Nordamerika

USA – Los Angeles oder San Francisco?

Von Julia Lebernegg , 05. Juli 2017

Die Qual der Wahl, wer kennt es nicht… Ihr möchtet einen kurzen Stopover in Los Angeles oder San Francisco planen, oder einen längeren Aufenthalt in einer der beiden Städte machen und wisst aber nicht, für welche ihr euch entscheiden sollt? Theoretisch kein Problem, denn L.A. und Frisco könnten unterschiedlicher nicht sein 🙂 Während einer Young Explorer Erlebnisreise habe ich Augen und Ohren für euch offen gehalten, hier kommt:

Los Angeles vs. San Francisco – Ein Vergleich

Wetter: Smog vs. Fog

Um alles ein bisschen aufzulockern und eine angenehme Atmosphäre für euch zu schaffen, starten wir mit etwas Small Talk über das Wetter und die entsprechenden Unterschiede in den beiden Städten.

Sonnenschein und eine warme Meeresbrise – falls ihr, genau wie ich, am liebsten ständig warme Temperaturen haben möchtet, bekommt ihr das in Los Angeles. Kuschelige Wärme, gemischt mit einer großen Portion Smog. In San Francisco sucht man durch die dicke Nebelschicht hindurch oftmals vergeblich die Sonne. Falls ihr in Frisco ein paar Sonnenstrahlen erhascht, unterschätzt deren Stärke nicht und macht euch auf einen launischen und schnellen Wetterwechsel gefasst!

Verkehr: Schienenverkehr vs. Achtspurige Highways

Was die Verkehrssituation angeht, ist San Francisco für mich klar ganz oben auf dem Treppchen! Während man hier mit dem Fahrrad oder einer der berühmten cable cars fahren, oder – für die Fitteren – die steilen Straßen zu Fuß erklimmen kann, bleibt einem in Los Angeles nur wenig anderes übrig, als sich mit einem Mietwagen von A nach B zu bewegen. Natürlich könnt ihr euer Reisebudget auch in Uber oder ein Taxi investieren, allerdings wird euch bei den Preisen eine große Portion der sonnigen Laune vergehen. Öffentliche Verkehrsmittel sind in Los Angeles dünner gesäht und falls ihr diesen fahren möchtet, solltet ihr die Fahrzeit in eurer Tagesplanung auf jeden Fall großzügig berücksichtigen.

Promi-Faktor: Stars vs. Sternchen

Natürlich kann es einem passieren, dass man in San Francisco auf ein berühmtes Gesicht trifft. Die wirkliche Promi-Jagd erfolgt allerdings in Los Angeles und, wie könnte es anders sein, in Hollywood! Angefangen mit einem Spaziergang am berühmten Walk of Fame, vorbei am Dolby und dem Chinese Theater, einem Blick auf das Hollywood Sign, bis hin zu einer „Celebrity Homes Tour“  in Beverly Hills. Wobei man Letztere wohl eher als „Tour der verschlossenen Zäune und Hauswände“ bezeichnen könnte. Dennoch hat man in Los Angeles die Möglichkeit ein Stück weit in das Leben der liebsten Film- und Musikstars einzutauchen.

Meer: Strandspaziergang vs. Sehen und Gesehen werden

Auch in San Francisco gibt es Sandstrände, wie z.B. den Ocean Beach, an denen man den Wellen beim Rauschen zuhören, einen Strandspaziergang machen, mit etwas Glück in der Sonne liegen oder auch surfen kann. Wenn euch allerdings der Sinn nach langen, weißen Stränden, chilligen Strandbars und riesigen Palmen steht, seid ihr in Los Angeles besser aufgehoben. Hier könnt ihr auf der Achterbahn am Santa Monica Pier fahren oder euch ein Rad mieten um die lange Strandpromenade entlang zu fahren. Oder ihr taucht in das Hippie- & Hipsterleben am Venice Beach ein, während ihr kalifornischen Skatern bei ihren Tricks zuschaut, am Muscle Beach vergeblich nach Arnold Schwarzenegger sucht oder einfach nur an den bunten Marktständen entlang schlendert.

PS: Wirklich baden gehen sowohl in San Francisco als auch in L.A. nur die Hartgesottenen, denn der Pazifik hat selbst im Juli oder August kaum mehr als 20 Grad Wassertemperatur.

Highlights: Theme Parks vs. Individualisten-Flair

Hier kommt es nun ganz auf eure Interessen bzw. euren Geschmack an, meiner Meinung nach hat San Francisco wirklich einiges mehr zu bieten als Los Angeles mit seinen riesigen Themenparks und Hollywood.

Angefangen mit einer Radtour auf der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit San Franciscos, der Golden Gate Bridge, bis hin zum Gedränge um das beste Foto an der kurvigsten Straße der Welt – der Lombard Street:  Abwechslung findet sich in Frisco mehr als genug. Schlendert mit einer Brotsuppe in der Hand den Fisherman’s Wharf entlang und beobachtet die entspannten Seelöwen am Pier 39, bevor ihr euch mit dem Boot in Richtung Alcatraz begebt. Hier solltet ihr die Tickets aber auf jeden Fall früh genug vorbuchen!

Für die Shopping Queens unter euch ist der Union Square die perfekte Anlaufstelle, Kaffeejunkies kommen in den unzähligen Coffee Shops San Franciscos voll auf ihre Kosten und auch das zweitgrößte China-Town der Welt dürft ihr auf keinen Fall auslassen. 🙂 A propos Essen: der Markt im Ferry Building ist wirklich einen Besuch wert. Hier könnt ihr euch mit genügend Snacks  versorgen, damit ihr während der scheinbar ewig währenden Wartezeit nicht verhungert, bis ihr endlich in einem der Cable Cars San Franciscos Straßen rauf und runter rattern könnt 😉

Mein Fazit

OC California vs. Full House – im Endeffekt kommt es wirklich darauf an, welches Lebensgefühl bzw. Flair einem selbst am meisten zusagt und welche Ansprüche ihr habt. Ihr seid ruhige und geduldige Autofahrer oder macht einen Road Trip durch Kalifornien, möchtet unbedingt nach Disney World und in das Leben der Stars eintauchen? Dann seid ihr bestimmt in Los Angeles am besten aufgehoben.

Mein persönlicher Favorit wird allerdings immer San Francisco bleiben! Warum? Die Vielfalt, das Flair und auch die Größe – für mich hat Frisco hier einfach ganz weit die Nase vorn. Ob ihr nur zwei Tage oder auch eine ganze Woche in Frisco verbringt: es wird einem nicht langweilig, noch fühlt man sich unter Druck gesetzt, alles von der Stadt sehen zu müssen. Ganz im Gegenteil, San Francisco lädt gleichzeitig zum Entdecken aber auch zum Treiben lassen und Entspannen ein. Mit leckerem Kaffee oder Brotsuppe und mit etwas Glück, auch mit Sonnenschein. 🙂

Und? Was ist euer Favorit?

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