Ozeanien

Wie es ist, zum ersten Mal einen Skydive zu wagen

Von Gastblogger , 13. Mai 2016

„Today is the perfect day for a Skydive“

Genau dieser Gedanke ist mir am Sonntag, dem 31. Januar, als ich aus meinem Zelt herausgeklettert bin und den ersten absolut wolkenlosen und strahlend blauen Himmel während meiner Zeit in Neuseeland erspäht habe, in den Kopf geschossen. Auf die Idee, dass ich einen Fallschirmsprung mache, wäre ich von alleine nie gekommen. Daran ist ehrlich gesagt STA Travel schuld. Während meiner Erlebnisreise über die Nordinsel (die ich bei STA Travel gewonnen habe), gab es für uns die Möglichkeit einen Skydive zu machen und zweimal habe ich mich nach hartem Hin- und Her dazu durchgerungen, meine Angst zu überwinden und es zu wagen. Beide Male war das Wetter zu schlecht, so dass die Aktion abgeblasen wurde. Seitdem geisterte in meinem Köpfchen dieser Gedanke herum. Und an diesem offensichtlich perfekten Skydive Tag ist die Idee dann plötzlich wieder aufgeploppt.

Zwei Telefonate und einige Stunden später habe ich mich dann tatsächlich auf dem Flugplatz in Wanaka wiedergefunden. Da ich nicht die Einzige war, die an diesem Tag diese grandiose oder vielleicht eher wahnwitzige Idee mit dem Fallschirmsprung hatte, galt es nun zu warten und zu warten und zu warten. Zum Glück hatte ich ein gutes Buch, das mich so lange wie möglich vor dem frühzeitigen Durchdrehen bewahrt hat. Dann war es soweit. Nachdem ich entsprechend ausgerüstet war, hat mich mein Sprungpartner Dave abgeholt und ich habe langsam damit begonnen, an meinem Mut zu zweifeln. Ab ins Flugzeug – klappe zu und abgehoben! Das Ziel: 1200 Ft /3700 m Höhe.

Skydive-Neuseeland (1)

Auf dem Weg nach oben habe ich mir dann sämtliche Szenarien ausgemalt und daher ist es mir leider nur partiell gelungen, die wolkenfreie Sicht bis Mt Cook zu genießen. Als mir dann schließlich kurz vor dem Sprung die Angsttränen hochgekommen sind, hat mir Dave angeboten, wieder mit dem Flugzeug runter zu fliegen und nicht zu springen. Und dann war die Entscheidung gefallen. Nein, ich kneife nicht, ich ziehe das jetzt durch und stürze mich aus einem Flugzeug, yeahhy!

Skydive-Neuseeland (2)
Ab hier hatte ich keine Chance mehr mich zu wehren. Dave hat die Anweisungen gegeben und ich habe sie befolgt. Den Absprung hat er koordiniert, ich habe das Ganze mit Geschrei und Geheule über mich ergehen lassen – und dann der freie Fall. Nach etwa zwei Sekunden habe ich es umrissen… Es passiert nichts, zumindest nicht im Moment und ich habe die restlichen 43 Sekunden des freien Falls voll und ganz genossen. Ein vollkommen irreales und unbeschreibliches Gefühl. Und dann ging der Fallschirm auf, ein kräftiger Ruck und es reißt einen ein Stück nach oben und dann hängt man sitzend am Fallschirm und gleitet sanft durch die Luft. Nach kurzer Eingewöhnungsphase drückte mir Dave direkt die Lenkbügel in die Hand. Linkskurve, Rechtkurve  – Tralala. Unbeschreiblich schön. Zur Landung hat Dave wieder übernommen und ich war noch den kompletten restlichen Tag trunken von Glückshormonen.

Skydive-Neuseeland (3)

Skydive-Neuseeland (4)

Skydive-Neuseeland (5)

Skydive-Neuseeland (6)

Skydive-Neuseeland (7)

So viel ist klar: Es war eine Wahnsinns Erfahrung, ich bin unheimlich froh und auch ein bisschen stolz, dass mich das getraut habe.

Eine Antwort zu “Wie es ist, zum ersten Mal einen Skydive zu wagen”

  1. Sara sagt:

    Eine coole Geschichte! Ich kann mich da echt reinfühlen. 😀
    Ich hätte bestimmt auch kurz vor dem Sprung erst mal losgeheult und ich wüsste nicht ob ich dann noch gesprungen wäre! Sehr zu beneiden. Vielleicht klappt es auch bei mir irgendwann mal mit einem Sprung :)!

    Liebe Grüße Sara

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.