Ozeanien

Reisen mit Kind – Unsere Highlights in Neuseeland

Von Gastblogger , 25. Februar 2016

Wir rekapitulieren gern unsere vier Monate „on-the-road“ als Familie. Wir verbinden mit dieser Zeit so unglaublich viele positive Erinnerungen, dass wir – sobald wir einmal anfangen – gar nicht aus dem Erzählen herauskommen. Unsere Reise mit Kind führte uns durch Singapur, Australien, Neuseeland und Thailand. Wir haben bereits hier auf dem STA Travel Blog über unsere Highlights aus Singapur und Australien berichtet und möchten diese schwere Aufgabe der Auswahl unserer Highlights auch für Neuseeland fortsetzen.

Neuseeland: Unsere Highlights am Ende der Welt

Neuseeland ist beliebt bei Elternzeit-Reisenden. Waren wir in Australien noch eher exotisch als Reisende mit Baby, fühlten wir uns in Neuseeland eher umgeben von Gleichgesinnten. Das liegt mitunter daran, dass Neuseeland – im Gegensatz zu Australien – keine giftigen oder wirklich gefährlichen Tiere und ein sehr gemäßigtes (europäisches) Klima besitzt. Dass Australien dennoch – entgegen der Meinung einiger – super für eine Reise mit Kind geeignet ist, haben wir bereits erwähnt. Das wollten wir hiermit ganz offiziell noch einmal tun, da es nicht oft genug gesagt werden kann.

Schwimmen mit wilden Delfinen (Eva)

Definitiv Evas unangefochtene Nummer 1. Wir waren an der Curio Bay bei durchwachsenem Wetter abgestiegen, da es dort freilebende Gelbaugen-Pinguine als auch Hektor-Delfine geben sollte. Am ersten Tag haben wir keine Delfine in der Bucht sehen können. Die Berichte, die wir dazu gelesen hatten, waren auch sehr unterschiedlich, sodass wir nicht sicher waren, ob wir Glück haben würden. Am nächsten Morgen – bei eisigen Temperaturen – war Eva jedoch gleich wieder am Aussichtspunkt und kam aufgeregt zurück: Sie musste jetzt sofort ins kalte Meerwasser. Jetzt! Sofort!

Es waren Delfine zu sehen und schon wenige andere Neugierige im Wasser. Eva nahm den ganzen Mut zusammen und ging ins kalte Wasser und durfte dafür als Belohnung mit Delfinen schwimmen. Ganz wichtig beim Schwimmen mit wilden Delfinen: Die Tiere müssen sich das Schwimmen mit den Menschen aussuchen, nicht andersherum. Deshalb heißt es, langsam und vorsichtig ins Wasser gehen und den Rest den Tieren überlassen.

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Dieses Bild ist bei einer Bootstour am Milford Sound entstanden. Ein Bild von Eva mit Delfinen gibt es nicht – dafür war es zu spontan und zu kalt.

Der Sternenhimmel im Dark Sky Reserve am Mount Cook (Eva)

Wir haben bereits auf Hawaii vom Mauna Kea aus einen der klarsten Sternenhimmel der Welt betrachten dürfen. Das hat uns damals ziemlich umgehauen. Deshalb haben wir uns schon früh auf das Dark Sky Reserve am Mount Cook gefreut: zu Recht! Der Sternenhimmel, bei dem die Milchstraße mit bloßem Auge erkennbar ist und dich die schier unendliche Anzahl an Sternen einfach umhaut, ist eines der Dinge, die wir immer mit Neuseeland verbinden werden.

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Einer der klarsten Sternenhimmel der Welt mit Mount Cook im Hintergrund!

Sandboarding an den Te Paki Sanddünen (Eva)

Ganz im Norden der neuseeländischen Nordinsel gibt es gewaltige Sanddünen. Diese sind bis zu 150 m hoch und eignen sich bestens für Sandboarding. Das wollten wir natürlich ausprobieren. Boards können direkt vor Ort geliehen werden. Dann folgt der anstrengende Teil: sich selbst und das Board die 150 m der Sanddüne hochtragen. Und dann folgt noch ein schwerer Part: sich davon zu überzeugen die Düne herunterzufahren. Ist es einmal entschieden und du bist auf dem Weg, ist es ein echter Spaß und du kannst dich sogar aufraffen noch einmal die Düne hoch zu laufen. Aber viel häufiger halten wir kaum für möglich…

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Riesige Sanddünen. Riesige Möglichkeiten zum Sandboarding.

Rob Roy Glacier Track (David)

Der Rob Roy Gletscher ist im Gegensatz zum Franz-Josef- und Fox-Gletscher nicht so leicht zu erreichen (und daher wesentlich weniger touristisch). Am Anfang des Tages steht eine wilde Fahrt auf einer mehr als 30km langen Schotterstraße an, die unter anderem durch zehn kleine Bäche führt. Anschließend führt ein Wanderweg steil bergauf, immer entlang des Rob Roy Streams zu zwei fantastischen Aussichtspunkten mit Blick auf den schönen Gletscher. Der beschwerliche Weg (13km, mit Kind auf dem Rücken in der Kraxe und massig Kamera-Equipment) lohnt sich dennoch ungemein: Wasserfälle rauschen die steilen Berge hinunter, der Gletscher ist beeindruckend nah und die Landschaft im Aspiring Nationalpark ist eine wunderbare Umgebung. Wir waren sogar Zeuge einer Gletscher-Kalbung – erschrocken von einem Geräusch wie einer Explosion drehten wir unsere Köpfe, sahen das Eis fallen gefolgt von großen Wassermassen. Was für eine Naturgewalt!

Anstrengend, aber umso mehr lohnenswerter Weg zum Rob Roy Gletscher

Anstrengend, aber umso mehr lohnenswerter Weg zum Rob Roy Gletscher.

Helikopterflug über dem Mount Aspiring Nationalpark (David)

Die Gegend hatte es mir einfach angetan. Wanaka, Queenstown, Glenorchy und die Berglandschaft im Aspiring Nationalpark. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden hier einen Helikopterflug zu buchen. Eine Stunde Flugzeit mit Landungen auf dem Isobel Gletscher und auf einer Hochebene mit Erläuterungen der Umgebung durch den Piloten war eine tolle Erfahrung. Wir umkreisten den Mount Aspiring und überflogen sogar noch einmal über den Rob Roy Gletscher, den wir am Vortag beschwerlich zu Fuß erreicht hatten.

Ein tolles Erlebnis: Helicopter fliegen.

Ein tolles Erlebnis: Helicopter fliegen.

Abel Tasman Coastal Track (David)

Der Abel Tasman Nationalpark ist eine Welt für sich. Jetzt, im Nachhinein, passt diese Gegend gar nicht so recht in das Bild, dass wir sonst von der bergig-alpinen Südinsel hatten. Denn Abel Tasman hatte irgendwie etwas Tropisches: Wunderschöne, unberührte Strände, türkisfarbenes Wasser und (in unserem Fall) bestes Wetter. Der Abel Tasman Coastal Track ist einer der neuseeländischen Great Walks und führt über 51km (3 – 5 Tage) entlang der hinreißenden Küstenlandschaft.

Wir haben eine Tagesetappe dieses Tracks zurückgelegt (13km). Mit dem Wassertaxi ging es zum eigentlichen Ende der ersten Tagesetappe und zu Fuß zurück zum Startpunkt. Eine tolle Variante einen Great Walk auch mit Kind (wenn auch nur in Teilen) zu erleben.

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Wanderweg in toller – für Neuseeland untypischer – Umgebung.

Pinguine in freier Wildbahn (Paul)

Neben den Delfinen an der Curio Bay, gibt es dort auch eine Bucht in der die kleinen Gelbaugen-Pinguine leben. Am späten Nachmittag kommen die Tiere zurück an Land und können dort beobachtet werden. Hinweisschilder geben die grundlegenden Spielregeln vor: mindestens 10m Abstand halten und möglichst leise und unauffällig sein. Für Paul war die Sichtung der kleinen watschelnden Pinguine definitiv ein Highlight.

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Einfach toll anzusehen: freilebende Pinguine

Heiße Quellen in Rotorua (Paul)

Auf der Nordinsel gibt es stark geothermale Gebiete. In diesen Gebieten existieren daher heiße Quellen, bei denen (fast) kochendes Wasser einfach aus der Erde sprudelt. An diesen Quellen gibt es hin und wieder auch Thermen, die dieses Wasser über ausgeklügelte Systeme aus Bächen abkühlen und bei perfekter Badetemperatur (35 – 38°C) in Hot Pools laufen lassen. Was für eine Wohltat! Und was für ein Spaß für kleine Kinder!

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Aufwärmen und entspannen in natürlichen Hot-Pools.

Cable Car fahren in Wellington (Paul)

In Wellington ist eine der steilsten Cable Car Strecken der Welt zuhause. In nur fünf Minuten überwindet das Gefährt die Strecke von der Stadt hinauf in den botanischen Garten. Paul hat die Fahrt mit dem Cable Car sehr gefallen (er mag es generell Zug zu fahren).

Erst eine tolle Fahrt und dann ein toller Ausblick.

Erst eine tolle Fahrt und dann ein toller Ausblick.

All unsere Reisegeschichten aus Neuseeland haben wir in unserem Blog für euch aufgeschrieben. Folgt uns auch auf Facebook und begleitet uns beim Reisen mit Kind bis ans Ende der Welt und auf vielen weiteren Abenteuern!

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