Nordamerika

Tipps für den perfekten Kanada Roadtrip

Von Gastblogger , 07. November 2017

Wir sind Tobias und Friederike vom Reise und Lifestyle Blog Freiseindesign und haben im September bei einem 6-wöchigen Kanada Roadtrip den Westen des Landes erkundet. British Columbia und Alberta standen schon lange auf unserer Bucket-List und so beschlossen wir diesen Traum endlich – wenn auch sehr spontan – wahr werden zu lassen.

Damit wir Kanada unbeschwert genießen konnten, haben wir uns für die wichtigsten Dinge, wie die Flüge und den Mietwagen, mit STA Travel einen verlässlichen Partner an unsere Seite geholt. So sind wir einfach in unserer Nachbarschaft in die Filiale in der Gleimstraße spaziert und haben gemeinsam mit Daniel unsere Flüge und unseren flotten Flitzer gebucht.

Unsere Roadtrip Tipps für Kanada

In Sachen Roadtrippin’ sind wir schon alte Hasen: Im vergangenen Jahr legten wir 12.000 australische Kilometer zurück und auch in Neuseeland und Mexiko haben wir schon so etliche Reifen zum Qualmen gebracht. Jedoch bleibt zu sagen: Der Kanada Roadtrip war definitiv eine der besten Reisen unseres Lebens, soviel ist sicher. Deshalb möchten wir unsere gesammelten Erfahrungen an euch weitergeben.

Wir empfehlen euch, euer Mietfahrzeug schon im Vorfeld von Deutschland aus zu buchen. Direkt vor Ort zu mieten kann schnell teuer werden und unmittelbar vor dem Losfahren möchte man sich nicht über Versicherungsklauseln in fremden Sprachen den Kopf zerbrechen. Außerdem bedarf es für die Anmietung eines Campervans, aufgrund der hohen Nachfrage, eine längere Vorlaufzeit. Denkt dran: Your car is your castle!

Achtet außerdem besonders darauf, einen umfassenden Versicherungsschutz zu wählen, so dass ihr im Schadensfall Anspruch auf den Tausch eures Wagens habt. Schlagt auch unbedingt auf die von euch geplanten Kilometer noch einige drauf, denn Kanada ist so wunderschön, dass ihr jeden Zipfel entdecken wollt.

Es gibt zwei Varianten des reisenden Fahrvergnügens, die wir euch vorstellen wollen. Ihr könnt einerseits mit einem Wohnmobil bzw. Campervan durch die Lande cruisen, oder aber ihr entscheidet euch für einen kleineren Wagen, um eurem Abenteuerdrang freien Lauf zu lassen.

Beide Varianten sind toll und definitiv wert sie auszutesten. Woran es jedoch jeweils zu denken gilt, das verraten wir euch jetzt:

Der Campervan – Unterwegs mit dem Schlachtschiff der Highways

Campervans sind cool! Sie sind euer Zuhause für die Reise und ihr werdet euch pudelwohl fühlen. Es gibt hunderte unterschiedliche Modelle, soviel können wir euch verraten. Von Minianhängern, bis hin zu Häuseraufbauten auf vier Rädern ist alles möglich.

Der Vorteil ist definitiv, dass ihr für alle Wetter gerüstet seid und euer Haus, samt Einrichtung, mit euch reist. Von Markise, bis Flatscreen, Panoramafenster, Hochbetten und ganzen Sofalandschaften, voll ausgestatteten Küchen, bis hin zu den kleinen und erschwinglicheren Mietmodellen, die für die Bedürfnisse normaler Reisender aber völlig ausreichen, ist alles machbar.

Ihr wollt mit Kindern oder mehreren Erwachsenen reisen, auch dafür sind die Campervans bestens gemacht. Es gibt sie nicht nur in allen Farben und Formen, sondern auch den unterschiedlichsten Aufteilungen und Ausstattungen. Und keine Sorge, falls ihr Respekt vor der Größe der Fahrzeuge habt, die kanadischen Straßen und Parkplätze sind dafür gemacht.

Denkt aber bei der Buchung daran, je eher ihr euch für die Anmietung entscheidet, desto besser. Hier gilt, dass nicht nur der frühe Vogel den Wurm, sondern auch das beste Angebot fängt. Und das meinen wir langfristig gedacht. Ein Jahr im Voraus zu planen macht sich hier preislich und in der Auswahl so bemerkbar, dass es durchaus sinnvoll ist frühzeitig mit der Recherche und der Vorfreude zu beginnen.

Außerdem verbraucht so ein Straßenkoloss natürlich auch ordentlich Treibstoff, kalkuliert dies unbedingt in eure Reiseplanung im Kostenpunkt mit ein.

Der Kleinwagen – Klein geht hier genauso großartig

Für uns, blieb aufgrund unserer Kurzentschlossenenheit nur die Option einen Kleinwagen für unseren Roadtrip anzumieten. Im Nachhinein sind wir total froh darüber, denn weder erwies sich unser Mietwagen als klein, noch hatten wir mit ähnlich hohen Ausgaben zu kalkulieren wie bei einem Campervan.

Wenn ihr euch für die Reisevariante mit dem Mietwagen durch Kanada entscheidet, gilt es zu überlegen, was ihr neben einem Zelt und Kochgeschirr außerdem dabei haben solltet. Für begeisterte Outdoor Enthusiasten wie uns, war das kein Problem. So hatten wir am Ende zwar ein Gepäckstück mehr an Bord, dafür aber alles dabei, um es uns in den eigenen vier Zeltwänden gut gehen zu lassen.

Für all unsere Koffer und Rucksäcke haben wir uns von Anfang an ein praktikables Packsystem überlegt und dieses über die Wochen verfeinert. Und Kanada ist im September so frisch, da macht es gar nichts, wenn kein Kühlschrank an Bord ist.

Was wir damit sagen wollen, es gibt wesentlich mehr Möglichkeiten auf Kanadas Straßen unterwegs zu sein, als mit dem Wohnmobil. Ein Mietwagen ist gegenüber dem Camper preislich viel günstiger und man kann das Geld, was man bei der Miete und beim Benzin spart, in die Unterbringung in einem netten Hostel, Hotel oder Apartment investieren. Das haben wir auch ab und an gemacht und es war super so unterschiedliche Varianten kennen zu lernen!

Das 1×1 für einen Kanada Roadtrip

Tanken
Bei Tankstellen müsst ihr in Vorkasse gehen. Ihr fahrt an eure gewünschte Zapfsäule, füttert den Automaten mit eurer Kreditkarte und euren Daten und gebt dann der Tankstelle zwecks Eingabe und Bestätigung Bescheid, bis zu welchem Betrag ihr euren Tank füllen wollt. Das können 20 oder 200 Dollar sein. Aber keine Sorge, abgebucht wird am Ende nur, was ihr tatsächlich tankt. Welche Benzinsorte ihr wählen müsst, erfragt ihr am besten direkt bei der Autovermietung.

Wildlife on the Road
Gerade zur Dämmerung treiben sich ab und an sehr gerne Elche, Rehe, Hirsche und auch Bären auf den Straßen herum. Es ist daher von Anfang an wichtig vorsichtig zu fahren und lieber den Moment zu genießen, sowie die Kamera griffbereit zu haben, als einen Herzinfarkt, oder gar Wildunfall zu provozieren. Glaubt uns, so einen Bären sieht man auch aus dem Auto bestens aus einiger Entfernung!

Parken
Ganz besonders in den Städten und hier explizit in Vancouver, solltet ihr die Parkuhren genauestens studieren, da sich die Bedingungen zum Parken innerhalb von ein paar Stunden ändern können. Wer sich nicht sicher ist, was die Beschilderungen verraten oder verschweigen, der fährt lieber ins Parkhaus oder ersteht ein Tagesticket.

Saisonende
Das Saisonende liegt für die sommerliche Reisesaison allerspätestens beim 30. September. Das wir selbst von Anfang September bis Mitte Oktober somit zu den Spätreisenden gehörten, wurde uns erst vor Ort klar.

Hier ist unbedingt zu beachten, dass einige der Campingplätze ab Mitte September schließen. Welche es genau sind, erfahrt ihr auf der Homepage von Parks Kanada oder in den Touristen Büros vor Ort. Auch touristische Tourenangebote enden aus Sicherheitsgründen zu diesem Zeitpunkt. Die Hotelpreise hingegen locken dann jedoch viel eher zu einem herbstlichen Ausflug.

Kanada ist September toll, aber im Oktober, wenn sich alles gelb und rot gefärbt hat, noch umso mehr! Packt euch einfach gut und warm ein, dann steht eurem Entdeckerdrang nichts im Wege.

Das liebe Geld
Für eure Reise nach Kanada benötigt ihr für die Anmietung von Fahrzeugen und Unterkünften, sowie fürs Tanken unbedingt eine Kreditkarte. Außerdem sind viele Campingplätze mit einer „Self Registration“ versehen, bei denen man sich selbst registriert und in bar zahlt.

Auf Reisen erwacht die Wanderslust
Auch wenn ihr vielleicht nicht zu den geborenen Wanderern gehört, möchten wir euch ans Herz legen, es einfach zu versuchen und die Wanderschuhe unbedingt mit auf die Reise zu nehmen. Die kanadischen Wanderwege sind super in Schuss, bestens gepflegt, gut beschildert und führen zu sagenhaften Plätzen – Ihr werdet es lieben!

Wir hoffen, dass euch das Roadtripfieber genauso packt, wie es uns ergriffen hat. Es ist einfach wundervoll von so viel fantastischer Natur umgeben zu sein, jeden Tag mindestens einem Eichhörnchen zu begegnen und die unterschiedlichsten Landschaften des kanadischen Westens kennen zu lernen!

Wenn ihr selber einmal so einen Roadtrip machen möchtet und euch der Sinn nach noch mehr Bildern, Tipps und ausführlichen Kniffen steht, dann schaut unbedingt bei uns auf dem Blog vorbei!

Wir senden euch allerbeste #ReisenFuerWeltentdecker Grüße und wünschen euch Gute Fahrt,
Tobi & Freedi

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