Reisetipps

Peru – Faszination zwischen Dschungel und Anden

Von Die STA Travel Reiseexperten , 22. Dezember 2011

Ich hatte das große Glück im Oktober an einer Inforeise nach Peru teilnehmen zu dürfen. Peru – das verlorene Reich der Inka, hat sehr viel zu bieten und ist mindestens eine Reise wert! Kultur-, Natur- und Actionfans kommen gleichermaßen auf ihre Kosten. Hier habe ich einige Erlebnisse zusammengestellt und hoffe, ihr bekommt durch die Auflistung meiner persönlichen Tops und Flops einen kleinen Eindruck von Peru.

 

Getränke

Top: Pisco Sour!

Gleich am ersten Abend wurden wir mit dem Nationalgetränk der Peruaner begrüßt und der starke aber leckere Cocktail entspannte nach dem langen Flug. Der grün-gelbliche Cocktail mit weißer Schaumkrone, bestehend aus Pisco, Limettensaft und Zuckersirup sollte uns in der Woche noch öfter begegnen – wirklich lecker, aber mit Vorsicht zu genießen 😉

Flop: Maisbier („Chicha“)
Probiert haben wir es in einer kleinen Brauerei. Das Bier ist günstiger als Trinkwasser, ein halber Liter kostet ca. € 0.10. Ich vermute, das ist auch der einzige Grund, warum dieses Bier gebraut wird, denn es schmeckt wirklich scheußlich: Leicht säuerlich und hat mit Bier nicht viel gemeinsam. Der Rest der Gruppe stand dem Getränk zwar auch eher skeptisch gegenüber, wollte meine Meinung aber nicht wirklich zählen lassen… als Deutsche sei ich sowieso verwöhnt, weil wir das beste Bier brauen 😀


Gaumenfreuden

Typisch für Peru sind Lama, Meerschweinchen, Brazil Nut, Kartoffeln, Reis, Avocados

Top: Empanadas
Ein grandioses Geschmackserlebnis hatte ich in einem winzig kleinen Restaurant in Pisac. Hier wurden Empanadas in einem riesigen Steinofen (der fast den ganzen Raum einnahm) gebacken, wahlweise gefüllt mit Schinken und Käse oder Tomaten und Hackfleisch. Diese Empanadas waren so lecker, dass mir jetzt noch das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn ich daran zurückdenke – Yummie!

Flop: Die peruanische Küche allgemein
Generell war ich von der Küche Perus eher wenig begeistert. Fairerweise muss man dazu sagen, dass ich hier sicherlich auch ein recht anspruchsvoller Kritiker bin aber richtig geschmeckt hat es mir selten. Die Kartoffeln waren meist mehlig, der Fisch und das Brot trocken, das Fleisch zu gar, der Käse zu streng und die Soßen fad.

Weder Flop noch Top:
Lama habe ich probiert, es war in dem Fall wie eine Art Gulasch zubereitet, von daher kann ich wenig über den Eigengeschmack des Fleisches berichten.
Brazil Nut verwendet man u.a. auch für Soßen. Der Geschmack ist nicht schlecht, recht intensiv, aber die Soße wird eher lauwarm serviert.
Meerschweinchen habe ich nicht probiert – no way! Aber ein Foto habe ich gemacht:


 


Tiere

Top: Piranhas
Hier gibt es einige interessante Begegnungen, von denen ich berichten könnte. Aber mit am beeindruckendsten waren für mich Piranhas. Wir sollten selbst unser Glück beim Fischen versuchen und mussten dafür zunächst im Dschungel passende Köder fangen: Heuschrecken, Käfer und Motten. Leider war das Fischen zunächst wenig erfolgreich, die Piranhas waren zu schnell und der Köder immer sofort weg, bevor wir die Angeln aus dem Wasser ziehen konnten. Aber unsere Guides versuchten es weiter und konnten uns später am Tag ein paar der Fische präsentieren. Auch wenn ich sie nicht lebend gesehen habe, fand ich es beeindruckend, diese Fische dann vor mir liegen zu haben und war überrascht wie schön sie sind – abgesehen von den spitzen Zähnen.

Flop: Teranteln
Auf dem Weg zum „Night-Cayman-Watching“ im Puerto Maldonado Dschungel blieben die Guides plötzlich stehen. Einer der beiden wandte sich flüsternd an uns: „we found something interesting“. Neugierig sind wir alle hingeeilt und schauten gespannt auf die Stelle, auf die einer der Guides zeigte. Das hätte ich mal lieber sein lassen, denn da waren zwei große haarige Teranteln auf dem Weg – ich glaube ich werde demnächst etwas verhaltener reagieren wenn mir jemand sagt, er hätte „etwas Interessantes“ entdeckt – und die Vorfreude auf die kommende Nacht in einer offenen Dschungellodge war dann natürlich perfekt…


Übernachtung

Top: Posada Amazonas Lodge
Im Puerto Maldonado Dschungel übernachteten wir eine Nacht in der Posada Amazonas Lodge mitten im Dschungel. Die Posada ist sehr schön – einfach aber stilvoll gestaltet und sehr weitläufig. Strom gibt es nur im Restaurant/Bar- Bereich und auch nur während der Essenszeiten. Über Bambusstege sind die Schlafbereiche mit dem Gemeinschaftsbereich verbunden und bis ca. 22:00 erhellen Fackeln den Weg. Die Zimmer haben dünne Bambuswände, allerdings nur drei, denn die Wand nach außen fehlt. Aber immerhin gibt’s ein Dach. Zu meiner Überraschung hatte sogar jedes Zimmer ein eigenes Bad. Zu jedem Bett gehört ein Moskitonetz (sonst hätte wohl keiner ein Auge zu gemacht), das vom Personal gegen 19:30 über die Betten gespannt wird. Nach unserer kleinen Nachsafari stand dann das größte Abenteuer des Tages an: Ins Bett gehen! Nach einer intensiven Inspektion von Moskitonetz und Bett, während der ich mit der Taschenlampe ca. 10 Minuten lang jeden Zentimeter sorgfältig auf Löcher und unerwünschte Zimmergenossen absuchte, zwängte ich mich durch das Moskitonetz ins Bett und lauschte den Geräuschen des Dschungels – zunächst etwas gruselig aber nach einer kurzen Gewöhnung ziemlich entspannend. Überraschenderweise habe ich sehr gut geschlafen, trotz der Begegnung mit den zwei haarigen, langbeinigen Dschungelbewohnern auf dem Rückweg.
Am nächsten Morgen war ich früh wach, denn auch der Dschungel erwacht früh und Affengekreische und Vogelrufe sind ein zuverlässiger Weckruf. Als ich dann von meinem Bett aus die Affen durch die Bäume habe springen sehen, war das Erlebnis perfekt!

No Flops!

 

Aktivität

Top: Machu Picchu und Trekking zum Sun Gate
Am letzten Tag der Reise stand Machu Picchu mit einem optionalen Trekking zum Sun Gate (04:00 aufstehen!) auf dem Programm. Das Trekking zum Sun Gate ist Teil des berühmten Inka-Trails. Mit dem Bus ging es zunächst zum Eingang von Machu Picchu. Ich dachte wir wären früh dran, aber weit gefehlt: Hunderte Menschen standen hier Schlange um den Sonnenaufgang an diesem mystischen Ort zu erleben. Los ging’s mit dem ersten Aufstieg zu einer kleinen Aussichtsplattform. Von hier aus hatten wir einen fantastischen Blick auf die Stätte. Majestätisch thronen die alten Gebäude und Tempel zwischen den hochaufragenden Bergwänden der Anden. Nach einer kurzen Verschnaufpause begann der eigentliche Trek und wir ließen die Touristenmassen für eine Weile hinter uns. Das Wetter war noch recht schlecht, es regnete und war neblig. Der Anstieg war entsprechend anstrengend, da man sich sehr konzentrieren musste, um auf den glitschigen Steinstufen nicht auszurutschen. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir Inti Punku, das Sungate. Nach und nach lichteten sich die Nebelschwaden, ab und zu ließ sich der Ausblick auf „die verlorene Stadt“ erahnen und die Konturen im Nebel verstärkten das Gefühl der Mystik an diesem Ort. Aber der Wettergott war uns wohlgesonnen: Kurze Zeit später wurden wir für einige Minuten mit einem atemberaubenden Ausblick für den anstrengenden Aufstieg belohnt. Der Anblick der Ruinen inmitten der Anden ist einfach unbeschreiblich schön. Auf dem Weg zurück wurde das Wetter immer besser und als wir schließlich wieder in Macchu Picchu ankamen, strahlte die Sonne und der Nebel war komplett verzogen. Den Aufstieg zum Sungate kann ich absolut empfehlen – ein anstrengender, erlebnisreicher und unvergesslicher Ausflug!

No Flops!

 


3 Antworten zu “Peru – Faszination zwischen Dschungel und Anden”

  1. kathrin michel sagt:

    leider gottes hast du das ceviche vergessen, die lucumas und die chicha morada! die lineas de nazca tb! :-)))

  2. Ana sagt:

    I love ceviche:-)

  3. Doris sagt:

    Allso zu den Meerschweinchen (Cuy), schmecken wie eine mischung aus Huhn und Hase,…

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