Asien

Verantwortungsvolles Reisen auf Bali

Von Die STA Travel Reiseexperten , 16. Juni 2020

Hallo zusammen, ich bin Lea aus dem STA Travel Shop in Karlsruhe und möchte dich mit dem Bericht über meine Erlebnisse auf Bali, für diese kleine Insel begeistern.

Junge Frau auf einer Brücke auf Bali

Ankuft auf Bali

Kaum in Denpasar gelandet, tauchte ich sofort in das Getümmel auf den Straßen Balis ein. Umzingelt von unzähligen Rollern, kämpften wir uns zu unserer ersten Unterkunft in Canggu. Canggu, ist das absolute Surferparadis auf Bali. Jeder, der die Gemeinschaft zusammen mit anderen Surfern liebt, ist hier genau richtig. An der Straße zum Strand reihen sich Cafés, kleine Shops, Restaurants und Bars dicht aneinander. Wir verbrachten die erste Nacht im Mojo Surf Camp in Canggu – Mein persönlicher Reisetipp für alle Surfbegeisterten.

Nusa Lembongan

Am nächsten Morgen machten wir uns früh auf, um mit der Speedfähre nach Nusa Lembongan überzusetzen. Je nach Wellengang, definitiv nichts für schwache Mägen. Lohnend ist die Überfahrt aber allemal! Im Vergleich zu Bali ist auf Nusa Lembongan nämlich nichts los. Von unseren Bungalows hatten wir einen traumhaften Ausblick auf den weißen Sandstrand und das türkise Wasser – perfekt zum Schnorcheln.

Frau am Strand von Nusa Lembongan

Ein kleines Boot brachte uns zu den einzelnen Schnorchel Spots unweit der Küste. Neben den unglaublich vielfältigen Korallen, gab es so viele bunte Fische zu entdecken. Mein absolutes Highlight war aber ein Beutel, den wir alle von Mojo Surf bekamen. Wir konnten diesen an unserer Hüfte befestigen und somit umhertreibenden Müll einsammeln.

Mittags erkundeten wir die Insel und bekamen auf einer Mülldeponie von Cole, dem Gründer von Orca 365, alles über die Müllversorgung und das Plastikproblem auf der Insel erklärt. Tagestouristen bringen den Müll auf die kleine Insel und lassen alles dort. Mojo Surf und Orca 365 möchten deshalb in den kommenden Jahren eine Verbrennungsanlage bauen, um die Müllberge zu bekämpfen. Wie ihr mithelfen könnt? Ganz einfach – Alle Surfbegeisterten können auf eine Tour durch die Mangroven oder am Strand Plastikmüll einzusammeln.

Deponie mit Plastikmüll auf Bali

Sea Communities

Leider verließen wir am nächsten Morgen dieses kleine Paradies schon wieder. Für uns ging es zu den Sea Communities im Norden Balis. In einem idyllischen Dorf liegen die Segara Lestari Villas – Das absolute Paradies. Wir lernten hier einiges über die Zerstörung des Korallenriffs, unterrichteten Englisch und lernten wie in dem kleinen Dorf mit der Plastikverschmutzung umgegangen wird.

Wie ich gemeinsam mit meiner Gruppe vor Ort mitgeholfen habe und wie auch du mithelfen kannst erzähle ich dir jetzt:

In den letzten Jahrzehnten wurde an der Küste zunehmend mit Cyanid gefischt. Mit Hilfe von Cyanid konnten mehr Fische gefangen und verkauft werden. Was die Einwohner viel zu spät bemerkten: Cyanid tötet die Korallenriffe ab. Die Fischraten vor der Küste sanken. Gemeinsam mit vielen Freiwilligen aus aller Welt werden die Riffe wieder mit neuem Leben gefüllt, indem Korallen gezüchtet und gepflanzt werden. In den letzten Jahren wurde viel erreicht, am Ziel sind die Sea Communities aber noch lange nicht.

Ein Erlebnis, das mir persönlich unglaublich viel bedeutet, war das Englisch unterrichten an der örtlichen Grundschule. Es gibt keinen ausgebildeten Englischlehrer und die Kinder sind auf Freiwillige der Sea Communities angewiesen, die sie besuchen. So durfte auch meine Gruppe, den lernbegeisterten Kindern etwas beibringen. Das schöne hier – man bekommt so viel Dankbarkeit zurück. Für mich persönlich war das eine sehr emotionale Erfahrung.

Zwei Frauen lernen Englisch

Unterricht auf Bali

Während unserer Zeit in Les Village besuchten wir auch die Müllverbrennungsanlage dort. Kaum zu glauben, dass dort nur Freiwillige aus dem Dorf arbeiten und das ohne Bezahlung. Durch viele Sponsoren war es den Sea Communities möglich, zwei Maschinen zu erwerben, um erst das Plastik zu schreddern, dann zu schmelzen und schließlich zu verwerten.

Freiwillige Helfer bei Mülldeponie auf Bali

Ubud

Nach den ersten aufregenden Tagen reisten wir durch saftig grüne Reisterrassen Richtung Sidemen und Ubud, um uns noch etwas Entspannung zu gönnen. In Ubud angekommen besuchten wir den Markt, mit seinen vielen engen Gassen. Voller Tatendrang erkundeten wir am nächsten Morgen die Reisterrassen. Auf dem Weg machten wir eine Pause bei einem Tempel. Unser Guide erzählte uns so viel Neues über die Religion und Kultur der Balinesen, aber auch von seiner persönlichen Einstellung hierzu. Das machte es für mich besonders spannend. Wir wanderten im Gänsemarsch die Straße entlang bis wir die grünen Plateaus erreichten. Wir sahen Gänse, viele verschiedene Vogelarten und unglaublich viele exotische Pflanzen. Wir stärkten uns anschließend an einem besonders leckeren balinesischen Buffet.

Gruppe Menschen steht vor einem Tempel auf Bali

Gruppe menschen läuft über eine Reisterrasse auf Bali

Um den Abend ausklingen zu lassen, trafen wir uns in unserem eigenen kleinen Pool für eine Poolparty. Bei Livemusik während des Abendessens wurde uns langsam bewusst, dass unsere Reise schon viel zu bald vorbei ist. Die letzten Stunden, die wir in Benoa verbrachten, wurden für Massagen genutzt und um noch etwas Zeit am Hotelpool zu verbringen.

Mein Fazit zu Bali

Für mich war die Reise nach Bali eine unglaubliche Erfahrung. Diese Insel hat so viel zu bieten und es findet sich für jeden etwas Passendes. Neben der unglaublich abwechslungsreichen und atemberaubenden Natur findest du so viel Kultur. Die Menschen auf Bali zählen für mich definitiv zu den gastfreundlichsten.

Für mich persönlich ist es auf Reisen immer schön, wenn ich etwas zurückgeben kann. Umso dankbarer war ich, dass ich helfen konnte, Müll zu trennen und den Kindern Englisch beizubringen.  Es kann so einfach sein, auf seiner Reise anderen zu helfen und Gutes zu tun – so kannst auch du etwas zurückgeben.

Wenn du nun auch Lust bekommen hast, auf deiner nächsten Reise ein gemeinnütziges Projekt zu unterstützen, dann kannst du dich auf unserer Webseite zu unseren Freiwilligenprojekten informieren oder machst direkt einen Termin mit den STA Travel Reise Experten im Shop aus.

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