Reiseplanung

Reisen mit Kind – Auswahl der Ziele

Von Gastblogger , 31. Juli 2015

Juli. Nur noch drei Monate bis zum Start unserer Reise.

Wir haben bereits im ersten Teil verraten wohin es geht: wir reisen mit unserem Sohn Paul über Dubai nach Singapur, Australien, Neuseeland und Thailand. Dazu haben wir uns mehr als drei Monate Zeit genommen. In diesem Artikel unserer kleinen Serie soll es um die Wahl genau dieser Reiseziele gehen. Warum eigentlich diese Ziele? Wie finde ich überhaupt das richtige Ziel für mich und vor allem für die Reise mit meinem Kind?

Wie wählen wir also unsere Reiseziele aus?

Das perfekte Reiseziel ist nie eine einfache schwarz oder weiß Entscheidung. Es spielen unzählige Faktoren und viele persönliche Vorlieben eine Rolle, die für die vielen Graustufen auf der Suche nach einem passenden Reiseziel verantwortlich sind. Bei Reisen mit Kind kommen dazu noch einige weitere Aspekte, auf die wir hier – abseits der klassischen Kriterien – etwas näher eingehen.

Lasst uns erzählen, wie wir das gemacht haben.

Ich bin leidenschaftlicher Fotograf und werde durch die Portfolios anderer Reisefotografen ständig auf neue Ideen gebracht. Einige dieser Fotos haben eine solche Wirkung auf mich, dass ich erstens sofort wissen möchte wo genau diese Aufnahme entstanden ist und zweitens, dass es für mich als potentielles Reiseziel auf den Plan rückt. Dazu kommen Inspirationsquellen wie der Lonely Planet „Best in Travel“ für jedes neue Jahr oder auch die Berichte von Rough Guide.

Damit wir diese Ziele nicht vergessen, halten wir Ziele und Dinge, die wir tun möchten auf unserer Bucket-List fest. Außerdem hängt in unserer Küche eine Karte, die mit Fähnchen für „Langstreckenziele“, „Ziele für kürzere Trips“ und „bereits besuchte Ziele“ bestückt wird. Dadurch haben wir immer einen Überblick (und stetiges Fernweh).

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„Organisation unserer Reiseziele auf einer Kork-Weltkarte.“

Bei uns standen zwei Ländern immer besonders weit oben auf der Liste: Australien und Neuseeland. Durch die Größe und Entfernung der Ziele wollten wir jedoch mehr Zeit haben. Diese Zeit nehmen wir uns jetzt und verbringen unsere gemeinsame Elternzeit mit unserem Sohn Paul auf Reisen.

Doch eine Frage bleibt: Ist das ein geeignetes Ziel für mich und noch viel mehr für mich und mein Kind?

Den ersten Teil der Frage konnten wir für uns immer recht schnell beantworten und wussten: wenn uns das Ziel interessiert, dann ist es auch eine passende Destination für uns. Seit neun Monaten, seit der Geburt unseres Sohnes, denken wir jedoch über weitere Aspekte und Kriterien nach.

Sicherheit

Eltern lieben Sicherheit für ihre Kinder. Wir auch.

Neben einem subjektiven Bild, das jeder zu einem Land hat, machen wir uns ein kurzes Bild über die Seiten des Auswärtigen Amtes, indem wir kurz schauen welche Reise- und Sicherheitshinweise existieren. Das praktische an den Seiten des Auswärtigen Amtes ist, dass sie uns gleich mit weiteren Informationen zu Einreisebestimmungen und medizinischen Hinweisen (z.B. wenn eine Einreise nur mit bestimmten Impfungen möglich ist, bzw. welche Impfungen empfohlen werden). Wir lassen uns durch die Meldungen nicht übermäßig verunsichern (es gibt bei den meisten Ländern die Gefahr von terroristischen Aktivitäten bzw. auch Warnungen bezogen auf einzelne Gebiete), würdigen die Sicherheitsbedenken jedoch in unseren Überlegungen und würden bei akuten Hinweisen eine Reise in das Land eher verschieben.

Impfungen

Bereits auf den Seiten des Auswärtigen Amtes gibt es Hinweise zu den notwendigen oder empfohlenen Impfungen für das Reiseland oder -gebiet. Generell suchen wir bei fernen Zielen noch einmal einen Tropenmediziner auf, der uns in einer Sprechstunde über die Vor- und Nachteile sowie die Möglichkeiten zur Impfung beraten kann. Das gilt in besonderem Maße für die Impfung von Babys und Kleinkindern, da viele der Impfstoffe für besonders junge Reisende nicht zugelassen sind (bspw. Typhus ab dem ersten Geburtstag, Gelbfieber ab dem 9. Lebensmonat, Hepatitis A ab dem zweiten Geburtstag, Japanische Enzephalitis ab dem 2. Lebensmonat).

Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht eine Liste der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe zu den bekannten Krankheiten und führt einzeln auf, ab welchem Alter diese Impfungen verabreicht werden können.

Infrastruktur

Wer schon einmal ein krankes Kind mit auf Reisen hatte wird uns zustimmen: Ungewissheit und weit und breit kein Arzt in der Nähe sind keine erstrebenswerte Kombination.

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„Es müssen nicht immer Städtereisen sein. Eine naheliegende Infrastruktur mit wesentlichen Versorgungseinrichtungen ist jedoch sehr hilfreich.“

Deshalb achten wir bei der Wahl des Ziels, oder vielmehr unserer Route, darauf, dass wir in Reichweite einer Versorgungsstruktur bleiben. Das heißt nicht, dass wir nur Städte bereisen, sondern beispielsweise, dass wir nicht tausende Kilometer ins tiefste Alaska reisen würden. Außerdem haben wir darauf geschaut, dass der medizinische Standard des Ziels nicht zu weit weg von den uns bekannten Versorgungseinrichtungen ist. Der globale Standard wird an dieser Stelle immer besser, jedoch gibt es nach wie vor Länder und Regionen, die keine ausreichende medizinische Versorgung (auch und gerade bei Kinderkrankheiten) sicherstellen können.

Stopover

Und hier kam bei uns STA Travel ins Spiel. Wir wussten, dass wir Zwischenstops machen wollen, um die Zeitverschiebung nicht in vollem Umfang zu spüren (und vor allem unseren Sohn Verschnaufpausen zu gönnen) und die weite Strecke nicht an einem Stück reisen zu müssen. Nach einigen kurzen Spielereien mit Round-The-World-Ticket Konfigurationen und dem Zusammenstellen einzelner Flugstrecken (und „interessanten“ Preisen!) rückten mehr und mehr die Angebote aus dem STA Travel Katalog, den wir als App auf unserem iPad haben, in den Fokus. Die Preise wirkten fast ein wenig unecht auf uns, nachdem was wir vorher selbst zusammengestellt hatten.

Also sind wir in den STA Travel Shop in Berlin-Mitte gegangen und haben unsere Wunschroute geäußert und konnten uns (da wir etwa 11 Monate vor Start da waren und Flugtickets genau 11 Monate vorab gekauft werden können) tatsächlich über die Katalogpreise freuen. Durch die Nutzung einer Airline für alle Strecken der Reise und die Vorkonfiguration werden erschwingliche Preise erzielt und haben die für uns perfekt passenden Ziele Singapur und Thailand auf die Reiseroute gebracht. Die Stopover-Zeiten konnten wir dabei frei wählen und zusätzlich benötigte Flugstrecken (Inlandsflüge in Thailand und Australien) einfach dazubuchen.

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„Wir sind gespannt wie sich Thailand seit unserem letzten Besuch entwickelt hat.“

 

Das Ergebnis: Der Verlauf unserer Reise

Auf diesem Weg entstand unsere Reise über Singapur nach Australien (mit Stopover in Melbourne) wo wir von Cairns nach Sydney auf der Landstrecke unterwegs sein werden. Anschließend geht es von Sydney nach Auckland – wieder über Landstrecke – nach Christchurch und von dort nach Bangkok. Nach ein paar Tagen in der Stadt werden wir abschließend noch die Füße in den warmen, thailändischen Sandstrand stecken, bevor wir (wieder über Bangkok) in die Heimat fliegen.

Eine Kombination von Zielen, die unsere Wünsche erfüllen und gleichzeitig mit unseren Anforderungen an Reiseziele mit Kind einhergehen.

David und seine Frau Eva schreiben auf ihrem Blog UNTERWEGS-BLEIBEN.de über das Reisen mit Kind bis ans Ende der Welt . Sie berichten bei uns in mehreren Artikeln über ihr Abenteuer während ihres twa 44.500km langen Trips. Besucht sie auch auf ihrer Facebook-Seite

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