sind wir richtige Nordlichter, aber in jedem Jahr versuchen wir, eine längere Fernreise zu unternehmen, um so Stück für Stück mehr von der Welt zu entdecken. Letztes Jahr ging es für uns für mehr als drei Wochen in den Osten Afrikas, um Tansania und Kenias Hauptstadt Nairobi und zu erkunden. Wir waren beide zum ersten Mal auf diesem Kontinent unterwegs und deshalb auch sehr gespannt auf Land und Leute!

Tansania Afrika Serengeti

Rundreise durch Tansania und Sansibar

Nairobi – eine Stadt mit zwei Gesichtern

Nairobi ist Kenias Hauptstadt und erinnert mit ihren modernen Gebäuden und ihrer Skyline an eine westliche Metropole. Hier starten viele Safaritouren. Da wir schon frühmorgens landeten, hatten wir Gelegenheit, die Stadt etwas zu erkunden, bevor wir unsere Reisegruppe kennenlernen sollten. Vom Flughafen ins Stadtzentrum solltet ihr für ein Taxi nicht mehr als 700-1000 Kenianische Schilling bezahlen. Es gibt auch viele kleine Busse die regelmäßig fahren! Diese sind natürlich viel günstiger, meistens aber auch ziemlich überfüllt. In allen afrikanischen Großstädten solltet ihr etwas mehr Zeit einplanen, um von A nach B zu kommen. Vor allem morgens und am frühen Abend. In diesen Hauptverkehrszeiten kann man für 5 km schon mal eine Stunde brauchen. Es gilt eben überall „Pole Pole“, „Mach langsam“, und „Hakuna Matata“. Das kennt ihr sicher aus dem Film König der Löwen und bedeutet „Es gibt keine Probleme“. Das sind die Devisen des Landes und man hört sie an jeder Straßenecke.

Außerhalb des Flughafengebäudes werdet ihr oftmals direkt angesprochen, mit dem Ziel euch eine Sightseeing-Tour zu verkaufen. Nairobi bietet viele Möglichkeiten, euren Tag zu gestalten: von den klassischen Stadt- und Museumsbesichtungen, bis hin zu einem Besuch des Elefantenwaisenhauses oder des Giraffen Centers ist alles dabei. Wir haben uns für nichts dergleichen entschieden, sondern haben fern vom touristischen Programm eine Tour durch den größte Slum Afrikas unternommen, das Kibera Slum. Das war wirklich ein sehr eindrucksvolles Erlebnis, das wir nur weiterempfehlen können. Wir haben die Führung sehr spontan über die Airbnb App gebucht.

Die Entdeckungstour wurde von Moses angeboten, der selbst mit seiner Familie in Kibera lebt und sehr authentisch vom Leben dort berichten kann. Toll war vor allem, dass wir mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch kamen und unterschiedliche Projekte, wie die Power Woman Group, kennenlernen konnten. Wir waren sehr beeindruckt wie freundlich und fröhlich uns die Menschen begegnet sind und wie gerne sie teilen, obwohl sie so wenig besitzen. Es war ein Erlebnis, das wir nicht vergessen werden und definitiv ein Highlight. Von Nairobi aus ging es dann am nächsten Morgen mit dem Kleinbus weiter nach Arusha.

Unsere Reisegruppe bestand aus 20 Leuten im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Wir waren eine bunte Mischung von Menschen, die aus den verschiedensten Ländern der Welt kamen. Anfangs waren wir  etwas skeptisch, ob so eine Gruppenreise das richtige für uns ist, aber diese Zweifel haben sich schnell aufgelöst. Wir haben viele interessante und offene Menschen kennengelernt und diese Reise war vielleicht der Beginn vieler Freundschaften.

Tipp: Es gab bei uns auch einige, die die diese Tour von G-Adventures alleine gebucht haben! Also traut euch auch, wenn ihr keinen Travelbuddy habt und bucht einfach. Man lernt unterwegs genug Gleichgesinnte kennen 😉

Durch das Reisen mit dem Bus sieht man wirklich viel vom Land und den Leuten. Vorbei am Kilimandscharo, der auch schon aus der Ferne sehr mächtig und außergewöhnlich wirkt, beobachtet man den alltäglichen Trubel in den kleinen Dörfern und die faszinierende Landschaft lässt einem die langen Fahrten wie einen Katzensprung erscheinen. Ich bin Lehrerin und für mich war es immer interessant, wie der Tag erwacht und man die Schulkinder freudestrahlend und winkend auf dem Weg zur Schule in ihren Uniformen sieht.

Die Serengeti und der Ngorongoro-Krater

Ein weiteres Highlight waren natürlich unsere Erlebnisse auf der Safari. In der Umgebung von Arusha bilden vier Nationalparks, der Tarangire Nationalpark, der Lake Manyara-Nationalpark, der Ngorongoro Krater und der Serengeti Nationalpark, den sogenannten Northern Circuit. Wir haben uns letztere zwei angeschaut und waren von Natur und  Tierwelt begeistert. Eine Safari ist ein absolutes Muss und die Eindrücke lassen sich nur schwer beschreiben. In der endlosweiten, flachen und kaum mit Bäumen bewachsenen Serengeti werdet ihr viele tierische Begegnungen haben, die das Herz höher schlagen lassen.

Wir konnten Geparden hautnah beim Jagen beobachten und mit hautnah meine ich hautnah! Um sich eine bessere Sicht zu verschaffen, ist eine Mutter mit ihren drei Jungtieren auf unsere Jeeps gesprungen. Die ersten Male lagen sie entspannt auf der Motorhaube, bis einer aus Versehen das Beifahrerfenster erwischte und bei unserem Guide auf den Schoss sprang. Adrenalin pur!

Serengeti Tansania

Nie vergessen werden wir unsere Nacht in der Serengeti. Das Campen im Busch war ein Höhepunkte der gesamten Reise! Ein leckeres Essen am Lagerfeuer und dazu der wunderschöne Sternenhimmel verzaubern euch. In der Nacht bekommt ihr nur wenig Schlaf, weil ihr die Hyänen miteinander kommunizieren hört, Tiere die an eurem Zelt vorbeischleichen oder vielleicht auch das Brüllen eines Löwen, der nicht so weit von eurem Zelt entfernt ist. Nachts solltet ihr also nur in Ausnahmesituationen das Zelt verlassen. Aber es sind auch nicht immer nur die großen gefährlichen Tiere, die euch zu schaffen machen. Sehr unangenehm sind Ameisen, die sich gerne durch kleine Bisse bemerkbar machen oder Skorpione, die man vor allem nachts nicht sieht, die sich aber gerne unter dem Zelteingang verstecken. Deswegen: In der Dunkelheit immer feste Schuhe und lange Hosen tragen. Am besten noch die Hose in die Socken stecken, damit die Ameisen keine Chance haben. Keine Sorge, wir haben uns nicht eine Sekunde unsicher gefühlt und auch unser Guide bzw. die gesamte Crew sagt euch, wie ihr euch verhalten sollt und achtet natürlich auch im höchsten Maße auf die Sicherheit. Ein atemberaubender Sonnenaufgang und fressende Löwen haben schließlich die Strapazen der Nacht ganz schnell in den Hintergrund gerückt.

 

Übernachten in der Wildnis? Das solltet ihr beachten:

  • Der Blick in die Sterne ist atemberaubend und nicht mit unserem Sternenhimmel zu vergleichen.
  • Die Nächte sind mit Temperatuen von maximal 0 bis 6 Grad sehr kalt. Wir haben so doll gefroren wie noch nie! Allerdings hatten wir auch nur dünne Hüttenschlafsäcke dabei. Klassischer Anfängerfehler. Macht es besser und investiert in einen warmen Schlafsack.
  • Taschenlampe dabei haben und beim Rausgehen wegen der Skorpione zuerst auf den Boden leuchten!
  • Warme und lange Kleidung nicht nur für die kalten Nächte einpacken, sondern auch als Schutz gegen Termiten. Am besten die Hose in die Socken stecken!

Die vielfältigen Vegetationsformen in dieser Region Afrikas sind einfach nur faszinierend. Die Serengeti mit ihrer scheinbar endlosen Grassteppe und dann der Ngorongoro-Krater, der größte Vulkankrater der Welt, umrundet von einer grünen Caldera, wirken als seien sie aus einer völlig andere Welt. Der Ngorongoro-Krater hat die höchste Raubtierdichte ganz Afrikas und egal, wo ihr hinseht, gibt es etwas zu entdecken. Das Camp in der Nähe des Kraters ist grandios gelegen! Eine weite Grünflache mit einem tollen Blick über die regenwaldartige Landschaft ist einfach nur wunderschön. Wasserböcke, Zebras und Gnus grasen in unmittelbarer Nähe. Wir hatten das Glück, keine zwei Meter entfernt von uns einen Elefanten beim Kratzen an einem Baum beobachten zu können. Ein tolles Erlebnis, trotzdem eine gefährliche Situation. Es ist eben ein Wildtier und keine zutraulicher Zoo-Elefant. Also vorsichtig sein und auf keinem Fall dem Tier näherkommen, denn man weiß nicht wie es reagiert.

Serengeti Tansania

Sansibar – köstliches Essen, ein bisschen Luxus und Erholung pur

Sansibar ist der perfekte Abschluss eurer Ostafrika-Reise. Hier könnt ihr euch nochmal so richtig erholen, gut die Füße hochlegen und die tollen Strände und das Meer genießen. Baden, Schnorcheln oder Tauchen stehen hier auf dem Programm. Wer es sportlich mag, kann sich beim Surfen oder Kiten austoben. Es gibt viele verschiedene Anbieter am Strand.

Sansibar Tansania Afrika

Stown Town ist in jedem Fall auch einen Besuch wert und historisch sehr interessant. Den Namen hat die Stadt übrigens, weil die meisten Häuser aus Stein sind und das für Afrika sehr ungewöhnlich ist. Eine Stadtführung lohnt sich und auch ein Besuch des Old Slave Market und Slave Museum waren eindrucksvoll und gingen mir sehr unter die Haut. Auch kulinarisch hat Stown Town einiges zu bieten. Es gibt einen tollen Markt, auf dem ihr viele unterschiedliche Gerichte ausprobieren könnt. Günstig, gut und lecker. Er befindet sich in der Nähe des House of Wonders, dem größten und höchsten Gebäude Stone Towns.

Stowntown Tansania

Wir verbrachten einen Abend in der Stadt und wollten gerne im Emerson Spice Tea House Restaurant essen gehen. Eine tolle Dachterasse und kulinarische Köstlichkeiten soll es dort geben. Leider waren wir zu spät dran mit unserer Reservierung. Wir sind schließlich im Secret Garden Restaurant at Emerson Spice gelandet. Das Essen war sehr lecker und hat den letzten Abend unserer Reise perfekt gemacht.

Stonetown Afrika

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