Ozeanien

Unterwegs an Neuseelands Nordküste

Von Lydia Elsäßer , 27. Oktober 2016

Für mich war es bisher die zweite geführte Erlebnisreise dieser Art und ich war wieder einmal total begeistert. Für junge Leute von 18-39 Jahren gibt es die so genannten YOLO Erlebnisreisen. Darunter kann man sich eine super coole Gruppe aus jungen Leuten vorstellen, die alle das Gleiche möchten: Spaß haben, viel vom Land erleben und mit Gleichgesinnten den Trip ihres Lebens genießen. Das wurde mir durch diese Reise an Neuseelands Nordküste wieder einmal bestätigt. Wenn ihr abenteuerlustig und offen seid, ist diese Art zu reisen die perfekte Wahl. Der Transport erfolgt meist in einem Mini Bus mit großen Panorama-Fenstern, damit man die Landschaft richtig genießen kann. Unser Guide Auto war ein super cooler Typ und hat einen großartigen Job gemacht. Man hat gemerkt, dass er seinen Job mit Leidenschaft ausübt und Spaß dabei hat, Reisenden das wunderschöne Neuseeland zu zeigen und die Kultur des Landes nahe zu bringen. Dazu zählte auch das Erlernen der Maori-Sprache. Jeden Morgen fanden wir an der Fensterscheibe des Busses neue Wörter, die wir lernen durften…

Erlebnisreise Neuseeland – Highlights an der Nordküste

Doch erst einmal alles auf Anfang: angekommen am Flughafen in Auckland ging es erst mal ins Nomads Hostel. Nach einem spannenden Rugby Spiel und leckerer Pizza in der Roof Top Pizza Bar, die sich direkt im Hostel befindet, machten wir noch einen kurzen Rundgang entlang des Hafens mit Blick auf den Sky Tower.

neuseeland, auckland, sky tower

Das Ziel für den nächsten Morgen hieß Paihia: unser Ausgangspunkt zur Erkundung der atemberaubenden Bay of Islands. Teil der Erlebnisreise ist die Übernachtung auf dem Hausboot „The Rock“.  Am Nachmittag legte das Boot ab. Nach einem leckeren Barbecue an Bord, haben wir einen kleinen Ausflug mit dem Kajak unternommen. Der Sternenhimmel war gigantisch. So viele Sterne habe ich bis jetzt nur in Südafrika im Krüger-Nationalpark gesehen. Was allerdings noch viel beeindruckender war: die Biolumineszenz, also wenn das Meer leuchtet. Dieses Phänomen habe ich vorher noch nie erlebt und es war einfach unglaublich! Auch wenn es etwas kalt gewesen ist …der Sternenhimmel, das Leuchten im Wasser und die Stille auf dem Meer haben die Kälte ganz in Vergessenheit geraten lassen…

Ein weiteres Highlight der Bootstour ist ein Ausflug auf eine der 144 Inseln, aus denen die Bay of Islands besteht. Dort sind wir auf eine Aussichtsplattform gewandert, um die fantastische Aussicht auf die Bay of Islands zu genießen. Es war unglaublich schön und ich hätte den ganzen Tag dort verbringen können. Wir hatten super Wetter an diesem Tag und konnten auf dem Boot die Sonne genießen bevor es wieder zurück nach Paihia ging. An diesem Mittag hatten wir unsere erste Begegnung mit den Maori. Wir besichtigten die „Waitangi Treaty Grounds“ und bekamen die Gelegenheit wundervolle Tänze und Lieder der Maori hautnah mitzuerleben. Den Abend ließen wir in der Pipi Patch Bar gemütlich ausklingen.

Paihia ist übrigens auch ein genialer Ort für Adrenalin Junkies. Man kann z.B.. einen Sky Dive wagen oder die gemütliche Variante: Parasailing. Da ich bereits in Südafrika einen Sky Dive erlebt habe, entschied ich mich in Neuseeland fürs Parasailing. Dafür solltet ihr ca. 60 € für 12 Minuten Parasailing mit einplanen. Für einen Sky Dive muss man mit ca. 200 € rechnen. Das Wetter hätte nicht besser sein können und sich auf diese Weise von diesem traumhaften Flecken Erde verabschieden zu können: unbezahlbar!

neuseeland, bay of islands

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Das nächste Highlight auf unserer Erlebnisreise war Rotorua. Der beste Ort um die Maori Kultur kennenzulernen. Die Besichtigung des Ohinemutu Village ist sehr empfehlenswert. Wir hatten die Ehre Ra, einen Maori, persönlich kennenzulernen und ihm Fragen über seine Kultur und das Lebens als Maori zu stellen. Wir bekamen natürlich alle unsere erste Erfahrung mit dem Hongi, der traditionellen Begrüßung der Maori: man berührt sich zweimal sanft mit der Nase um den Atem des jeweils anderen zu spüren. Diese Erfahrung war einerseits etwas seltsam aber auch total beeindruckend. Das Ohinemutu Village an sich war schon faszinierend: der Sonnenuntergang, die Schwefelwolken…. Eine sehr magische und mystische Kulisse.

neuseelands nordküste, rotorua

Das Tamaki Maori Village bietet eine weitere Gelegenheit um in die Kultur der Maori einzutauchen. Obwohl das Ganze vielmehr den Anschein einer Touristenattraktion hat, ist es einen Besuch wert. Hier probierten wir das traditionelle „Hangi“ Festmahl, das für ein paar Stunden auf heißen Steinen im Erdofen gegart wird – wirklich lecker.

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Ein weiterer faszinierender Ort bei Rotorua ist das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Ein Nationalpark mit geothermischen Attraktionen. Der Schwefelgeruch ist wirklich sehr gewöhnungsbedürftig und ich war mir nicht sicher wie lange ich es aushalten würde. Doch bereits nach kurzer Zeit habe ich mich daran gewöhnt und fand es seltsamerweise sogar extrem angenehm, da der Geruch zusammen mit der Natur irgendwie gut harmonierte. Das wohl meist fotografierte Bild in diesem Nationalpark ist wohl der Champagne Pool.

neuseeland, champagne pool

Neuseeland ist ein Traum. Auch wenn meine Zeit hier nur sehr kurz war, hatte ich wundervolle Erlebnisse und konnte viele neue Eindrücke gewinnen. Nach wie vor bin ich unendlich dankbar, dass ich bei diesem Trip dabei sein durfte und wunderbare Menschen kennengelernt habe, die diese Reise unvergesslich machten. Wir waren eine super Gruppe und hatten eine verdammt tolle Zeit. Wenn euch nur wenig Zeit zur Verfügung steht, um Neuseeland zu entdecken, entscheidet euch für eine geführte Erlebnisreise. Es gibt keine bessere Wahl um Land und Leute kennenzulernen. Probiert es aus, ihr werdet bestimmt begeistert sein!

Eine Antwort zu “Unterwegs an Neuseelands Nordküste”

  1. Emma sagt:

    Hallo Lydia!
    Neuseeland muss so schön sein! Ich plane gerade eine längere Reise nach Neuseeland und bin froh, deinen Beitrag hier gefunden zu haben. Ich kann mir vieles abschauen und in meine Reiseplanung mit einbeziehen. Vielen Dank!
    Liebe Grüße, Emma

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