Asien

Surfcamp Indonesien – Ein Kurztrip

Von Simone Sommer , 22. November 2016

Ja, es ist wirklich wahr: ich habe einen Kurztrip nach Indonesien gemacht, genauer gesagt nach Bali und zu Javas Red Island für ein Surfcamp. Es war zwar eine Inforeise aber jede Stunde Schlaf die ich nicht hatte, war es wert.

Angekommen auf Bali, wurde ich vom netten Fahrer von Mojosurf lächelnd empfangen und bin gleich angesteckt von der positiven Laune. Vergessen sind die langen Flugstunden, immerhin bin ich auf Bali! Angekommen in meinem stylischen Surfhostel in Canguu, nehme ich eine Dusche und ab geht es an die Rooftop Bar des Hotels. Dort schnappe ich mir ein Bintang Bier und lerne nette Neuseeländer und Australier kennen. Und klar: alle surfen. Herzlichen Willkommen auf Bali! Es gefällt mir jetzt schon.

Am nächsten Morgen treffe ich meine Surfgruppe. Wir sind eine völlig internationale Runde und verstehen uns vom ersten Moment an.

Mein Kurztrip, genauer gesagt mein Surfcamp in Indonesien beginnt. Uns erwartet der erste Surfspot, bevor wir uns zur Fähre in Richtung Java aufmachen. Wirklich tolle Wellen erwarteten uns hier und gute Instruktionen unserer Surflehrer. Weiter geht’s im Anschluss nach Java,  Red Island. Doch das ist in Indonesien nicht so einfach getan. Denn der Verkehr ist echt gewöhnungsbedürftig und das obgleich ich schon einiges auf meinen Reisen gesehen habe. Hier fährt jeder Roller, sogar jedes Kind. Die Straße gleicht einem Ameisenhaufen: alles ist mit Rollern übersät. Ganze Familien sind auf einem Roller unterwegs.

In all diesem Gewühl  fahren auch noch Surfer mit ihrem Surfboard, am Roller befestigt, flink über die Straßen. Zu diesem Zeitpunkt  waren wir noch leicht ängstlich bei den Überholmanövern unseres Fahrers. Die Fahrt führt uns quer durch Bali, wir sehen kleine Dörfer, grüne Reisfelder und immer wieder Tempel.

Endlich kommen wir zur Fähre, die uns nach Java bringen soll. Bereits bei der Anfahrt in den Hafen nehmen wir die andere Atmosphäre wahr, die hier auf Java herrscht. Es ist weniger westlich, als auf Bali. Man hört die Betenden aus den Moscheen. Java ist muslimisch und weniger westlich geprägt, daher achten wir darauf, dass unsere Knie und Schultern mit Kleidung bedeckt sind. Nach einer langen Fahrt, kommen wir in den Abendstunden in unserem kleinen, süßen Surfcamp auf Red Island an.

Wir beziehen unser einfaches, aber gemütliches Domizil und von da an gibt es nur noch Flipflops, Bikini, Surfboards und alles ist entspannt. Ich fühle mich, als sei ich in einer anderen Welt. Nur unsere Hütten und um uns herum Natur, Strand und eine tolle Kulisse.

Vor unserem Resort betreibt eine Familie in einer kleinen Hütte ein kleines Café am Strand. Und in der Umgebung leben nur Einheimische, nicht wirklich ein typischer Touristenort. Was ich als sehr angenehm empfinde.

Wir haben alle zusammen unglaublich viel Spaß. Doch wer lange feiert, sollte nicht vergessen im Sonnenaufgang auch gleich wieder surfen zu gehen. Aufgewacht, Bikini an, Zähne putzen, Surfboard unter den Arm und ab in die Wellen. Ganz gleich, ob Anfänger oder Profi. Alle gemeinsam mit der Hilfe unserer Surflehrer.

Dennoch sind wir frei und schaffen es, unser Können selbst ausprobieren. Danach ab zum kleinen, aber leckeren Frühstück mit den besten Pancakes ever. Der Rest des Tages gestaltete sich in etwa so: Chillen in den Hängematten, Volleyball spielen, surfen … einfach nur Zeit zum Genießen.

Ich habe nur die komprimierte Version des eigentlich 6-tägigen Mojosurf Trips von Bali nach Java und zurück gemacht. Daher währte das Surferleben nicht allzu lange und es sollte bald zurück nach Bali gehen. Nur für den Rückweg dauert unsere Überfahrt mit der Fähre von Red Island nach Bali auf einmal lange vier Stunden. Wir sehen den Hafen, dürfen aber nicht anlegen. Ohne groß überlegen zu müssen, fällt es uns ein: da hat scheinbar ein anderes Fährunternehmen mehr Geld bezahlt um früher an den Hafen zu dürfen als unseres. Tja, Reisen bildet 😉 Man sollte dies bei der Reiseplanung nicht unterschätzen. Es kann hier beim Anlegen an den Hafen durchaus zu einer großen Zeitverzögerung kommen.

Auf dem Weg nach Canggu haben wir in einem tollen Restaurant am Meer gegessen und dann ging es wieder in unser tolles Hotel. Inzwischen haben wir uns an die verrückte balinesische Fahrweise gewöhnt. Letztlich war alles sicher. Man(n) weiß auf Bali eben, wie man dort zu fahren hat. Am Abend besuchten wir noch gemeinsam ein paar Bars in Canggu und hatten viel Spaß. Canguu ist ein recht kleiner Ort, der durch die vielen Surfer und den entsprechenden Lifestyle geprägt ist. Hier bieten sich zum Teil ideale Surfbedingungen. Es gibt einige Bars, Restaurants, Hostels und Shops dort. An jeder Ecke trifft man Surfer aus aller Herren Länder. Ich fand es sehr nett dort. Internationale Leute, lockeres Leben und eben das Surfen im Fokus.

Am nächsten Morgen gehen wir natürlich wieder surfen und freuen uns über die Fortschritte, die wir in der kurzen Zeit gemacht haben.

Anschließend fahren wir in Richtung Ubud. Dort nehmen wir an einer typisch balinesischen Zeremonie teil und besichtigen eine Tempelanlage.

Ein Must in Ubud ist auch der Besuch des Monkey Forest. Also: auf in den Affenwald! Als wäre es unsere Truppe nicht schon Affenstall genug 😉

Bitte, wenn ihr den Monkey Forest in Ubud besucht, nehmt die Warnungen ernst. Nehmt keine Taschen, Wasserflaschen, Sonnenbrillen, also quasi nichts mit, was nicht wirklich fest an euch sitzt oder befestigt ist. Die Affen sind zwar süß und amüsant, haben es aber auch faustdick hinter den Ohren. Teilweise können gar aggressiv werden. Ich hatte vielleicht etwas Glück bei der Begegnung mit einigen jungen Affen. Sie setzten sich wie selbstverständlich auf meinen Rücken und zupften an den Bändern meines Bikinioberteils herum. Allerdings zeigten sie auch großes Interesse an meinen glitzernden Ohrringen. Glücklicherweise entfernte ich sie schnell, bevor eine kleine Affenhand sie mir aus den Ohren reißen konnte.

In Ubud sind wir noch schön essen gegangen. Merkt euch das Laka Leke. Man sitzt in einem wunderschönen Garten und genießt tolle Gastfreundschaft und ein sehr gutes Essen für einen kleinen Preis. Danach gönnt ihr euch am besten auch noch eine frische Kokosnuss in der Coconut Bar. In Ubud lässt es sich gut ein paar Tage aushalten. Von dort aus kann man eine Vielzahl an Tagesausflügen unternehmen.

Leider war bereits der letzte Abend für mich angebrochen. Mojosurf organisierte ein tolles Barbeque auf der Dachterrasse des Hotels. Anschließend sind wir noch auf ein paar Drinks ins „Old Man’s“, eine Bar in der Nähe des Strands in Canggu, gegangen.

Es war eine sehr schöne, wenn auch kurze Reise. Ich habe sehr nette Mitreisende kennenlernen dürfen und  habe einen kleinen Eindruck von Bali erhalten. Es ist kaum zu glauben, dass man innerhalb so kurzer Zeit Freunde gewinnen kann, zu denen man im Nachhinein auch Kontakt hält. Leider musst ich mich dann von ihnen trennen und wieder nach Hause fliegen. Doch ich erhielt quasi stündlich Berichte und Fotos von Nusa Lembongan und aus Kuta auf Lombok. Denn dorthin ging das Surfabenteuer mit Mojosurf noch weiter.

Ich werde in Kürze diesen Trip ganz bestimmt noch einmal machen. Aber dann mit mehr Zeit. Und werde surfen, raften, Vulkane besteigen, alle Spa-Anwendungen nachholen, die das Programm so hergibt. Und natürlich werde ich mich mit Fotos von Nusa Lembongan und Lombok bei meinen lieben Leuten revanchieren! Rache ist süß! 😉

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Eine Antwort zu “Surfcamp Indonesien – Ein Kurztrip”

  1. Flughafentaxi Wien sagt:

    Ich bin fasziniert von den Bildern. Muss eine echt tolle Reise gewesen sein. Ich würde eine solche Reise auch gerne machen, da ich das Surfen auch gerne habe. Jeden Tag Sonne und Wasser. So lässt sich das Leben genießen.

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