Peru – Unterwegs auf dem Inca Trail Express Trek

Im wahrsten Sinne des Wortes war es ein steiniger Weg bis hoch zum Sonnentor. Dennoch hat sich die Mühe gelohnt, um einen tollen Blick auf Machu Picchu, einem der neuen 7 Weltwunder zu erhalten. Doch ich möchte von vorn beginnen und euch von meinem Besuch in der Inka-Zitadelle erzählen.

Besuch im Königreich der Sonne

Wir starteten in Cusco, dem Ausgangspunkt unserer Reise. Abfahrt im Hostel war bereits um 3:30 Uhr in der Früh, damit wir den Zug in Ollantaytambo erreichten. Von dort ging es mit Inca Rail entlang der Anden. Die Landschaft war hier bereits super beeindruckend. Die Zugstrecke schlängelt sich gemeinsam mit dem Urubamba Fluss durch die Bergmassive. An Höhe wird bei dieser Fahrt nicht gewonnen, jedoch sollte sich jeder der eventuell von Reiseübelkeit heim gesucht werden könnte entsprechend eindecken, denn ganz ruhig verläuft die Fahrt auf den Schienen nicht.

inca trail express trek, zug

An Kilometer 104 endete die Zugfahrt für uns, hier beginnt der Inca Trail Express Trek. Mit unserem Guide Pabel und Ausrüstung für eine Nacht starten wir die Wanderung. Das Wetter war an diesem Tag zunächst sehr positiv gestimmt. Die Sonne begleitete uns auf dem Weg und es war schon fast zu warm um eine solchen Trek zu bestreiten.

So sind wir also nach nur wenigen Stunden Schlaf, einem internationalen Flug nach Cusco am Vortag und mit lediglich einem kleinen Frühstückssnack im Magen gestartet. Viel Wasser hatten wir zum Glück dabei, denn wir sollten es bei der Wärme noch brauchen.

Der Trek führte uns durch atemberaubende Landschaften des peruanischen Dschungels. Auch die beeindruckenden Aussichten auf die Bergwelt der Anden waren eine gute Entschädigung für die Strapazen. Denn der Trek ist nicht einfach: es geht bergauf über Stock und Stein, über ungleichmäßige Treppen und steile Abhänge am Wegesrand. Auf ungefähr der Hälfte des Inca Trail Express Trek machten wir einen Zwischenstopp bei Winay Wayna, einer Inka-Ruine in typisch terrassenförmiger Inkabauweise.

inca trail express trek, winay wayna

Im Anschluss ging es weiter bis zum Sonnentor. Oben am Sonnentor angekommen, kam Erleichterung und große Freude auf, dass man es geschafft hatte. Der sagenhafte Ausblick auf Machu Picchu im Hintergrund war es auch auf jeden Fall wert. Zwar noch relativ klein und in weiter Ferne, aber man konnte man die gewaltige Größe der Inka Zitadelle bereits ausmachen. Das Wetter begann umzuschlagen und so waberten mehr und mehr Wolken durch die Gipfel, was der ganzen Szene einen super mystischen Touch gab.

Da ich eher unsportlich bin hatte ich natürlich im Vorfeld der Wanderung meine Bedenken. Doch am Ende war ich wirklich froh den Trek gelaufen zu sein. Und natürlich bin ich auch stolz darauf, dass ich es geschafft habe, selbst wenn es nur die Express Variante gewesen ist.

inca trail express trek, machu picchu

Am folgenden Tag blieb uns mehr Zeit die Inkastätte zu erkunden. Unser Guide Pabel erzählte uns sehr viel über das Leben der Inka. Die verschiedenen Bauwerke und Tempel sind zum Großteil noch gut erhalten, wie z.B. der Sonnentempel, der Tempel der drei Fenster und der Tempel des Kondors.

inca trail express trek, machu picchu, tempel des kondors

Die Größe der Anlage und die Baukunst zu bewundern ist einfach Wahnsinn. Diese Inka waren wirklich tolle Ingenieure und Architekten: alle Bauwerke wurden ohne Mörtel gebaut und trotzdem sind alle Steine super fest und dicht beieinander. Die Mauern sind gerade wegen des fehlenden Mörtels sogar im Falle eines Erdbebens stabil.

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